Statistik-Tag bei ScienceFiles.
Mit Daten des Statistischen Bundesamts.
Indes, das Statistische Bundesamt macht es einem nicht einfach, wenn man sich z.B. einen Überblick über die Entwicklung der Lebendgeburten nach Staatsangehörigkeit der Mutter in Deutschland machen will, z.B. um die Gerüchte über einen Geburteneinbruch, der in Deutschland 2022 und 2023 zu verzeichnen gewesen sein soll, zu prüfen.
Die Daten, die in Genesis bereitgestellt werden, enden mit dem Jahr 2022. Mit anderen Worten, es war den mehreren Hundert Angestellten des Statistischen Bundesamts nicht möglich, nach mehr als 14 Monaten die Daten für das Jahr 2023 in die Genesis Datenbank einzupflegen. Auch die Suche mit der weitgehend nutzlosen Suchmaschine von Destatis endet, wie gewöhnlich, entweder im Nichts oder mit so vielen Einträgen, dass man Stunden benötigt, um sich durchzukämpfen. Letztlich haben wir uns die Daten der Lebendgeburten für das Jahre 2023 mühsam aus einer Pressemeldung, die mit den Daten für November 2023 endet und dem aktuellen statistischen Wochenbericht zusammengeschustert und mussten dennoch die Daten für Dezember 2023 schätzen. Macht aber nichts, denn das kann man auf Basis der Daten, die sich hier finden, recht gut und mit einem Fehler, der geringer als 5% ist, tun.
Die erbeuteten Daten haben wir zunächst graphisch abgebildet, um einen Eindruck der Entwicklung der Lebendgeburten in Deutschland nach Staatsangehörigkeit der Mutter zu erhalten. Das Ergebnis ist in der nächsten Abbildung zu sehen:
Über den gesamten Zeitraum betrachtet, gehen die Lebendgeburten für deutsche Mütter pro Jahr um 3.796 zurück, während die für nicht-deutsche Mütter pro Jahr um 2.132 mehr werden. Die lineare Repräsentation der Entwicklung ist nicht besonders akkurat, reicht aber hin, um einen Eindruck von der Entwicklung zu erhalten.
Um nun herauszufinden, ob es in den Jahren 2022 und 2023, also nach Beginn der medizinischen Interventionen, mit denen Bürger vor einem Virus geschützt wurden, das für 96% der Bürger ungefährlich ist, die Anzahl der Lebendgeburten erheblich, wie behauptet, zurückgegangen ist, benutzen wir eine Berechnungsmethode, die die Daten bis einschließlich 2021 nutzt, um die der Jahre 2022 und 2023 fortzuschreiben. Die Methode der Fortschreibung ist eine Mischung aus gleitendem Mittelwert und linearer Regression und hat eine Passung an die Daten von 97,2%. Das Ergebnis, das wir nun präsentieren, entspricht somit mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von 5% dem tatsächlichen Ergebnis. Sie sehen in der folgenden Abbildung die tatsächlich berichtete Anzahl der Lebendgeburten (rote Linie) und die von uns für die Jahre 2022 und 2023 fortgeschriebene Anzahl der Lebendgeburten (graue Linie), die sich ergeben hätte, wenn sich die Trends der Vorjahre fortgesetzt und nicht jäh unterbrochen worden wären.
Die tatsächliche Entwicklung der Lebendgeburten für die Jahre 2022 und 2023 weist eine erhebliche Abweichung von der zu erwartenden Entwicklung auf. Die Abweichung summiert sich für die Jahre 2022 und 2023 auf 128.724 Lebendgeburten, 128.724 Lebendgeburten von deutschen Müttern weniger als zu erwarten gewesen wären.
SciFi-Support
Das Bild für die Lebendgeburten nicht-deutscher Mütter ist etwas weniger dramatisch, indes darf man nicht vergessen, dass bislang eine Jahr-zu-Jahr Zunahme der Lebendgeburten für nicht-deutsche Mütter zu verzeichnen war. Insofern ist ein Defitzit von 5.660 Lebendgeburten, die es weniger gab als zu erwarten gewesen wäre, erheblich.
Insgesamt ergibt sich eine Lücke von 134.384 Lebendgeburten, also etwa die Größe von Darmstadt, die in den Jahren 2022 und 2023 weniger gezählt wurden, als man aufgrund der Entwicklung der vorausgehenden Jahre hätte erwarten können.
Die Ursachen für diesen erheblichen Rückgang der Lebendgeburten gehören, wie die Ursachen der Übersterblichkeit, zu den Themen, über die a) niemand sprechen will und die b) niemanden interessieren, jedenfalls niemanden, der Grund zu der Annahme hat, mit seinen Entscheidungen, die er für andere verbindlich gemacht hat, zu diesem Rückgang beigetragen zu haben.

