Sicher haben Sie noch einen dieser Lamentobeiträge im Ohr, die in das Klimawandel-Horn stoßen und die „so hohe Wassertemperatur“ in den „Ozeanen“ bejammern, die dazu führen wird, dass die Ozeane bald den Thermalquellen Konkurrenz machen, mit warmen Wasser und ähnlich verödet.
Wenn es um entsprechenden Blödsinn geht, dann ist die ARD-Tagesschau immer eine der besten Adressen, wenn man nach Beispiele sucht:
Wir fragen uns gemeinhin, ob wir die Zuschreibung von EINER Temperatur zu EINEM Ozean oder gar OZEANEN als herausragend einfältig, strunzdumm oder einfach nur frech-verlogen ansehen sollen. Betrachten wir z.B. den größten Ozean, den Pazifik, der 165.25 Millionen Quadratkilometer umfasst, 46% der mit Wasser bedeckten Fläche der Erde, rund 33% der Erdoberfläche.
Schon ziemlich bescheuert, diese Fläche mit einem Wert für die Wassertemperatur beschreiben zu wollen… Man muss eigentlich nur auf die Karte schauen, sich die Ausmaße betrachten, um von einem derart dämlichen Vorhaben Abstand zu nehmen.
Indes: here we are – die Ozeane werden in der ARD immer wärmer, ein Durchschnittswert wird höher…
Ein Durchschnittswert, der gemeinhin nicht in der Lage ist, lokale Variationen wie z.B. die Auftriebsströmung im Golf von Panama darstellt, zu erklären, ein Phänomen, dass sich jährlich von Januar bis April wiederholt und für die Artenvielfalt und die lokale Fischerei von sehr großer Bedeutung ist:
Die Auftriebsströmung im Golf von Panama tritt saisonal auf und wird durch starke Passatwinde (vor allem von Januar bis April) angetrieben, die über die Landenge von Panama wehen. Diese Winde drücken das Oberflächenwasser von der Küste weg, sodass kälteres, nährstoffreiches Wasser aus tieferen Schichten an die Oberfläche steigen kann.
Dieser Prozess ist während der Trockenzeit am ausgeprägtesten, wenn sich die intertropische Konvergenzzone (ITCZ) nach Süden verlagert und die Passatwinde verstärkt.
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Quelle: O’Deaa et al. (2025).
Die Auftriebsströmung im Golf von Panama ist Teil des dynamischen Systems des östlichen tropischen Pazifiks, das mit der Äquatorialgegenströmung und der Panamaströmung interagiert. Diese Strömungen können thermische Anomalien verteilen und so indirekt die Meeresoberflächentemperaturen im Pazifik über einen größeren Bereich beeinflussen. So kühlt die Auftriebsströmung das Oberflächenwasser im Golf von Panama erheblich ab, wobei die Meeresoberflächentemperaturen (SSTs) während der Auftriebsperiode um 3–6 °C im Durchschnitt sinken. Dadurch entsteht im Vergleich zu den umliegenden tropischen Pazifikgewässern ein lokalisierter Kaltwasserpool.
Das ist die Normalität, wie sie bislang gegolten hat. Indes, wie schon Russells Truthahn erfahren hat, kann man daraus, dass etwas bislang gegolten hat, nicht schließen, dass es auch weiterhin gilt. Denn: in diesem Jahr ist alles anders, wie O’Deaa et al. gerade berichten [Wir danken einem Leser für den Hinweis auf diese Studie!]:
Normalerweise, in normalen Jahren, beginnt die Auftriebsströmung im Golf von Panama um den 20. Januar und dauert durchschnittlich 66 Tage an, wobei eine Tiefsttemperatur von im Durchschnitt 19 Grad erreicht wird. Dieses Jahr begann die Auftriebsströmung wie O’Deaa et al. auf Basis von Satellitendaten berichten, am 4. März und dauerte nur 12 Tage an, wobei eine Tiefsttemperatur von 23,3 Grad Celsius an der Oberfläche des Meeres gemessen wurde.
Ein erheblicher Unterschied mit erheblichen Auswirkungen für Korallenriffe (mehr „bleaching“ wegen thermalem Stress), Artenvielfalt und Nahrungsketten (weniger Nahrung).
Quelle: O’Deaa et al. (2025).
Ursächlich für den Rückgang der Auftriebsströmung, besser: den weitgehenden Ausfall der Auftriebsströmung ist weniger Wind. Zwar blasen die Passatwinde mit gleicher Stärke über die Landenge von Panama, aber sie tun es viel seltener, ein Effekt, den man über La Niña erklären könnte, wäre La Niña in diesem Jahr nicht besonders schwach in der Phase der Auftriebsströmung im März 2025 gewesen.
Ein Rätsel, eine lokale Besonderheit, die im Rahmen der üblichen Modelle, die das Klima der Erde so hervorragend und auf das Grad genau vorhersagen können, angeblich vorhersagen können, nicht gelöst werden kann.
Es bläst halt seltener Wind über die Landenge von Panama.
Seltener Wind ist weniger Auftriebsströmung und wärmeres Wasser.
Und all das ist ein lokales Phänomen, das für den Pazifik und seine Oberflächentemperatur zunächst lokal relevant ist, wenngleich es sich über die Äquatorialgegenströmung und die Panamaströmung ausbreiten kann.
Vermissen Sie etwas?
Nun?
Kl…i.m..aaa..WANDEL vielleicht?
Die globale Kennzahl spielt keinerlei Rolle, hilft in keiner Weise dabei, das Phänomen einer deutlich reduzierten Auftriebsströmung im Golf von Panama zu erklären. Die Erklärung muss man lokal und außerhalb dessen, was vom IPCC verbreitet wird, suchen. Ein Grund dafür, dass die Autoren ihrem Frust Luft machen und darauf hinweisen, dass globale (Klima-)Vorhersagen schlicht nutzlos sind:
„La Niña conditions have been proposed to diminish wind jet formation through more northerly ITCZ [Intertropical Convergence Zone] positioning, but the 2025 upwelling failure occurred during a weak La Niña with the Gulf experiencing far stronger ENSO [ El Niño Southern Oscillation] cycles without upwelling failure. While winds are intensifying in temperate eastern boundary upwelling systems, responses are highly spatially variable. Panama’s 2025 upwelling failure underscores that regional-scale dynamics, rather than blanket global predictions, are essential for understanding these tropical upwelling systems„
Wieder eines dieser Beispiele, die zeigen, wie wenig wir über Wetter und Klima wissen und wie viel weniger wir erklären können. Aber natürlich wissen wir ganz genau, dass die globale Durchschnittstemperatur im Jahre 2100 um 1,24271 Grad höher sein wird als heute.
Man weiß nicht, ob man über diese Irren lachen oder weinen soll…
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