Eigentlich geht es in den Wissenschaften darum, menschliche Neugier zu befriedigen, Neues zu entdecken, Interessantes zu berichten, spannende Einblicke in ganz andere Welten zu erhalten…
Man muss es sich in Erinnerung rufen, denn der Eindruck, dass Wissenschaft, Sozialwissenschaft, Klima“wissenschaft“, das meiste, was heute an Hochschulen zu finden ist, lediglich noch dazu dient politische Narrative zu bedienen, die wiederum geschaffen wurden, um bestimmte gesellschaftliche Gruppen auf Kosten anderer gesellschaftlicher Gruppen besser zu stellen bzw. zu bereichern, dieser Eindruck haftet und man muss ihn regelrecht abschütteln.
Vielleicht muss man sich auch einfach nur die Fähigkeit, zu staunen, in Erinnerung bringen.
Über Ameisen zum Beispiel.
Es ist schon etwas mehr als 8 Jahre her, dass Wissenschaftler in Brasilien einen verlassenen Ameisenbau entdeckt und mit Beton gefüllt haben, um herauszufinden, welche Struktur der Ameisenbau unter der Erde hat.
Er hat eine Struktur.
Und was für eine Struktur.
Denn entdeckt haben die Wissenschaftler um Luis Forgi eine Ameisen-Metropolis, ein bis in die Tiefe von acht Metern reichendes Gewirr aus Kammern und verbindenden Tunneln, das sich über 50 Quadratmeter erstreckt.
Gewirr ist jedoch nur der Begriff, der Menschen auf den ersten Blick einfällt, denn auf den zweiten Blick hat sich das, was die Wissenschaftler im Stile von Archäologen ausgebuddelt haben, als strukturiertes Gesamt optimierter Verbindungswege zwischen Kammern, Pilzgärten und Mülldeponien entpuppt, optimiert nicht nur für schnelles Vorankommen, sondern auch für optimale Luftzufuhr.
Um die Kolonie zu bauen, mussten die Ameisen insgesamt rund 40 Tonnen Erde bewegen, eine monumentale Aufgabe, die Ameisen indes vor keine allzu großen Probleme zu stellen scheint, ein ausgeklügeltes individuelles Transportsystem sorgt dafür:
„Insekten haben über Millionen von Jahren hinweg ihre mechanische Form und Funktion weiterentwickelt. Vor allem Ameisen können im Verhältnis zu ihrer Körpermasse schwere Lasten heben und tragen. Die Lasten werden mit den Mundwerkzeugen angehoben, über das Halsgelenk auf den Brustkorb übertragen und auf sechs Beine und Tarsen (Füße) verteilt, die sich auf der Auflagefläche verankern. Während frühere Forschungen die Befestigungsmechanismen der Tarsen untersucht haben, ist über den Zusammenhang zwischen der mechanischen Funktion und der strukturellen Gestaltung sowie den Materialeigenschaften der Ameise wenig bekannt. Diese Studie konzentriert sich auf den Hals – das einzige Gelenk, das die gesamte Tragkraft aushält.“
Das ist unsere Übersetzung einer Stelle aus dem folgenden Beitrag von Nguyen, Blaine und Castro, in dem die Autore untersuchen, welches Gewicht Ameisen im Vergleich zu ihrem Körpergewicht über ihre Halsgelenke zu schultern imstande sind. Das Ergebnis ist irre:
„Our mechanical testing results show that the soft tissue forming the neck joint of F. exsectoides exhibits an elastic modulus of 230±140 MPa and can withstand ~5000 times the ant’s weight.“
5000 Mal das eigene Körpergewicht können Ameisen schultern.
Wären Menschen zur selben Leistung fähig, die Frage, wie Stonehenge oder die Cheops-Pyramide errichtet wurden, wäre weitgehend beantwortet…
Soweit die Beschreibung, nun die visuelle Darbietung der Ameisen-Metropolis
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Vor solch einem Hintergrund betrachte man nur einmal Menschen beim Einparken oder der Orientierung im Gelände… !
Wir verlernten Vieles
– und was bekamen wir dafür dafür ersatzweise beigebracht ?