Im Volksmund heißt es: Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.
Auf Polit-Darsteller, vor allem linke Polit-Darsteller trifft dies natürlich nicht zu.
Sie vertragen sich nicht.
Die meisten Regierungen, an denen Linke beteiligt sind oder die von Linken gebildet werden, versinken früher oder später in Scharaden, in Komplotten, im Chaos. Denn: Am wenigsten halten es Linke mit ihresgleichen aus, was kein Wunder ist: Jeder Linke ist ein notorischer Besserwisser, was dann, wenn das eigene Besserwissen nicht oder nicht mehr durch die Position des anderen Besserwissers, die Ressourcenzugang und -ausschluss verspricht, im Zaum gehalten wird, zunächst zu Ränkespielen hinter dem Rücken des jeweils anderen und dann zum offenen Konflikt mit allen verfügbaren miesen Mitteln führt.
Number 10 ist im Endstadium linker Realitätsverweigerung angekommen. Der Konflikt den Herr Starmer mit einem, mehreren, vielen (?) seiner Minister hat, wird nun offen ausgetragen und der Grund dafür, der ergibt sich aus einer Unbeliebtheit und einer Ablehnung, die Starmer und seinem Mob aus der Bevölkerung entgegenschlägt, die es in diesem Ausmaß bislang in Großbritannien noch nicht gegeben hat:
Die unterirdischen Ergebnisse, die jede Woche von Umfrageinstituten veröffentlicht werden und das Ansehen von Herr Starmer gemeinhin in noch größere Tiefen befördert als es sich in der Woche zuvor befunden hat, haben die Gegner von Herr Starmer, die möchtegern PMs, die es bei Labour zu allen Zeiten gab, mutig gemacht. Manche von Ihnen sammeln bereits Summen jenseits der 100.000 GBP in Konten an, um sich für den Streit um das Amt des PM und des Vorsitzenden der Labour Party zu rüsten, manche, in diesem Fall Wes Streeting, ein Blairite, der schon seit längerem als Brutus zu Herr Starmer, im Bühnenspiel einer drittklassigen Komödiantengruppe gehandelt wird.
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Neben Wes Streeting soll auch Shabana Mahmood, auf welchem Ausmaß der Selbstüberschätzung auch immer, Pläne hegen, Herr Starmer aus No. 10 zu vertreiben, was nun zu einem öffentlichen Showdown in Form eines Briefings in Number 10 geführt hat, eines Briefings, das zur TIMES geleakt wurde, und in dem sich Herr Starmer kämpferisch gegenüber den eigenen gibt: Er werde, so der Inhalt des Briefings, das an die Adresse von Streeting und Mahmood gerichtet war, jeden Versuch, ihn aus dem Amt zu treiben, mit allen Mitteln abwehren.
Einen amtierenden LABOUR PM aus dem Amt zu treiben, ist nicht so einfach, und es wäre ein erstes Mal. Denn: Egal, wie unteriridisch eine Labour-Regierung war, egal, wie verheerend für das UK eine Labour Regierung regiert hat, kein Labour PM wurde jemals von den Eigenen aus dem Amt entfernt. Wenn man davon absieht, dass es Gordon Brown mit seiner unnachamlich nicht-liebenswerten Art, die ihn zu einer Art Klein-Mamba unter den Blindschleichen macht, geschafft hat, Tony Blair in jahrelanger Kleinarbeit zum Rückzug zu bewegen. Tatsächlich sind 81 Abgeordnete (20%) der Labour Fraktion im House of Commons notwendig, um eine „Leadership Challenge“ auf den Weg zu bringen, an deren Ende dann ein neuer oder der alte Parteivorsitzende und PM steht.
Nun sieht sich also Herr Starmer Herausforderen gegenüber, die indes nichts davon wissen wollen. Wes Streeting hat alle entsprechenden Vorwürfe zurückgewiesen, Shabana Mahmood hat die Vorwürfe als Unsinn bezeichnet und Herr Starmer hat es sich nicht nehmen lassen, während Prime Minister’s Question Time alle Verantwortung für das Leak und die Zurechtweisung seiner beiden Minister von sich zu weisen. Was das UK entweder mit einem notorischen Lügner als PM zurücklässt oder mit einer lame duck, die von Offiziellen, die aus eigenem Antrieb Gegner von Herr Starmer angreifen, über den Teich gefahren und nach Belieben eingesetzt oder entnommen wird.
Der Mann ist schlicht nicht zumutbar.
In keiner Form.
Indes, wer uns kennt, weiß, dass wir die Selbstzerlegung der Labour Party natürlich nicht genießen, vielmehr mit Schrecken und großer Antipathie für diese Leute, deren Intellekt nicht über die eigene Gier hinausreicht, verfolgen.
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