Geschichte wiederholt sich doch und die Frage, wie konnte es zum Dritten Reich kommen, wie konnte eine angebliche Kulturnation unter die Wilden fallen, sie wird gerade in Echtzeit beantwortet.
Gemeinhin kommt, wenn man erklären will, wie es möglich war, dass Deutschland in den 1930er und der ersten Hälfte der 1940er Jahre in ideologischer Bösartigkeit versunken ist, Hannah Arendt mit ihrer Erklärung über die Banalität des Bösen ins Gedächtnis:
In ihrem Buch: „Eichmann in Jeruslam“ schreibt sie:
„Je länger man Eichmann zuhörte, desto offensichtlicher wurde es, daß seine Unfähigkeit zu sprechen eng zusammenhing mit seiner Unfähigkeit zu denken – nämlich zu denken vom Standpunkt eines anderen aus. […]
Das beunruhigende an der Person Eichmann war doch gerade, daß er war wie viele, und daß diese vielen weder pervers noch sadistisch waren, sondern erschreckend normal waren und sind. Von diesem Standpunkt aus war das, was er tat, nicht das eines Monsters, sondern das eines kleinbürgerlichen Karrieristen, der sich anpaßte und gehorsam war.
Die Banalität des Bösen besteht darin, daß das Böse nicht mehr als etwas Dämonisches, als eine Versuchung durch den Teufel erscheint, sondern daß es von ganz gewöhnlichen Menschen begangen wird, die keine besonderen Motive haben, keine besondere Bosheit, sondern einfach gedankenlos handeln, sich den jeweiligen Umständen anpassen und dabei furchtbare Verbrechen begehen – weil sie nicht über die Konsequenzen ihres Tuns nachdenken.“
Dass man mehr oder weniger aus Unachtsamkeit zu jemandem wird, der Massenmord ermöglicht, dass scheint mir doch etwas zu banal, als dass es eine Erklärung für die endemische Boshaftigkeit, mit der Deutsche Deutsche und andere verfolgt haben, sein könnte. Das Problem bei Arendt besteht darin, dass sie Ebenen vermengt. Dass Bösartigkeit normalisiert, Übergriffe auf Mitmenschen zum Alltag werden, eine Verrohung eintritt, bei Arendt in der Formulierung, dass „das Böse“ von „ganz gewöhnlichen Menschen begangen wird“ angedeutet, ist nur ein Aspekt, denn mit der Normalisierung von Bösartigkeit, wie man sie im Deutschland der End-1920er, 1930er und ersten Hälfte der 1940er [und heute wieder] Jahre beobachten konnte, wird ein Möglichkeitsraum geschaffen, aber kein individueller Zwang, sich an kollektiver Bösartigkeit zu beteiligen. Juden zu drangsalieren, Nachbarn zu verraten, die Einhaltung ideologischer Reinheit zu überwachen, das sind Handlungen, die eine individuelle Entscheidung voraussetzen, die den Entschluss, sich an der Bösartigkeit zu beteiligen, voraussetzen. Insofern ist Eichmann sicher nicht der naive Mitläufer als der er im Zitat von Arendt erscheint, eher ein bewusst sich zum Gehorsam und zum Mitwirken an bestialischen Handlungen entschließender Mann, der eine entsprechende Disposition mitbringt.
Man benötigt also
einen Möglichkeitsraum, in dem Bösartigkeit normalisiert ist, wobei Bösartigkeit als ideologisch motivierter Übergriff auf Mitmenschen, mit dem Ziel, ihnen zu schaden, definiert ist;
individuelle Bereitschaft, diesen Möglichkeitsraum auszunutzen und sich mit eigenverantwortlicher Bösartigkeit an der allgemeinen Bösartigkeit zu beteiligen.
Und Letzteres setzt einen bestimmten Menschentyp voraus, etwas, das Arendt zu vergessen scheint: Es gab im Dritten Reich Leute, die Juden versteckt haben, die sich nicht an den staatlich organisierten Hetzjagden auf Andersdenkende beteiligt haben, die Kritik geübt haben und ihren Prinzipien von Nächstenliebe und Menschlichkeit, von Moral und Anstand treu geblieben sind.
Der Menschentyp, der sich für ideologische Bösartigkeit mobilisieren lässt, wird nach unserer Ansicht in der Dunklen Tetrade gut umschrieben. Es handelt sich in erster Linie um Sadisten, die Freude am Schaden anderer haben. Neid mag eine Triebkraft sein, eine andere darin bestehen, dass diese Leute schlicht nichts taugen.
Der Sadismus wird um Narzissmus ergänzt, der sich offensiv in Form eines Überlegenheitsgefühls oder defensiv in Form einer Opferrolle äußert. Man darf nicht vergessen, dass für viele Leute im Dritten Reich ein Reiz des Nationalsozialismus darin bestanden hat, sich mehr oder minder leistungslos anderen überlegen fühlen zu können, ein Reiz, der durch Exempel jüdischer Personen, die im Wirtschaftsleben erfolgreich waren, einen zusätzlichen Kick erhalten hat. Ebenso wenig darf man die vergessen, die nur darauf gewartet haben, in Juden die Verantwortlichen für das eigene Scheitern finden zu können.
Machiavellismus, die Idee, andere wie Schachfiguren für die eigenen Zwecke instrumentalisieren zu können, ist sicher auch eine Zutat, die es dem oben beschriebenen Menschentyp attraktiv erscheinen lässt, den staatlich geschaffenen Möglichkeitsraum für individuelle Bösartigkeit auszunutzen. Und bei all dem darf man, einmal mehr, nicht vergessen, dass die offizielle Erzählung im Dritten Reich die Bösartigkeit gegenüber Juden damit legitimiert hat, dass man als Arier oder Angehöriger der Arischen Rasse (die natürlich keine Rasse ist) von Juden übers Ohr gehauen, hintergangen oder missbraucht wurde. Arier wurden nicht zuletzt als Opferrasse geschaffen, um ein Motiv von Gutheit als Berechtigung dafür einzuführen, anderen mit Bösartigkeit entgegentreten zu können.
Psychopathie rundet das Bild ab, denn der Menschentyp, der bösartig ist, weil sein Staat Bösartigkeit als Handlungsmuster fördert, ist unfähig, eine normale menschliche Beziehung jenseits hoch ritualisierter und standardisierter Beziehungen in institutionellen Bezügen oder der eigenen Clique aufzubauen. Psychopathen sehen sich zum einen im Recht, zum anderen in ihrer Position stetig bedroht bzw. erfinden eine Bedrohung, um ihre eigene Bösartigkeit damit legitimieren zu können. Psychopathologie ist eine der Erklärungen dafür, sich in den Dienst von Verbrechern zu stellen und Menschen umzubringen, Ideen zu entwickeln, um Massenmord in Gaskammern zu betreiben. Reinhard Heydrich, Heinrich Himmler, Adolf Hitler, sie waren sicherlich Psychopathen, dasselbe gilt für den kleinen Parteimitläufer, der KPD-Mitgliedern auflauert, um sie krankenhausreif zu schlagen. Psychopathie ist eines der verbindenden Merkmale die den Mob der Guten zusammenschweissen, die sich in ihrer selbstaskribierten moralischen Überlegenheit suhlen und darauf die Berechtigung zum ideologischen Übergriff auf andere, von Schäden an Sachen und Person bis zum Mord ableiten.
Das ist die wohl kürzeste Beschreibung dafür, wie es soweit kommen konnte, und es ist eine Beschreibung, die man 1:1 auf die heutige Zeit übertragen kann, in der es wieder Herrenmenschen selbst-askribierter moralischer Überlegenheit gibt, die aus ideologischen Gründen einen Möglichkeitsraum jenseits einer phantasierten Brandmauer besetzen, um von dort aus und unter dem Schutze einer pseudo-Legitimation des Guten, bösartig zu sein, anderen zu schaden, anderen zu schaden, um sich selbst als moralisch überlegen zu inszenieren. Man sieht Mördern dabei zu, wie sie die gute Sache der Beseitigung angeblich böser Menschen rechtfertigen.
Und damit sind wir in der Jetztzeit, in der es ein kleiner Arbeitnehmerverband, der sich „Die Familienunternehmer“ nennt, getraut hat, das ideologische Reinheitsgebot eines von antidemokratischen Parteien gesteuerten Staates zu hinterfragen und Gespräche mit Menschen, die Mitglied der AfD sind, zu führen, mit dem konkreten Ziel, politische Probleme in umsetzbare Lösungen zu transferieren, von denen ein gesellschaftlicher Nutzen ausgeht. Was der Verband der Familienunternehmer getan hat, ist dem Schulterschluss der Bekennenden Kirche, im Wesentlichen von Dietrich Bonhoeffer angetrieben, mit Juden im gemeinsamen Kampf gegen die Nürnberger Rassengesetze vergleichbar. Und so wie damals der ideologische Mob in Scharen geeilt ist, um den staatliche geschaffenen Möglichkeitsraum der Bösartigkeit zu besetzen, so eilen sie auch heute, um nunmehr den Feind, „Die Familienunternehmer“ zu bekämpfen.
Dabei spielt CAMPACT wohl die Rolle, die in den 1930er Jahren der SA zugefallen ist. Das folgende Schreiben wurde als eMail an Unternehmen verschickt, von denen die CAMPACTs denken, sie seien Mitglied im Verband „Die Familienunternehmer“.
Betreff: Ihre Mitgliedschaft im Verband „Die Familienunternehmer“ – AfD-Kontakte gefährden Demokratie
Sehr geehrte/r [Name des Empfängers],
der Verband „Die Familienunternehmer“ hat kürzlich angekündigt, sich der AfD zu öffnen und Vertreter der rechtsextremen Partei zu „Strategiegesprächen“ einzuladen. Diese Brandmauer-Aufhebung ist ein gefährlicher Schritt, der Rechtsextremismus normalisiert und Unternehmen wie Ihres in die Nähe von Hass und Ausgrenzung rückt. Viele Bürgerinnen und Kundinnen sehen das als Angriff auf die Demokratie.
Um Transparenz zu schaffen: Bitte teilen Sie uns bis spätestens [Frist: z. B. 48 Stunden ab Versand, oft 27. November 2025] mit, ob Ihr Unternehmen Mitglied im Verband „Die Familienunternehmer“ ist.
Eine Antwort per Reply oder über unser Formular reicht.
Ohne Auskunft gehen wir von einer Mitgliedschaft aus und machen dies öffentlich – inklusive Aufruf an unsere 4,25 Millionen Unterstützer*innen, Boykott zu erwägen. Wir wollen keine Unternehmen unterstützen, die Rechtsextremismus fördern.
Handeln Sie jetzt für Demokratie! [Link zu Petition]
Mit progressiven Grüßen,
Das Campact-Team
[Campact-Logo, Spendenaufruf]
Die Anmaßung, die in diesem Schreiben zum Ausdruck kommt, ist das eigentlich Erschreckende, denn sie zeigt, wie fanatisch diese antidemokratischen Extremisten bereits sind und wie umfassend die moralische Rechtfertigung bereits ausgeprägt ist, die sie sich selbst attestieren, um auf ihrer Grundlage Dritten zu schaden, Schaden zuzufügen, Dritte zu erpressen, um ideologische Reinheit durchzusetzen. Dass man von solchen Leuten weder Moral noch Anstand erwarten kann, macht die Frage, wie man auf einen derartigen Ausbruch von Bösartigkeit reagiert, zu einer schwierigen, vergleichbar den Fragen, die im Kreisauer Kreis diskutiert wurden, bevor Claus Graf von Schenk von Staufenberg die Agenda auf genau ein Ziel, die Beseitigung von Hitler, ausgerichtet hat.
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Aber uns geht es nicht um die Anmaßung und die offenkundige Tatsache, es bei CAMPACT mit einem Kult ideologisch purifizierter Fanatiker zu tun zu haben, deren Weg in den Terrorismus genau auf die Weise erfolgen wird, die Douglas Pratt schon vor langer Zeit für religiösen Fundamentalismus vorgezeichnet hat. Für uns sind die formalen Ähnlichkeiten, die Gleichheit der Strukturen, die die derzeitige Situation so vergleichbar mit dem Dritten Reich macht, von besonderem Interesse, der von staatlichen Akteuren geschaffene Möglichkeitsraum für Bösartigkeit, der von bösartigen Akteuren, wie wir sie oben beschrieben haben, gefüllt und als Legitimation genutzt wird, um mit dem Gefühl moralischer Überlegenheit anderen zu schaden.
Schon die Tatsache, dass diese Leute denken, sie seien gute Menschen gerade weil sie anderen schaden, macht deutlich, dass man es mit Psychopathen und Narzissten, mit Macchiavellisten und Sadisten zu tun hat, wie wir sie oben beschrieben haben.
Und wenn wir nun einige Augenzeugenberichte aus dem Dritten Reich anfügen, dann tun wir das, um die formale Identität der CAMPACT-Aktion in eMail, mit Aktionen der SA im Dritten Reich aufzuzeigen und damit den Schluss zu begründen, dass der Inhalt heute ein anderer ist als im Dritten Reich, aber die Form, in der sich antidemokratische Verhaltensweisen äußern, dieselbe, identisch ist. CAMPACT und SA: They are two peas of the same pod.
„Am Sonnabend, den 1. April, war der große Judenboykott. […] In der Stadt standen vor allen jüdischen Geschäften SA-Posten, oft mit Schildern: ‚Wer beim Juden kauft, ist ein Volksverräter‘ usw. […] Ich ging mit Eva in die Stadt. Vor dem Warenhaus Alsberg standen zwei braune Kerle, einer mit einem Schild ‚Die Juden sind unser Unglück‘. Vor dem kleineren jüdischen Geschäft von Fraenkel stand ein einzelner SA-Mann und brüllte jeden an, der hineingehen wollte. Einige Leute gingen trotzdem hinein, andere drehten erschrocken ab. Ein älterer Herr, der gerade aus dem Laden kam, wurde von dem SA-Mann angebrüllt: ‚Sie haben wohl keine Ehre im Leib, beim Juden zu kaufen!‘ Der Mann wurde rot und ging beschämt weiter. […] Die Kunden wurden fotografiert, damit man sie später zur Rechenschaft ziehen könne.“
Quelle: Victor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten. Tagebücher 1933–1941, Band 1: 1933–1934, Aufbau-Verlag, Berlin 1995, S. 16–18 (Einträge 1.–3. April 1933).
„Vor dem jüdischen Konfektionsgeschäft Renner in der Prager Straße standen drei SA-Leute und ein Polizist. Jeder, der das Geschäft betrat oder verließ, wurde fotografiert und angeschnauzt. Eine Kundin, die mit einem Paket herauskam, wurde von einem SA-Mann gepackt und ihr das Paket entrissen und auf die Straße geworfen mit den Worten: ‚So, du Judenhure, kaufst wohl gern beim Juden!‘ Die Frau fing an zu weinen und ging schnell weg.“
Quelle: Bericht der jüdischen Gemeinde Dresden an das Reichsministerium des Innern, zitiert bei
Wolf Gruner: Der geschlossene Arbeitseinsatz deutscher Juden, Berlin 1997, S. 27 (Original im Bundesarchiv).
„In front of every Jewish shop stood groups of Storm Troopers who prevented customers from entering by threats and insults. In many cases they daubed the windows with slogans such as ‚Jews perish‘, ‚Jews out‘, etc. Customers who tried to enter were photographed and in some cases physically pushed away.“
Quelle: US-National Archives, zitiert in Laurence Rees: The Nazis – A Warning from History, BBC Books 1997, S. 98
„Vor meinem Hause in der Lindwurmstraße standen SA-Posten und hinderten die Patienten am Betreten der Praxis. Patienten, die trotzdem hereinkamen, wurden beschimpft und fotografiert. Einem älteren arischen Patienten wurde das Rezept aus der Hand gerissen und zerrissen mit den Worten: ‚Beim Judenarzt lassen Sie sich behandeln? Schämen Sie sich nicht?‘“
Quelle: Dr. Benario, Bericht vom April 1933, zitiert bei Angela Hermann, „Der Boykott vom 1. April 1933 in München“, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 56 (2008), S. 477–498, hier S. 489.
„Ab 1935 standen fast täglich SA-Leute vor dem jüdischen Lebensmittelgeschäft von Max Levi in der Leopoldstraße. Sie brüllten jeden an, der hinein wollte: ‚Du Volksverräter!‘, ‚Judenknecht!‘ Viele Kunden drehten sofort wieder um. Einmal sah ich, wie ein SA-Mann einer älteren Kundin die Einkaufstasche aus der Hand riss und den Inhalt auf die Straße schüttete.“
Quelle: Charlotte Knobloch, mündliche Erzählung 1995, aufgezeichnet in: Charlotte Knobloch – Erinnerungen, Langen Müller 2009, S. 44–46.
„Seit Frühjahr 1938 standen wieder regelmäßig SA- und HJ-Posten vor meinem Lederwarengeschäft in der Theatinerstraße. Kunden wurden nicht nur beschimpft, sondern auch körperlich bedroht. Einem Stammkunden, einem pensionierten Oberst, wurde ins Gesicht gespuckt und gesagt: ‚Sie gehören auch erschossen, weil Sie beim Juden kaufen!‘“
Quelle: Max Hirschberg, handschriftlicher Bericht 1946, Leo Baeck Institute New York, AR 2507, Box 1, Folder 8.
„In der Kaufinger- und Neuhauserstraße standen vor sämtlichen jüdischen Geschäften SA-Posten in Gruppen von 4–12 Mann. Kunden, die trotzdem eintreten wollten, wurden mit Drohungen und Pöbeleien zurückgewiesen. In mehreren Fällen wurden Käufer fotografiert. Vor dem Geschäft Uhlfelder wurde ein Passant, der ein Paket trug, von SA-Leuten umringt und gezwungen, den Inhalt zu zeigen; als sich herausstellte, dass er dort gekauft hatte, wurde ihm das Paket zerrissen und der Inhalt auf die Straße geworfen.“
Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Reichsstatthalter Epp, Nr. 69/1, Bericht der Polizeidirektion München vom 2. April 1933.
In allen Beispielen ist die reklamierte moralische Überlegenheit für den eigenen ideologischen Fanatismus, die sogar in Fragen wie „Haben sie keine Scham“ direkt eingesetzt wird, sehr deutlich, so deutlich wie der Versuch, Kunden jüdischer Händler einzuschüchtern und zu bedrohen, sie daran zu hindern, den Laden eines Juden aufzusuchen.
In die Version von CAMPACT übertragen, hat die SA ihre Unterstützer*innen, dazu aufgerufen, einen Boykott der Geschäfte von Juden und Konsequenzen für deren Kunden zu erwägen. Denn Sie wollten keine Unternehmen unterstützen, die jüdisch sind und keine Kunden zulassen, die deren Gewinne fördern.
CAMPACT und SA „two peas of the same pod“.
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Ich schließe mich an, richtig gut gefällt mir der Begriff vom leistungslosen Überlegenheitsgefühl, für mich DER Schlüsselbegriff zum Verständnis des im Mainstream veröffentlichten Zeitgeistes.
Die Begriffsfindung von der Banalität des Bösen von Arenth sehe ich als eine sehr fruchtbare Näherung und einen wichtigen Akzent, um vom Verteufeln wegzukommen, damit man erstmal klare Sicht gewinnt. Auch mir fehlt in ihrem Konzept vor allem der Sadismus.
Nachtrag zu Campact. Schon bei der Art, wie die „Faktenchecker“ sich präsentierten, dieses übereindeutige Design mit Smileys, grünen Häkchen und komplementär gefärbten Feldern mit aberundeten Ecken im apple-Style, kommt mir die Galle hoch. Da schwitzt sich doch der Narzissmus so richtig aus, es mit totaler Sicherheit besser zu wissen, wer der Gute und wer der Böse ist. Die Inquisitoren wie die überzeugten Nationalsozialisten teilen doch mit den heutigen Gutmenschen die Überzeugung, dass es keinerlei Diskussionsbedarf zu der Frage mehr gibt, was gut u. böse ist.
“(. . .) Der Mann wurde rot und ging beschämt weiter”. “(. . .) Die Frau fing an zu weinen und ging schnell weg”. Diese Reaktionen sind absolut typisch für psychisch normale, politisch immer zumindest halbwegs gemäßigte Menschen. Je normaler jemand ist, desto hilfloser, auch gefühlsmäßig hilfloser, steht er gewalttätigen, totalitären Aktivisten gegenüber. Natürlich ist es auch Gewalt, wenn Campact eine bestimmte Auskunft mit untertänig-politkorrekter Begründung verlangt und damit droht, den Familienbetrieb (fast immer einen kleineren Betrieb, Rossmann ist auch da eine Ausnahme) als AfD-nahe anzubräunen und zum Boykott aufzurufen, obwohl der unter Druck gesetzten Firma nur die Mitgliedschaft im Verband der Familienunternehmer “nachweisbar” ist.
–
Ok, dass die FAZ dieses Anschreiben offen als Ultimatum bewertet, lässt Distanz erahnen. Aber die normalen Menschen, die mit wirtschaftlichen Drohungen und eben mit psychischem Druck auf ihre normale Gefühlswelt und ihre normalen, sozialen Beziehungen so leicht zu unterwerfen sind, werden nicht schon damit vor totalitären Soziopathen geschützt, dass es vorsichtige Kritiken an diesen Soziopathen gibt.
Ist nicht eher die Antifa die neue SA? Wer das überprüfen möchte, googled mal den Text des Horst Wessel-Lieds. Nicht zu dessen Verbreitung, sondern zur Verifizierung der hiesigen Zustände! Wie war das doch gleich mit geschlossenen Reihen, erhobenen Fahnen und Marschieren?
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Eine dritte Möglichkeit ist nicht erlaubt. Digitales Denken.
„Demokratisch“ ?
„Handeln Sie jetzt für Demokratie! “ – Hoffentlich wird das zum Bumerang für die Agitatoren/Innen.
Der Artikel ist wunderbar geschrieben– Sie sprechen mir aus der Seele– vielen Dank
Ich schließe mich an, richtig gut gefällt mir der Begriff vom leistungslosen Überlegenheitsgefühl, für mich DER Schlüsselbegriff zum Verständnis des im Mainstream veröffentlichten Zeitgeistes.
Die Begriffsfindung von der Banalität des Bösen von Arenth sehe ich als eine sehr fruchtbare Näherung und einen wichtigen Akzent, um vom Verteufeln wegzukommen, damit man erstmal klare Sicht gewinnt. Auch mir fehlt in ihrem Konzept vor allem der Sadismus.
Nachtrag zu Campact. Schon bei der Art, wie die „Faktenchecker“ sich präsentierten, dieses übereindeutige Design mit Smileys, grünen Häkchen und komplementär gefärbten Feldern mit aberundeten Ecken im apple-Style, kommt mir die Galle hoch. Da schwitzt sich doch der Narzissmus so richtig aus, es mit totaler Sicherheit besser zu wissen, wer der Gute und wer der Böse ist. Die Inquisitoren wie die überzeugten Nationalsozialisten teilen doch mit den heutigen Gutmenschen die Überzeugung, dass es keinerlei Diskussionsbedarf zu der Frage mehr gibt, was gut u. böse ist.
Claus Schenk Graf von Stauffenberg
“(. . .) Der Mann wurde rot und ging beschämt weiter”. “(. . .) Die Frau fing an zu weinen und ging schnell weg”. Diese Reaktionen sind absolut typisch für psychisch normale, politisch immer zumindest halbwegs gemäßigte Menschen. Je normaler jemand ist, desto hilfloser, auch gefühlsmäßig hilfloser, steht er gewalttätigen, totalitären Aktivisten gegenüber. Natürlich ist es auch Gewalt, wenn Campact eine bestimmte Auskunft mit untertänig-politkorrekter Begründung verlangt und damit droht, den Familienbetrieb (fast immer einen kleineren Betrieb, Rossmann ist auch da eine Ausnahme) als AfD-nahe anzubräunen und zum Boykott aufzurufen, obwohl der unter Druck gesetzten Firma nur die Mitgliedschaft im Verband der Familienunternehmer “nachweisbar” ist.
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Ok, dass die FAZ dieses Anschreiben offen als Ultimatum bewertet, lässt Distanz erahnen. Aber die normalen Menschen, die mit wirtschaftlichen Drohungen und eben mit psychischem Druck auf ihre normale Gefühlswelt und ihre normalen, sozialen Beziehungen so leicht zu unterwerfen sind, werden nicht schon damit vor totalitären Soziopathen geschützt, dass es vorsichtige Kritiken an diesen Soziopathen gibt.
Ist nicht eher die Antifa die neue SA? Wer das überprüfen möchte, googled mal den Text des Horst Wessel-Lieds. Nicht zu dessen Verbreitung, sondern zur Verifizierung der hiesigen Zustände! Wie war das doch gleich mit geschlossenen Reihen, erhobenen Fahnen und Marschieren?