Schweinepest: Es leaken (fast) nur die tödlichen Viren aus Laboren…

Reuters berichtet, dass spanische Behörden derzeit untersuchen, ob das Afrikanische Schweinefieber-Virus (Schweinepest), das seit dem 26. November 2025 bei mittlerweile 14 Wildschweinen im Collserola National Park, nördlich von Barcelona gefunden wurde, aus einem spanischen Bio-Safety-Labor (BSL-3) stammt, wobei sich das Center de Recercia en Sanitat Animal (CReSA) an der Universität Barcelona anbieten würde…

Zunächst: Das Virus, das Schweinpest verursacht hat mit Schweine-Grippe nicht zu tun. Ersteres ist ein für Schweine in nahezu allen Fällen tödliches DNA-Virus, das für Menschen ungefährlich ist, Letzteres eine Variante von H1N1, dem RNA-Virus, das Grippe in Menschen auslöst.

Schweinepest, das Afrikanische Schweinefieber, ist ein relativ später Zuwanderer in Europa, der 2007 über den Hafen der Stadt Poti in Georgien am Schwarzen Meer eingereist und sich von dortaus ausgebreitet hat. Ursprünglich wohl aus der Gegend von Zimbabwe oder Mosambique stammend, hat sich die Schweinpest 2007 in Georgien ausgebreitet, ist 2009 nach Aserbaidschan und Russland weitergereist, hat von dort einen Schwenk in die Ukraine und nach Weißrussland unternommen (2009 bis 2011), eine Sightseeing Tour in den baltischen Staaten unternommen (2012), ehe sich die Schweinepest in Polen (2014) festgesetzt hat und von dort aus nach Tschechien, Ungarn und Rumänien (2017) weitergewandert ist. 2018 ist die Schweinepest in Asien angekommen, über die Mongolei und China in allen südostasischen Staaten heimisch und nur mit Mühe in Schach gehalten worden. 2019 wurden in Russland erste Wildschweine mit Antikörpern gegen den Erreger von Schweinepest gefunden, im selben Jahr hat das Virus seine Wirkungsstädte in die westlichen Staaten der EU verlagert, darunter Deutschland, Serbien, die Slowakei, Rumänien und Belgien. Aus Belgien wurde die Schweinepest noch im selben Jahr vertrieben. 2020 hat sich die Schweinepest einen kleinen Abstecher in die Karibik gegönnt und ist von dortaus nun als Georgia 2007/1, eine eurasische Variante, nach Afrika reimportiert worden, wo sie seither vor allem in Südafrika und Sub-Sahara-Afrika endemisch ist, während sie in Europa auf sporadische Auftritte reduziert wurde.

Zu den sporadischen Auftritten zählt auch der derzeitige Ausbruch in Spanien, der bislang 17 Wildschweine umfasst und zu einer Quarantäne-Zone von 6 Kilometern rund um den Collserola Nationalpark geführt hat. Und in dieser Quarantäne-Zone liegt das Center de Recercia en Sanitat Animal, das nun im Verdacht steht, Ursprung des Ausbruchs zu sein. Dass es zu diesem Verdacht kommt, hat seine Ursache im Genom der Schweinepest, die in spanischen Wildschweinen gefunden wurde. Dieses Genom ist fast vollständig mit dem ursprünglich im Jahre 2007 über Georgien eingereisten Genom des Afrikanischen Schweinefiebers identisch, das als Georgia 2007/1 in die Geschichte eingegangen ist.

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By Evelyn Simak, CC BY-SA 2.0, Link

Der Erreger von Schweinepest, das Afrikanische Schweinefieber ist ein DNA-Virus, das 190.637 Nukleotide, Basenpaare umfasst. Das Genom des am 26. November 2025 bei einem spanischen Wildschwein isolierten Schweinpest-Erregers stimmt nahezu vollständig mit dem Genom von Georgia 2007/1 überein, was eigentlich nur erklärt werden kann, wenn man annimmt, dass das Virus aus einem Forschungslabor freigesetzt wurde.

Wie gesagt, das Center de Recercia en Sanitat Animal befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Fundort des ersten Opfers der „Schweinepest“. DNA-Viren zeichnen sich dadurch aus, dass sie nur wenig mutieren, dessen ungeachtet tun sie es. Die in Europa endemischen Varianten des Pathogens weisen bis zu 100 SNPs, Single Nucleotide Polymorphisms auf, also rund 100 Stellen im Genom, an dem ein Nukleotid ersetzt wurde. Das Genom des in Spanien isolierten Pathogens hat keine dieser SNPs. Bevor das Pathogen in Spanien isoliert wurde, konnten alle Schweinepesterreger einer Grundvariante, die 2013 aufgetaucht ist, zugeordnet werden. Nun wurde der ursprüngliche Einwanderer aufgefunden, was nur dann möglich ist, wenn er aus einem Labor ausgebüxt ist oder sich über Jahrzehnte frisch in einem Umfeld gehalten hat, das nicht wärmer als 4 Grad Celsius geworden ist. Aus diesem Umfeld muss er es dann in ein Wurst-Sandwich geschafft haben, das wiederum ein LKW-Fahrer an der vielbefahrenen Autopista 7, die durch den Collserola Nationalpark führt, entsorgt haben muss. Das entsorgte Sandwich muss dann von einem Wildschwein beim Plündern menschlicher Abfallhalden aufgefressen worden sein…

Ja.

Bleiben wir bei der Erklärung, die dann, wenn ein Virus in einer Variante auftaucht, die es außerhalb von angeblichen Forschungslaboren, in denen es um die Gesundheit von Tier und Mensch gehen soll, NICHT MEHR GIBT, am nächsten liegt: Einmal mehr ist ein Virus aus einem Forschungslabor freigesetzt worden. Einmal mehr wird als Reaktion auf die Freisetzung umfassend gemordet, denn natürlich haben die spanischen Behörden damit begonnen, alle Wildschweine, derer sie habhaft werden können, zu ermorden.

Georgia 2007/1, das ursprünglich 2007 in Poti dingfest gemachte Zuwanderervirus gilt als Goldstandard bei der Erforschung von Schweinepest. Alle Referenzlabore der WOAH, World Organisation of Animal Health, haben Georgia 2007/1 in unterschiedlicher Menge im Vorratsschrank. Sie finden sich in Forschungslaboren in England (Purbright, Sussex), in Spanien (Barcelona und Madrid), in Australien (Geeling) in Südafrika (Pretoria), China (Quindao), Kanada (Winnipeg), Deutschland (Greifswald), USA (New York), Frankreich (Ploufragan-Plouzané), Georgien (Tbilisi) und auf Kuba (Havana). Sie alle werkeln als Refernzlabor mit tödlichen Viren. Weitere 45 Labore, werkeln an denselben Pathogenen aus unbekannten Gründen.

Die Forschung an „gefährlichen Pathogenen“ ist eines der Wachstumsfelder der Mikrobiologie und der Virologie und natürlich wird die ganze Forschung nur zum Wohle von Mensch und Tier betrieben, sofern nichts „leaked“. Tatsächlich lässt sich die Forschung zum „Wohle von Mensch und Tier“ nicht von der Forschung an Biowaffen unterscheiden und man bekommt langsam den Eindruck, dass die BSL-3 und BSL-4 Labore, die weltweit wie Pilze aus dem Boden schießen, weniger dem Wohl von Mensch und Tier gewidmet sind als dazu dienen, das Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen zu umgehen und unter dem Vorwand, das Wohl von Mensch und Tier sichern zu wollen, an entsprechenden, das Wohl von Mensch und Tier schädigenden Biowaffen arbeiten zu können.


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5Comments

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  1. 2
    ERINNERUNG

    Wirtschaftskriege des „Homo sapiens“ und ihre Folgen für den „Homo sapiens“ – Es knallt wieder, wie üblich. Stumpfsinnige Eintönigkeit, darum:
    „A Swingin‘ Safari“ – Bert Kaempfert:

  2. 3
    Wie viele Pathogene gäbe es ohne BSL-Labore nicht? Kurze Geschichte der „Laborunfälle“ – SciFi – Welt25

    […] Im letzten Post haben wir von Afrikanischem Schweinefieber, als Schweinepest bekannt, berichtet. Das DNA-Virus ist 2007 über Georgien nach Europa eingereist und seither unterwegs, und während es unterwegs ist, hat es sich, im Rahmen dessen, was DNA-Viren an Transkriptionsfehlern machen, verändert. Indes, derzeit ist in Spanien eine Variante des Pathogens unterwegs, die dem 2007 über Georgien eingereisten Virus entspricht, was (fast) nur dann möglich ist, wenn das Virus aus einem BSL-3 Labor entwichen ist. Passender Weise findet sich das Center de Recercia en Sanitat Animal in unmittelbarer Nähe zum Fundort des ersten Todesopfers von Georgia 2007/1, dem Schweinepest-Virus… […]

  3. 4
    DDM_Reaper20

    Man muss geistig schwer krank, dazu von äußerst geringer Intelligenz sein, um die Entwicklung von Biowaffen zu fördern.

    Viren und Bakterien kennen weder Freund noch Feind. (Fast) jeder weiß das. Schutz dagegen ist eine Illusion–man schaue sich das Affentheater mit den jährlichen Grippeimpfstoffen an.

    Wer mit so etwas experimentiert, zieht somindest, um’s mal wie ein Jurist zu sagen, „wohlwollend in Erwägung“, es auch einzusetzen.

    Man lese sich mal Stephen Kung’s The Stand durch.

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