Jeder fünfte offen für autoritäre Ideen? Junk Science at its best

Man muss die Kosten nicht kennen, um zu wissen, dass der Deutschland-Monitor ein Sanierungsprojekt für die daran beteiligten Marktforschungsunternehmen ist. Allein die absurde Anlage, die für den „Deutschland-Monitor“ gewählt wurde, zeigt dies: Eine (selbstverständlich „repräsentative“) Hauptbefragung von ~ 4.000 Befragten, ergänzt um eine „lokale Vertiefungsstudie“ mit weiteren ~ 4.000 Befragten, abgerundet mit „Focus Gruppen“ [zumeist Geschwätzkreise ohne wissenschaftliche Bedeutung]“.

Deutschland-Monitor: Ein Ungetüm empirischer Auftragsforschung ohne wissenschaftlichen Wert.

Ein teures Null-Ergebnis, das 2024 in seiner letzten Durchführung  Steuerzahler 911.882 Euro gekostet hat.

Warum sich jeder Polit-Hansel mit „Umfragen“ ein Denkmal setzen und sich in die Annalen der Steuergeldverschwendung eingraben will, das ist eine Frage, die nicht so einfach zu beantworten ist, wenn man mit der Frage auf irgend eine Form von „Erkenntnis“ zielt.

Wahrscheinlich machen Mythen wie „Umfragen“ würden zeigen, wie die Bevölkerung tickt oder dergleichen, die Runde, jenseits all der methodischen Literatur, die zeigt, dass die meisten Umfragen bereits an ihrem in der Regel mangelhaften Designs scheitern.

Indes, der eigentliche Grund dafür, dass Monsterumfragen mit Designs, die garantieren, dass Marktforschungsunternehmen absahnen und mit Ergebnissen aufwarten, die niemand auch nur ansatzweise interpretieren kann, besteht darin, in Shitstream-Medien Meldungen wie die folgende absetzen zu können:

Mit dem dazugehörigen Text:

„Teile der Bevölkerung sind demnach offen für autoritäre Ideen. So stößt etwa die Forderung nach einer Einheitspartei, einem starken Anführer ohne parlamentarische Zwänge und der Diktatur als Staatsform bundesweit bei etwa jedem Fünften auf Zustimmung, in Ostdeutschland sympathisiert damit sogar jeder Vierte.

Konkret stimmten im Durchschnitt knapp zwei Prozent folgenden gebündelten drei Aussagen voll zu: „Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform“, „Entscheidungen sollten von einer politischen Führungspersönlichkeit getroffen werden – ohne Rücksicht aufs Parlament“ und „Deutschland braucht eine einzige starke Partei“. 21 Prozent der Befragten sind zumindest empfänglich für ein autoritäres Weltbild.

Für den Deutschland-Monitor, der von der Ostbeauftragten Elisabeth Kaiser gefördert wird, wurden etwa 8.000 Menschen befragt. „

Man vergisst gerne, dass es sich angeblich um eine repräsentative Befragung handeln soll, was bedeutet, dass ein Fehlerbereich mit der Befragung einhergeht. Hier liegt er bei 2% von ~ 4000 Befragten, es waren 4.005 Befragte, denen die zitierten Fragen vorgelegt wurden, nicht 8.000, wie bei der ARD suggeriert, bei ±0.43%. Der korrekte Wert liegt also irgendwo im Bereich von 1,57% Zustimmung und 2,43% Zustimmung… Völkerstämme… Ein solches „Nicht-Ergebnis“ überhaupt zu thematisieren, sagt mehr über diejenigen, die es tun, als über diejenigen, die angeblich diese bedenklichen Einstellungen teilen, von denen die Autoren des Deutschland-Monitors der Ansicht sind, es handle sich um „Diktatur-affine“ Einstellungen, während man bei der ARD von autoritären Ideen schreibt – es wird schon irgend etwas gemessen worden sein.

Abbildungen wie die beiden, die wir direkt aus dem Deutschland-Monitor entnommen haben, haben KEINERLEI Aussagewert, denn es fehlt die Basis, die Zahl der Befragten, die überhaupt Angaben gemacht haben. Ein Kardinalfehler, der dazu führen muss, den ganzen Datenschrott auf der Müllkippe der empirischen Auftragsforschung zu entsorgen.

Und natürlich hängt das Mini-Ergebnis davon ab, dass der ganze Humbug auch „repräsentativ“ ist. Repräsentativität, ein Zauberwort, das aus Junkdaten Ergebnisse macht. Indes: Im vorliegenden Fall muss man überhaupt nicht auf die vielen Gründe verweisen, die per se verhindern, dass die erhobenen Daten repräsentativ sein können. Man kann sich mit dem Begnügen, was die Autoren selbst preisgeben: Die gesammelten Daten seien gewichtet worden. Gewichtung findet dann statt, wenn die gesammelten Daten nicht repräsentativ sind, wären sie es, man müsste sie nicht gewichten, und nach Gewichtung sind sie auch nicht repräsentativ, aber diejenigen, die für den Mist bezahlen, können sich in der Illusion sonnen, sie hätten repräsentative Daten. Für manche ist diese Illusion sehr wichtig. Sie wissen zwar nicht, warum, sind aber der Ansicht, das Etikett „repräsentativ“ mache aus Nichtergebnissen wie den oben dargestellten, besondere Ergebnisse, besondere Nicht-Ergebnisse.

Was der ganzen Illusion von „Repräsentativität“ indes die Luft ablässt, ist die folgende Tabelle aus dem aktuellen Deutschland-Monitor, die zeigt, dass von „Repräsentativität“ überhaupt keine Rede sein kann:

213.354 Zielpersonen wurden ausgewählt, um aus diesem repräsemtativen Pool eine „repräsentative Stichprobe“ zu ziehen. Aus dieser vermutlich per Zufallsauswahl gewonnen Bruttostichprobe bleiben 34.142 Zielpersonen übrig, nachdem all diejenigen ausgeschieden sind, die zwar ausgewählt wurden, aber nicht erreichbar, nicht vorhanden oder ein Faxgerät sind. Aus der Menge der verbliebenen Mohikanern, 34.142 an der Zahl, können ganze 4.004 Interviews realisiert werden, das entspricht 11,7% der verbliebenen Mohikaner und 1,9% der Bruttostichprobe.

Unterirdisch und das Ende jeder Repräsentativitäts-Illusion.

Ein Grund dafür, die Tabelle im Anhang zu vergraben.

Korrigieren wir also die Überschrift der ARD-tagesschau von „Jeder Fünfte offen für autoritäre Ideen“ in das, was zutrifft:

Jeder Fünfte aus einer unbekannten Anzahl von Befragten, die im Rahmen einer nicht-repräsentativen Erhebung befragt wurden und Angaben gemacht haben, stimmt Aussagen zu, die von den Autoren der Studie als „Diktatur affin“ bezeichnet werden.

Diesen Aussagen:

  1. Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform.
  2. Politische Entscheidungen sollten von einer starken Führungspersönlichkeit getroffen werden, die keine Rücksicht auf das Parlament nehmen muss.
  3. Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpert.

Drei Aussagen, dreimal methodischer Junk:

  1. Ein Komparativ ist ein zweistelliger Funktor, eine „bessere Staatsform“ ALS… Was ist die Vergleichs-Staatsform? Autoritäre Regime? Militärherrschaft? Eine für die empirische Sozialforschung vollkommen nutzlose Aussage.
  2. Eine der Todsünden bei der Fragestellung besteht darin, zwei Stimuli zu setzen: „starke Führungspersönlichkeit“, „keine Rücksicht auf das Parlament“. Worauf reagieren die Befragten? Auf „starke Führungspersönlichkeit“ oder „keine Rücksicht auf das Parlament“ oder auf beides? Niemand weiß es. Die Aussage ist für die empirische Sozialforschung nutzlos.
  3. Zwei Stimuli: einzige (1) und starke (2) Partei; dieselbe Begründung wie oben.

Jeder bildet sich heute ein, empirische Sozialforschung betreiben zu können. Offenkundig ist dieser Irrglaube an den Universitäten Halle und Jena, nicht gerade die El Dorados der empirischen Sozialforschung, besonders weit verbreitet.

Wenn Sie also über eine „Besprechung“ dieser Auftragsstudie, die im Wesentlichen ein Steuergeld-Potlatch darstellt, stolpern, dann wissen Sie: teurer Junk!


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6Comments

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  1. 1
    Dr. habil. Heike Diefenbach

    Und die Autoren sollen keine Auswertung nach Geschlecht, Alter und politischer Orientierung vorgenommen haben?!?

    Wenn man solche Unsinnsdaten generiert, um damit politische Manipulation zu betreiben – und warum sonst sollte man solchen Blödsinn fabrizieren?! -, dann gehört es doch wohl zum Autrag, zu prüfen, ob man damit nicht „Rechten“-Schimpfe betreiben kann oder gegen ältere Menschen hetzen oder über „toxische“ Männlichkeiten marodieren.

    Das alles sollen die Angehörigen bekanntermaßen linker Unis „versäumt“ haben? Wer, bitte, glaubt das? Ich persönlich glaube es nicht.

    Und wenn ich Recht habe, dann kann das nur bedeuten, dass auch diese „Forscher“ gefunden haben, was in den letzten Jahren zunehmend häufig (im Zuge ernsthafter Forschung) beobachtet wurde:

    dass junge Leute nicht mehr garantiert die „frohe“ Botschaft des Sozialismus schlucken,

    dass Frauen nicht mehr als Plantage Linker, die „Benachteiligte“ aller Art aus dem Joch der (hier: männlichen) Unterdrücker befreien, und

    dass autoritäre Persönlichkeiten bzw. autoritäre politische Einstellungen, geschlossene Weltbilder und Intoleranz für Anders-Denkende, also Extremismus und antidemokratische Einstellungen Dinge sind, die auf der linken Seite des politischen Spektrums mindestens so stark vertreten sind wie auf der rechten – Tendenz steigend auf der linken Seite.

    Es ist in sicherlich auch kein Zufall, dass hier wie bei allen ideologisch motivierten „Forschungs“-Triebtätern Prozentzahlen ausgewiesen werden, aber (soweit ich sehe) keine absoluten Zahlen …

  2. 2
    Heimreisender

    Zwei Hauptmotive dieser Umfrager sind denkbar: ein voller Freßnapf und eine Streicheleinheit von der auftraggebenden politischen „Führungspersönlichkeit“. -So Waldi, und nun geh` schön spielen und such den Knochen, such, aber nicht bei den Leichen im Keller, sonst gibt es was mit dem Stock.

  3. 3
    nielsdettenbach

    naja, nüchtern betrachtet unterstützen alle Mittäter beim ARD, ja letztlich alle Anhänger des derzeitigen Regimes autoritäre Regime wie Ideen. Sozialismus ist bereits zutiefst autoritär. Sie nennen es nur Brandmauer statt Einheitspartei, von der Leyen statt Führer oder EU statt obersten Sowjet…

  4. 4
    ERINNERUNG

    @“Jeder fünfte offen für autoritäre Ideen?“
    Und nur wer allein muß wieder einmal an diesem apodiktischen „Umfrageergebnis“ „schuld“ sein ? Richtig: „P***n“ und die „A*D“!

  5. 5
    eht

    Warum fördert eigentlich die „Beauftragte der Bundesregierung für OSTdeutschland“ eine Untersuchung für GANZ Deutschland? Ach so (Vorwort der Studie): Für Elisabeth Kaiser (SPD) „verdeutlicht der Deutschland-Monitor einmal mehr, dass wir weiter an dem Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse arbeiten müssen.“ Auch an ähnlichen Lebensgefühlen?

    Zum Teil sind die Fragen sehr abstrakt. Wenn ich „gesellschaftlichen Wandel“ bewerten soll (positiv? negativ? zu langsam? zu schnell?) – ein Kernelement der ganzen Studie – und zu einem bestimmten „Transformations-Typen“ auserkoren werde, muss doch erst mal klar sein, was darunter zu verstehen ist. „Gesellschaftlicher Wandel“ ist nun wirklich kein eindeutiger Begriff. Er ist aber sicherlich, Achtung, positiv konnotiert, egal, was er meint.

    Immerhin deuten die erfragten „sozialpsychologischen Faktoren“ an, dass viele Menschen verunsichert sind. Gut jeder zweite Befragte stimmt eher oder voll zu: „In diesen Tagen ist alles so unsicher geworden, dass man auf alles gefasst sein muss“. Eigentlich ein katastrophaler Befund zur psychologisch-mentalen Lage der Bundesdeutschen. Man muss „auf alles gefasst“ sein!? Dass Grünen- und SPD-Sympathisanten stärker „transformationsbefürwortend und -offen“ sind, AfD-Wähler eher „bewahrungsorientiert“, ja, wer hätte das gedacht.

    Als Bereiche „mit den größten Veränderungen in der Wahrnehmung der Bevölkerung“ werden identifiziert: Verteidigung, gefolgt von: Migration, Wirtschaft, Umwelt/Klima, Digitalisierung, demografischer Wandel. (Hier konnte man allerdings nur einen Politikbereich aussuchen.) Die wahrgenommene Veränderungsgeschwindigkeit bei der Zuwanderung empfinden immerhin 44 Prozent der Befragten als „zu“ (18%) oder „eher schnell“ (26%). Und dann werden den Befragten Statements zur Bewertung vorgelegt, bei denen man raten kann, was die beteiligten Forscher als progressive Einstellung, was als reaktionär =„bewahrungsorientiert“ einordnen. („Die Politik muss mehr für den Klimaschutz tun“, „Die Politik sollte den Ausbau der digitalen Infrastruktur noch stärker vorantreiben“, „In meinem unmittelbaren Umfeld nehme ich wahr, dass sich durch die Zuwanderung vieles zum Schlechten verändert.“ „Ich merke in meinem unmittelbaren Umfeld, dass es immer mehr ältere Menschen gibt.“ usw. usf.)

    Und das Ganze gipfelt in Bemühungen, die recht(sradikal)en Bevölkerungsteile herauszufiltern. Dass nur 1 Prozent der Bevölkerung mit der „Demokratieidee“ hadert, auch kaum ein Ostdeutscher, ist dabei eigentlich als absolut positives Ergebnis zu werten. 4 von 10 Personen sind allerdings mit dem tatsächlichen Funktionieren der Demokratie nicht glücklich. Einbildung oder realistische Sichtweise? Auch das Vertrauen in die abgefragten Institutionen ist nicht überragend. So haben fast 3 von 10 Befragten überhaupt kein oder eher kein Vertrauen in den Bundestag, während sich (nur) gut 30 Prozent klarer positiv äußern. Dass Ostdeutsche misstrauischer als Westdeutsche sind, aber nicht eklatant, ist kein überraschender Befund.

    Die sogenannten populistischen Einstellungen sind größtenteils von gängigen Rechtsextremismus-usw.-Studien übernommen. Populistisch ist es etwa, wenn man meint: „Die Politiker reden zu viel und machen zu wenig.“ „Das Volk, und nicht die Politiker, sollte die wichtigen politischen Entscheidungen treffen.“ Der Höhepunkt sind dann die „diktaturaffinen Einstellungen“ „Unter bestimmten Umständen ist eine Diktatur die bessere Staatsform“ (4% klare Zustimmung), „Politische Entscheidungen sollten von einer starken Führungspersönlichkeit getroffen werden, die keine Rücksicht auf das Parlament nehmen muss“ (11%), „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpert.“ (31%) Ergebnis, sagen die Forscher, ist: „dass diktaturaffine Einstellungen insbesondere unter in Ostdeutschland bzw. der ehemaligen DDR sozialisierten Menschen sowie bei Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau vermehrt anschlussfähig sind.“ „Der stärkste Erklärungsfaktor ist allerdings die politische Selbstverortung im radikal rechten Spektrum.“ Womit wir das auch geklärt haben.

    Nun erlauben die sogenannten diktaturaffinen – vorgegebenen – Statements allerdings doch einigen Interpretationsspielraum, wenn man seine Fantasie spielen lässt. In Zeiten, in denen, wie auch die Ergebnisse der vorliegenden Studie belegen, viele Bürger stark verunsichert/überfordert? sind und Veränderungen als sehr/zu schnell wahrnehmen und, wie wir aus aktuellen Umfragen wissen, das Vertrauen in die Regierung/ausgewählte Politiker nicht besonders ausgeprägt ist, wünschen sich Menschen evtl. eine Politikerpersönlichkeit, die durchsetzungsfähig wirkt. Außerdem könnte man die beschworene Einheit aus Demokraten (versus AfD) durchaus auch als „eine einzige starke Partei“ (politische Fraktion, die zusammenhält) wahrnehmen. Und fordert die ein oder andere Gruppe nicht „mehr Führung von Merz“? usw.

    Quasi alle abgefragten Themenbereiche identifizieren qualitativ relevante Minderheiten, die sehr viel „gesellschaftlichen Wandel“ in allen Lebenssphären wahrnehmen und andererseits mit gesellschaftlichen Institutionen deutlich hadern. Da ist wohl nicht die angebliche Diktaturaffinität das Hauptproblem, sondern eher die Erkenntnis diskussionswürdig, dass für weite Teile der Bevölkerung Politik und Gesellschaft defizitär sind und Unbehagen auslösen. Wenn 14 Prozent der Befragten eher oder voll zustimmen, ihre gesellschaftliche Lebensleistung werden von der Gesellschaft nicht geschätzt, weitere 27 Prozent „teils, teils“ sagen (Summe rund 40%), spricht das für eine Entfremdungan von den real existierenden Verhältnissen. Aber schön, wenn führende Medien (ZEIT, Tagesschau) in der Überschrift doch lieber die Offenheit der Bürger für Autoritarismus herausstellen „Jeder Fünfte offen für autoritäre Ideen“.

    +

  6. 6
    Lupo A

    Wen wollen „die“ eigentlich noch verarschen?

    Da haben wir einen Staat, der eine Erkältungswelle maximal repressiv gehandhabt hat und noch heute Bürger für ihren Ungehorsam gegen Anordnungen bestraft, die schon längst unstrittig als sinnlos bis schädlich eingestuft werden. Unvergessen auch, die Gewalttätigkeit der Staatsbüttel, die demonstrierende Bürger reihenweise in den Dreck warfen. Ein Staat, der mit Zensur und ausufernden Verboten liebäugelt, und der unbotmäßigen Bürgern früh morgens die Wohnungstür eintreten lässt, wenn sie mal was Falsches gesagt haben.

    Und zugleich ein Staat, der damit kokettiert und seine Herolde verkünden lässt, dass er ja üüüüüberhaupt nicht autoritär ist, kein bisschen. Denn das sind nur die bösen Rechten … und die müssen natürlich dafür verprügelt werden, wenn sie für ihre Freiheiten aufzumucken wagen.

    Idiotie im Endstadium.

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