Gute Nachrichten: In den nächsten Tagen drosseln wir den CO2-Ausstoss und die Temperaturen werden sinken.
Wie viele Klimajünger glauben diesen Unfug?
Man muss annehmen, dass es eine relevante Anzahl unter ihnen glaubt.
Man muss das annehmen, weil die Klimajünger sich auch ansonsten dadurch auszeichnen, dass sie Dinge behaupten, die logisch inkommensurabel sind, die sich widersprechen. So feiert eine Reihe von Klimajüngern, vor allem Grüne und noch erheblicher Verwirrte, den Umstand, dass in Frankreich einige Atomkraftwerke aus Gründen des Umweltschutzes heruntergefahren werden, weil es so warm ist.
Indes, Frankreich bleibt das Powerhouse Westeuropas, das per Stromexport die beiden Länder, deren Energieversorgung Net-Zero Zeloten zugrunde gerichtet haben, am Laufen hält: Deutschland und das Vereinigte Königreich.
In Frankreich 🇫🇷 werden 5 Reaktoren wegen Hitze gedrosselt. Ergebnis: 39 GW aus Kernkraft (Bild 1).
In Deutschland 🇩🇪 fallen wegen Hitzeflaute fast alle Windkraftanlagen aus. Ergebnis: 2 GW aus Windkraft – 80 GW sind installiert (Bild 2).
Grüne: „Schaut auf Frankreich, wir… pic.twitter.com/1k3EBdRhQv
— Ben Jamin (@75Jamin) June 25, 2026
Dessen ungeachtet freuen sich die Morbiden aus dem Klimakult über die Drosselung französischer AKWs und nehmen sie zum Anlass, den weiteren Ausbau von Wind und Solar zu fordern also genau der Methoden der Energieerzeugung, die derzeit keinerlei Strom liefern, für deren Betrieb fossiler Backup notwendig ist oder Strom von AKWs aus Frankreich oder Belgien.
Irrsinn.
Übrigens sind Solarpanel auch nicht die Lösung, denn weil die Sonne scheint, wird es den Solarzellen zu heiß, und sie weigern sich, Strom zu produzieren.
Dieselben Leute, die erzählen, dass CO2 die Hitzewelle derzeit zu verantworten hat, und zwar der 4% Anteil unter den 0.04% atmopshärischem CO2, der aus menschlicher Produktion stammt, haben keinerlei Problem, diese Behauptung mit einer „Hitzekarte“ zu untermauern, auf der man deutlich sehen kann, dass CO2 offenkundig nur Westeuropa mit seiner Wärme gedenkt, während die Skandinavier und die bösen Russen und vor allem der Erdogan sich mit unterdurchschnittlichen Temperaturen zufrieden geben müssen.
Alles, was rot dargestellt ist, ist Klima, alles, was blau dargestellt ist, offenkundig Wetter und beide haben keine Probleme miteinander: Sie ko-existieren munter.
Weiterer Irrsin.
Aber noch immer nicht genug.
Die gleichen Leute, die seit Jahren den Ausbau von als erneuerbar ausgegebenen Energien vorantreiben und im Zusammenhang damit, dass das IPCC ein bei Klimawandeljüngern sehr, wirklich sehr beliebtes Szenario (RCP8.5, SSP585) verschrotten musste, weil es zu absurde und eklatant von der Realität abweichende Ergebnisse produziert hat, behauptet haben, diese Verschrottungsaktion zeige, dass die bisherigen Maßnahmen in westlichen Ländern, um den CO2-Ausstoss zu drosseln, so erfolgreich gewesen seien, dass man nun auf dieses Szenario verzichten könne, sie behaupten nun, die bisherigen, so erfolgreichen Maßnahmen seien nicht ausreichend und die derzeitige Hitzewelle sei nur ein Vorgeschmack auf das, was komme. Sie geben also zu, dass sie im Zusammenhang mit RCP8.5 gelogen haben und lügen weiter, um die eigene Sache voranzutreiben.
Populisten jubeln, Medien übernehmen es: Der IPCC habe den „Weltuntergang abgesagt“. Dreiste Lüge. Nichts wurde korrigiert. Ein Extremszenario fällt weg – weil die Energiewende wirkt. Entwarnung? Reiner Populismus. 🔥
👉 Die Fakten im YouTube-Langvideo: https://t.co/huUEsDENpJ pic.twitter.com/EFvWmYhMwP— Volker Quaschning (@VQuaschning) May 28, 2026
Gibt es eigentlich noch irgend jemanden, der diese Schwätzer ernst zu nehmen im Stande ist?
Irrsinn.
Damit nicht genug.
Der neueste, druckfrische Unfug sieht so aus:
Diese Schlagzeile stammt aus dem Standard aus Österreich, sie findet sich leicht variiert in allen Shitstream-Medien. Die zusätzlichen 2 bis 4 Grad Celsius sind es im übrigen, wurden in einer Schnellanalyse von ClimaMeter „gefunden“ und in Windeseile publiziert. Haupverantwortlicher ist Davide Faranda, der den Shitstream-Medien genau die Aussagen geliefert hat, die sie wollen:
„The weather pattern behind this heatwave is not extraordinary. What is extraordinary is that climate change has added up to 4°C to temperatures across parts of Western Europe. We are now approaching the limits of what many societies and ecosystems can adapt to. If temperatures like these become the norm in the coming decades, major impacts will be unavoidable.“
Wenn man an Gott glaubt, dann sieht man sein Wirken in allen Dingen.
Mit dem „Klimawandel aus Menschenhand“ sieht es ganz genau so aus. Die Ergebnisse, die nun die mediale Runde machen, wurden mit einer so genannten „Schnellen Attributionsanalyse“ erzielt. Dabei werden Wetterdaten in zwei Zeiträume geteilt, 1950 bis 1987 gilt als der Zeitraum, in dem menschlicher Einfluss auf das Klima gering ist, 1988 bis 2025 als der, der hohen menschlichen Einfluss auf das Klima zeigt und auf ihrer Grundlage Wettermuster verglichen. Das „Pattern“, das Muster, von dem Faranda im Zitat oben spricht, setzt sich im Wesentlichen aus dem Oberflächendruck des Meeres zusammen, eines bestimmten Gebietes des Meeres, das über einen bestimmten Zeitraum hinweg, 3 bis 5 Tage in der Regel, beobachtet und in dem Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und eben Oberflächendruck gewonnen wurden, die fortan als „klimatischer Fingerabdruck“ gelten, für den die Forscher dann in den Daten von HRA5, also Reanalysedaten, die bereits aufbereitet sind, nach Übereinstimmungen im Wettermuster suchen und die Temperaturen vergleichen.
Das Problem mit dieser Methode beginnt mit der Interpretation, denn alle Veränderungen, die gefunden werden, werden ausnahmslos „Klimawandel“ zugeschrieben, der von Menschen verursacht ist. Ganz so, als gäbe es keine natürliche Variabilität, die Einfluss auf das Klima hat, ganz so, als gäbe es keinen Rückgang in Aerosolen, der sich in einer erhöhten Strahlungsabsorption und somit Temperatur der Erde niederschlägt, immerhin 18 W/m2 kommen hier zusammen.
Zwischen 1995 und 2023 ist die SSR (Surface Solar Radiation), die einfallende kurzwellige Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht in Europa um 17W/m² angestiegen. Das ist das Sechsfache des Effektes, den das IPCC als durch Menschen verursachten Treibhauseffekt annimmt. In Frankreich, Belgien und Deutschland ist die Zunahme an SSR überdurchschnittlich hoch, beträgt 20W/m². Das hat überhaupt nichts mit CO2 zu tun und übt einen Effekt auf die Temperatur aus, der um ein Vielfaches höher ist als der angenommene Effekt, der von CO2 ausgehen soll (Quelle: New Positivism.
Und vor diesem Hintergrund wollen Klimawandeljünger im Wesentlichen erzählen, dass das IPCC Modelle verschrotten musste, weil die Klimapolitik der letzten Jahre so erfolgreich gewesen sei, dieselbe Klimapolitik, die global keinerlei Einfluss auf die CO2-Emissionen hat:
Diese Leute sind nicht normal.
Soviel steht fest.
