Sie fühlen sich als Elite.
Gleichzeitig sind sie gelangweilt.
Denn die meisten von ihnen haben wenig gelernt und sind entsprechend ratlos, wenn es darum geht, ihre Zeit sinnvoll zu verwenden.
“Was tun?”, so fragte schon Lenin und ging in die Politik, um sich dort die Zeit damit zu vertreiben, andere zu vertreiben, zu verfolgen, ihre Lebensfreude zu zerstören und ihr Leben so miserabel wie nur möglich zu machen.
Für die meisten Linken ist es seit mehr als einem Jahrhundert bei dieser Motivationsstruktur geblieben. Sie gehen in die Politik, weil es der einzige Bereich ist, in den man ohne Kompetenz und Leistung, ohne Fähigkeit und ethische Basis gelangen kann, der einzige Bereich, der die Illusion von Status für Ahnungslosigkeit eintauscht, der einzige Bereich, der es ermöglicht, Mitbürger zu verfolgen, zu gängeln, zu schädigen, sich dabei gut zu fühlen und als “Guter” zu inszenieren, der für “die Menschen” [Gott, wie ich diesen Begriff hasse] 24/7 sein Letztes gibt.
Unter Tony Blair wurden in den drei Home Nations und unter dem Stichwort der “Devolution” drei neue Verwahranstalten für gelangweilte und gesellschaftlich weitgehend Nutzlose geschaffen, die schnell von den üblichen Verdächtigen mit oben beschriebener Motivstruktur bevölkert wurden, um dort in geteilter Langeweile und auf Basis von wenig bis keinem Sachverstand innerhalb des Deputats, das aus Westminster nach Cardiff, Edinburgh oder Belfast übertragen wurde, die besten Möglichkeiten zu finden, um “die Menschen” zu drangsalieren, natürlich unter dem Rubrum der “Sorge um die Menschen”.
Und das tun sie seither, in exzessiver Weise.
Der Preisvergleich stammt vom heutigen Tag und basiert auf einem neuen Gesetz, das in Wales zum 1. Oktober 2026 in Kraft getreten ist. Seitdem gilt ein Mindestpreis von 65 Pence multipliziert mit dem Alkoholgehalt und der Menge. Strongbow enthält 4,5Volumen% Alkohol. 18 Dosen entsprechen 7,92 Liter, das ergibt unter dem neuen Deppen-Premium, das in Wales erhoben wird: 0,65 x 4,5 x 7,92 = 23,17 GBP, zwei Drittel mehr Kosten für Shopper in Wales, weil die Herrschaften im Senedd der Ansicht sind, der herkömmliche Waliser sei zu dumm, um verantwortlich mit Alkohol umzugehen, eines der Grundprobleme, das diejenigen haben, die von sich auf andere schließen.
Indes, ich habe Spaß versprochen und den bieten wir nun umfassend, ein blanket entertainment, wie man sagen könnte, blanket, ein Begriff, der seine Entsprechung in deutschen Begriffen wie “umfassend” oder “flächendeckend” oder “pauschal” findet und mithin ein Begriff, der im Senedd, dem Walisischen Parlament, nicht ausgesprochen werden darf.
Der Senedd in Cardiff, die Hall of Madness, wie ich diesen Versammlungsort nenne, beinhaltet seit der letzten Wahl zwar einige Reform UK Abgeordnete, einige davon kenne ich und kann mich für ihre geistige Klarheit verbürgen, aber es sind ganz offenkundig zu wenige Reform UK Abgeordnete, um den “blanket stench of / den umfassenden Gestank” von Moder, von unbegründetem Elitismus, gewürzt mit dem in Hybris gedrängten Schuss Blödheit zu überlagern.
Die dort Versammelten haben sich zum 20. September 2023 in ihrer damaligen noch Labour-regierten Plaid Cymru geduldeten Mehrheit dazu verschworen, den Verkehr in Wales auf weiten Strecken durch eine “blanket 20 mpn” Geschwindigkeitsbeschränkung auf allen Straßen, die den Ruch von Anwohner haben, nahezu zum Erliegen zu bringen. Die “blanket” Geschwindigkeitsbegrenzung war Gegenstand einer Petition, die mehrere Millionen Unterstützer gefunden hat und deren Abschaffung verlangte.
Der Senedd hat in seiner Sitzung vom 30. September 2026 über diese idiotische Regelung, an die sich im übrigen kaum jemand hält, auf Antrag von Reform UK diskutiert. Die Ausschnitte im folgenden Video stammen aus dieser “Debatte”. Erschwert wurde die Debatte durch ein Verbot, den Begriff “blanket” zu benutzen, um die Tatsache zu beschreiben, dass auf innerörtlichen Straßen in Wales ein 20 mph Tempolimit gilt. Denn der Senedd Commissioner for Standards, Douglas Bain, hat den Begriff als “unpräzise und nicht akkurat” bewertet und der damalige “Llywydd”, Cymraeg für Parlamentsvorsitzender, Elin Jones (Plaid Cymru) hat die Gelegenheit genutzt, um die Verwendung von “blanket” im Zusammenhang mit Tempolimit, zu untersagen.
Die Bewertung des Begriffs als “unpräzise und nicht akkurat” basiert darauf, dass regionale Körperschaften die Möglichkeit haben, Straßen, auf denen per Gesetz eine Tempobeschränkung auf 20 mph festgelegt ist, auszunehmen und es bei 30 mph zu belassen. Eine genaue Erhebung von Douglas Bain, der Mann tut alles, für sein Geld, hat ergeben, dass auf nur 97% der innerörtlichen Straßen das “blanket” Tempolimit gilt, während in 3% der Fälle lokale Gemeinde- oder Stadträte eine Ausnahme beschlossen haben. Deshalb ist der Begriff “blanket” verboten, weil nicht präzise und akkurat und der Begriff “default” – Voreinstellung vorgeschrieben. Man hält den Irrsinn, der in “politischen Kreisen” jeden Tag frohe Feste feiert, nicht für möglich, bis man dann bemerkt, dass er nicht nur möglich, sondern Realität ist.
Wie in jedem kommunistischen Regime, so ist auch in Wales die Verwendung verbotener Begriffe (Wohlstand wird gerade dazu) unter Strafe gestellt. Und wer diese totalitäre Variante, anderen den Mund zu verbieten, durchsetzt, der wird befördert, Elin Jones spielt derzeit den Finanzminister im Kabinett von Rhun ap Iorwerth, der wiederum First Minister sein will. Oben benannter Douglas Bain ist kein Abgeordneter. Er wurde als moralischer Wächter über die (Sprach-)Sitten im Senedd bestellt und wirkt von Nordirland aus. Über die Art, in der er wirkt, kann man sich streiten.
Wenig streiten kann man sich indes über den lächerlichen Haufen, der im folgenden Video dabei zu sehen ist, sich für die Verwendung von “blanket” zu entschuldigen, mit der Begründung, der Begriff stehe zwar im Skript, aber er habe nicht die Absicht gehabt, ihn, den Begriff, zu benutzen (Paul Wood, Greens) bzw. die Verwendung von “blanket” als Test seiner Geduld zu bezeichnen und generell zu untersagen. Der Typ, der den Eindruck vermittelt, er sei ein aus der letzten Bastion inquisitorischer Augustiner entsprungener Prediger mit dem Vorsatz zur Heiligkeit, ist der neue “Llywydd”, ein Relikt von Labour, das den weitgehenden Kahlschlag bei der Labour Fraktion von 30 von 60 Abgeordneten auf 9 von 96 Abgeordneten überlebt hat und nun über die Sprachreinheit im Senedd wacht.
Was sonst sollte er tun, um die Langeweile und Sinnlosigkeit, die sein Dasein auszuzeichnen scheint, warum sonst sollte man Sprachhygiene zum Gegenstand des Einsatzes von Zeit machen, zu vertreiben?
Der “Llywydd” heißt Huw Irranca-Davies, saß für Labour etwas mehr als ein Jahrzehnt im House of Commons und ist seit 2016 Abgeordneter im Senedd, quasi sein Alterssitz, nach einem Leben, das mit einem Studium von irgendwas mit “Freizeitmanagement” beginnt, von dort in parteipolitische Kanäle mündet und seither auf dem Strom von Steuergeldern dahindümpelt.
Tun Sie sich die wenigen Minuten Welsh Senedd an, selbst wenn Sie der englischen Sprachen nicht sonderlich mächtig sind, um einen eindrucksvollen Beleg für die Nutzlosigkeit dieser “Hall of Madness” zu erhalten.
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