In den Supermärkten gibt es schon seit Wochen Lebkuchen und all die um jede Form von Anklang an die christliche Religion bereinigten Devotionalien, die mit dem weitgehend sinnentleerten Weihnachtsgeschäft einhergehen.
Weihnachten steht nicht wirklich vor der Tür und für einen Jahresrückblick ist es noch zu früh.
Jedenfalls dann, wenn man in Kalendertagen rechnet.
Indes: Wenn man vor dem Hintergrund der Tage, die im Eilzugtempo vorbeirauschen, rechnet, dann ist Weihnachten gar nicht mehr soweit entfernt, wie es nach Kalender den Anschein hat.
Zwei subjektive Konstruktionen, die um Vorherrschaft kämpfen.
Als wir ScienceFiles vor nunmehr 15 Jahren und ein paar Zerquetschten begonnen haben, war es ein Hobby, eine Idee, die Blog geworden ist, ohne dass regelmäßige Beiträge Begleiterscheinung gewesen wären.
Wir sind sehr schnell von denen, die ScienceFiles betreiben, zu denen, die von ScienceFiles getrieben werden, geworden – von den Erwartungen, die uns entgegengebracht werden und wurden. Ein schönes Gefühl, zu wissen, jemand wartet auf die Texte, die wir veröffentlichen, weist unserer Arbeit einen Wert zu.
Mit jedem Schritt, den wir in Richtung ScienceFiles als fester Bestandteil unseres täglichen Lebens gegangen sind, hat der Spaß zugenommen: Wir haben von Anfang an gegen den Strich gebürstet, und das wurde von unseren Lesern goutiert.
Nicht von allen Lesern. Von Anfang an hat uns der Hass derjenigen begleitet, deren Wirken wir einer Kritik unterzogen haben, von der Genderista bis zu denen, die mit allerlei Scharlatarnerie ein Auskommen als ausgerechnet „Wissenschaftler“ erreichen wollen.
Mit jedem Schritt, mit dem man ein Hobby verbindlich macht, wächst auch die Notwendigkeit, dieses Hobby aus dem Ernst wurde, zu finanzieren. Zunächst kein Problem, eher eines, das sich entwickelt hat. Spätestens seit wir Angela Merkel mit ihren Lügen über die vermeintliche Hetzjagd in Chemnitz bloßgestellt haben, wurden wir zur Zielscheibe der Regierungs-Trolle und ihrer administrativen Hintermänner, die in den Fußstapfen von administrativen Schreibtischtätern vergangener Tage wandeln.
Sogenannte Faktenchecker haben damit begonnen, sich – erfolglos – an uns abzuarbeiten.
Weil das offenkundig nicht funktioniert hat, kam Schritt Nr. 2: Wir wurden der Bundesliste von Organisationen zugesellt, deren Konten Banken angehalten wurden, zu kündigen.
Zuerst hat uns Paypal das Konto gekündigt, dann die Gutmenschen von Wise, schließlich die Deutsche Bank.
All das haben wir überstanden.
Es gibt uns nach wie vor.
Und obschon mit der „Bundesliste“ einhergeht, dass Google-Suchergebnisse ScienceFiles unterdrücken, finden unsere Texte weiter Verbreitung.
Dass wir all die Versuche, uns abzuschalten, überstanden haben, hat viele Gründe, der vielleicht wichtigste ist die Unterstürtzung durch unsere Leser, die unser Überleben bis heute gesichert hat.
Aber die Zeiten werden härter.
Ich kann mich an kein Jahr erinnern, in dem die Finanzierung von ScienceFiles so problematisch gewesen ist, wie im laufenden. Gestiegene Kosten sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass wir uns mehr oder minder über die Monate hangeln, zusätzliche Spenden von Lesern der Grund dafür, dass wir Finanzlücken, die die Existenz von ScienceFiles bedrohten, rechtzeitig schließen konnten.
Aber das ist natürlich kein Zustand.
Einen Monat zu beginnen, ohne sicher sein zu können, dass es ScienceFiles am Ende des Monats noch gibt, ist nicht die Art Monatsbeginn, die wir uns vorstellen.
Deshalb arbeiten wir derzeit daran, ScienceFiles solide zu finanzieren und verbinden dies mit einer Ausweitung unseres Angebots.
Keine Kleinigkeit für einen Zweimannbetrieb wie ScienceFiles.
Alles, was wir investieren, fehlt natürlich für den Betrieb und damit bin ich bei meinem persönlichen Anliegen.
Ich bin kein Freund von Texten, in denen um Spenden gebeten wird. Obschon man argumentieren kann, dass unser Angebot so gut ist, dass Spenden eigentlich normal sein sollten, wird das Argument etwas lahm, wenn sich entsprechende Texte häufen. Und was mich angeht, ich habe keine Lust mehr, solche Texte zu schreiben. Mit ein Grund, warum wir die Finanzierung von ScienceFiles (ein Unterfangen, das u.a. Investitionen in unsere Hardware erfordert) endlich solide gestalten wollen und müssen.
Indes, um erfolgreich umzugestalten benötigen wir ein gewisses Maß an Handlungsfreiheit.
Das bringt mich direkt zu meiner Bitte an unsere Leser, uns den Rücken freizuhalten.
Womit?
Mit Geld …einer kleinen, mittleren oder größeren Spende, die uns dabei hilft, die absehbaren Kosten und den Betrieb von ScienceFiles sicherzustellen, um hoffentlich Texte wie diesen in Zukunft vermeiden zu können.
Viele Leser unterstützen uns bereits.
Darunter sind etliche Leser, die uns monatlich oder viertel- oder halbjährig unterstützen, per Dauerauftrag ihrer Bank oder über eine regelmäßige Spende per Donorbox etc.
Eine regelmäßige Unterstützung macht uns die Planung einfacher.
Daher meine Bitte an diejenigen, die uns noch nicht regelmäßig unterstützen: Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben und ScienceFiles es Ihnen wert ist, bitte überlegen Sie, ob eine regelmäßige Unterstützung für Sie möglich ist.
Wer keine regelmäßige Spende für ScienceFiles auf den Weg bringen will, dessen einmalige Spende ist uns genauso willkommen, das können wir Ihnen versichern.
Der untere Rand unseres unmittelbaren Finanzbedarfs bewegt sich im höheren vierstelligen Bereich, das nur als Hausnummer für diejenigen, die so etwas interessiert.
Wir arbeiten bereits daran die Pläne für ein solide finanziertes ScienceFiles umzusetzen. Vieles werden Sie spätestens im Neuen Jahr (vorausgesetzt, es gibt uns dann noch – eine Art Pfeifen im Wald) sehen (und erleben) können.
Ich bedanke mich herzlich bei all den Lesern, die uns in den letzten 15 Jahren die Stange gehalten und unterstützt haben.
Und bei allen, die uns den notwendigen Rückhalt geben, damit wir auch die nächsten 15 Jahre Wirbel machen können.
Herzlichen Dank,
Ihr Michael Klein
Möglichkeiten zur Unterstützung:
1. Kaufen Sie uns einen Kaffee
2. Sie können uns per Donorbox unterstützen [vermutlich der einfachste Weg]:
Unterstützen Sie ScienceFiles
3. Wir haben eine Spendenmöglichkeit im Blog intergriert (Woocommerce)
Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:
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