Stefan Weber hat den Begriff „Unsere Demokratie“ als Kampfvokabel des Sozialismus, DDR-Ausprägung, entdeckt und dazu in seinem Blog geschrieben:
„Eine Recherche mit Google Books zeigt schließlich, dass die Phrase „Unsere Demokratie“ als Schlagwort, als Bekenntnis gehäuft in marxistisch-kommunistischer Literatur der DDR zu finden ist
[…]
Das „Unsere“ in „unsere Demokratie“ meint also nicht die Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches. Das „unsere“ verweist auf linkes Denken, also auf „uns Linke“, in seiner extremen oder oft nur unterschwelligen Ausprägung auf eine „Demokratie besseren Typs“, die nach der sozialistischen Revolution Wirklichkeit werden soll…“
Auch auf das Kapitel „Unsere Demokratie“ in Erich Honeckers kaum lesbarer Biographie „Aus meinem Leben“ weist Weber hin und genau hier mache ich weiter. Leider, wie so viele Bücher, befindet sich der Langweiler von Honecker nur in englischer Sprache in meinem Besitz. Ergo müssen die nicht Sprachmächtigen unter unseren Lesern, mit der Übersetzung durch mich vorlieb nehmen.
Stefan Weber äußert in seinem Beitrag den Verdacht, dass mit „Unsere Demokratie“ nicht „Demokratie“, wie sie die meisten verstehen, sondern ein autokratisches System der Pseudolegitimierung repressiver linker Ideologie gemeint ist.
Aber es ist noch schlimmer als das, denn „Unsere Demokratie“, in der Diktion, die „Unsere Demokratie“ in dem marxistischen Geschwafel, das in der DDR als Literatur der „Intelligenzia“ angesehen wurde, erhalten hat, wird „Unsere Demokratie“ in GEGENSATZ zur bürgerlichen Demokratie gebracht, was bei denen, die mit normaler Intelligenz begabt sind, sofort zu der Frage führt: Ist „Unsere Demokratie“ dann überhaupt „Demokratie“?
Und die Antwort ist ein klares Nein, denn „Unsere Demokratie“, wie sie zum Beispiel Dachdecker Erich versteht, ist eine kollektive Monstrosität, eine Veralberung von Demokratie, die Sozialisten und Kommunisten in die Verpackung „Demokratie“ kleiden, um diejenigen, die Demokratie hören und sich freuen, besser über den Tisch ziehen zu können, denn „Unsere Demokratie“ ist KEINE Demokratie.
Geben wir das Wort weiter an Erich:
„The GDR is a socialist state which differs fundamentally from all previous German state entities. From the beginning big business, bankers and big estate owners, fascists, militarists and revanchists were excluded from power. What we wanted and achieved was to include the whole working population in the discussion and resolution of fundamental questions of socialist development…“
Die DDR ist ein sozialistischer Staat, der sich von allen vorhergehenden staatlichen Ausformungen in Deutschland grundlegend unterscheidet. Von Anfang an waren Großunternehmer, Banker und Großgrundbesitzer, Faschisten, Militaristen und Revanchisten von der Macht ausgeschlossen. Was wir wollten und erreicht haben, war die Beteiligung der gesamten arbeitenden Bevölkerung an der Diskussion und Lösung fundamentaler Fragen einer sozialistischen Entwicklung.“
Schon hier ist mehrerlei deutlich: Erich war kein intelligenter Mann, sonst hätte er bemerkt, dass die Gruppe derjenigen, die er als Faschisten, Militaristen oder Revanchisten bewertet, das sind grundsätzlich alle, die keine Sozialisten sind, auch Teile der arbeitenden Bevölkerung umschließt, er also einerseits durch seine ideologische Wertung Leute ausschließt, von denen er andererseits behauptet, sie seien an der Lösung fundamentaler Fragen beteiligt worden. Die letzte deutsche Staatswerdung vor dem Dritten Reich war eine Demokratie. Insofern Erich reklamiert, dass seine DDR sich von ALLEN vorhergehenden deutschen Staaten unterscheidet, schließt er aus, dass die DDR eine Demokratie ist.
Es folgt der obligatorische Bückling vor Lenin, der als geistiger Mentor der Tatsache herangezogen wird, dass es sich bei der DDR, bei „Unserer Demokratie“, so hat Honecker dieses Kapitel überschrieben, NICHT um eine Demokratie handelt:
„Lenin called it the greatest nonsense to assume that the most radical revolution in the history of mankind … could take place within the framework of the old, bourgeois, parliamentary democracy, without the creation of new forms of democracy, of new institutions which constitute the new conditions for their application“.
Lenin hat die Vorstellung, man könne die größte Revolution in der Geschichte der Menschheit innerhalb des Rahmens der alten, bürgerlichen, parlamentarischen Demokratie abhalten, ohne neue Formen von Demokratie, neue Institutionen, die die Bedingungen ihrer Anwendung schaffen, als größten Unfug bezeichnet.
Superlative zeichnen in der Regel dumme Menschen aus, die so von sich und ihren Überzeugungen beseelt sind, dass sie sich keine Abweichung von ihrem Glauben vorstellen können. Erich und Vladimir sind hier two peas of the same pod. Indes macht der Absatz sehr sehr deutlich, dass „Unsere Demokratie“, wie sie Erich Honecker sieht, überhaupt nichts mit Demokratie im klassischen Verständnis zu tun hat, nicht zu tun haben kann, denn DEMOKRATIE basiert auf Individualismus, „Unsere Demokratie“, wie sie sich Erich zimmert, basiert auf einem umfassenden Kollektivismus und ist entsprechend NICHT mit Demokratie zu vereinbaren:
„Socialist democracy has developed completely new and specific forms and traditions. In the final analysis they are rooted in the conviction that the fundamental interests of the classes and sections of the population involved in the construction of socialist society coincide with the interests of the working class as the mainforce of social progress.
Our democracy permeates all fields of life. … democracy is at home in all areas of our society.“
Die sozialistische Demokratie hat vollkommen neue und spezfische Formen und Traditionen entwickelt. In letzter Analyse wurzelt sie in der Überzeugung, dass die fundamentalen Interessen der Klassen und Sektionen der Bevölkerung, die an der Errichtung der sozialistischen Gesellschaft beteiligt sind, mit den Interessen der Arbeiterklasse als Hauptkraft des sozialen Fortschritts zusammenfallen.
Unsere Demokratie durchdring alle Bereiche des Lebens … Demokratie ist in allen Bereichen unserer Gesellschaft zuhause.
Das klingt nicht nur wie eine Drohung. Das ist eine Drohung, wie sie nur von dummen Menschen ausgesprochen werden kann, die der Ansicht sind, man könne unterschiedliche Menschen auf ein „Klasseninteresse“ zusammenpferchen bzw. die denken, man könne dieses Klasseninteresse erfinden und anderen verkaufen, die man für (so) dumm (wie sich selbst) hält. Dieser kollektivistische Unfug, den schon Lenin verbreitet hat, erfordert natürlich die Notwendigkeit, Klasseninteressen zu formulieren. Eine Aufgabe, die in „Unserer Demokratie“ für „die Menschen“ zu kompliziert ist, weshalb sie von Dachdeckern wie Erich Honecker und Konsorten erledigt werden muss. Der autokratische, totalitäre Charakter, der allen kollektivistischen Gesellschaftsentwürfen eigen ist, man kann ihn nicht deutlicher machen als in der intellektuellen Sollbruchstelle, wie sie aus dem Irrtum, man könne die Interessen unterschiedlicher anderer nicht nur zu einer aggregieren und homogenisieren, sondern darüber hinaus gleich für diese unterschiedlichen anderen formulieren, entstanden ist.
Zwangsläufig führt ein solcher Irrglaube in eine Zwangsherrschaft, einen Staat, der sich hinter einer Mauer verschanzen muss, weil ihm ohne Mauer die Bürger davonlaufen, die nicht klassenbewusst genug sind, um zu verstehen, dass andere, gebildete Leute wie Erich besser wissen als sie selbst, was gut für sie ist.
Es ist, Stefan Weber, viel schlimmer. „Unsere Demokratie“ mag ein Kampfbegriff der DDR gewesen sein, eine dieser marxistischen-leninistischen Begriffsübernahmen, mit denen Kommunisten den Anschein erwecken wollen, sie hätten auch nur entfernt etwas mit dem zu tun, wofür der Begriff steht, hier: Demokratie. Was „Unsere Demokratie“ aber in keinem Fall ist: DEMOKRATIE. Unsere Demokratie basiert auf kollektivistischer Deutung, die die Gesellschaft per se in eine Herren- und eine Sklavenklasse unterteilt, erstere sagen wo es lang geht, andere folgen oder werden gefolgt.
Der historische Materialismus von Karl Marx hat hier eine Wendung genommen, die so grotesk ist, dass man lachen muss, zurück zu den Anfängen, quasi, denn die erste Gesellschaft, die Marx in seinem historischen Materialismus lokalisiert, ist die Gesellschaft, die durch die Antagonie von Sklavenhaltern und Sklaven geprägt ist.
As it was in the beginning, so shall it be in the end.
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„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ (Walter Ulbricht 1945 laut Wolfgang Leonhard) – Hat Der Dachdecker mit dem Dachschaden diese Weisheit Ulbrichts in die Phrase „unsere Demokratie“ übersetzt?
Erich war nie ein gelernter Dachdecker. Er hat zwar eine solche Lehre begonnen, aber nach wenigen Wochen „geschmissen“. Er hat gann noch eine Weile als Dachdeckergehilfe gearbeitet, sich dann aber der „Politik“ zugewandt. Ähnlich wie viele Abgeordnete im BT heutzutage – Ungelernte!
Vielen Dank für diese wichtige Aussage:
DEMOKRATIE basiert auf Individualismus, „Unsere Demokratie“, wie sie sich Erich zimmert, basiert auf einem umfassenden Kollektivismus und ist entsprechend NICHT mit Demokratie zu vereinbaren.
Vielen ist dies nicht bewusst, oder es wird aktiv verneint, aber ohne Individualität, ohne den freien Staatsbürger, ohne Denken, das sich nicht an der Mehrheit orientiert, kann es keine Demokratie geben. Kollektivistische Systeme unterdrücken die Individualität, weil sie den Kollektivismus bedroht. Die Unterdrückung Andersdenkender ist also Wesensmerkmal des Kollektivismus und endet immer in Lagern und der Vernichtung seiner Gegner.
Zitat: „Stefan Weber hat den Begriff „Unsere Demokratie“ als Kampfvokabel des Sozialismus, DDR-Ausprägung, entdeckt …“
Das ist nur dann richtig, wenn man noch das Wort „urspüngliche“vor das Wort „Kampfvokabel“ setzt.
Die DDR-Sozialisten haben das übrigens noch auf die Spitze getrieben mit der Phrase „UNSERE Deutsche Demokratische Republik“, um damit ALLE Bürger subtil auf den sozialistischen Staat einzuschwören (hat nur nicht geklappt, wurde eher nur genervt oder mitleidig belächelt).
Zitat: „Eine Recherche mit Google Books zeigt schließlich, dass die Phrase „Unsere Demokratie“ als Schlagwort, als Bekenntnis gehäuft in marxistisch-kommunistischer Literatur der DDR zu finden ist“
Hier muß die Frage erlaubt sein: Hat Herr Weber die letzten Jahre in einer Höhle verbracht?
Hat er noch nicht mitbekommen, dass die Phrase „UNSERE Demokratie“ inzwischen (wieder) gehäuft als Kampfvokabel, als Schlagwort, als Bekenntnis z.B. in der schwarz-rot-grün-gelben gesamtdeutschen Staatspropaganda der Gegenwart zu finden ist?
Man erinnere sich nur an die Neujahrsrede des Bundespräsidenten Steinmeier, in der die Phrase „UNSERE Demokratie“ fast schon gebetsmühlenartig (suggestiv) von ihm wiederholt wurde.
Zitat:
„ Das „Unsere“ in „Unsere Demokratie“ meint also nicht die Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches“.
Ich muß mich wiederholen:
Hat Herr Weber die letzten Jahre in einer Höhle verbracht?
Denn wer jetzt noch die „Demokratie von uns allen“ mit der „Demokratie westlicher Industriestaaten, der Demokratie der EU oder Ähnliches“ gleichsetzt, hat eindeutig die Zeit verschlafen.
Oder aber er hat erneut das wichtige Wort „ursprüngliche“ vor dem Wort „Demokratie“ vergessen, denn die „Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches“ ist längst in breiter Front durch „UNSERE Demokratie“ verdrängt worden.
Zitat:
„Das „unsere“ verweist auf linkes Denken, also auf „uns Linke“, in seiner extremen oder oft nur unterschwelligen Ausprägung auf eine „Demokratie besseren Typs…“
Ups – Endlich ist der Groschen gefallen!
Denn das war ja nur ein Intelligenztest von Herrn Weber (und Herrn Klein), nämlich dahingehend, wie lange die Leser brauchen, um zu realisieren, dass zwischen „UNSERE Demokratie“ von Honecker und „UNSERE Demokratie“ von heute die Grenzen bereits verwischt sind (zumindest, was die Staatspropaganda betrifft).
Ich muß beschämt feststellen: Ich habe bei diesem Test nicht gut abgeschnitten….!
Ist Kollektivismus am Ende doch nur die Angst der Schafe vor dem bösen Wolf? In der Natur lassen sich diese Massenansammlungen von Tieren auf kleinsten Gebieten auch beobachten. Pinguine, Robben und Tölpel z.B., die sich auf engsten Raum drängen, um das Brut- und Geburtsgeschäft zu vollziehen, und sich gegenseitig hacken, beißen oder sogar tödlich die Klippen herabwerfen, wenn eines dieser Kreaturen es wagt, die Enge der räumlichen Begrenzung zu verletzen. -Kommunismus entsteht doch in den „Städten“ der Tiere wie der Menschen. Oder gibt es Gegenbeispiele, wo die irdische Kreatur auf engem Raum innerlich entspannt und gelassen bleibt?
Verkürzt: jeder darf in „unserer Demokratie“ mitmachen. Wer aber „jeder“ ist, das behalten wir uns nach schwammigen, wechselnden oder gar nicht ermittelbaren Maßstäben vor. Die heutigen Gutmenschen lernen nur von den historisch verbürgt Besten: Erich dem Unbesiegbaren oder beim Islamophobietrick vom Ayatollah-Regime.
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Show Comments„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben“ (Walter Ulbricht 1945 laut Wolfgang Leonhard) – Hat Der Dachdecker mit dem Dachschaden diese Weisheit Ulbrichts in die Phrase „unsere Demokratie“ übersetzt?
Der „Bruderkuß“
„Küsse unterm [bunten] Regenbogen – die bringen Glück –
Dann bist du nie mehr allein“
-Bei dem Alkoholkonsum bestimmt nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=9y_X6BiKIHg&list=RD9y_X6BiKIHg&start_radio=1
De gustibus et coloribus non est disputandum ? -Manchmal doch !
Erich war nie ein gelernter Dachdecker. Er hat zwar eine solche Lehre begonnen, aber nach wenigen Wochen „geschmissen“. Er hat gann noch eine Weile als Dachdeckergehilfe gearbeitet, sich dann aber der „Politik“ zugewandt. Ähnlich wie viele Abgeordnete im BT heutzutage – Ungelernte!
Interessant, wusste ich nicht.
Warum FAST ALLE lieber DUMM BLEIBEN als ehrlich zu denken – Arthur Schopenhauer
Kürzer ausgedrückt:
Ultra posse nemo obligatur.
Vielen Dank für diese wichtige Aussage:
DEMOKRATIE basiert auf Individualismus, „Unsere Demokratie“, wie sie sich Erich zimmert, basiert auf einem umfassenden Kollektivismus und ist entsprechend NICHT mit Demokratie zu vereinbaren.
Vielen ist dies nicht bewusst, oder es wird aktiv verneint, aber ohne Individualität, ohne den freien Staatsbürger, ohne Denken, das sich nicht an der Mehrheit orientiert, kann es keine Demokratie geben. Kollektivistische Systeme unterdrücken die Individualität, weil sie den Kollektivismus bedroht. Die Unterdrückung Andersdenkender ist also Wesensmerkmal des Kollektivismus und endet immer in Lagern und der Vernichtung seiner Gegner.
Zitat: „Stefan Weber hat den Begriff „Unsere Demokratie“ als Kampfvokabel des Sozialismus, DDR-Ausprägung, entdeckt …“
Das ist nur dann richtig, wenn man noch das Wort „urspüngliche“vor das Wort „Kampfvokabel“ setzt.
Die DDR-Sozialisten haben das übrigens noch auf die Spitze getrieben mit der Phrase „UNSERE Deutsche Demokratische Republik“, um damit ALLE Bürger subtil auf den sozialistischen Staat einzuschwören (hat nur nicht geklappt, wurde eher nur genervt oder mitleidig belächelt).
Zitat: „Eine Recherche mit Google Books zeigt schließlich, dass die Phrase „Unsere Demokratie“ als Schlagwort, als Bekenntnis gehäuft in marxistisch-kommunistischer Literatur der DDR zu finden ist“
Hier muß die Frage erlaubt sein: Hat Herr Weber die letzten Jahre in einer Höhle verbracht?
Hat er noch nicht mitbekommen, dass die Phrase „UNSERE Demokratie“ inzwischen (wieder) gehäuft als Kampfvokabel, als Schlagwort, als Bekenntnis z.B. in der schwarz-rot-grün-gelben gesamtdeutschen Staatspropaganda der Gegenwart zu finden ist?
Man erinnere sich nur an die Neujahrsrede des Bundespräsidenten Steinmeier, in der die Phrase „UNSERE Demokratie“ fast schon gebetsmühlenartig (suggestiv) von ihm wiederholt wurde.
Zitat:
„ Das „Unsere“ in „Unsere Demokratie“ meint also nicht die Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches“.
Ich muß mich wiederholen:
Hat Herr Weber die letzten Jahre in einer Höhle verbracht?
Denn wer jetzt noch die „Demokratie von uns allen“ mit der „Demokratie westlicher Industriestaaten, der Demokratie der EU oder Ähnliches“ gleichsetzt, hat eindeutig die Zeit verschlafen.
Oder aber er hat erneut das wichtige Wort „ursprüngliche“ vor dem Wort „Demokratie“ vergessen, denn die „Demokratie von uns allen, die Demokratie westlicher Industriestaaten, die Demokratie der EU oder Ähnliches“ ist längst in breiter Front durch „UNSERE Demokratie“ verdrängt worden.
Zitat:
„Das „unsere“ verweist auf linkes Denken, also auf „uns Linke“, in seiner extremen oder oft nur unterschwelligen Ausprägung auf eine „Demokratie besseren Typs…“
Ups – Endlich ist der Groschen gefallen!
Denn das war ja nur ein Intelligenztest von Herrn Weber (und Herrn Klein), nämlich dahingehend, wie lange die Leser brauchen, um zu realisieren, dass zwischen „UNSERE Demokratie“ von Honecker und „UNSERE Demokratie“ von heute die Grenzen bereits verwischt sind (zumindest, was die Staatspropaganda betrifft).
Ich muß beschämt feststellen: Ich habe bei diesem Test nicht gut abgeschnitten….!
Ist Kollektivismus am Ende doch nur die Angst der Schafe vor dem bösen Wolf? In der Natur lassen sich diese Massenansammlungen von Tieren auf kleinsten Gebieten auch beobachten. Pinguine, Robben und Tölpel z.B., die sich auf engsten Raum drängen, um das Brut- und Geburtsgeschäft zu vollziehen, und sich gegenseitig hacken, beißen oder sogar tödlich die Klippen herabwerfen, wenn eines dieser Kreaturen es wagt, die Enge der räumlichen Begrenzung zu verletzen. -Kommunismus entsteht doch in den „Städten“ der Tiere wie der Menschen. Oder gibt es Gegenbeispiele, wo die irdische Kreatur auf engem Raum innerlich entspannt und gelassen bleibt?
Verkürzt: jeder darf in „unserer Demokratie“ mitmachen. Wer aber „jeder“ ist, das behalten wir uns nach schwammigen, wechselnden oder gar nicht ermittelbaren Maßstäben vor. Die heutigen Gutmenschen lernen nur von den historisch verbürgt Besten: Erich dem Unbesiegbaren oder beim Islamophobietrick vom Ayatollah-Regime.