Früchte des Wahnsinns: Rassismusjäger im Kindergarten

Dass die Hysterie der Gutmenschen bereits im Kindergarten beginnt, haben wir gerade im letzten Post geschrieben, da erreicht uns ein Hinweis auf einen Beitrag, den Frank Cebulla in seinem SchreibBlog veröffentlicht hat. Frank ist nämlich der Vater einer Tochter, die es mit ihren drei Jahren bereits zum Rassisten und Ausländerfeind gebracht hat. 

Wer den in Deutschland grassierenden Wahnsinn am aktuellen Beispiel erleben will, der klicke am Ende dieses einführenden Textes auf den Link zu Franks Blog:

“Wer es noch nicht weiß, ich habe eine kleine Tochter. Sie lebt in Berlin. Vor kurzem trat die Erzieherin ihrer Kita-Gruppe ganz besorgt an die Mutter heran. Es ging um ein brisantes Thema. Sie möchte keine Probleme mit Ausländerfeindlichkeit in ihrer Gruppe haben. Das Problem verortete sie bei meiner Tochter. Ihr politisch inkorrektes Fehlverhalten besteht darin, dass sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, einem syrischen Jungen. Boah Leute, da bleibt einem echt die Spucke weg und mein Blutdruck steigert sich in ungeahnte Höhen. Mein Töchterchen ist drei Jahre alt und weiß nicht, was überhaupt ein Ausländer, Migrant, Flüchtling, Asylant oder was auch immer sein soll. Auf die Frage, warum sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, gab es von ihr allerdings eine klare Antwort: Der haut die anderen Kinder und ich habe Angst vor ihm. Ein Interview mit ihrer besten Freundin aus derselben Gruppe ergab das gleiche Ergebnis: Der ist nicht mein Freund. Außerdem erfährt man, dass er kaum deutsch spricht und daher die anderen Kinder nicht versteht. [Hier weiterlesen]”

Nazis im Kindergarten: Amoklauf von Gutmenschen

Aus dem Bericht zu einer angeblichen „Fachtagung ‚Rechtspopulismus in der Kita? Umgang mit Rassismus und Diskriminierung.“

Wir sind zwar der Meinung, dass Menschen, die bereits in der Benennung von Fachtagungen infantile Sprache benutzen, nicht ernst zu nehmen sind, aber bei uns hat jeder eine Chance, deshalb haben wir den Bericht zur vermeintlichen Fachtagung gelesen:

„KOBLENZ/MAINZ. Kein Kind wird mit Vorurteilen geboren. Aber wie gehen Erzieherinnen und Erzieher in einer Kindertagesstätte beispielsweise damit um, wenn ein Kind plötzlich Hakenkreuze in seinen Bildern malt? Wenn Eltern nicht wollen, dass ihre Kinder Umgang mit geflüchteten Kindern haben? Die Ursachen und Motive, aber auch konkrete Fälle von Rechtspopulismus, Rassismus und Diskriminierung in Kindertagesstätten standen im Zentrum der Fachtagung „Rechtspopulismus in der Kita?“

Vermutlich müsste man es bewundern, dass es gelungen ist, eine Fachtagung an Lifeboat-Beispielen aufzuziehen, also an der Vermutung, dass etwas, das man sich gerade vorstellt, in der Realität irgendwo zu finden ist. Kinder, die im Alter von drei bis sechs Jahren Hakenkreuze in ihre Bilder malen, sind in jedem Fall normaler als die Erwachsenen, die das kindliche Hakenkreuz zu einer frühkindlichen Bejahung des Holocaust aufbauschen und auf diese Weise die entsprechenden Kinder, sofern es sie überhaupt gibt, woran wir unsere Zweifel haben, in der Weise stereotypisieren, die in der Sozialpsychologie als bedenklich angesehen wird. Aber dazu kommen wir noch.

100 Personen haben sich zu dieser angeblichen Fachtagung getroffen und dazu den Campus der Hochschule Koblenz benutzt. Bezahlt hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung diese angebliche Fachtagung, das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung hat noch ein paar Steuereuro draufgelegt und das Institut für Lehrerfortbildung dafür gesorgt, dass die Indoktrination auch die richtige Zielgruppe erreicht.

100 Hanseln finden sich also ein, um über die Phantasie, es gebe im Pfälzer Hinterwald einen Kindergarten, in dem ein vierjährigens Kind gesichtet wurde, das etwas in eine Zeichnung gemalt hat, das von hysterischen Kindergärtnerinnen als Hakenkreuz interpretiert wurde., zu tagen. Nicht zu vergessen die Eltern, die den Umgang ihrer Kinder mit Flüchtlingskindern nicht gerne sehen. Eine weitere Episode der Stereotypisierung, die von hysterischen Kindergärtnerinnen und Besuchern einer angeblichen Fachtagung in Koblenz durchgeführt wird.

Da Kinder ja, wie zumindest in der Einleitung geschrieben wird, nicht mit Vorurteilen auf die Welt kommen, soll es das Hakenkreuz, das eine eifrige Kindergärtnerin in einem ansonsten kaum erkennbaren Gewirr von Strichen, wie es Vierjährige nun einmal zu Stande bringen, erkannt haben will, rechtfertigen, die Eltern des entsprechenden Kindes unter Generalverdacht zu stellen. So macht man aus einer Kinderzeichnung einen Verdachtsfall, der sich zu einer sozialen Isolierung und Stereotypisierung von Kind und Eltern entwickeln kann und letztlich nur einen positiven Effekt haben wird, die Phantasten, die eine Kinderzeichnung zum Beitrag im Stürmer stilisieren wollen, fühlen sich auch noch als hätten sie etwas Gutes geleistet.

Das haben sie aber nicht. Sie haben sich als von niedrigen Motiven getrieben ausgezeichnet. Sie wollen in Kinderzeichnungen Nazisymbole entdecken. Und Sie sind es, die eine Scheu im Umgang mit Flüchtlingskindern auf den Status „Flüchtling“ der Kinder beziehen, nicht etwa darauf, dass es Antipathien zwischen Menschen geben könnte, die völlig unabhängig vom Status „Flüchtling“ sind. Für die Gutmenschen, die so viel Unheil auf die Welt bringen, steht fest: Wenn Ahmed abgelehnt wird, dann weil er Syrer ist, nicht, weil er sich in einer a-sozialen Weise verhält. Denn es ist für diese Gutmenschen ausgeschlossen, dass ein Flüchtling sich anders als vorbildlich verhält. Sie huldigen einer Form von Neo-Orientalismus. Der gute Wilde der Karl Mays Romane bevölkert, er hat für Gutmenschen die Gestalt von Flüchtlingen angenommen: Hilflose, immer gute und in jedem Fall unschuldige Menschen, die quasi in die deutsche Gesellschaft geboren werden. Entpuppen sie sich anschließend als gar nicht so gut, verüben gar Straftaten, dann ist natürlich die Aufnahmegesellschaft schuld, die ihnen nicht die notwendige Unterstützung gewährt hat. Dann sind die Eltern Schuld, die Vorsicht zur Grundlage der Auswahl des Umgangs ihrer Kinder machen.

Der Amoklauf der Gutmenschen, den man derzeit beobachten kann, er ist der Prototyp für Diskriminierung und Rassismus, denn:

Finden Sie das Hakenkreuz?

  • Phantasien, die an Gekritzel von Kleinkindern herangetragen werden, dienen dazu, Erwachsene zu stereotypisieren, sie mit den eigenen Vorurteilen zu überladen.
  • Flüchtlinge werden reduziert auf ihren Status als Flüchlinge.
  • Als solche sind Flüchtlinge gut. Es wird ihnen schlicht die menschliche Eigenschaft verweigert, sich schlecht zu verhalten. Sie werden zu Kastraten der Phantasien der Gutmenschen, die sich auf Fachtagungen einfinden, um sich dort gegenseitig zu feiern, gemeinsam gegen einen imaginären Feind zu kämpfen, Steuergelder zu verschleudern und am Ende des Tages für genau diesen einen Tag den Sinn ihrer ansonsten so unnützen Existenz benennen zu können glauben.

Ein paar Splitter von dieser Fachtagung der Intoleranten und Vorurteilsbeladenenen:

Hans Beckmann, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Bildung: „Demokratieerziehung beginnt schon in der Kita. In Kinderkonferenzen oder beim Aufstellen von Gruppenregeln tauschen die Kinder Meinungen aus und kommen zu einer Entscheidung“.

Jeder Leser mag sich seine eigene Vorstellung davon machen, wie die Meinung aussieht, zu der Vierjährige am Ende einer Kinderkonferenz in der „Kita“ gekommen sind. Wenn Beckmann die Begriffe „Konferenz“ und „Meinung“ im Hinblick auf drei,-vier-oder fünfjährige Kinder angemessen findet, dann sagt das einiges über die Qualität der Konferenzen (oder Fachtagungen) aus, die er besucht. Wenn man Kinder zur Demokratie erziehen muss, dann ist wohl auch Demokratie nicht angeboren, so wenig wie Vorurteile. Also müsste man argumentieren, warum Demokratie besser ist als Vorurteile. Das wird schwierig, da die Argumentation notwendig normativ wird und nur bei denen erfolgreich ist, die die Werte teilen, die man selbst hoch schätzt. Demokratie wäre dann erreicht, wenn man die Werte und Meinungen anderer auch dann respektiert, wenn sie von den eigenen abweichen. Entsprechend muss man nicht zur Demokratie erziehen, man muss andere und ihre Meinungen und Werte nur achten. Schon gar nicht muss man in Kindergärten zur Demokratie erziehen. Wäre das notwendig, gäbe es keine Demokratie, denn alle demokratischen Systeme sind ohne eine vorausgehende entsprechende Indoktrination in Kindergärten entstanden.

Prof. Dr. Bosselmann-Cyran: „Als Historiker weiß ich, wie sehr Populismus und in seiner Folge Rassismus eine Gesellschaft ins Verderben ziehen kann“.

Als Logiker ohne Doppelnamen wissen wir, dass diese Aussage inhaltsleer ist, da Populismus und in seiner Folge heftige Debatten das Lebenselixier einer offenen Gesellschaft sind“.

Weihbischof Jörg Michael Peters: „Die christliche Botschaft gibt die Linie vor und spricht von der Würde des Menschen, woher dieser auch kommen mag.“

Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst, sagt die christliche Botschaft (wenn sie spricht), also liebe die AfD und die Kinder, die Hakenkreuze malen, wie Dich selbst und lass‘ sie ansonsten in Ruhe.

Am besten gefällt uns der folgende Splitter aus einem “Impulsreferat” (das sind Referate, bei denen man ständig den Impuls, zu lachen unterdrücken muss) von Prof. Dr. Stephan Bundschuh, einem „Experten für Kinder- und Jugendhilfe im Kontext von Rechtsextremismus und Migrationspädagogik“. Er fragt: „Warum denken und handeln Menschen rassistisch?“ Seine Antwort: „Sich rassismuskritisch zu verhalten, muss gelernt werden. Kritische Sensibilität gegenüber Anderen … ist die allererste Aufgabe der Erziehung“.

Hear! Hear!

Wenn man lernen muss, nicht rassistisch zu sein, dann bedeutet dies, dass man es nicht lernen muss, rassistisch zu sein, was notwendig zu der Annahme führt, dass Kinder als Rassisten geboren werden, so dass sich in Kindergärten lauter drei- und vierjährige Nazis einfinden, die von den Gärtnerinnen zum rechten rassismuskritischen Dasein bekehrt werden müssen. Diese Aufgabe macht natürlich auch die Anwesenheit eines Weihbischofs bei Fachtagungen notwendig. Wenn nun aber Rassismus vererblich ist, und Kinder als Rassisten auf die Welt kommen, dann beruht die ganze Fachtagung auf einem Irrtum, wurde doch angenommen, dass „Kein Kind … mit Vorurteilen geboren“ wird. Rassismus ist aber unzweifelhaft ein Vorurteil.

Man sieht, viele Worte sind dann, wenn sie ohne Beteiligung der Mindestzahl von Neuronen, die für eine intelligente Äußerung notwendig sind, gesprochen werden, der Tod jeder Fachtagung. An die Stelle von Erkenntnis tritt der Populismus der Gutmenschen. Der Populismus der Gutmenschen hat die Stereotypisierung Andersdenkender und die Bildung von Vorurteilen über Andersdenkende zum Ergebnis. Dieses negative Ergebnis der Koblenzer Fachtagung kann wiederum nur mit einer weiteren Fachtagung behandelt werden. Wir schlagen vor, alle Anwesenden treffen sich in zwei Wochen zu einem Tag der Betätigung in einem Altenheim ihrer Wahl und gehen den dort lebenden Insassen zur Hand, erledigen deren Wäsche, gehen Einkaufen, sorgen für Unterhaltung und machen zumindest an diesem Tag einmal etwas Sinnvolles, das Steuerzahler noch dazu überhaupt nichts kostet.

Stereotype: Einer gängigen Definition zufolge sind Stereotype kognitive Shortcuts, die Orientierung und Handlungsentscheidungen im täglichen Leben erleichtern. Sie sind also nützlich. Sie werden dann zum Problem, wenn sie keiner empirischen Korrektur mehr zugänglich sind, wenn stereotype Aussagen über z.B. Weihbischöfe selbst dann nicht revidiert werden, wenn sie sich als falsch erweisen. Weigern sich Akteure, ihre Vorstellung, Meinung oder Überzeugung von einem Objekt selbst dann zu ändern, wenn sie sich als falsch erwiesen haben, dann sprechen Sozialpsychologen von einem Vorurteil.

Vorurteil ist auch ein Begriff der Alltagssprache, weshalb die Annahme zum Vorurteil geworden ist, dass an Fachtagungen Fachkräfte oder Personen mit besonderer kognitiver Distinktion teilnehmen. Dies ist offensichtlich nicht der Fall. Aber dennoch wird von Fachtagungen gesprochen.

Eine ausführliche Kritik des Antirassismus (inklusive des positiven Teils, den Hans Albert als wichtigsten Bestandteil der Kritik ansieht), findet sich im Beitrag von Dr. habil. Heike Diefenbach mit dem TitelRassismus und Rassismuskritik

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Warum Deutschland einem Kindergarten gleicht

Oder einer ist?

Der Versuch, eine Demokratie zu leben, nimmt in Deutschland immer groteskere Formen an.

Heute: Eine Gesellschaft, gleich welchen politischen Systems, lebt davon, dass die Mitglieder miteinander kooperieren. Damit sie miteinander kooperieren, ist es notwendig, dass sie miteinander reden: Reden Sie nicht mehr miteinander, dann passiert, was im Kindergarten passiert: Rote Köpfe, gepresste Backen und Schreien, um die eigenen Interessen auch gegen den Willen der anderen durchsetzen zu können.

In seiner intellektualisierten Variante besteht die Verweigerung von Kooperation darin, mit „dem“ oder mit „denen“ nicht mehr zu sprechen. Entweder, weil es die Erhabenheit der eigenen moralischen Einbildung nicht zulässt oder weil es die Ärmlichkeit der Fähigkeit, die eigene Überzeugung zu begründen, nicht zulässt, sich ernsthaft mit Personen anderer Meinung auseinanderzusetzen.

Deshalb werden in Deutschland grundsätzlich diejenigen aus der Diskussion ausgeschlossen, deren Meinung anders ist. Wie im Kindergarten, so gibt es auch im vermeintlich erwachsenen Deutschland nur zwei Meinungen, die richtige, also die eigene, und die falsche, die andere. Wer eine andere Meinung hat, ist dementsprechend ein Nazi oder, umgekehrt, eine linke Zecke.

Auf der Strecke bleibt das, was Gesellschaften zusammenhält, das miteinander Sprechen. Die Väter der US-amerikanischen Verfassung haben das sehr klar gesehen und entsprechend jede Möglichkeit ausgeschlossen, dass irgend eine Meinung als nicht mehr salonfähig gebrandmarkt werden kann. Erlaubt ist jede Meinung. Wem eine Meinung nicht gefällt, der muss sich dennoch mit ihr arrangieren, sie aushalten lernen, sie verbal bekämpfen, aber er kann sie nicht unterdrücken oder gar verbieten.

In Deutschland ist das anders. Hier, im Kindergarten, spielen (sprechen) angeblich erwachsene Menschen, die von sich denken, sie seien intellektuell zu mehr als unartikuliertem Gebrabbel in der Lage, nicht mit anderen, die eine falsche politische Einstellung mitbringen.

Ein gefährliches Unterfangen, denn man soll nie ausschließen, in einer lebenswichtigen Situation auf die Hilfe von jemandem angewiesen zu sein, den man als Nazi gebrandmarkt hat und dessen Hand man nun fraglos erwartet, um aus dem Morast gezogen zu werden, in den man geraten ist. Die Ausgrenzung von Menschen mit anderer Meinung, sie blüht in Deutschland, und sie ist die dümmst-mögliche Form des gemeinsamen Umgangs.

BaukloetzeUnd es sind ausgerechnet diejenigen, die sofort freudig und willig skandieren, dass man Flüchtlinge integrieren müsse, ihnen helfen, mit ihnen sprechen müsse, die dieselbe Behandlung denen verweigern, die eine andere Meinung haben. Daran wird deutlich ersichtlich, dass nicht die andere Meinung das Problem ist. Die Interaktion und Freude über Flüchtlinge erfolgt aus einer überlegenen Position. Man gehört zu denen, die schon wissen, wie es in Deutschland läuft und kann dies den kleinen Brauen, die nach Deutschland kommen, zeigen. Es ist schlicht eine Form des gewendeten Rassismus, der sich in positiven Gefühlen ausdrückt, denn die negativen Gefühle, die werden in einer Art ideologischem Rassismus denen gegenüber gebracht, die nicht unterwürfig und nicht neu und nicht auf Hilfe angewiesen sind, die man als ebenbürtig ernst nehmen, mit denen man ebenbürtig reden und diskutieren müsste, und nichts fürchten die linken Herrenmenschen mehr als mit Menschen, die für sich in Anspruch nehmen, ebenbürtig zu sein und ein gleiches Recht auf freie Meinungsäußerung für sich reklamieren, reden zu müssen.

Wir sind eben im Kindergarten und mit „denen da“ spielt man nicht.

Ein besonderes Beispiel dieser Idiotie hat sich auf Twitter ereignet, dem sozialen Netzwerk, auf dem die Sicherheit von nicht mehr als 140 Zeichen auch noch den letzten Sprachgestörten zum Flüssigsprecher werden lässt. Hier kann man den institutionalisierten Fehlschluss ad hominem, der eine direkte Folge des: mit dem redet man nicht ist und in seiner Konsequenz zu einer Spaltung der Gesellschaft führt, beobachten.

Der Fehlschluss ad hominem, den vor allem diejenigen so gerne begehen, die sich selbst für intellektuell begabt halten, er beginnt damit, dass Kolja Bonke, der auf Twitter für seine klare Meinung bekannt ist und von manchen als rechts bezeichnet wird, als einer der ersten Informationen zum Attentat von Manchester verbreitet hat.

Die FAZ-Redaktion auf Twitter, die sich hier nicht hinter Presseagenturen verschanzen kann und auf Informationen von anderen angewiesen ist, hat den Tweet von Bonke, in dem nur Informationen zum Anschlag in Manchester enthalten waren, weiterverbreitet.

Das wiederum hat einigen Saubermännern, die lieber im Kindergarten leben, als dass sie sich wie Erwachsene mit anderen Erwachsenen sprachlich auseinandersetzen, mit Argumenten und Begründungen und so weiter, nicht gefallen:

Wer nun denkt, die FAZ-Redaktion stünde über derartigem Unsinn, der sieht sich getäuscht. Die Journalisten beteiligen sich am verordneten Sprachverbot. Mit „denen“ spricht man nicht. Nicht die Information zählt, sondern der, der die Information gibt. Bleibt nur noch zu klären, ob sich die Mitglieder der FAZ-Redaktion dann, wenn sie eine Meinungsverschiedenheit über z.B. die Setzung eines Kommas in einem ihrer Texte haben, mit Bauklötzen bewerfen, um herauszufinden, wer Recht hat. Jedenfalls haben die dort Beschäftigten die Hosen so voll, dass sie sich lieber intellektuell diskreditieren, als dass sie Stellung für die Rationalität und die Logik beziehen, als dass sie in die Welt der Erwachsenen wechseln.

Im Kindergarten herrscht übrigens eine Oligarchie aus Personen, die über die Selbstbestimmungsrechte der Insassen nach Lust und Laune verfügen und letztere zu Tätigkeiten anhalten und verpflichten, die nicht selten gegen deren ausgesprochene Interessen stehen. Im Kindergarten wissen die Großen, weiß die Obrigkeit, was für die Kindlein richtig ist. Im Rest von Deutschland scheint es genauso zu sein.

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