Sinnlose Zerstörung: Mit dem Staatsfeminismus in die Armut

Das Heil der Welt, es liegt in der Gleichstellung von Frauen (und LGBusw). Das erzählen die Ministerien, die Milliarden Steuergelder dafür verschwenden, eine Frauenförderung zu finanzieren, die sich, wie wir vor einiger Zeit in einem Post gezeigt haben, gesellschaftlich nicht lohnt. Sie schadet vielmehr allen, weil die Opportunitätskosten den Nutzen der Frauenförderung übersteigen.

Die Schäden, die von einer Frauenförderung ausgehen, sind jedoch nicht nur finanzieller Natur, sie sind auch physischer und immaterieller Natur.

Seit wir im Jahre 2002 unseren Beitrag „Bringing Boys Back In“ veröffentlicht haben, ist in Deutschland bekannt und seither kann niemand, der noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, bestreiten, dass die Mädchenförderung dazu geführt hat, dass Jungen erhebliche Nachteile bei der allgemeinen Schulbildung aufweisen (oder Mädchenförderung nie notwendig war). Jungen werden später eingeschult, bleiben häufiger sitzen, landen häufiger auf Sonderschulen, bleiben häufiger ohne Schulabschluss oder Abitur als Mädchen und sind mittlerweile unter den Studenten in der Minderheit.

Dass diese Nachteile auch auf aktive Benachteiligung durch Lehrer zurückzuführen sind, dafür sprechen Analysen, die zeigen, dass Jungen bessere Leistungen erbringen müssen als Mädchen, um dieselben Noten oder dieselben Grundschulempfehlungen zu erhalten.

Dass diese Benachteiligung u.a. auf Lehrer zurückgeführt werden muss, die sich in einem allgemeinen jungenfeindlichen Schulklima dem Klima gemäß verhalten, ist ein mehr als naheliegender Schluss, schon weil Schulnoten so wenig wie Schulempfehlungen vom Himmel fallen.

Dass die Mehrzahl der deutschen Lehrer weiblich ist  und wir einen Zusammenhang nachgewiesen haben, der zeigt, dass Jungen umso schlechter abschneiden, je höher der Anteil weiblicher Grundschullehrer ist, ist ebenfalls lange bekannt.

Dennoch hat sich an der Mädchen- und Frauenförderung nichts geändert. Was sich geändert hat, das ist die öffentliche Wahrnehmung. So berichtet Hadmut Danisch heute von einem Beitrag in den Stuttgarter Nachrichten, in dem beklagt wird, dass der Frauenanteil unter den Lehrern mittlerweile bei über 90 Prozent an Grundschulen liege und dass viele dieser Lehrer in Teilzeit arbeiten würden. Hadmut nennt dies das Veterinärsyndrom. Dazu kommen wir noch.

Die Ideologie des Staatsfeminismus macht nämlich nicht da halt, wo die Biographien von unzähligen Jungen zerstört werden. Staatsfeminismus zerstört auch Arbeits- und Leistungsbereitschaft, die Qualität von Servicen und letztlich ganze Berufszweige und das, was in ihnen einmal geleistet wurde.

Dies geschieht über den Irrsinn der Work-Life-Balance, der dazu geführt hat, dass die Anzahl derer, die in Teilzeit arbeiten, stetig gewachsen ist. So kommt es, wie wir bereits 2016 in einem Beitrag berichtet haben, dass im Jahre 2015 rund 82.000 mehr Ärzte als 1992 insgesamt weniger Arbeitsstunden arbeiten als es weniger Ärzte 1992 getan haben. Die Erklärung ist einfach. Frauen arbeiten lieber Teil- als Vollzeit. In der Ärzteschaft ist der Anteil von Frauen gestiegen. Man braucht also mehr Ärzte, um letztlich dasselbe Arbeitsvolumen zu erreichen, das man zuvor mit weniger Ärzten erreicht hat. Teilzeitarbeit ist vor allem in Krankenhäusern attraktiv und in Landarztpraxen eher nicht durchzusetzen. Deshalb gibt es ein Überangebot von Ärzten in Städten und einen Mangel an eben diesen auf dem Land. Schließlich gibt es, trotz aller Versuche des Staatsfeminismus, etwas anderes in weibliche Gehirne zu hämmern, immer noch Frauen, die ein Studium als Einstieg in den Heiratsmarkt oder Fortpflanzungs-Partnermarkt betreiben. Sie studieren, um einen attraktiven Heiratspartner zu finden, beenden in der Regel ihr Studium, heiraten und werden auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gesehen. So steigt der Anteil der nicht praktizierenden Ärzte mit dem Anteil der weiblichen Ärzte seit Jahren an. Im Ergebnis wird viel Steuergeld in die Ausbildung weiblicher Ärzte investiert, die nie praktizieren. Ökonomen sprechen in diesen Fällen von sunk cost, also von Geld, das aus dem Fenster geworfen wurde.

Die für Ärzte dargestellte Entwicklung findet sich auch für Veterinärmediziner. Sie stellt sich über kurz oder lang in all den Berufen der Mittelschicht ein, die durch einen Zustrom von Frauen und einen Rückzug von Männern gekennzeichnet sind.

Nicht nur für die Humanmedizin führt dies zu einem Race to the bottom:

Immer mehr weibliche Ärzte, die immer weniger arbeiten. Immer weniger männliche Ärzte, deren Motivation, mehr zu arbeiten, angesichts der immer mehr weiblichen Ärzte, die weniger arbeiten, sinkt, immer mehr weibliche Studenten der Humanmedizin, die nicht vorhaben, Humanmedizin jemals auszuüben und ein Anstieg von 152 Millionen Fällen allein bei der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern zwischen 2004 und 2014. Das sind die Zutaten einer hausgemachten Katastrophe…

Es sind die Zutaten, die vorhersehbar dazu führen, dass auch die Qualität des Services leidet. Ärzte, die weniger Arbeitserfahrung sammeln, weil sie Teilzeit arbeiten, haben ein höheres Risiko, einen Kunstfehler zu begehen. Man kann also vorhersagen, dass die Anzahl der Kunstfehler an deutschen Krankenhäusern steigen wird, denn die Qualität der erbrachten Leistungen sinkt.

Bei Lehrern ist dieser Prozess weiter fortgeschritten als bei Ärzten. Die Qualität des Schulunterrichts hat über die letzten Jahrzehnte massiv gelitten. Die Motivation unter den Lehrern, die sich in Vollzeit-Pädagogen und Teilzeit-Schülerbetreuer gliedern, hat gelitten. Lehrer, ein Beruf, der einst von Studenten häufig nachgefragt wurde, er ist zu einem Ladenhüter unter denen geworden, die gute Lehrer wären. Lehrer ist weitgehend ein Beruf für diejenigen geworden, die in Teilzeit Familie und Arbeit in genau der Reihenfolge unter einen Hut bringen wollen. Und nun, da das Kind in den Brunnen gefallen ist, der Beruf „Lehrer“ für Männer weitgehend unattraktiv geworden ist, der Anteil weiblicher Lehrer über 70% gestiegen ist, nun entdeckt ausgerechnet die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass die Doktrin, nach der man Frauen immer mit bezeichnen müssen, indem man ein Innen anhängt, verzichtbar ist. Wann ist diese Doktrin verzichtbar? Wenn man die vorhandene Katastrophe, die nahezu vollständig durch den Staatsfeminismus zu verantworten ist, nicht mehr länger unter den Teppich kehren kann und sich mit Fragen danach konfrontiert sieht, wie der vorhandene Scherbenhaufen der Bildung nicht nur zu erklären ist, sondern beseitigt werden kann.

Abermals hat Hadmut Danisch ein bemerkernswert ungegendertes Dokument der GEW ausgegraben, in dem weibliche Lehrer um den wichtigen Anteil, den sie daran hatten, den Bildungskarren in den Dreck zu fahren, betrogen werden und auch der Staatsfeminismus nicht in den Genuss der Folgen und Schäden kommt, die er so freudig und vorhersehbar angerichtet hat.

Wir empfehlen unseren Lesern dieses bemerkenswerte Machwerk öffentlich-rechtlicher Propaganda, das im SWR erschienen ist, bei Hadmut Danisch nachzulesen.

Was den Staatsfeminismus angeht, so können wir feststellen, dass seine Vertreter zwar nicht davor zurückschrecken, mit irren und in ihren Auswirkungen vorhersehbar katastrophalen Entscheidungen, den Karren in den Dreck zu fahren, aber erhebliche Probleme damit haben, für diese Folge der eigenen Entscheidung auch die Verantwortung zu übernehmen. Deshalb muss man Staatsfeministen daran erinnern, dass sie es waren, die dafür gesorgt haben, dass die Bildung in Deutschland zur Brache wurde, dass sie für Ärztemangel, mangelhafte Servicequalität und all die der anderen Folgen verantwortlich sind, die sich einstellen, wenn man nicht einsehen will, dass eine erfolgreiche Wirtschaft auf denen basiert, die bereit sind, Leistung zu bringen, nicht auf denen, die versuchen, von der Leistung anderer zu leben.

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