Stadium der Inkubation: Gender-Trash an deutschen Universitäten

Vielleicht sind wir auch nicht ganz unschuldig daran, dass man zuweilen den Eindruck gewinnt, in Deutschland seien alle Universitäten von Gender Studies infiltriert und mit Gender-Trash inkubiert. Sicher, man muss die Versuche der Kultusministerien und vor allem des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einrechnen, die über eine Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche versuchen, Universitäten mit Gender Mainstreaming gleichzuschalten. Nimmt man jedoch den härtesten Indikator dafür, wie weit es bislang gelungen ist, Gender-Trash an deutschen Universitäten als festen Posten im Vorlesungsverzeichnis zu etablieren, dann ergibt sich ein erfreulicheres Bild.

An 26 Universitäten, also an 31,7% der deutschen Universitäten finden sich Gender Studies und entsprechende, indoktrinale Schwerpunkte im Vorlesungsverzeichnis. Das sind einerseits 31,7% zuviel, andererseits bleiben 68,3% Universitäten, denen man mit Hinblick auf die Inkubation mit Gender Studies eine „clean bill of health“ ausstellen kann.

Ein genauerer Blick auf die Verbreitung der Gender Studies zeigt klare lokale Schwerpunkte, die sich vor allem an der Ruhr-Universität in Bochum, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Bremen, der Carl-von-Ossietzky Universität in Oldenburg und der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität finden, wie wir gestern in unserem Gender-Trash-Ranking für das Jahr 2017 gezeigt haben.

Richtet man den Blick auf die Ebene der Bundesländer, dann ergibt sich das folgende Bild [In der folgenden Abbildung haben wir die Anzahl der Professuren für Gender Studies in einem Bundesland mit der Anzahl der Universitäten gewichtet):

Von drei Brückenköpfen aus, versuchen Gender Studies die deutsche Universitätslandschaft zu inkubieren. An erster Stelle ist der Wissenschaftsstandort Berlin zu nennen. Berlin weist den dichtesten Befall mit Gender Studies auf und strahlt bereits in das brandenburgische Umland aus. Bedenklich mit Blick auf das Ausmaß der Inkubation ist auch Bremen, das nur kurz hinter Berlin rangiert. Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gehören zu den Ländern, in denen sich Gender Studies bereits an bestimmten Universitäten festsetzen konnten, vornehmlich an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg, der Ruhr-Universität Bochum und der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt.

Anderen Bundesländer weisen erste Anzeichen eines Befalls mit Gender Studies auf, der bislang jedoch lokal begrenzt werden kann. Rheinland-Pfalz, Bayern und Baden-Württemberg gehören zu diesen Bundesländern. In allen anderen Bundesländern, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig Holstein, Hamburg und dem Saarland finden sich bislang keine Professuren mit der Denomination „Gender Studies“, sie können also noch als Gender-Studies frei bezeichnet werden.

Die Erklärung für dieses Muster der Infiltration von Universitäten durch Gender Studies findet sich vermutlich durch ein Zusammenspiel institutioneller und individueller Faktoren sowie seltsamer Vereinbarungen, die mit Hochschulen getroffen wurde: So ist die Tatsache, dass Berlin den höchsten Befall mit Gender Studies aufzuweisen hat, sicher eine Funktion der linken Regierungen Berlins in Verbindung mit der Installation von Susanne Baer als Brückenkopf an der Humboldt-Universität auf die sich die Universität eingelassen hat, weil das BMFSFJ die Professur von Baer finanziert hat. Hadmut Danisch hat diese unappetitliche Verquickung von Politik und Universität eingehend aufgearbeitet. Dass die Universität Bremen unter den Universitäten zu finden ist, die einen hohen Befall mit Gender Studies aufzuweisen haben, ist vermutlich ebenfalls über eine Mischung von rotem Sumpf, wie er nach Jahrzehnten linker Regierungen in Bremen entstanden ist, dem daraus resultierenden Absturz der allgemeinen Schulbildung (dokumentiert durch den regelmäßig letzten Platz Bremer Schüler in egal welcher Schulleistungsstudie) und der Konsequenz einer sukzessiven Reduktion universitärer Standards, zu erklären.

Die Reduktion universitärer Standards ergänzt durch finanzielle Köder, scheint das Haupteinfallstor für Gender Studies zu sein. Ist die Fähigkeit, wissenschaftlich zu denken, das Wissen um die wissenschaftliche Methode und damit um den Unterschied zwischen Wissenschaft und Ideologie erst einmal verschwunden oder so verwässert, dass es nicht mehr erkennbar ist, dann ist das Feld für die Gender Studies und ihren betont anti-wissenschaftlichen Ansatz, ihre ideologische Zielsetzung und ihren politischen Aktivismus bereitet. Dass Sachsen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg, die in Schulleistungsstudien oder im Bildungsmonitor des INSM regelmäßig am besten abschneiden, zu den Ländern gehören, die keinen oder einen sehr geringen Befall mit Gender Studies zu verzeichnen haben, ist vor diesem Hintergrund wahrscheinlich kein Zufall: Wer Wert auf Bildung legt, kann keine Gender Studies an seinen Universitäten dulden.

Denn, und damit kommen wir zu der Frage, warum wir Gender Studies beschreiben wie einen Virus: Gender Studies sind ein Virus. Sie zersetzen das, was an wissenschaftlicher Erkenntnis und Methode vorhanden ist, das, was Wissenschaft ausmacht und zerstören damit die Grundlage dessen, was man als Basis all der zivilisatorischen und technischen Errungenschaften ansehen kann, derer wir uns heute so selbstverständlich bedienen. Gender Studies haben politischen Aktivismus zum Ziel, müssen entsprechend die Gender Lehre als Wahrheit ansehen und alle, die ihren Glauben nicht teilen als Feinde. Weil Gender Studierte meinen, die Wahrheit erblickt zu haben, sind sie an keiner empirischen Forschung interessiert und vor allem nicht daran, die eigenen Aussagen zu prüfen, denn alles, was Gender Studies Inkubierte verbreiten, ist ja aus ihrer Sicht die Wahrheit.

Damit ist eine Sekte beschrieben, die an Universitäten nicht geduldet werden kann. An Universitäten herrschen wissenschaftliche Methode, wissenschaftliche Standards der Nachvollziehbarkeit, der Kritik und der empirischen Prüfung. Wer sich diesem Kanon nicht anschließt, ist qua definitionem kein Angehöriger der Scientific Community. Wer einen anderen als diesen Kanon durchsetzen will, ist eine Gefahr für die Wissenschaft, ein Virus, der den Erkenntnisfortschritt behindert, wenn nicht bekämpft, denn so wie ein Virus einen Organismus befällt, um von diesem zu leben und ihn langfristig zu zerstören, so befallen Gender Studies Universitäten, um von öffentlichen Geldern zu leben, während sie die Grundlagen der Wissenschaft zerstören.

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Deutschsein heißt, andere in ihrer Existenz zu vernichten – Evangelischer Rassismus an der Uni Bremen

Wir alle wissen ja, dass in Bremen die Uhren anders gehen. Abnormalitäten sind dort zu Normalitäten geworden. Schulen dienen nicht der Vermittlung von Wissen, sondern der Indoktrination und der Ausbildung zum funktionalen Analphabeten. Die Stadt hängt am Tropf des Länderfinanzausgleichs, d.h. Bremer leben auf Kosten von Bayern, Baden-Württemberger und Hessen. Die Arbeitslosenquote ist in Bremen so hoch wie sonst in keinem anderen Bundesland. Auch bei den Schulden ist Bremen Spitze: 32.284 Euro pro Bremer haben die Landesregierungen in den letzten Jahren angehäuft. Selbst Berlin, immerhin auf dem dritten Platz der Verschuldungshitliste kommt nur auf gut die Hälfte der Bremer pro-Kopf-Verschuldung (16.669). Platz 2 hat sich Hamburg gesichert, das seine Bürger mit 17.674 Euro pro Kopf verschuldet hat.

In Bremen gibt es also nur Superlative. Kein Wunder also, dass an der Bremer Universität der Rassismus blüht und gedeiht, dass dort evangelische Theologen öffentlich einem Rassismus huldigen dürfen, der selbst Alois Hudal Respekt abgenötigt hätte.

Nach dieser Vorrede übergeben wir das Wort an unseren Bremer Korrespondenten Dr. Dr. Marcus Ermler. Er hat uns dieses Mal mit einem Text versorgt, den wir mehrfach gelesen haben, ehe wir glauben konnten, dass der berichtete Rassismus wirklich und nicht etwa eine Realsatire oder gar Einbildung ist.

Seien Sie also gewarnt. Alles, was Sie lesen, ist wirklich, geht in Bremen.

“Stellen sie sich vor es gäbe einen Wissenschaftszweig, der behauptet, es gäbe eine jüdische Weltverschwörung, und seine Forschung zur Aufdeckung dieses globalen Machverhältnisses würde „Kritische Judenforschung“ heißen. Und stellen sie sich nun vor, Wissenschaftler dieses Forschungszweigs würden Dinge behaupten wie:

„Eine jüdische Welt ist für niemanden die beste aller Welten – auch nicht für Juden.“

Oder:

„Juden sind, Menschen, die sich nicht mit dem Weltjudentum auseinandersetzen müssen.“

Stellen sie sich weiter vor, die Wissenschaftler würden Judesein dabei so definieren:

„Judesein ist die Norm, „an der alles andere gemessen wird, und als Rest, das, was übrig bleibt, nachdem alles andere benannt wurde.“

Und das historische Wissen über dieses Gebiet würde folgendermaßen begründet:

„[…] [Arier] haben untereinander in Gesprächen ihr jeweiliges ‚spezielles’ Wisssen über Judesein ausgetauscht, das sie durch unmittelbares und scharfes Beobachten der Juden gewonnen haben. Es galt als ‚speziell’, weil diese Art Wissen nirgendwo ausführlich nachzulesen war. Sein Sinn bestand darin, Ariern zu helfen, in der jüdischen herrschenden Gesellschaft den Alltag zu bewältigen und zu überleben.“

Und diese Arier, als durch die Juden unterdrückte Minderheit, würden wie folgt umrissen:

„Arier sind Menschen, die „die gemeinsame, in vielen Variationen auftretende und ungleich erlebte Erfahrung [teilen], aufgrund körperlicher und kultureller Fremdzuschreibungen der jüdischen Dominanzgesellschaft als ‚anders’ und ‚unzugehörig’ definiert zu werden.“

Ihre Wissenschaft würden sie so definiern:

„Sie befassen sich mit der „Erforschung der historischen und sozialen Konstruktion von Judesein, ebenso wie den sie begleitenden Auswirkungen dieses Konstruktionsprozesses“

Und Vertreter ihres Forschungsgebiets würden Behauptungen in die Welt setzen, wie:

„Judesein [erscheint] in den Autobiografien nicht als abstrakte Kategorie, über die sich angenehm fabulieren lässt, sondern als vieldimensionale arische Gewalterfahrung.“

„Jude zu sein heißt, nie erlebt zu haben, von anderen nur aufgrund des Aussehens angespuckt, beleidigt, verachtet, lächerlich gemacht, übersehen, negiert und dadurch in der eigenen Existenz vernichtet zu werden.“

„Antisemitismus ist eine Unterdrückungsform, vermittels derer eine gesellschaftliche Gruppe (meist sich selbst als „Jude“ definierend) über andere Gruppen (die meist als „nicht-Jude“ fremdbestimmt werden) institutionalisierte Macht ausübt. Auf der Grundlage tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede erfindet die gewaltausübende Gruppe menschliche „Antisemiten“ und verabsolutiert und wertet sie. Damit legitimiert sie sowohl den Besitz von bzw. den Anspruch auf Privilegien als auch die Ausübung von Gewalt gegenüber den als „anders“ bzw. „minderwertig“ konstruierten Gruppen.“

Was würden sie über solch eine Wissenschaft denken? Halten sie das überhaupt für Wissenschaft?

Würden sie einem der Epigonen dieses Gebiets mit dem Vortrag „Am Ende des Weltjudentums? Grundlagen der Kritischen Judenforschung“ ein Forum an einer staatlichen Universität geben?

Ferner, wenn sie wüssten, dass er seinen Vortrag im Abstract folgendermaßen umreißt:

„Leben Sie in einem vorwiegend jüdischen Viertel? Hatten Sie je eine intime Beziehung mit einer jüdischen Person?

Jüdische Menschen stellen sich meist diese Fragen nicht, denn aus ihrer Sicht ist Judesein normal, gewöhnlich. Wenn jüdischen Menschen von einem „Nachbarn“ sprechen, wissen wir, dass dieser Jude ist – weil es unerwähnt bleibt.

Judesein hat keinen spezifischen Inhalt, es markiert eine Leerstelle und kann – wenn überhaupt – nur negativ über das definiert werden, was es nicht ist: nicht exotisch, nicht sexuell, nicht „anders“.

Der Vortrag führt in die Forschungsrichtung, die sich mit der Norm Judesein befasst, ein erläutert ihre Bedeutung als Bestandteil antisemitischer Kritik. Ferner wird beschrieben, warum diese Forschung innerhalb der antideutschen Kritik anzusiedeln ist.“

Würden sie sich nun fragen, ob die uns Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Wissenschaft verkaufen? Würden sie sich an den Faschismus erinnert fühlen? Würden sie sich jetzt fragen, wer um alles in der Welt käme auf die Idee, solch esoterischen Wissenschaftsgauklern ein öffentliches und staatlich subventioniertes Podium zur Verfügung zu stellen, um ihren „rassistischen Kackscheiß“ (um einmal die linkstotalitäre Tonalität zu bedienen) herauszuposaunen?

Die Universität Bremen kam genau auf diese Idee. Sie ließ die evangelische Theologin Dr. Eske Wollrad (Promotion in afrikanisch amerikanischer feministischer Theologie), die als Geschäftsführerin des Bundesverbands Evangelische Frauen in Deutschland e.V arbeitet, einen öffentlicher Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe Diversity @ Uni Bremen: exzellent und chancengerecht?! zu m T h e m a „Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung“ halten. Obige Zitate finden sich bezogen auf die Kritische Weißseinforschung, dort dann auf „Weiße“ und „Nichtweiße“ bezogen, in ihrem Folienvortrag wieder (weiß und rassistisch sind laut Dr. Wollrad übrigens Synonyme):

„Eine rassistische Welt ist für niemanden die beste aller Welten – auch nicht für Weiße.“

„Weiße sind Menschen, die sich nicht mit Rassismus auseinandersetzen müssen.“

„Whiteness ist die Norm, „an der alles andere gemessen wird, und als Rest, das, was übrig bleibt, nachdem alles andere benannt wurde.“

„[…] seit der Zeit der Sklaverei haben [Schwarze] untereinander in Gesprächen ihr jeweiliges ‚spezielles’ Wisssen über Whiteness ausgetauscht, das sie durch unmittelbares und scharfes Beobachten der Weißen gewonnen haben. Es galt als ‚speziell’, weil diese Art Wissen nirgendwo ausführlich nachzulesen war. Sein Sinn bestand darin, Schwarzen zu helfen, in der weißen herrschenden Gesellschaft den Alltag zu bewältigen und zu überleben.“ (über historischen Wissen der Critical Whiteness Studies)
„People of Color sind Menschen, die „die gemeinsame, in vielen Variationen auftretende und ungleich erlebte Erfahrung [teilen], aufgrund körperlicher und kultureller Fremdzuschreibungen der Weißen Dominanzgesellschaft als ‚anders’ und ‚unzugehörig’
definiert zu werden.“

„Sie befassen sich mit der „Erforschung der historischen und sozialen Konstruktion von Whiteness, ebenso wie den sie begleitenden Auswirkungen dieses Konstruktionsprozesses“ (als Antwort auf die Frage, was Critical Whiteness Studies sind)

„Weißsein [erscheint] in den Autobiografien nicht als abstrakte Kategorie, über die sich angenehm fabulieren lässt, sondern als vieldimensionale Schwarze Gewalterfahrung.“

„Deutsch zu sein heißt, nie erlebt zu haben, von anderen nur aufgrund des Aussehens angespuckt, beleidigt, verachtet, lächerlich gemacht, übersehen, negiert und dadurch in der eigenen Existenz vernichtet zu werden.“ (über codiertes Weißsein)

„Rassismus ist eine Unterdrückungsform, vermittels derer eine gesellschaftliche Gruppe (meist sich selbst als „Weiß“ definierend) über andere Gruppen (die meist als „nicht-Weiß“ fremdbestimmt werden) institutionalisierte Macht ausübt. Auf der Grundlage tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede erfindet die gewaltausübende Gruppe menschliche „Rassen“ und verabsolutiert und wertet sie. Damit legitimiert sie sowohl den Besitz von bzw. den Anspruch auf Privilegien als auch die Ausübung von Gewalt gegenüber den als „anders“ bzw. „minderwertig“ konstruierten Gruppen.“

Und der Abstract ihre Vortrags sieht im Original wie folgt aus:

„Leben Sie in einem vorwiegend weißen Viertel? Hatten Sie je eine intime Beziehung mit einer Weißen Person?

Weiße Menschen stellen sich meist diese Fragen nicht, denn aus ihrer Sicht ist Weißsein normal, gewöhnlich. Wenn Weiße Menschen von einem „Nachbarn“ sprechen, wissen wir, dass dieser Weiß ist – weil es unerwähnt bleibt. Weißsein hat keinen spezifischen Inhalt, es markiert eine Leerstelle und kann – wenn überhaupt – nur negativ über das definiert werden, was es
nicht ist: nicht exotisch, nicht sexuell, nicht „anders“.

Der Vortrag führt in die Forschungsrichtung, die sich mit der Norm Weißsein befasst, ein erläutert ihre Bedeutung als Bestandteil antirassistischer Kritik. Ferner wird beschrieben,warum diese Forschung innerhalb der postkolonialen Kritik anzusiedeln ist.“

Getragen vom Irrwitz, der diesen Aussagen innewohnt, geht Dr. Wollrad noch weiter und wirft die Frage auf, ob ein Weißer überhaupt solch eine Forschung betreiben dürfe, da er ja als Hegemon im Gegensatz zu Nichtweißen nicht von Diskriminierung betroffen sei. Um im Bild der „Kritischen Judenforschung“ zu bleiben, hätte ein Joseph Goebbels ihr vermutlich geantwortet: Nein, natürlich nicht. Über das Weltjudentum dürfen auch nur die unterprivilegierten Arier und nicht das hegemoniale Finanzjudentum forschen.

Was für ein hanebüchener Unsinn soll uns hier als Wissenschaft verkauft werden? Wenn man den Vergleich mit der Rassenideologie der Nazis zieht, friert einem buchstäblich das Gesicht ein. Rassistische Stereotype wie „Am Weißsein wird alles gemessen“, „Weiße üben institutionalisierte Macht über Nichtweiße aus“, Weißsein ist schwarze Gewalterfahrung“, „Deutschsein heißt andere in ihrer Existenz zu vernichten“ oder „Weiße müssen sich nicht mit Rassismus auzeinandersetzen“ sind eine Fortführung der nazistischen Rassenkunde unter dem Namen „Critical Whiteness Studies“. Offenkundig haben all die Stunden Geschichtsunterricht über den Nationalsozialismus bei diesen Menschen nichts bewirkt. Es ist wirklich erschütternd; an der Universität Bremen allerdings
bereits „Wissenschaft“.

Andererseits sollten wir der Universität Bremen dafür dankbar sein, dass sie, wenn auch völlig unbeabsichtigt, solchen Wissenschaftsepigonen ein öffentliches Forum bietet und ihnen sogar ermöglicht ihre Ergüße online jedermann zum Abruf zur Verfügung zu stellen. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, was heute an deutschen Universitäten als „Wissenschaft“ subventioniert und gefördert wird.

Bremer Kriegserklärung an die AfD

In Bremen, das müssen wir langsam einsehen, nachdem sich die Beiträge, die sich mit Bremer Seltsamkeiten befassen, auf ScienceFiles immer zahlreicher werden, in Bremen findet sich eine besondere politische Kultur, die man vermutlich als Ergebnis jahrzehntelanger politischer Inzucht erklären muss. Als Konsequenz ist ein totalitärer Sumpf aus Gotteskriegern entstanden, in dem alle Extremismusforscher eigentlich fischen müssten. Eigenart dieses Sumpfes ist es, dass diejenigen, die sich darin suhlen, von sich anscheinend denken, sie seien gute Menschen und würden für die Demokratie einstehen.

Das Grundproblem mit diesem Irrtum besteht nun darin, dass die Bremer Sumpfsuhler als Demokratie nur zulassen, was sie für Demokratie halten. Zudem verwechseln sie das Konzept der Zivilgesellschaft mit dem Konzept des Parteigehorsams wie es unter Mao Zedong oder Josef Stalin praktiziert wurde. Beide waren bekanntlich ebenfalls der Ansicht, die richtige und beste Form von Herrschaft durchzusetzen. Wer das nicht einsehen wollte, wurde eben deportiert oder erschossen.

Bremer Erklaerung.jpgÄhnliches scheint den Ergebnissen politischer Inzucht in Bremen vorzuschweben, wie ihre Bremer Erklärung offenbart, auf die unser Leser Dr. Dr. Marcus Ermler gestoßen und zu der er einen Leserbrief geschrieben hat, den wir unten in voller Länge und unverändert wiedergeben.

Die Bremer Kriegs-Erklärung an die AfD, für die die Naturfreunde Bremen die Verantwortung im Sinne des Presserechts übernommen haben, wurde u.a. von einer Reihe von Universitätsangehörigen unter Missbrauch ihrer Positionsbezeichnung unterschrieben. Eine ganze Reihe von Professoren, deren Namen jeder aus der Liste der Unterstützer entnehmen kann, legen viel Wert darauf, mit ihrer Dienstbezeichnung zu erscheinen. Nach unserer Zählung 13 Hochschulangehörige, die die Position eines Professors besetzen (einer: besetzt haben), haben damit gegen den Paragraphen 33 des Beamtenstatusgesetzes verstoßen:

§33 Grundpflichten

(1)

    1. Beamte dienen dem ganzen Volk, nicht einer Partei.
    2. Sie haben ihre Aufgaben unparteiisch und gerecht zu erfüllen und ihr Amt zum Wohl der Allgemeinheit zu führen.
    3. … Beamte müssen sich durch ihr gesamtes Verhalten zu der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennen und für deren Erhaltung eintreten.

(2) … Beamte haben bei politischer Betätigung diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus ihrer Stellung gegenüber der Allgemeinheit und aus der Rücksicht auf die Pflichten ihres Amtes ergibt.

Eine Kriegserklärung an die AfD zu unterzeichnen, in der der AfD, wie unser Leser gleich noch ausführen wird, demokratische Grundrechte vorenthalten werden sollen und in der es darum geht, demokratische Verfahrensweisen und elementare Bestandteile der demokratischen Grundordnung zu beseitigen, steht somit in direktem Widerspruch zu für Beamte festgelegten Grundpflichten. Den 13 Unterzeichnern, die so viel Wert darauf legen deutlich zu machen, dass sie sich nicht als Privatperson an der Bremer Erklärung beteiligen, sondern als Inhaber einer Position als Beamter, als Professor, sollten auch die entsprechenden dienstrechtlichen Konsequenzen nicht vorenthalten bleiben, nämlich ein entsprechenden Disziplinarverfahren.

Liebe Wissenschaftler von ScienceFiles,

mir ist eine Erklärung untergekommen, in der Bremer Wissenschaftler, Politiker und Journalisten öffentlich zu Widerstand und meinem Eindruck nach mehr direkt als indirekt zur Gewalt gegen die AfD aufrufen. Eine eindeutige Distanzierung von einem etwaigen Gewalteinsatz zur Erreichung der politischen Zielsetzung der Unterzeichner enthält die Erklärung definitiv nicht. Es handelt sich hierbei um die Bremer Erklärung, zu finden unter: https://bremer-erklaerung.org/

Zuerst schreiben sie bezogen auf „NPD, Republikaner und Co.”, was sie dann aber im nächsten Schritt auf die AfD erweitern: „Euer Rassismus ist kein akzeptabler Standpunkt und wer gegen Minderheiten hetzt, bekommt dafür keine Talkshow, kein Podium und keine Straße!” Und dann direkt an die AfD adressiert: „Wir dulden keine Hetzer*innen”. Und schließlich nochmals an die AfD gerichtet: „Wo wir sind, bekommen sie kein Forum – weder auf der Straße, noch in unseren Vereinen, in unseren (Hoch)Schulen und Betrieben, Läden und Kneipen, an unseren Treffpunkten oder im Parlament”.

Ich hätte hier bereits ein paar grundsätzliche Fragen: Offenkundig wird in dieser Erklärung gegen eine Minderheit gehetzt, nämlich die rund 25.000 Mitglieder der AfD, die offensichtlich rein von der Zahl her schon eine Minderheit in Deutschland darstellen. Dürften die Unterzeichner dieser Erklärung dann auch kein Forum erhalten? Ist diese Erklärung nicht Inbegriff von Hetze, da Hetze laut Wikipedia die „Gesamtheit unsachlicher, gehässiger, verleumderischer, verunglimpfender Äußerungen oder Handlungen bezeichnet, die Hassgefühle, feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden oder etwas erzeugen”? Dulden sich die Unterzeichner dann auch selbst nicht? Der Logik obiger Aussagen folgend, würde das für die Unterzeichner bedeuten: wo sie sind, bekommen sie selbst auch kein Forum.

Nun zur Frage der Gewalt. Wo immer sich also die Unterzeichner nun befinden werden, bekommt die AfD kein Forum – so die Zielsetzung. Wie würde das in der Praxis aussehen? Nehmen wir das Beispiel des Parlaments. Würde dort ein gewählter Vertreter der AfD eine Rede halten wollen, müssten die Unterzeichner entweder die Haustechnik manipulieren, um die Mikrofone zu deaktivieren, oder ihn aktiv am Reden hindern, beispielsweise durch Sitzblockaden oder permanentes Stören. Beides würde aber vermutlich dafür sorgen, dass man die Unterzeichner des Parlaments verweisen würde. Fährt der Vertreter der AfD dann nun mit seiner Rede fort und nutzt dieses Forum also weiterhin, was genau haben die Unterzeichner dann vor? Ihn buchstäblich mundtot machen? Durch körperliche Gewalt? Drohungen gegen seine Familie?

Ein weiteres Beispiel: Wenn die AfD das im Grundgesetz garantierte Recht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen wollte, beispielsweise in Form einer Demonstration gegen den Euro-Rettungsschirm, aber eine Gruppe von Unterzeichnern dieser Erklärung sich nun entschlossen haben sollte, dieser Demonstration kein Forum zu geben, wie genau wollten sie dies umsetzen? Durch Sitzblockaden, die die Polizei auflösen würde? Wie anders als durch Gewalt sollte diese Gruppe ihr Ziel erreichen wollen!? Blaupausen gibt es ja bereits: die Randale an der Uni Magdeburg bei einer AfD-Veranstaltung, der – im wahrsten Sinne des Wortes – „Wahlkampf” in Schleswig-Holstein gegen die AfD oder auch die Handlungshilfe von ver.di im Umgang mit AfD-Mitgliedern im Betrieb. Auch im schönen Bremen sind bereits wiederholt Mitglieder der AfD zu Hause von Aktivisten besucht und den Außenwänden ihrer Wohnungen bzw. Häuser mit Farbbeuteln neuer Glanz verliehen worden. Auf dem Campus der Uni Bremen findet man wie Steckbriefe gestaltete Informationsblätter über Mitglieder der AfD, die an der Uni Bremen studieren.

Die Unterzeichner sind sich auch nicht zu Schade mit Lügen den Kampf für ihre gute Sache zu bestreiten. Denn es heißt im Text: „Sie [die Bundestagswahl] wird entscheiden, ob nach dem Aufflammen rechter Gewalt auf den Straßen künftig auch im Deutschen Bundestag eine Partei vertreten sein wird, die offen rechtsradikale Positionen vertritt”. Der rechte, entschuldigung!, faschistische Mob liefert sich Straßenkämpfe! Mit der Polizei. Mit den Linken. Ja, es ist Weimar! Komisch nur, dass ich noch gar nichts davon mitbekommen habe. Hat die prokapitalistische Lügenpresse etwa diese offensichtlichen Verstöße von AfD-Mitglieder gegen die FDGO absichtlich verschwiegen? Vielleicht ist den Autoren auch nur ein Fehler unterlaufen und sie meinten eigentlich das „Aufflammen linker Gewalt auf den Straßen” – das wäre zumindest näher an der linken Wirklichkeit von Demonstrationen Linksautonomer bzw. dem schwarzen Block und an dem Gewaltaufruf in dieser Erklärung.

Unter den rund 900 Unterzeichnern (Stand vom 25. Mai 2017, 12:00) befinden sich Mitglieder des Bremer Landesvorstandes der Grünen bzw. der Linkspartei, ein Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, ehemalige Mitglieder der Bremischen Bürgerschaft, 13 ehemalige bzw. aktive Professoren der Universität Bremen, darunter eine Professorin für Strafrecht, bekannte Bremer Journalisten, Künstler und Musiker, Rechtsanwälte, lokale Vereine und Gruppierungen sowie 50 Studenten.

Um es sich abschließend nochmals vor Auge zu führen: Hochschullehrer, auch solche die im Bereich Strafrecht forschen und lehren, Rechtsanwälte, Journalisten und politische Mandatsträger rufen öffentlich zum Widerstand und zur Gewalt gegen die AfD auf.

Viele Grüße,
Dr. Dr. Marcus Ermler

Universität Bremen: Von Feiglingen und Maulhelden

Man kennt es von religiösen Eiferern: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen Gott anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kenn es von Extremisten: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen politischen Mythos anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kennt es von Gutmenschen: Sie wollen mit denen, die ihre vermeintliche Gutheit kritisieren und in Frage stellen, nicht reden. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen.

Man kennt es immer häufiger von Studentenvertretern, die sich im Sonderlager für studentische Aktivisten, dem AStA ansammeln: Sie wollen mit denen, die nicht ihren politischen Mythos teilen, die nicht ihren Gott anbeten oder gar daran zweifeln, dass die AStAner die besten Menschen sind, die man sich unter der Sonne vorstellen kann, nicht reden, sie am liebsten beseitigt sehen.

Woher kommt diese Angst vor anderen Meinungen? Wieso haben gerade Studenten-Aktivisten, die sich an Hochschulen herumdrücken und dort eigentlich eine Methode zum Erkenntnisgewinn erlernen sollen, keine Ideologie zur Erkenntnisverhinderung, warum haben sie so Angst davor, sich mit Menschen, die anderer Meinung sind, auseinanderzusetzen?

Wir haben in letzter Zeit mehrfach von den verschiedensten Hochschulen berichtet, an denen AStaner oder wie sich die Studenten-Aktivisten jeweils nennen, dazu aufgerufen haben, zu verhindern, dass sich Wissenschaftler zu einem Thema äußern, zu dem sie geforscht haben, zu dem sie kompetent sind, zu dem sie etwas zu sagen haben.

Das neueste Beispiel stammt von der Universität Bremen und lässt uns abermals fragen: Wovor haben die AStaner Angst?

asta-bremenWovor haben die Studenten-Aktivisten des Bremer AStA Angst, wenn Jörg Baberowski, Professor für die Geschichte Osteuropas an der Berliner Humboldt-Universität nach Bremen kommt, um dort sein neues Buch „Räume der Gewalt“ vorzustellen? Was ist so schrecklich an der Vorstellung, dem, was Baberowski zu sagen hat, zuzuhören und ihn dann, für das, was man zu kritisieren können glaubt, zu kritisieren und mit ihm zu argumentieren, oder gar zu streiten?

Offensichtlich trauen sich die AStAner an der Bremer Universität nicht zu, was Generationen von Studenten vor ihnen zu ihrer Aufgabe gemacht haben, mit ihren Professoren zu diskutieren und die Professoren zu kritisieren. Davor haben die AStAner offensichtlich Angst.

Das ist verwunderlich, haben sie doch massive Vorwürfe gegen Jörg Baberowski erhoben:

Er sei ein stumpfer Rechtspopulist.

Eine Behauptung, die die AStAner damit belegen wollen, dass Baberowski die folgende Frage gestellt hat: „Warum soll eigentlich ein Einwanderer gratis erhalten, wofür diejenigen, die schon hier sind, jahrzehntelang hart gearbeitet haben?“

Das ist eine legitime Frage und wenn man, wie die AStAner für sich eine moralische Überlegenheit, eine nicht-rechtspopulistische Überlegenheit behauptet, dann muss man in der Lage sein, diese Frage zu beantworten. Nichts sollte leichter sein als Baberowski zuzuhören und seine Frage zu beantworten: Warum sollten Einwanderer gratis erhalten, was die arbeitende Bevölkerung erarbeitet hat? Wer den Mund mit Beschuldigungen wie „Rechtspopulismus“ voll nimmt, sollte in der Lage sein, diese Frage zu beantworten, wenn er nicht in den Ruch kommen will, es ginge ihm darum, Frage und vor allem Fragende zu diskreditieren – eine Strategie, die man immer häufiger findet und die wohl aus schlechten Managementbüchern stammt. Wer sie, wie die AStAner aus Bremen anwendet, denkt wohl, sein Gegenüber würde dann, wenn seine Frage als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wurde, vergessen, dass die Frage nicht beantwortet wurde. Dr. habil. Heike Diefenbach spricht in diesem Zusammenhang immer von apotropäischer Magie, wenn z.B. AStAner oft genug intonieren, dass eine Frage rechtspopulistisch sei, dann erwarten sie wohl, dass die Frage dadurch verschwindet.

Aus dem Satz Baberowskis „Überall, wo Bürger nicht eingebunden sind, kommt es natürlich zu Aggressionen“, konstruieren die AStAner in Bremen, dass Barberowski „Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte legitimiert und verharmlost“.

asta-bremen-aktivWenn man nicht wüsste, dass sich in studentischen Gremein wie dem AStA die Studenten sammeln, die in ihrem Studium eher mäßig erfolgreich sind, man müsste fragen: Was lernen die Studenten in Bremen eigentlich?

Offensichtlichen lernen sie weder den Unterschied zwischen einer Aussage, in der eine mögliche Ursache benannt wird und einer Legitimation noch Logik. Die Benennung einer Ursache weist auf Gründe hin und erfordert entsprechend eine kausale Anbindung: Etwas wurde getan, weil etwas anderes vorausging. Wer feststellt, dass da, wo Bürger nicht eingebunden werden, Aggressionen entstehen, tut nicht mehr und nicht weniger als die Ergebnisse sozialpsychologischer Forschung von mehreren Jahrzehnten wenn nicht mittlerweile Jahrhunderten zusammen zu fassen: Wenn Menschen der Ansicht sind, bestimmte Dinge gingen sie an und gerade in diesen Dingen wird über ihre Köpfe hinweg für sie entschieden, dann muss man sich nicht wundern, dass Widerstand entsteht, der sich, wenn die Verärgerung intensiv genug ist, auch Aggression zum Gegenstand hat.

Dass dem so ist, ist feststehendes Wissen, aber keine Legitimation. Eine Legitimation erfordert zudem, dass die Mittel, die von Menschen genutzt werden, um ihren Ärger auszudrücken, von demjenigen, der feststellt, dass es bestimmte Zusammenhänge zwischen dem Übergehen von Menschen und der Art der Mittel, mit denen sie darauf reagieren, gibt, positiv bewertet werden, in der Art: Ich finde es gut, wenn Linke Autos anzünden, die Politikern der AfD gehören. Ein solcher Satz wäre als Legitimation von Sachbeschädigung und Gewalt gegen Sachen anzusehen, was Baberowski gesagt hat, ist es nicht.

Vielmehr zeigt sich, dass die AStAner in Bremen nicht in der Lage sind, zwischen einer Beschreibung und einer Bewertung zu trennen. In ihrem Kopf ist beides offensichtlich dasselbe. Sie sind daher nicht in der Lage, die analytische Trennung durchzuführen, die Grundlage aller Wissenschaft ist, so dass man sich fragt, was sie eigentlich an einer Universität zu suchen haben oder, um einen Satz von Barberowksi abzuwandeln: Warum soll eigentlich ein AStAner von Steuerzahlern ausgehalten werden, wenn nicht einmal rudimentärste Voraussetzungen dafür, dass die entsprechenden Steuermittel nicht vergeuden werden, erfüllt sind?

Haben die AStAner in Bremen darauf eine Antwort?
Wir nicht.

Das Beste, was die AStAner Barberowski vorwerfen ist, dass er ein „Hobbe’sches Menschenbild“, also ein Hobbessches Menschenbild habe, nach dem Motto: „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“

Leviathan.hobbesWir wollen jetzt nicht in die Philosophie von Hobbes einsteigen. Wer hier weiterführende Fragen hat, kann uns gerne eine eMail schreiben. Es sei nur soviel gesagt: Im Menschenbild von Thomas Hobbes gelten Menschen als vernunftbegabte Wesen. Weil sie Vernunft haben, sind sie in der Lage sind, das Elend des Naturzustandes, in dem jeder Mensch des Menschen Wolf sein muss, weil jeder ein Recht auf alles hat, zu überwinden und sich mit einem Gesellschaftsvertrag eine gewisse Sicherheit zu geben. Insofern ein Hobbessches Menschenbild also Vernunft in Menschen voraussetzt, kann man Hobbes an dieser Stelle und vor allem vor dem Hintergrund von Studenten-Aktivisten wie es sie in Bremen gibt, für seine optimistische Annahme der Vernunftbegabung kritisieren. Dazu muss man Hobbes jedoch gelesen haben, was die AStAner nachweislich nicht getan haben.

Und damit kommen wir zur Antwort auf die Frage, warum die AStAner lieber zum Boykott aufrufen, als dass sie sich mit denen, die sie boykottieren wollen, auseinandersetzen. Diese Antwort ist nun offenkundig: Sie sind feige, weil sie Maulhelden sind.

Studenten-Aktivisten wie die AStAner in Bremen sind zwar gut, wenn es darum geht, Vorwürfe zu erheben, die eigenen Phantasien anderen unterzuschieben und Autoren, die man nur vom Hörensagen kennt, für sich zu missbrauchen, aber mehr nicht. Sie sind Maulhelden, die es nicht riskieren können, sich auf eine offene Diskussion einzulassen, denn eine solche Diskussion würde sehr schnell zeigen, dass sie nichts zu bieten haben, außer der Empörung, die zu haben, sie sich eingeredet haben, und ihrem Glauben an die eigene Ideologie.

Studenten bezahlen den AStA mit ihren Studiengebühren. Es wird Zeit, dass Studenten ihre Studiengebühren mit der Bedingung bezahlen, dass sie nicht zur Finanzierung von AStA und sonstigen Sonderlagern für am Studium gescheiterte Existenzen benutzt werden.

Insofern geht es hier nicht in erster Linie um Redefreiheit, wie Klaus-Rüdiger Mai im Cicero schreibt. Es geht darum, denen, deren Intellekt nur dazu ausreicht, Erkenntnis zu verhindern und das für Hochschulen so wichtige offene Diskussionsklima zu vergiften, an Universitäten keinen Unterschlupf mehr zu bieten, sie von Hochschulen zu entfernen.

Rassismus live erleben: Diversity @ Uni Bremen

Anlass für diesen Beitrag ist Post aus Bremen, von der dortigen Universität und von einem Professor, der seine Universität nach eigener Aussage “liebt”. Er meint es sarkastisch, wie aus dem Kontext seiner Aussage hervorgeht, und er meint es deshalb sarkastisch, weil in Bremen ausgerechnet Diversitäts-Apostel, also Genderisten und angebliche Rassismuskritiker, größtenteils bezahlte Ideologen eben, über “Objektivität und Repräsentation” in der Wissenschaft sprechen wollen, und zwar im Rahmen der Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen”.

Uni Bremen Diversity1Gegen diese Veranstaltungsreihe, so steht es im Flyer gleich zu Anfang, wollen wir keine Einwände hören, denn die Veranstaltungsreihe basiert auf dem Glaubensbekenntnis, das die Universität Bremen “zu einer selbstkritischen Auseinandersetzung mit ihrem Anspruch, der gesellschaftlichen Vielfalt in Forschung, Lehre und Verwaltung gerecht zu werden” abgelegt hat.

Man ahnt schon Schlimmes.

Und weil die Bremer sich “selbstkritisch” zu einem “Anspruch” bekennen, deshalb sind sie mit einer Veranstaltungsreihe “Diversity @ Uni Bremen” gestraft, die sie aus dem Budget der Universität finanzieren müssen. Jeder bekommt eben, was er verdient.

Die Bremer Universitätsleitung mit ihrem Glaubensbekenntnis, sie verdient vor allem textlichen Unsinn wie den folgenden:

“Mit Fragen der Objektivität und Repräsentation beschäftigt sich der für das Jahr 2016 gewählte Schwerpunkt. Universitäten als Organisationen der akademischen Bildung agieren unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen, die die Produktion von Wissen beeinflussen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wer spricht im Wissenschaftssystem aus welcher Perspektive und Position?”

Die Frage wird per Vortrag beantwortet: “Am Ende der Weiß-heit? Grundlagen der Kritischen Weißseinsforschung”.

Das westliche Abendland schaut auf zwei Jahrtausende der Philosophiegeschichte zurück, auf zwei Jahrtausende, in denen Fragen der Erkenntnistheorie, Fragen, wie man Erkenntnis gewinnen kann, die möglichst unbeeinflusst von Interessen und persönlichen Vorlieben ist, Fragen, die die Methodologie von Wissenschaft, die Wissenschaftstheorie, zum Gegenstand haben, diskutiert und zu einer Lösung geführt wurden, die man gemeinhin unter dem Stichwort “Kritischer Rationalismus” mit seinen Kriterien des Wettbewerbs der Theorien, der Nachprüfbarkeit, Einfachheit und Falsifizierbarkeit kennen sollte, wenn man an einer Universität sprechen will.

Aber dann, zu Beginn des 21. Jahrhunderts kommt eine Sekte aus ihren dunklen Verstecken, eine Sekte, deren Mitglieder hinter dem Mond gelebt haben müssen und von Wissenschaft offensichtlich überhaupt keine Ahnung haben und wollen über “Objektivität und Repräsentativität” reden. Und sie verkünden ihre unglaubliche Erkenntnis, dass “Organisationen der akademischen Bildung unter spezifischen Dominanz- und Machtverhältnissen” agieren.

Echt, ey?

Wow!

Da haben wir 2000 Jahre lang gedacht, Wissenschaftler und ihre wissenschaftlichen Institutionen seien im outer space angesiedelt, würden dort in der Wolke der unbefleckten Erkenntnis, die jungfräuliche Geburt der reinen Idee wieder und wieder feiern und sich ansonsten von Ozon und Erkenntnis ernähren und jetzt kommen diese Sektenanhänger und entdecken, das ist gar nicht so. Wissenschaftler flottieren gar nicht im All, leben auf der Erde, in Ländern, in Städten, an Universitäten, müssen essen, trinken, sind human und fehlbar.

Wow!

Uni Bremen Diversity2Man ist zeitweise geneigt, Diversitäts-Aposteln, also Genderisten und ihren Alteregos den Rassismuskritikern einen Klaps auf den Hinterkopf zu geben, um sich zu versichern, dass die echt sind und nicht die Mirage eines unglaublich dummen, zurückgebliebenen und bar jeglicher Erkenntnis seienden Gartenzwergs, der gerade von einem Baum gefallen zu sein scheint. Aber siehe da, sie sind echt, und sie trauen sich in die Welt, um zur Welt zu sprechen, ihre unglaublichen Erkenntnisse zu verkünden, ihre unglaublich rassistischen Erkenntnisse, wie z.B. die, dass Hautfarbe einen Einfluss auf die Erkenntnis haben soll, dass Weiß-heit ein Erkenntnisproblem darstellen soll.

Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern (alles, was es zur Rassimuskritik zu sagen gibt, wurde von Dr. habil. Heike Diefenbach bereits gesagt) wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe eine Variable ist, die in wissenschaftlicher Methodologie berücksichtigt werden muss? Wer außer Genderisten und so genannten Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Hautfarbe einen Einfluss auf den Erkenntnisprozess hat? Wer außer Genderisten und angeblichen Rassismuskritikern wäre je auf die Idee gekommen, dass Geschlecht und Hautfarbe einen Effekt auf die Art und Weise haben, wie Erkenntnis als solche gewonnen wird?

Niemand.

Und deshalb sind Genderisten und Rassismuskritiker reine Rassisten, denn sie sind die einzigen, die nach Hautfarbe differenzieren, die Wissenschaftler verfolgen, weil sie weiße Hautfarbe haben und sich selbst in ihrer unglaublichen Arroganz, die nur auf Dummheit begründet sein kann, als die Erkenner der weißen Macht- und Dominanzstrukturen feiern wollen und eine “kritische Weißseinsforschung” betreiben wollen, deren Ursache wohl eher in einem Gegenstand des DSM-V gesucht werden muss, als dass sie dem Zwecke der Wissenschaft dienen würde.

Um es noch einmal klar und deutlich zu sagen: Wissenschaftliche Erkenntnis ist farbenblind. Was zählt, ist der Wettbewerb zwischen Theorien und deren Prüfung. Wer behauptet, wissenschaftliche Erkenntnis sei von Hautfarbe, die wiederum Dominanz und Machtstrukturen ausbildet, beeinflusst, der ist ein kruder und überhaupt nicht diverser Rassist.

Schon erstaunlich, dass die Universität Bremen Rassisten und Sexisten eine Bühne zu bieten scheint.

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