Junk Science: Universität Würzburg gibt den Legitimationsbeschaffer für Medien

Als jemand, der jahrelang mit den Daten des Eurobarometers und für die Europäische Kommission gearbeitet hat, wird Michael Klein immer hellhörig, wenn Wissenschaftler etwas Herausragendes mit den Daten des Standard-Eurobarometers herausgefunden haben wollen. Das schon deshalb, weil er sich noch an die vielen Versuche des zwischenzeitlich verstorbenen Karlheinz Reif erinnert, Wissenschaftler für die Daten des Eurobarometer zu begeistern und die vielen Absagen kennt, die Reif erhalten hat.

Wie dem auch sei, eine „Studie der Universität Würzburg“ hat angeblich herausgefunden, dass das „Vertrauen in Medien einen neuen Höchststand“ erreicht hat. Vor allem bei rechtsgerichteten Menschen sei das Vertrauen in die Medien gestiegen, weshalb der Studienautor Kim Otto zu folgern können glaubt, dass der „angebliche massive Vertrauensverlust“ der Medien ein Mythos sei.

Wer sich für den gesamten Text der Pressemeldung, die wohl mit der Studie identisch ist, interessiert, der kann ihn hier nachlesen.

Wir wollen ein wenig aus dem Nähkästchen erzählen.
Zunächst ist es etwas irritierend, wenn Daten, die frei zugänglich sind, und die sich jeder aus den Archiven des Eurobarometer beschaffen kann, als Ergebnis einer „Studie“ dargestellt werden. Es ist wohl eher das Ergebnis von einigen wenigen Minuten Arbeit. Wir haben die Daten von Otto in knapp 10 Minuten beschafft.

Wer es uns nachmachen will: Hier ist der Link zur Europäischen Kommission.

Der angeblich neue Höchststand im Vertrauen, den Kim Otto feiert, er ist mit dem Standard-Eurobarometer 86 erreicht, der im November 2016 im Feld war. D.h. die aktuellen Ergebnisse von Otto, sie beziehen sich auf den November 2016, sie sind mehr als ein halbes Jahr alt.

Der Standard-Eurobarometer heißt deshalb Standard-Eurobarometer, weil er einen Kern von Fragen umfasst, die in jedem oder fast jedem Eurobarometer, seit der Bus-Survey im Jahr 1974 eingeführt wurde, gefragt wird. Eine der Standardfragen fragt nach dem Vertrauen in Institutionen.

 

Im englischen Original lautet die Frage:
I would like to ask you about how much trust you have in certain institutions. For each of the following institutions, please tell me, if you tend to trust or tend not to trust it.
The Press?

Ich zeige Ihnen nun eine Liste von Institutionen. Bitte sagen Sie mir für jede davon, ob sie dazu neigen, der Institution zu vertrauen oder dazu, der Institution nicht zu vertrauen.
Die Presse

Die selbe Frage wird für Radio und Fernsehen (separat) gestellt.
Wir bleiben hier bei der Presse.

Otto meint, die Ergebnisse würden zeigen, dass die Lügenpressevorwürfe verpufft seien und nach seiner Einschätzung ist die Strategie der Medien „die AfD durch eine inhaltliche Auseinandersetzung zu entzaubern, ein Stück weit aufgegangen“.

Damit haben wir den Boden der Daten und der Wissenschaft verlassen. Otto betätigt sich lieber als Ideologe und Prophet, denn als Wissenschaftler.

Wäre er Wissenschaftler, er wüsste zum einen, dass es einen Unterschied macht, ob man von sich sagt, dass man dazu neigt, der Presse zu vertrauen oder ob man sagt, dass man der Presse vertraut. Durch die gesamte Pressemeldung und Studie macht Otto keinerlei Unterschied zwischen beiden Aussagen, was zeigt: Er ist Ideologe, kein Wissenschaftler.

Wäre er ein Wissenschaftler, es wäre ihm beim Lesen der Frage, wie sie im Eurobarometer gestellt wurde, selbst eine Frage gekommen: Wonach wird hier eigentlich gefragt? Was ist „Die Presse“. Die allgemeine Formulierung der Frage hat in der Vergangenheit zu heftigen Diskussionen unter den damals noch mit dem Eurobarometer betrauten Wissenschaftlern geführt. Die Allgemeinheit der Frage ist geblieben und damit ist auch die Tatsache geblieben, dass man die Frage nicht gebrauchen kann: Denn wir wissen nicht, an welche Presse ein Befragter denkt, wenn er den Begriff „die Presse“ hört. Wir wissen, dass Otto an Medien und dann an die ARD vielleicht auch an RTL2 denkt. Manche denken vielleicht an die Frankfurter Rundschau, andere an die Junge Freiheit, wieder andere an das Compact Magazin des Kopp-Verlags. Entsprechend sagt es überhaupt nichts aus, dass das Vertrauen in „die Presse“ gestiegen ist, so lange man nicht weiß, warum das Vertrauen gestiegen ist und was die Befragten als „die Presse“ verstehen.

Wäre Otto ein Wissenschaftler, dieses Problem wäre ihm in den Sinn gekommen.
Wäre er ein Wissenschaftler, er hätte sich sogar eine Möglichkeit überlegen können, dieses Problem zumindest ansatzweise zu lösen.

Unter Statistikern steht die Kreuztabelle als Nukleus der meisten statistischen Verfahren und Erkenntnisse hoch im Kurs. Selbst Otto scheint sie zu kennen, sonst hätte er nicht herausfinden können, dass „das Vertrauen der Menschen im rechten politischen Spektrum in die Presse immerhin auf 51 Prozent“ gestiegen ist. Das drängt einem geradezu den Verdacht auf, dass es unterschiedliche Verständnisse von „die Presse“ gibt. Man könnte fast denken, dass Menschen „im rechten politischen Spektrum“ im Bereich der alternativen Presse Erzeugnisse „der Presse“ gefunden haben, die ihr Vertrauen in „die Presse“, die für sie die alternative Presse ist, wieder erhöht hat.

Aus diesen Ergebnissen ableiten zu wollen, dass „die Strategie der Medien, die AfD durch eine inhaltliche Auseinandersetzung zu entzaubern“ aufgegangen ist, ist nicht nur abenteuerlich, es ist unlauter.

Von alldem abgesehen sind sich empirische Sozialforscher darüber einig, dass die Daten des Eurobarometer nicht dazu geeignet sind, aktuelle Einschätzungen zu geben. Sie sind eine Momentaufnahme. Im vorliegenden Fall stammt die Momentaufnahme aus dem November 2016. Zudem ist jeder Eurobarometer eine in sich geschlossene Querschnittsbefragung. D.h. die Befragten, die im Mai 2016 befragt wurden, sind nicht dieselben Befragten, die im November 2016 befragt wurden. Die Legitimation dafür, Daten aus der Befragung unterschiedlicher Befragter zu unterschiedlichen Zeitpunkten so zu behandeln als hätte man Daten von den selben Befragte zu unterschiedlichen Zeitpunkten wird von denen, die derart windige Dinge durchführen mit einem Verweis auf „Repräsentativität“ vorgenommen. Was wir von Repräsentativität halten, ist den Stammlesern von ScienceFiles bekannt. Wer es nicht weiß, der kann es hier nachlesen. Dass Repräsentativität im Zusammenhang mit dem Eurobarometer, der zu seinen besten Zeiten ein Gewicht enthielt, das aus 500 Luxemburgern 7 gemacht hat, für diejenigen, die die Daten kennen, Ursache kontinuierlicher Belustigung ist, sagt alles über die Möglichkeit, die Daten als Verlaufsdaten zu interpretieren.

So müssen wir leider feststellen, dass nun auch von der Universität Würzburg ideologischer Science Junk verbreitet wird. In fast schon Mitleid erregender Weise wird versucht, die deutschen Medien gutzureden und zu schreiben und ein Vertrauen herbei zu zaubern, von dem auch Herr Otto nicht weiß, ob es tatsächlich vorhanden ist, denn: Er hat keine Daten, auf die er seine wilden Vermutungen stützen könnte. Entsprechend ist es wieder einmal an der Zeit festzustellen, dass empirische Daten nicht dazu da sind, die eigenen Phantasien auszuleben und in hilflose Zahlen zu interpretieren, sie sind dazu da, Hypothesen zu prüfen oder einen Eindruck über Verteilungen zu erhalten. Und weil dem so ist, hat sich Otto als Junk Scientist ge-outet. Das macht insofern nichts, als jeder aus seinen Fehlern lernen kann. Es ist insofern erschreckend als es heute möglich ist, Junk wie den von Otto als offizielle Studie der Professur für Wirtschaftsjournalismus zu bezeichnen und in einer Zeitschrift der Universität Würzburg zu platzieren.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Heteronormative und sexistische Papiertüten

Der wissenschaftliche Nachwuchs macht wieder von sich reden; dieses Mal der Nachwuchs aus Würzburg, wo angehende Wissenschaftler, diejenigen, die in ein paar Jahren für sich beanspruchen wollen, die intellektuelle Elite des Landes, zumindest im Hinblick auf formale Bildungstitel zu stellen, in Papiertüten den Klassenfeind erkannt haben.

Uni WuerzburgEntsprechend machen sie in einer Weise von sich reden, die zeigt: Zwischen formaler Bildung z.B. einer (Fach-)Hochschulreife und Intelligenz besteht zuweilen bestenfalls eine Schnittmenge, über deren Ausmaß man sich genauer unterhalten müsste.

In Würzburg, an der dortigen Universität, ist es üblich, Erstsemestern Semesteranfangstüten auszuhändigen, in denen sich vornehmlich Werbegeschenke befinden. Schon 2013 hat der “Studentische Konvent” der Universität Würzburg auf Antrag der Referate “Ökologie” und “Gleichstellung” die Abschaffung dieser Semesteranfangstüten beschlossen. Zum Sommersemester 2015 hat sich der Sprecherrat an den Beschluss erinnert und die Semesteranfangstüten abgeschafft.

Erstsemestertuete“Durch die Verteilung der Tüten wurde[n] für eine lange Zeit Berge von Müll produziert, die noch Tage in der Mensa sichtbar waren. Die wenigen kostenlosen Werbegeschenke darin standen in keinem Verhältnis zum Aufwand der Entsorgung. Schon 2013 wurde folgender Antrag zu den Semesteranfangstüten beschlossen:

Jedoch wurde dieser Beschluss oftmals vernachlässigt. Nun zur nächsten Erstimesse wird es keine Semesteranfangstüten geben.”

Die Begründung, die hier gegeben wird, lautet demnach: Müllvermeidung. Sie ist nachvollziehbar und somit rational, denn wenn die Menge des entstehenden Mülls durch den Gewinn, der den einzelnen Studenten durch die Semesteranfangstüten entsteht, nicht gerechtfertigt ist, dann macht es durchaus Sinn, über den Wert der Tüten nachzudenken – zumindest ist es eine rationale Begründung, was zeigt, dass der derzeitige Sprecherrat an der Universität Würzburg zumindest aus einigen denkfähigen und rationalen Studenten zu bestehen scheint.

Interessant ist auch, dass die Sprecher die Verbannung der Semesteranfangstüten von der “Erstimess” (die infantile Sprache ist überall) ausschließlich mit Müllvermeidung begründen. Dies spricht für sie, denn offensichtlich sind sie der Meinung, die ursprüngliche Begründung des später beschlossenen Antrags, der auf die Referate Ökologie und Gleichstellung zurückgeht, sei so absurd und unsinnig, dass man sie besser nicht wiederholt.

Und damit haben die Studentenräte sicher recht.

Denn wie so oft, wenn Referate, die “Gleichstellung” im Namen führen, an etwas beteiligt sind, zeigt das Produkt, das unter Beteiligung derjenigen, die sich in diesen Referaten zusammenfinden, erstellt wurde, alle Anzeichen eines Ergebnisses, das man nur auf geistige Demenz zurückführen kann.

Und dabei kommen dann Sätze, wie die folgenden heraus:

“Der Sprecher- und Sprecherinnenrat setzt sich bei den Verantwortlichen des Studentenwerks, wie auch bei weiteren Akteurinnen und Akteuren dafür ein, dass die unverhältnismäßig viel Müll produzierenden, heteronormativen, und sexistischen Semesteranfangstüten an der Universität Würzburg nicht mehr ausgeteilt werden.”

Die Sprachverwirrung, sie schreitet voran. Anders formuliert: Es gibt bereits unter Studenten Sprechmaschinen, die ein Inventar von Begriffen haben, die sie unter den Rubriken “gut” und “schlecht” kategorisieren, deren Bedeutung sie aber in keiner Weise kennen.

Die Begriffe “heteronormativ” und “sexistisch” sind solche Begriffe. Beide beziehen sich auf ein Verhalten bzw. wenn man ganz freundlich ist, kann man annehmen “heteronormativ” beschreibe auch eine Einstellung. Papiertüten, jedenfalls die Papiertüten, die wir kennen, haben weder eine Einstellung, weshalb sie nicht heteronormativ sein können, noch zeigen sie ein Verhalten, weshalb es nicht möglich ist, Papiertüten als sexistisch zu bezeichnen.

Und jetzt kann man sie schon hören, die Künstler, die schreien, dass es sexistische Darstellungen gibt. Und doch gibt es die entsprechenden Darstellungen nicht. Es gibt ausschließlich Darstellungen. Und dann gibt es Betrachter von Darstellungen, die diese Darstellungen bewerten, z.B. als sexistisch. Sexistisch ist aber keine Eigenschaft der Darstellung oder der Papiertüte, sondern eine Zuschreibung durch den Betrachter. Man sollte meinen, dass derartige Trivialitäten, die unter Studenten sozialwissenschaftlicher Fächer bereits im ersten Semester verbreitet sein sollten, auch tatsächlich verbreitet sind. Sie sind es aber offensichtlich nicht.

Vielmehr findet sich unter Studenten zunehmend eine Unfähigkeit zwischen eigener Bewertung und Zuschreibung und den Eigenschaften von Objekten zu unterscheiden. Das ist bedenklich, denn diese Studenten sind anfällig für z.B. Rassenlehren, die z.B. Juden bestimmte Eigenschaften zuschreiben und behaupten, die Eigenschaften seien Juden inhärent. Der Rassismus beginnt, so kann man formulieren, bei dem irrigen Glauben, es gebe sexistische Papiertüten.

Wer das denkt, ist natürlich auch hervorragend manipulierbar, denn er bemerkt gar nicht, dass er es ist, der seine Bewertung in seinem Bemühen, z.B. Gutes zu tun, an Objekte heranträgt. Entsprechend einfach ist es diese Zombies zu steuern, z.B. in dem man behauptet, ein Objekt sei irgendetwas, sei rassistisch, sexistisch, extremistisch, was auch immer, eine Behauptung, die darauf abzielt, den Affekt auszulösen, der dann auch regelmäßig kommt, da die Zuschreibung ja als “gut” oder “schlecht” kategorisiert wurde (Der Hund von Pawlow hat für seinen Reiz-Reaktions-Gehorsam, für seine klassische Konditionierung, wenigstens noch Nahrung – also eine Belohnung erhalten. Studenten in Würzburg zeigen Reaktionen auch ohne nachvollziehbare Belohnung. Da sage noch einer, Hunde wären Menschen unterlegen…).

Spätestens bei Begriffen wie “heteronormativ” sollte der Unterschied zwischen dem Objekt und der Bewertung des Objekts einem Studenten, der zur intellektuellen Elite gehören will, jedoch auffallen. Normen sind nichts, was sich direkt beobachten ließe. Normen kann man nur aus gleichförmigem Verhalten erschließen. Wenn alle Bekannten, die man hat, sich regelmäßig dann von einem abwenden, wenn man in der Mensa damit beginnt, über seine  Verdauungsprobleme und die Folgen davon zu sprechen, dann könnte man, wäre man ein aufmerksamer Beobachter und vielleicht sogar ein angehender Soziologe, daraus schließen, dass es eine Norm gibt, die es verbietet, beim Essen über Verdauungsstörungen, deren Folgen und die Art und Weise, wie sie sich äußern, zu sprechen.

Da Papiertüten sich nicht verhalten, können Papiertüten auch nicht heteronormativ sein. Sie können bestenfalls das Ergebnis von normativem Verhalten sein, z.B. wenn sie aus nicht mit Chlor gebleichtem Papier hergerstellt wurden.

Studenten sollten das eigentlich wissen.

Aber was soll man von Studenten erwarten, die Sätze wie die folgenden von sich geben:

Wuerzburger Knalltueten“Die UNICUM-Tüten preisen die Zweigeschlechtlichkeit: es gibt nur die Wahl zwischen Frauen- und Männer-Tüten, die jeweils durch ihren Inhalt als auch durch das rosa und blaue Band geschlechtsstereotyp gekennzeichnet sind. Zu den Produkten sei ein Beispiel in Bezug auf die UNICUM-Tüten im Wintersemester 2012/13 genannt: In den Tüten zu Beginn des Wintersemesters 2012/13 befand sich in den Männer-Tüten ein bekannter Energiedrink, in den Frauen-Tüten fand man selbigen in der „zuckerfrei“-Variante. Hier wird sich also zusätzlich zur Zweigeschlechtlichkeit einem bestimmten Körperbild verschrieben, dem vor allem Frauen zu entsprechen haben, da es gesellschaftlich anerkannt sei.”

Tüten sind also nicht nur heteronormativ und sexistisch, sie preisen auch die Zweigeschlechtlichkeit.

Nun, hätten die Eltern der Studenten, die sich hier über das Lob der Zweigeschlechtlichkeit beschweren, nur von diesem Lob und Preis abgesehen, dann wäre uns einiges an Unsinn erspart geblieben. Z.B. die Notwendigkeit gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass Sexismus nicht in den Gegenständen liegt, sondern in den Betrachtern. Die für die zitierten Sätze Verantwortlichen, sie sind wahre sexistische Monster, die nicht anders können, als in allen Dingen danach zu forsten, ob sie nicht vielleicht sexistisch interpretiert werden können.

Derartige Fixierungen wurden früher auf der Couch von Psychiatern behandelt. Heute sind sie in manchen Bereichen zur Normalität geworden. Die Normativität des faktischen Wahnsinns, die denjenigen, die sich ihr unterwerfen, vorgaukelt, sie seien normal, sie ist in manchen Bereichen total. In diesen Bereichen herrscht ein Glaube, von dem die Besessenen nicht einmal durch die Tatsache abzubringen zu sein scheinen, dass die Umgebung über sie lacht, jene Umgebung, die mit normalen Menschen bevölkert ist, die in Tüten Tüten erblicken und keine sexistischen Fanale, jene Umgebung, in der zuckerfreie Marmelade zum Frühstück gegessen wird, und zwar von zwei gegengeschlechtlichen Frühstückern, die nicht eine Sekunde auf die Idee kommen, mit der zuckerfreien Marmelade verbinde sich ein “bestimmtes Körperbild”.

Warum kommen sie nicht auf die Idee? Weil sie in der ratio-normativen Welt leben, in der die eigene Idiotie nicht in Kanaldeckel und Papiertüten projiziert wird, sondern Papiertüten und Kanaldeckel eben Papiertüten und Kanaldeckel sind.

Bleibt abschließend noch die Frage, ob es notwendig sein wird, einen antirational-normativen Zug an deutschen Hochschulen einzurichten, in dem diejenigen gesammelt werden, die es aus nicht nachvollziehbaren Gründen an Hochschulen geschafft haben, damit sie von dort direkt in geschlossene Anstalten transferiert werden können, Anstalten, in denen sie von morgens bis Abends über heteronormative Papiertüten und sexistische Kanaldeckel diskutieren können, Anstalten, die am besten vom Bundesministerium für FSFJ finanziert werden, schon wegen vorhandener personeller Überlappungen.

Diese Art der Internierung hätte auch den Vorteil, dass die Internierten nicht anderen vorschreiben können, wie sie z.B: Semesteranfangstüten zu bewerten haben und andere, die diese Tüten vielleicht gerne gehabt hätten, durch ihr Verhalten schädigen.

Weiteres zum #TütenGate gibt es bei Hadmut Danisch.

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