Heteronormative und sexistische Papiertüten

Der wissenschaftliche Nachwuchs macht wieder von sich reden; dieses Mal der Nachwuchs aus Würzburg, wo angehende Wissenschaftler, diejenigen, die in ein paar Jahren für sich beanspruchen wollen, die intellektuelle Elite des Landes, zumindest im Hinblick auf formale Bildungstitel zu stellen, in Papiertüten den Klassenfeind erkannt haben.

Uni WuerzburgEntsprechend machen sie in einer Weise von sich reden, die zeigt: Zwischen formaler Bildung z.B. einer (Fach-)Hochschulreife und Intelligenz besteht zuweilen bestenfalls eine Schnittmenge, über deren Ausmaß man sich genauer unterhalten müsste.

In Würzburg, an der dortigen Universität, ist es üblich, Erstsemestern Semesteranfangstüten auszuhändigen, in denen sich vornehmlich Werbegeschenke befinden. Schon 2013 hat der “Studentische Konvent” der Universität Würzburg auf Antrag der Referate “Ökologie” und “Gleichstellung” die Abschaffung dieser Semesteranfangstüten beschlossen. Zum Sommersemester 2015 hat sich der Sprecherrat an den Beschluss erinnert und die Semesteranfangstüten abgeschafft.

Erstsemestertuete“Durch die Verteilung der Tüten wurde[n] für eine lange Zeit Berge von Müll produziert, die noch Tage in der Mensa sichtbar waren. Die wenigen kostenlosen Werbegeschenke darin standen in keinem Verhältnis zum Aufwand der Entsorgung. Schon 2013 wurde folgender Antrag zu den Semesteranfangstüten beschlossen:

Jedoch wurde dieser Beschluss oftmals vernachlässigt. Nun zur nächsten Erstimesse wird es keine Semesteranfangstüten geben.”

Die Begründung, die hier gegeben wird, lautet demnach: Müllvermeidung. Sie ist nachvollziehbar und somit rational, denn wenn die Menge des entstehenden Mülls durch den Gewinn, der den einzelnen Studenten durch die Semesteranfangstüten entsteht, nicht gerechtfertigt ist, dann macht es durchaus Sinn, über den Wert der Tüten nachzudenken – zumindest ist es eine rationale Begründung, was zeigt, dass der derzeitige Sprecherrat an der Universität Würzburg zumindest aus einigen denkfähigen und rationalen Studenten zu bestehen scheint.

Interessant ist auch, dass die Sprecher die Verbannung der Semesteranfangstüten von der “Erstimess” (die infantile Sprache ist überall) ausschließlich mit Müllvermeidung begründen. Dies spricht für sie, denn offensichtlich sind sie der Meinung, die ursprüngliche Begründung des später beschlossenen Antrags, der auf die Referate Ökologie und Gleichstellung zurückgeht, sei so absurd und unsinnig, dass man sie besser nicht wiederholt.

Und damit haben die Studentenräte sicher recht.

Denn wie so oft, wenn Referate, die “Gleichstellung” im Namen führen, an etwas beteiligt sind, zeigt das Produkt, das unter Beteiligung derjenigen, die sich in diesen Referaten zusammenfinden, erstellt wurde, alle Anzeichen eines Ergebnisses, das man nur auf geistige Demenz zurückführen kann.

Und dabei kommen dann Sätze, wie die folgenden heraus:

“Der Sprecher- und Sprecherinnenrat setzt sich bei den Verantwortlichen des Studentenwerks, wie auch bei weiteren Akteurinnen und Akteuren dafür ein, dass die unverhältnismäßig viel Müll produzierenden, heteronormativen, und sexistischen Semesteranfangstüten an der Universität Würzburg nicht mehr ausgeteilt werden.”

Die Sprachverwirrung, sie schreitet voran. Anders formuliert: Es gibt bereits unter Studenten Sprechmaschinen, die ein Inventar von Begriffen haben, die sie unter den Rubriken “gut” und “schlecht” kategorisieren, deren Bedeutung sie aber in keiner Weise kennen.

Die Begriffe “heteronormativ” und “sexistisch” sind solche Begriffe. Beide beziehen sich auf ein Verhalten bzw. wenn man ganz freundlich ist, kann man annehmen “heteronormativ” beschreibe auch eine Einstellung. Papiertüten, jedenfalls die Papiertüten, die wir kennen, haben weder eine Einstellung, weshalb sie nicht heteronormativ sein können, noch zeigen sie ein Verhalten, weshalb es nicht möglich ist, Papiertüten als sexistisch zu bezeichnen.

Und jetzt kann man sie schon hören, die Künstler, die schreien, dass es sexistische Darstellungen gibt. Und doch gibt es die entsprechenden Darstellungen nicht. Es gibt ausschließlich Darstellungen. Und dann gibt es Betrachter von Darstellungen, die diese Darstellungen bewerten, z.B. als sexistisch. Sexistisch ist aber keine Eigenschaft der Darstellung oder der Papiertüte, sondern eine Zuschreibung durch den Betrachter. Man sollte meinen, dass derartige Trivialitäten, die unter Studenten sozialwissenschaftlicher Fächer bereits im ersten Semester verbreitet sein sollten, auch tatsächlich verbreitet sind. Sie sind es aber offensichtlich nicht.

Vielmehr findet sich unter Studenten zunehmend eine Unfähigkeit zwischen eigener Bewertung und Zuschreibung und den Eigenschaften von Objekten zu unterscheiden. Das ist bedenklich, denn diese Studenten sind anfällig für z.B. Rassenlehren, die z.B. Juden bestimmte Eigenschaften zuschreiben und behaupten, die Eigenschaften seien Juden inhärent. Der Rassismus beginnt, so kann man formulieren, bei dem irrigen Glauben, es gebe sexistische Papiertüten.

Wer das denkt, ist natürlich auch hervorragend manipulierbar, denn er bemerkt gar nicht, dass er es ist, der seine Bewertung in seinem Bemühen, z.B. Gutes zu tun, an Objekte heranträgt. Entsprechend einfach ist es diese Zombies zu steuern, z.B. in dem man behauptet, ein Objekt sei irgendetwas, sei rassistisch, sexistisch, extremistisch, was auch immer, eine Behauptung, die darauf abzielt, den Affekt auszulösen, der dann auch regelmäßig kommt, da die Zuschreibung ja als “gut” oder “schlecht” kategorisiert wurde (Der Hund von Pawlow hat für seinen Reiz-Reaktions-Gehorsam, für seine klassische Konditionierung, wenigstens noch Nahrung – also eine Belohnung erhalten. Studenten in Würzburg zeigen Reaktionen auch ohne nachvollziehbare Belohnung. Da sage noch einer, Hunde wären Menschen unterlegen…).

Spätestens bei Begriffen wie “heteronormativ” sollte der Unterschied zwischen dem Objekt und der Bewertung des Objekts einem Studenten, der zur intellektuellen Elite gehören will, jedoch auffallen. Normen sind nichts, was sich direkt beobachten ließe. Normen kann man nur aus gleichförmigem Verhalten erschließen. Wenn alle Bekannten, die man hat, sich regelmäßig dann von einem abwenden, wenn man in der Mensa damit beginnt, über seine  Verdauungsprobleme und die Folgen davon zu sprechen, dann könnte man, wäre man ein aufmerksamer Beobachter und vielleicht sogar ein angehender Soziologe, daraus schließen, dass es eine Norm gibt, die es verbietet, beim Essen über Verdauungsstörungen, deren Folgen und die Art und Weise, wie sie sich äußern, zu sprechen.

Da Papiertüten sich nicht verhalten, können Papiertüten auch nicht heteronormativ sein. Sie können bestenfalls das Ergebnis von normativem Verhalten sein, z.B. wenn sie aus nicht mit Chlor gebleichtem Papier hergerstellt wurden.

Studenten sollten das eigentlich wissen.

Aber was soll man von Studenten erwarten, die Sätze wie die folgenden von sich geben:

Wuerzburger Knalltueten“Die UNICUM-Tüten preisen die Zweigeschlechtlichkeit: es gibt nur die Wahl zwischen Frauen- und Männer-Tüten, die jeweils durch ihren Inhalt als auch durch das rosa und blaue Band geschlechtsstereotyp gekennzeichnet sind. Zu den Produkten sei ein Beispiel in Bezug auf die UNICUM-Tüten im Wintersemester 2012/13 genannt: In den Tüten zu Beginn des Wintersemesters 2012/13 befand sich in den Männer-Tüten ein bekannter Energiedrink, in den Frauen-Tüten fand man selbigen in der „zuckerfrei“-Variante. Hier wird sich also zusätzlich zur Zweigeschlechtlichkeit einem bestimmten Körperbild verschrieben, dem vor allem Frauen zu entsprechen haben, da es gesellschaftlich anerkannt sei.”

Tüten sind also nicht nur heteronormativ und sexistisch, sie preisen auch die Zweigeschlechtlichkeit.

Nun, hätten die Eltern der Studenten, die sich hier über das Lob der Zweigeschlechtlichkeit beschweren, nur von diesem Lob und Preis abgesehen, dann wäre uns einiges an Unsinn erspart geblieben. Z.B. die Notwendigkeit gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass Sexismus nicht in den Gegenständen liegt, sondern in den Betrachtern. Die für die zitierten Sätze Verantwortlichen, sie sind wahre sexistische Monster, die nicht anders können, als in allen Dingen danach zu forsten, ob sie nicht vielleicht sexistisch interpretiert werden können.

Derartige Fixierungen wurden früher auf der Couch von Psychiatern behandelt. Heute sind sie in manchen Bereichen zur Normalität geworden. Die Normativität des faktischen Wahnsinns, die denjenigen, die sich ihr unterwerfen, vorgaukelt, sie seien normal, sie ist in manchen Bereichen total. In diesen Bereichen herrscht ein Glaube, von dem die Besessenen nicht einmal durch die Tatsache abzubringen zu sein scheinen, dass die Umgebung über sie lacht, jene Umgebung, die mit normalen Menschen bevölkert ist, die in Tüten Tüten erblicken und keine sexistischen Fanale, jene Umgebung, in der zuckerfreie Marmelade zum Frühstück gegessen wird, und zwar von zwei gegengeschlechtlichen Frühstückern, die nicht eine Sekunde auf die Idee kommen, mit der zuckerfreien Marmelade verbinde sich ein “bestimmtes Körperbild”.

Warum kommen sie nicht auf die Idee? Weil sie in der ratio-normativen Welt leben, in der die eigene Idiotie nicht in Kanaldeckel und Papiertüten projiziert wird, sondern Papiertüten und Kanaldeckel eben Papiertüten und Kanaldeckel sind.

Bleibt abschließend noch die Frage, ob es notwendig sein wird, einen antirational-normativen Zug an deutschen Hochschulen einzurichten, in dem diejenigen gesammelt werden, die es aus nicht nachvollziehbaren Gründen an Hochschulen geschafft haben, damit sie von dort direkt in geschlossene Anstalten transferiert werden können, Anstalten, in denen sie von morgens bis Abends über heteronormative Papiertüten und sexistische Kanaldeckel diskutieren können, Anstalten, die am besten vom Bundesministerium für FSFJ finanziert werden, schon wegen vorhandener personeller Überlappungen.

Diese Art der Internierung hätte auch den Vorteil, dass die Internierten nicht anderen vorschreiben können, wie sie z.B: Semesteranfangstüten zu bewerten haben und andere, die diese Tüten vielleicht gerne gehabt hätten, durch ihr Verhalten schädigen.

Weiteres zum #TütenGate gibt es bei Hadmut Danisch.

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12 Responses to Heteronormative und sexistische Papiertüten

  1. Pingback: [Kritische Wissenschaft] Heteronormative und sexistische Papiertüten | netzlesen.de

  2. Es ist schier unglaublich, was sich, Land auf, Land ab, unter links-extremistisch, feministisch-genderistischer Indoktrination für ein Jungvolk herausgebildet hat. Es ist bezeichnend, dass sich die geistige Umbildung dieser Verblendeten sehr deutlich an Krankheiten anlehnt. (Ja, es ist durchaus gar nicht so falsch hier von Geisteskrankheit zu reden.) Das waren mal geistig gesunde Menschen. Diese sind durch ein System geschleust worden, dass ihnen jede rationale Denkfähigkeit genommen hat. Diese erbärmlichen Kreaturen haben jede Scheu verloren, notfalls mit Gewalt, anderen ihre Denk- und Verhaltensmuster aufzuzwingen und finden sich in solchen dubiosen Organisationen, wie Antifa, B’90/Grüne, Die Linke oder der SPD zur politischen Machtausübung wieder. Eine dieser Kaderschmieden völliger Verblödung, die uns die heutige “Arbeitsministerin”, Andrea Nahles, beschert haben, sind die Jusos:

    https://karstenmende.wordpress.com/2015/04/10/jusos-in-niedersachsen-intoleranz-im-namen-der-toleranz/

    • smadrescher says:

      das ist so wenn eine zukünftige hartz4 Empfängerin, über die Juso-schiene ,arbeitsministerin wird

  3. Philocodex says:

    Manchmal habe ich den Eindruck, daß Studienfächer wie Gender oder Soziologie eigens für linksradikale Abiturienten eingerichtet worden sind.

  4. Rimasek says:

    Ich danke für die hervorragende und am Beispiel sehr gut nachvollziehbare Darstellung der Differenzierung von bewertender Zuschreibung und bloßer Eigenschaft von Objekten und hoffe, diese Argumentationsführung in der einen oder anderen Diskussion zum Wohle der Ratio gewinnbringend anführen zu können.

    Davon abgesehen kann ich von der Zielgruppe der Werbetüten und zwar Studenten jeglicher Fächer und an mehreren Hochschulen behaupten, dass diese immer einen Ansturm auf die Werbetüten ausführen. Mit immer meine ich zu hundert Prozent, denn ich habe nicht einmal erlebt, dass das es keine Menschenansammlungen an den Ausgabestellen der Werbetüten gibt. Die Tüten gehen weg wie Freibier, was vielleicht auch daran liegt, das teilweise tatsächlich welches enthalten ist. Die Ausnahme bildent nur die wenigen “chosen few” in Würzburg, die “besonders erleuchtet” sind und wissen wie schädlich diese Tüten sind und daher die blinden Horden führen (bitte mit gerroltem r) müssen. Übringens gibt es keine Norm/Kontrolle/Zwang, der einem verbietet/zuschreibt, nicht die “andersgeschlechtliche” Tüte zu nehmen, oder einzelne Inhalte untereinander zu tauschen, beispielsweise eben die Getränke. Ich glaube, dass das wahre Problem an anderer Stelle liegt. In der Tüte ist nämlich ein wirklich guter, gelber Werbekugelschreiber enthalten, den man bei vielen Studenten in Benutzung sieht. Die Gefahr ist nun nicht, dass die Kugelschreiberindustrie die Tüten verbietet, weil sie ihre Gewinne bedroht sieht, sondern, wenn ich mich auf das Niveau der Sexismus-Argumentation versteige, dass es sich hierbei um ein sehr gefährliches phallisches Objekt handelt, welches tausende von unschuldigen Studix.I._*Innen quasi täglich unterwürfig in die Hand nehmen müssen, um ihren Studienerfolg zu gewährleisten. Dabei sind sie dann quasi vollständig von den Werbetüten abhängig, weil sich darin auch noch die komplementären Schreibblöcke finden. Abgerundet wird dieses infernal-patriarchalische Werk durch die Beilage eines Kondoms! Skandal. Das ist mindestens sexuelle Belästigung wahrscheinlich sogar Vergewaltigung durch die Blume äh Tüte.

    Diese zynisch/sarkastisch/ironische Entgleisung sehe man mir bitte nach, aber ich kann da nicht mehr anders. Ich habe lediglich die Befürchtung, dass ich das bald irgendwo anders der eigentlichen Intention entstellt erneut lesen muss, weil es jemand für bahre Münze nimmt.

  5. Roland says:

    Ich habe langsam das Gefühl linke Ideologie verhält sich überraschend ähnlich zu christlich religiösem Glauben. Ich habe mich mal ausführlich mit einem antikapitalistischen Linken darüber unterhalten, was er an Kapitalismus nun so schlimm findet. Nach langem zuhören und nachfragen, stellte sich heraus dass die Gesellschaft von einem krankhaften Logik indoktriniert sei, die eben schadhaftes Verhalten in jedem produziert. Das ist für mein dafürhalten das gleiche, was auch dem Wirken des Teufels vor der Aufklärung zugeschrieben wurde. Kann es sein dass Linke deshalb nicht zur Rationalität fähig sind, weil sie schlicht Gläubige sind, die lediglich mit anderen Worten ihren Glauben in die Welt hinausrufen und es auch nicht lassen können anderen Menschen damit auf den Sack zu gehen?

    sind Blocupy und Genderismus nicht wahnhafte Auswüchse vergleichbar mit einer Hexenjagd?

    • Ralle says:

      äflein herbeigeführt haben – auf die Schlachtbank zu treiben@Roland: … und was hat dies mit “links” zu tun???
      Wenn ich hier so manchen Komment lese, drehen sich meine Zehnägel unaffektiert ein, da vieles nicht links ist – im Sinne von Gleichbehandlung, Gleichberechtigung, Gleichstellung – jegliches Gelaber über Genderismus und soziologische Mißbräuche ist eher im Globalisierungswahn, der Gleichschaltung und dem Ansinnen der NWO-Befürworter begründet die einfach Schäfchen auf die Weide treiben um sie später, nachdem sie ander Schlachtbank zu treiben . Hier wird im blutigstem Sinne eine Egalisierung betrieben die weder dem kapitalistischen noch dem sozialistischen und in keinster Weise einer kommunistischen Gesellschaft gerecht wird!
      … man hat den Menschen (zumindest der jungen, elitär denkenden Masse) das Gehirn entfernt, Schxxße reingeworfen und hofft, das diese sich verbreitet!
      ;-(( vG Ralf

      • Marcel Elsener says:

        @Ralle
        Es wird immer wieder der Begriff ‘links’ verwendet. Was ist denn nun eigentlich links? Was ist das Wesen des Linksseins?

        Das ist eine ernstgemeinte Frage, da ja jene, die sich selbst als links bezeichnen, es in ihrer grossen Mehrheit offenbar gar nicht sind. Oder vielleicht doch?

        In ihren ursprünglichen Bedeutungen waren Linke Republikaner und Rechte Royalisten. Heute wäre das wohl eine anachronistische Zuschreibung.

  6. Kosendey says:

    Immer wenn man denkt es geht nicht dämlicher… kommt irgendeine Nachricht aus irgendeiner Uni von irgendwelchen “studierenden Vertretern”. Waren Uni`s in der Vergangenheit nicht “Horte des Wissens”? Diese Blitzmerker mit der spiegelglatten Großhirnrinde sind also irgendwann mal die Speerspitze des Wissens… Halleluja!

  7. J.A. says:

    Man ist leider sehr beschämt über den Blödsinn, der an der eigenen Alma Julia so verzapft wird. Wie üblich steckt aber nur eine kleine Minderheit an Proflierungsüchtigen dahinter. Die Mehrzahl an Studenten ist nämlich gegen solche Indoktrinationen der Studentenvertretung resistent, was sich an der extrem niedrigen Wahlbeteiligung von regelmäßig knapp über 10% zeigt. Es besteht also kein Bedarf, sich von Parteikadern, die glauben sie diskutiern im Europaparlament, vertreten zu lassen. Leider fühlen sich die gewählten Studentenvertreter trotzdem legitimiert, statt über die geringe Wahlbeteiligung zu grübeln.

    Aus eigener Beobachtung kann ich nämlich sagen, dass sich zahlreiche Studenten, eigentlich fast jeder der an der Ausgabe vorbei kommt, auf diese “Erstitüten” stürzen. Wartezeiten bei der Ausgabe wurden gerne in Kauf genommen. Und selbst der Inhalt war meißt nicht zu verachten. Verglichen mit der Zusprache ist eine Lösung des Müllproblems wirklich machbar und als Absagegrund nur vorgeschoben.

    • Philocodex says:

      @ JA:

      Sogar Doktoranden/-innen stellen sich noch in die Schlange vor der Werbemüll-Ausgabe. (Ich auch 🙂 .)
      Und an Ihrer Alma Julia gibt es >10% Beteiligung bei den Asta-Wahlen? Oha, an meinen Unis sind/waren es eher 4-8%. Da die Asten/Sturas eh meist nur sinnloses Zeug machen, auch nicht unverständlich.

      In Potsdam z.B. regiert ein legendär linksextremer Asta. Der hat schon mal ein Theaterschiff komplett angemietet, um dort Tontechniker-Kurse für Trans-Intersexuelle anzubieten. Im September, wenn kaum Studenten in der Stadt sind!

      Schön waren früher auch die Kurse desselben Astas im Rahmen der “Woche gegen den Sexismus”. Da gab es dann einen Termin zu “männlich-dominanter Redeweise” in Seminaren. Anwesend: Die Referentin (Spinnerin), die Bedienung vom Café, zwei christliche Spioninnen, und eine Frau, die tatsächlich Interesse zu haben schien.

      Habe leider nicht den Eindruck, daß die linksradikalen Studentenvertreter an Unis mit >20.000 Studenten absolut so wenige sind. Es sind schon einige Dutzend/Hundert.
      Verglichen mit der Gesamtzahl sind es aber nur wenige Prozent.
      Ich wäre fast dafür, die Asten/Sturas ersatzlos zu streichen. Vor allem die ca. 200.000€, die an einer großen Uni pro Semester von den Gremien eingesammelt werden, sind beileibe zu viel. 2-3.000 € für den Sozialfond wären völlig ausreichend.
      Dann wäre es auch nicht so lohnend für die Spinner, Hochschul”Politik” zu machen.

  8. Pingback: Sexistische Tüten | Blue's Astrologie Café

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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