Deutscher Irrationalismus – Von den Anfängen

Die wohl markanteste Charakteristik der derzeit herrschenden Ideologie besteht darin, dass sie sich um einen Kern von Irrationalität rankt. Irrationalität eignet sich immer gut, um den eigenen Vorteil zu befördern, denn leider ist ein Appell an “Emotionen” immer noch wirkungsvoller als ein Appell an die Vernunft. Die Irrationalismen, die eine sichere Energieversorgung der Irrationalität eines von Kernkraft gereinigten Deutschland opfern, die Irrationalismen, die technischen Neuerungen wie der Gentechnik feindlich gegenüber stehen, Irrationalismen, die die vermeintliche “Natürlichkeit” von Nahrungsmitteln feiern, die Chemie im Essen ablehnen und gleichzeitig die unnatürliche Tierhaltung in Kauf nehmen, sie sind allgegenwärtig. [Es hat mich immer fasziniert, dass ökologisch Bewegte lieber Schrumpeläpfel mit Wurm essen, als schöne Äpfel ohne Wurm oder dass “Weinkenner” beim Ökowinzer lieber einen Wein kaufen, der mit Schwermetall belastet ist, weil man ja nicht “chemisch” gegen Schädlinge vorgehen darf als Ökowinzer, was die Schädlinge aber dummer Weise nicht wissen und wenn sie es doch wissen, dann halten sie sich nicht dran, also muss man mit z.B. Kupfervitriol (Bordeauxbrühe oder Kupfersulfat-Lösung) dagegen halten …] Feministen erzählen uns von weiblicher Intuition oder Emotion und setzen sie gegen die “männliche”, “kalte” Rationalität und Vernunft. Die “Wärme” der Gemeinschaft wird der “Kälte” der Gesellschaft gegenübergestellt. Die männlichen Märkte, auf denen angeblich der Stärkere regiert, werden der staatliche Planung gegenübergestellt, bei der vermeintlich die “Guten” regieren, das Natürliche, die Natur, also alles, was keine zivilisatorischen Errungenschaften enthält, wird als das eigentlich Erstrebenswerte gefeiert und Kultur als Einssein mit der Natur zelebriert [wobei man sich fragt, wie die entsprechenden Enthusiasten auch nur einen Tag ohne Strom überleben würden…] und die Schärmerei geht soweit, dass Esoterik, Glaube an Maykalender, der Glaube an das Oi, Feng Shui, die heilenden Kräfte von Steinen, die Kraft der Einbildung, das Gemeinschaftserlebnis beim Schuhplatteln, all das, was als kulturelles Gemeinschaftsgut angesehen wird, Feste feiert. Was auf der Strecke bleibt, ist die Vernunft, die Ratio, die Zivilisation.

Die beschriebene Schwärmerei ist nicht neu. Sie hat eine ihrer Wurzeln in der deutschen Romantik. Ich will daher die Leser dieses blogs auf eine Zeitreise mitnehmen, zurück in die Romantik, die sich bei näherem Hinsehen als gar nicht unterschiedlich vom Hier und Jetzt entpuppt.

Alle Probleme, die Philosophen mit der Natur haben, beginnen bei der menschlichen Fähigkeit, in die Natur einzugreifen, die Natur zu gestalten und aus der Natur durch Verstandestätigkeit, wie dies Kant [(1788) 2003] genannt hat, Wissen zu entnehmen. Die Romantik ist in diesem Sinne eine Bewegung, die darauf abzielt, die Trennung von Mensch und Natur, die u.a. durch die Aufklärung und die Betonung der Vernunft in der westlichen Hemisphäre hergestellt wurde, wieder aufzuheben (Schulze, 2008, S.15). Eine Aufhebung dieser Trennung aus Mensch und Natur ist für Romantiker notwendig, denn die menschliche Vernunft und deren Äußerung, die Wissenschaft, vermag aus ihrer Sicht „nur“ Zivilisation hervorzubringen, nicht „Kultur“. Zivilisation ist, wie Oswald Spengler formuliert hat (Spengler, 1923, S.43), der Bereich des bloß technisch-mechanischen, Kultur ist das Reich des organisch Lebendigen. Zivilisation bringt in der Sichtweise von Spengler und in der Sichtweise, die die deutsche Romantik auszeichnet, das Bequeme, den Komfort hervor. Die Herstellung dieser Bequemlichkeiten fordert den Menschen so sehr, dass er für die Kultur keine Zeit mehr hat, dass er das Bedürfnis verliert, neben zivilisiert auch kultiviert zu sein. Kultur ist bereits für Kant eine höhere Moralität, die aus Zivilisation transzendiert: „Denn die Idee der Moralität gehört noch zur Kultur, der Gebrauch dieser Idee aber, welcher nur auf das Sittenähnliche in der Ehrliebe und der äußeren Anständigkeit hinausläuft, macht bloß die Zivilisierung aus“ (Kant, 1784, S.44).

Kultur, Natur und Zivilisation stehen in einem Konfliktverhältnis zueinander. Die deutsche Romantik ist angetreten, um diese Dialektik aus Natur und Kultur, die ein Ergebnis der Vernunftanwendung ist, zu überwinden und Kultur und Natur wieder zu vereinen (Ferber, 2010, S.7).

Kultur hat eine Unzahl von Bestimmungen erfahren. Eine der bekanntesten stammt von Kroeber und Kluckhohn: „Culture consists of patterns, explicit and implicit, of and for behaviour acquired and transmitted by symbols, constituting the distinctive achievements of human groups, including their embodiment in artefacts; the essential core of culture consists of traditional (i.e. historically derived and selected) ideas and especially their attached values; culture systems may, on the one hand, be considered as products of action, on the other, as conditional elements of future action” (Kroeber & Kluckhohn, 1952, S.181). Etwas salopp formuliert könnte man also zusammenfassen, dass Kultur (normative) Muster beinhaltet, die das Verhalten der kulturellen Mitglieder steuern bzw. anleiten, wobei die entsprechenden Muster durch die Konfrontation mit der Umwelt entstanden sind.

Im Deutschland der Romantik herrscht die normative Bestimmung des Kulturbegriffs, d.h. in den vielen Staaten des 18. und 19. Jahrhundert, die über das Gebiet des heutigen Deutschlands verteilt waren (Schulze, 2008, S.11). Kultur ist eine Form der Verfeinerung des individuellen Geistes und ganze Kollektive (also Völker) können die Träger der Kultur sein. So definiert Johann Christoph Adelung, ein deutscher Sprachtheoretiker, „Kultur“ als „die Veredelung oder Verfeinerung der gesamtes Geistes- und Leibeskräfte … eines Volkes, so dass dieses Wort die Aufklärung, die Veredelung des Verstandes durch Befreiung von Vorurteilen, als auch die Politur, die Veredlung und die Verfeinerung der Sitten, unter sich begreift“ (Adelung, 1793, S.1354-1355). Kultur ist somit ein Idealzustand und Ergebnis aus Bildung und Persönlichkeitsentwicklung, das der Zivilisation, dem Prozess der formalen Rationalisierung und Technisierung entgegengestellt wird.

Aus dem Leben eines Taugenichts

Zivilisation ist die Vorstufe zur Kultur, sie befähigt den Menschen zum planmäßigen und geordneten Zusammenwirken und besteht, wie oben bereits dargestellt wurde, in der Anwendung technischen Wissens und der Schaffung technischer Errungenschaften, d.h. in der Anwendung von Rationalität und Vernunft (Elias, 1978, S.64). All die Bequemlichkeiten, die den Menschen von der Natur unabhängig machen, sind zivilisatorische Errungenschaften. Zivilisatorische Errungenschaften im Allgemeinen und die Wissenschaft im Besonderen werden durch die Anwendung der Vernunft ermöglicht. Die Vernunft, die z.B. den Empirismus trägt, leitet aus der Beobachtung der Natur Gesetze ab, die wiederum in Transformationen des Natürlichen übergeleitet werden, z.B. in Form einer Dampfmaschine (Sellars, Rorty & Brandom, 1997, S.21). Der Empirismus, den Francis Bacon mitbegründet hat und der den Menschen zum Gestalter der Natur macht, entfernt den Menschen gleichzeitig in der Deutung von z.B. Oswald Spengler wie sie oben gegeben wurde, von der Natur und behindert ihn dabei, Kultur zu schaffen.

Natur ist in diesem Sinne all das, was dem „Seienden von seinem Entstehen her wesentlich ist“ (Schischkoff, 1991, S.501). Natur ist der Gegenpol zum Geist. Natur ist der Ausgangspunkt menschlicher Suche nach Erkenntnis und das Objekt menschlicher Naturgestaltung durch Technik. Natur ist zudem Gegenstand der Ontologie und somit der Frage, was wir von der Natur wissen können. Diese Frage hat Hume skeptisch beantwortet und damit eine Krise der Rationalität heraufbeschworen. Alles, was Menschen wissen, so hat Hume gefolgert, ist im Geist von Menschen gefangen. Alle Schlüsse über die Natur, finden im Geist von Menschen statt. Wir können daher nicht mit letzter Sicherheit wissen, was Natur noch wie Natur ist, geschweige denn, Natur erkennen (Hume, 1984).

Novalis

Johann Gottlieb Fichte

Gegen dieses Humesche „Schisma“ opponiert der deutsche Idealismus in seiner romantischen Variante, die von Philosophen wie Fichte, Herder, Schelling oder Schleiermacher und von Dichtern wie Novalis und Schiller angeführt wird. Das Humesche Schisma besteht in der unausweichlichen Trennung von Vernunft und Natur, es besteht in der Anerkennung einer separaten Existenz des Dinges an sich, wie Kant es genannt hat, der Einsicht, dass Objekte der Natur eine vom Menschen losgelöste Existenz führen. Die Fichtesche Lösung zur Überwindung dieses Schisma besteht darin, das Ich als Produzent der Natur zu setzen (Störig, 1987, S.450). Natur besteht somit nicht unabhängig vom Ich, sondern nur durch das Ich. Schelling dreht diese Kausalität um. Nicht das Ich produziert die Natur, sondern die Natur produziert das Ich und somit den Geist (oder die Vernunft) (Störig, 1987, S.450). Entsprechend entsteht wieder die Identität von Geist und Natur, die der Romantik so wichtig ist: „Wie ist von der Natur her, in der Natur, das Ich oder der Geist möglich? Möglich ist es nur, weil die Natur ursprünglich Geist von unserem Geiste, weil Natur und Geist, Reales und Ideales, im tiefsten identisch sind“ (Störig, 1987, S.450). Die vollkommene Ausformung erhält diese Identität in der Kultur.

Nun entsteht die Romantik nicht zufällig in einer Zeit der Umwälzung, zwischen 1780 und 1830, die in England als das lange 18. Jahrhundert bezeichnet wird. Die Zeit ist geprägt von radikalen gesellschaftlichen Umwälzungen, von Industrialisierung in den Städten und einer Agrarrevolution auf dem Lande, was dazu führt, dass ein großer Teil der Landbevölkerung in die Städte strömt. Gleichzeitig führt die sichere Versorgungslage zu einer schnell und sprunghaft wachsenden Bevölkerung (Maddison, 2001, S.94). Um Romantiker herum sind diese Zeichen des technischen Wandels allgegenwärtig, und es sind diese Zeichen des technischen Wandels, der Zivilisation, die die deutschen Romantiker fürchten und denen sie durch ein Zurück zur Natur entgegentreten wollen, denn, wie oben bereits angesprochen ist es die Zivilisation, die die Transzendenz des Einzelnen, sein Eingehen in die Natur verhindert. Aber, deutsche Romantiker wären keine Romantiker, wenn sie aus dieser Not keine Tugend gemacht hätten, und so ist es gerade der Verlust der Einheit mit der Natur durch den Eingriff der Zivilisation, der das Eingehen und Einswerden mit der Natur befördert, mündet der Verlust der Bindung zu Natur doch in ein Verlangen, das die Erkenntnis von Natur als Ideal, wie Schiller sagt, erst ermöglicht (Schneider, 2000, S.94): In den Augen romantischer Dichter wie Schiller war Dichtung der Weg, um den synthetisierenden Geist, also den Geist, der sich an seinen Ursprung aus der Schellingschen Einheit von Geist und Natur erinnert, wieder hervorzubringen. Dichtung wirkt Wissenschaft entgegen, die die Natur zersäbelt und atomisiert. Dichtung stellt den Menschen nicht in Gegensatz zur Natur, sondern die Einheit Mensch – Natur wieder her. Das Mittel zur Herstellung dieser Einheit ist dann auch die „Einbildungskraft“, die Schlegel als die universelle objektive Kraft des menschlichen Geistes gefeiert hat. Einbildungskraft ermöglicht es dem Menschen, sich an seinen Ursprung in der Natur anzunähern. Diese Vorstellung verändert auch die Sichtweise auf „Natur“. Natur ist nicht mehr Projektion oder Konstruktion des Geistes, Natur ist ein „loving and responding partner to whom we are bound in an unthinkable depth of affinity and who still keeps her essential independence from us as limited, empirical beings“ (Schneider, 2000, S.101).

Aus dem Leben eines Taugenichts

Diese Darstellung der Romantik macht verständlich, warum Haym in seinem 1906 erschienenen Buch „Die romantische Schule“, die deutsche Romantik als schwärmerisch, exaltiert und irreal charakterisiert hat und warum er zu dem Schluss kommt, dass der gemeinsame Zug, der so unterschiedliche Personen wie Schelling, Fichte, Schleiermacher oder Novalis verbunden hat, die Erforschung des Ich und der Tiefen der menschlichen Seele als Weg zur „wahren Existenz“, zum wahren Ich, sei (Haym, 2906, S.76). Ihre „Vollendung erhält diese Suche in der Philosophie des magischen Idealismus von Novalis, die der Erforschung des dynamischen Gleichgewichts zwischen Realität, Idee und Phantasie im Menschen sowie zwischen Mensch und Umwelt dient. Es bedarf keiner Betonung, dass die Methode der Romantik die Selbstbetrachtung ist, weshalb die „Erkenntnisse“ der Romantik nicht über ihren subjektiven Erkenntniszusammenhang hinauskommen und somit kein Wissen im eigentlichen Sinn darstellen, den Karl Raimund Popper (1994) mit intersubjektiv nachvollziehbar und an der Empirie falsifizierbar angegeben hat. Entsprechend ist Romantik ein Projekt, in dem die schwärmerische Liebe zur Natur und die Suche nach der Einheit mit der Natur eine explosive Mischung mit Technikfeindlichkeit und Ablehnung von Rationalität, Vernunft und Fortschritt eingeht, die bis zum heutigen Tag in der deutschen Gesellschaft fortlebt wie die Einleitung zu dieser kleinen Abhandlung gezeigt hat.

Literatur

Adelung, Johann Christoph (1807). Grammatisch-kritisches Wörterbuch der hochdeutschen Mundart. Wien: Pichler.

Ferber, Michael (2010). Romanticism: A Very Short Introduction. Oxford: Oxford University Press.

Herder, Johann Gottfried (1903). Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit. Leipzig: Reclam.

Haym, Rudolf (1906). Die romantische Schule. Ein Beitrag zur Geschichte des deutschen Geistes. Frankfurt a.M.: Weidmannsche Buchhandlung

Hume, David (1984). Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand. Hamburg: Meiner,

Kant, Immanuel ([1788], 2003). Kritik der praktischen Vernunft. Hamburg: Meiner

Kant, Immanuel ([1784] 1991). Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Kroeber, Alfred Louis & Kluckhohn, Clyde (1952). Culture: A Critical Review of Concepts and Definitions.Cambridge:CambridgeUniversity Press,

Maddison, Angus (2001). The World Economy: A Millennial Perspective.Paris: Organisation for Economic Co-operation and Development.

Popper, Karl Raimund (1994). Logik der Forschung. Tübingen: J.C.B. Mohr.

Safranski, Rüdiger (2007). Romantik: eine deutsche Affäre. München: Hanser.

Schischkoff, Georgi (1991). Philosophisches Wörterbuch. Stuttgart: Kröner.

Schneider, Helmut J. (2000). Nature. In: Brown, Marshall (ed.). The Cambridge History of Literary Criticism. Volume V: Romanticism. Cambridge: Cambridge University Press.

Schulze, Gerhard (2008). Romantik: Geschichte und Begriff. München: Beck.

Sellars, Wilfrid, Rorty, Richard & Brandom, Richard (1997). Empiricism and the Philosophy of Mind. Cambridge: Harvard University Press.

Spengler, Oswald (1923). Der Untergang des Abendlands. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte. München: Beck.

Störig, Hans-Joachim (1987). Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Frankfurt a.M.: Fischer,

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3 Responses to Deutscher Irrationalismus – Von den Anfängen

  1. Eike Scholz says:

    Sehr Schöner Artikel, mir wird ja immer schlecht, wenn jemand die Natur für “loving” am besten noch “caring” betrachtet.

  2. templarii says:

    Interessant diese Beschreibung – und die Tragik ist dahinter zu sehen. Die Deutschen Romantiker suchten Gott. Sie wussten es nur nicht mehr, denn sie erkannten ihre Sehnsuch nicht. Es ist das Ende des HRR, was die Deutschen erlitten.

    “Natur ist der Gegenpol zum Geist. Natur ist der Ausgangspunkt menschlicher Suche nach Erkenntnis und das Objekt menschlicher Naturgestaltung durch Technik.”

    Das ist falsch. Der Ausgangspunkt der menschlichen Suche nach Erkenntnis ist Gott. Die Natur ist nicht der Gegenpol zum Geist, das erkennt man sowohl darin, dass die Mathematik existiert und man diese in der Natur wirken sehen kann (Fibonacci, der goldene Schnitt, Fraktale).

    Dass die Menschen etwas lieben sollten – und diese Liebesbeziehung eine Erfüllung des menschlichen Seins ist, das ist richtig. Sie wussten aber nicht WAS sie lieben sollten, dabei hat Platon das schon beschrieben und später Augustinus:

    http://recognoscere.wordpress.com/2010/10/20/augustinus/

    oder anders:

    http://recognoscere.wordpress.com/2012/05/31/die-schonheit-der-schonheit/

    Die gesamte Geschichte ist ein Ringen mit der Natur des Menschen, ohne zu erkennen was unsere Kultur schon längst erkannt hat – der Mensch ist ein gebrochenes Wesen, nicht perfekt, kaputt, gut und böse, unzufrieden und zufrieden. Wir können schon allein daran, dass wir uns etwas besseres denken können, erkennen dass es besseres geben könnte.

    Jegliche Utopie ist der Versuch mit seinem beschränkten Geist die vollendete Perfekton und Glückseligkeit zu erfassen die hinter allen Dingen ist und man Gott nennt.

    In dieser Aufzählung fehlt wirklich ganz viel, man merkt es das es nur “Aufklärerisch” ist, also die Perspektive der letzten 200 Jahren nimmt. Dabei gibt es zehn mal mehr Zeit, in der Menschen dachten und philosopierten. Das alte griechische Philosophentum mündete ja im Christentum und diese Philosophen waren weitaus verehrter als sie es Heute sind.

    Templarii – recognoscere.wordpress.com

  3. Dumerjan says:

    Tja, der Großvater der Erleuchtung in der Soziologie, Jürgen Habermaß, wurde ja zu seinem 83. Geburtstag ausführlich geehrt.
    Wen wundert da noch etwas?

    Vorwissenschaftliches Wissen, Empirie als Vorurteil, erfolgreiche wirtschaftliche Anwendung der Soziologie als Sündenfall- besten Dank Herr Habermas, das alles Verdanken wir Ihnen und bis heute versülzt es die Köpfe der Studenten.

    Das Elend der Soziologie – nachdem wir schon ein Elend der Philosophie hatten.

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