Feindliche, ideologische Übernahme: Deutsche Wikipedia droht im Desaster zu enden

Lieber Jimmy Wales,

wir schreiben Ihnen diesen offenen Brief, weil wir besorgt sind: Die deutsche Wikipedia ist in großer Gefahr. Die deutsche Wikipedia steht in der Gefahr, ein kompletter Fehlschlag zu werden, denn eine relativ große Anzahl ausschließlich ideologisch motivierter Personen, denen es nicht um die Verbreitung von korrekten Informationen geht, sondern darum, die eigene Ideologie als Information verpackt zu verbreiten, hat sich bei der deutschen Wikipedia eingenistet und droht die Wikipedia zu übernehmen. Die Folgen sind bereits jetzt katastrophal: Die deutsche Wikipedia ist immer weniger eine Informationsquelle, die korrekte und verlässliche Informationen bereitstellt. Die deutsche Wikipedia ist eine Quelle für ideologisch verbrämte Fehlinformationen.

Wir schreiben diesen offenen Brief gemeinsam und bringen entsprechend unsere je unterschiedlichen Erfahrungen in diesen offenen Brief ein. Das ist einmal die Erfahrung eines Wissenschaftlers, der sich täglich mit Fragen wissenschaftlicher Korrektheit und der Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten beschäftigt, es ist einmal die Erfahrung eines Journalisten, der zum Ziel einer Kampagne aus Hass und Verleumdung auf Wikipedia geworden ist, deren Ziel darin besteht, seine Reputation zu zerstören.

Wir haben die deutsche Wikipedia über den Zeitraum einiger Monate hinweg beobachtet. Die Analyse, die die Grundlage dieses Offenen Briefes bildet, basiert entsprechend auf einer ausreichend großen Anzahl von Beobachtungen, sie ist daher geeignet, Ihnen einen sehr guten Einblick in die Verhältnisse, wie sie derzeit bei Wikipedia Deutschland herrschen, zu geben. Unsere Datenbasis erlaubt es uns, Ihnen sehr genau aufzuzeigen, was bei Wikipedia in Deutschland in höchsten Maße „faul“ ist, und sie ist ausreichend um die im Folgenden gezogenen Schlußfolgerungen zu stützen. Wir sind jederzeit bereit, Ihnen die Belege für unsere Aussagen in vollem Umfang zur Verfügung zu stellen, verzichten aber an dieser Stelle darauf, da dies ein Offener Brief und kein Offenes Buch werden soll.

Wo die erheblichen Probleme der deutschen Wikipedia liegen, kann am Beispiel von vier gegenseitig verschränkten und sich gegenseitig verstärkenden Prozessen deutlich gemacht werden, aus wiederum eine sich selbst verstärkende Schleife resultiert, die, wenn sie nicht angehaltet wird, letztlich das Ende der deutschen Wikipedia bedeuten wird: Denn wird sie nicht angehalten, dann wird die Wikipedia zu einer Geheimgesellschaft, zu einem Kult degenerieren, in dem eine kleine Clique von die selbe Ideologie teilenden Administratoren darüber wacht, dass die Realität, wie sie nur außerhalb der ideologisch verklärten Sichtweise vorkommt, nicht Einzug in Wikipedia-Artikel hält. Diese Dystopie, ist leider zu real, denn eine Vielzahl von Personen, denen nichts ferner ist als der Geist, in dem Sie die Wikipedia gegründet haben, der Geist, der zum Ziel hatte, eine Vielzahl unterschiedlicher Menschen mit ihrem Wissen und ihren Fähigkeiten an einem gemeinsamen Projekt arbeiten zu lassen, hat sich bereits in der Wikipedia eingenistet. Diese Ideologen wollen keine breite Informationsbasis, sondern eine Basis zur Verbreitung ihrer höchst eigenen Ideologie. Nichts könnte weiter vom Geist, in dem die Wikipedia gegründet wurde, entfernt sein.

Die vier gegenseitig verschränkten und sich gegenseitig verstärkenden Prozesse, die letztlich zum Ende der Wikipedia führen werden, sind die folgenden:

  • Das Fehlen jeglicher Form von Kriterien, die das Auffinden von Information und das Schreiben von Artikeln strukturieren.
  • Die daraus resultierende Selektivität vieler, wenn nicht der meisten Artikel in Wikipedia.
  • Die feindliche Übernahme der Wikipedia durch Ideologen, die durch die zuvor beschriebenen Prozesse erleichtert wird.
  • Die negativen Anreize für bzw. das Abschrecken von fähigen, potentielle/n Autoren, die zur Wikipedia beitragen wollten, darauf aber aufgrund der ideologischen Infizierung der Wikipedia verzichten, sowie die Verschwendung von Humanressourcen und die Lähmung von Ressourcen in so genannten Editier-Schlachten.

Das Fehlen eines kohärenten Sets von Kriterien

Die Erstellung einer Enzyklopädie ist in erster Linie eine Aufgabe, die eine ausgereifte und verlässliche Methode benötigt, die es ermöglicht, korrekte, verlässliche und repräsentative Informationen zu finden. In anderen Worten: Die Erstellung einer Enzyklopädie erfordert Menschen, die fähig und – wichtiger nocht – bereit sind, Informationen auszuwählen, die ein korrektes Bild vom im Artikel bearbeiteten Gegenstand vermitteln. Um Informationen aufzuspüren, die korrekt, verlässlich und repräsentativ sind, ist es notwendig, dann, wenn man alleine an einem Artikels arbeitet, etwas vom Gegenstand des Artikels zu verstehen. Sind mehrere Autoren an der Erstellung eines Artikels beteiligt, dann ist es notwendig, dass sich alle Autoren auf einen Katalog gemeinsamer Kriterien verpflichten, die es gewährleisten, dass das ausgewählte Material im Hinblick auf seine Korrektheit, Verlässlichkeit und Repräsentativität geprüft werden kann, ein Katalog, der die Basis dafür bereitstellt, eine Übereinkunft über den Inhalt eines Artikels zu erzielen. Im Moment gibt es in der deutschen Wikipedia keinerlei Kriterien, die diese Leistung erbringen könnten. Dies ist nirgends so deutlich wie bei den regelmäßig stattfindenden Editier-Schlachten.

Selektivität der Artikel

Das Fehlen von Kriterien, die die Auswahl von Informationen anleiten, schlägt sich in einer Vielzahl von Artikeln in der deutschen Wikipedia nieder, die nicht einmal rudimentäre Ansprüche an Verlässlichkeit, Fairness und Anstand erfüllen. Diese Artikel bestehen aus zusammengeklaubten Informationen, von denen nur der Autor weiß, warum er diese Informationen und keine anderen ausgewählt hat. In vielen Fällen sind diese Artikel ein Zerrbild der Realität, das bei denen, die es besser wissen, erst mit Lachen gutiert wird, bevor es der Anlass für Ärger über den Unsinn ist, der von der Wikipedia zugemutet wird. Diejenigen, die es nicht besser wissen, sind den Fehlinformationen in den entsprechenden Artikel schutzlos ausgeliefert und eine entsprechend leichte Beute für Ideologen aller Couleur. Was für die Reputation der Wikipedia schlecht ist, wenn z.B. in Beiträgen zu wissenschaftlichen Themen haarsträubende Falschdarstellungen enthalten sind, wird in seiner negativen Wirkung noch verstärkt, wenn im Text zitierte wissenschaftliche Autoren und deren Forschungsergebnisse oder deren theoretische Beiträge falsch dargestellt sind. Es wird fatal, wenn die Artikel Personen aus dem öffentlichen Leben zum Gegenstand haben. Dann wird die deutsche Wikipedia zum Boden, auf dem unfaire Behandlung, die an Hass grenzt oder die Grenze zur Gehäassigkeit längst überrschritten hat, dann wird die Wikipedia zum Schlachtfeld für ideologische Krieger.

Ideologische, feindliche Übernahme

Weil die Kriterien, die die Auswahl von Informationen anleiten, fehlen, ist es Ideologen ein Leichtes, Informationen, die ihre Weltsicht bestätigen, in einen Artikel einzufügen und andere Informationen, die der eigenen Weltsicht widersprechen, zu unterschlagen. Durch die Selektivität der Auswahl und Unterdrückung von Informationen machen diese Ideologen die deutsche Wikipedia zu einer Plattform der politischen Agitation und Propaganda. Um dabei möglichst erfolgreich zu sein, formen sie eine Art „geheime Gesellschaft“, die die Anonymität der Autorenschaft bei Wikipedia ausnutzt, um versteckt hinter Pseudonymen (z.B. „schwarze Feder“ oder „Fiona Baine“) ideologische Kriegsführung zu betreiben und sich oftmals durch Nutzung multipler Pseudonyme gleich noch einen Startvorteil gegenüber Konkurrenten zu verschaffen.

Diese Ideologen nutzen Wikipedia als Plattform, um diejenigen, die sie als ideologische Feinde betrachten, mit Schmähungen, Beleidigungen und Verächtlichmachungen zu überziehen. Diese typische deutsche Form des Umgangs, ist für nicht-deutsche Beobachter schwer verständlich zu machen. Daher wollen wir Ihnen an dieser Stelle mit ein paar Beispielen aus Wikipedia-Artikeln einen „Gechmack“ davon geben, was in der deutschen Wikipedia zwischenzeitlich normal ist. In Artikeln in der deutschen Wikipedia werden Menschen als „homophob“ abgestempelt, ihre Arbeit wird als „Mist“ diskreditiert, sie werden als Personen dargestellt, die ihre Großmutter verkaufen würden, wenn sie dadurch einen Vorteil erheischen könnten und vieles mehr, das die Grenze des Anstands und die Grenze des fairen Umgangs deutlich hinter sich lässt. Regelmäßig ist nicht die wissenschaftliche oder sonstige Lebensleistung von Autoren der Gegenstand von Artikeln in der Wikipedia, sondern deren politische Einstellung, die ebenso regelmäßig dann, wenn sie nicht der Einstellung des jeweiligen Wikipedia-Autoren entspricht, verächtlich gemacht wird. Mit andere Worten: Viele Wikipedia-Artikel sind recht gut darin ad-hominem Bewertungen abzugeben, aber ziemlich schlecht darin, dem Leser Informationen zu vermitteln.

Die beschriebene Behandlung von Menschen in Wikipedia-Artikeln ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wir wissen, dass diese Form von Fehlverhalten für Menschen, die sich außerhalb des deutschen Kulturraumes befinden, nicht nachvollziehbar ist, aber es beschreibt dennoch die Verhältnisse, wie sie in der deutschen Wikipedia herrschen, Verhältnisse, die sich in schriftlichen Äußerungen niederschlagen, die hart an der Grenze zum Straftatbestand, wie er in den entsprechenden Paragraphen für Verleumdung und üble Nachrede niedergelegt ist, verlaufen.

Abschreckung fähiger Autoren und Editier-Schlachten

Das für die Wikipedia typische Mentoren-System, die Art, wie Wikipedia funktioniert, wie Artikel zu Stande kommen, die Arbeitsweise, die in der Frühphase der Wikipedia Garant schnellen Wachstums und Verantwortlicher für den Erfolg von Wikipedia war, dieses System ist heute zur größten Gefahr für den Fortbestand der Wikipedia geworden. Vor allem in Ländern wie Deutschland, in denen die Regeln von Fairness und Anstand nicht wie im angelsächsischen Raum für den Umgang miteinander vorausgesetzt werden können, führt das entsprechende System direkt in den Abgrund. Das Fehlen von Kriterien, eine daraus sich ergebende Selektivität der Artikel, die feindliche Übernahme der Editier-Funktionen durch Ideologen schreckt fähige und motivierte Personen von einer Mitarbeit in Wikipedia ab. Wir wissen von Wissenschaftlern, die sich großer internationaler Bekanntheit erfreuen, die führende Kapazität in ihrem Feld sind, im Marquis Who is Who in the World aufeführt sind, und die auf Einladung von Wikipedia-Autoren Beiträge für die Wikipedia erstellt haben. Die entsprechenden Beiträge haben es nie bis zur Veröffentlichung in der Wikipedia geschafft, denn ihr Inhalt hat die Wirklichkeit beschrieben, wie sie wirklich ist und nicht das ideologische Zerrbild dargestellt, dass die entsprechenden Wikipedia-Autoren erwartet haben. Dass die entsprechenden Wissenschaftler nach ihren Erfahrungen von einer Mitarbeit in Wikipedia absehen, dürfte keiner weiteren Erwähnung bedürfen.

Der ideologische Krieg in der Wikipedia ist mittlerweile so alltäglich, dass es ein Leichtes wäre, wenn man es denn wollte, die dadurch verloren gehende Zeit in Hunderten von Arbeitsstunden zu quantifizieren. Um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, was in der deutschen Wikipedia mittlerweile normal geworden ist, genügt es, sich eines der gesellschaftspolitischen Themen vorzunehmen und entweder den Reiter „Diskussion“ oder „Versionengeschichte“ anzuwählen. Selbst für hartgesottene Leser sind die Schimpftiraden und der öffentliche Umgang der Wikipedia-Autoren miteinander und mit Kritik noch etwas, das sie schockieren kann. Zudem zeigt ein Blick in die Versionengeschichte, dass der Krieg zwischen Ideologen und denen, die mehr an der ursprünlichen Idee der Wikipedia ausgerichtet sind, in vollem Gange ist. Beide Lager sind in ihren Positionen eingegraben und freuen sich daran, die Änderungen der jeweils anderen Seite innerhalb kürzester Zeit rückgängig zu machen – wer mehr Zeit und Pseudonyme hat, nicht wer mehr Wissen und Kenntnisse hat, gewinnt diesen Krieg.

Gibt es wirklich jemanden, der denkt, dass Prozesse, wie die beschriebenen der deutschen Wikipedia keinen erheblichen und vielleicht auch irreparablen Schaden zufügen? Gibt es wirklich jemanden, der denkt, die Grabenkriege, die die Wikipedia zur Zeit auszeichnen, sind nicht dazu geeignet, willige und fähige Mitarbeiter innerhalb kürzester Zeit von einer Mitarbeit Abstand nehmen zu lassen? Gibt es wirklich jemanden, der nicht glaubt, dass die beschriebenen Prozesse über kurz oder lang das Ende der deutschen Wikipedia bedeuten werden?

Nein.

Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, diesen Offenen Brief zu schreiben. Die deutsche Wikipedia steht in höchster Gefahr die fünfte Kolonne welcher Ideologie auch immer zu werden. Es ist an der Zeit, dem Treiben Einhalt zu gebieten, und der beste Weg dazu, die deutsche Wikipedia aus den Klauen von Ideologen zu befreien, besteht darin, nur noch namentlich bekannte und mit ihrem Namen Verantwortung übernehmende Autoren Artikel für die Wikipedia schreiben und bearbeiten zu lassen. Derzeit ist es für anonyme Autoren ein Leichtes, andere mit ihrem Hass zu überziehen. Wären die enstprechenden Autoren namentlich bekannt, müssten sie für das, was sie schreiben, mit ihrem Namen einstehen, die Anzahl der Beleidigungen und Verächtlichmachungen in den Artikeln der Wikipedia würde in dem Maße sinken, in dem die Qualität der Artikel steigt, denn nicht nur macht es vorsichtiger, wenn man mit seinem Namen für etwas steht, die Verantwortungsübernahme mit dem eigenen Namen sorgt auch dafür, dass die Artikel, für die man verantwortlich zeichnet, besser recherchiert und somit qualitativ besser sind.

Wir hoffen, Sie nehmen diesen Offenen Brief in der Weise auf, in der er gemeint ist, als eindringlicher Ruf nach einschneidenden Maßnahmen bei der deutschen Wikipedia, als Ruf von zwei besorgten Menschen, die große Sympathien für den Geist haben, in dem die Wikipedia einst gegründet wurde.

Michael Klein
Arne Hoffmann

Wer diesen Offenen Brief unterstützen will, den bitten wir darum, eine email entsprechenden Inhalts an: science-watch@hotmail.co.uk zu schicken. Wir werden die Liste der Unterstützer regelmäßig aktualisieren.

Unterstützer des Offenen Briefes

  • Dr. phil. habil. Heike Diefenbach
  • Mike Buchanan, CEO Campaign for Merit in Business
  • Dipl. Phys. Maximilian Esser
  • Uwe Baasch
  • Stefan Linke
  • Marc Keller
  • Dr. Andreas Kraußer
  • Urs Brechbühl, papanews.ch
  • N. Norbert Ulrich
  • Manfred Worm Schäfer
  • Ralf Steinfeldt
  • Stefan Schmitz
  • Max Matthias Schubert
  • Michael Hendricks
  • Dipl.-Psych. Christoph Droß
  • Wolfgang A. Gogolin
  • Matthias Buser
  • Benjamin Rossmann
  • Eike Scholz
  • Prof. em. Dr. Günter Buchholz
  • Benjamin Krohn
  • Dr. Johannes C. Kerner
  • Michael Brunsch
  • Manfred Riebe, marjorie-wiki.de
  • Kevin Fuchs
  • Dr. Michael Kühntopf, jewiki.net
  • Hans-Dieter Felix Henninger
  • Christine Kratky
  • Michael Laudahn
  • Prof. Dr. med. et phil. Wolfgang Grundl
  • Jürgen Hahn, PhD
  • Egbert Eissing
  • Mathias Oppermann
  • Rainer Ebeling, Radio 6150
  • Sebastian Hertel
  • Victor Sanovec
  • Simon Lange, Piratenpartei Deutschland
  • Paul-Gerhard Sahling
  • Alexander Majer-Wendelstein
  • Tim Beil
  • Dipl.-Ing. Elmar Oberdörffer
  • Thomas Lehmann
  • Andrey Behrens
  • Tony Stott, Healing-Men.net
  • Dipl. Ing. Elmar Oberdörffer
  • Dr. Walter Kalina
  • Tom Todd, VafK Hannover
  • Dipl. Phys. Marco Vogt
  • Gabi Auth
  • Ludger Pütz, Kolumbien
  • Dr. rer. nat. habil. Dr. phil. habil. Volkmar Weiss
  • Wolfgang Scheid-Franke, grüner leben
  • Klaus Stamm

Auf einige – nicht alle – aktuellen Hintergründe der Kritik an der Wikipedia geht Arne in seinem Blog „Genderama“ ein: http://genderama.blogspot.de/2012/07/deutsche-wikipedia-als-propaganda.html

Eine interessante Zusammenstellung des Umgangs mit Kritikern in der deutschen Wikipedia, sowie eine beeindruckende Liste von „Aussteigern“, findet sich auf den Seiten von Wikis in Franken

Den WikiZirkus, der sich seit Tagen auf den Seiten der deutschen Wikipedia abspielt, und der einen Haufen aufgescheuchter Hühner vor Realität und Kritik (unglaublich: da kritisiert jemand Wikipedianer…) davonlaufen und durcheinanderlaufen lässt, verfolgt Arne Hoffmann auf seinem blog. Wer Lust hat, sich die einzelnen Nummern anzuschauen, wird seinen Spass haben. Weitere Einblicke in die Manege des WikiZirkus gibt Thorsten im Forum von MANNdat .

Berichte über und Beispiele von Manipulationen bei Wikipedia finden sich u.a. bei Tobias Heinz. Bereits 2009 hat Heise Online über Autorenschwund bei Wikipedia und die Rolle von Löschadmins berichtet. Die nachfolgende Diskussion im Heiseforum ist hier aufgearbeitet. Vielen Dank an Tim Beil für die Hinweise

Von seinen Erfahrungen als Autor von Wikipedia und über die Art und Weise, in der er aus Wikipedia heraus gemobbt wurde, bericht ein Leser von Arne’s Genderama blog.

Von den vielen Beispielen, die das Qualitätsgefälle zwischen der deutsch- und der englischsprachigen Wikipedia deutlich machen, ist das folgende von Gladiator aus dem „gelben Forum“ eines der besten.

[update: 16. August:] Es tut sich etwas bei Wikipedia. So wurde z.B. der Beitrag über MANNdat gelöscht. Dies hat Michael Baleanu zum Anlass genommen, einen Offenen Brief an Wikipedia und die WikimediaFoundation zu schreiben. Zwar kann bin ich der Ansicht, dass der gelöschte MANNdat-Beitrag keinen inhaltlichen Verlust darstellt, der Zweck des Offenen Briefes von Arne und mir besteht jedoch darin, das Fehlen von Anstand und vor allem von Kriterien in Teilen von Wikipedia offen zu legen. Diskriminierende und diffamierende Artikel zu löschen, ist zwar ein Mittel, um die entsprechende Diffamierung und Diskriminierung verschwinden zu lassen, besser wäre es jedoch, die entsprechende Diffamierung und Diskriminierung gleich ganz zu lassen. Deshalb ist Löschen nicht die Lösung, es verschafft weder Anstand noch führt es zur Formulierung eindeutiger Kriterien. Deshalb unterstütze ich den Offenen Brief von Michael Baleanu.

Dear Sue Gardner,
Ladies and Gentlemen,

To our understanding Wikipedia is an information platform free of ideological content.

It is one thing to watch a small group of “gender warriors” that is trying to hijack public opinion by staging endless “edit wars” in the German chapter.

It is another thing, however, to see a Wikipedia article (https://de.wikipedia.org/wiki/MANNdat) covering MANNdat e.V. a men’s rights association (www.manndat.de) vanishing entirely without any apparent justification.

The deletion is another example for the autocratic management style deployed by some Wikipedia-administrators and another example of ideologically motivated edit-wars. We, therefore, urge you to abolish the possibility to contribute and decide under the umbrella of anonymity entirely – at least for the German chapter.

Without abolishing anonymity of contributors and administrators the content of Wikipedia will become ever more ideological and ideology-free contributions that try to at least come close to “objectivity” will be jeopardized by a political and ideological “mind-police”.

We do not expect such developments to be in the interest of Wikipedia’s inventor, and we think of these developments as cross violations of the spirit that once provided the basis for Wikipedia’s success.

We therefore urge you to re-instate the deleted article.

Sincerely,

[update 17. August:] Gerade habe ich die folgende interessante Seite mit Insights in Wikipedia entdeckt: Shtoink

Weitere Übernahmen des Offenen Briefes:
Berliner Umschau
Pi-News

Bildnachweis

Road Safety

Über Michael Klein
... concerned with and about science

98 Responses to Feindliche, ideologische Übernahme: Deutsche Wikipedia droht im Desaster zu enden

  1. ReinerH sagt:

    Im Forum http://www.wgvdl.com/forum/forum.php wurde schon mehrfach der Verdacht geäußert, hinter Finn/Fiona Baine könne sich Häuptling >Schwarze Feder< himself verbergen. Das erschien mir zunächst zu weit hergeholt.

    Nach diesen Einträgen auf der wikipedia-Diskussionseite zum wikipedia Artikel "Männerrechtsbewegung" beginne ich allerdings allmählich in die selbe Richtung zu denken. Vorbemerkung: Der Autor Andreas Kemper ist Schwarze Feder bei de.wikipedia

    "Koennte bitte ein Admin im Abschnitt "deutschsprachige Sekundaerquellen" den gerade erschienenen Band Andreas Kemper (Hg.) Die Maskulisten einfuegen?
    Danke — Schwarze Feder talk discr 16:45, 27. Jul. 2012 (CEST)

    + Kann das bitte wie alles andere warten, bis die Sperre ausläuft? Warum genau hast Du es denn so eilig, Dein eigenes Buch hier einzufügen? –Anti 16:49, 27. Jul. 2012 (CEST)
    ++Laut amazon.de ist das Buch noch gar nicht erschienen. –Peter Gugerell 17:00, 27. Jul. 2012 (CEST)"

    Finn/Fiona Baie:
    "+ Beim Verlag kann es jetzt bestellt werden.[2] Bei der Deutschen Nationalbibliothek ist es angekündigt. Der Artikel ist bis 28.7. gesperrt, danach werde ich das Buch in die Liste der deutschen Sekundärliteratur setzen.–Finn (Diskussion) 18:39, 27. Jul. 2012 (CEST)"
    -http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:M%C3%A4nnerrechtsbewegung#Die_Maskuilisten

    Aha, das Buch gibt es noch gar nicht, wird aber ungelesen eingebaut. Kemper ist ein Joker bei de.wikipedia.

    Um Schwarze Feder/Andreas Kemper, der wie eine Furie bei wikipedia editierte ist es in letzter Zeit merkwürdig ruhig geworden. Gleichzeitig taucht Benutzerin:Fiona Baine, auf die(?) auf ihrer Benutzerseite gleich mitteilt, wikipedia wolle den Anteil weiblicher Benutzer erhöhen.

    Und die Art der Administration ist wie aus dem Ei eines Raben gepellt. Bild eines Raben bei "Benutzer:Schwarze Feder" wikipedia:

    Bildunterschrift: "schwarze feder bei der arbeit Aus aktuellem Anlass: ("Klassenkämpfer spreizen Gefieder")"

    Wenn das zu verifizieren wäre, gäbe es Andreas Kemper bei de.wikipedia mindestens drei mal. Als Schwarze Feder, Fiona Baine und Finn.

    Ich habe nicht die Muse, mich durch das Regelwerk von wikipedia durchzuwühlen, glaube aber, dass Sockenpuppen dort zumindest nicht erwünscht sind. Wenn ich allerdings diesen Artikel lese, scheint es gar verboten zu sein und zum Ausschluss zu führen.

    Beim "Freitag" schreibt Andres Kemper dazu (08.06.2009):

    "Wikipedia-Missbrauch durch Konservativen enttarnt
    Soeben wurde ein konservativer Wikipedia-Mitarbeiter des Missbrauchs überführt. Wikipedia ist bekanntlich ein politisches Schlachtfeld geworden.
    […]
    dieses missbräuchliche Vorgehen scheint typisch zu sein für rechte und konservative Diskussionstrolle.
    […]
    ich hoffe, dass diejenigen, die an die Kraft der quellenbasierten und fairen argumentativen Auseinandersetzung glauben, an einen Fortschritt durch Diskussionen, sich in Wikipedia nicht unterkriegen lassen, sondern die Hegemonie der fairen Auseinandersetzung herstellen."
    http://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/wikipedia-missbrauch-durch-konservativen-enttarnt

    Wie war das nochmal mit dem Balken im eigenen und dem Span in dem Auge des Bruders? [Matth. 7]

  2. Ralph Steinfeld, der unseren Offenen Brief unterstützt, hat mir per Email, die folgende Begründung für sein Tun zukommen lassen, die ich hier ungekürzt wiedergebe:

    „Da ich vor einigen Wochen eigenständig auf den Seiten von WIKIPEDIA
    unterwegs war, mir die Beiträge sowie Versionsgeschichten der Begriffe
    „Feminismus“ und „Maskulinismus“ durchzulesen, bleibt mir nur zu
    bestätigen was die beiden Verfasser dieses offenen Briefes befürchten.

    Bereits mit den Begriffserklärungen wird deutlich was an Definitionen
    interessierte Leserinnen und Leser an Wertungen auch in den folgenden
    Absätzen erwartet.

    „Maskulinismus bezeichnet die Überzeugung, Männer oder bestimmte als
    männlich erachtete Eigenschaften seien naturbedingt überlegen, sowie die
    Legitimation männlicher Dominanz.[1] Der Ausdruck „Maskulinismus“ (bzw.
    dessen englische Entsprechung „masculinism“) wurde Anfang des 20.
    Jahrhunderts geprägt. Arthur Brittan definierte 1989 den Begriff
    Maskulinismus als die „Ideologie des Patriarchates“, die männliche
    Dominanz naturalisiere und legitimiere.[2][3] Diese Überzeugung wird von
    einem Teil der Vertreter der Männerrechtsbewegung („men’s rights
    movement“) vertreten;[4][5] Einige Männerrechtler bezeichnen sich selbst
    als Maskulinisten[6] oder werden so betitelt.[4]

    Laut dem US-amerikanischen Soziologen und Männerforscher Michael Kimmel
    entstanden maskulinistische Männer- und Väterrechtsgruppen als Antwort
    auf den Feminismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.[7]“

    Es wäre ja schon schön gewesen, wären statt der angeführten Feministen
    Kimmel und Brittan ausgewiesene Maskulinisten zu Wort gekommen, aber
    endgültig verabschiedet sich der nicht in Gänze unbedarfte Leser, wenn
    er über Zählweisen stolpert, wie:
    „Diese Überzeugung wird von einem Teil der Vertreter der
    Männerrechtsbewegung vertreten;Einige Männerrechtler bezeichnen sich
    selbst als Maskulinisten oder werden so betitelt.“

    „Ein Teil“ eines Ganzen kann sowohl 1/1000 als auch 1/3 sein. Auch
    unbestimmte Begriffe wie „einige“ eignen nicht Wissen zu vermitteln.
    Was die Verfasser den Leserinnen und Lesern mit hiermit zumuten wollen
    „Einige…bezeichnen sich…oder werden so betitelt“, ist schon klar: Es
    möge sich die ideologisierte Fantasie gegen die vorab als „dominante“
    „Patriarchen“ verunglimpften Männerrechtler frei entfalten.

    Es wundert daher nicht, wenn auch deutschsprachige Feministen wie
    Gesterkamp, Kemper und Rosenbrock hier Einzug halten, sich gegenseitig
    die Steigbügel halten und einander als Quellen anbieten oder besser, von
    anonym agierenden Mitstreitern und Mitstreiterinnen positionieren lassen.

    Mein persönlicher Eindruck:
    WIKIPEDIA taugt hier derzeit nicht als Informations- und Wissensquelle
    und das bedaure ich sehr.

    Ich unterstütze das wichtige Anliegen der beiden Verfasser des offenen
    Briefes an Jimmy Wales, Arne Hoffmann und Michael Klein, WIKIPEDIA als
    Informations- und Wissensquelle zu erhalten und wenn für meinen
    unbedeutenden Namen noch ein Platz unter dem offenen Brief frei sein
    sollte, dann dorthin mit dem.

    Mit besten Grüßen

    Ralph Steinfeldt

  3. Eine weitere Email von Christoph Droß enthält die folgende Begründung:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    hiermit unterstütze ich den offenen Brief an Jimmy Wales. Ich teile die
    in dem offenen Brief dargestellte Besorgnis: Tatsächliche ist die
    deutschsprachige Wikipedia derzeit nicht mehr geeignet, in ideologisch
    umkämpften Themenfeldern als eine erste Informationquelle herangezogen
    zu werden. Dies gilt nicht nur, aber eben auch bei Themen wie
    „Feminismus“ oder „Männerrechtsbewegung“.

    Was ich außerordentlich bedauerlich finde.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dipl.-Psych. Christoph Droß

  4. Oliver sagt:

    Naja, immer wieder dieser Vergleich „deutsche vs englische Wikipedia“ – der Unterschied sind fast 20 Millionen Benutzer, die auch logischerweise deutlich mehr kontrollieren können. Jeder Benutzer, der sich derzeit auf die Wikipedia gibt, ist – in allen Sprachversionen – dazu gebeten, Versionsgeschichten und Diskussionsseiten mit dem Artikel und den dazugehörigen Quellen einzusehen. Ob etwas richtig ist, kann zur Zeit niemand kontrolliern. Und eines darf man nicht vergessen: Die Wikipedia ist ein Projekt zum AUFBAU einer Enzyklopädie

    • Viele Nutzer, die sich schon einmal engagiert haben, und z.B. eine völlig falsche Darstellung editiert haben, sich die Mühe gemacht haben, ihren Text zu belegen und das seltsame Wikiformat zu benutzen, haben schnell gemerkt, dass es nicht auf die Mitarbeit der Nichtgläubigen ankommt und dass ihr Text ganz schnell wegeditiert wurde. Entsprechend kann ich Deine Hoffnung überhaupt nicht teilen. Meine Empfehlung ist und wird sein: Wikipedia Deutschland schließen und nur Autoren neu zulassen, die ihre Identität nachgewiesen haben und sich unter eigenen Namen verantwortlich zeigen. Alles andere mag im angelsächsichen Kulturkreis, in dem es noch so etwas wie Anstand und Achtung vor den Persönlichkeitsrechten anderer gibt, klappen, es ist in Deutschland kläglich gescheitert.

      • Oliver sagt:

        Wenn die deutschsprachige Wikipedia geschlossen werden soll, dann muss man konsequenterweise auch alle anderen schließen. Ich glaube nicht daran, dass es nur ein deutsches Problem ist, und auch andere Ländern keinen „Anstand und Achtung vor den Persönlichkeitsrechten“ haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du dir sämtliche englischen Wikipedia-Artikel angesehen hast. Natürlich gibt’s da genauso wie in der deutschen, französischen oder spanischen Wikipedia Mist.

        • Ich lebe lange genug in England und kenne genügend Engländer um auf großer empirischer Basis feststellen zu können, dass es einen erheblichen kulturellen Unterschied zwischen England und Deutschland gibt. Ich brauche nicht alle Wikipedia-Artikel zu lesen, um zu wissen, dass ein Umgang wie derjenige, der in Deutschland normal geworden zu sein scheint, in England indiskutabel ist. Ich habe Schwierigkeiten selbst Leuten, die mich mittlerweile gut kennen, begreiflich zu machen, dass es in Deutschland auf offiziellen Servern, auf denen über Dritte schwadroniert wird, möglich ist, den Dritten Adjektive wie „homophob“ zuzuordnen und ihre Arbeit einfach als „Mist“ zu bezeichnen. It’s unheard of. Insofern behaupte ich nach we vor, basierend auf langjährigen Erfahrungen, dass das Problem der deutschen Wikipedia „unique“ ist, sollte alle die freuen, die an das deutsche Wesen glauben. Es gibt es noch, das deutsche Wesen: es äußert sich in Unfreundlichkeit, Angst vor anderen und Lust an der Beleidigung anderer.

        • Goofos sagt:

          Nur so nebenbei noch ein Fundstück aus dem „Gender Gap Manifesto“ der Wikimedia:
          http://meta.wikimedia.org/wiki/Gender_Gap_Manifesto

          „Help men understand the obstacles women face and help them become better feminists.“

        • templarii sagt:

          In Deutschland herrscht eine Bösartigkeit die von den Meinungsführern ausgeht. Der Hass auf Deutsche und ihre Kultur ist so gross und basiert auf so vielen Lebenslügen dass dies sich so entwickeln muss. Wahrheit gibt es nicht mehr, der erwachsene Versuch die Wahrheit zu erschliessen gibt es nicht mehr und darum kann man sich nur wundern wieso dass alles nicht schon früher zusammenbricht.

          Heutzutage ist ja schon jeder Rassist, Nazi, Holocaustleugner, Geschlechterfaschist, ein Lügner, ein Ideologiegesteuerter oder von Interessensgruppen gesteuerter Mensch der auch nur versucht eine eigene Meinung zu haben und sie zu äussern.

          Templarii – recognoscere.wordpress.com

      • ReinerH sagt:

        Einen Ansatz dazu gibt es in D. Das ist http://www.wikiweise.de/

        Dort darf, wie du es für die wikipedia anregst, nur schreiben, wer auch mit seinem Namen dafür geradesteht. Das Ergebnis sind richtig informative Artikel. Sachlich und unideologisch, ein richtiges Lexikon halt.

        Die Site wurde Ende letzten Jahres gehackt und lahmgelegt. Wer kann da wohl ein Interesse daran haben, sich diese Mühe zu machen?

        • Tobias Ströhm sagt:

          Jalak Jalak, Thai Ginseng und Axel Schweiß stehen mit ihrem Namen dafür gerade. Uli Fuchs hat die Site Ende letzten Jahres höchstpersönlich lahmgelegt, weil selbst ihm langsam klar wurde, dass aus dem Blödsinn nichts mehr werden kann. Ein klares Ende hätte ihm besser zu Gesicht gestanden als dieser „gehackt“-Quatsch

  5. Oliver sagt:

    Und wie steht’s mit anderen Ländern? Man muss ja auch sagen, dass die deutsche Wikipedia eigentlich die deutschsprachige ist, also natürlich auch Österreicher, Schweizer und alle, die Deutsch können, mitmachen können.

  6. Michael sagt:

    @Michael Klein: Das wusste ich ja noch gar nicht! Ich wusste nicht, dass ich als Deutscher natürlich ein Arschloch bin. Danke für die Aufklärung! Werde ich den anderen Wikipedianern erzählen, ja, so nennen wir Arschlöcher uns. Glaub mir, ich traue mich gar nicht erst an diese schweren Themen heran und schreibe lieber über Popkultur. Aber alle Deutsche – das muss man sich mal vorstellen – auf eine Stufe zu stellen ist schon gewagt. Wer eine Fernsehsendung scheiße findet, soll sie sich nicht ansehen; wer eine Website scheiße findet soll sie nicht aufrufen. Wie wär’s damit, anstatt darauf rumzuhacken? Jimmy Wales werdet ihr mit dem Brief sicherlich nicht erreichen. Der hängt natürlich seit Jahren an dem Wiki-Prinzip fest.

    • Wenn es noch etwas gebraucht hat, um das, was ich gesagt habe zu bestätigen, dann Ihren Kommentar. Vielen Dank! Ich will nur nebenbei darauf hinweisen, dass ich an keiner Stelle von allen Deutschen gesprochen habe. Es sind diese kleinen Prämissen, die das Problem, das manche vielleicht auch viele Deustche haben, verdeutlichen: Immer auf der Suche nach etwas, an dem man sein eigenes Minderwertigkeitsgefühl abfeiern kann, immer sofort bereit, alles in eine Beleidigung des eigenen Persönchens umzudeuten und immer mit diesem albern kindlichen Habitus, „ich erzähl es aber meinen Freunden und dass wirst Du schon sehen…“. Gut, was werde ich dann sehe, dass es noch mehr so Pflänzchen gibt, die in ihrer Persönlichkeit so fragil sind, dass sie sich gegen Angriffe verteidigen, die es gar nicht gibt? Das weiß ich schon. Deshalb arten die meisten Diskussionen in Deutschland schnell in eine Schlacht aus, in der nur noch Beleidigungen ausgetauscht werden. Da reicht schon ein Häuflein kleiner Pflänzchen, um eine Atmosphäre komplett zu vergiften, denn wie man in den Wald hineinruft, so schallt es einem natürlich entgegen. Vielleicht sollten Sie die Reaktionen, die Sie vermutlich regelmäßig ernten, einmal vor dem Hintergrund Ihrer eigenen Äußerungen betrachten. Ich wette, es erklärt vieles. Da Sie Jimmy Wales so gut kennen, dass Sie genau wissen, wie er reagieren wird, sagen Sie ihm doch einen Gruss von mir, wenn Sie ihn das nächste Mal treffen.

      P.S.
      Wenn ich ihren „Beitrag“ ernst nehmen würde, dann müsste ich Sie jetzt frage, wieso Sie sich hier an Ihren eigenen Rat nicht halten, wo Sie doch empfehlen, Webseiten, die man „scheiße“ findet, nicht zu lesen, und wie viel mehr muss dieser Rat dann erst für das Kommentieren gelten. Im Übrigen wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie in Zukunft ihre Fäkalsprache unterlassen würden, nicht jeder hat Lust, Sie bei Ihrer Notdurft zu beobachten.

  7. Pseudonym sagt:

    England != en.wikipedia.org werter Herr Klein. Sicher gibt es umkämpfte strittige Themengebiete, diese bilden aber nur einen geringen Prozentsatz aller Artikel. Ihre Darstellungen sind eindeutig realititätsverzerrend. Die jahrelange Arbeit unzähler anonymer Autoren denen jetzt entziehen zu wollen ist ein fieser Schlag in die Magengrube.

    • @Pseudonym,
      niemand hat behauptet, das sei anders. Wir beschreiben im offenen Brief einen Prozess, der es Ideologen ermöcht, die Wikipedia zu infiltrieren. Und haben Sie schon einmal von Ideologen in der Geschichte gehört, die nach anfänglichen Erfolgen sich zurückgezogen haben und mit dem zufrieden waren, was ist? Niemand stellt in Abrede, dass es gute Beiträge auf Wikipedia gibt. Wenn Sie den Offenen Brief genau lesen, werden Sie feststellen, dass es uns darum geht, den Geist, in dem die Wikipedia gegründet wurde und in dem sie im angelsächsischen Ausland auch funktioniert, zu retten. Ich bekomme tägliche emails von Leuten, die sagen, sie würden die Wikipedia gar nicht mehr nutzen, weil sie ideologisch unterwandert ist, nur noch nach einem Gegencheck in „Diskussion“ und „Versionengeschichte“ überhaupt zur Kenntnis nehmen, die sagen, sie hätten nach kurzer Zeit ihre Mitarbeit eingestellt, weil sie von „ignoraten Ideologen“ überrollt wurden und nicht die Zeit hatten, sich auf Editier-Kriege einzulassen und vieles mehr. Sicher, Sie können diese Probleme ignorieren und auf die vielen unstrittigen Beiträge verweisen. Aber glauben Sie im Ernst, die beschriebenen Probleme gehen davon weg? Glauben Sie im Ernst, die bereits vorhandenen Ideologen hören dann auf, gute Autoren von einer Mitarbeit abzuschrecken, vorhandene Artikel zu verschlechtern oder ihre Treiben auch auf den bislang guten content von Wikipedia auszubreiten?

      • Pseudonym sagt:

        ach, wenn ich mir die WP:VM anschaue (dort schlagen Editwars etc unweigerlich auf), dann spielt sich das auf dem Gesamtartikelbestand im Promillebereich ab, wenn nicht weniger. Da Sie nicht mal in der Lage sind, die WP richtig zu bedienen (z.b. Signieren der eigenen Diskussionsbeiträge) muss ich Ihnen unterstellen, dass Sie von den Strukturen der WP keinerlei Ahnung haben. Dass Sie Mails von „Frustierten“ bekommen ist angesichts der sonst üblichen WP-Hetzt für mich kein Wunder.

        • Sie hören sich an wie der Vertreter einer religiösen Sekte, die der furchtbaren Umwelt ausgesetzt ist, einer Umwelt, in der niemand verstehen will, welche höhere Weihe die Mitarbeit in WP, die man gegen alle Unbillen des Lebens in der Außenwelt auf sich nimmt, doch darstellt. Werden Sie glücklich in Ihrer Welt und hören Sie bitte damit auf, aus ihren Phantastereien irgendwelche Schlüsse darauf ziehen zu wollen, womit ich mich auskenne und womit nicht.

        • Michael sagt:

          Wäre es möglich, auch auf Pseudonyms Beitrag einzugehen, anstatt über etwas anderes zu reden?

        • Eike Scholz sagt:

          @Pseudonym

          Da darum Gebeten wurde auf das Argument einzugehen:

          1.) Es ist statistisch nicht erheblich ob sich das im Promillebereichs des *Bestandes* befindet, Bezugsmaße müssen die Anzahl der editierten/neuen Artikel sein.

          2.) Ferner steht in dem offenen Brief, dass das Problem bei Politisch/Ideolgisch umstrittenen Themen gehäuft auftritt. Davon sind eine ganze menge Artikel z.B. aus dem Bereich der Naturwissenschaften nicht betroffen. Ferner ist das Problem mit der Wikipedia unter aktiven Akademikern bekannt, viele haben versucht sich einzubringen, aber es schnell wieder sein gelassen, oft bevor es zu „Edit-Wars“ kommt. Die von ihnen gewählte metrik ist auch hier nicht geeignet. Wie weit teils gegangen wird, um Akademisch sauberes Arbeiten in der Wikipedia zu unterdrücken Zeigt z.B. http://www.kanzleikompa.de/?s=%22das+liebe+Phi%22&submit=Suchen
          wo es um de Kennedy-Mord geht.

          3.) Die von ihnen vermutete Ignoranz von Herrn Klein im Bezug auf die Bedienung der Wikipedia, sagt nichts darüber aus, ob seine Kritik an den Inhalten angemessen ist.

          Aber vielleicht haben Sie recht und in der Wikipedia gibt es kein Qualitäts-Problem, alles ist nach ihrer sauber argumentativ und empirisch Belegt – mindestens in der Qualität des Arguments auf das ich gerade eingehe. Also gibt es wohl kein Problem, die Kritiker Hetzen nur …

  8. Michael sagt:

    Sorry, aber ich fühle mich hier persönlich als Wikipedianer angegriffen und kann das nicht hinnehmen.; deshalb kommentiere ich. Sind Sie persönlich von der Wikipedia angegriffen?

    • Ich bin heute zwar nicht im mood für persönliche Betroffenheit, aber gut, aus erzieherischen Zwecken:
      Und? Was sagt mir das jetzt? Sozialpsychologisch sagt mir das, dass Sie ihre soziale Identität über ihre persönliche Identität stellen, was ich für bedenklich halte. Sozilogisch sagt mir das, dass Sie in der Wikipedia eine „peer group“ sehen, vermutlich der Art, wie sie William F. Whyte in seiner Street Corner Society beschrieben hat, was mindestens ebenso bedenklich ist und im Hinblick auf den Gehalt sagt es mir: Gar nichts. Warum sagt es mir nichts, weil affektive Aussagen über nicht vorhandene Entitäten inhaltsleer sind. Beleg: „Sorry, aber ich fühle mich persönlich als Wissenschaftler angegriffen und kann nicht hinnehmen, dass Personen auf Wikipedia diffamiert werden, deshalb kommentiere ich. Sind Sie pesönlich diffamiert worden?“ Wenn Sie genau lesen, werden Sie feststellen, dass ich nicht Ihr Talent habe, leere Sätze zu schreiben und dass meine Analogie zu ihrem Satz insofern unvollständig ist, als ich empirisch nachprüfbare Fakten hinzugefüht habe (die diffamierten Personen).
      So und jetzt bitte keine affektive Auswürfe mehr, sondern Argumente oder Schweigen.

    • Goofos sagt:

      Ich hätte den Vorschlag sich einfach mal mit der Kritik gebührend zu befassen. Das wäre normalerweise der richtige Weg. Deine Aussage „ich fühle mich als Wikipedianer angegriffen“ beweist eher in welchem Zustand sich die Wikipedia befindet. Wikipedianern, denen nicht mehr einfällt als auf Kritik mit „ich fühle mich angegriffen“ zu antworten, spricht nicht wirklich für die Kritikfähigkeit der Wikipedia.

      • Rainer sagt:

        „Deine Aussage ‚ich fühle mich als Wikipedianer angegriffen‘ beweist eher in welchem Zustand sich die Wikipedia befindet.“ – Beweisen tut das nichts.

        Ich sehe keinen Sinn in diesen kindischen Beiträgen. Die Transferleistung, die Goofos angefragt hat, ist nun wirklich nicht schwierig zu erbringen. Ich schalte diesen Kommentar noch einmal frei, erwarte aber in Zukunft etwas mehr an Inhalt als inhaltsleere Sätze, die nur dem Zweck dienen, widersprochen zu haben.

        • Goofos sagt:

          Bitte beachten, dass ich „beweist eher“ geschrieben habe. Nicht es wäre etwas bewiesen, sondern es geht Richtung Gegenbeweis als ursprünglich gemeint.
          In diesem Fall ein Wikipedianer der meint er würde durch den Offenen Brief zu Unrecht kritisiert, damit persönlich angegriffen fühlt und daraus ableitet sich wehren zu müssen. Im weiteren Verlauf der Kommentare wehren sich Wikipedianer mit der Aussage, die englische Wikipedia wäre genau so schlimm bis schlimmer. Das deutet darauf hin, dass sich nicht mit der ursprünglichen Kritik befasst wird, sondern Schuldabweisungen und Ausflüchte statt finden. Dafür aber auch keine Begründungen geliefert werden, dass die deutsche Wikipedia viel besser wäre, sondern dabei verweilt trotzdem so schlimm oder nur etwas weniger Schlimm als die englische Wikipedia zu sein.
          Würden alle Wikipedianer so agieren, müsste man davon sprechen, dass die Wikipedia unfähig ist mit Kritik umzugehen. Deswegen beweist der Kommentar eher wie Kritikunfähig die Wikipedia ist. Um diesem Bild zu entgehen, wäre mein Vorschlag sich ganz einfach mit der eigentlichen Kritik zu beschäftigen, da ansonsten der Eindruck entstehen könnte, die Wikipedia wäre Unfähig mit Kritik umzugehen.

          Von Beweis ist hier keine Rede. Das dürfte auch nicht im Sinne sein, beharrlich beweisen zu müssen was für ein Schrott die Wikipedia ist. Das ist nicht meine Intention. Allerdings arbeiten wohl einige Wikipedianer darauf hin.

  9. Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

    Es geht hier doch um die wikipedia als Idee, d.h., dass sich all diejenigen, die von einer Sache etwas wissen, das sie relevant finden, beteiligen sollen und können, so dass mit der Zeit eine breite Basis für Faktenwissen entsteht – mit Betonung auf FAKTEN.

    Diese Idee gehört in den Gesamtzusammenhang einer „civic society“, und die ist Deutschland im Gegensatz zu Großbritannien nun einmal nicht und ist es nie gewesen. Insofern ist es nicht überraschend, dass man in Deutschland wenig Erfahrung im Umgang mit in Eigenregie und -verantwortung aufgebauten Kollektivgütern hat und die ungeschriebenen Regeln, die einer solchen Aktion zugrunde liegen, weder kennt noch schätzen würde, falls man sie kennen würde. (Normalerweise wird in Deutschland „top down“ und vermittelt über Funktionäre, Referente, Sachverwalter etc. agiert, und „der Bürger“ bzw. „die Menschen“ dürfen sich dann der Sache verschreiben oder auch nicht; dann gehören sie eben ins „feindliche“ Lager…. Ich sehe nicht nur überhaupt keinen Sinn darin, sich darüber zu ärgern, dass jemand das ausspricht, sondern denke, dass gerade diese Reaktion typisch für Deutsche ist: statt sich einer Sache zu widmen und Mißstände als solche zu bezeichnen und aktiv zu werden, um sie zu verändern, zieht man sich darauf zurück, schlechte Nachrichten möglichst nicht hören zu wollen und diejenigen zu kritisieren, die die schlechte Nachricht überbracht haben – und alles zu belassen wie es ist. Wenn man die Überbringer schlechter Nachrichten mundtot macht, dann kann man wenigstens so tun, als sei alles in Ordnung „im eigenen Ländle“. Nur ändert das leider nichts an den Realitäten. Aber viele Deutsche scheinen zufrieden zu sein, wenn sie nur bitte nicht auf diesen Realitäten angesprochen werden. Genau deshalb ist Deutschland keine „civic society“, und genau deshalb sind Deutschlands Bürger so leicht ausrechen- und manipulierbar. Den Unterschied z.B. zu Großbitannien muss man, glaube ich, erfahren, um ihn wirklich einschätzen zu können. Wer keine „civic society“ aus der eigenen Lebenserfahrung kennt, kann sich vielleicht einfach nicht vorstellen, wie genau sie sich im täglichen Leben äußert.

    Eines jedenfalls kann ich uneingeschränkt bestätigen: Es ist in Großbritannien unüblich, sich auf andere Weise an Diskussionen zu beteiligen als durch Argumente, und es ist ein absoluter faux pas, wenn man sich nicht anders zu helfen weiß, als Leute zu beleidigen. Damit allein ist man vollständig disqualifiziert, weil das gemeinhin als hilf- und niveaulos betrachtet wird (ebenso wie das Sich-Verstecken-Hinter-Pseudonymen). Wie selten das vorkommt, kann jeder überprüfen, wenn er eine beliebige Diskussion z.B. auf den BBC-Seiten oder bei der Times oder sonst wo betrachtet. Dass Großbritannien über eine weitaus höher entwickelte Diskussionskultur verfügt, ist eine nachprüfbarer Fakt.

    Zurück zur wikipedia: Gerade dann, wenn sich jemand erfreulicherweise in der wikipedia engagiert hat oder engagieren wollte, müsste es doch in seinem Interesse sein, dass die wikipedia nicht zu einem Verlag zur Lehrmaterialien zur Kaderschulung verkommt. Wer die wikipedia Deutschland kritisert, muss ihr keineswegs „feindlich“ gesonnen sein, sondern tut dies vielleicht im Gegenteil deswegen, weil er sich der Idee verbunden fühlt(e) und die Sache unterstützen wollte, aber von dem, was er da vorgefunden hat, restlos enttäuscht ist.

    Ich muss wissen, dass es so sein kann, denn mir selbst erging es genauso, und zwar mit Bezug auf meinen Beitrag zum Eintrag „Patriarchat“. Ich habe aufgezeigt, wie die Idee von „Patriarchat“ im Europa des 19. Jahrhunderts überhaupt entstanden ist, und habe zusammengetragen, was es an Prüfungen der Frage, ob sich irgendwo ein Patriarchat finden lässt oder ließ, gibt. Ích habe ALLE meine Behauptungen mit nachprüfbaren Literatureinträgen belegt, so dass für alle Leser nachvollziehbar wäre, woher ich mein Wissen habe und wie ich bestimmte Einschätzungen begründe.

    Das alles hat mir nicht geholfen. Fiona Baine hat sich nicht nur geweigert, den Text oder auch nur Teile davon in die wikipedia zu übernehmen, sondern am Tag, nachdem ich meinen Text an sie (oder ihn?) verschickt habe, in die wikipedia eingetragen, die reale Existenz des Patriarchat sei empirisch belegt, was das Gegenteil von dem ist, was sich zeigen lässt, und diese Behauptung blieb OHNE JEDEN Beleg aus einer anthropoligischen oder historischen Forschung.

    Ja, nicht einmal die Tatsache, dass ich eine Frau bin, hat mich bei den Frauenförderungsplänen von „Fiona“ gerettet – wichtiger ist, dass die Ideologie stimmt :-))

    So einfach ist es bei wikipedia Deutschland, Fakten zu unterdrücken. Und wer jetzt noch behauptet, in der wikipedia Deutschland stimme alles, dem ist einfach nicht zu helfen.
    Wikipedia „gehört“ niemandem, sondern war dazu gedacht, eine möglichst breite Wissensbasis zusammenzutragen. Wer Fakten unterdrückt und das Gegenteil von dem, was sich zeigen lässt, verbreiten will, hat in der wikipedia nichts verloren, weil er die Idee von wikipedia offentsichtlich nicht mitträgt, sogar behindert. Wenn solche Leute nicht nur nicht aus der Beteiligung an wikipedia ausgeschlossen werden können, sondern es schaffen, unter was weiß ich wie vielen Pseudonymen ihrem ideologischen Quatsch zu frönen, dann stimmt eindeutig etwas nicht damit, wie die wikipedia (Deutschland oder anderswo) funktioniert!

    • Marcus Cyron sagt:

      Liebe Frau Diefenbach – sie kennen die englische Wikipedia offenbar nicht. Dagegen ist die deutsche fast friedlich zu nennen. Und man kann was dort angeht nun nicht nur den Amerikanern, Australiern oder Afrikanern in die Schuhe schieben. Auch die Briten keilen und teilen fleissig aus. Ihre Beschwörung der heilen britischen Welt ist absurd. Auch ihre Behauptung, in diesem Blogbeitrag würde mit Argumenten gearbeitet. Die ganze Aktion hier ist sowas von jeder Wissenschaftlichkeit entfernt, daß es schmerzt. Wenn ein habilitierter Mensch das nicht merkt, ist das ernsthaft problematisch.

      • Es wäre nett, wenn Sie Ihre allgemeinen Behauptungen auch belegen würden. Stattdessen springen auch Sie auf das „Die Briten/Amerikaner/Australier/Kanadier“ sind nicht besser als wir Deutsche-Motto. Ich darf auch mal: Das ist absurd. Anstatt sich der Probleme der deutschen Wikipedia zu widmen, wird mit dem Finger auf andere gezeigt und behauptet, die sind auch nicht besser. Na dann! Selbst wenn dem so wäre, dass anderen das Wasser auch bis zum Hals steht, würde es nichts daran ändern, dass einem selbst das Wasser bis zum Hals steht. Aber, dem ist auch nicht so, wie ein einfacher Vergleich der Diskussionskultur bei umstrittenen Artikeln zeigt. Beispiel masculinity auf der einen und Männerechtsbewegung (Maskulist/Maskulismus ist gesperrt, weils zu grauslig war) auf der anderen Seite:
        http://en.wikipedia.org/wiki/Talk:Masculinity
        http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:M%C3%A4nnerrechtsbewegung

        • Pseudonym sagt:

          en.wp hat 4 Millionen, de.wp hat 1,4 Millionen Artikel. Sie vergleichen bei WP anhand eines einzigen Artikels. Solche Vergleiche sind nur eins: absurd.

      • Herr Cyron, ich glaube nicht, dass es Ihnen ansteht, andere Kommentatoren in diesem Blog zu beleidigen, geschweige denn, sich über deren Qualifikation oder Leistung auszulassen. Sobald Sie im Who is Who in the World verzeichnet sind und eine Veröffentlichungsliste vorzuweisen haben wie Dr. habil. Heike Diefenbach können wir über ein Urteil Ihrerseits reden, bis dahin unterlassen Sie bitte jeglichen Versuch, die Reputation von Dr. habil. Heike Diefenbach in Zweifel zu ziehen. Anyway, es wirkt wie der Hund der den Mond anbellt.

      • Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

        Lieber Herr Cyron,

        habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie meinen, die Ausbildung an deutschen Universitäten sei qualitativ so schlecht, dass Menschen, die dort habilitiert haben, die angeblich offensichtlichsten Dinge nicht bemerken? Ihre damit implizierte pauschale Verurteilung des deutschen (Hochschul-/)Bildungssystems ist absurd. Auch die britischen Universitäten sind nicht unfehlbar, und „so etwas wie ich“ wird sicherlich auch dort produziert. Ich hoffe, das tröstet sie!?

        Oder wollten Sie mich persönlich beleidigen und mir meine Qualifikation absprechen? Wenn ja, dann finden Sie doch bitte den Mut, dies offen zu tun, damit ich angemessen darauf reagieren kann. Was sind eigentlich Ihre Qualifikationen?

        Wenn ich sehe, dass Sie den Mund recht voll nehmen und „stark“ aufzutreten versuchen, aber kein einziges NACHPRÜFBARES Beispiel für die „Auskeilerei“ in Großbritannien angeben können, Sie das aber selbst nicht merken, sondern meinen, die belegbare Einschätzung anderer durch einfaches Widersprechen diskreditieren zu können, dann finde ich das mehr als ernsthaft problematisch, nämlich absolut traurig.

        Wo genau befinden sich denn nun die persönlichen Beleidungen, die in Großbritannien angeglich ebenso regelmäßig wie in Deutschland ausgeteilt werden? Und zwar in der wikipedia und in anderen öffentlich zugänglichen Medien?

        Wer hat wann und wo versucht, dümmliche Kommentare „Australiern“, „Afrikanern“ oder sonst wem „in die Schuhe zu schieben“?

        Wie kommen Sie auf solche Ideen? In jedem Fall sagen diese Ideen sehr viel über Sie selbst, aber nichts über diejenigen, denen Sie hier widersprechen wollen.

        Im Übrigen stelle ich fest, dass wieder einmal jemand, in diesem Fall Sie, eher an dem Vergleich zwischen Deutschland und Großbritannien interessiert ist als an der Behebung der Mißstände in der deutschen wikipedia. Nach meiner Erfahrung ist es für einige oder vielleicht sogar viele Deutsche normal, dass der nationale Wettstreit wichtiger ist als die Behebung von Mißständen im eigenen Land, aber anscheinend ist das erfreulicherweise für sonst eher wenige Menschen normal (und als Ethnologin darf ich anfügen, dass ich diesbezüglich vermutlich einen größeren Erfahrungsschatz aufweise als Sie).

        Von vernünftiger Auseinandersetzung ist Ihr Kommentar jedenfalls so weit entfernt, dass es mich schmerzt!

  10. Dr. habil. Heike Diefenbach sagt:

    Soll man Oliver und „Pseudonym“ (was sonst!?) so verstehen, dass sie es in Ordnung finden, wenn in der wikipedia belegbare Fakten zensiert werden?

    Falls ja, so stört es sie ja sicherlich nicht, wenn ihre Kommentare auf diesem blog zukünftig nicht mehr freigeschaltet werden – gleiche Recht für alle, oder!?

    Fall nein, dann frage ich mich: worum geht es den beiden eigentlich?

    In jedem Fall illustriert dies wieder den Unterschied zwischen Diskussionsbeiträgen in Deutschland und in einer „civic society“:
    Es geht faktisch doch darum, sich gegen ein Mißstand bei der wikipedia (genau: Zensur von ideologisch nicht genehmen Fakten und persönliche Diskreditierung einzelner Personen, die der Ideologie nicht entsprechen möchten) zu wehren. Statt dies zu tun, fühlen sich in Deutschland immer einige, manchmal leider auch viele, dazu aufgefordert, ihre bedingungslose Solidarität mit der Gruppe, hier: mit „der wikipedia-Gemeinde“, falls es so etwas gibt, zur Schau zu stellen, indem sie den sachlichen Mißstand wegzureden versuchen bzw. einfach ignorieren und über etwas anderes reden (wobei ich allerdings nicht verstanden habe, worüber; irgendwie geht es wohl darum, wegen irgendetwas Michael Klein anzugreifen).

    Solange Gruppenidentifikationen auf emotionaler Basis bei vielen Deutschen gegenüber Sachfragen in den Vordergrund treten, muss man wohl konstatieren, dass viele Deutsche an den Sachfragen nicht hinreichend interessiert sind, sondern eher an ihrer psychologischen Hygiene bzw. dem Erhalt ihrer Identität durch Gruppenidentifikation. Aber wenn das so ist, warum stehen sie nicht einfach dazu, sondern fühlen sich irgendwie dadurch angegriffen, dass man sie als außen- und emotional gesteuert und irrational ausweist? Finden sie das vielleicht doch nicht in Ordnung, haben aber nicht die Kraft, sich zur Eigenverantwortung und zur rationalen Argumentation zu emanzipieren? „Civic societies“ leben davon, dass ihre Bürger diese Emanzipation geschafft haben bzw. nicht (mehr) nötig haben; sie sind schon eigenverantwortliche Individuen mit einer personalen Identität.

    Mir scheint jedenfalls, dass es für die wikipedia besser ist, wenn sich außen- und emotional Gesteuerte ncht in ihr engagieren….

    • Hans Meier sagt:

      Wenn ich nach diversen technischen Sachverhalten in Wikipedia sehe und feststelle, wie einseitig, bzw. oberflächlich Funktionen, bzw. Zusammenhänge, auch bis die in ökonomischen Relationen, dort „gepflegt, in neutral-positv Darstellung“ reale Problematiken und vorhandene Kritik ausgeblendet ist, dann hat das mit dem zu tun, was grundsätzlich schief läuft.
      Wo kein Mut zur Ehrlichkeit, keine Entschiedenheit für Objektivität vorherrscht da „schleichen sich Agenten manipulierend ein“, so wie das bei Wikipedia offensichtlich ist, weil diese feigen Intriganten sich anonym und konspirativ verhalten. Darum Enttarnung von Ross und Reiter.

  11. Eike Scholz sagt:

    Sehr geehrter Herr Klein,

    ich habe ein wenig Zeit gebraucht um zum Lesen ihres offenen Briefes zu
    kommen und möchte ankündigen, dass ich ihn vollumfänglich unterstütze.
    Einen interessanten Einblick in die Teilweise wohl bewusste
    Manipulation, und eine Dokumentation wie sie funktioniert, gibt es auf

    http://www.kanzleikompa.de/?s=%22das+liebe+Phi%22&submit=Suchen

    Beste Grüße,

    Eike Scholz

    • Pseudonym sagt:

      Ach, der Herr Kompa. Fiel mit Mordphantasien in der WP auf und wurde daher unbeschränkt gesperrt: http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Markus_Kompa

      • Eike Scholz sagt:

        @Pseudonym

        Das ist schon Mutig – Einen Fall der bis vor ein Gericht ging, (naja nur Hamburg) und von Herrn Kompa gewonnen wurde, obwohl Er teils Kräftig gegen die Hamburger-Gerichtsbarkeit austeilt, als Begründung für das Fehlverhalten von Herrn Kompa zu nehmen
        mit Quelle Wikipedia … auf welcher wie so oft kein Beleg zu finden ist, nur Behauptungen.

        Ich empfehle mal die Darstellung von Herrn Kompa zu lesen, da befindet sich auch eine Darstellung zu seiner Sperrung. Sie bestätigen im übrigen mit der Art ihrer Argumentation ohne Belege die Kritik.

  12. Maximilian Esser sagt:

    Hallo Pseudonym,

    spielt es denn irgendeine Rolle, ob irgendwelche anonymen Leute Hern Kompa aus der deutschen WIkipedia warfen?

    Ja, spielt es: Weil es, wie immer man Herrn Kompa persönlich einschätzt, ein (weiteres) Indiz für den miserablen Zustand der deutschen Wiki ist.

    Maximilian Esser

    • Rainer sagt:

      Wieso ist das ein Indiz?

    • mijano sagt:

      Man wirft nicht einfach so jemanden aus der Wikipedia heraus. Dazu benötigt es Rückhalt aus der Community und den gibts nicht bei unbegründeten Fällen. Diese Sperre wurde von mehreren Administratoren mitgetragen, denen allesamt das Vertrauen der Community in ihrer Wahl zum Admin erhalten haben. Das sind selbst auferlegte demokratische Prinzipien, ob es Ihnen passt oder nicht. Dass viele anonym agieren spielt keine Rolle. Ihr „Indiz“ ist in keinster Weise vorhanden.

      • Maximilian Esser sagt:

        Hallo Mijano,

        „demokratisch gewählt“ und „anonym“ passen imho nicht recht zusammen.
        Kompa ist, wenn ich das richtig sehe, Rechtsanwalt und nebenberuflicher Zauberer und als solcher Fachmann auf beiden Gebieten.
        Außerdem wohl ein streitbarer Mensch, was für seinen Beruf ja kein Nachteil sein muß.

        Wenn so ein Mann mit offenem Visier antritt, um sich mit vermutlich profunden Fachkenntnissen bei einem Wissenprojekt einzubringen und dort von anonymen Schreibern hinausgeworfen wird, ist das eben ein Indiz für den traurigen Zustand des Projektes..
        Und daß Sie die „Communitiy“ wichtiger nehmen als die Inhalte der Enyklopädie, und dies mit einem doch recht patzigen „ob es Ihnen passt oder nicht“ kommentieren, ein weiteres.

        Maximilian Esser

        • mijano sagt:

          Die Inhalte der Enzyklopädie würde ohne die Masse an anonymen Benutzern gar nicht in der heutigen Form existieren. Dass eine Enzyklopädie basierend auf Klarnamenszwang nicht funktioniert hat Wikiweise gezeigt. Kompa ist aufgrund seiner Beleidigungen (Unterstellung von Neurosen und solche Scherze) rausgeflogen, nicht aufgrund anonymer Strukturen.

        • Eike Scholz sagt:

          @Mijano

          nun Herr Kompa hat einen Medienhack veranstalltet, und dann seine eigene Sperrung beantragt um die Absurdität der Arbeitsweise in der Wikipedia zu Veranschaulichen. Ja, er ist gesperrt …

          Von seiner Homepage:

          „Also verfasste ich auf meiner Benutzerdiskussion eine bewusst grenzwertige Satire, in welcher der Streit um den Kennedy-Mord selbstironisch mit den Mitteln des Kennedy-Mordes ausgetragen wurde […] Demonstrativ beantragte ich meine eigene Sperre und machte sogar selbst die Admins auf meinen Streich aufmerksam. “ (Quelle: http://www.kanzleikompa.de/2009/11/16/animal-farm-reloaded-%E2%80%93-der-kompa-und-das-liebe-phi-4/)

          Herr Kompa ist also jetzt gesperrt, weil er es selbst beantragt hat mit einer falschen Begründung, um zu testen ob die Admins falsche Begründungen akzeptieren. Diese Falsche Begründung von ihm nimmst du jetzt und behauptest dass die Sperrung richtig ist.

          Das Argument von Kompa war, dass man Wikipedianer mit einer einfachen Argumentation zum Sperren von Unbequemen Leuten animieren kann und er hat das experimentell an demeigenen Account bewiesen.

          Das ist nicht nur ein Indiz, sondern ein (schwacher) experimenteller Nachweis.

          Kompa führt einige Wikipedianer Intellektuell vor und du merkst es anscheinend nicht …

        • mijano sagt:

          @Eike, durch falsche Behauptungen wirds nicht besser. Fakt ist, dass Herr Kompa wegen seiner Beleidigungen gesperrt wurde

        • Eike Scholz sagt:

          @mijano

          Hm, also ich habe meine Behauptung mit Quelle belegt, kannst du bitte deine Belegen?

          Es ist interessant wie doch der Stiel in den Diskussionen auf der Wikipedia hier wieder auftaucht, ohne das anscheinend klar ist, wie weit man dort von den Normen des vernünftigen Diskurses entfernt ist.

          Zur Unterscheidung:
          Eine Behauptung mit Beleg ist ein Argument.
          Eine Behauptung an sich ist kein Argument.

          Würdest du deine Behauptung, dass die meinem Argument zugrunde liegende Behauptung falsch ist, bitte zu einem Argument ausbauen?

          Denn so wie du das gemacht hast hast du für einen nicht Wikipedia-Diskurskultur-Geschädigten das Argument verloren:

          Ich behaupte A belegt durch B.
          Du behautest nicht A, dass steht im widersprach zu dem Beleg B.
          Demnach ist meine Behauptung richtig und deine falsch, wenn der Beleg stichhaltig ist. Deine gegenteilige Behauptung täuscht *niemanden* mit ernst zu nehmenden intellektuellen Fähigkeiten darüber hinweg. Ferner wissen diese Intellektuellen, dass Menschen ihre Positionen belegen, wenn sie Belege haben du hast keine gebraucht, bist also unglaubwürdig.

          Wo ist dein Argument?

          Warum postest du hier überhaupt eine bloße Behauptung, du müsstest wissen, dass das deine Position nicht stärkt. Das ist hier nicht die Wikipedia hier zählt nur das Argument, nicht wie oft, wie stark oder durch wen etwas behauptet wird?

          Nochmal, wo ist dein Argument?

          Aber ich kann dich selbst zur Begründung meien Position einfach mal etwas angepasst zitieren:

          Mijano, durch falsche Behauptungen wirds nicht besser. Fakt ist, dass Herr Kompa wegen seiner Satire auf seiner Diskussionsseite die er selbst,fälschlicher weise, als Beleidigung angezeigt hat gesperrt wurde.

          Im Grunde sind wir uns da wohl einig, nur kann man damit die „Wikipedia“ nicht verteidigen, man muss dem offenen Brief zustimmen.

          Oder kannst du irgendwie als „Fakt“ belegen dass Herr Kompa andere Leute in unangemessener Weise beleidigt hat, d.h. in einer weise in der er nicht auch selbst beleidigt wurde von Wikipedianern die deshalb nicht gesperrt wurden?

          Gib uns widerborstigen Akademikern Belege. Wir können unsere Meinung ändern. Um einen alten Akademiker zu zitieren:

          „When the facts change, I change my mind. What do you do, sir?“

  13. Maximilian Esser sagt:

    Hallo Mijano,

    es ist völlig irrelevant was man dem Mann vorwirft, oder ob SIe behaupten es sei begründet und der Rauswurf rechtens.
    Tatsache ist, daß durch solche Aktionen und vor allem durch die daraus – dem Vertreiben von Wissen – teils miserable Qualität mancher Artikel bei vielen Fachleuten der Eindruck entsteht, daß der „Communitiy“ mittlerweile ihr eigenes Ego wichtiger ist als das Projekt.
    Viele Fachleute, mich eingeschlossen (ich werde mich hüten zu versuchen, auch nur die gröbsten Schnitzer bspw. aus dem Artikel „Treibhauseffekt“ zu entfernen), haben nicht (mehr) die geringste Lust sich dem Urteil dieser „Community“, die wie ein Geheimbund agiert, auszusetzen.

    Und das schadet der Wiki.

    Maximilian Esser

    • Rainer sagt:

      Ich bin kein großer Kenner dieses Themas, aber wenn Sie schon den Artikel anprangern: Können Sie konkrete Fehler nennen?

      • Maximilian Esser sagt:

        Gern.

        Der Arikel beginnt mit: „Der Treibhauseffekt wurde 1824 von Joseph Fourier entdeckt und 1896 von Svante Arrhenius erstmals quantitativ genauer beschrieben“
        Das ist zunächst sachlich falsch. Ein „Effekt“ ist ein physikalisches Phänomen bei einem Experiment. Dieses hat Fourier aber nicht gefunden. Sein Experiment gab genau das gar nicht her.
        Arrhenius wiederum hat eine Hypothese, nämlich die des Treibhauseffektes der Erdatmosphäre, aufgestellt, die aber in der Wissenschaftswelt weiter keine Beachtung fand.
        Der Satz hat den einzigen Sinn zu suggerieren, es handele sich um ein seit dem 19en Jahhundert bekanntes und in der Wissenschaftswelt seit langem als Tatsache akzepiertes Phänomen.

        Und das ist einfach in dieser Form Unsinn.

        Maximilian Esser

      • Es ist völlig in Ordnung, jemanden nach den Gründen für seine Kritik zu fragen (und genauso soll es ja auch sein), aber ich musste schon etwas (bitter) lächeln angesichts Ihrer Frage, denn anscheinend wird von Kritikern am status quo (in der wikipedia und allgemein) prinzipiell gefordert, dass sie ihre Einschätzungen durch öffentliche Begründung auf den „Prüfstand“ stellen, aber umgekehrt funktioniert das nie:

        Als „Fiona“ meinen Text über das Patriarchat ablehnte und ich nachfragte, warum, kamen nur Ausflüchte (zu lang, „wertend“, einseitig, was weiß ich), und auf meine Nachfragen, was genau „wertend“ wäre, was „fehle“, was „einseitig“ oder „falsch“ sei, kam überhaupt keine Antwort. Es wurde kein Argument vorgebracht, keine Liteartur genannt, überhaupt nichts! Dabei hatte mir „Fiona“ vorher extra eingeschärft, dass es GANZ wichtig sei, dass auch alles gut belegt würde. Ich konnte das und habes es getan, aber Leute bei der wiki, die sich anmaßen, Unerwünschtes abzulehnen, brauchen dafür anscheinend keine Begründung.

        Die wiki-Regeln gelten eben nur für die Anderen; man selbst scheint zu meinen, die wiki sei etwas, über das man frei verfügen könne, wie über sein Eigentum.

        Man kann darüber – je nach Tagesform – lachen oder weinen. Nur eins kann man angesichts der Tatsachen mit der wiki nicht machen: sie ernst nehmen.

  14. Tony sagt:

    Das Thema scheint gerade seinen Weg auch in die Mainstreammedien zu finden:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/wikipedia-neue-technik-soll-autorenschwund-abwenden-11839036.html

    Die Kommentare sind schon recht eindeutig. Vielleicht lässt sich dort noch mehr Aufmerksamkeit für Euer Anliegen erzeugen ?

  15. Samuel sagt:

    Wow, welch ein Shitstorm. Ich will auch mitspielen.

    Meines Wissens ist für wissenschaftliche Arbeiten die Wikipedia als Quelle nicht zugelassen (so die Auffasung vieler Professoren). Insofern – mal ganz ehrlich – ist es mir völlig egal, wer was und wie in Wikipedia darstellt. Ist bei einem Wikipedia Artikel keine Quelle hinterlegt, so ist dieser Artikel hinfällig. Und faktisch interessieren nur die Quellen, und nicht der Text auf Wikipedia.

    Es gibt so viele Alternativen. Und wer bei Recherchen nur eine Quelle betrachtet, scheint die wissenschaftliche Arbeitsweise im Grundsatz nicht verstanden zu haben.

    Ich sehe hier kein ernstes Problem, denn es steht jedem frei, Wikipedia zu nutzen – oder eben nicht. Das gilt für alle Webseiten, Bücher, Zeitungen, Journals, etc. welche eben auch sehr stark an der Meinungsbildung beteiligt sind und damit Lenkungsfunktion aufweisen.

  16. Zhen sagt:

    Der Zweck einer Klarnamenpflicht leuchtet mir nicht ein. In der Wissenschaft gibt es (idealiter) keine Autoritäten qua Persönlichkeit. Jeder ist willkommen, sich mit Kritik, neuen Erkenntnissen und Argumenten einzubringen. Es braucht nicht die „Qualifikation“ eines großen Namens. Nicht Personen, sondern Inhalte zählen. Anonymität, die auch keine Pseudonyme zulässt, wäre eine gute Voraussetzung für Auseinandersetzungen in der Sache und für eine kollaborative Wissensproduktion, bei der auf die Qualität des Produkts Wert gelegt wird und die notorisch lähmenden Debatten zu Personen erst gar nicht aufkommen. Auch die Selbstdarstellung und Ausgrenzung von Nutzern wären nicht möglich, weil Personen nicht identifizierbar oder unterscheidbar sind.

    • Das Argument ist relativ simpel: Anonymität kann man sich in einer Kultur erlauben, in der es Verhaltensregeln von Anstand, Umgang miteinander und eine Übereinkunft darüber gibt, dass Artikel mit der Realität übereinstimmen müssen und es klare Kriterien gibt, die die Auswahl und Bewertung von Quellen anleiten und deren Bewertung ermöglichen. Vor allem die beiden letzten Forderungen sind Gift für alle Ideologen. In einer civic culture, wie sie in angelsächsichen Ländern vorhanden ist, hält sich die Mehrheit auf hinter Anonym an die oben zusammengestellten Regeln des Umgangs. In Deutschland ist das nicht der Fall, wie ein kurzer Blick in die Kommentarspalten beliebiger Online-Artikel, Blogs oder die Diskussionen bei Wikipedia zeigt. Aber abgesehen davon stellt sich mir bei diesen Diskussionen immer die Frage nach dem positiven Nutzen von Anonymität. Wenn man eine Leistung erbringt und auf diese Leistung stolz ist, dann ist es aus meiner Sicht normal, dass man auch mit seinem Namen dafür stehen will. Wenn jemand anonym bleiben will, stellt sich somit immer die Frage: Warum? Welche Agenda verfolgt er wirklich? Warum steht er nicht zu dem, was er tut? Warum übernimmt er nicht die Verantwortung für das, was er tut? Die Antworten, die man bei einem kurzen Blick in die angesprochenen Kommentarthreads, blogs und Wikipedia-Diskussionen erhält, sind eindeutig, nichts scheint so befriedigend zu sein, wie aus der Anonymität heraus zu beleidigen, Realität zu verdrehen … usw. Und außerdem kann man sich selbst mit seinem zweite, dritten und vierten Nick zur Seite springen, wenn „Diskussionen“ hitzig werden.

      • Pseudonym sagt:

        Die WP wird jedoch hauptsächlich von unangemeldeten und anonym agierenden geschrieben. Die unter Klarnamen agierenden sind, wenn man es so will, eine Minderheit. Dass es mit Klarnamenspflicht nicht funktioniert, zeigt Wikiweise.

        • Das hatten wir zwar schon, aber ich lass‘ es dennoch durch, und zwar mit der Bemerkung, dass die Äquivalenz, die notwendig wäre, um das Scheitern von Wikiweise auf Wikipedia überträgen zu können, nicht gegeben ist. Entsprechend kann man aus dem Scheitern von Wikiweise nicht auf das Scheitern von Wikipedia schließen, denn das ist ein Fehlschluss der Bejahung des Konsequens.

        • Pseudonym sagt:

          Das mag sein. Ein Anmeldepflicht ist jedoch eine Hürde und die Offenlegung der eigenen Identität eine weitere. Eine zu hohe, um nur mal fix einen Schreibfehler zu beseitigen oder einen Fakt hinzuzufügen, den man in Buch xy gelesen hat. In den letzten 24h erfolgten >3500 Edits [1] von unangemeldeten Benutzern, darunter sind etliche neue Artikel [2].

          Wozu wollen Sie Offenlegung der Identität nochmal? Wegen ein paar Grabenkämpfen im Feminismus/Maskulinismus-Bereich? Der Schaden durch solch einer Bedingung ist bei weitem größer als der Nutzen. Vielleicht sollten Sie sich nochmal mit dem beschäftigen, für was die WP steht.[3]

          Ein offener Brieg an Jimbo soll überhaupt was bezwecken? Die WP wird von der Nutzern geschaffen, über deren Köpfe sind solche Regeländerungen nicht durchsetzbar.

          [1] http://vs.aka-online.de/cgi-bin/rchiststat.pl?dur=86400&lim=1000&wp=DE&hl=&fl=
          [2] http://toolserver.org/~apper/ipp/index.php?start=0&si=id&so=DESC&neu=1
          [3] http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Introduction

        • Anonyme IP sagt:

          Das stimmt nicht. Wenn man hier und da anonym editiert, weil man schlicht und einfach kein Interesse am allgemeinen circle jerk hat, ist man immer Mitarbeiter zweiter Klasse, a priori als Troll oder Vandale verdächtig und wird teilweise mit einem patronisierenden Impetus als „Anonyme IP“ tituliert.

      • Zhen sagt:

        „Das Argument ist relativ simpel: Anonymität kann man sich in einer Kultur erlauben, in der es Verhaltensregeln von Anstand, Umgang miteinander und eine Übereinkunft darüber gibt, dass Artikel mit der Realität übereinstimmen müssen und es klare Kriterien gibt, die die Auswahl und Bewertung von Quellen anleiten und deren Bewertung ermöglichen.“

        Sie behaupten also, dass Anonymität in einer bestimmten Kultur, die in der deutschsprachigen Wikipedia nicht gepflegt wird, möglich sei. Damit ist aber nichts darüber gesagt, ob man sich Anonymität nicht auch in der deutschsprachigen Wikipedia „erlauben“ könnte, ob also Anonymität auch hier zu dem gewünschten Effekt einer Versachlichung und Entpersonalisierung von Diskussionen und Arbeitsprozessen führen würde. Vielleicht verändert ja gerade die Anonymität die Kultur in positiver Weise. Dass sich ohne Pseudonyme oder Klarnamen keine Autoritäten etablieren können, ist ja wohl unstrittig. Irgendwelche Evidenz, die die Klarnamenforderung untermauern würde, vermisse ich jedenfalls noch. Dadurch dass Sie positive Beispiele für „civic culture“ aus dem angelsächsischen Raum anführen, sagen Sie nichts über die möglichen Effekte einer Anonymisierung der deutschsprachigen Wikipedia aus. Wie die Identität aller Beitragenden überprüft werden soll, wurde bis jetzt auch noch nicht verraten. Wie soll die nötige Bürokratie aufgebaut werden? Wer soll sie finanzieren?

        Ich habe einen Hinweis (http://disqus.com/research/pseudonyms/) darauf gefunden, dass die Unterschiede zwischen Kommentaren von anonymen, pseudonymen und Klarnamen-Kommentatoren nicht sehr groß sind, jedenfalls nicht so groß, dass ein Umstieg auf Klarnamen gerechtfertigt wäre, zumal überraschenderweise die Qualität der mit Pseudonym verfassten Kommentare am besten war. Inwiefern sich dieses Resultat auf Beiträge in der Wikipedia übertragen lässt, ist natürlich fraglich. Zumindest auf die Kommentare auf den Diskussionsseiten dürfte es aber übertragbar sein.

        Eine Enzyklopädie mit Klarnamenpflicht gibt es bereits, Citizendium (http://en.citizendium.org/), und das Projekt ist weit davon entfernt, es mit der Wikipedia in Umfang und Zuwachsrate aufzunehmen. Einen Inhalt nach der Reputation seines Urhebers zu bemessen ist ein Denkfehler. Ein Klarnamensystem lädt dazu ein, diesen Fehler zu begehen:

        „Deference, on Citizendium will be for people, not contributions, and will rely on external credentials, a priori certification, and institutional enforcement. Deference, on Wikipedia, is for contributions, not people, and relies on behavior on Wikipedia itself, post hoc examination, and peer-review. Sanger believes that Wikipedia goes too far in its disrespect of experts; what killed Nupedia and will kill Citizendium is that they won’t go far enough.“ (Clay Shirky, http://many.corante.com/archives/2006/09/18/larry_sanger_citizendium_and_the_problem_of_expertise.php)

        Die Wikipedia hat dieses Expertenproblem wieder innerhalb des Projekts neu geschaffen. Es kann/konnte zwar jeder mitmachen, aber durch Pseudonyme und Hierarchien hat man sich wieder künstlich „Experten“ geschaffen, die Artikel bewachen und Beitragende aufgrund persönlicher Vorbehalte ausschließen. Privilegien registrierter Benutzer müssten rigoros abgebaut werden, um diese Fehlentwicklung wieder zu korrigieren.

        • gedankenwerk sagt:

          Ich denke auch, dass nicht die Anonymität das Problem ist.
          Zumal manche Leute allein aufgrund eines selteneren Namens weniger anonym sind als andere.
          Das Problem sehe ich in der Zusammensetzung / der „Diskussions-Kultur“ der Leute und den „Machtverhältnissen“ in der Administration, sowie eben deren ideologischer Ausrichtung.
          Überhaupt, dass es möglich ist Beiträge anderer leicht zu löschen / revidieren. Selbst wenn „falsches“ und „wahres“ nebeneinander stehen, kann ein mündiger Leser immer noch selber verifizieren, was stichhaltiger ist. Vielleicht ist auch einfach das Problem, dass die zugrundeliegenden Gebiete, in Bezug auf Feminismus / Soziologie, von sich aus nicht sonderlich wissenschaftlich sind und sich auch deswegen einer wissenschaftlichen Herangehensweise entziehen.
          Die Wikipedia war für mich sehr oft von unschätzbaren Wert in Bezug auf Aktualität, Verständlichkeit und Vielseitigkeit.
          Aber das liegt einfach daran, dass wenn man für technische Fragestellungen eine Antwort sucht, sehr schnell verifizieren kann, ob der Artikel etwas taugt oder nicht. Wenn ich sämtliche ARM-Prozessor-Generationen, samt der aktuellen, und deren Features aufgelistet haben will, dann hilft mir weder der Brockhaus noch die Enzyklopädia Brit. Einmal kurz in Wiki nachgeschlagen und ich habe einen Überblick, der mir schnell hilft weitere Informationen zu finden. Wenn bei manchen Gebieten es „nötig ist“, Aussagen dazu zu zensieren, weil sie sie sonst infrage stellen, sagt das nicht soviel über die Wikipedia, sondern mehr über die Gebiete.
          Offene Plattformen haben Vorteile und Nachteile. Die Vorteile der Wikipedia sind ihr Alleinstellungsmerkmal in Bezug auf andere Enzyklopädien, gegen die Nachteile kann man kaum etwas unternehmen ohne die Vorteile zu gefährden. Außer eben, sorgt dafür, dass die Mischung der Autoren stimmt. Wenn es wichtiger ist, ein bestimmtes Geschlecht zu „fördern“, dann hat das eben dann höhere Priorität als Leute, die sehr auf Faktentreue, Engagement und das Wissen selbst fixiert sind.
          Doch wer ein Gender-Wiki in der von der Realität abgeschotteten „Blase“ will, kann selbst ein eigenes Wiki aufsetzen. Ansonsten wird sich langfristig eben einbürgern, dass in Bezug auf Geistes- und Sozial“wissenschaftliche“ Themen Wiki eben auch nicht für einen Überblick taugt.
          Wie gesagt, Wikipedia ist nicht Schuld, dass Rosenbrocks Arbeit von einer Universität zertifiziert als wissenschaftliche Arbeit und damit als Quelle durchgeht. Auch Guttenberg hatte eine suma cum laude Benotung. Das waren keine anonymen Gutachter, sondern renommierte Akademiker. Also sucht die Probleme nicht im Netz und im Wiki, sondern in der Fachwelt.

  17. Markus Bruck sagt:

    Ich finde es schon komisch, dass Österreicher sowie Schweizer und jeder Deutschsprachler auf dieser Welt, die logischerweise auch in der deutschen Wikipedia mitmachen, vollkommen in Vergessenheit geraten. Nebenbei: Die englische Wikipedia ist die gute, weil die Briten einen besseren Umgang haben? Dass nicht nur dort Englisch gesprochen wird, dürfte wohl klar sein. Waren Sie in diesen Ländern auch alle? Oder sind Menschen, die Englisch sprechen, gleich so gut wie Briten? Und am Ende fragt man sich: Wieso sollte die Art des Umgangs einer Gesellschaft gleich die Art des Umgangs in der Wikipedia sein?

    Momentan ist es einfach das beste, alle Sprachversionen (nicht nur die deutsche) mit den dazugehörigen Quellen zu kontrollieren. In Geschichtsthemen kann ich ihr aber oft gut vertrauen.

    • Hallo Herr Bruck,
      das ist nicht komisch, denn wenn man den Text eines deutschen Schreibers vor sich hat, dann merkt man in der Regel nicht, ob er aus Österreich oder der Schweiz oder aus Deutschland kommt. Jeder Wikipedia-Autor aus den hier unterdrückten Minderheiten, kann sich gerne melden, um seinen share an Kritik zu erhalten, sofern er ihm zusteht.
      Was die anderen Fragen angeht, so ist die Antwort leicht, man nennt das Kultur, wenn es die gesamte Gesellschaft betrifft und civic culture wenn es die „political culture“ wie Almond und Verba das genannt haben, betrifft. Glauben Sie, wenn das Verhalten eines Wikipedia-Autors in seinem täglichen Leben von seiner Kultur geprägt ist, dann schaltet er dieselbe ab, wenn er für Wikipedia schreibt. Diese Idee der Erleuchtung kraft Zuordnung zu einem größeren Ganzen ist wirklich typisch deutsch. In englischen Ämtern finden Sie z.B. Sachbearbeiter, die einen Fragebogen (Anmeldung zur NIC) durchgehen und angesichts einer „silly question“ eben einmal den Stift nehmen, und eine Seite durchstreichen. In Deutschland finden Sie Sachbearbeiterinnen, die in einen fit of hysterics geraten, weil der Cursor aus dem einen Feld nur in das anderen springen will, wenn in dem einen Feld etwas eingetragen wird. Das beschreibt im Kleinen den großen Unterschied, der ein kultureller Unterschied ist. Die Untertanen, die Heinrich Mann so trefflich beschrieben hat, die Beamten, die sich unter ein größeres Ganzes ordnen und ihre Identität daraus nehmen, dass sie sich „Wikipedianer“ nennen dürfen, die gibt es zwar auch in angelsächsischen Ländern, aber sie bilden eine Minderheit und, das ist das wichtigste, sie prägen nicht die civic culture, während es in Deutschland umgekehrt ist und die Anzahl derjenigen, die in Flucht vor der eigenen Persönlichkeit und der damit verbundenen Verantwortung sich nur zu gerne unter den Fittichen einer sozialen Identität einfinden, die politische Kultur und die Kultur als solche determiniert. That’s the whole difference.

  18. Samuel sagt:

    Hallo Herr Klein,
    ich denke auch, dass Sie „die Deutschen“ so nicht charakterisieren können, es ist viel zu Allgemein. Sicherlich trifft es auf Gruppen zu. Aber bedenken Sie doch alleine schon die regionalen Unterschiede (wie in jedem Land).

    Ihr Satz „Diese Idee der Erleuchtung kraft Zuordnung zu einem größeren Ganzen ist wirklich typisch deutsch.“
    Ich könnte in meinem Umfeld kein solches Muster erkennen – es trifft auf meinen Bekanntenkreis nicht zu. Weiterhin muss ich sagen, dass ich diese Zuordnung auch in anderen Ländern, sei es Österreich, sei es USA, sei es Frankreich beobachten kann. Ich würde aber niemals den Rückschluss wagen, dies zu verallgemeinern. Ihre Erfahrunhg weicht sicherlich von meiner ab, insofern möchte ich Ihre Aussage nicht bestreiten (wenn das Ihr Eindruck ist) – will aber hiermit darauf hinweisen, dass ich es so nicht bestätigen kann (so mein EIndruck).

    Ja, es gibt kulturelle Unterschiede. Diese sind aber individuell zu betrachten. Ich trinke kein Bier, obwohl ich Deutschland bin. Insofern ist das allgemeine Urteil, die Deutschen trinken viel Bier bei mir schlicht falsch. Eine Verallgemeinerung kann immer nur statistisch betrachtet werden – wohlwissen, dass Sie damit vielen Menschen zu Unrecht Eigenschaften und Merkmale unterstellen.

    • Samuel,
      sicher sind generelle Aussagen mit einem Residuum konfrontiert. Ich habe auch nicht umsonst von der Kultur geschrieben, vielleicht hätte ich von der herrschenden Kultur schreiben sollen, aber wie das nun einmal so ist, mit Stereotypisierungen, sie treffen auf die Mehrzahl und im Kern zu, aber natürlich gibt es Ausnahmen. Ich selbst wurde in der Pfalz geboren und bin der Ansicht, das die meisten Pfälzer mit einem durchschnittlichen Berliner nichts gemein haben. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die von mir beschriebenen Tendenzen die Mehrheitskultur ausmachen. Die Angst, seine Meinung mit Klarnahmen zu schreiben, ist in Deutschland endemisch und mir in dieser Weise bislang nirgends sonst begegnet. Und bei aller Individualität gibt es doch genügend Gemeinsamkeiten, um von „den Deutschen“ zu sprechen. Um diese Gemeinsamkeiten auszutesten, gehen Sie doch einfach in ein Amt ihrer Wahl und verlangen Sie etwas. Machen Sie deutlich, dass Sie als Kunde in diesem Amt Anspruch auf eine entsprechende Behandlung haben und Sie als Steuerzahler schließlich dafür aufkommen, dass der Beamte ihnen gegenüber überhaupt eine Arbeit hat. Entsprechend ist klar, dass Sie in der Hierarchie oben und er unten ist, wer also wem Anweisungen gibt. Die Reaktion, die Sie darauf erhalten werden, macht den Kern dessen aus, was ich hier als „typisch deutsch“ beschrieben habe. Und halten Sie mir einfach zu Gute, dass ich eine Aussenperspektive habe und zudem weiß, wie Deutsche im Ausland (und nicht falsch) eingeschätzt werden … Wo sonst, außer in Deutschland, würde man nach Fukushima eine Serie der Simpsons abgesetzt haben, weil im Zeichentrick ein AKW vorkommt?

      • Markus Bruck sagt:

        Also die Simpsons wurden hier sicherlich nicht abgesetzt, auch wurden keine Szenen herausgeschnitten. Ich kann das guten Gewissens bestätigen, da ich mir – auch wenn es komisch vorkommt – so gut wie jeden Tag die Serie auf ProSieben ansehe. Zudem besitze ich auch alle bisher erschienenen Staffeln auf DVD (es sind 15). Das Springfielder Atomkraftwerk wird nach wie vor gezeigt.

        MK: Es ging nicht darum, dass die Simpsons nicht mehr ausgestrahlt werden, das hat niemand behauptet, sondern darum, dass als direkte Folge von Fukushima die Ausstrahlung der Simpsons verschoben wurde, d.h. eine angesetzte Ausstrahlung abgesetzt wurde:
        http://11k2.wordpress.com/2011/03/28/die-simpsons-die-zensur-und-die-verhohnung-der-fukushima-opfer/

  19. jck5000 sagt:

    Da ist man keine fünf Tage in einem säkularen, liberalen Land*, und schon liest man mal wieder einen Beitrag dazu, warum man aus Deutschland weg will…. und mehrere Dutzend Kommentare, die das bestätigen.

    Mein persönlicher Eindruck war schon immer, dass die deutsche Wikipedia weitgehend Mist ist, ob aus ideologischen Gründen oder nur aus Uninformiertheit. Herrn Kleins offener Brief ist netterweise so geschrieben, dass ihm sich auch Menschen anschließen können, die nicht nur der Ideologie der Feministen sondern auch vielen/allen anderen Ideologien kritisch gegenüberrstehen – setzen Sie mich, Dr. Johannes C. Kerner**, also bitte auch auf die Liste der Unterstützer.

    Zu den Kommentatoren – ich halte mich mal aus den persönlichen Betroffenheits-Geschichten raus und schließe mich Frau Diefenbach an (Jul 21 12:13), dafür erlaube ich mir, sie an anderer Stelle (Jul 31 11:48) zu ergänzen: Es ist nicht nur so, dass (wissenschaftlich) belegbare Fakten wegzensiert werden, sondern auch so, dass ideologisch passende Meinungen als Fakten dargestellt werden. Und zwar mit der Begründung, und diese widerspricht dem Kommentatoren Zhen, dass es sich bei der – was ja Herr Klein letzlich an Herrn Rosenbrock schön darstellte, irgendwelche Menschen plötzlich „unumstrittene Experten“ werden, die, da das sonst so unglaubwürdig wäre, auch ganz schnell einen eigenen Wikipedia-Artikel bekommen (sofern der da zuständige Zensor das durchlässt).

    Der Gedanke der „civic culture“ ist mir vom Begriff her neu, ebenso der von der „civic society“. Mir hilft da Wikipedia nicht weiter… sollte sie zwar, aber beide (englischen) Artikel sind kurz und inhaltsfrei… wobei ich fast denke, dass „acceptance of the authority of the state“ als grundlegendes Element einer civic culture (ja, steht da, mit Answers.com als Quelle!) durchaus in Deutschland vorkommt, aber vielleicht auch nur ideologischer Quatsch ist. Ich gehe mal davon aus, dass zumindest Herr Klein und Frau Diefenbach mehr auf die Hegel’sche (der Bezug kommt aus Wikipedia (de), ja) Deutung eingehen, und nachdem ich kein Philosoph bin, höre ich hier auf, wenngleich ich vermute, dass es, wenn es hin- und herginge, wieder darin enden würde, dass das ja alles schön wäre, ich aber nicht glaube, dass es so funktionieren könnte.

    Das zumindest glaube ich nicht mit den Klarnamen: Die würden theoretisch vielleicht ein bischen helfen, aber praktisch würde es meines Erachtens nur Qualifikation. Da es aber auch PhD’s in Gender Studies gibt, so fürchte ich, fruchtet auch das nicht. Also wäre das mit den Klarnamen zumindest ein guter Anfang.

    *: Die Türkei mag (offiziell) weder säkular noch liberal sein, aber hier in einer der reich(st)en Ecken interessiert sich kaum wer für das Muezzin-Tonband und ganz sicher niemand für die Gesetze…

    ** Ich werde trotzdem weiter unter dem Pseodonym kommentieren🙂

  20. Christian Menzel sagt:

    Glauben Sie mir, alle Wikipedias haben Probleme. Schauen sie sich doch einmal die französische, spanische oder portugiesische an – ohne Probleme lässt sich „offensichtlicher Vandalismus“ einfügen, der monate- oder jahrelang unentdeckt bleibt. Die deutsche Wikipedia hat vor einigen Jahren das Sichter-System eingeführt, d. h., dass eine Änderung eines Neulings von einem erfahreneren Benutzer geprüft wird. Die englische Wikipedia hat jedoch so viele Benutzer (über 20 Mio.), dass Änderungen sehr schnell geprüft werden können und ein solches System nicht benötigt wird.

    Mir fehlt aber der Sinn hinter diesem offenen Brief. Jimmy Wales wird wohl selbst wissen, dass die deutsche Wikipedia eine der besten ist; dann wird er sie allein nicht plötzlich völlig neu konzipieren. Der einzige Weg ist es mMn, sich logischerweise selbst anzumelden und zu bearbeiten (und es ist so: man muss sich als neuer Benutzer erst mit einigen hinderten Bearbeitungen beweisen, um wirklich ernst genommen zu werden). mMn sollte Jimmy Wales aber einen klaren Appell an alle Sprachversionen schicken: Es sollte sich weniger auf neue Artikel, sondern mehr auf Artikelverbesserungen konzentriert werden.

  21. Grüß Gott, Herr Klein,

    ich unterstütze Ihren Offenen Brief an Jimmy Wales und habe ihn in
    meinem NürnbergWiki http://www.nuernbergwiki.de im Artikel „Wikis in
    Franken“ im Abschnitt „Wikipedia“ erwähnt und verlinkt.
    http://www.nuernbergwiki.de/index.php/Wikis_in_Franken#Wikipedia

    Wikipedia ist, was das Mobbing und Stalking angeht, wie ein Krebgeschwür, das Metastasen in anderen offenen Wikis bildet. Dem Mobbing, Stalking und Löschterror in der Wikipedia und
    anderen offenen Wikis kann man nur begegnen, indem man gesetzlich eine
    Anmeldepflicht mit Klarnamen, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
    einführt, vielleicht sogar mit Vorlage des Personalausweises. Jeder
    Benutzer muß so bekannt sein wie ein Wähler bei einer Wahl, dem ein
    Wahlausweis ausgestellt wird.

    Da auch die Politiker bisher diese virtuelle Geheimgesellschaft duldeten
    und sich von Wikipedia-Kapuzenträgern auf der Nase herumtanzen ließen
    und lassen, habe ich im Wege der Selbsthilfe alternativ ein eigenes Wiki
    gegründet, in dem man sich mit seinem Klarnamen anmelden muß. Natürlich
    wurde das NürnbergWiki sofort auf die Wikipedia-Spam-Blacklist gesetzt
    mit der interessanten Begründung: „Riebe hat das NürnbergWiki als
    Umgehung eingerichtet.“

    Bei Wikipedia geht es auch um viel Geld, das Wikimedia Deutschland
    einsammelt. Deshalb sollte sich auch das Finanzamt interessieren und
    Betriebsprüfer einsetzen.

    Sie können ruhig alle meine Links angeben und auch das NürnbergWiki-Logo
    verwenden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Manfred Riebe
    Max-Reger-Str. 99
    90571 Schwaig bei Nürnberg
    Tel. 0911 – 500825
    http://marjorie-wiki.de/wiki/Manfred_Riebe

    • Samuel sagt:

      Guten Morgen Herr Riebe,
      wie wollen Sie begründen, warum eine solche, offene Plattform eine „gesetzlichen“ Pflicht zur Anmeldung mit Klarnamen verpflichtet sein soll?
      Selbst in diesem Blog sind wohl rund 95% der Einträge anonym. Ich kann nicht verstehen, warum hier nach der Politik gerufen werden soll und warum diese Diskussion stetig darauf hinweist, dass etwaige gezielte Fehlinformation ein spezifische Problem von Wikipedia sein soll.

      Wikipedia ist KEINE wissenschaftlliche Quelle sondern ein Sammelsurium von Kommentaren meist unbekannter Verfasser. Im Prinzip wie ein sehr grosses Forum.
      Sicherlich gibt es zweifelhafte Beiträge. Aber irgenwo muss man auch die Selbstverantwortung der Nutzer sehen und diese nicht als naive Schafe deklarieren – man muss die Menschen nciht ständig und vor Allem schützen.
      Schlagen Sie doch mal die Zeitungen auf: Vor Allem im Wirtschaftsteil finden Sie Überschriften, welche mehrdeutig sind. Sie finden Artikel, die definitiv meinungsbildend sind (und zwar in eine spezielle Richtung). Es ist kein Wikipedia Problem. Das gibt es schon lange.

      Aber Grundlage zur politischen Intervention kraft Gesetz sehe ich als völlig überzogenes Instrument – denn es wäre die Vorlage zur Einschränkung des Internets und der Freiheit.

      Finden Sie nicht, dass dieses Thema etwas zu hoch gespielt wird?

      Wieviel Prozent der Einträge sind nachweislich falsch?

      • Anonyme IP sagt:

        „Wikipedia ist KEINE wissenschaftlliche Quelle sondern ein Sammelsurium von Kommentaren meist unbekannter Verfasser. Im Prinzip wie ein sehr grosses Forum.“

        Naja weisste. Bisher dachte ich, die Wikipedia hätte den Anspruch eine auf wissenschaftlicher Integrität, Objektivität und Seriösität basierende Enzyklopädie zu werden.

        Das war’s dann wohl.

    • ThL sagt:

      Kommentar gelöscht!

      Ich veröffentliche keine Kommentare mehr, die
      (1) kein Argument enthalten
      (2) nur der Diskreditierung anderer Kommentatoren, in diesem Fall Herrn Riebe dienen.
      (3) die Diskussion um die Probleme von Wikipedia in keiner Weise voranbringen.

      Dies gilt nicht nur für den Kommentar von ThL, den ich gelöscht habe, sondern auch für Kommentare von „Pseudonym“.

      Insbesondere wenn unter Pseudonym geschrieben wird, erwarte ich die Einhaltung einer „Nettikette“,
      die (1) persönliche Angriffe unterlässt,
      (2) Argumente vorträgt,
      (3) nicht nur kritisert, sondern auch einen positiven, also die Diskussion weiterbringenden Beitrag bringt, und (4) insbesondere anderen Kommentatoren gegenüber Regeln von Anstand und Höflichkeit einhält.

      Auf den Diskussionsseiten von Wikipedia ist genügend Platz für unsachliche Beiträge aller Art. Insofern sehe ich keine Notwendigkeit, sciencefiles über Gebühr mit dem auf Wikipedia scheinbar vorherrschenden Stil zu belasten.
      Michael Klein

      • ThL sagt:

        Schönes offenes Netz, wo alles was nicht genehm ist, einfach nicht veröffentlicht wird. Schön auch, dass es dann einfach als „unsachlich“ bezeichnet wird.

        1) In einer Debatte darauf hinzuweisen, dass ein Unterzeichner eines solchen „offenen Briefes“ jahrelang selbst grundlegende Regeln missachtet, für schlechten Ton gesorgt hat und missbräuchlich Sockenpuppen eingesetzt hat, ist weder unsachlich, noch vernachlässigbar.
        2) Es gab keine Diskreditierung. Für den Missbrauch hat Herr R. selbst gesorgt, für Beleidigungen auch. Alles verlinkt, alles öffentlich einsehbar. Für seine Beiträge ist nur er selbst verantwortlich.
        3) Wer Teil des Problems ist, aber vorgibt Teil der Lösung zu sein, sollte benannt werden.

        „Auf den Diskussionsseiten von Wikipedia ist genügend Platz für unsachliche Beiträge aller Art.“

        Leider wird Sachlichkeit hier unter dem Vorwand der Unsachlichkeit wegmoderiert. Es besteht offenbar kein Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung, vielmehr werden hier persönliche Befindlichkeiten kommuniziert. Bei all den sachlichen Auseinandersetzung in der Wikipedia ist eine Aussage wie „Auf den Diskussionsseiten von Wikipedia ist genügend Platz für unsachliche Beiträge aller Art.“ nur ein weiterer unsachlicher Vorwurf ohne Diskussionsabsicht.

        • Zwei letzte Worte:
          (1) Was von den Punkten (1) bis (3) zu halten ist, weiß ich nicht und interessiert mich auch nicht. Die Tatsache, dass jemand in der Vergangenheit X getan hat, ändert nichts an der Gültigkeit eines Arguments, das er heute macht. Warum sollte mich also die Versionengeschichte und die Streitgeschichte auf Wikipedia in diesem Fall interessieren? Wer Sie vorbringt, will damit offensichtlich sein Gegenüber diskreditieren, denn um die Gültigkeit von Argumenten zu bewerten, ist es schlicht unnötig. Ansonsten hat die „Diskussion“ auf Wikipedia, die ich über die letzten Monate verfolgt habe, mir eindrücklich gezeigt, was von angeblich objektiven Feststellungen im Hinblick auf was auch immer zu halten ist. Dass Herr Riebe irgendwas auf Wikipedia getan hat, was angeblich erwiesen ist, halte ich vor diesem Hintergrund für genau so wahrscheinlich wie das Gegenteil.

          (2) Als Betreiber dieses blogs nehme ich mir das Recht, die Einhaltung eines bestimmten Niveaus von Anstand einzuklagen und darüber hinaus nur Beiträge freizuschalten, die einen informativen Wert für die Mitlesenden haben. In der Vergangenheit habe ich auch schon Beiträge freigeschaltet, die beide Kriterien verletzt haben, was in jedem Fall aber Beiträge waren, in denen die Verfasser ihre Zorn gegen mich und nicht gegen einen anderen Kommentatoren gerichtet haben. So werde ich es auch in Zukunft halten.

  22. heureka47 sagt:

    Die wirklich wichtigen Dinge für’s Leben und Überleben stehen bei Wikipedia nicht drin. Ob nun „streng“ wissenschaftlich oder nicht, ob „pseudo-wissenschaftlich“ oder von „Szientisten“ eingegeben – die allermeisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft leiden – und ebenso allermeist völlig unbewußt – an/unter der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“, wie ich diese „Krankheit der Gesellschaft“ nenne, die auch unter Begriffen wie „Gesellschaftsneurose“, „Kollektive Neurose“, „emotionale Pest“, „Dysgnosie“ (Heinz von Förster) in der Literatur benannt wurde.
    Rund 99,99% der Menschen der zivilisierten Gesellschaft sind befallen und entsprechend schwer beeinträchtigt. „Die Erwachsenen der modernen Gesellschaft sind nicht wirklich erwachsen“ meint Erich Fromm dazu und Albert Einstein wird dieses Zitat zugeschrieben: „Der moderne Mensch nutzt nur 10% seines geistigen Potenzials“. Solche und ähnliche Zitate weisen allesamt auf denselben Grundfehler hin: Dass der typische zivilisierte Mensch – unbewußt – leidet unter „Überbetonung des Intellekts und Vernachlässigung seiner Gefühlswelt“ wie Peter Lauster schrieb – wobei das noch sehr zurückhaltend formuliert ist.
    Die Wahrheit ist: Die Befallenen steigen – wie es sein sollte: in der Pubertät – nicht mehr zum wahren Erwachsenen-Bewußtsein, zum „Höheren / wahren Selbst“ auf, in die FEINstoffliche Dimension von Bewußtsein, und können deshalb diese Dimension des Sein auch überhaupt nicht wahrnehmen. Diese Dimension ist aber die WICHTIGSTE, denn sie ist die Ursprungs-Dimension, während die GROBstofflich-materielle Seite des Seins nur die Auswirkungs-Dimension ist. An der man zwar herumretuschieren kann – was z.B. die Schulmedizin / Psychiatrie weit überwiegend tut – aber damit ändert man die Ursachen im FEINstofflichen Bereich nicht.

    Und noch schlimmer:
    Die Kollektive Zivilisations-Neurose, die schon seit ca. 10.000 Jahren vernichtend durch alle Hochkulturen vor uns gezogen ist (siehe: Oswald Spengler), hat nach 1945 wieder begonnen, Potenziale aus unterdrückter Lebens-Energie aufzubauen, die sich schon bald wieder in einer Kollektiven Psychose oder ähnlichen Dekompensation entladen werden.
    Auch DAS sieht die typischerweise „einäugige“ Wissenschaft nicht – oder verdrängt es aus ANGST. Denn Angst und Verdrängung sind zwei der wesentlichen Symptome der Kollektiven Zivilisations-Neurose.

    Der Untergang wäre nur aufzuhalten, wenn über die Kollektive Zivilisations-Neurose und seine GEGEBENE NATÜRLICHE Möglichkeit der grundlegenden Heilung großflächig aufgeklärt und den Menschen dabei Anleitung und Hilfestellung gegeben würde.

    Ein langfristiges Weiterleben der zivilisierten Gesellschaft MIT der Kollektiven Zivilisations-Neurose ist völlig ausgeschlossen! Auch DIESE Krankheit wird sich selbst dadurch ausrotten, dass letztlich alle Befallenen sterben – es sei denn, sie WANDELN sich und werden bereit zu erkennen, zu lernen und diese Krankheit grundlegend und nachhaltig zu heilen.

    Gute Besserung!!

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  38. Heike Freund sagt:

    Die komplette deutsche Wikipedia inklusive Administration ist politisch infiltriert worden. Die offene Linkspropaganda auf der Wikipedia ist kaum auszuhalten. In jedem Artikel über eine Organisation, Partei oder ein Magazin das für die „antifaschistischen“ Kämpfer auf der Wikipedia nicht stramm links riecht wird sofort der Verdacht auf Rechtsextremismus oder Rechtspopulismus eingebaut und diese Einträge dann hart verteidigt. Man muss ich nur den Artikel der AFD ansehen. Man hat es wirklich geschafft im Artikel 16 mal das Wort Rechtspopulismus und Abarten davon im Artikel unterzubringen. Jeder der dagegen vorgeht wird mundtot gemacht und die Administratoren decken die linken Propagandaschreiber. Der Blödsinn wird dann von den Medien übernommen wenn ein Journalist mal eben nicht weiss was er schreiben soll und einfach in der Wikipedia nachschaut, verbreitet er die Propaganda an ein weites Publikum. Dessen sind sich die linken Propagandaschreiber wohl bewusst und beeinflussen so breitflächig die Bevölkerung.

  39. Frank sagt:

    Dieser offene Brief lässt vor allem offen von dem die Wikipedia übernommen wurde. Die deutsche Wikipedia ist vollständig in der Hand Linksradikalen. Nicht einfach nur Linken, sondern Linken mit absolut radikalen Ansichten und Verhalten. Das umfasst auch die Administratoren. Es gibt nur noch sehr wenige neutrale Admins und die haben keinerlei Chance sich durchzusetzen. Ich lese die deutsche Wikipedia schon lange nicht mehr. Die Englische bietet gute und wesentlich ausführlichere Information, zum deutschen Artikel klicke ich nur noch gelegentlich um zu lesen was sich die linken Propagandisten dazu haben einfallen lassen. In der Bevölkerung ist das schon lange angekommen. Die Artikel in der deutschen Wikipedia werden kaum noch ernst genommen.

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