ScienceFiles-Rätsel: Antifa, al-Kaida oder Freiwillige Feuerwehr?

Wir haben den Eindruck, dass es eine Nachfrage nach wissenschaftlichen Rätseln gibt. Also haben wir uns entschlossen, diese neue Form der Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse in den festen Bestand von ScienceFiles aufzunehmen, wie immer gemischt mit ein bißchen Ethnomethodologie.

Deep ThoughtDas heutige Rätsel basiert auf einer Untersuchung, die wiederum auf empirischen Daten basiert. Interviews mit 2032 Personen bilden die Datenbasis einer Typologie, die der Autor, dessen Namen wir hier noch nicht verraten, erstellt hat.

Die Typologie beschreibt Motivationen, sich einer bestimmten Organisation anzuschließen. Was wir von unseren Lesern wissen wollen: Welcher Organisation haben sich die 2032 Befragten angeschlossen bzw. über die Mitglieder welcher Organisation hat der Autor, dessen Namen wir derzeit nicht verraten, geforscht?

Zunächst zur Typologie.

Die Typologie besteht aus vier Gruppen: den Ärgerlichen, den Identifikations-Suchern, den Status-Suchern und den Abenteurern. Sie werden wie folgt beschrieben:

  • Die Ärgerlichen sind unglücklich und sehen sich als Opfer der Gesellschaft, als Spielball externer Kräfte, die sie daran hindern, in der Gesellschaft erfolgreich zu sein. Die Ärgerlichen können ihren Ärger nicht richtig zuordnen und wissen nicht wirklich, gegen wen genau er sich eigentlich richtet. Ihr Ärger ist diffus, und die Organisation, die wir suchen, hilft den Ärgerlichen dabei, ihren Ärger auf ein Ziel zu richten.
  • Die Identitäts-Sucher sind auf der Suche nach einem Sinn in ihrem Leben. Sie sind nicht in der Lage, sich eine eigenständige Identität aufgrund eigener Leistung zu geben und halten deshalb Ausschau nach einer Gruppe, der sie sich zuordnen können. Die Identitäts-Sucher wollen Teil eines größeren Ganzen sein, das es ihnen erlaubt, sich eine Identität zu geben. Sie brauchen eine Struktur, feste Regeln und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, denn die Zugehörigkeit zu einer Gruppe definiert sie, ihre Rolle, ihre Freunde, ihre Interaktion mit der Gesellschaft. Die Organisation, die wir suchen, gibt den Identitäts-Suchern die Identität, die sie selbst sich zu schaffen nicht im Stande sind.
  • Die Status-Sucher sind frustriert. Sie leben in einer Gesellschaft, arbeiten in einer Gesellschaft, die sie nicht wertschätzt. Sie sehen sich auf bestimmte gesellschaftliche Bereiche beschränkt und in ihrem Fortkommen blockiert. Sie suchen nach Wertschätzung, nach Status, nach Differenzierung gegenüber anderen. Die Organisation, die wir suchen, verschafft ihnen Status und hilft ihnen, sich innerhalb einer Hierarchie von anderen zu differenzieren.
  • Die Abenteurer sind in erster Linie gelangweilt. Anders als die zuvor Genannten sind sie klar einer sozialen Gruppe zuzuordnen: Sie stammen aus der Oberschicht oder der oberen Mittelschicht, haben alles in ihrem Leben, was sie sich an materiellen Dingen wünschen. Ihnen fehlt der Thrill, das, was die Eintönigkeit ihres täglichen Lebens beseitigt und ihnen Abenteuer und Abwechslung verschafft. Die Organisation, die wir suchen, bietet Abwechslung, Abenteuer und Thrill.

Nun sind Sie an der Reihe. Welcher Organisation haben sich die 2032 Befragten angeschlossen, die Grundlage der oben dargestellten Typologie sind?

ScienceFiles-Rätsel:

Dies Rätsels Lösung gibt es am Donnerstag.

Die Lösung des letzten Rätsels lautet: 126. 111 oder 60% der ScienceFiles-Leser, die sich daran beteiligt haben, haben die richtige Lösung gewusst.

©ScienceFiles, 2014

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2 Responses to ScienceFiles-Rätsel: Antifa, al-Kaida oder Freiwillige Feuerwehr?

  1. Stefan says:

    Mein Tip : NGOs wie Attac oder WWF. (Hatte zuerst an Hooligans gedacht, dann Polizei oder Bundeswehr – aber auch Menschen aus niedren Einkommensschichten haben Abenteuerlust).

  2. Pingback: Mitglieder von al-Kaida | Kritische Wissenschaft - critical science

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