An der Hochschule Zwickau sind Männer nicht erwünscht

Eine relativ lange, ja erstaunlich lange Zeit haben Hochschulen, Kultusministerien und das Ministerium für Bildung und Forschung versucht, den Anschein aufrechtzuerhalten. Den Anschein kann man wie folgt zusammenfassen: Das Professorinnenprogramm ist ein Programm, das weibliche Bewerber bei gleicher Eignung bevorteilt und dessen Ziel darin besteht, Universitäten einen Anreiz zur Berufung weiblicher Bewerber zu bieten, immer vorausgesetzt, sie haben eine gleiche oder bessere Qualifikation als konkurrierende männliche Bewerber.

ProfessorrinnenprogrammWir haben bereits in der Vergangenheit und in einer Reihe von Posts auf die Diskriminierung von Männern durch das Professorinnenprogramm hingewiesen, die bereits in der Vergangenheit immer offener betrieben wurde. Wobei sich vergangene Diskriminierungen dadurch ausgezeichnet haben, dass der oben dargestellte Anschein gewahrt und männliche Bewerber entsprechend getäuscht wurden. Nachdem die Universität Freiburg in Sachen offener Diskriminierung von männlichen Bewerbern den Vorreiter gemacht hat, gehen nun offensichtlich auch andere Hochschulen dazu über, alle Tarnung fallen zu lassen und den Zweck des Professorinnenprogramms, der in der aktiven und gezielten Diskriminierung von Männern besteht, deutlich zu machen.

So macht die Westsächsiches Hochschule Zwickau, auf die uns ein Leser hingewiesen hat, in der Ausschreibung einer Professur für “Wirtschaftsmathematik, Operations Research (W2, Vollzeit, Kenn-Nr. Zw WW 181 PP) ganz deutlich, dass männliche Bewerber nicht erwünscht sind:

“Die Professur wird finanziert aus dem Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen. Die Stellenbesetzung erfolgt unter dem Vorbehalt der Finanzierungszusage”.

Um die Offenheit, mit der die Diskriminierung von Männern an deutschen Hochschulen zwischenzeitlich betrieben wird, richtig würdigen zu können, ist es zunächst sinnvoll, sich die Art und Weise anzusehen, in der die Stelle in der ZEIT ausgeschrieben ist:

WHZUniversity of Applied Sciences

WHZ – Wissen hat Zukunft

Die Fakultät Wirtschaftswissenschaften sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
Professorin für Wirtschaftsmathematik, Operations Research, W2

Die Professur wird finanziert aus dem Professorinnenprogramm II des Bundes und der Länder zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen. Die Stellenbesetzung erfolgt unter dem Vorbehalt der Finanzierungszusage.

Kenn-Nr.: Zw WW 181 PP
Detailliertere Informationen unter
http://www.fh-zwickau.de/index.php?id=stellen

Wem dies noch nicht genügt, um die wahre Intention hinter dem Professorinnenprogramm zu sehen, dem kann mit der folgenden Passage aus der Ausschreibung der Westsächsischen Hochschule Zwickau nachgeholfen werden:

“Die künftige Stelleninhaberin soll über ausgewiesene wissenschaftliche und pädagogische Kompetenzen, Lehr- und Forschungserfahrungen an Hochschulen sowie über praktische Berufserfahrungen (…) auf dem Berufungsgebiet verfügen.”

Mit anderen Worten: Männliche Bewerber sind nicht erwünscht an der Westsächsischen Hochschule in Zwickau.

Es gab schon einmal eine Zeit, als Stellen an Hochschulen für Träger bestimmter Merkmale nicht erreichbar waren. Offensichtlich wiederholt sich Geschichte doch.

Dass die Westsächsische Hochschule Zwickau in der Rangfolge der Institutionen, die ganz tief vor politischem Druck aus Ministerien kriechen, weit vorne ist, zeigen auch die folgenden Passagen aus dem Ausschreibungstext:

WHZ Zwickau“Entsprechend unserer Zertifizierung als ‘Familiengerechte Hochschule’ erwarten wir von allen Hochschulmitgliedern, dass sie an der Umsetzung dieses Konzeptes mitwirken.”

Studierwillige, Studenten, Bewerber auf Positionen bei der Westsächsischen Hochschule Zwickau und Positionsinhaber an der Westsächsischen Hochschule seien gewarnt: Es herrscht Fortpflanzungszwang an der Hochschule Zwickau. Anders kann man die verpflichtende Mitwirkung an der Umsetzung der “familiengerechten Hochschule” wohl kaum interpretieren.

Und natürlich darf auch die folgende Floskel nicht fehlen:

“Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.”

Die Westsächsische Hochschule Zwickau stellt also ein: weibliche Bewerber, besser noch schwerbehinderte weibliche Bewerber.

Diese Offene Diskriminierung von Männern ist ein weiterer Schritt im Rahmen eines Radikalisierungsprozesses, den man seit einigen Jahren mit Blick auf Genderisten beobachten kann:

  • Zunächst haben sie behauptet, sie wollten Frauen nur fördern.
  • Dann haben sie behauptet, sie würden für die Gleichstellung von Frauen kämpfen.
  • Dann wurde die Gleichstellung zur gesetzlichen Pflicht. Dabei ist Gleichstellung von einer Frage der Chancengleichheit in eine Frage der Ergebnisgleichheit umgewandelt worden.
  • Der neue Schwerpunkt auf Ergebnisgleichheit wurde genutzt, um Programme aufzulegen, die Frauen bevorzugen, allerdings, so wurde beteuert, nur dann, wenn kein besserer männlicher Bewerber vorhanden ist.
  • Nunmehr sind wir bei offener Bevorteilung von Frauen und offener Diskriminierung von Männern angekommen und man fragt sich, was als nächstes kommt: ein offizielles Bewerbungsverbot für Männer (wobei der Ausschluss von männlichen Bewerbern ja bereits ein faktisches Bewerbungsverbot ist.)?

Was auch immer der nächste Schritt im Rahmen dieses Radikalisierungsprozesses sein mag, wer sich unter diesen Umständen als männlicher und als ernsthafter weiblicher Bewerber noch an Universitäten bewirbt, die offen gezeigt haben, dass sie Menschenrechte nicht achten, dem ist nicht mehr zu helfen.

Man kann schon jetzt vorhersagen, dass Historiker in der Zukunft auf das 21. Jahrhundert alles eines der dunkelsten Zeitalter der bekannten Menschheitsgeschichte zurückblicken werden, ein Zeitalter, in dem man offene Diskriminierung männlicher Bewerber betreiben konnte, angeblich um damit eine im übrigen nicht vorhandene Diskriminierung weiblicher Bewerber zu beseitigen.

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35 Responses to An der Hochschule Zwickau sind Männer nicht erwünscht

  1. Michael says:

    Wie im Beitrag erwähnt, gab es eine ähnliche Ausschreibung für eine Professur schon an der Universität Freiburg, auf die ich mich bewerben wollte als männlicher Bewerber, da die Stelle eigentlich sehr gut passte für mich. Da ich mir per email von dem in der Stellenasuschreibung erwähnten Ansprechpartner die Bestätigung geholt habe, daß die Ausschreibung nur für weibliche Bewerber ist, habe ich davon abgesehen mich zu bewerben. Angeregt durch die Beiträge hier in diesem Blog, habe ich mich aber jetzt daraufhin an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewendet. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten.

  2. Alexander Roslin says:

    Der totalitäre Charakter dieses Geschlechtersozialismus tritt immer deutlicher zutage.

    Wir haben noch lange nicht das Ende der Fahnenstange auch nur im Blick.

    Der Gleichstellungsfuror hat noch ganz anderes in petto, das lehrt die Geschichte.

    Immerhin nimmt der Quotenförderzug gerade erst Fahrt auf. Mit ihm werden immer mehr Ideolog.I.nnen in Machtpositionen transportiert.

    In der Wirtschaft, in der Politik, im Erziehungs-/Wissenschaftssystem, im Justizapparat.

    Die bald erfolgende Frühverstaatlichung der Kinder (Kinderkrippen) erlaubt es, diese zum frühest möglichen Zeitpunkt der Indoktrination durch “geschultes” Personal zu überantworten, das sie “geschlechtergerecht” erziehen wird.

    Dann geht es weiter im Kindergarten, in der Schule, in der Hochschule.

    “Und sie werden nicht mehr frei ihr ganzes Leben.”

    Unvorstellbar, dass viele Quer- und Selbstdenker ein solches Sytem überleben werden, unvorstellbar, dass diese Ideolog.I.nnen quer- und selberdenken zulassen können.

    Wir werden so ganz “natürlich” eine ausgesiebte, handverlesene Elite bekommen, die auf Linie läuft.

    Wir werden einen Gesetzgeber haben, der diesen Prozess legislativ absichert, eine Rechtsprechung, die das Recht entsprechend anpasst und beugt.

    Und die Medien?

    Stehen als akklamierende Claque dieser Entwicklung “positiv” zur Seite, sind unsere Jouranlist.I.nnen doch in übergroßer Mehrheit ideologisch Nahestehende, die als Wächter und Kontrolleure nicht einfach nur versagen, sondern zu Propagandist.I.nnen geworden sind.

    Nur wenige Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des DDR-Sozialismus macht sich ein neuer Sozialismus auf, sich des ganzen Staates, der ganzen Wirtschaft, der ganzen Gesellschaft zu bemächtigen, um einen “neuen Menschen” zu schaffen.

    Das lässte tiefe, deprimierende Einblicke in die Natur des Menschen, seinen Herdentiercharakter, zu.

    Omnia praeclara rara.

    Die Hervorragenden werden bald wieder hoffen müssen, wenigstens in der inneren Emigration zu überleben, wenn sie nicht riskieren wollen, einen Kopf kürzer gemacht zu werden.

  3. Tobias says:

    Wenn ich nur nicht so abgeschreckt von all’ dem Gendergemauschel und -geheuchel wäre, würde ich meinen innere Schweinehund überwinden und mich als M.A. Sotiale Arbeit für ne Doktorandenstelle bewerben. So bleib ich lieber selbstgerecht und behalte mein pragmatischen Innovqtionen für mich. Was soll ich mich für dieses undankbare Land besonders bemühen. Danke für Euren Blog, damit fühlt mann sich nicht so allein mit meiner Denke.

  4. karstenmende says:

    Gut immer wieder darauf zu verweisen, dass es beim Professorinnenprogramm nicht primär um die Bevorzugung von Frauen geht, sondern um die Infiltration der Wissenschaft durch ideologisch indoktrinierte Nutznießerinnen. Intelligente und an Wissenschaft interessierte Bewerberinnen werden durch dieses Programm genau so diskriminiert. Möglich, dass diese das erst realisieren, wenn sie auf einem solchen Posten versuchen, mit wissenschaftlicher Expertise und Kompetenz zu glänzen und dann vom “System” ausgebremst und an ihrer Arbeit gehindert werden. Es ist wichtig dagegen vorzugehen, ja. Deswegen: KLAGEN, KLAGEN und nochmals KLAGEN! Aber eigentlich sollte jeder intelligente Akademiker froh sein, nicht von diesem System gefressen zu werden. Schade nur, wenn es zu diesem System keine Alternative mehr gibt. Für Deutschland scheint es wohl schon zu spät zu sein.

  5. Maria says:

    “Die Westsächsische Hochschule Zwickau stellt also ein: weibliche Bewerber, besser noch schwerbehinderte weibliche Bewerber.”
    oder noch besser:
    schwerbehinderte weibliche Bewerber, die sich ständig fortpflanzen.

    Die werden dann ungeheuer viel Forschungsarbeit leisten,
    im Land der Dichterinnen und Denkerinnen.
    Ich sehe schon die Flut an Nobelpreisträgerinnen.

    Oder anders:
    Diese Land ist am Ende, wobei der absolute Tiefpunkt sicher noch kommen wird und dann will wieder keiner es gewesen sein oder von etwas gewusst haben.

  6. Florian says:

    Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel – aber wenn ich sehe, was für eine Kriegstreiberei die Männer in den letzten 2 Jahrtausenden betreiben, ist es nicht verwunderlich, dass sie sich irgendwie unbeliebt gemacht haben, irgendwann ist dann auch mal genug. Wer sich da wundert, ist wohl etwas naiv.

    • Wer sich da wundert, ist wohl etwas naiv.

      So so, DIE Männer waren also DIE Kriegstreiber und haben sich “irgendwie unbeliebt” gemacht. Bei wem eigentlich?
      So viel zum Thema “Naivität”. Zumindest muss man feststellen, dass DIE Männer bei DEN Frauen ziemlich beliebt gewesen sein müssen, sonst wäre die Produktion immer neuer Männer ausgefallen…

      • Alexander Roslin says:

        @ Michael Klein

        Ja, in der Regel haben sich nur die Verlierer bei Frauen unbeliebt gemacht. Die, die ohne Beute oder geschlagen nach Hause kamen.

        Wie verabschiedete eine spartanische Mutter ihren Sohn in den Krieg?

        “Du kannst zu mir zurückkehren mit dem Schild oder auf dem Schild!”

        Die Rückkehr des geschlagenen Sohnes (ohne Schild) war nicht erwünscht, weil schändlich. Dann lieber tot (auf dem Schild).

        Sicher auch nur eine Ausnahme.

        Schließlich sind “Heldenmütter” eine böse Erfindung der HIStory, kommen in der HERstory, die mehr und mehr die Szene beherrscht (und offensichtlich auch von Männern inhaliert wird), nicht vor.

    • a.behrens says:

      Grübel, grübel, da war doch was …

      Ah, das hier: http://en.wikipedia.org/wiki/White_feather

      Zitat:

      ————-
      In August 1914, at the start of the First World War, Admiral Charles Fitzgerald founded the Order of the White Feather with support from the prominent author Mrs Humphrey Ward. The organization aimed to shame men into enlisting in the British Army by persuading women to present them with a white feather if they were not wearing a uniform.[2]

      This was joined by prominent feminists and suffragettes of the time, such as Emmeline Pankhurst and her daughter Christabel. They, in addition to handing out the feathers, also lobbied to institute an involuntary draft of men, including those who lacked votes due to being too young or not owning property.[3][4][5]
      ————-

      Daher bitte: Wer sind genau die Kriegs_treiber_ und wer sind die Kriegsopfer? UK hatte 850.000 tote Männer. Oh natürlich, wie kann man eine solche Frage stellen. Die Männer sind natürlich einfach nur tot, aber keine Opfer. Die Opfer sind wie immer die Frauen, die nun ganz allein zu hause sein mussten…

      • Florian says:

        Stell dir vor esi ist Krieg und keiner geht hin! Dann wären auch keine 850.000 Männer im Krieg umgrkommen. Schon mal auf die Idee gekommen nicht mitzumachen im System?

        • Ich habe keine Idee, was dieser Kommentar mit dem Kommentar von a.behrens zu tun hat. Und um zu vermeiden, dass Sie die Kommentarfunktion nutzen, um Platituden abzusondern, nunmehr die Bitte, doch zu erklären, wo Sie den Zusammenhang sehen. Und wenn wir schon dabei sind, können Sie vielleicht noch ihre biologistische Theorie explizieren und uns allen erklären, warum Sie als männliches Individuum so einsichtig sind, zu verstehen, was andere nicht zu verstehen im Stande sind bzw. waren.

          Hoffentlich erfindet bald jemand eine Zeitmaschine: Dann können wir eiserne Verweigerer wie sie z.B. in den Juli des Jahres 1914 schicken und dabei beobachten, wie sie NICHT in den Krieg ziehen.

          • rjb says:

            Aus dem Wikipedia-Artikel über Carl Ludwig Siegel, nachmals ein sehr bedeutender Mathematiker, eine Andeutung, wie sich dieses Nicht-Hingehen praktisch gestaltete: “Er studierte ab 1915 in Berlin Astronomie, Physik und Mathematik …1917 wurde er einberufen. Da er den Wehrdienst verweigerte, wurde er in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Nach eigenen Worten überstand er die Zeit nur, da Edmund Landau, dessen Vater in der Nachbarschaft eine Klinik hatte, ihn unterstützte.”

            Interessant ist übrigens auch, wie intensiv sich die diversen Sprachverbesserer mit ihren vom Komischen ins Irrsinnige umschlagenden Konzeptionen von “gerechter Sprache” um pauschalisierende Ausdrucksweisen etwa über “die Männer”, die in ihrer Gesaamtheit irgendetwas tun oder lassen, etwa zu Kriegen treiben, nicht kümmern. Insbesondere eine geradezu widerwärtige Eigenheit der deutschen Sprache, nämlich das generalisierende Singular, scheint Sprachgerechtigkeitskasper und -kasperinnen rein gar nicht zu stören.

            • Sebastian says:

              Wenn sich nur einer verweigert, wird da nicht funktionieren. Aber in Anbetracht der Krise in der Ukraine sei die Frage erlaubt. Soviele freie Plätze in psychiaterischen Anstalten gibt es nicht. Oder wollen Sie doch lieber in den Krieg ziehen. Als brave Helden für die EU?

          • Alexander Roslin says:

            @ Michael Klein

            Einer solchen Zeitmaschine kommen Zeitzeugenberichte doch sehr nahe.

            Hier Ignaz Wrobel (= Kurt Tucholsky), 1927 in “Der Krieg und die deutsche Frau”

            http://www.zeno.org/Literatur/M/Tucholsky,+Kurt/Werke/1927/Der+Krieg+und+die+deutsche+Frau

            * Neben den evangelischen Pastören hat es im Kriege noch eine Menschengattung gegeben, die gar nicht genug Blut saufen konnte: das war eine bestimmte Schicht, ein bestimmter Typus der deutschen Frau. Die hat wirklich himmlische Blutrosen ins irdische Leben geflochten.

            Wer aber mitangesehen hat, wie zur Zeit, als die Oberste Heeresleitung das deutsche Volk täglich einmal herrlich belog, beim Eintreffen der scheußlichsten, widerwärtigsten Nachrichten diese deutschen Frauen vor Freude hüpften, mit glänzenden Augen Hurra schrien, den hat es geschüttelt, wenn er ein Herz in der Brust hatte und nicht nur einen Brustbeutel davor. Jene deutschen Mütter, die ernsthaft und kleingehirnig ausriefen: »Ich bedaure nur, nicht noch einen Sohn zu haben, damit ich ihn dem Vaterlande geben kann« – dieses Geschmeiß von Eltern ist mitschuldig an dem Mord von Hunderttausenden. (Ihr Vermögen geben sie nicht gern her, da wehren sie sich bis zum letzten – aber die Söhne werden dem Vaterland vom Elternhaus gratis und franko in den Rachen geworfen.)

            Und weil Frauen Männerwerk, mit dem sie sich einmal befassen, meist viel ernster nehmen als Männer und weil die Frauen selten skeptisch sind, so glaubten diese da und opferten Kinder und Gatten und konnten gar nicht genug bekommen.*

            Ähnliches hätte sich wohl auch bei französischen, britischen, russischen, österreischisch-ungarischen, italienischen, US-amerikanischen Frauen usw. beobachten lassen.

            Und nicht nur während des 1. Weltkrieges.

            Einfach nicht hingehen zu einem Krieg, den fast die ganze Gesellschaft für zumindest unvermeidlich und gerecht hält, wenn nicht gar bejubelt?

            Den die MÜtter und Väter für gerecht halten und zu dem der Sohn nicht hingehen will?

            Für den sie sich deshalb schämen müssen, ja, den sie selbst zu verachten lernen und ihn ihre Verachtung spüren lassen?

            Nicht zu reden von der Verlobten/Geliebten/Braut, die einen ganzen Mann lieben will und keinen feigen Drückeberger, der nicht einmal bereit ist, sie zu verteidigen, sondern sich hinter ihrem Rock versteckt.

            Viel Spaß beim Nicht-Hingehen.

        • M. says:

          “Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin – dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat.”

          Bertolt Brecht (1898 – 1956), eigentlich Eugen Berthold Friedrich Brecht, deutscher Dramatiker, Lyriker, Erzähler und Regisseur

          zitiert von: http://www.zum.de/Foren/politik/archiv/a284.html

          Wenn Sie schon so seltsame Zitate bringen, dann doch bitte komplett.

          • Sebastian says:

            Brecht ist lange tod. Man sollte doch mal neue Konzepte entwickeln. Aber ich sehe schon, die Männer haben scheinbar nichts dazugelernt und würden auch diesmal für einen 3. Weltkrieg wieder ins Verderben rennen. Wacht mal auf!

          • Gerold says:

            Sind Sie ernsthaft geistig in den Zeiten von Brecht hängengeblieben?

        • Matze says:

          Manche Leute sollten wirklich 24 Stunden und 7 Tage die Woche eine Helm tragen!

        • Matze says:

          Ich hab meinen Burder gerade diese Kommentare vorgelesen und ihn hat das an George Orwells “Animal Farm” erinnert, was er gerade gelesen hatte. Hier ein paar Auszüge:

          […]
          1. Alles, was auf zwei Beinen geht, ist ein Feind.
          2. Alles, was auf vier Beinen geht oder Flügel hat, ist ein Freund.
          3. Kein Tier soll Kleider tragen.
          4. Kein Tier soll in einem Bett schlafen.
          5. Kein Tier soll Alkohol trinken.
          6. Kein Tier soll ein anderes töten.
          7. Alle Tiere sind gleich.
          […]
          Die Vögel verstanden Schneeballs lange Worte nicht, doch sie akzeptierten seine Erklärung, und alle anspruchsloseren Tiere gingen sogleich daran, die neue Maxime auswendig zu lernen.

          VIERBEINER GUT, ZWEIBEINER SCHLECHT

          wurde oberhalb der Sieben Gebote und mit noch größeren Buchstaben an die Rückwand der Scheune geschrieben. Als sie sie erst einmal auswendig konnten, entwickelten die Schafe eine große Vorliebe für diese Maxime, und oft, wenn sie auf der Wiese lagen, begannen sie alle zu blöken: »Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht! Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht!«, und das stundenlang, ohne es jemals sattzubekommen.
          […]
          Jeder hatte seine eigene Gefolgschaft, und es gab mehrere heftige Debatten. Bei den Treffen gewann Schneeball durch seine brillanten Reden oft die Mehrheit, doch Napoleon war geschickter darin, zwischenzeitlich für Unterstützung zu werben. Bei den Schafen war er besonders erfolgreich. Die Schafe hatten es sich in letzter Zeit angewöhnt, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit »Vierbeiner gut, Zweibeiner schlecht« zu blöken, und damit unterbrachen sie oft das Treffen.
          […]
          Es war ein Schwein, das auf den Hinterbeinen lief.[…]Es herrschte tödliches Schweigen. Verblüfft, entsetzt, dicht aneinander gedrängt beobachteten die Tiere, wie die lange
          Schweinereihe langsam um den Hof herummarschierte. Es war so, als wäre die Welt auf den Kopf gestellt. Dann kam ein Augenblick, als der erste Schock abgeklungen war und in dem
          sie trotz allem – trotz ihres Entsetzens vor den Hunden und trotz der in langen Jahren erworbenen Gewohnheit, sich nie zu beschweren, nie zu kritisieren, egal was geschah – vielleicht ein Wort des Protestes geäußert hätten. Doch gerade in diesem Augenblick brachen alle Schafe wie auf ein Signal hin in das ungeheure Geblöke aus – »Vierbeiner gut, Zweibeiner besser! Vierbeiner gut, Zweibeiner besser! Vierbeiner gut, Zweibeiner
          besser!«
          […]
          Dies eine Mal fand sich Benjamin dazu bereit, mit seiner Regel zu brechen, und er las ihr vor, was auf der Wand geschrieben stand. Jetzt war da bloß noch ein einziges Gebot. Es
          lautete:

          ALLE TIERE SIND GLEICH, ABER MANCHE SIND GLEICHER

          http://william-tell.com/download/Orwell/George-Orwell-Farm-der-Tiere.pdf

          Das Buch gibt es schon seit 1945!

    • Klaus says:

      Wer denkt sich eigentlich diesen Unsinn aus… schauen sie sich doch die Timotschenkos, Hillary Clintons, Magret Thatchers, Nolans usw. an…
      Psychopathen sind Psychopathen, das Geschlecht spielt keine Rolle.

  7. geballte_Neugier says:

    ´schuldigung! Ich hätte da mal eine Frage.
    Wäre es möglich mal nachzurecherchieren, ob es bei den Einstellungen bzw. Bewerbungsgesprächen an unseren Horten des Wissens und Denkens dann auch so einen besonderen Stuhl gibt; mit Loch in der Sitzfläche, ähnlich wie bei den Päpsten; wo dann genau konntrolliert wird, via Fingerei, daß dort auch tatsächlich eine Frau sitzt? Sonst schmuggelt sich evenduell noch eine “Frau Doubtfire” in die heiligen Lehranstalten.
    Wenn nicht, könnte man denen ja mal einen Tipp geben. Oder?

    • a.behrens says:

      Warum so kompliziert? Das Geschlecht ist doch sozial konstruiert.

      Der Körper mag zwar männlich sein, tief Im Inneren seiner Seele ist doch aber jeder Mann in Wahrheit eine Frau. Obendrein eine lesbische Frau (es stehen halt die meisten Männer auf Frauen). Ja, möglicherweise eine sehr maskuline Frau mit Bauch und 3-8 Tagebart. Aber das sind doch nur Äußerlichkeiten.

      Also: Wo bekommen wir nun die Frauförderung die uns zusteht, weil unsere Geschlechtsgenossinnen seit Jahrmillionen (*) unterdrückt wurden?

      (*) Logik ist eine Erkrankung, die zum Glück fast nur Männer befällt. Aber ich bin ja eine Frau…

  8. Heinz says:

    Solange Wikipedia und Mainstreammedien fest in bestimmten Händen sind, wird die Gender”forschung” weiter betrieben, obwohl sie bereits 2011 in Norwegen eingestellt wurde. Mehr dazu hier:
    https://www.kulissenriss.eu/2012/09/06/norwegen-aus-fur-die-genderforschung-seit-ende-2011-die-brd-macht-unbelehrbar-weiter/
    Vieles basiert zudem auf den verbrecherischen Fälschungen von A.C. Kinsey:
    https://www.kulissenriss.eu/2012/12/10/sexuelle-fruherziehung-rockefeller-und-die-falschungen-von-alfred-c-kinsey/

  9. Striesen says:

    Also der Spiegel hat heute das Thema Diskriminierung bei der Jobvergabe erschöpfend behandelt:

    http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/arbeitsrecht-diskriminierung-von-bewerbern-geht-trotz-agg-weiter-a-957472.html

    Im Text der Expertin (“Elke Spanner (Jahrgang 1967) hat Jura studiert. Statt sich durch juristische Akten zu quälen, schreibt sie aber lieber als Journalistin über Recht, Arbeitswelt und Karriere.”) gibt es keine spezielle Männerdiskriminierung und schon gar kein Professorinnenprogramm.

    Bitte überprüfen Sie deshalb Ihre Anschuldigungen. Sie wollen doch der BILD für Zahnärzte nicht etwa Desinformation vorwerfen?

    Empört und irritiert – Striesen

  10. Pingback: Diskrimierung kann nicht durch andere Diskriminierung bekämpft werden, und Ist “Gleich” überhaupt gut? | Gedankenweber

  11. Tom says:

    An meiner Uni werden Frauen, die in typischen Männerfächern studieren (Technik, Chemie, Mathe…) in allerhöchstem Maße gefördert – selbst bei Minimalfähigkeiten.

    So hat die einzige Studentin (die neben ca. hundert männlichen Studenten Mathematik studierte) selbstverständlich zuerst eine gutbezahlte Hiwistelle bekommen, um ihr Studium mit größtmöglicher Förderung abschließen zu können. Anschließend erhielt sie eine weitere, um bequem und ohne finanzielle Sorgen ihren Doktor machen zu können. Die Professorenstelle ist ihr, das weiß hier jeder, so gut wie sicher.

    Das führt unter all jenen Studenten, die naiv glaubten, es käme auf Fachwissen an, zur tiefen Verbitterung.

    Auch jenen Frauen, die tatsächlich wegen ihrer überragenden Fähigkeiten aufsteigen, ist mit der Frauenquote nicht gedient. Sie müssen zeitlebens unter Tuscheleien leiden, nur deshalb den Job erhalten zu haben, weil sie zufällig weiblich sind.

  12. Jurist says:

    Tja, wenn all die jammernden Männekes zu blöd sind,
    es mal mit einer auf Art. 3 Absatz 3 GG gestützten Verfassungsbeschwerde zu versuchen,
    dann ist ihnen eben nicht zu helfen.

    Wer es noch immer nicht weiß:
    Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

    • turbulent_flow says:

      Lieber Jurist,

      das Grundgesetz ist hier jedem bekannt.

      Da Sie hier den Vorwurf vorbringen, außer Ihnen habe sich niemand richtig informiert und dann lediglich einen Allerweltsplatz, den wir alle aus dem Gemeinschaftskundeunterricht kennen, in die Menge schleudern, dürfte es zu viel von Ihnen verlangt sein den Namen Susanne Bär zu kennen.

      Die Frau ist Bundesverfassungsrichterin, bekennende Quotenbefürworterin und wurde auf Antrag von Bündnis90/ Die Grünen ans Bundesverfassungsgericht berufen. Sie ist mit Gleichstellungsfragen und Arbeitsrecht betraut.
      Wenn eine die Quote betreffende Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingeht, landet sie auf dem Schreibtisch dieser Frau. Vermutlich für den Fall einer Beschwerde gegen Quotenregelungen wurde in den Artikel 3 GG der Begriff der „tatsächlichen Gleichberechtigung“ eingeführt, der vielleicht nicht grundlos schwammig ist.

      Ich weiß nicht wie viele Verfassungsbeschwerden jedes Jahr abgelehnt werden und wage zu behaupten, dass Sie es auch nicht wissen.

      Wenn Sie es immer noch nicht wissen:
      Durch das Professorinnenprogramm werden Männer diskrimiert. Das ist auch politisch so gewollt (s. Hochschulzukunftsgesetz in NRW), was auch immer das GG Ihrer Meinung nach dazu sagt.

    • kaivonderkueste says:

      Sie haben Ihren Nick mit Absicht gewählt? Sind gar Jurist? Dann kennen Sie sicher die einschlägigen Urteile des BAG (z.B. 8 AZR 77/09).
      Lesen Sie auch gerne mal das AGG, insbesondere die §§5,8,9,10 und 20.

      Und wenn Sie unter Berufung auf Art3.Abs3. eine Verfassungsbeschwerde versuchen, wird Ihnen ziemlich sicher Art3.Abs2.Satz2 vorgetragen werden. “Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”
      Das Entscheidende steht nach dem und: “Der Staat … wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.”
      zu deutsch: Positive Diskriminierung ist zulässig oder
      Die Wahl der Mittel ist zweitrangig, wenn es um höhere Ziele (hier Frauenförderung) geht.

      Mit Spannung darf daher die Rechtsprechung zu den noch zu beschließenden Quotenregelungen für AR erwartet werden.
      kai

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