Diversität der Moral – “Komm’ wir bestellen uns ein Kind!”

Polygesellschaftliche Perspektive, Diversität, Vielfalt der Lebensentwürfe, all diese Begriffe sind deskriptive Begriffe, die – so will es die moderne politische Korrektheit – mit dem affektiven Wert “gut” verbunden werden. In ganz und gar nicht diverser Art und Weise wird behauptet, alles was divers, polyperspektivisch oder vielfältig ist, müsse immer und in jedem Zusammenhang gut sein.

Zumindest im Zusammenhang mit  Moral haben wir so unsere Zweifel. Zumindest im Zusammehang mit Moral können wir der herrschenden Vielfalt, die man auch als a-Moralität bezeichnen kann, nichts abgewinnen. Schon deshalb nicht, weil die Polyperspektiven und die Diversität im Bereich der Moralität zu einer Situation führen, die Thomas Hobbes mit seinem Naturzustand beschrieben hat und die sich dadurch auszeichnet, dass Menschen instrumentalisiert werden, dass manche Menschen zum Mittel zum Zweck von anderen werden, dass sie von diesen anderen benutzt werden.

BGHEin Beispiel dafür liefert das Urteil XII ZB 463/13 des Bundesgerichtshofes, das heute veröffentlicht wurde. Gegenstand des Urteils ist ein Wunschkind, das von einer “Leihmutter” ausgetragen wurde und nach Geburt den “Bestelleltern” übergeben wurde. “Leihmutter” und “Bestelleltern”, das sind Begriffe, an die man sich wird gewöhnen müssen.

Die Bestelleltern, das sind im vorliegenden Fall zwei Schwule, die ihr Schwulsein nicht so ernst nehmen, als dass sie sich nicht als Eltern verwirklichen wollten, ein Projekt, das durch die biologische Notwendigkeit, auf der Fortpflanzung nun einmal basiert, erschwert wird.

Aber: Schwierigkeiten sind dazu da, überwunden zu werden, und entsprechend haben sich die beiden schwulen Männer in den USA eine Leihmutter gekauft und ein Kind bestellt, das sie aus den Spermien eines der Männer und dazu bestellten anonymen Eizellen zusammenrühren ließen. Nach Geburt wurde das Kind aus der Petri-Schale den Bestelleltern übergeben, die es nunmehr nach Deutschland gebracht haben und hier vom Standesamt verlangt haben, dieses Mal als Eltern und nicht als Bestelleltern eingetragen zu werden. Ein Wunsch, der erst- und zweitinstanzlich abgelehnt und erst vom Bundesgerichtshof gewährt wurde, und zwar mit der Begründung,

dass die in den USA zwischzeitlich eingetragene Elternschaft der beiden schwulen Bestelleltern “den wesentlichen Grundsätzen des deutschen Rechts jedenfalls nicht in einem solchen Maß widerspricht, das eine Anerkennung der entsprechenden Entscheidung als im Ergebnis untragbar erscheinen ließe. … Vielmehr spricht das Kindeswohl eher für als gegen eine Anerkennung”.

Man kann das Urteil auch so interpretieren, dass der 12. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes vor der normativen Kraft des Faktischen kapituliert hat, und dem juristischen Streit auf dem Rücken des Kindes ein Ende setzen wollte, ein Ende, zu dem die liebenden Bestelleltern im Vorfeld offensichtlich nicht bereit waren.

ein Herz fuer KinderMan muss wirklich nicht homophob sein, um sich zu fragen, ob zwei Homosexuelle, die sich fraglos eine Leihmutter kaufen, um sich eben einmal den Wunsch nach einem Spielzeug zu erfüllen, denn als Sache wird man den Gegenstand der Transaktion, das Kind, wohl auffassen müssen, dazu geeignet sind, dieses Kind zu erziehen – schon weil man sich fragt, was mit dem Kind passiert, wenn sie den Spass an ihrem neuen Spielzeug verlieren.

Man muss auch kein Hellseher sein, um zu wissen, aus welcher sozialen Schicht Leihmütter in den USA, in Kalifornien im vorliegenden Fall, stammen (was unseren engagierten Linken offensichtlich egal ist), die sich auf einen Handel einlassen, der eine neue Form der Prostitution konstituiert und die entsprechenden Leihfrauen zum Instrument der Wünsche Dritter objektiviert.

Hier findet eine neue soziale Stratifizierung statt, mit einer Unterklasse, die in jeder körperlichen Hinsicht ausgebeutet werden darf: Man kann sie als Brut- und Gebärkasten für die eigenen Kinderwünsche gebrauchen, sich ihre Organe besorgen, sofern ein eigener Mangel besteht. Welche weiteren Möglichkeiten, die polyperspektivische Gesellschaft noch bereit hält, man wagt es sich nicht vorzustellen.

Wenn die neue diverse Gesellschaft sich dadurch auszeichnet, dass die Instrumentalisierung von Menschen nicht mehr Staatssache, sondern Privatsache wird, im Rahmen eines neuen Prozesses, den man als neue Form der Sklavenhaltung oder doch zumindest neue Form der Ausnutzung beschreiben kann, dann müssen wir wirklich feststellen, dass wir froh sind, das Alter erreicht zu haben, das wir erreicht haben. Das was sich hier ankündigt, ist nichts, worauf die Menschheit dann, wenn sie wieder zu Verstand gekommen ist, stolz sein wird.

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47 Responses to Diversität der Moral – “Komm’ wir bestellen uns ein Kind!”

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  2. Adrian says:

    Gutes Urteil. Wurde auch Zeit 🙂

    • lernender says:

      ..sofern man eine Zeitreise ohne Rückfahrkarte ins alte Rom gebucht hat.

      Genau zu jenem Zeitpunkt wo die Dekadenz am verbreitetsten war, die Verschuldung am höchsten, die glorreiche römische Armee aus ausländischen Söldnern bestand -und die Germanen, vorwiegend an Naturgötter glaubend, vor den Toren standen und es anschließend für immer platt machten..

      Geschichte wiederholt sich doch..

    • Das Urteil ist in etwa damit zu vergleichen, dass ein Richter die Täter freispricht, die dir die Fresse poliert haben; mit der Begründung: ‘Einen Zahn haben Sie ja noch, also ist Ihr recht auf Unversehrtheit nicht derartig gebrochen worden, dass es die Verurteilung der Täter rechtfertigt.’
      Amoralisch und asozial!! In sofern nichts neues aus der Regenbogen-Fraktion.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      “Gut” ist, wenn’s gefällt? Wenn’s einem in den Kram passt und die Verwirklichung jeder eigenen Lust und jedes eigenen Wunsches legitimiert?

      Würden Sie das Ihren Kindern beibringen?!? 🙂

      • Adrian says:

        “Wenn’s einem in den Kram passt und die Verwirklichung jeder eigenen Lust und jedes eigenen Wunsches legitimiert?”

        Die meisten werden Kinder aus diesem Grund bekommen. Das ist das Grundprinzip eines Wunschkindes.

        “Würden Sie das Ihren Kindern beibringen?!?”

        Klar.

        • Sehr erhellend in seinem Egozentrismus dieser Kommentar, bleibt nur zu hoffen, dass das keine Fremdfinanzierung für das “Wunschkind” notwendig ist.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          Sind Sie sicher, dass das, was Sie da als Kommentar abgegeben haben, Ihr Ernst ist und nicht einfach verbale Reaktanz? Mal ehrlich, das können Sie sich nicht richtig überlegt haben, was Sie da schreiben!

          Nur zur Sicherheit, weil ich es kaum glauben kann:

          Für Sie ist es prinzipiell in Ordnung, wenn man jedes verfügbare Mittel wählt,

          “wenn’s einem in den Kram passt und die Verwirklichung jeder eigenen Lust und jedes eigenen Wunsches legitimiert?”,

          und das ist für Sie erstens gleichbedeutend damit, einen Kinderwunsch zu haben, und zweitens würden Sie das als Lebenseinstellung Ihren Kindern beibringen wollen, ja?!?

          Dann haben Sie auch den Mut, das ganz offen hier zu schreiben: Andere Menschen sind für Sie einfach irrelevant, um nicht zu sagen: Dreck wert, wenn es um Ihre Wünsche und die Ihrer Kinder geht!

          Ich wünsche Ihnen in diesem Fall, dass Sie auf viele Menschen stoßen, die genauso denken wie Sie; vielleicht lernen Sie dann etwas aus Erfahrung!

        • Adrian says:

          Aber da man mich offensichtlich missverstehen wollte: die Grenze setze ich da, wo andere geschädigt und zu etwas gezwungen werden
          Inwiefern das hier der Fall sein soll, kann ich nicht erkennen.

          • Dann kann ich Ihnen auch nicht weiterhelfen. Aber es verwundert mich schon, dass Aktivisten, die hinter jeder Form von Kritik an der Art und Weise wie Homosexualität derzeit promoted wird, Homophobie vermuten, so völlig unempatisch sind, wenn es darum geht, sich einen finanziellen Vorteil, den man Dritten gegenüber hat, zu Nutze zu machen, um diese Dritten auszunutzen oder, um es einmal in eine Sprache zu bringen, die Randall Collings als er noch Zähne hatte, benutzt hätte: Es ist nicht erträglich, dass eine blasierte und gelangweilte Mittelschicht aus Angst vor dem eigenen Abstieg, ihre Spleens in einer Weise und auf Kosten der Unterschicht auslebt, die jeden Zuhälter vor Neid erblassen lässt.

          • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

            Ich setze eine Grenze da, wo man mir einfach unterstellt, jemanden missverstehen zu wollen;

            Ich habe ausgeführt, wie ich Sie verstanden habe!

            Und ich finde, das könnte Ihnen zu denken geben, statt der Einfachheit halber den Denkprozess zu umgehen und zu behaupten, andere Leute hätten aus unerfindlichen Gründen nichts besseres zu tun als Sie missverstehen zu wollen.

            Ich finde es einfach albern, auf solche Mittel zurückzugreifen, nur, weil man mit Schlussfolgerungen, die Leute aus dem, was man selbst geäußert hat, ziehen, nicht einverstanden ist! Es steht Ihne doch jederzeit frei zu erklären, wieso meine Schlussfolgerung falsch ist oder wo Sie sich missverständlich ausgedrückt haben! Warum immer dieses Zurückziehen in die Schmollecke?!?

            Dabei finde ich es durchaus erfreulich, dass Sie eine Grenze angeben können, ab der auch Sie ein moralisches Problem haben!

            Nur – mir ist nicht verständlich, wieso Ihnen nicht erkennbar sein sollte, dass hier jemand “geschädigt und zu etwas gezwungen” wird.

            Was ist mit der Frau, die das Austragen fremder Leuter Kinder vermutlich durchaus nicht zum Spaß oder bloß als kleine Nebeneinkunft betreibt? Haben Sie eine Ahnung, welche Misslichkeiten und Risiken eine Schwangerschaft mit sich bringt? Normalerweise kommt eine Frau hierüber ganz gut weg, weil sie sich auf ihr Kind freut. Wie ist das, meinen Sie, für eine Frau, die das Kind nicht als ihres definiert oder definieren kann, die vermutlich froh ist, wenn das Ganze vorbei ist und sie es mehr oder weniger unbeschadet übersteht, die jeden Tag Angst haben muss, dass etwas mit der Schwangerschaft oder mit dem Embryo schief läuft, weil sie dann mit einem Kind konfrontiert sein könnte, das der Käufer nicht abnimmt – im besten Fall; im schlimmsten Fall trägt sie selbst bleibende Schäden davon. Und Sie meinen, das ist eben ihr Bier, wenn sie in einer vermutlich eher mißlichen Lebenslage zu solchen Mitteln greifen muss, um an etwas Geld heranzukommen – wobei die Mittelsmänner sicherlich einen deutlich größeren Batzen für sich behalten!?

            Und meinen Sie wirklich, dass Leute, die so denken, geeignet sind, ein Kind dauerhaft mit Liebe, Verständnis, eben Empathie zu erziehen? Und falls sie dazu tatsächlich im Stande sind, dabei nicht die Botschaft zu vermitteln, dass man durchaus nicht jedem mit Liebe, Verständnis oder Empathie zu begegnen braucht, solange man bezahlt, so, wie sie es selbst in ihrem Leben gehalten haben? Die Gefahr, dass ein Kind durch eine Erziehung nach dieser Vorstellung geschädigt wird, halte ich für ziemlich groß – von der Schädigung, die alle anderen Menschen durch Leute, die so denken, erfahren, ganz zu schweigen.

            Und ich sehe nicht, warum man dieser Gefahr nicht einfach aus dem Weg geht, indem man halt ‘mal darauf verzichtet, sich einen Wunsch, den man gerade hat, auf Teufel-komm-raus zu erfüllen. Meinen Sie, wenn der (vielleicht momentane) Wunsch nur groß genug ist, dann rechtfertigt er jede Gefahr des Missbrauchs anderer Menschen? Ich meine das nicht.

            Und bitte beachten Sie, dass ich hier FRAGEN gestellt habe, damit Sie nicht wieder behaupten können, Sie würden hier absichtlich missverstanden. Sie werden nur Dinge gefragt, auf die Sie doch eine Antwort haben sollten, oder ist das zu erwarten auch unzulässig!?

            • Adrian says:

              Sie spekulieren doch hier wild über die Umstände und über die Situation und Empfindungen der Leihmutter. Ich erkenne weder Zwang noch Abhängigkeit. Insofern halte ich den Vorgang nicht für moralisch verwerflich. Ausführlich werde ich das noch in einem eigenen Beitrag darstellen.

              • Wir hatten ja schon festgestellt, dass wir Ihnen nicht helfen können. Sie gehören zu denen, die denken, wenn sie einen Maskierten mit einem Sack über der Schulter aus dem Fenster des Nachbarhauses kommen sehen, dass hier mit versteckter Kamera gefilmt wird und man sicher nicht schließen kann, dass ein Einbrecher am Werk ist.

              • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

                Sie sind jetzt aber wirklich albern:

                die Misslichkeiten einer Schwangerschaft und die Gefahr, dass ein Käufer die austragende Frau auf dem nicht-perfekten Kind sitzenlässt, sind reale Dinge bzw. Gefahren, und im schlechtesten Fall für mich oder besten Fall für Sie besteht kein Unterschied zwischen meiner Spekulation über den Eintritt der Gefahren und Ihren Spekulationen über den Nicht-Eintritt der Gefahren.

                Was sind die theoretischen Überlegungen oder empirischenn Daten, auf die Sie gründen wollen, dass die Misslichkeiten und Gefahren, die ich sehe, Spekulationen sind, aber die Schwierigkeiten und Gefahren, die Sie nicht sehen, keine Spekulationen oder Spekulationen mit geringerer Eintrittswahrscheinlichkeit seien?

                Und warum beantworten Sie nicht die Fragen, die ich gestellt habe, sondern wiederholen nur nun zum mindestens dritten Mal, dass Sie nichts erkennen oder sehen könnten (oder wollen, so vermute ich in Vertrauen auf Ihre Kognition), was sich auf die Schwierigkeiten und Leiden anderer Menschen bezieht als denen, die aus mir unerfindlichen Gründen anscheinend per se und in jedem Fall Ihre Sympathie gebucht haben?

                Sie beharren doch hier nur trotzig auf einer Meinung, von der Sie selbst merken, dass Sie ins Wanken geraten könnte, wenn man die Interessen, Lagen, Schwierigkeiten, Umstände und Wünsche anderer Menschen als derer, die Sie irgendwie “gut” finden, beachten würde!

                Ihre Moral muss wohl eine sein, die nicht für alle gilt, sondern nur für solche, die Sie eben “mögen”.

                Im Übrigen haben Sie sich nicht für Ihre Unterstellung entschuldigt, ich würde Sie absichtliich falsch verstehen wollen. Das ist für mich auch ein Zeichen dafür, dass Sie auf die Gefühle von Leuten, die Sie nicht Ihrer Schicksals-/Zuwendungsgruppe zugehörig betrachten, wenig Wert legen, Wenn ich Sie da missverstanden haben sollte, dann klären Sie es doch bitte auf, und zwar HIER – und nicht irgendwo in einem Beitrag, in dem Sie vermutlich nur versuchen werden, mich und alle anderen “Andersgläubigen” zu verunglimpfen, wenn Sie schon in der direkten Konfrontation mit Unterstellungen arbeiten müssen; schließlich haben Sie sich auf HIER geäußert wie Sie es getan haben!

  3. Master Mind says:

    Was eine kranke Zeit.

  4. Sven H. Schillings says:

    Hier muß man erstmal tief durchatmen, bevor man sich äußert, um nicht in Verunglimpfungen des BGH zu enden!
    Wir sind auf dem ‘besten’ Wege, unsere Grundfeste der Gesellschaft zu zerstören. Bis vor kurzem gab es nur den “natürlichen” Weg, Kinder zu bekommen – Mann und Frau. Dann kamen lesbische Paare auf die Idee, sich von irgendwelchen Männern Kinder zeugen zu lassen, um sie dann gemeinsam zu erziehen. Nun ist dieses Schwule Paar mit der Idee, eine Leihmutter in den USA zu bezahlen, erfolgreich. Demnächst folgen x-beliebige Paarkonstruktionen (Schwestern Brüder, Mutter und Tochter pp. ) und vielleicht auch WG’s, die es auch schick finden, Kinder zu haben. Mir scheint, daß hier die Richter ein Tor geöffnet haben, dessen Überschreitung weitreichendste Folgen haben wird.

  5. Lallajunge says:

    Die Beliebigkeit einer nihilisischen Gendergesellschft kann niemals eine Wertegesellschaft ersetzen, sind diese auch noch so klein.

  6. Jan Onym says:

    Meine Empfindung: Unnatürlich, auf dem Rücken des Kindes ausgetragen, egoistisch, eklig. Ist aber nur ne Empfindung, kann man auch mal drüber nachdenken.

    Das Gericht ist mir völlig egal, Rechtsprechung ist bei so was Zufall. Was irgendwelche verbeamteten Sesselpuper vor sich hin schreiben interessiert mich nicht. Achtung vor dem Gericht? Müssen sich diese Typen genau so erringen wie jeder andere auch.

    Was aber den Autor dazu bewegt von “Spielzeug” zu schwafeln ist mir in nichts weniger suspekt. Kennt er die Verhältnisse? Die Beteiligten oder was in den USA abging?

    Warum ist es mehr Ausbeutung wenn jemand n Kind für andere austrägt als das ihr wg mittelalterlicher Standesregeln verboten wird einen Zaun gegen Geld zu streichen (oder jemandem die Haare zu schneiden)? Seh ich genau so wenig. Die Welt ist nicht perfekt, zumindest nicht das humane Soziotop.

    Was ich aber sehe sind jede Menge natürlich zur Welt gekommene Erdenbürger denen man ihr reales da sein noch weniger wünscht als theoretisierendes Gefasel über eine nicht bekannte Kindheit in “gleichgeschlechtlicher” Partnerschaft.

    • Ich verweise auf meinen Kommentar oben – für A.S.

      Stimmt, die Welt ist nicht perfekt, und Leute, die Dritte instrumentalisieren, wie dies hier der Fall ist, tun sicher nichts dazu, dass sie besser wird. Eins will ich dennoch wiederholen: Sie finden also nichts dabei, wenn sixh Schwule oder Lesben eine Leihmutter, übrigens ein Begriff aus dem Urteil des BGH, kaufen und sich deren Armut zu Nutze machen, denn dass Leihmütter nicht aus der Mittelschicht oder der Oberschicht stammen, das dürfte klar sein. Ich finde es nicht nur vor dem Hintergrund des Kantianischen Instrumentalisierungsverbots, sondern auch vor dem Hintergrund, dass wir in einem Zeitalter leben, in dem sich die Mittelschicht der Unterschicht auf jeder nur erdenkliche Weise bedient, die nicht nur deren Ausnutzung beinhaltet, um die eigenen White Collar Jobs zu rechtfertigen, sondern nun auch deren Ausnutzung dahingehend einschließt, dass man ihre körperliche Integrität zerstört, widerlich was hier abläuft, damit zwei Schwule sich ein Kind kaufen können, in genau der Weise, in der sie zum Züchter gehen würden, um sich ein Rassehündchen zu kaufen. Wenn die beiden Schwulen so kinderlieb und versessen auf Kinder sind: Warum adoptieren sie dann nicht eines der zahllosen Waisenkinder?

      • Jan Onym says:

        Wissen Sie Herr Klein, was ich finde oder nicht finde spielt keine Rolle. Das Sie mit der Unterstellung arbeiten ich fände nichts dabei, obwohl mein Einleitungssatz meine Gefühlslage doch wohl eindeutig beschreibt, halte ich für – na sagen wir mal -unwissenschaftlich.

        Was Sie machen ist in meinen Augen blankes herummoralisieren. Da Sie die beteiligten vermutlich genau so wenig kennen wie ich drängt sich mir dieser Schluss ein wenig auf. Da hilft auch der Rückgriff auf irgendwelche philosophischen Imperative nichts. Das ist Flucht auf eine nichtexistente Metaebene, außerhalb der UniElfenbintüme nennt man es auch Hirnfi….

        Womit wir beim Thema wären. Das biologische hat sich durch die Fortentwicklung der Medizin verschoben, Da gibt es einiges was einem nicht gefallen kann. Meiner Meinung nach muss man solche Dinge aushalten. Die andere Richtung tendiert zu einer Blut und Boden Ideologie.

        Die beteiligten haben sich wohl alle aus freien Stücken entschieden und es ist Geld geflossen. Finde ich nicht gut, im Puff läuft es auch aber nicht anders, finde ich auch nicht gut. Aber ich Maße mir nicht an über das tun und lassen anderer Menschen zu urteilen.

        Ne Bekannte hat mit Ende 50 noch ein Kind adoptiert. Aus nem rumänischen Waisenhaus. Da ist vermutlich auch ne Menge Geld geflossen, auch dort wo Sie lebt (Südeuropa).

        Wer bin ich darüber zu urteilen? Wer sind Sie das Sie…. .

        • Wissen Sie, Herrn Onym, was Sie finden oder nicht finden, spielt in der Tat keine Rolle, ich frage mich nur, warum Sie hier kommentieren, wo Sie selbst der Meinung sind, was Sie finden sei unerheblich, ja irrelevant?

          Gerade weil durch die “Fortentwicklung der Medizin” sich vieles “verschoben” hat, stellen sich moralische Fragen. Wenn dies bei Ihnen nicht der Fall ist, dann kann ich Sie nur beglückwünschen zu der geistigen Inselexistenz, die Sie führen und meinerseits mit dem guten alten Kant anfügen, dass es erst die moralische Urteilsfähigkeit ist, also das “herummoralisieren”, das den Menschen zum Menschen macht. Offensichtlich, so muss ich ihrem Kommentar entnehmen, gibt es manche, die diese Stufe nicht mehr nehmen wollen, weil es sich ohne Moral, mit der ja bekanntlich Verantwortung einhergeht, besser lebt.

          Ja, die freien Stücke der Beteiligten sehen wir auch im Zusammenhang mit dem blühenden Organhandel, Tausende von Indern und Pakistani trennen sich freiwillig und aus blanker Geldgier von ihren Nieren, nein, was sagen ich, aus Altruismus, denn im Koran steht, dass man den infidels, die bekanntlich nicht die gleiche Entwicklungsstufe erreicht haben, wie die Erleuchteten helfen muss (für die Hindu unter den Nierenspendern müssen Sie sich eine eigene altruistische Weisheit zusammenbauen).

          Die Adoption eines Kindes hat mit der Frage, ob man sich des Körpers anderer Menschen bedient, um seine eigene Einbildung in die Tat umzusetzen, nur überhaupt nichts zu tun, wie jedem mit grundlegender Moralität ausgestatteten Menschen auffallen müsste.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          “Wer bin ich darüber zu urteilen? Wer sind Sie das Sie…. .”

          Ganz einfach:

          1. nach Ihrer eigenen Einschätzung und übrigens auch nach meiner verfügen Sie nicht über die Argumente und nicht das Urteilsvermögen, “darüber zu urteilen” oder für sich einen eigenen Standpunkt zu formulieren; wenn Sie diese Einsicht haben, dann verstehe ich nicht, warum Sie sich trotzdem anmaßen wollen, öffentlich zu kommentieren – obwohl Sie überhaupt keine Meinung haben und sich nach eigener Einschätzung keine erlauben können;

          2. Herr Klein “urteilt” nicht, sondern argumentiert, und allein diese Tatsache illustriert doch hinreichend, dass er jedenfalls besser dazu qualifiziert ist, sich eine ernstzunehmende Meinung zu bilden und diese öffentlich zu machen und zu vertreten als Sie.

          Das ist es eben: wir sind nicht alle gleich; jemand, der sich engagiert, trägt wesentlich mehr zur Lebensqualität aller Menschen auf diesem Erdball bei, als jemand, der meint, mitreden zu können oder zu müssen, obwohl er selbst eingesteht, dass er hierzu nicht qualifiziert ist.

          Und deshalb funktioniert Ihr “wer sind wir, dass ….” nicht als Totschlag-Argument und auch nicht zur Illustration irgendeiner Toleranz, sondern nur zur Illustration Ihrer Gleichgültigkeit anderen Menschen gegenüber (hier: als Brutkästen mißbrauchten Frauen und gekauften Kindern, die sich nicht gegen Ihr Schicksal wehren können).

          Wenn Sie anderen Menschen gegenüber gleichgültig sind, dann kann ich Ihnen sagen, wer Sie sind, dass Sie nicht urteilen sollten: einfach jemand Gleichgültiges, von dem nicht einzusehen ist, warum er sich überhaupt äußern sollte.

          Auf Michael Klein trifft das sicherlich nicht zu – und das ist der Unterschied!

    • “Warum ist es mehr Ausbeutung wenn jemand n Kind für andere austrägt als das ihr wg mittelalterlicher Standesregeln verboten wird einen Zaun gegen Geld zu streichen (oder jemandem die Haare zu schneiden)?”

      Was den Autor dieses Kommentars dazu bewegt, von einer solchen Gleichsetzung zu schwafeln, ist mir unnachvollziehbar – aber es erschreckt mich.

      Und genau so erschreckt mich die gleichgültige Haltung des Autors dieses Kommentars, dessen Engagement in und für diese Welt sich darin zu erschöpfen scheint, festzustellen, dass die Welt halt nicht perfekt sei – vermutlich meint, in dieser nicht perfekten Welt recht gut zu leben, und das reicht, und deshalb muss man sich wohl keine Gedanken darüber machen, wie gut oder schlecht andere in dieser nicht perfekten Welt leben.

      Das finde ich nicht nur unverantwortlich, sondern es ist für mich eine Form der Realitätsflucht und der Lebensverweigerung.

      Bitte verwechseln Sie eine liberale Haltung nicht mit Nihilismus:

      Eine liberale Haltung bedeutet nicht, dass einem alles egal ist oder sein könne, dass “anything goes”, egal, was und wie. Vielmehr bedeutet sie, dass man nicht gleich nach einer Zwangsregelung für eine Angelegenheit schreit, die gefälligst der Leviathan zu besorgen hat – oder auch nicht; dann macht eben jeder, was er will, egal, mit welchen Konsequenzen. So einfach ist das nicht.

      Gerade dann, wenn man statt solcher Zwangsregelungen, die niemals Spielraum für die Zwischentöne und Grauzonen des menschlichen Lebens lassen, eine liberale Gesellschaft schaffen oder erhalten möchte, in der die persönliche Freiheit jedes einzelnen Menschen möglichst groß ist und bleibt, gilt, dass Menschen in ethischen Fragen und Fragen der Verantwortung für das Zusammenleben bei sich selbst anfangen, sich also zuerst einmal selbst in die Verantwortung nehmen. Und deswegen fragen wir uns – und ich meine: absolut zurecht -, wie es um die Moral und (damit, zumindest für mich.) die Erziehungsfähigkeit von Leuten bestellt ist, die sich überhaupt nicht daran stören, Frauen, die sich vermutlich in materiellen Notlagen befinden oder einfach naiv und daher ausbeutbar sind, auf die Funktion von Brutkästen zu reduzieren, damit sie sich in den von ihnen anscheinend so hoch geschätzten Stand der Elternschaft erheben können. Ja, die Käufer des Kindes können es vielleicht wirklich lieben, und diese Liebe wird sich, so lässt das Handeln der Käufer vermuten, darin ausdrücken, dass sie das Kind lehren, es und seine persönlichen Wünschen stünden im Zentrum der Welt, und bei der Erfüllung seiner Wünsche habe es nicht darauf Rücksicht zu nehmen, was sie für andere Menschen bedeutet.

      Normalerweise erziehen Leute Kinder nämlich nach den Grundsätzen, nach denen sie selbst leben bzw. gelebt haben. Und ich denke nicht, dass man einem Kind oder allen anderen Bürgern in einer Gesellschaft einen Gefallen tut, wenn man dem Kind keinen Respekt vor anderen Menschen, ihren Rechten, ihren Gefühlen und Wünschen, aber auch ihren Zwangslagen und Leiden, entgegenbringt.

      Die Mutterschaft einer Frau, die ein Kind ausgetragen und geboren hat und deren körperliche Funktionen während der Tragzeit die Entwicklung des Embryos erheblich beeinflusst hat – er wäre nicht, was er ist und was er sein wird, wenn diese Funktionen andere gewesen wären oder in einem anderen Körper stattgefunden hätten -, hat mit dem ehrbaren Stand der Elternschaft, der für manchen Leute so erstrebenswert scheint, so, also würde er das eigene sinnlose Dasein irgendwie adeln oder so, als sei die Sinnsuche in die nächste Generation transferierbar, anscheinend nichts zu tun, ebenso wenig, wie der ehrbare Stand der Elternschaft anscheinend nicht dadurch in Frage gestellt wird, dass das Kind niemals die Gelegenheit haben wird, die eigene Kindschaft zu klären – doch, es HAT eine Mutter, die es ausgetragen und geboren, wenn auch nicht gezeugt hat, und es könnte sein, dass es sich später tatsächlich für seine Eltern interessiert und dass es die Frau, die es ausgetragen und geboren hat, tatsächlich zu seinen Eltern zählt.

      Mir ist es hoch suspekt, wie jemand all diese Aspekte und die schwierigen Fragen, die mit ihnen verbunden sind, als weniger relevant ansieht als den eigenen Wunsch, to have it all, alles zu haben, was man sich gerade wünscht, egal, auf welchem Weg und mit welchen Konsequenzen für andere. Wo, wenn nich hier, greift das Kant’sche Instrumentalisierungeverbot, und zwar in der Sache, aber auch “hier” im Sinne von: im Individuum. Das Verbot ist kein Vebot im rechtlichen Sinn, es ist ein Verbot insofern als ein Mensch im Stande sein sollte zu erkennen, dass es weder sinnvoll noch langfristig möglich ist, menschliches Zusammenleben auf die gegenseitige Instrumentalisierung zu bauen.

  7. Dr.McSchreck says:

    Juristisch dürfte das Urteil in Ordnung sein. Es geht letztlich um die Frage, ob die Anerkennung einer ausländischen Entscheidung – hier offenbar die Eintragung der beiden Schwulen als Eltern in den USA – in Deutschland möglich ist oder eben – Prüfungsmaßstab – deutschen Rechtsvorstellungen so eklatant wiederspricht, dass die Anerkennung versagt werden muss.

    Dabei spielt weniger die Frage der Herkunt des Kindes aus einer Art “Bestellung” eine Rolle – die tatsächlich äußerst problematisch erscheint – sondern das Kindeswohl. Es ist letztlich nach den Kriterien zu messen, die auch bei einer Auslands-Adoption gelten, die oft auch mit Wohlstandsgefälle zusammenhängt.

    Nach deutschem Recht wäre die Eintragung jedenfalls augenblicklich nicht möglich, sondern die Frage war, ob die Eintragung im Ausland so eklatant gegen dt. Recht verstößt, dass sie nicht hier umgesetzt werden darf. Das ist häufiger ein Problem bei Auslandsscheidungen.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      Tut mir leid, das verstehe ich nicht:

      “Dabei spielt weniger die Frage der Herkunt des Kindes aus einer Art “Bestellung” eine Rolle – die tatsächlich äußerst problematisch erscheint – sondern das Kindeswohl.”

      Wenn Sie zugestehen, dass die Art der Bestellung tatsächlich äußerst problematisch ist, dann kann es wohl kaum das Wohl des Kindes sicherstellen, wenn es von just den Leuten erzogen wird, die sich sogar Menschen – wie Dinge – auf diese äußerst problematische Weise bestellen. Erstens muss es fürchten, bei Nichtgefallen sozusagen “abbestellt” oder irgendwie entsorgt, sich selbst überlassen zu werden, zweitens könnte es unter der Tatsache, dass es auf diese Weise bestellt wurde, leiden, drittens – und vielleicht am schlimmsten für die Gesamtgesellschaft – könnte es im Rahmen der Erziehung, die es erfahren wird, lernen, dass es keinerlei Erwägungen gibt, die hinreichend schwerwiegend sind, dass die eigene Lust auf etwas, die eigenen Wünsche, und seien sie auch auf natürlichen Wegen nicht erfüllbar, ab und an zurückgestellt werden muss.

      Wenn diese Haltung verinnerlicht wird, dann lässt sich mit etwas Phantasie allerhand ausmalen, was in Zukunft sonst noch so alles gehen wird und was Leute zukünftig einander antun werden – brave new world.

      Vermutlich lautet die “Lösung” für dieses Problem: werde unmenschlich! stumpfe einfach ab! stör’ Dich einfach an nichts! bilde Dir ein, Du seist nicht verantwortlich oder könntest sowieso nichts ändern! Kurz: werde ein Zombie, hör’ einfach auf, lebendig zu sein!

      Das ist nicht mein Planet, dem Sie da – auch, wenn Sie das vielleicht gar nicht wollen, weil Sie die Implikationen Ihres Kommentars vielleicht nicht überblicken – das Wort reden!

      • Fiete says:

        In der Tat vermute ich auch, daß der BGH sich genau hinter der Argumentation verschanzt, die Dr. Mc Schreck hier anführt.
        Wobei ein “Kindeswohl” ( eine persönliche Meinung dessen der es ausspricht, rechtlich nicht weiter definiert und somit sogar grundrechtlich geschützt ) nicht mit den besten Interessen des Kindes ( “best childs interests” nach UNkrk ) übereinstimmen muß ( diesen sogar z.T. eklatant widerspricht ).
        Ein mieser Trick, wie ich meine, da auch der Vergleich zwischen Auslands- u. nationalem Recht nicht das Menschenrecht an sich aushebeln darf.
        Aber die höheren Rechte sind deutschen Juristen ja bekanntermaßen per se ziemlich Schnuppe.

  8. A.S. says:

    Schweres Thema. Aber einiges an dem Artikel finde ich nicht gut argumentiert.

    Erstens verfügt auch die Leihmutter (was für ein Begriff) über einen freien Willen. Und wenn sie sich entscheidet Teile ihrer biologischen Funktionen zu verkaufen wüsste ich nicht, mit welchem Recht man ihre das streitig machen sollte.

    Zweiten finde ich die Spekulationen über die Erziehungsfähigkeit der beiden Schwulen überzogen. Auch wenn man den beschrittenen Weg zweifelhaft findet, kann man daraus nichts schlussfolgern. Welche Alternative haben die beiden denn? Adoptieren dürfen sie nicht und Kinder natürlich bekommen ist für Schwule eher schwer. Und selbst wenn’s mit Viagra doch klappt müssen sie dennoch eine Mutter finden die ihr Kind „herzugeben“ bereit ist. Als Vater ist man in Dt. ja nur ein Zahlsklave fast ohne Rechte.
    Ihnen bleibt eigentlich keine andere Möglichkeit. Nun kann man zwar verlangen dass sie dann auch Kinder verzichten sollten, aber wenn die das anders Sehen kann man nicht schlussfolgern, dass für die das Kind nur „ein Spielzeug“ ist.

    Mir gefällt der ganze Vorgang überhaupt nicht, aber letztlich wüsste ich nicht, wie man den beteiligten daraus einen Vorwurf basteln sollte.
    So, nachdem ich jetzt gegen meine persönliche Meinung argumentiert habe geh ich brechen 🙂

    • 1) Was denken Sie, aus welcher sozialen Schicht eine Frau stammt, die sich bereit erklärt, für Dritte ein Kind auszutragen. Es macht ja bekanntermaßen Spass, Kinder auszutragen und aufzugehen, wie ein Hefeklos.
      2) Man muss wirklich kein Hellseher sein, um zu wissen, wie das schmutzige Geschäft um Leihmütter organisiert ist: Es gibt einen Vermittler, der vermutlich rund 90% dessen einkassiert, was die Bestelleltern zahlen, und wenn die Leihmutter Glück hat, dann erhält sie 10%.
      3) Sicher hat man als Liberaler ein Dilemma damit, wenn jemand freiwillig seinen Körper zur Verfügung stellt, damit Dritte ihre Phantasien ausleben können. Deshalb argumentieren wir von der anderen Seite, wie Sie ja bemerkt haben, weil Sie sich am Begriff des Spielzeug stoßen: Was anderes ist es, wenn sich zwei Schwule oder zwei Lesben einreden, sie müssten ein Kind haben, das sie dann nach ihren Vorstellungen erziehen wollen, Vorstellungen, von denen wir bereits wissen, dass sie es beinhalten, sich die Armut Dritter zu Nutze zu machen?

      Insofern habe ich keine Fragen, zur Erziehungsfähigkeit der beiden Schwulen.

    • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

      1. Nur, weil Sie “Spekuulationen überzogen” finden, kann unser Text schwerlich als “nicht gut argumentiert” bewertet werden. Er mag Ihnen nicht gefallen, Sie mögen etwas “überzogen” finden, aber das hat nichts mit Argumenten zu tun, oder anders gesagt: ein Argument “überzogen” zu finden, ergibt noch kein Gegenargument!

      2. Wenn sich Leute weniger an Begriffen stören würden, sondern an den Tatsachen, die mit diesen Begriffen in euphemistischer Weise bezeichnet werden, dann würde das vielleicht den Weg dazu ebnen, statt gegen die eigene Meinung zu argumentieren, um dann zu brechen (und zwar aus gutem Grund, wie ich meine!), zu fragen, ob die Meinung oder das Gefühl im Solarplexus nicht eine rationale und damit argumentierbare Basis hat.

      3. Argumentation hat nichts damit zu tun, einen “Vorwurf” zu “basteln”. Argumentationen beziehen sich auf Sachfragen und sind keine Mittel, spezifischen Leuten etwas vorzuwerfen.

      4. Dies gesagt, lesen Sie bitte Michael Kleins und meine anderen Kommentare. Ich denke schon, dass Ihnen dann zumindest ein Stück weit nachvollziehbar wird, warum man eben doch notwendig schließen muss, dass ein Kind, das auf diese Weise bestellt und erzogen wird, ein Spielzeug ist, weil dieser Bestellung die Idee zugrunde liegt, andere Menschen seien ausbeutbare Spielzeuge, die man nur kurz brauchen kann und sie dann in die Ecke wirft, wenn man sie nicht mehr will, denn schließlich kann man jederzeit wegwerfen, was man sich für sein gutes Geld angeschafft hat …. Schlimmer als das ist vielleicht, dass das Kind die allerbesten Chancen hat, genau in diesem Geist erzogen zu werden.

      Nachdem ich das festgehalten und für meine persönliche Meinung argumentiert habe, auch gegen Zeitgeist und falsch verstandenen Liberalismus, darf ich mir, glaube ich, jetzt einmal kurz auf die Schulter klopfen – und das tue ich deutlich lieber als angesichts meiner eigenen performance brechen zu gehen!

    • Sven H. Schillings says:

      Als Liberaler habe ich zunächst einmal auch ein Problem damit, einer Frau verbieten zu wollen, gegen Geld ein Kind zu gebären und dieses dann an Bestell-Eltern abzugeben. Diese Geschichte hat jedoch auch eine andere Seite. Und diese ist das Kindeswohl! Jedes Kind hat das Recht, in einer “normalen Familie” aufzuwachsen. Und biologisch normal ist nun mal lediglich eine heterosexuell begründete Familie. Ich möchte mir nicht ausmalen, mit welchen Werten Kinder in lesbischen beziehungsweise Homosexuellen Familien konfrontiert werden. Insbesondere viele Lesben haben ein äußerst gestörtes Verhältnis zu Männern. Daher bin ich auch gegen Adoptionen von Kindern durch Homosexuelle Paare. Dies hat auch rein gar nichts mit Diskriminierung zu tun. Denn in diesen Fragen wird häufig nicht auf die Bedürfnisse der Kinder eingegangen.

      “Welche Alternative haben die beiden denn? Adoptieren dürfen sie nicht und Kinder natürlich bekommen ist für Schwule eher schwer.” – ich kann zwar Ihr Bedauern darüber, dass die beiden Schwulen keine Kinder bekommen können, nachvollziehen, aber Fakt ist nunmal, dass nicht alles, was Einigen möglich ist ( Heterosexuelle ), Anderen ( Homosexuellen ) damit automatisch als Recht zusteht ( siehe auch Kommentar von Dr. Diefenbach unter Ziffer 4 ).
      Denn wer es als sein Recht betrachtet, Kinder zu bestellen, um sie nach seinen Vorstellungen zu erziehen, könnte es genauso als sein Recht betrachten, diese Kinder nach Belieben wieder abzubestellen.

      • Als Liberaler hat man immer Probleme damit, anderen etwas zu verbieten, aber darum geht es hier nicht, es geht darum, dass bestimmte Personen sich die Situation und Lebensumstände Dritter zu Nutze machen, um diese Dritten zu instrumentalisieren. Als Liberaler sollte man das Instrumentalisierungsverbot hochhalten und im vorliegenden Fall einen ganz einfachen Test durchführen, der da lautet: Hätte die Leihmutter das Kind anderer ausgetragen, wenn sie auf anderem Weg an das damit zu verdienenden Geld, wie viel oder wenig es auch immer sein mag, hätte kommen können? Ich bin mir ziemlich sicher, die Antwort auf diese Frage wäre “nein”, und das ist dann auch der Grund dafür, warum ich für diejenigen, die das Ausnutzen Dritter durch finanzkräftige Schwule, die offensichtlich nicht den Bonzenstatus von Bankern erreichen, gut reden wollen, nur Verachtung empfinden kann.

        • Dr. habil. Heike Diefenbach says:

          “Als Liberaler habe ich zunächst einmal auch ein Problem damit, einer Frau verbieten zu wollen, gegen Geld ein Kind zu gebären und dieses dann an Bestell-Eltern abzugeben.”

          – ja, natürlich haben Sie als Liberaler damit ein Problem! Nur, wer will das denn hier? Ein solches Verbot war nicht Gegenstand des Urteils, und soweit ich sehe, hat hier niemand ein solches Verbot gefordert, jedenfalls nicht Michael Klein oder ich; das ist ja gerade das Hauptmerkmal des Liberalismus; menschliches Zusammenleben so weit wie irgend möglich ohne Zwang zu gestalten.

          Und diesbezüglich würde ich gerne den folgenden Punkt betonen:

          GERADE DESHALB erfordert Liberalismus eine moralische Basis, und zwar nicht in dem Sinn, dass wir alle in einer Sachfrage irgendwie zur selben Auffassung kommen, also nicht: Moral als Anweisung, wie man zu inhaltlicher Übereinstimmung kommt, oder – Pseudomoral: als inhaltlich Setzung, was als gut zu gelten hat -, sondern in dem Sinn, dass wir als vernünftige Wesen und im Austausch miteinander im Stande sein sollten, Abwägungen zwischen Interessen und Wünschen bzw. zwischen ihnen und der Kosten und Leiden, die sie verursachen zu treffen. Das Instrumentalisierungsverbot ergibt sich eigentlich für jeden Menschen aus seiner Vernunft insofern er selbst nicht instrumentalisiert werden will und er sich zum Instrument, um nicht zu sagen: Büttel, seiner Launen machen würde, wenn er dieselben ohne Abwägung der Kosten für sich und andere Menschen befriedigen würde (was wiederum entsprechende Reaktionen bei anderen Menschen hervorrufen würde, Kooperation also weitgehend verunmöglichen würde).

          Deswegen ist das Instrumentalisierungverbot nicht als Verbot zu verstehen, das in formales Recht gegosssen werden müsste (oder sollte), um Menschen vor Übergriffen gegeneinander zu schützen, sondern als ein GEbot für sich selbst und an einen selbst gerichtet, das einen vor sich selbst schützen kann, weshalb ein vernünftiger Menschen es akzeptiert. Es ist das, was einen Menschen zum Menschen macht. Wenn es fehlt, muss man Menschen als eine von anderen Tierarten weitgehend ununterscheidbare Tierart auffassen, für die sich dann aber jedenfalls keine Sonderrechte, z.B. in Form von Menschenrechten, begründen lassen. Man hat im Universum nicht einfach irgendwelche Rechte, nur weil man rein biologisch besehen der Spezies homo sapiens sapiens zuzurechnen ist – das interessiert in diesem Universum nur die Menschen selbst, und Menschen, die von anderen instrumentalisiert werden, mögen Schwierigkeiten haben, die Übergriffe, die sie erfahren, als die irgendwie und aus irgendwelchen Gründen größeren Rechte derer, die sie instrumentalisieren, aufzufassen.

          Das mag beispielsweise auf die Kinder zutreffen, die von Leuten bestellt werden, die meinen, wenn man ein Kind kauft und es erzieht und es vielleicht auch wirklich liebt, dann wäre das Elternschaft. M.E. ist es schlicht ein Kaufakt, Erziehung und vielleicht wirkliche Liebe. Aber Liebe lässt sich schwerlich auf einen Kaufakt gründen, und lieben kann ich andere Menschen jedenfalls, ohne sie zu kaufen oder nach meinen persönlichen Überzeugungen zu erziehen. Und dies wirft die Frage auf: wozu dient es Leuten, die nicht Eltern im traditionellen Sinn sein können, “Eltern” zu sein? Für wen wollen sie das sein? Doch offensichtlich für sich selbst, und zwar unter Instrumentalisierung von Frauen als Brutkästen und Säuglingen, die sich nicht zu der Angelegenheit äußern können.

          Würde ein Mensch, der vernünftig ist (und den Sinn des Instrumentalisierungsverbots erfassen kann), es nicht vorziehen, sozusagen “on the safe side” zu irren und ein so fragwürdiges Unterfangen sein zu lassen? Was ist so wichtig, dass man dafür Gefahr läuft, andere Menschen auf grobe Weise zu instrumentalisieren bzw. sie de facto instrumentalisiert? Nur der Wunsch, dass man gerne etwas hätte, was man nicht haben kann, wenn man nicht instrumentalisieren will ….

          • Ich bin wohl mißverstanden worden. Mein Kommentar bezog sich auf A. S. von 9:19 Uhr. Ich antwortete ihm auf seine Bemerkung: ” Und wenn sie sich entscheidet Teile ihrer biologischen Funktionen zu verkaufen wüsste ich nicht, mit welchem Recht man ihre das streitig machen sollte.” Daher habe ich A.S. auch den moralischen Aspekt entgegen gehalten, daß nicht alles, was Andere können und haben, automatisch für einen selbst zum Recht wird. Ich sehe aber seit Jahren auch, daß in unserer Gesellschaft vorhandene Normen und Moralvorstellungen sukzessive verschwinden, darunter auch Das von Ihnen genannte Instrumentalisierungsverbot. Wie sollte man es erreichen, dass die Leihmutter ihren Körper den Bestell-Eltern nicht zur Verfügung stellt? In Deutschland ist dies aus guten Gründen gesetzlich verboten. In den USA hingegen nicht. Da nun der BGH es zuläßt, das in den USA eingetragene Bestell-Eltern eine Eintragung in Deutschland einfordern können, ist damit zu rechnen, dass dieser Weg gehäuft beschritten wird. Insofern werden wir uns als Gesellschaft damit beschäftigen müssen, wie wir damit moralisch umgehen wollen.

    • Fiete says:

      “Welche Alternative haben die beiden denn?”
      Diese Frage stellt sich gar nicht, denn sie setzt voraus, daß es ein “Recht auf Kinder” gäbe.
      Gibt es aber zurecht nicht!
      “Adoptieren dürfen sie nicht….”
      Das ist, mit Verlaub, kompletter Unfug.
      Selbstverständlich dürfen sie Kinder adoptieren und durften das auch schon immer.
      Diese Debatte über ein “Adoptionsrecht für schwule Pärchen”, ist hanebüchen von Anfang an, da es unsinnig ist, ein Gruppenadoptionsrecht einführen zu wollen. Und genau darum geht es hier.

      Wenn ein Kind keine Eltern ( zur Verfügung ) hat, kann es adoptiert werden. Nahe Verwandte/Bezugspersonen sind dabei natürlich vorzuziehen, besonders wenn sie in gegengeschlechtlicher Partnerschaft leben. Das ist aber nie Bedingung gewesen ( wohl auch logisch, oder? )
      Dabei hat noch nie die sexuelle Orientierung der adoptierenden Personen eine Rolle gespielt.
      In der Tat gibt viele schwule oder lesbische Adoptiveltern in D.
      Bekanntes Beispiel wäre der Schauspieler Bobby Brederlow, der von seinem schwulen Bruder adoptiert wurde, lange vor dieser Debatte und ohne Probleme.

      Diese Debatte wurde ausschließlich angefacht, um ein Gruppenprivileg zu schaffen, nichts weiter.
      Kurz gesagt: die zitierte Annahme basiert auf einer glatten Lüge.

  9. Dr. habil. Heike Diefenbach says:

    Lieber Michael,

    angesichts einiger Kommentare zu diesem Text und einiger feiger, anonymer Negativ-Klicker zu diesem Text muss ich sagen, dass wir den Titel für den Text falsch gewählt haben:

    es geht in Deutschland anscheinend nicht mehr nur um Diversität der Moral, sondern um die Frage, ob man überhaupt noch eine hat oder nicht!

    • Liebe Heike,
      den Eindruck habe ich auch, also nicht: Diversität der Moral, sondern: partielles Verschwinden der Moral.

      • BeFree says:

        Moral verschwindet nicht: weder partiell, temporär, zufällig, versehentlich oder anderswie.
        Allen anders lautenden Aussagen insbesondere aus Politik, Medien, dem Feuilleton und insbesondere dem TV-Talkrunden-Beliebigkeitssprech sollte man zutiefst misstrauen.
        Entweder man hat Moral einmal für sich gewonnen, oder man hat sie nicht.
        Sie ist trotz ihrer Inflationierung viel rarer, exklusiver und damit kostbarer als die meisten Menschen glauben.
        Moral hat auch keine Diversität, sprich Vielfalt.
        Wenn sie es hätte, wäre sie diskutabel, ist sie aber nicht.
        Große Moral, mittlere, kleine Moral, Unsinn.
        Diversität gibt es nur bei: keine Moral.
        Deshalb gibt auch nur bei ihrer eigentlichen Abwesenheit die Diskussionen über Moral, als wäre sie schwarze Materie.

    • Dem kann ich nur voll zustimmen!

  10. Pingback: Kein Platz für Andersdenkende: Intolerante Sozialwissenschaften (auch Psychologen) | psychosputnik

  11. youandme says:

    Ich verstehe jetzt nicht ganz: findet man hier auf sciencefiles nun Leihmutterschaft generell schlecht oder aber Leihmutterschaft von (vermuteten) “Unterschicht”frauen oder Leihmutterschaft im Zusammenhang mit Schwulen (oder auch Lesben) oder den Gehalt des BGH-Urteils? (Hätte es urteilen sollen: nein, ihr seit nur Leiheltern oder dergleichen und müßt deswegen regelmäßig mit Kind zum Amt kommen oder hätte es urteilen sollen, das Kind muss zurück in die USA, weil ihr Homos das Kind nur als Spielzeug wolltet, denn wegen anderen Gründen wollen Homos keine Kinder, da der Wunsch nach einem Kind nur zwischen einem einzigen Mann und einer einzigen Frau entstehen kann, alles andere ist unmöglich?)

    Ich finde die Unterstellung, die beiden Männer würden mit Sicherheit nur ein neues Spielzeug haben wollen, das sie dann bald wieder fallen lassen werden, weil das ja deren Lifestyle so entspreche, gelinde gesagt vermessen. Soviel ist über die gar nicht öffentlich bekannt (nehme ich an) und die ganze spekulierte Wertung ist anmaßend. In jedem Fall wird für unmöglich erklärt, die könnten gute Eltern sein, denn sie müßen auf jeden Fall irgendwie ganz niederträchtige Subjekte sein, denn sie sind Homos, und die sind gegen Kinder eben niederträchtig. Das erkenne man daran, daß sie nicht bloß sozusagen zweiklassiges Sorgerecht wollten, sondern richtiges und vollständiges, wozu sie überhaupt kein Recht haben und was sie nur aus tief egoistischen Gründen haben wollen, nicht um des Kindes willen. (So wirkt der Text auf mich).

    Ich verstehe das hier gerade so, als ob Homos oder aber auf jeden Fall Schwule keine Kinder haben oder erziehen sollten, weil sie die nicht natürlich zustande bringen können und dieser Naturaspekt aber sehr sehr wichtig für die Erziehungsfähigkeit gegenüber einem Kind sei. Wenn das die Aussage sein sollte, würde ich mich fragen, ob der Autor schonmal was mit Kindern am Hut hatte und ob dieses Kind in der Tat wirklich als wichtigstes Bedürfnis hatte, natürlich gezeugt worden zu sein und dann müßte ich laut lachen, weil es implizieren würde, man sei in der Lage Kinder gut zu erziehen allein dadurch, daß man sie natürlich zeuge. Das kann hier nicht ernsthaft jemand behaupten wollen.

    Wenn ich das falsch verstehe, dann kann ich das nur noch so verstehen, daß Leihmutterschaft was sehr schlechtes sein soll, weil es einer narzistischen Triebstruktur folgt und es gar nicht eigentlich um den Wunsch nach einem Kind ginge, sondern um den Wunsch nach einem neuen Spielzeug und dies auf dem Rücken von “Unterschicht”frauen. Das würde ich dann vermessen finden, auch bezogen auf heterosexuelle Paare, bei denen einer oder beide Partner unfruchtbar sind und die deswegen eben eine Leihmutter wählen. Sollte Leihmutterschaft hier als was böses, da quasi widernatürliches verstanden werden, dann würde ich mich fragen, wieso der Aspekt widernatürlichen Wunscherfüllens bei Leihmutterschaft schlecht sein soll, bei einem Kaiserschnitt aber in Ordnung. Oder bei Krebsbehandlungen mittels Chemo und Strahlen bei zb einem 6-jährigen.

    verwirrte Grüße

  12. vortex says:

    Falls ich ihre Kommentarrichtlinien verletzt haben sollte, würde ich mich freuen zu erfahren wie ich das gemacht habe. Sonst muß ich mich wundern das mein Kommentar nicht veröffentlicht wurde.

    • Ein Kommentar von Ihnen wurde nicht gelöscht. Vermutlich war Akismet der Meinung, es handelt sich bei Ihrem Kommentar um Spam, eine Fehlklassifizierung, die immer einmal wieder vorkommt und bei rund 1500 Spam-Kommentaren pro Tag leider bedeutet: der Kommentar ist in den Unmengen von Versuchen, auf Louis Vitton Krempel oder sonstigen Blödsinn zu verlinken, untergegangen.

  13. BeFree says:

    Das seltsam abstoßende an Schwulen und dem dazugehörigen Rattenfängerschwanz von mittlerweile 64+x frei erfundenen Geschlechtern, Verzeihung, genders of utopia, ist die Tatsache, dass sie um jeden Preis anders sein wollen, als es die Natur – nicht mother nature sondern nach deren eigener Definition offensichtlich mother fool – eingerichtet hat. Sie verdammen im Prinzip alle natürlichen i.S.v. naturgegebenen Werten oder Gesetzmäßigkeiten der Evolution der vergangenen 4 Mrd. Jahre nach dem Urknall, um einem dekadenten Hedonismus des 21-christlich-jahrhundertlichen Andersseins zu fröhnen, den sie dann in Deutschland als Lebensentwurf ins Feuilleton und die ihnen hörige Pinkpress samt der dazu(ge)hörigen Pinkrechtspechung und samt der urbanen Mitte der dilettierend moderierenden aber leider völlig prinzipienlos, linksgestrickten Mme. MerkelGRÜNbeliebig einspeisen.
    Wenn man diese Zuckerbäckereierzeugnisse – mit femininer Mannhaftigkeit bzw. hypertroph vorgetragener maskuliner Fraulichkeit – der verständnisvoll zusammengesetzten und applaudierenden TV-Talkrunde als Outing, als Offenbarung des Schwulenevangeliums präsentiert, statt sich einfach zur Unnatürlichkeit im wahrsten Sinne der Evolution zu bekennen, erst dann wohl wird schwul+xxx und anders sein warm, kuschelig, öffentlich und damit zu dem sehnlichst erwünschten Platz im Scheinwerferkegel des allgemeinen Partikularinteresses. Erkennt darin jemand der Andersseinapologeten die contradictio in adiecto? Nöö, ne? Warum nur wollen alle Schwulesben wie die Rampensau der Bretter, die die Welt bedeuten, dauernd dorthin, in den Lichtkegel des Verfolgerspots? Warum wollen sie mit missionarischem Eiferertum, den Exorzisten gleich, allüberall das gelobte Land des anders sein glauben nachweisen zu müssen?
    Aus grenzenloser, hemmungsloser Egomanie.
    Wir können allerdings hoffungsgvoll davon ausgehen, dass diese Extrentizität einer überlauten Mikrominorität einer einzelnen Gattung in den der Erde noch verbleibenden weiteren 4 Mrd. Jahren (bis die Sonne sich zum roten Riesen aufbläht und die Sodoms und Gomorrhas samt dem unbedeuten Rest unserer Galaxie ins Universum bläst) nichts als das Fürzchen bleiben wird, das es ist. Prosit Neujahr.

    PS Geschäftstüchtig wie die Amis sind, werden sie demnächst Legebatterien für Leihmütter gesellschaftsfähig, demokratierhaltend und zu sog. westlich/ukrainischen Werten machen. Pecunia non olet, sed wallstreet olet.

    • ein Gast says:

      Ist ja interessant, daß Sie wissen, daß Homos gar nicht homo geboren werden, sondern sich das so aussuchen, um alle zu ärgern. Selten so einen [… Rest gelöscht]

      Wir haben bei ScienceFiles eine Etikette, die sich an den gängigen Höflichkeitsregeln orientiert. Deshalb lassen wir weder Beleidigungen noch derogative Behauptungen zu. Wenn Sie etwas zu sagen haben, dann argumentieren Sie ihre Behauptung, die Sie hier aufgestellt haben und führen Sie Belege dafür an, dass Homosexualität angeboren ist – ScienceFiles

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