Wir werden der vielen eMails, die uns derzeit mit Hinweisen auf bedrückende Nachrichten aus der Wissenschaft erreichen, kaum mehr Herr, aber wir versprechen, sie alle und im Laufe der Zeit abzuarbeiten.
Das tun wir heute unter dem Stichwort: „Mädchen- und Frauenförderung„.
Mädchen- und Frauenförderung ist ein Moloch, der sich immer weiter durch die deutsche Institionenlandschaft frisst und dafür sorgt, dass die Ausgangsposition bei Bewerbungen oder beim Start in das Berufsleben zwischen Frauen und Männern nicht gleich ist. Mit anderen Worten: Mädchen und Frauenförderung beseitigt Chancengleichheit zwischen Jungen und Mädchen und zwischen Männern und Frauen zu Gunsten von Mädchen und Frauen.
Mädchen- und Frauenförderung basiert darüber hinaus auf der Prämisse, das Mädchen im Vergleich zu Jungen und Frauen im Vergleich zu Männern nicht über das selbe Kompetenzniveau verfügen und zudem und im Hinblick auf Fertigkeiten und Fähigkeiten hinter Jungen und Männern zurückbleiben. Und ganz so, wie es in den 1970er Jahren chick war, eine Rollstuhlfahrerrampe als Form der öffentlich sichtbaren Behindertenförderung zu bauen, schießen heute die Förderprogramm aus dem Boden, mit denen Mädchen und Frauen, denn im Vergleich zu Jungen und Männern ein geringeres Kompetenz- und Fähigkeitenniveau attestiert wird, unter die Arme gegriffen werden soll.
Diese Form des staatlichen Paternalismus, den ausgerechnet Feministen fordern, basiert explizit auf der Annahme, dass Mädchen und Frauen aus eigener Kraft unfähig sind, ein Leistungs- und Kompetenzniveau zu erreichen, das Jungen und Männern von den selben Feministen fraglos zugestanden wird. Wer sich unter der Prämisse, dass er offensichtlich zu blöd ist, aus eigenem Antrieb, eigener Leistung und eigener Fähigkeit etwas zu erreichen, fördern lassen will, dem seien die folgenden Hinweise von unseren Lesern, bei denen wir uns herzlich bedanken, empfohlen.
Dagegen darf die Universität Stuttgart ganz offensichtlich Jungen in jedem Alter, vom Grundschulalter bis in die Oberstufe vernachlässigen, da es keine speziellen Förderprogramme für Jungen an der Universität Stuttgart gibt. Daraus muss man schließen, dass die Universität Stuttgart, also deren Rektor, deren Gleichstellungsbeauftragte und deren Beauftragte für Chancengleichheit der Meinung sind, Mädchen benötigten ob entsprechender Defekte im Vergleich zu Jungen eine gezielte Förderung, eben weil sie behindert sind, was man daran sieht, dass sie sich seltener als Jungen für ein technisches oder ein naturwissenschaftliches Studienfach entscheiden.
Eine entsprechende Fährte sollen die teilnehmenden Zweibeinerinnen in den Fächern Physik/Astronomie, Chemie, Geodäsie/Geoinformation, Informatik, Mathematik und Meteorologie aufnehmen. Bei Jungen sieht man seitens der Universität Bonn keinerlei Bedarf für Schnupperkurse, was darauf verweist, dass Jungen im Gegensatzu zu Mädchen und in der Denk-Welt der Universität Bonn nicht abgerichtet werden müssen.
Ebenfalls an der Universität Bonn findet sich das „Maria von Linden-Programm„, das „der gezielten Unterstützung von Frauen in der Wissenschaft“ dienen soll, ihnen also eine Gehhilfe im täglichen universitären Betrieb bieten will. Dieses Programm zeichnet sich durch etwas aus, was man geistigen Durchfall nennen muss:
„Seit der Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), welches u.a. eine ungerechtfertigte Benachteiligung aufgrund des Geschlechts verbietet, könnte man davon ausgehen, dass Gleichbehandlung auch die gleichen Angebote für Frauen und Männer impliziert. Fakt ist aber, dass Frauen dort, wo sie unterrepräsentiert sind, solange eine besondere und bevorzugte Unterstützung erfahren müssen bis eine annähernde Chancengleichheit hergestellt ist.“
Wir haben schon viel Unsinn gelesen, seit wir uns mit Genderismus befassen, aber dieser hier schlägt wirklich alles: Weil es ein Gesetz gibt, das Benachteiligung eines Geschlechts verbietet, muss Gleichbehandlung auch die gleichen Angebote für Frauen und Männer implizieren. Weil es aber Bereiche gibt, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, es also keine gleiche Verteilung gibt, kann es keine gleichen Angebote geben, und zwar so lange nicht, bis „eine annähernde Chancengleichheit“ hergestellt ist.
Da Chancengleichheit nichts mit einer gleichen Verteilung, also Ergebnisgleichheit zu tun hat und Ergebnisgleichheit nichts mit Gleichbehandlung, sondern hier mit Bevorzugung von Frauen und Diskriminierung von Männern, müssen wir an dieser Stelle feststellen, dass der Verfasser der zitierten Passage trotz der Chancengleichheit, die er zu Beginn seines Lebens durch einen Schulbesuch erfahren hat, es nicht geschafft hat, eine intellektuelle Gleichstellung seiner entsprechenden Fähigkeiten mit der Mehrheit der Deutschsprecher herbeizuführen.
Ob die Messlatte von hochkarätig für diejenigen tiefer gelegt werden muss, die der Ansicht sind, Leistung sei vom Geschlecht abhängig und hochkarätige Wissenschaftler tragen ihr Geschlecht und nicht ihr Gehirn zum Markt, ganz so wie es Prostituierte tun, das ist hingegen keine offene, sondern eine klar beantwortete Frage.
Die Beispiele, die wir hier zusammengestellt haben, geben ein bedrückendes Bild einer geschlechtsgeilen und männerfeindlichen deutschen Subkultur, die man noch vor Jahrzehnten außerhalb geschlossener Anstalten nicht für möglich gehalten hätte.
