Ausbildung: Nachhaltigkeitskämpfer an 275 Schulen deutschlandweit

Wussten Sie, dass es in Deutschland 275 UNESCO-Projektschulen gibt? An UNESCO-Projektschulen werden Nachhaltigkeitskämpfer ausgebildet, Schüler, die schon wissen, was richtig ist und wie man richtig lebt:

„In mehr als 100 Städten verteilt über die gesamte Bundesrepublik findet man sie: die mehr als 275 UNESCO-Projektschulen. Sie sind ganz „normale” Schulen, aber mit einer besonderen Schwerpunktsetzung: UNESCO-Projektschulen engagieren sich für eine Kultur des Friedens, für den Schutz der Umwelt, für eine nachhaltige Entwicklung und für einen gerechten Ausgleich zwischen Arm und Reich. Das Schulleben gestalten sie im Sinne des interkulturellen Lernens. Das übergeordnete Bildungsziel der UNESCO-Projektschulen lautet: Zusammenleben lernen in einer pluralistischen Welt in kultureller Vielfalt.“

Kultur des Friedens, Schutz der Umwelt, Ausgleich zwischen Arm und Reich, interkulturelles Lernen: An UNESCO-Projektschulen werden Probleme, die seit Generationen die Wissenschaft beschäftigen, im Laufe eines Schülerlebens gelöst.

UNESCO Projektschulen

Wie, das erklärt das (UNESCO) Portal für BNE: Bildung und Nachhaltige Entwicklung:

„Was ist das Ziel von guter Bildung? Jenseits von konkreten Inhalten soll sie Menschen die Kompetenz zu gestalten vermitteln. Gute Bildung geht über reines Faktenwissen hinaus, sie vermittelt Fähigkeiten und Werte und ermöglicht
– vorausschauendes Denken;
– interdisziplinäres Wissen;
– autonomes Handeln;
– Partizipation an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen.
Das Konzept Bildung für nachhaltige Entwicklung dient entsprechend nicht nur dazu, Nachhaltigkeitsthemen, wie Klimaschutz und Biodiversität zu thematisieren sondern partizipative Methoden zu verwenden, um kritisches Denken, Teamfähigkeit und weitere Fähigkeiten zu vermitteln. Hinzu kommt ein internationaler Blick, der es uns ermöglicht, uns als Weltbürger zu verhalten, dessen Denken und Handeln nicht an der eigenen Landesgrenze aufhört. Dazu braucht es politische umfassende Bildung. Denn jeder Einzelne muss täglich Entscheidungen treffen. Und nicht immer liegt auf der Hand, was die beste Entscheidung ist.“

Das Erschreckende an dem, was BNE sein soll: Die Behauptung, man könne die beste Entscheidung generell bestimmen. War es die beste Entscheidung als Neville Chamberlain 1938 seine Politik des Appeasements auch unter Aufgabe der Rest-Tschechei fortgesetzt hat. In einer Kultur des Friedens sicher. Es hat den Frieden zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich gesichert, nicht den Frieden der Tschechen. Welche Option wählt ein Weltbürger, wenn er sich zwischen Dieselfahrzeugen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen und dem Drahtesel Made in China entscheiden muss, der ausnutzt, dass in China Arbeitskraft noch billig zu haben ist? Was macht der klimaschützende Nachhaltige wenn er zwischen Energieeffizienz und Ökologie wählen muss: Sitzt er dann lieber im Kalten und schlottert, weil er ein guter Weltbürger ist?

Gilt es als autonomes Handeln, wenn ein Schüler sich auf Grundlage guter Gründe entscheidet, nicht an den menschengemachten Klimawandel zu glauben und statt dessen der Ansicht ist, die Überbevölkerung der Erde sei ein viel größeres Problem als die Begrenztheit der Ressourcen? Wie verhält sich die Ausbildung zur Teamfähigkeit zum autonomen Handeln, das im Rahmen eines Teams gerade nicht möglich ist?

Schon nach kurzer Betrachtung hat man das untrügliche Gefühl, die UNESCO-Projektschulen seien Orte der Indoktrination, Orte, an denen die Bornierten von morgen, die sich jenseits dessen, was ihnen als einzig richtiges Handeln eingetrichtert wurde, nichts vorstellen können, ausgebildet werden. Sie werden dazu ausgebildet Fragen wie die, ob es ethisch vertretbar ist, von heute lebenden Menschen sicheren Verzicht zu fordern, damit morgen oder übermorgen vielleicht lebende Menschen vielleicht einen unsicheren Nutzen davon haben können, erst gar nicht zu stellen?

Wozu braucht die UNESCO überhaupt Projektschulen?
Wie kann es sein, dass eine Abteilung der UNO Einfluss auf den Unterricht, dessen Gegenstand und Ausführung in Deutschland nimmt, einem Land, in dem die Linken Zeter und Mordio schreien, wenn sich ein Unternehmen auch nur in die Nähe einer Schule wagt?

Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, dass UNESCO-Projektschulen dazu dienen, Nichtregierungsorganisationen, die so unabhängig sind, dass sie am Tropf der UNO oder der EU hängen, wie z.B. Greenpeace, direkten Zugang zu Schulen und Schülern zu gewähren, auf dass die Indoktrination umfänglich sei und der Nachwuchs der entsprechenden NGOs vor Ort gesichert werden kann.

„150.000 Kinder und Jugendliche sowie 10.000 Lehrkräfte in Deutschland feiern am 26. April den internationalen Projekttag der UNESCO-Projektschulen unter dem Motto “Brennpunkt Zukunft“. Die fast 300 UNESCO-Projektschulen in Deutschland präsentieren im Rahmen von Workshops, Podiumsgesprächen und Kunstaktionen ihre im Laufe des Schuljahres 2017/2018 entwickelten Lösungsansätze zu zentralen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung. Auch Partnerschulen im Ausland sowie außerschulische Bildungsorte gestalten diesen Tag mit.
Bei der zentralen Veranstaltung in Berlin dreht sich am 26. April alles rund um das Thema nachhaltige Entwicklung, Konsum und Bildung. Schülerinnen und Schüler der Berliner UNESCO-Projektschulen haben dazu in Kooperation mit Greenpeace Schulen aus ganz Deutschland zu einem Fest der Nachhaltigen Entwicklung eingeladen“.

Man kann nur hoffen, dass die ganze Indoktrination, die heute als Unterricht gilt, zu Renitenz bei einigen führt. Wer sonst sollte die Ideen haben, die zur Lösung der Probleme beitragen, an die man bei der UNESCO trotz aller Planung nicht gedacht hat? Aber bei der UNESCO gilt ein Mut zur Lücke, der Schaudern macht:

„Wichtig ist, auszuhalten, dass man nicht alle Informationen zu einem Thema haben kann. Und trotzdem entscheidungsfähig ist. Das ist eine Grundbedingung für die Zukunft, ganz unabhängig davon, ob es um das Thema Nachhaltigkeit geht.“
Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater des Weltaktionsprogramms, FU Berlin)

In Kurz: Wir haben zwar nicht alle Informationen, aber wir wissen, dass Nachhaltigkeit heute und in Zukunft ganz wichtig ist.

Das einzige, was wir genau wissen: Vorsicht vor wissenschaftlichen Beratern, die Plattitüden absondern, denn natürlich hat niemand, auch nicht die UNESCO alle Informationen, die notwendig sind, um eine objektiv-korrekte Entscheidung zu treffen. Entscheidungen richten sich auf die Zukunft. Die Zukunft kennt niemand. Das ist also eine Plattitüde. Warum äußert sie de Haan. Offensichtlich will er Entscheidungen rechtfertigen, die auf wenig Information basieren und bei denen nicht einmal der Versuch unternommen wird, sich mit Alternativen, Optionen oder abweichenden Meinungen zu beschäftigen. Keine Entscheidung beruht auf allen Informationen zu einem Thema. Warum also soll man sich querlegen, um sich ein möglichst umfassendes Bild von einem Gegenstand zu machen, zumal, wenn man schon genau weiß, was richtig ist, in der Kultur des Friedens, in ihrer geschützten Umwelt, in der ein integrierender Ausgleich zwischen Reich und Arm zur vollständigen Nivellierung aller Unterschiede, die das Leben lebenswert machen, geführt hat?

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Abiturprüfung zu schwierig: Rund 30.000 unterschreiben Petition gegen Englisch-Prüfung

Times, they are changing.

Bob Dylan hat es gesungen, und Bob Dylan ist heute über 70 Jahre alt.
Daran kann man sehen, wie die Zeit vergeht und dass man selbst alt geworden ist. Gut, man sieht, vor allem merkt es auch an anderen Dingen, aber das ist nebensächlich.

O tempora o mores, der Ausruf von Cicero, der die Dekadenz seiner Zeit beklagt, nie war er so angemessen wie heute, wo es die Regel ist, dass man vor Anforderungen einknickt und die Ausnahme, dass man an Überforderung wächst. Wozu auch? Man hat heute ein Recht auf fast alles, verliehen vom Staat und ganz ohne eigene Anstrengung zu haben. Strengt man sich an und hat Erfolg, dann kommen die Neider gleich mit, mit dem Finanzamt. Strengt man sich nicht an, dann gibt es keine negativen Konsequenzen, im Gegenteil, man wird wegen Burnout behandelt und von einem Psychologen zum nächsten gereicht – auf Kosten der Beitragszahler.

Die neue Zeit, sie duldet keine Ungerechtigkeit, keine Unfairness, keine Benachteiligung.

Denkt man von sich, man sei ungerecht behandelt worden, dann stehen Legionen von Helfern bereit, die vorgebliche Gerechtigkeit zu ihrem Geschäft und angebliche Fairness zu ihrem Einkommen gemacht haben, aber natürlich ist die Erzählung eine andere: Nicht um des Eigennutzes willen wird geholfen, sondern aus Altruismus und Menschenfreundlichkeit (ergänzt um ein meist üppiges Salär). Der moderne Mensch ist ein Märtyrer, ein moderner Märtyrer, der den Kampf mit der Ungerechtigkeit aufnimmt, nicht für sich, sondern für andere. Der moderne Mensch ist einer, der keinerlei eigene Interessen hat. Sein Leben ist den anderen geweiht. Er opfert sich für sie. Sein Einkommen nur eine Aufwandsentschädigung, die er widerstrebend für seinen Dienst am Nächsten annimmt. Und das Opfertum, es beginnt bereits in der Schule, dem Ort, an dem die Ungerechtigkeit in Noten gegossen wird.

So geschehen in Baden-Württemberg und im Zuge der Abiturprüfung, die ein moderner Nachwuchs-Märtyrer zum Anlass genommen hat, um die Interessen seiner Mitschüler, nicht etwa die eigenen, zu vertreten und eine Petition zu starten. Er, der starke, der gute Schüler, er wirft sich in den Ring, für die Unterlegenen, die schlechten, die schwachen Schüler, stellt sich schützend vor sie, die ohne seine Hilfe der Notenwillkür ausgeliefert wären:

„Auch als eine Person, die gute Noten schreibt und gut in Englisch ist, fand ich den Text der Reading Comprehension enorm schwierig. Gerade für sonst schlechtere Schüler, war die Prüfung daher noch anspruchsvoller. Ich habe mich in meiner Stufe mit Schülern mit unterschiedlichen Leistungsstandards unterhalten und auch im Internet haben viele diese Meinung vertreten. Daher schreibe ich diese Petition im Interesse aller Schüler.”

Der Gegenstand der Petition ist ein schlechter Roman von Henry Roth, “Call it Sleep“, der 1934 geschrieben und schnell vergessen und erst 1964 wiederbelebt wurde, in einer Rezension von Irving Howe für die New York Times Book Review. Seitdem wird er gelesen und die Geschichte der jüdischen Einwandererfamilie, die 1907 in die USA kommt und heute das Herz politisch korrekter Zeitgenossen höher schlagen lässt, die mit Sohn David mitleiden und selbst der Brachiallösung des Stromschlags, der die Familie heilt, noch etwas abgewinnen können. Kein Wunder also, dass es im grün-schwarzen Baden-Württemberg der Stoff ist, aus dem die Abiturprüfung in Englisch wird.

Die Sprache des Buches ist einfach, die Worte, die benutzt werden, bis heute in Verwendung. Das Sprachverständnis selbst dann, wenn man nicht alle benutzten Worte kennt, ein leichtes. Und dennoch ist es Anlass für das Gefühl, ungerecht, unfair behandelt worden zu sein.

Die Anklagepunkte der Petition sind umfangreich:

  • Das Buch ist aus dem Jahre 1934. Es enthalte alte Worte.
  • Es ist ein Roman und enthalte unklare Personenkonstellationen.
  • Die Multiple Choice Aufgaben seien schwieriger als im Vorjahr.
  • Der schwierigste Teil des Textes sollte analysiert werden.

Das sind nach Ansicht des anonymen Verfassers der Petition oder seiner Eltern, denn der Text wirkt über weite Stellen zu erwachsen, als dass er „von einer Person, die gute Noten schreibt“, stammen könnte, schwere Vorwürfe, die die Forderung, den „Erwartungshorizont anzupassen und die genannten Aspekte bei der Bewertung zu berücksichtigen“ begründen.

Mit anderen Worten, die Petition verlangt, dass das Niveau der Bewertung dem subjektiven Empfinden von Schülern, die generell und in jeder Abiturprüfung der Ansicht sein werden, die Aufgaben waren zu schwierig, anzupassen. Eine Anpassung, für die er, „die Person, die gute Noten schreibt“, es in Kauf nimmt, von der Absenkung des Niveaus auch zu profitieren. Was tut man nicht alles, für seine schlechten Mitschüler…

Und warum soll man das Niveau der Abiturprüfung nicht den Wünschen der Schüler anpassen? Gerechtigkeit und Fairness sind subjektive Maße. Ein Berufs-Mörder hat andere Vorstellungen davon, was eine faire Bezahlung für seine Dienste ist als seine Opfer. Generell haben diejenigen, denen eine Leistung abverlangt wird, eine andere Vorstellung davon, was Fairness ist als diejenigen, die die Leistung verlangen. Und natürlich haben schlechte Schüler eine andere Vorstellung von Fairness als gute Schüler. Deshalb ist es so heldengleich, dass ein guter Schüler, der es eigentlich gar nicht nötig hat, eine Petition für seine schlechten Mitschüler startet.

Am besten, wir richten die Fairness am subjektiven Empfinden aus: Fair ist, was als fair empfunden wird, nicht, was anhand von Kriterien als fair belegt werden kann,

Fair ist, wenn Schüler eine Aufgabe als fair empfinden. Fair ist nicht, ein Leistungsniveau zu definieren und zu prüfen, ob Schüler dieses Leistungsniveau erreicht haben. Fair ist, wenn Schüler denken, sie müssen nicht mehr leisten als der Jahrgang vor ihnen. Fair ist nicht, wenn eine Form der funktionalen Äquivalenz, die einzig bisher gefundene Methode, um kaum Vergleichbares doch zu vergleichen, genutzt wird, um transgenerationale Fairness unter Schülern herzustellen.

Wie gut, dass unser kritischer Schüler nicht weiß, was in anderen Bundesländern in der Abiturprüfung gefragt wird. Was hätte er wohl für Probleme mit der Fairness, kennte er die Prüfungsaufgaben aus Bremen. Daraus folgt: Fairness ist immer eine „bounded fairness“, die am Horizont des subjektiven Empfindens derer endet, die sie einklagen.

Angesichts einer Generation, in der der Paternalismus für die vermeintlich „Armen und Schwachen“ schon verinnerlicht ist, in der keinerlei Stolz daraus genommen wird, eine Leistung erbracht zu haben und an Anforderungen gewachsen zu sein, in der es normal ist, eine Überforderung zu beklagen und sich zum Opfer von Unfairness zu stilisieren und in der eine Veränderung als Unfairness verstanden wird, muss man um die Zukunft Deutschlands nicht bangen, denn die Zukunft ist bereits vorbei.

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Philosophieprofessor: Vernünftige Menschen gendern nicht und sprechen wie Erwachsene

Arne Hoffmann, dem Unermüdlichen, sei Dank für den Hinweis darauf, dass sich wissenschaftlicher Widerstand gegen den Genderismus auch in Österreich regt.

Robert Pfaller, Professor für Philosophie und Kultur-Theorie an der Universität Linz, hat in einem Interview mit der Zeitung “Der Standard” über “den Verlust der Erwachsenensprache in Politik und Kultur, die nur noch sprachliche Sozialpolitik der “Pseudolinken” und die bloß symbolische “Volksnähe” der neuen Rechten” gesprochen.

STANDARD: Haben Sie Ihre Sprache im Lauf der jüngeren Zeit verändert? Gendern Sie? Schreiben Sie das Binnen-I? Gibt es Wörter, die Sie nicht mehr sagen, weil “man” sie heute nicht mehr sagt?

Pfaller: Natürlich versuche ich andere Menschen beim Sprechen nicht ungewollt zu kränken oder zu beleidigen. Das Beste, was man meiner Ansicht nach dazu tun kann, ist, wie ein vernünftiger Mensch zu ihnen zu sprechen. Eine Kunstsprache zu verwenden, also zu “gendern” oder ein Binnen-I einzufügen, scheint mir dabei eher hinderlich. Man klingt dabei schnell nicht mehr wie ein vernünftiger Mensch. Und man wirkt auf ungute Weise bemüht oder sogar ein wenig aggressiv – so, als ob man Peinlichkeit vermeiden müsste oder den anderen belehren wollte. Diese Sprachtricks dienen ja nicht so sehr dazu, Dritte zartfühlend zu benennen. Sie haben in erster Linie die Funktion, die Zweiten, also die, zu denen man spricht, sozial zu überbieten und sie pädagogisch zu unterwerfen.

Schlechte Nachrichten also für die Genderisten und ihren Versuch, Herrschaft über Sprache, ausgerechnet über Sprache, auszuüben. Nichts war’s. Nichts war’s nicht nur mit dem Gendersprech, auch die dazugehörende Infantilisierung durch eine politisch-korrekte Sprache, die zu den Themen gehört, die wir regelmäßig auf ScienceFiles behandeln, sie kommt im Interview mit Pfaller zur Sprache:

STANDARD: “Sie kritisieren die politisch korrekte Sprache als Symptom einer zunehmenden Infantilisierung der Gesellschaft. Warum?”

Pfaller: “Das Zartsprechen ist das kulturelle Symptom eines ökonomischen Politikversagens. Man hat Probleme, die in der Ökonomie zu erledigen gewesen wären, in die Kultur verlagert und sie dort zu behandeln versucht. Wenn man das aber tut, dann löst man die Probleme nicht nur nicht, sondern man produziert sogar neue. Nun werden die Menschen nämlich von ihren Interessen abgelenkt auf ihre Empfindlichkeiten. So werden sie unfähig, ihre wichtigsten Interessen wahrzunehmen und sich dafür mit anderen, ungeachtet von deren Identitäten oder Empfindlichkeiten, zusammenzuschließen. Die Propaganda der Empfindlichkeit entsolidarisiert. Und sie zerstört den öffentlichen Raum. Denn wo sie herrscht, kann niemand mehr mit anderen unter Absehung von der jeweiligen Person sprechen.”

Erwachsenensprache kommt für Pfaller übrigens in der Fähigkeit zum Ausdruck, unabhängig von eigenem Empfinden und Befindlichkeiten über Dinge zu sprechen und sich kompetent zu Sachfragen zu äußern, also darin, über Aussagen wie “das finde ich”, “das verletzt mich”, “das mag ich”, hinauszukommen. Noch ein Grund, warum Genderismus keine Zukunft hat, denn bislang ist es noch keinem Genderisten gelungen, von der Ebene persönlicher Empfindlichkeit auf die Ebene einer kompetenten und sachbezogenen Sprache, also auf das Niveau von Erwachsenen vorzudringen, die sich über etwas austauschen können, ohne dieses Etwas ständig wie kleine Kinder zu bewerten.

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GEW hetzt gegen Meinungsfreiheit: Kutschera und Rauscher im Fadenkreuz der Gewerkschaft

Die GEW, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ist eine Gewerkschaft, an der man den Wandel, dem Gewerkschaften unterliegen, deutlich ablesen kann. Die GEW organisiert keinen einzigen Arbeiter. Sie setzt sich zu ungefähr der Hälfte aus Beamten und Angestellten zusammen und ist als einzige DGB Gewerkschaft über die letzten 10 Jahre gewachsen: Von 248.792 Mitgliedern im Jahr 2007 auf 278.243 Mitglieder im Jahre 2017. Die GEW ist nicht nur gewachsen, die Mitgliederstruktur ist immer weiblicher geworden: 69,2% betrug der Anteil der weiblichen Mitgliedern 2007, 2017 waren es 71,2%. Wie so oft, wenn der Anteil von Frauen in einem Segment steigt, sinkt die Professionalität, während der Anteil der intoleranten Kämpfer für das angeblich Gute steigt.

Bei der GEW hat das dazu geführt, dass die Gewerkschaft Texte veröffentlicht, die offen gegen Meinungsfreiheit hetzen und offen zum gezielten Protest gegen Wissenschaftler, die der GEW, die namentlich Friederike Thole und Sarah Wedde nicht genehm sind, aufrufen.

Dabei ist der Beitrag, den Thole und Wedde zu verantworten haben, ein Lehrstück der Projektion eigener Vorurteile in Dritte, um sie denn in diesen Dritten zu bekämpfen.

Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Kassel ist bekanntlich kein Freund des Genderismus, wie wir auch nicht. Und Thomas Rauscher, Professor für u.a. Privatrecht an der Universität Leipzig erlaubt sich nicht nur eine eigene Meinung, er macht seine Meinung auch öffentlich. Die aus Sicht von Thole und Wedde furchtbaren Verfehlungen von Kutschera wurden von diesem in einem Interview mit Kath.net begangen und bestehen in angeblich anti-modernen Äußerungen wie die Ehe für alle sei „staatlich geförderte Pädophilie“ und bei den Genderwissenschaften handle es sich um eine feministische Sekte, während Rauscher gerne provokant tweeted und dabei Afrikaner z.B. vorwirft, dass sie ihren Kontinent durch Schlendrian, Korruption usw. zerstört hätten.

Nun ist es, das sei angemerkt, für Wissenschaftler natürlich vollkommen egal, ob eine ihrer Aussagen als „anti-modern“, „anti-feministisch“, Grumpf oder Heffalump bezeichnet wird. Was Genderisten und die Ihresgleichen im Geiste nicht verstehen können: Wissenschaftler interessiert, ob ihre Aussagen in der Realität bestätigt oder falsifiziert werden können, nicht ob ein versprengter Geist sie als „anti-modern“ oder Grumpf bewertet.

Zu dem, was Kutschera sagt und zu dem was Rauscher tweeted kann man inhaltlich stehen wie man will, was man nicht kann, ist beiden das Recht abzusprechen, ihre jeweilige Meinung zu äußern. Genau das tun Thole und Wedde, was sie zu Feinden der Meinungsfreiheit macht und im Lager der Faschisten verortet, die ihnen nicht genehme Meinungen unterdrücken wollen.

Warum?
Warum versuchen Thole und Wedde nicht, die Behauptungen von Kutschera und Rauscher zu widerlegen? Warum reicht es bei ihnen nur zur hysterischen Erregung über Gesagtes, nicht aber zur Auseinandersetzung mit dem Gesagten? Da beide viel Text schreiben, ohne auch nur ein Argument gegen das, was Kutschera und Rauscher vorzubringen, muss man den Schluss ziehen, dass sie entweder kein Argument machen KÖNNEN oder kein Argument machen wollen.

Dass sie kein Argument machen können, dafür sprechen ihre Vorstellungen, die sich in Formulierungen niederschlagen, die man einfach nur als lächerlich bezeichnen kann. So entblöden sich Thole und Wedde nicht, den folgenden Unsinn zu verbreiten. Kutschera und Rauscher würden durch ihre „rechtspopulistischen Äußerungen“ rechte „Argumentationslinien nutzbar machen“. Weil sie derart krachender Unsinn nicht glücklich macht, setzen Thole und Wedde noch eins drauf: „Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Das muss man wiederholen, weil es so schön ist:
„Der professionelle Status wird als eine Stellung wahrgenommen, deren Aussagen eine implizite Wahrheit zugesprochen wird“.

Weil jemand eine Professur an einer Universität inne hat, deshalb denken Thole und Wedde, er spräche die Wahrheit bzw. es würde ihm zugeschrieben, dass er die Wahrheit sprechen würde.

Weniger Vorstellung und Ahnung davon, was an Universitäten so vor sich geht und worum es bei Wissenschaft geht, kann man nun wirklich nicht mehr haben. Die Vorstellung, Wissenschaftler würden Wahrheit kennen oder es gäbe jemanden in der Bevölkerung, außer Thole und Wedde, der der Ansicht sei, Wissenschaftler wüssten die Wahrheit, kraft Position, ist angesichts von Misstrauen gegenüber Studien und der Tatsache, dass Wissenschaft auf Kritik und nicht auf Wahrheit aufbaut kindisches Wunschdenken, wie es nur im Gehirn von Genderisten, sofern man bei Genderisten noch von einem Gehirn sprechen kann, entstehen kann.

Wir wurden schon des Öfteren damit konfrontiert, dass Genderisten der Ansicht sind, mit Positionen an wissenschaftlichen Instituten sei nicht nur Status, sondern auch Wahrheit und Wissen verbunden. Dieser Fehlschluss, der Kenntnisse und Status an eine Position und nicht an deren Inhaber knüpft, scheint der Geburtsfehler des Genderismus zu sein. Deshalb wollen Genderisten an Universitäten. Sie denken, sie erreichten Status, wenn sie sich dort einnisten, könnten Wahrheit für ihren Unsinn reklamieren, weil sie ihn vom Katheder herunter verkünden dürfen… So kann man sich irren.

Falls mit einer Position an einer öffentlichen Hochschule jemals Status verbunden war, dann ist er das sicher nicht mehr der Fall, seit es Genderisten an Hochschulen gibt. Und falls es, außer Thole und Wedde jemals jemanden gegeben hat, der glaubte, ein Professor spreche, wenn er z.B. über Quantenmechanik erzähle, die Wahrheit, dann wurde dieser jemand sicher schnell vom entsprechenden Professor über den Status von Hypothesen und den Stellenwert von Theorien aufgeklärt. Dieser Jemand hat Thole und Wedde damit viel voraus… Einsicht, Verständnis, Kompetenz, Kenntnis… über die Grundidee der Wissenschaft…

Eine weitere Charakteristik, die wir in den letzten Jahren vor allem in Kontexten beobachten, die man als wissenschafts- wenn nicht bildungsfern bezeichnen muss, also im Kontext des Genderismus, bei Gewerkschaften wie der GEW, in Stiftungen von Parteien usw. besteht darin, dass Unwissen, vollkommene Unkenntnis bzw. die vollkommene Abwesenheit von Kompetenzen nicht dazu führt, dass die entsprechend Baren sich der großspurigen Erklärung enthalten oder davor zurückschrecken, auf andere Menschen loszugehen, die in der Regel ein Vielfaches an Kompetenz und Wissen aufweisen als die Marktschreier der Intoleranz.

Entsprechend werden aus denen, die in den eigenen Augen als gute Menschen gestartet sind, um das Böse, das sie in anderen Meinungen erblicken, zu bekämpfen, schnell Personen mit Schaum vor dem Mund, die nicht davor zurückschrecken, zu hetzen, aufzuhetzen:

„Um der Gefahr der Nutzbarmachung pseudowissenschaftlichen rechtspopulistischen Gedankenguts zu begegnen, dürfen zunächst die Proteste an den Universitäten nicht abebben. Alle Statusgruppen müssen sich gemeinsam gegenüber der Hochschulleitung dafür stark machen, dass diskriminierenden und rechtspopulistischen Äußerungen an der Hochschule kein Raum gegeben wird und eine Überprüfung der rechtlichen Interventionsmöglichkeiten erfolgt. Zudem sollte von wissenschaftlicher Seite auf eine Dekonstruktion der vermeintlich wissenschaftlichen Fakten der Rechtspopulisten hingewirkt werden, sodass die propagierte „Wahrheit“ widerlegt oder deutlich als Meinungsmache demaskiert werden kann. Hochschulen als demokratische Institutionen müssen zeigen, dass flächendeckend keine Akzeptanz für homophobe, rechtsnationale und in anderer Form diskriminierende Positionen besteht.“

Das muss man sich einmal vorstellen, Gewerkschaftsmitarbeiterinnen rufen dazu auf, gegen Professoren zu agitieren, die eine Meinung haben, die ihnen nicht gefällt, die diese Meinung außerhalb von Universitäten und gerade nicht an Universitäten geäußert haben, und sie tun dies auf Grundlage einer Vorstellung über „Wahrheit“, wie sie dümmer nicht sein kann und die direkt aus ihren eigenen Gehirnen kommt. Denn niemand außer Ihnen kommt auf die Idee, dass Kutschera oder Rauscher „Wahrheit“ propagiert hätten. Wir haben es schlicht mit einem Fall zu tun, wo man feststellen muss, dass Thole und Wedde besser ruhig gewesen wären, dann wüsste nicht alle Welt welch‘ immense Wissenslücken sie haben und dass sie dumm genug sind, diese Wissenslücken in die Welt zu schreien, das wüsste auch kaum jemand.

Wenn die Moderne durch etwas ausgezeichnet ist, dann dadurch, dass jeder nach Herzenslust kundtun kann, welche linke Außenseiter-Position er auf der Normalverteilung der Intelligenz einnimmt.

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Von wegen Säkularisierung: Muslimische Verbände bestimmen Studienangebot in Berlin

Angeblich ist Deutschland ein säkulares Land. Tatsächlich gibt es in Deutschland und im Gegensatz zum Beispiel zum Vereinigten Königreich, religiöse Feiertage, ein staatliches Eintreiben von Kirchensteuern, die staatliche Finanzierung des Klerus und etliches mehr.

Angeblich gilt an Universitäten, dass sie nur Forschung und Lehre verpflichtet sind und ihre Ziele und Prioritäten selbst und ohne Rücksicht auf die herrschende Ideologie oder staatliche Vorgaben bestimmen können.

Und damit verlassen wir die Märchenstunde.

Wir wenden uns der Humboldt-Universität Berlin zu. Dort wird mit der Einrichtung des Instituts für Islamische Theologie begonnen. Ein solches Institut ist nichts Besonderes. Professuren oder Institute für Islamische Theologie gibt es bereits in Tübingen, Münster, Osnabrück, Gießen und Frankfurt. Daran kann man Anstoß nehmen. Man kann wie wir der Ansicht sein, dass Theologie an einer Universität nichts zu suchen hat, aber man wird nicht umhinkommen, die weitere Ent-Säkularisierung Deutschlands zur Kenntnis zu nehmen.

Was jedoch neu ist und eine Travestie aus den oben berichteten hehren Werten der wissenschaftlichen Unabhängigkeit und Freiheit von Forschung und Lehre macht, sind die Umstände, unter denen das Institut für Islamische Theologie in Berlin gegründet wird. Die Initiative dazu geht von der Senatskanzlei „Wissenschaft und Forschung“ aus. Dort wurde 2016 ein Eckpunktepapier geschrieben und verabschiedet, das den entsprechenden Willen zum Ausdruck bringt und es in sich hat, denn: Was am Institut gelehrt werden kann oder darf, bedarf der Einwilligung eines Beirats, ist also genehmigungspflichtig. Das ist dann wohl die deutsche Variante der Freiheit von Forschung und Lehre: Die Lehrenden sind frei, aus dem Kanon dessen, was ihnen erlaubt ist, etwas auszusuchen.

Der Einfluss der Verbänden wie DITIB, Islamische Förderation von Berlin, Verband der Islamischen Kulturzentren, Zentralrat der Muslime in Deutschland und Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands in Berlin auf die Forschung und Lehre am neuen Institut eingeräumt wird, ist beträchtlich. Sie sind bei der Einrichtung der Studiengänge zu beteiligen, „bestätigen“, also genehmigen die Studien- und Prüfungsordnung, haben Einfluss auf „bekenntnisrelevante Organisationsentscheidungen, die das Institut für islamische Theologie betreffen“ und haben das letzte Wort bei Berufungen von Professoren an das Institut für Islamische Theologie.

Die muslimischen Verbänden sind somit die graue Eminenz im Hintergrund, die die Fäden am Institut für Islamische Theologie zieht. Das, so müssten wir eigentlich schreiben, konstituiert einen Präzedenzfall für den vollständigen Zu- bzw. Durchgriff religiöser, ideologischer und politischer Akteure, die an Universitäten nichts zu sagen haben dürfen, jedenfalls dann nicht, wenn man es mit der Freiheit von Forschung und Lehre Ernst meint. Aber das schreiben wir nicht. Die Normalität, mit der in Berlin in Eckpunkte-Programmen geschrieben wird, dass außeruniversitäre Akteure über das, was an Berliner Universitäten gelehrt und geforscht wird, bestimmen, kann man nur dahingehend deuten, dass entsprechende Ein- und Durchgriffe längst normal geworden sind, dass an Berliner Universitäten längst mehrheitlich Marionetten extra-universitärer, politischer, religiöser und ideologischer Interessen installiert sind.

Kein Wunder, dass aus Berlin keine Studenten kommen, die durch großes Wissen auffallen.

Hier der Text aus dem Eckpunktepapier im Original:

4.1. Theologischer Beirat

Dem Vorschlag des Wissenschaftsrates folgend, wird ein theologisch kompetenter Beirat eingerichtet werden.

4.1.1. Mitwirkung des Beirates

Die Einbeziehung des Beirates bei Entscheidungen der Hochschule, die das muslimische Bekenntnis betreffen, ist im verfassungsrechtlich gebotenen Umfang vorzusehen. Sie erstreckt sich auf eine Beteiligung bei

– der Einrichtung von Studiengängen in den Bereichen Islamische Theologie und Islamische Religionslehre,
– der Bestätigung von Studien- und Prüfungsordnungen in den Bereichen Islamische Theologie und Islamische Religionslehre durch die Hochschulleitung,
– bekenntnisrelevanten Organisationsentscheidungen, die das Institut für Islamische Theologie betreffen,
– der Berufung von Professorinnen bzw. Professoren sowie Juniorprofessorinnen bzw. Juniorprofessoren nach Abschluss des Auswahlverfahrens der Hochschule. Erforderliche Zustimmungen dürfen nur aus religiösen Gründen verweigert werden. Die Gründe sind der Hochschule schriftlich mitzuteilen.

4.1.2. Zusammensetzung des Beirates

Dem Beirat sollen fünf theologisch sachverständige Vertreterinnen und Vertreter muslimischer Verbände und vier externe Hochschullehrerinnen oder Hochschullehrer der Islamischen Theologie oder einer fachnahen Wissenschaft stimmberechtigt angehören, darüber hinaus mit beratender Stimme zwei Vertreterinnen oder Vertreter der Trägerhochschule (= 11 Personen).

Je ein Sitz entfällt auf die DITIB, die Islamische Föderation Berlin, den Verband der Islamischen Kulturzentren, den Zentralrat der Muslime in Deutschland und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands. Der Beirat kann aufgrund einstimmigen Beschlusses die Aufnahme einer Vertreterin bzw. eines Vertreters eines noch nicht im Beirat vertretenen Verbandes vorschlagen.

Die Mitglieder des Beirates wählen aus ihrer Mitte eine Vorsitzende oder einen Vorsitzenden. Die Trägerhochschule und die im Beirat vertretenen Verbände einigen sich einvernehmlich auf die in den Beirat zu berufenden Hochschullehrerinnen bzw. Hochschullehrer. Die Bestellung eines Beiratsmitgliedes erfolgt durch das für die Hochschulen zuständige Mitglied des Senates.


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