Eine Pressemeldung, die uns gerade ereilt hat, ist voller Empowerment und Nachhaltigkeits-BlaBla. Und wie wir die Pressemeldung so gelesen haben, da hat uns der Schalk überfallen, denn: Sie sind total austauschbar, die nachhaltigen Empowerment oder empowernden Nachhaltigkeitspressemeldungen.
Also haben wir gedacht, lassen wir unsere Leser doch raten, wer hier nachhaltig empowert werden soll oder empowernde Nachhaltigkeit verlangt.
Ist es:
der Bundesverband WindEnergie e.V., dessen Mitglieder ein nachhaltiges Empowerment des alternativen energieproduzierenden Gewerbes verlangen?
der evangelische Entwicklungsdienst, der alle nachhaltig empowern will, von denen er denkt, dass sie noch nicht nachhaltig (genug) empowered wurden?
der Schulsozialarbeiterverband der Schweiz, der Schulsozialarbeiter ermächtigen will, Eltern die Kinder früher zu entziehen?
der Frauenrat, der Frauen einmal mehr empowern will, dieses Mal nachhaltig, weil nachhaltiges Empowern nachhaltiger ist als nicht nachhaltiges Empowern?
die katholische Kirche, die Laienpriester nachhaltig empowern will, um Pfarreischließungen vorzubeugen?
die Bäckerinnung, die auf der Suche nach Auszubildenden jeden Trend-Strohhalm, der sich bietet, greift?
die Verbraucherzentrale, die Konsumenten nachhaltig empowern will, damit sie Unternehmen nachhaltig nerven können?
die Drogenbeauftragte des Bundes, die Drogenabnehmer dazu empowern will, die willkürliche Preissetzung der Dealer nachhaltig zu erschüttern?
Nun, was glauben die ScienceFiles-Leser: Wer will hier Minderentwickelte, nicht Konurrenzfähige, Helfer, Verzweifelte oder Abhängige empowern, nachhaltig versteht sich?
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Ohne die Pressemitteilung gesehen zu haben fühle ich mich leider außerstande die Frage sinn(frei)voll zu beantworten. Aber die ersten beiden Optionen plus der Schulsozialarbeiterverband klingen gut *g*
Wirklich nachhaltig ist nur die Dummheit, denn sie wächst ständig nach. Sie ist eine nie versiegende Ressource.
Das ist so, muß so sein, denn jedes Wesen fängt dumm an. Das Randproblem, das sich ergibt, ist, daß manche Wesen nichts dazulernen. Und die sind dann auf die ererbten Strukturen angewiesen, sie bauen kaum was auf. Evolutionär sind auch diese Wesen notwendig, denn auch das Beharren auf der bisher erworbenen Information, den bestehenden Strukturen, kann überlebensnotwendig sein.
So ist die Entwicklung ein ständiges Schwanken zwischen mehr Lernen und weniger Lernen. Eine Regelung versucht, den richtigen Punkt zu finden, der Desinformation ausschließt. Und so gibt es p-Menschen, i-Menschen und d-Menschen. Da wir nicht alle Regelungstechniker sind: Es gibt Menschen, die Moden ohne Begeisterung und Verzögerung mitmachen, Menschen, die konservativ sind und Moden mit Verzögerung folgen, und Menschen, die jede Neuerung aufsaugen und sofort darauf anspringen, sie übertreiben, und sie dadurch verbreiten.
Die Nachhaltigkeit ist ebenso eine Neuerung, die sich bald als Mode herausstellen wird, wie die Verhunzung der deutschen Sprache. Diese ist möglicherweise keine Mode sondern eine gezielte Desinformation. Erinnern wir uns, was Desinformation ist, das Beibringen unzutreffender Information zum Schaden des Systems. A propos Beibringen, es ist ein Gift. Ein anderes System, der Absender der Desinformation, hat den Vorteil. Zur Zerstörung der deutschen Sprache trägt beispielsweise auch die neue Linksschreibung bei.
Selbstverständlich will sich jedes System ermächtigen, über andere zu entscheiden und deren Ressourcen zu nutzen. Letztlich läuft ein Kampf, eine Auseinandersetzung um die Macht in dieser Welt, um deren Beherrschung. Die Mode Nachhaltigkeit ist nur ein Hilfsmittel, eine Desinformation. Damit können sich untergeordnete, abgeschlagene Systeme befassen. Dann sprießt aus ihnen nichts Neues.
Selbstverständlich muß auch die Selbstermächtigung nachhaltig sein, wer will denn schon gewonnenes Terrain wieder freigeben?
Dieses sprachliche Bullshitbingo vom nachhaltigen Empowerment hat also handfeste Gründe, wer hätte das gedacht. Und auch die Dummheit, das Beharren auf ererbten, bewährten Strukturen, stellt sich teilweise als Schlauheit heraus. Was soll man da noch glauben?
Rätsel gelöst, Herr Klein!
Carsten
—
Es ist zwar schon Sonnabend, aber einen Freitagswitz leiste ich mir noch / Betrug mit Word, mal ‘ne lustige false flag zur Thema Terrorgefahr: http://www.taz.de/!41618/
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[…] http://sciencefiles.org/2016/01/22/nachhaltiges-empowerment-ratsel/ […]
Ohne die Pressemitteilung gesehen zu haben fühle ich mich leider außerstande die Frage sinn(frei)voll zu beantworten. Aber die ersten beiden Optionen plus der Schulsozialarbeiterverband klingen gut *g*
Wirklich nachhaltig ist nur die Dummheit, denn sie wächst ständig nach. Sie ist eine nie versiegende Ressource.
Das ist so, muß so sein, denn jedes Wesen fängt dumm an. Das Randproblem, das sich ergibt, ist, daß manche Wesen nichts dazulernen. Und die sind dann auf die ererbten Strukturen angewiesen, sie bauen kaum was auf. Evolutionär sind auch diese Wesen notwendig, denn auch das Beharren auf der bisher erworbenen Information, den bestehenden Strukturen, kann überlebensnotwendig sein.
So ist die Entwicklung ein ständiges Schwanken zwischen mehr Lernen und weniger Lernen. Eine Regelung versucht, den richtigen Punkt zu finden, der Desinformation ausschließt. Und so gibt es p-Menschen, i-Menschen und d-Menschen. Da wir nicht alle Regelungstechniker sind: Es gibt Menschen, die Moden ohne Begeisterung und Verzögerung mitmachen, Menschen, die konservativ sind und Moden mit Verzögerung folgen, und Menschen, die jede Neuerung aufsaugen und sofort darauf anspringen, sie übertreiben, und sie dadurch verbreiten.
Die Nachhaltigkeit ist ebenso eine Neuerung, die sich bald als Mode herausstellen wird, wie die Verhunzung der deutschen Sprache. Diese ist möglicherweise keine Mode sondern eine gezielte Desinformation. Erinnern wir uns, was Desinformation ist, das Beibringen unzutreffender Information zum Schaden des Systems. A propos Beibringen, es ist ein Gift. Ein anderes System, der Absender der Desinformation, hat den Vorteil. Zur Zerstörung der deutschen Sprache trägt beispielsweise auch die neue Linksschreibung bei.
Selbstverständlich will sich jedes System ermächtigen, über andere zu entscheiden und deren Ressourcen zu nutzen. Letztlich läuft ein Kampf, eine Auseinandersetzung um die Macht in dieser Welt, um deren Beherrschung. Die Mode Nachhaltigkeit ist nur ein Hilfsmittel, eine Desinformation. Damit können sich untergeordnete, abgeschlagene Systeme befassen. Dann sprießt aus ihnen nichts Neues.
Selbstverständlich muß auch die Selbstermächtigung nachhaltig sein, wer will denn schon gewonnenes Terrain wieder freigeben?
Dieses sprachliche Bullshitbingo vom nachhaltigen Empowerment hat also handfeste Gründe, wer hätte das gedacht. Und auch die Dummheit, das Beharren auf ererbten, bewährten Strukturen, stellt sich teilweise als Schlauheit heraus. Was soll man da noch glauben?
Rätsel gelöst, Herr Klein!
Carsten
—
Es ist zwar schon Sonnabend, aber einen Freitagswitz leiste ich mir noch / Betrug mit Word, mal ‘ne lustige false flag zur Thema Terrorgefahr:
http://www.taz.de/!41618/
Schade, hätte mich gerne an dem Rätsel beteiligt – ohne den Text geht´s aber leider nicht.