Umfrage zu Bundestagsparteien: Miserable Politik – miserables Personal

Das ideologische Band zwischen vielen Wählern und den im Bundestag vertreten Parteien ist gerissen. Dieses Ergebnis haben wir Anfang Februar auf Grundlage einer Befragung, die wir durchgeführt haben, berichtet. Damals konnten wir eine erhebliche ideologische Entfremdung zwischen etablierten Parteien und Bürgern aufzeigen, die darauf zurückzuführen ist, dass die im Bundestag vertretenen Parteien von den meisten befragten Bürgern als weiter links wahrgenommen werden, als sich die entsprechenden Bürger selbst im ideologischen Spektrum verorten.

Heute berichten wir von einem weiteren dramatischen Ergebnis, das die Qualität der Dienstleistungen und des politischen Personals der im Bundestag vertretenen Parteien zum Gegenstand hat.

In einer unserer Befragungen haben wir die Befragten gebeten, anzugeben, in wie weit die folgenden Aussagen auf CDU/CSU, SPD, Bündnis90/Grüne und LINKE bzw. ihre Politiker zutreffen:

  • … hält Wahlversprechen;
  • … widmet sich drängenden Problemen;
  •  … nimmt den Willen der Bürger ernst;
  •  … reagiert auf Wünsche der Bürger;
  •  … geht auf Anfragen der Bürger ein;
  •  … hat Politiker, die mit Bürgern empathisch sind;
  •  … hat sympathische Politiker;
  •  … hat kenntnisreiche Politiker;

Die entsprechenden Aussagen dienen uns dazu, die Qualität der Dienstleistung durch Parteien und die Qualität des politischen Personals der entsprechenden Dienstleister einzuschätzen. Die Befragten hatten die Möglichkeit, die Qualität der entsprechenden Dienstleistungen der Parteien sowie ihres Personals entlang der oben genannten Aussagen wie folgt einzuschätzen: “trifft voll und ganz zu”, “trifft eher zu”, “trifft eher nicht zu”, “trifft überhaupt nicht zu”.

Wir haben auf der Grundlage aller oben genannten Aussagen zwei Indices gebildet, von denen einer die Einschätzung der Dienstleistung, einer die Einschätzung des Personals einer Partei abbildet. Die folgende Abbildung stellt das Ergebnis auf Grundlage der Angaben von 1.574 Befragten dar.

SN_PARTYQUAL

Man kann nicht unbedingt sagen, dass unsere Befragten mit den im Bundestag vertretenen Parteien, ihren Leistungen und der Qualität ihres Personals zufrieden sind:

Keine der im Bundestag vertretenen Parteien erhält eine positive Bewertung. Sowohl die Dienstleistung, die die im Bundestag vertretenen Parteien erbringen als auch das politische Personal werden als schlecht, um nicht zu sagen: miserabel eingeschätzt. Angesichts einer Skala, die einen Wertebereich von 1 “gut” bis 4 “schlecht” hat, ist das Ergebnis, nach dem sich alle Mittelwerte, die in der Abbildung dargestellt sind, deutlich jenseits der Mitte der Skala, die beim Wert 2,5 liegt, befinden, nicht anders bewertbar als sowohl vernichtendes Zeugnis der Einschätzung der Qualität der von Parteien erbrachten Dienstleistungen als auch eine vernichtende Einschätzung der Qualität des politischen Personals der Parteien. (Wie einheitlich die vernichtende Beurteilung der Serviceleistung durch Parteien ist, zeigt sich auch daran, dass die Standardabweichung in allen Fällen kleiner als 1 ist, d.h. die Befragten sind sich in ihrer schlechten Einschätzung der Parteien weitgehend, mit kleinen Nuancen, einig.)

Dabei schneiden Bündnis90/Grüne und SPD besonders schlecht auf beiden Dimensionen der Qualität der politischen Dienstleistung ab, wobei das Personal der Grünen mit dem einvernehmlichen Ungütesiegel “miserabel” versehen wird, während die politischen Dienstleistungen der SPD allgemein als die schlechtesten der im Bundestag vertretenen Parteien eingeschätzt werden. Zur Erinnerung, die politischen Dienstleistungen rekurrieren darauf, ob Parteien Wahlversprechen halten, sich drängenden Problemen widmen, die Wünsche der Bürger aufnehmen und deren Willen respektieren, während das politische Personal im Hinblick auf Sympathie, Kenntnisse und Empathie eingeschätzt werden sollte.

Dementsprechend kann man feststellen, dass die SPD aus Sicht der Befragten Spitze ist, wenn es darum geht, Wahlversprechen zu brechen und sich ansonsten selbstherrlich aufzuführen, während Bündnis90/Grüne die unsympathischsten, kenntnislosesten und unempathischsten Politiker vorzuweisen hat – in der Einschätzung unserer Befragten.

Interessanterweise schätzen die Wähler von Bündnis90/Grüne sowohl die politischen Serviceleistungen ihrer Partei als auch deren Personal noch schlechter ein als in der Abbildung oben dargestellt. Kaum jemand, so kann man wohl feststellen, hält die Politiker von Bündnis90/Grüne für sympathisch, kaum jemand attestiert ihnen Kenntnisse oder Empathie. Wohlgemerkt, die Politiker von Bündnis90/Grüne sind Spitzenreiter auf dem, was man wohl die Unfähigkeitsskala politischen Personals nennen muss, denn sympathisches Auftreten, Empathie mit den Interessen der Wähler und Kenntnisse, also Kompetenz, sind die Grundlagen, auf denen erst demokratische Politik möglich wird. Bei Bündnis90/Grüne sehen nicht einmal die eigenen Wähler diese Grundlagen. Im Kern trifft dies auf das Personal aller Parteien zu, wobei CDU/CSU und vor allem die LINKE am wenigsten schlecht beurteilt werden.

Insgesamt muss man nach diesen neuerlichen Ergebnissen einmal mehr konstatieren, dass das Berliner Parteiensystem in einer tiefen Krise steckt: Die im Bundestag vertretenen Parteien werden als verlogen und selbstherrlich wahrgenommen, ihr Personal als weitgehend unfähig und unsympathisch.

Bleibt nur die Frage, warum gehen die Deutschen dennoch zur Wahlurne?

Wer sich für unsere Indices der Qualität der Serviceleistung von Parteien bzw. der Qualität des politischen Personals interessiert, sie in einer eigenen Befragung verwenden will, den bitten wir, sich mit uns in Verbindung zu setzen, da wir auf Fragen und Indices ein Copyright erheben.

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40 Responses to Umfrage zu Bundestagsparteien: Miserable Politik – miserables Personal

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  2. Chaeremon says:

    Es gibt Konzerne die haben ein so beschXXsenes Arbeitsklima das kommt sogar bei deren Klienten an (z.B. in Form von schäbigeren Produkten bei immer wieder höheren Preisen).

    Waren zwei/drei Marktteilnehmer vorher noch praktisch ebenbürtige Konkurrenten, und wurde bei ihrem Merger ausgerufen “wir sind jetzt alle Freunde”, obwohl es empfindlich viel Entlassungen und Umwidmungen zwecks Merger gab, dann sind sich die ehemaligen Opponenten, die sich vorher noch gegenseitig ob der Erfolge wertschätzten und nacheiferten, plötzlich die schärfsten Neider und im selben Sitzungszimmer raufen sie sich die Haare (oder brüllen sich an).

    Scheint bei Parlamentariern und Funktionären nicht sehr viel anders zu sein.

    Wem das Marksegment liegt (oder wer eine Nische sieht, zum e.g. Zuliefern) der gründet ein neues Unternehmen, wirbt sich die besten Kräfte ab und geht auf Erfolgskurs; die Klienten wird’s freuen und der Konzern wird’s noch mehr bereuen.

  3. rote_pille says:

    Es ist mir dennoch ein Rätsel wie die ideologischen Nachfahren der Leute, die weltweit über 100 Millionen Menschen ermordet und in Deutschland ihre Landsleute an die Russen verraten haben – ich spreche hier natürlich von der LINKEN – so gut davonkommen.

    • Die LINKE kommt nicht gut, sondern weniger schlecht davon – vermutlich als Ergebnis des low profile, das die LINKE im Bundestag hat. Wer weniger macht, macht weniger falsch.

      • UND es wird von den “Qualitätsmedien” zielt verdrängt und verschwiegen, daß die SED -später PDS- Nachfolger jahrzehntelang an ihren Grenzen scharf auf Flüchtlinge geschossen haben. Das Schießen an der Grenze, dessen Notwendigkeit zuerst wieder der grüne Bürgermeister von Tübingen, Palmer, in Nov. 2015 thematisierte, wurde dann Petry angehängt. Ein Satz den die weder sagte noch meinte. Siehe deren Interview bei http://www.rak-wilhelm.de/sechste-ausgabe/index.html

        • iustus amentia says:

          Ein jede Handlung eines Staates wird mittels der glaubwürdigen Androhung und damit in letzter Konsequenz Anwendnung von Gewalt durchgesetzt. Angefangen beim trivialen Bußgeldbescheid bis hin zur territorialen Integrität.
          Wenn das nicht so wäre, könnte man sich Gesetzen beliebig widersetzen. In der Sekunde, in der mit potenziell tödlicher Gewalt gegen die Durchsetzung irgendeines Gesetzes Widerstand geleistet wird, ist es auch rechtsstaatlichen Exekutiven erlaubt von unter Anderem Schusswaffen als letztes Mittel gebrauch zu machen.
          Das ist liberales 1Mal1 und eigentliche eine staatsrechtliche Trivialität (ein Staat gründet sich auf der Anwendung von Staatsgewalt).

          Oder anders formuliert, Palmer und Petry wurden für die Nennung einer staatstheoretischen Trivialität vom medialen und politischen Mob gelyncht.

          • Palmer wurde nicht medial gelyncht, nur Petry später und obwohl sie das garnicht sagte. Im Fall Palmer wurde alles unter den Teppich gekehrt, als Missverständnis deklariert, nur Nebensächlichkeiten des Vofalls behandelt.
            Ich sage nicht Lügenpresse, weil der Zeitstempel der Qualitätspresse immer stimmt und der Wetterbericht öfters mal.

    • Weil es “Qualitätsmedien” wie ARD & ZDF gibt, deren Redaktionen entsprechend besetzt sind. Früher nannte man es Volksverhetzung und heute informationelle Grundversorgung. Die von den Bürgern per Haushaltsabgabe bezahlt wird. Trotz GG Art 5.1 . Das Wort “ungehindert” wird einfach und regelmäßig unterschlagen. Siehe http://www.polpro.de/mm.html#gez

    • iustus amentia says:

      Gründe für den Zuspruch der Linken:
      – es fand keine “Entkommunistifizierung” und keinerlei Aufarbeitung der völkerrechtlichen Verbrechen statt
      – die linke / sozialistische / kommunistische Heilsversprechung ist außerordentlich verführerisch
      – man kann linken Knalltüten vorwerfen was man will, aber rhetorisch begabt sind auffällig viele von denen
      – um gegen die Standardargumentationen linker Ideologie anzukommen, ist durchaus viel Fachwissen erforderlich, was bei den meisten Menschen nicht vorhanden ist bzw. sein kann
      – die letzten 3 Unterpunkte verstärken sich gegenseitig bzw. wird Unwissen von guten Rhetorikern ausgenutzt, um Unbedarfte zu verführen und noch mehr Unwissen zu streuen

      -> Zeitlosigkeit dieser Ideologie, unabhängig von Fakten, die gegen sie spricht.

  4. BeFree says:

    Ich habe ja auch teilgenommen. Aber woher kommen 2.379.000 Wahlberechtigte oder 30,5% in BaWü, die diesen linksgrün versifften Phantasten für Verbote von allem außer Kindersex und Kritik an sog. Flüchlingen am Sonntag in einer Woche lt. letzten Umfragen ihre Stimme geben wollen?
    Von denen hat hier wohl keiner teilgenommen. Sonst müsste das Ergebnis ja anders aussehen. Oder sind das alles mental sowie psychisch gestörte und autistische Masochisten, die lustvoll den eigenen Untergang wählen?
    Unweit davon, in Rheinland-Pfalz finden sich lt. Umfragen nur bescheidene 10% oder 240.000 Masochisten bei 8% Grünwunschwählern.
    Derzeit wird viel Pauschalschmutz über Sachsen ausgekübelt. Stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist BaWü, wo wider besseres Wissen der GRÜNE Wahn hochgejuckt wird? Und wieviel gesünder ist Rheinland-Pfalz? Die reine Anzahl der Nervenkliniken in beiden Bundesländern gibt mit 6 in BaWü und 5 in RLP keinen signifikanten Anhaltspunkt bzgl. der o.g. Zahlen offensichtlich Verwirrter. Was nur den Schluß auf die Qualität zuläßt, bei welcher in BaWü offensichtlich einiges im argen liegt. Soviel zu Statistiken.

    • BeFree says:

      Ich ergänze meine Ausführungen um diese aktuelle Meldung: “Wolfgang Grupp, Inhaber des Bekleidungsherstellers Trigema will bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 13. März, zum ersten Mal in seinem Leben grün wählen.”
      Wahn inzwischen bis in die Topetagen der Wirtschaft, nicht mehr nur in der Topetage der Politik im BK’amt zu Berlin. Da fällt mir nur noch Caesar bei seiner Ermordung ein: tu quoque filius. Grupp als Brutus deutscher Interessen, dabei haben wir davon doch wirklich schon ein absolutes Übermaß von solchen Spießgesellen.
      Wir kaufen nicht mehr bei Trigema, die Merkel hat leider nichts, was man sich weigern könnte zu kaufen.

    • rolandtluk says:

      BaWü, da bin ich auch, das begreif ich gar nicht mehr. Ich verstehe, dass die damals auf dem Mapus so reagiert haben, aber jetzt?

      Es gibt in BaWü offensichtlich einen noch genügend finanziell gut aufgestellten Personenkreis, der sich die Traumtänzer und die ideologischen Spinnereien der Grünen ergeben können. Doch bin ich mir ziemlich sicher, dass die Mehrheit dieser Wähler, spätestens nach weiteren 5 Jahren Grüne abgewirtschaftet sind.

      • Bernhard says:

        Der Anteil der sehr gut verdienenden ist in BWB sehr hoch. Die Hauptklientel der Grünen ist genau dieser Personenkreis. Kurz gesagt: Viel Geld in der Tasche,dafür wenig Hirnmasse in Benutzung

        • “money than brain” gibt es überall auf der Welt. In meinem Bekanntenkreis zufällig nur vereinzelt. Ich glaube (und hoffe) nicht, das diese tatsächliche Zielgruppe der Grünen in BW entscheidend war. IMHO war es eher “Fukushima” bzw. die Art der Berichterstattung darüber.

          Je weiter etwas weg ist, desto mehr ersetzt die Vorstellungskraft Tatsachen. So wurde stetsvon den “Qualitätsmedien im Zusammenhang berichtet: Todesopfer und AKW. Obwohl es im AKW Null Opfer durch Radioaktivität gab. Über die 200 Todesopfer durch überhastete Evakuierung (z.B. von Schwerkranken und Pflegefällen) sprach man dagegen nicht. Und im Zusammenhang mit den Flutwellenopfern wurde immer das abgeschaltetete AKW genannt.

          Dass Merkel den Vorfall am anderen Ende der Welt nutzte, um ihre Ziele einer Machtausweitung mittels Grünen zu erforschen und durchzusetzen hat sie nicht öffentlich verkündet. Schwarz-Grün (zu dem es nicht kam- wer will schon von Merkel ausgesagt werden!) wäre für sie die bequemere Machtausweitung gewesen. Nun muss sie sich mit der für sie unbequemeren Schwarz-Roten GroKo herumschlagen.
          im Fall Grün wäre es ein Partner gewesen mit Joschka Fischer, Steinewerfer und Taxifahrer und Claudia Roth (Demos mit Rufen wie “Deutschland verrecke”). In der GroKo ist es ein Pakt mit Gabriel der in seiner Jugend klaute und Reifen zerstach (Bericht im Tagesspiegel).

          Allgemein ist bei der Partnerwahl Ähnlichkeitswahl mit 90% häufiger als Ergänzungswahl( mit ca, 10%.

  5. corvusalbusberlin says:

    “Bleibt nur die Frage, warum gehen die Deutschen dennoch zur Wahlurne?”
    Diese Frage wäre eine Umfrage währt.
    Ich schätze, weil nur noch ein geringer Teil dabei seinen Verstand zu Rate zieht.

    Ich gehe schon seit 2001 nicht mehr Wählen – seit man uns den € aufgezwungen hat. Nein das ist nicht richtig. Ich gehe “wählen, ” aber zerreisse die beschissenen Wahlunterlagen öffentlich im Wahllokal, also nicht heimlich, still und leise in der Kabine.
    Wenn das die “Wähler ” ebenso machen würden, die eine ungültige Stimme abgeben, dann bräuchte man eine Menge Papierkörbe und es würde schon einiges Aufsehen erregen.

    Man könnte die Wahlunterlagen auch auf Toilettenpapier drucken. Dann wüsste gleich jeder Bescheid.

    • uehn says:

      an “corvusalbusberlin”, wer gar nicht wählt, wählt alle und damit die, die er am
      wenigsten haben will! Übrigens, ich habe noch von niemanden erfahren, wie
      weit, in Prozenten, eine Wahlbeteiligung runtergehen muß, um ungültig zu sein!
      Bei Ungültigkeit einer Wahl wird einfach ein neuer Termin anberaumt!
      Ich würde an Ihrer Stelle gleich zu Hause bleiben und mir damit den Verschleiß
      der Schuhsohlen ersparen!
      Besser halte ich es, doch zur Wahl zu gehen, falls es bei der nächsten Wahl, Ih-
      nen genehmeres “Personal” gibt.

      • Wieso wählt jemand, der nicht wählt, dennoch und noch dazu alle? Wenn Sie das argumentieren können, haben Sie gleich zwei Fehlschlüsse aus der Logik entfernt!

      • corvusalbusberlin says:

        @uehn – Durch das Wahlbüro, dass ich vor den Wahlen angerufen habe, um mich in diesem Fall schlau zu machen, habe ich erfahren, dass jemand, der im Wahllokal registriert wird – durch seine Personalausweis – seine Wahlunterlagen erhält, als Wähler gilt.

        Es erforderte Rückfragen, um diesen – sicher ungewöhnlichen Fall, zu klären. Es gab ihn bisher nicht.
        Es müsste eigentlich auch ein X für die Protestwähler geben.

        Anders dagegen, der sich erst gar nicht die Mühe macht, zur Wahl zu gehen.

        Nähere Einzelheiten können auch Sie in Ihrem Wahlbüro erfahren, ohne sich Ihre Schuhsohlen zu verschleißen.

        • Bernhard says:

          Als Ungültigwähler erscheint man in der Wahlbeteiligung. Als Nichtwähler erscheint man gar nicht, ausgenommen sind Geister

      • rote_pille says:

        Ist Ihnen nie in denn Sinn gekommen, dass man eine Regierung auch anders als durch Wahlen entfernen kann?

        • corvusalbusberlin says:

          @rote Pille Wüsste ich gerne, wäre sofort dabei.
          Sie meinen doch nicht etwa”das weniger Kinderkriegen?”
          Das würde sich ja noch um einige Generationen hinziehen.

          • rote_pille says:

            Nein, ich meine eher so etwas wie 1789.
            Es ginge natürlich auch, wenn alle den Glauben daran verlieren würden, dass sie eine Regierung überhaupt brauchen, dann wäre das Problem endgültig gelöst, aber so weit sind wir leider noch nicht.

            • Bernhard says:

              Da mir dieser Gedanke auch immer kommt, sind wir schon mal zu Zweit.
              Ich denke wir sollten morgen beginnen. Einzige Bedingung: Du bringst so viele Rote Pillen mit, die geeignet sind die Folgen dieser Revolution zu ertragen

            • Also durch Gewalt? Natürlich eine Option. Aber diese läuft nicht, weil der Leidensdruck (noch) nicht groß genug zu sein scheint und es (scheinbar?) noch andere Optionen gibt. Außerdem ist Gewalt keine Lösung, höchstens eine Notlösung.

              1. Meine favorisierte Lösung: AfD wählen. Die wird zwar nach 2 Legislaturperioden genauso verbraucht, umerzogen, lobby-versifft sein, wie die “etablierten” Parteien, aber kurzfristig es eine realistische Lösung. Gestern haben wir den ganzen Abend geredet und heute will eine SPD-Stammwählerin tatsächlich das Wahlprogramm der AfD lesen. Hab ihr die 78 Seiten gerade ausgedruckt. Hab ihr empfohlen nur das Inhaltsverzeichnis querzulesen und ggf was sie interessiert. Besser wenig wie garnichts.

              2. Weitere Teillösungen wären: Wahlgesetz, Gewakltentrennung etc. GG-konform gestalten. Hmm… vielleicht utopisch, realistisch ist aber:, ARD & ZDF entmachten (die einzige Steuer die realistisch gespart werden kann. Siehe http://www.rundfunkklage.de und was man so ergoogelt.

              3. Und mein Bekannter braucht einen guten Webdesigner (mit soliden Kenntnissen in CSS, PHP und MySQL). Er zahlt zwar mit Euronen und nicht mit Kaurimuscheln, hat andererseits nicht soviel Geld wie Georg Soros. Wegen http://www.polpro.de .

              Allein das sind 3 Alternativen zu einer Revolution wie 1789. Mal ganz abgesehen von Nebenwirkungen einer Revolution wie Robespierre, der am 10.Juni 1794 mit moderner Technologie 2500 Feinde seiner Ideologie beseitigte! Sorry, wenn Krieg die Antwort ist, war die Frage falsch!

    • Jürgen says:

      Wenn Du nicht mehr wählen gehst, unterwirfst Du Dich bedingungslos den Zuständen (die Du ja als Mangel empfindest). Dabei ist es ganz einfach: Politiker soll man wechseln wie Windeln, – aus gleichem Grund. Und wenn Du meinst: die anderen sind auch nicht besser, dann schau Dir die Kandidaten mal genauer an. Vielleicht bleibt doch einer im Sieb! Apropos Sieb: was hälst Du von

      http://www.polpro.de ?

      Mit so einem (bisher unfertigen) Projekt kann man sicher viele Probleme lösen.

  6. Habe denke, eine Erklärung gefunden – die haben keine Kinder mehr!

    http://kader-ohne-kinder.blogspot.de/2016/02/kader-ohne-kinder-wir-haben-ein-problem.html

    Irgendwann ist was abgebrochen, wodurch in den Parteien mittlerweile fast nur noch kinderlose (und zukunftsdesinteressierte) Egomanen hochgespült werden. Die junge Generation der 25-40 jährigen ist echt krass. Die absolute Mehrheit von denen verzichtet auf Nachwuchs – ich nehme an, um der Karriere willen.

    • corvusalbusberlin says:

      Nicht nur Politiker verzichten auf Nachwuchs. Andere Betuchte auch.
      Da müsste man zu den verschieden Berufsgruppen Statistiken machen.
      Wer bekommt die wenigsten Kinder, wer die meisten?
      Wäre vielleicht gar nicht uninteressant.
      Ich tippe, je mehr die Leute verdienen, je weniger Kinder bekommen sie heute.

      • Ja und nein. Ich habe im Text eine Exceldatei vom Statistischen Bundesamt verlinkt über die Details zum Nachwuchs allgemein. Es war mir aber zu viel Arbeit, das bei 66 Tabellen en detail rauszufriemeln und mit den Abgeordneten zu vergleichen. Dort gibts aber auch Unterscheidungen nach Bildung und Einkommen.

        Habe das Ding nur überflogen, aber insgesamt scheinen die Mitteleinkommensleute wohl die meisten Kinder zu haben. Könnte aber auch sein, dass es ganz unten die meisten gibt.

        Mir ging es eher darum etwas anderes rauszustellen: Der zunehmen größere und mittlerweile maximale innerparteiliche Karriereerfolg der Kinderlosen gegenüber den Eltern. Da siehts bei fast allen Parteien in fast allen Regionen gleich aus und ist mE ein sehr starker Hinweis auf eine Entwicklung hin zur parteiübergreifenden Stromlinie. Überall kommen die selben Charaktere und Erfolgsmuster oben an. Unten tummelt sich der lebenswirkliche Rest. Dass dies selbst bei der CSU so ist hat mich doch sehr überrascht.

        Bei anderen Berufe habe ich mal testweise nachgesehen. Gewerkschaftsfunktionäre und Journalisten haben offenbar auch keine Kinder. Das Auftreiben der Zahlen ist aber zu umständlich.

  7. Heiner says:

    Nachdem Herr Beck (miserables Personal der GrünenInnerinninnnen oder wie auch immer die jetzt heißen) heute mit Drogen erwischt wurde, frage ich mich, ob das Einfluß auf den Balken in der Statistik hat und wohin der ausschlägt? 🙂

    • Jürgen says:

      In dieser Befragung schlägt sich der Crystalmeth-Kauf von Beck nicht nieder. Dazu wurde er zu spät erwischt.

      Es wird aber hoffentlich Auswirkungen auf die 3 kommenden Landtagswahlen haben. Und das genügt auch. Der Wähler muß sich bewusster werden, daß gerade unter den Grünen viele Studienabbrecher, Berufslose, Phädohile, Linksradikale und Leute mit kriminellen Umfeld sind. Wer an Links interessiert ist: gern. Ansonsten gilt, wer lesen kann ist ohnehin im Vorteil.

      Was ich nicht den Grünen belastend zuordne, sondern als allgemeine charakterliche Deformation der politischen Kaste klassifiziere ist: Beck legt alle Ämter nieder und behält nur sein Abgeordnetenmandat. Klartext: Arbeit aufgeben, und weiterkassieren.

  8. FDominicus says:

    Ich gehe davon aus, daß bei Ihrer Umfrage eben die mit gemacht haben, die sowieso immer bei Ihnen “auftauchen” – so unter anderem ich. Daß ich mit der aktuelle Politik nicht glücklich bin – vielmehr maßlos enttäuscht, ist wahrscheinlich für Ihre Leser hier der Normalzustand. Und nun ja es sind ja auch nur knapp über 1500 Leute, das verschwindet unter den Massen die a) immer noch wählen gehen und b) bei den aktuellen Parteien bleiben. Fakt war aber auch: Ich wollte hier in meinem Wahlkreis kandidieren, das hat aber nicht geklappt. Interessante Frage – finde ich. Warum gibt es Beschränkungen wer sich wann wo wie zur Wahl stellen kann. Grundsätzlich hätten wir in bestimmt 10 Wahlbezirken jemanden gefunden der sich auch zur Wahl gestellt hätte. Die Hürden waren/sind aber nicht so leicht überwindbar.

    Bei den etablierten Parteien gibt es kein “Limit”. Brauchen auch keine Unterstützungsunterschriften mehr AFAIKT. Meine Erachtens krankt unsere “Demokratie” an der Übernahme durch eine Parteiokratie – obwohl ja Parteien nur bei der Willensbildung mithelfen sollten. Fakt ist aber die Parteien und deren “Angestellte” haben alle Kreis/Landestage und den Bundestag im Griff. Dazu noch die “Abhängigkeit” der Justiz. Das läppert sich übel zusammen und diejenigen die mit gemacht haben, sehen das wohl auch so

    • Was Sie hier machen wollen, ist ein Repräsentativitäts-Argument, das, wie Sie als Stammleser wissen, bei uns nicht gut angesehen ist, schon weil Repräsentativität ein Mythos ist, wie wir mehrfach gezeigt haben. Aber selbst wenn dem nicht so wäre, basierte Ihr Kommentar doch ausschließlich auf Mutmaßungen, z.B. dass (1) die Teilnehmer der Umfrage ausschließlich über ScienceFiles rekrutiert sind, dass (2) ScienceFilesleser eine homogene Gruppe bilden, die (3) deutlich von der Gesamtbevölkerung abweicht … usw. Drei Annahmen, keine davon belegt.

  9. Neurotoxic says:

    Selbst wenn nur 30% der Wahlberechtigten wählen, werden am Ende die “Wahlsieger” ernannt und die Sitze verteilt. Leere Sitze wird es nicht geben.
    Mir ist auch keine gesetzlich geregelte Prozentzahl für die Wahlbeteiligung, wie z.B. 51% bekannt.

  10. iustus amentia says:

    Ich versuche schon seit Jahren den Begriff die “Besonders-viel-Ahnung-von-überhaupt-Nichts-Haber” aka B90 / die Grünen zu etablieren. Bisher erfolglos. Aber schön zu sehen, dass ich mit dieser Wertung nicht allein dastehe.

    Warum die LINKE weniger schlecht bewertet wird, kann ich mir anhand meiner eigenen Bewertung denken.
    Obwohl mir diese Ideologie spinnefeind ist, kann man der Partei sowie dem Personal eine gewisse Geradlinigkeit hinsichtlich ihrer Positionen, ihrem Handeln und ihren Äußerungen attestieren bzw. Ideologietreue und Konsistenz (es seht links drauf, und das ist auch genau das was man erhält, auch wenn mir das, was man erhält, persönlich nicht zusagt). Das ist eine Eigenschaft, die ich schätze, die ich aber bspw. der FDP nicht attestieren kann. Ganz im Gegenteil.

    Warum trotzdem zur Wahlurne gegangen wird?
    1. Das geringere Übel wählen.
    2. Strategische Wahl.
    3. Aus Prinzip vom Stimmrecht Gebrauch machen.
    4. Gewohnheit.
    5. Sympathie Wahl.
    6. Ideologische Wahl.

    Das sind einige der Gründe, aus denen ich selbst wählen gehe (1, 3, 6) und von denen ich aus erster Hand weiß.

    Von Nichtwählen halte ich im Allgemeinen nichts, da die Nichtgewählten davon sogar noch prozentual profitieren und es einer nicht hinnehmbaren Kapitulationserklärung vor deren Inkompetenz gleichkommt.

    • Werner Fütterer says:

      Wahlmathematik ist sooo einfach:
      Alle Anhänger einer Partei wählen sowieso!
      Alle Nichtwähler erhöhen die Quote der Gewählten!
      Bei 100% Wahlbeteiligung hätte die CDU statt 40% nur 28% erreicht!
      Auch wenn man keine Partei für wählbar hält, sollte man unbedingt wählen,denn anders als beim Nichtwählen sind auch die Stimmen für Randparteien eben nicht verschenkt, sondern senken die Quote der etablierten Parteien!

  11. Dirk Wunderlich says:

    Folgendes Zitat bezieht sich zwar nur auf Odenwälder Kommunalpolitik, dennoch finde ich es zum Thema sehr passend:

    Mühsam und langwierig kreisten die Gemeindevertreter einen Vorschlag der Grünen ein, eine Bürgerinformationsveranstaltung zu der von der Dadina geplanten Neuordnung des Busverkehrs anzuberaumen. Kritik aus der SPD: Man vermittele den Bürgern damit die Illusion, dass sie bei der Planung Mitbestimmungsrechte hätten.

    „Ihr seid doch gegen alles“ (Darmstädter Echo vom 04.03.2016)

  12. Dieser Satz stört mich:

    „Bleibt nur die Frage, warum gehen die Deutschen dennoch zur Wahlurne?“

    … weil er indirekt Nichtwähler erzeugt. Und genau das ist gefährlich.

    Der Grund liegt im völlig undemokratischen deutschen Wahlgesetz. Dieses sieht de facto eine Ignoranz der Nichtwähler vor: die Sitze, welche durch ihre Willensäußerung betroffen sind, bleiben nämlich NICHT leer, sondern werden mit Listenplätzen belegt. Das sind dann Mandatsträger die fast niemand gewählt hat, die aber besonders stramme Parteisoldaten sind.

    Ein weiteres Manko des Wahlgesetzes: das meine Wahlrecht gibt es gar nicht. Kinder z.B. sind natürlich von den politischen Entscheidungen genauso betroffen wie Erwachsene (nur sind sie wehrloser). Ihnen wird aber die Stimme verweigert. Solange die Stimmen von Senilen und Dementen in den Altersheimen z.B. von CDU und SPD massenweise geerntet werden könnte man genauso die Stimmen der Kinder durch deren Eltern ausführen lassen. So ist das aber derzeit mit dem allgemeinen Wahlrecht: Bei einer Homo/Lesben-Partnerschaft haben 100% der Partner eine Stimme. Bei deiner Familie mit drei Kindern nur 40% der Personen. Es ist ein Hohn wenn das GG sagt “Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Staates”. Das Gegenteil ist der Fall.

    Die einzige Lösung: der Wähler muß sich mehr Gedanken machen, was er wählt. Er sollte nicht wählen: Kinderlose, gebrochene und dubiose Berufsausbildungen. Vorbestrafte, Dummschwätzer, Demokratiefeinde, . . .

    Aber er muß wählen gehen, sonst verfestigt und verschlimmert er die herrschenden Zustände.

    Demokratie ist kein eigenstabiler Zustand. Sonst hätte sich diese Staatsform, die auf Gewaltenteilung und den Glauben an Schwarmintelligenz setzt, längst durchgesetzt.
    Diese Herrschaftsform hat sich allerdings historisch nie lange gehalten, weil Herdenblödheit wohl dominiert.

    Meine Hoffnung: in überschaubaren Gesellschaften -wie Dörfern- wird oft der vernünftigste der Kopf der Gemeinschaft. In großen Gesellschaften (Städte, Länder) derjenige, der die “beste Presse hat” und am schönsten von Plakaten lächelt, derzeit eine charakterlich negative Auslese. Siehe http://www.polpro.de/disqual.html . Die Hoffnung ist ein verbesserter Informationsfluss durch das Internet. Was ja manchmal auch als globales Dorf bezeichnet wird. Und hoffentlich für dieselbe Auslesequalität sorgt, wie sie sich in überschaubaren sozialen Gruppen auf natürliche Art und Weise einstellt.

    Die Leser von (z.B.) scienesfiles.org sind entsprechend kritisch. Siehe hiesige Analyse. Leider sind es zu wenige in der Bevölkerung. Zu viele glauben ARD & ZDF als sogenanntes Qualitätsmedium (das krasse Gegenteil ist der Fall) und nutzen ihren PC und das Web nicht als (sehr viel bessere) Info-quelle.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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