Lob des Reichtums: Ungleiche Einkommen und Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig

Die Reichen und die Armen – kein Gegensatzpaar hat mehr Geschichte gemacht. Ein Grund dafür: Karl Marx hat es in seinem historischen Materialismus mit allerlei Macht- und Herrschaftsphantasien gemixt.

Mit dem Motiv der zu reichen und der zu armen gehen sozialistische Parteien seit Jahrhunderten auf Stimmenfang, ohne dass sie daran etwas ändern würden – im Übrigen. Denn verglichen mit dem 19. Jahrhundert als der Sozialismus als politische Heilslehre erfunden wurde, ist der Abstand zwischen Reich und Arm kaum anders geworden – trotz sozialistischer Regierungs-Parteien.

Und das ist gut so, denn Reiche und Arme, ungleiche Einkommen, ungleiches Vermögen sind für Gesellschaften überlebenswichtig. Dass es Reiche gibt, gilt denen, die gerne reich wären, als Motivation für eigene Leistung mit dem Ziel, auch reich zu werden. In kapitalistischen und funktionierenden Gesellschaften ist dies möglich. In sozialistischen Gesellschaften ist es regelmäßig so, dass man erhält, ohne etwas zu leisten und dass die, die dennoch leisten wollen, einen Punkt erreichen, ab dem ihre Bereitschaft, andere durchzufüttern, ausgeschöpft ist. Das ist dann in der Regel der Moment, ab dem sozialistische System zum Mittel des Terrors greifen und Mauern um ihr Staatsgebiet bauen.

Von unngleicher Einkommens- und Vermögensverteilung, von Luxus gehen noch weitere positive Effekte aus, wie Ludwig von Mises in seinem 1927 in Jena erschienenen Buch „Liberalismus“ schreibt. Sein Argument in kurz: Alle Massenwaren haben einmal als Luxus von Reichen angefangen. Nimmt man den Reichen das Geld, um im Luxus zu leben, dann hat dies unabersehbare Folgen für die Fähigkeit und Willigkeit der Mitglieder einer Gesellschaft, innovative Güter zu produzieren.

Von Mises hat das in der ihm eigenen Kürze und mit Beispielen versehen, auf den Seiten 27 bis 29 von „Liberalismus“ argumentiert. Das Argument ist bis heute nicht widerlegt. Im Gegenteil, es wird ständig durch das Versagen sozialistischer Systeme aufs Neue bestätigt, so dass man feststellen muss, dass sozialistische Projekte der Umverteilung von Einkommen und Vermögen zu den Sargnägeln moderner Gesellschaften gehören.

 

Vorlesetag: Mit W.I. Lenin „Parasiten“ erschießen und Judensterne erfinden

Da heute Vorlesetag ist, haben wir auch einen Text herausgesucht, den wir vorlesen, also vorschreiben, nein zum Lesen vorschlagen. Nicht als ganzes, dazu ist der Text zu tröge, zu weitschweifig und letztlich zu dumm, aber in Teilen, in Teilen, die zeigen, wie eng Sozialismus, Hass, Mordlust, ein Welt, die in Unter- und Herrenmenschen eingeteilt ist, verflochten sind.

Der Text: „Wie soll man den Wettbewerb organisieren?“, den Wladimir Iljitsch Lenin passender Weise über Weihnachten 1917 geschrieben hat, lässt keine Zweifel daran übrig, wie mit denen, die Lenin zu Parasiten erklärt, zu verfahren ist. Er zeigt, wie Sozialisten sich der Figur der „Armen“ bzw. „der armen Familien“ bedienen, um ihre Mordlust zu legitimieren und wie sie Wettbewerb für sich umdefinieren, zu einem Wettbewerb darüber, welche Kommune, welcher Sowjet, welcher Deputierte die beste Methode findet, um die von Lenin zu Parasiten erklärten Menschen loszuwerden. Für Lenin ist das Rechnungsführung.

Wer heute über Hate Speech schwadroniert, sollte deren Ursprünge in den Urwerken des Sozialismus kennen, und sie vorlesen, damit nicht vergessen wird, wie eng Sozialismus und Nationalsozialismus nicht nur im Begriff, sondern im Geiste verwandt sind. Selbst der Judenstern ist keine wirklich originäre Erfindung der Nazis. Lenin hat das Prinzip bereits 1917 vorweggenommen.

Lassen wir Wladimir Iljitsch selbst zu Wort kommen:

„Die Reichen und die Gauner – das sind zwei Seiten ein und derselben Medaille, zwei Hauptarten von Parasiten, die der Kapitalismus großgezogen hat, sie sind die Hauptfeinde des Sozialismus; diese Feinde müssen unter die besondere Aufsicht der ganzen Bevölkerung gestellt werden; gegen sie muß rücksichtslos vorgegangen werden, sobald sie die Regeln und Gesetze der sozialistischen Gesellschaft auch nur im geringsten übertreten. Jede Schwäche, jedes Schwanken, jede Sentimentalität in dieser Hinsicht wäre das größte Verbrechen am Sozialismus. Um die sozialistische Gesellschaft vor diesen Parasiten zu sichern, muß man eine allgemeine, von Millionen und aber Millionen Arbeitern und Bauern freiwillig, energisch, mit revolutionärem Enthusiasmus unterstützte Rechnungsführung und Kontrolle über die Menge der Arbeit, die Produktion und die Verteilung der Produkte organisieren.

[…]

Tausenderlei Formen und Methoden der praktischen Rechnungsführung und Kontrolle über die Reichen, über die Gauner und Müßiggänger müssen von den Kommunen selbst, von den kleinen Zellen in Stadt und Land ausgearbeitet und in der Praxis erprobt werden. Mannigfaltigkeit ist hier eine Bürgschaft für Lebensfähigkeit, Gewähr für die Erreichung des gemeinsamen, einheitlichen Ziels: der Säuberung der russischen Erde von allem Ungeziefer, von den Flöhen – den Gaunern, von den Wanzen – den Reichen usw. usf. An einem Ort wird man zehn Reiche, ein Dutzend Gauner, ein halbes Dutzend Arbeiter, die sich vor der Arbeit drücken (ebenso flegelhaft wie viele Setzer in Petrograd, besonders in den Parteidruckereien), ins Gefängnis stecken. An einem anderen Ort wird man sie die Klosetts reinigen lassen. An einem dritten Ort wird man ihnen nach Abbüßung ihrer Freiheitsstrafe gelbe Pässe aushändigen, damit das ganze Volk sie bis zu ihrer Besserung als schädliche Elemente, überwache. An einem vierten Ort wird man einen von zehn, die sich des Parasitentums schuldig machen, auf der Stelle erschießen. An einem fünften Ort wird man eine Kombination verschiedener Mittel ersinnen und zum Beispiel durch eine bedingte Freilassung eine rasche Besserung jener Elemente unter den Reichen, den bürgerlichen Intellektuellen, den Gaunern und Rowdys erzielen, die der Besserung fähig sind. Je mannigfaltiger, desto besser, desto reicher wird die allgemeine Erfahrung sein, desto sicherer und rascher wird der Erfolg des Sozialismus sein, desto leichter wird die Praxis — denn nur die Praxis ist dazu imstande.

[…]

In welcher Kommune, in welchem Viertel einer großen Stadt, in welcher Fabrik, in welchem Dorf gibt es keine Hungernden, keine Arbeitslosen, keine reichen Müßiggänger, keine Halunken, Lakaien der Bourgeoisie, Saboteure, die sich Intellektuelle nennen? Wo ist mehr getan worden für die Steigerung der Produktivität der Arbeit, für den Bau neuer guter Häuser für die Armen, für ihre Unterbringung in den Häusern der Reichen, für die regelmäßige Versorgung jedes Kindes armer Familien mit einer Flasche Milch? Das sind die Fragen, um die sich der Wettbewerb der Kommunen, der Gemeinden, der Konsum- und Produktivvereine und -genossenschaften, der Sowjets der Arbeiter-, Soldaten- und Bauerndeputierten entfalten muß.“

W.I. Lenin (1917). Wie soll man den Wettbewerb organisieren?

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Das Problem mit der Denunziation oder: Warum Denunzianten keine Preise erhalten dürfen

Nachdem die Feierlichkeiten zu Ehren einer 15jährigen, deren Verdienst darin besteht, einen Mitschüler bei der Polizei wegen Volksverhetzung angezeigt zu haben, hoffentlich zuende sind, nachdem das limbische System in vielen Gehirnen, die obwohl Zugehörigkeit zum homo sapiens reklamierend, dennoch den Eindruck vermitteln, die Entwicklung des präfrontalen Cortex und damit des rationalen Denkens, sei bei Ihnen entweder im Anfangsstadium stecken geblieben oder in einen von Neuronen gemiedenen Hirnlappen gemündet, können wir uns nun vielleicht dem Zuwenden, was mit Denunziationen verbunden ist: Die Zerstörung des Zusammenlebens in einer Gesellschaft.

Denn mit Denunziation verbinden sich vor allem die folgenden drei Probleme:

Wenn man Hitler 1923 denunziert hat, dann konnte man damit rechnen, von Staatstreuen und Kommunisten gefeiert zu werden. Wenn man ihn 1934 denunziert hat, konnte man damit rechnen, ein Ende in einem Konzentrationslager zu finden.

Das ist eines der Probleme, die sich mit Denunziation verbinden.

Denunziation ist ein asymmetrisches Verhalten. Jemand, der das Vertrauen aufgebracht hat, sich in Gegenwart eines Anderen zu äußern, wir von diesem Anderen hinter dessen Rücken an eine Staatsmacht, die gerade das Gewaltmonopol beansprucht z.B. die Gestapo, die Polizei, die Stasi oder den NKWD verraten.

Es gibt in dem von Lawrence Rees verfassten Buch „The Nazis, A Warning from History“ eine Geschichte über eine mittlerweile betagte Frau, die im Dritten Reich eine Nachbarin bei der Gestapo denunziert hat. Rees zitiert aus den Akten: „Ilse Sonja Totzke is a resident next door to us in a garden cottage. I noticed the above-named because she is of Jewish appearance…. I should like to mention that Miss Totzke never responds to the German Greeting [Heil Hitler]. I gathered from what she was saying that her attitude was anti-German. On the contrary she always favoured France and the Jews. Among other things she told me that the German Army was not as well equipped as the French … Now and then a woman of about 36 years old comes and she is of Jewish appearance … To my mind, Miss Totzke is behaving suspiciously. I thought she might be engaged in some kind of activity which is harmful to the German Reich”.

Die Denunziantin in diesem Fall war Resi Kraus aus Würzburg. Wie man sieht, reicht ein jüdisches Aussehen, das Nichtzeigen des deutschen Grußes und der Besuch einer weiteren Person, jüdischen Aussehens, um Verdacht zu schöpfen und eine Denunziation zu begehen.

Von diesem Beispiel kommt man schnell zum nächsten Problem, das sich mit Denunziation verbindet. Denunziation ist eine Tätigkeit, bei der sich der Denunziant einen Nutzen davon verspricht, dass er den Denunzierten bei der Obrigkeit oder einer Staatssmacht anschwärzt. Der Nutzen kann einerseits in der Genugtuung bestehen, demjenigen, den man denunziert hat, geschadet zu haben oder in direkten Belohnungen, wie sie zwischen Stasi-Führungsoffizier und IMs wie z.B. Annetta Kahane vergeben wurden.

Der Erfolg der Anbiederung eines Denunzianten bei der Obrigkeit hängt natürlich vom Inhalt an, den er denunziert. D.h. man kann die Tätigkeit der Denunziation formal fassen, wie wir das gerade getan haben. Diese formale Struktur ist konstant. Sie verbindet die Denunzianten des Dritten Reiches, der Sowjetunion, der DDR mit heutigen Denunzianten. Was sich unterscheidet ist der Inhalt. Mit Anspielungen auf die Homosexualität der Nachbarin und deren „jüdischem Aussehen“ konnte man im Dritten Reich erfolgreich denunzieren. Heute muss man umgekehrt, Menschen wegen eines vermeintlichen Hasses auf Homosexuelle oder Juden und ihres vermeintlich „rechtsextremen Aussehens oder Outfits“ denunzieren. Und weil sich Inhalte ändern, kann man als Denunziant nicht sicher sein, dass das heutige Lob nicht schon morgen aus der Erinnerung der ehemaligen Opfer zu einem Tadel wird, der sich gewaschen hat. “Times – they are changing”, so hat schon Bob Dylan gewusst.

Es gäbe also ein rationales Argument, das jeden Möchtegern-Denunzianten von einer Denunziation abhalten müsste, denn man kann nicht sicher sein, das die Inhalte, mit denen man sich heute bei der Obrigkeit einschleimen kann, morgen noch gültig sind bzw. nicht morgen schon eine Wirkung in die andere Richtung entfalten. Ein Blick nach Zimbabwe, wo derzeit diejenigen, die sich bei Robert Mugabe eingeschleimt haben, zittern, sollte reichen, um jeden von einem Vorhaben der Denunziation abzubringen.

Es gibt aber einen wichtigeren und vielleicht moralisch integeren Grund, warum man seine Finger von Denunziation lassen sollte. Gesellschaften basieren auf Kooperation. Ist man z.B. als Bürger mit einem totalitären System konfrontiert, dann kann man nur dann Widerstand organisieren, wenn man denen, mit denen man gemeinsam Widerstand leisten will, trauen kann. Es ist also im Interesse einer totalitären Staatsmacht, Misstrauen unter ihren Bürgern zu säen. Die DDR hat dieses Mechanismus’ bedient und es zeitweilig geschafft, dass DDR-Bürger sich nicht vorbehaltlos begegnet sind. Man musste erst eine lange Phase der Vertrauensbildung durchlaufen, ehe offenere Gespräche möglich waren und nicht einmal dann war man vor den IMs der Stasi sicher.

Staaten, die Widerstand durch ihre Bürger vorbeugen wollen, werden darauf hinarbeiten, ihre Bevölkerung in Gruppen zu teilen, die sich gegenseitig bekämpfen, die nicht miteinander sprechen, die Gute in Böse teilen und auf der Grundlage, dass es vom Staat und den ihn tragenden Nutznießern askribierte Gute gibt, Denunziation ermutigen. Wir sehen diese Entwicklung heute in vielfältiger Weise. Gesellschaftliche Gruppen werden mit Steuergeldern die Bundesministerien in großen Beträgen ausgeben, einerseits viktimisiert, das sind die Guten, andererseits kriminalisiert, das sind die Bösen. Auf diese Weise wird nicht nur darauf hingewirkt, dass ein Riss die Gesellschaft durchzieht, der damit einhergeht, dass Bürger untereinander feindlich sind, nur deshalb, weil sie unterschiedliche politische Einstellungen haben, es soll auch verhindert werden, dass Kooperation unter Bürgern stattfindet, die sich gegen kontrollierende Maßnahmen des Staates richtet.

Da, wo Solidarität von Bürgern gegen Zwangsmaßnahmen des Staates notwendig wäre, gegen die Eingriffe in bürgerliche Freiheiten, wie sie über Bildungspläne in Schulen erfolgen, gegen Zwangsgebühren für Leistungen, die viele nicht wollen, wird diese Solidarität durch die Teilung der Bevölkerung in Gute und Böse erschwert. Und wie immer hat der Staat Helfer, die dumm genug sind, diesen Mechanismus nicht zu durchschauen, Helfer, die Zwietracht säen, die für totalitäre Systeme so wichtig ist, Helfer die Bürger aufrufen, andere zu denunzieren, die dazu aufrufen, Meinungen, die nicht in den Kanon offiziell geduldeter Meinungen fallen, zur Anzeige zu bringen, Handreichungen bereit stellen, um missliebige Bürger mundtot zu machen, beruflich zu behindern oder auf eine andere Weise zum Schweigen zu bringen und zu guter letzt Helfer, die Preise ausloben, die an Denunzianten vergeben werden.

Wer es gut findet, Denunziation zu belohnen, der muss qua definitionem Anhänger eines totalitären Systems sein. Wäre er es nicht, es würde ihn erschrecken, dass Meinungs-Konflikte zwischen Individuen, zwischen Schülern in diesem Fall, auf eine Weise bewusst eskaliert werden, die Zwietracht zwischen Individuen sät und eine wirksame Gegenwehr gegen einen Staat, der immer tiefer in die persönliche Freiheit eindringt und immer mehr Rechte von Bürgern außer Kraft setzt, erschwert.

Auch dazu haben wir eine kleine Geschichte, die uns ein Leser zugeschickt hat. Es ist seine eigene Erfahrung, die er gemacht hat, als er noch Schüler in der damals noch existenten DDR war.

“Meine Geschichte ist folgende: Meine Schwester, 9 Jahre älter als ich, ist zu Zeiten des Kalten Krieges in den Westen abgehauen. Es war das Jahr 1982. Meine Eltern waren schon immer sehr Anti-Zone, mein Vater mit Doppeldiplom als Maschinenbauingenieur sollte in die Partei eintreten, damit er “Abteilungsleiter” werden kann. Hat er abgelehnt!, und mein Bruder und ich wurden eines Tages von meinen Eltern in meinem Zimmer zur Seite genommen und meine Mutter heulend: C. ist in den Westen abgehauen. Wir waren alle verzeifelt… es war doch unsere große geliebte Schwester!

Das als kurze Vorgeschichte.

Ich war schon immer sehr opportun in der Zone, war in der Punkszene etc… 1984 wurde eine Abschlussreise für die ganze Klasse nach Ungarn geplant. Dass meine Schwester in den Westen abgehauen ist, war schon lange kein Geheimnis mehr. Jedenfalls sagte ich mal so lapidar im “Klassenverbund”: “Da kann ich mich in Budapest ja mit meiner Schwester treffen!”.

Es war einfach nur so daher gesagt. Was kam war: Eine Woche später, es war ein Wochenende, meine Eltern waren auf der “Datsche”, klingelte es an unserer Wohnungstür. Ein Typ stand da und bat um Einlass.. es ginge um eine Aussage, die ich getätigt hatte. Ich war da noch sehr naiv, 16, und mir wurde Angst und Bange. Er befragte mich, wie gesagt OHNE, DASS MEINE ELTERN DABEI WAREN!!!!, wie ich das mit meiner Schwester gemeint hatte. Ich kann das nicht mehr genau nachvollziehen, aber Fakt war, dass mich da jemand verpfiffen hat. Ich weiß heute natürlich WER es war, und es war auch ein Mädchen.

Das Ende vom Lied war, dass ich wirklich am Boden zerstört war, komplett den Glauben an meine Klassenkameraden verloren hatte. Aber ich durfte zur Klassenfahrt mit, da ich dem Stasi-Heini glaubhaft und eingeschüchtert gesagt habe, dass es nur ein “Scherz” war. Also so ganz genau habe ich das sicher nicht gesagt, ich war einfach nur baff.”

Vielleicht kommt ja so mancher, der es gewohnt ist, nur sein limbisches System zu nutzen und das Denken entsprechend zu unterlassen, aus diesem Gefühls-Ghetto heraus und in der Welt des rationalen Denkens und im präfrontalen Kortex an.

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“Erfolgsgeschichte”: Eine halbe Milliarde Euro für Männerdiskriminierung und Betrug

Wer regiert eigentlich derzeit in Berlin? Reagiert überhaupt jemand. Wie dem auch sei, die kleinen Fürsten auf den Positionen in den Ministerien, auf die sie von ihrer Partei gehievt wurden, machen schon einmal Nägel mit Köpfen und nutzen das Interregnum weidlich aus.

So hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern gerade beschlossen, weitere 200 Millionen Euro in das Professorinnenprogramm zu stecken um auch nunmehr bis zunächst 2022 die Diskriminierung männlicher Bewerber auf Professuren fortzusetzen. In den zurückliegenden Jahren wurden jeweils 150 Millionen Euro in zwei Phasen von 2008 bis 2012 und von 2013 bis 2017 verschwendet, um minder geeigneten weiblichen Bewerbern einen Vorteil vor männlicher Konkurrenz zu verschaffen. Nun sollen für die dritte Phase von 2018 bis 2022 gleich 200 Millionen Euro verschwendet werden. Das haben die Kultusminister der Länder und das BMBF beschlossen. Auf Grundlage welcher demokratischen Legitimation dies erfolgt ist, kann man nur mutmaßen, wobei die Mutmaßung als sogenannter „educated guess“ gelten kann, denn so wie niemand je die Bürger gefragt hat, ob sie die dauerhafte Diskriminierung männlicher Bewerber an Hochschulen befürworten, so hat sie auch nie jemand gefragt, ob sie mit der Durchsetzung des Gender-Trashs im Rahmen von Gender Mainstreaming einverstanden sind.

Zurück zum Professorinnenprogramm, das seit 2008 deutsche Hochschulen mit einer Mischung aus Zuckerbrot und Peitsche zur Gefügigkeit zwingt. Die Peitsche wird von den Kultusministerien der Länder in Form finanzieller Kürzungen benutzt, um Hochschulen so verzweifelt nach Finanzmitteln Ausschau halten zu lassen, dass sie bereit sind, selbst Gender-Trash an ihren Hochschulen zu dulden. Sind sie erst bereit, dann dürfen sie als Belohnung bis zu drei und in der neuen Phase, wenn sie sich als besonders erfolgreiche Andiener ausgewiesen haben, bis zu vier neue Professuren einrichten.

Nur für weibliche Bewerber, versteht sich.

Eigentlich ist es ja verboten, Ausschreibungen nur für weibliche Bewerber zu erstellen. § 1 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz und § 2 schließen dies aus:

§ 1: Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.

§ 2, Abs. 1, Satz 1
(1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
1. die Bedingungen, einschließlich Auswahlkriterien und Einstellungsbedingungen, für den Zugang zu unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit, unabhängig von Tätigkeitsfeld und beruflicher Position, sowie für den beruflichen Aufstieg,

Eigentlich ist es also gar nicht möglich, die halbe Milliarde Euro vornehmlich darauf zu verwenden, weibliche Bewerber auf Professuren zu berufen, die es nur dann gibt, wenn ein weiblicher Bewerber berufen wird. Deshalb wurde im Rahmen des Professorinnenprogramms die arglistige Täuschung perfektioniert, und zwar dadurch, dass

  • sich Ausschreibungen für Professuren generell an beide Geschlechter richten,
  • der Ausschreibungstext aber in der Regel einen Zusatz enthält, der die Einrichtung der Professur und damit die Besetzung der Stelle vorbehaltlich einer Förderung durch das Professorinnenprogramm macht.

D.h. männliche Bewerber werden arglistig darüber getäuscht, dass sie in keinem Fall eine Chance haben, auf eine Stelle, deren Ausschreibung sich an beide Geschlechter richtet (um mit dem AGG konform zu sein), berufen zu werden, denn wenn sie sich als bester Bewerber herausstellen sollten, dann gibt es die Stelle, auf die sie berufen werden müssten, nicht. Die Stelle gibt es nur, wenn ein weiblicher Bewerber berufen wird. Was wird wohl bei Berufungsverfahren herauskommen, bei denen im Vorhinein klar ist, dass es die Professur, die besetzt werden soll, nur dann geben wird, wenn ein weiblicher Bewerber gefunden wird, unabhängig davon, ob dies der beste Bewerber ist oder nicht?

Man muss wirklich nicht viel Gehirnschmalz einsetzen, um zu wissen, dass derartige Berufungsverfahren nicht fair sind, dass männliche Bewerber arglistig getäuscht und missbraucht werden und man muss sich wundern, dass die Mitglieder von Berufungskommissionen, die sich an einem derartigen Betrug beteiligen, noch der Ansicht sein können, sie hätten irgend eine Form moralischer Integrität. Man muss sich wundern, dass sie morgens noch ihrem Konterfei im Spiegel begegnen können.

Der Betrug an männlichen Bewerbern im Rahmen des Professorinnenprogramms wird also seit 2008 betrieben. Zwischenzeitlich wurden mehr als 500 Professuren mit weiblichen Bewerbern besetzt, von denen man sicher sein kann, dass bei ihnen moralische Integrität ebenso wenig vorhanden ist wie wissenschaftliche Kompetenz. Hätten sie Letztere, sie hätten sich auch im Rahmen eines fairen Berufungsverfahren durchsetzen können, dass sie keinen Anstoß daran genommen haben, im Rahmen des Professorinnenprogramms und somit mit dem Menetekel eben nicht der Beste unter den Bewerbern gewesen zu sein, berufen zu werden, zeigt deutlich, dass keine moralische Integrität vorhanden ist.

Wir fragen uns nun schon seit mehreren Jahren, was für eine Art domestizierte Dackel diejenigen männlichen Bewerber sein müssen, die sich damit abfinden, dass man sie eben einmal um Zeit und Geld geprellt hat, um den Anschein eines fairen Berufungsverfahrens zu wahren. Dass bislang 500 Professuren im Rahmen des Professorinnenprogramms besetzt wurden, auf die sich grob geschätzt 2.500 männliche Bewerber beworben haben, die ohne jede Chance auf die Stelle waren, noch bevor sie ihre Unterlagen eingereicht haben, zeigt, dass die Art des domestizierten Dackels, der Männchen macht, sich missbrauchen lässt und sich dann, nachdem er missbraucht wurde, trollt, unter männlichen Akademikern nicht selten ist.

Insofern können wir den Zynismus, den diejenigen, die das Professorinnenprogramm nun in seine dritte Phase hieven und weitere 200 Millionen Euro ausgeben, um Dackel zu domestizieren und Männchen machen zu lassen, während sie diskriminiert und betrogen werden, fast verstehen. So heißt es in der Pressemeldung der „Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz“:

„Eine Erfolgsschichte geht weiter: Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat die Fortführung des Professorinnenprogramm bis 2022 beschlossen. Bereits im Juni 2017 hat die GWK sich grundsätzlich für die Fortführung des seit 2008 von Bund und Ländern gemeinsam geförderten Programms ausgesprochen, heute wurde die bis 2022 laufende dritte Runde endgültig beschlossen.“

In der selben Weise wird auch die Mafia ihr Programm zum Schutz von Restaurantbesitzern vor den Übergriffen durch die Mafia feiern, und beschließen, das Programm nun auch auf Teile Norditaliens auszuweiten.

Solange es niemanden stört, dass Betrug zur Normalität erhoben wird, solange kann man Programme der Diskriminierung zu Erfolgsgeschichten umdeuten und damit fortfahren, Hochschulen zu erpressen. Wie oben beschrieben, sind Letztere in der Regel an finanziellen Mitteln knapp. Deshalb haben sich viele Hochschulen an das Professorinnenprogramm verkauft, das ihnen die Finanzierung von Professuren schenkt, wenn sie bereit sind, ein paar Bedingungen zu erfüllen.

Die Hochschulen müssen nur ein Gleichstellungskonzept erlassen, müssen die GWK davon überzeugen, dass sie Musterschüler des Genderismus geworden sind, so wie Hochschulen, die im Dritten Reich bestehen wollten, ein paar Zugeständnisse an die Ideologie der Nazis machen mussten, um Mittel zu erhalten oder in der DDR den Marxismus-Leninismus zur Doktrin erheben mussten oder in der Sowjetunion in allen Bereichen des Hochschullebens implementieren mussten, so muss man eben in Deutschland heute ein Gleichstellungskonzept vorlegen – auch wenn Gleichstellung niemals als Konzept diskutiert, geschweige denn in demokratischer Abstimmung als unterstützenswert ausgewiesen wurde (Man kann es nicht oft genug sagen).

Gefällt das Gleichstellungskonzept, dann bekommt die willfährige Hochschule als Belohnung die finanziellen Mittel, um ein paar Professuren auszuschreiben und ausschließlich mit weiblichen Bewerbern zu besetzen. Besondere Musterschüler unter den Hochschulen, also Hochschulen, die im Dritten Reich vom Führer persönlich besucht worden wären oder die eine Büste von Joseph Stalin in ihrem Auditorium Maximum hätten aufstellen dürfen, bekommen in der nun eingeläuteten dritten Phase des Professorinnenprogramms eine vierte Professur, mit der sie sich als besonders erfolgreich im Anbiedern an politische Vorgaben und besonders erfolgreich im Täuschen männlicher Bewerber auszeichnen können. So ist das im Totalitarismus.

Die “Erfolgsgeschichte” geht weiter. Das Schweigen der domestizierten Dackel auch.

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Amadeu-Antonios-Trolle? Stasi-IMs von Steuerzahlern finanziert bei Twitter?

Derzeit erhalten wir von etlichen Lesern Hinweise darauf, dass ein Nutzer von Twitter, der sich vor allem dadurch auszeichnet, dass er als eine Form Twitter-Blockwart unterwegs ist, in einer Weise, die an inoffizielle Mitarbeiter der Stasi (IM) erinnert, und der Tweets wie die folgenden verbreitet, eine Anbidnung an die Amadeu-Antonio-Stiftung haben soll:

Es geht hier ausschließlich um Denunziation oder Diskreditieren oder Beschimpfung oder emotionale Onanie. Es gibt kein Argument. Es wird kein Zusammenhang hergestellt. Die Vorgehensweise folgt dem, was wir vor einiger Zeit über die Stasi-Methode der Zersetzung geschrieben haben, die bei der Stasi sehr beliebt war, um Systemgegner zu zersetzen, also zu zerstören.

Der digitale Fussabdruck, den Michael aka @Mika4711 hinterlässt, ist der eines Agent Provocateur. Sein Beitrag besteht regelmäßig nur darin, dadurch zu provozieren, dass er Bewertungen darüber abgibt, wie sie ihm erscheinen, was sie schreiben, wie sie sich äußern. So stellt man sich einen Helfershelfer der Stasi vor, der seine Beobachtungen über das Verhalten Dritter an seinen Führungsoffizier meldet.

Für Mika4711 soll dieser Führungsoffizier bei der Amadeu-Antonio-Stiftung sitzen. Ein Screenshot soll ihn als Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung ausweisen.

Dieser Screenshot.

Wir wissen nicht, ob dieser Screenshot generisch ist oder das Ergebnis einer geschickten Fälschung. Aber wir wissen, dass die Selbstdarstellung und Online-Handlungen von Mika4711 dem Profil eines inoffiziellen Mitarbeiters entspricht, wie es es früher bei der Stasi gegeben hat. Aus der Anonymität heraus werden Dritte überwacht und vermutlich auch, wie der erste Tweet, den wir oben wiedergegeben haben, nahelegt, denunziert oder wie es bei denen, die so gerne andere ausspionieren und es gleichzeitig fertigbringen, sich moralisch überlegen zu fühlen, heißt: (bei der Obrigkeit) gemeldet – ganz in der Tradition autoritärer Persönlichkeiten. Zudem scheint er keiner Arbeit außerhalb von Twitter nachzugehen und außer der Zeit, die man für Schlaf abziehen muss, fast pausenlos im Einsatz zu sein. Das macht niemand, der nicht entweder manisch ist oder dafür bezahlt wird.

Wie gesagt, wir haben nur den Beleg, der derzeit durch Twitter geht und unsere Erfahrungswerte, die dafür sprechen, dass stimmt, was behauptet wird, dass Mika4711 ein Angestellter der Amadeu-Antionio-Stiftung ist, der versucht, sich an der Meinungs-Inquisition auf Twitter zu beteiligen.

Wir haben, weil wir nicht sicher sind, die Amadeu-Antonio-Stiftung um eine Stellungnahme gebeten.

Die Stellungnahme ist im öffentlichen Interesse, den träfe zu, was man derzeit mutmaßen muss, dann würden ein oder zwei deutsche Ministerien, nämlich das BMFSFJ und das BMJ, belegbar direkt in die Fußstapfen von Erich Mielke und seinem Ministerium für Staatssicherheit treten. Wieder einmal würden Steuergelder dafür eingesetzt, um Handlanger, inoffizielle Mitarbeiter zu finanzieren, deren Aufgabe darin besteht, Bürger zu überwachen und an ihren Führungsoffizier zu melden. Der Verdacht, dass Steuergelder eingesetzt werden, um Steuerzahler durch inoffizielle Mitarbeiter überwachen zu lassen, ist zu gravierend, als dass man ihn einfach ad acta legen könnte.

Ob und wenn ja welche Antwort wir von der Amadeu-Antonio-Stiftung auf die folgenden Fragen erhalten – unsere Leser werden es erfahren.

Hier die Fragen:

  • Ist der Twitter-Account “@Mika4711” [Michael] bei der Amadeu-Antonio-Stiftung bekannt?
    • Wenn ja: In welchem Zusammenhang ist er bekannt?
    • Wenn ja: Wie werden die Aktivitäten von @Mika4711 [Michael] auf Twitter von der Amadeu-Antonio-Stiftung bewertet?
  • Ist der Screenshot, auf dem @Mika4711 [Michael] als Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung erkennbar ist, gefälscht?
    • Wenn ja: Woran machen Sie die Ansicht, dass es sich um eine Fälschung handelt, fest?
  • Ist oder war @Mika4711 [Michael] ein Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung?
  • Ist oder war @Mika4711 [Michael] ein über ein Projekt, das die Amadeu-Antonio-Stiftung finanziert, finanzierter Mitarbeiter?
  • Ist man bei der Amadeu-Antonio-Stiftung bereit zu erklären, dass @Mika4711 [Michael] den Mitarbeitern unbekannt ist, nie Mitarbeiter der Amadeu-Antonio-Stiftung war und auch von keiner anderen Organisation, die von der Amadeu-Antonio-Stiftung finanziert wird, angestellt ist?
  • Ist man bei der Amadeu-Antonio-Stiftung bereit zu erklären, dass keine Mitarbeiter der Stiftung oder von der Stiftung finanzierter Projekte im Internet Accounts unterhalten, die dazu dienen, die Kommunikation Dritter zu beobachten, zu kommentieren oder zu melden?
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