Für Geld tun sie alles: Vermeintliche Wissenschaftler verunglimpfen lokale Tageszeitung

Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, das „suggerieren“ will, es sei ein wissenschaftliches Institut, sollte sich in Duisburger Institut für Scharlatanerie und Schmutzbewerfung umbenennen.


DISS Rundblick UNNA2Zu diesem Ergebnis sind wir gekommen, nachdem wir den „Sagbarkeitsraum“, wie ihn Regina Wamper und Christine Habermann auf den rund 20 Seiten einer „diskursanalytisch geleiteten Analyse ausgewählter Artikel“ aus dem Rundblick Unna konstituieren, unsererseits diskursanalytisch geleitet analysiert haben. Dabei sind wir wie Wamper und Habermann von „durch Zeit und Raum“ fließenden Diskursen ausgegangen, die „sich in unterschiedliche Diskursstränge aufschlüsseln“, die wiederum „Diskursfragmente“ zu einem „bestimmten einheitlichen Thema“ umfassen, wobei sich Diskursstränge auch verschränken können, und zwar mit dem Ziel, die „Atome des Diskurses“ zu identifizieren und zu einem umfassenden und abschließenden Urteil zu kommen. Das Urteil lautet: Das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung sollte sich in Duisburger Institut für Scharlatanerie und Schmutzbewerfung umbenennen. Denn mit Sprachforschung, Sozialforschung geschweige denn mit Wissenschaft hat das, was als „diskursanalytisch geleitete Analyse“ aus dem DISS (Duisburger Schmutz von Scharlatanen) kommt, nichts zu tun.

Der Rundblick Unna, ein monatliches E-Paper, das auch in Haushalten verteilt wird, auf Facebook und Twitter präsent ist, dieser Rundblick, der täglich 10 bis 20 Beiträge veröffentlicht, die (fast) alle einen lokalen Bezug aufweisen und von denen viele „auf Grundlage von Polizeimeldungen verfasst“ sind, er ist Stein des Anstoßes in Unna und Umgebung. Angestoßen, am Rundblick, haben sich wohl Besorgte der Evangelischen Gewaltakademie in Schwert, die wiederum von anderen Besorgten ergänzt wurden, so dass die Kosten der nicht einmal 20 Seiten umfassenden „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ gedeckt waren (nach normaler Rechnung um die 20.000 Euro). Die Sorgen der Besorgten richteten sich auf die Art und Weise der Berichterstattung im Unnaer Rundblick. Besonders 10 Artikel aus dem Unnaer Rundblick, also wohlwollend ein Tageswerk, haben die Sorge der Besorgten erregt, weshalb sie just diese 10 Beiträge an das DISS weitergeleitet haben, um dort eine „diskursanalytisch geleitete Analyse“ mit gewissem Ergebnis zu bestellen.

DISS Rundblick UNNADas Erstaunliche an der Geschichte: Die Besorgten haben tatsächlich mit Regina Wampe und Christina Habermann zwei Mitarbeiter des DISS gefunden, die bereit waren, allen Schein von Wissenschaftlichkeit, den das DISS sonst mit großer Sorgfalt inszeniert, fallen zu lassen und sich zum Handlanger einer Kampagne, einer Ver-Leumdungs-Kampagne gegen den Unnaer Rundblick zu machen.

Und damit ist die wissenschaftliche Betrachtung der „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ aus dem DISS bereits am Ende, denn die „diskursanalytisch geleitete Analyse“ mag diskursanalytisch geleitet sein aber sie ist eines mit Sicherheit nicht: Wissenschaft.


Wer hätte je von einem Wissenschaftler gehört, der genau das erforscht, was ihm von einem Auftraggeber vorgegeben wird und dabei zu dem just dem Ergebnis kommt, das gewünscht war? Von einem solchen Wissenschaftler kann schon deshalb niemand gehört haben, weil Wissenschaft sich durch eine Methode auszeichnet, die die Auswahl der Daten, auf deren Grundlage Wissenschaft betrieben wird, umfasst. Seit sich die Wissenschaft von der Kirche losgesagt hat, umfasst der Erkenntnisgegenstand von Wissenschaft mehr als die bibelgetreue Analyse dessen, was von Kirchenoberen als statthafter Gegenstand der Betätigung angesehen wird. Wampe und Habermann vom DISS in Duisburg wollen offensichtlich zurück, in diese Vor-Aufklärung als noch genau festgelegt war, was richtig, gut und was vor allem falsch ist.

Das vollständige Fehlen einer wissenschaftlichen Methode in ihrer „diskursanalystisch geleiteten Analyse ausgewählter Artikel“ spricht ebenso für diesen Wunsch wie die Tatsache, dass Wampe und Habermann’s Analyse ausschließlich darin besteht, Abweichungen der Berichterstattung des Unnaer Rundblicks von einem als richtig und gut vorgegebenen Wertkanon zu identifizieren.

Die Liste der Abweichungen von dem, was Wampe und Habermann für richtig und gut halten, die Anklageschrift, sie umfasst u.a. die folgenden Punkte: die „Zusammenarbeit mit Behörden wird [im Unnaer Rundblick] positiv hervorgehoben“, von „einer AfD-Veranstaltung“ wird berichtet, von einem „mutigen Traditionsunternehmer“ geschrieben, Gruppenbezeichnungen werden aus „dem Polizeijargon übernommen“, die AfD wird nicht als extremistisch bezeichnet, sondern als „‘normale Partei‘, ‚normaler Bürger‘, die „Boulevardzeitung BILD als Quelle“ benutzt, die etablierte Presse als „tendenziös“ bezeichnet, die Nennung der „Herkunft von Verdächtigen“ befürwortet, unterstellt, dass es sich bei „Rentnern … nicht um Nazis handeln“ könne und last but not least werden „Proteste von Antifaschist_innen gegen eine AfD-Veranstaltung …als laut und respektlos“ bewertet und „Antifaschist_innen“ als Quelle einer „Orgie von Fäkalausdrücken“ benannt.

Wer als wissenschaftlicher Gutachter gewillt gewesen wäre, über die totale Abwesenheit einer erkennbaren Methode und die Verballhornung bzw. den Missbrauch von Michel Foucault hinwegzusehen, der wird spätestens dann, wenn er nach wenigen Zeilen einsehen muss, dass die komplette „diskursanalytisch geleitete Analyse“ aus nichts anderem besteht als daraus, die eigene Bewertung sozialer Tatbestände als richtig zu setzen und die Bewertung, die andere, in diesem Fall der Unnaer Rundblick vornehmen, als falsch hinzustellen, zu dem Schluss kommen, dass er es mit Scharlatanen zu tun hat, die Wissenschaft gaukeln und methodisches Vorgehen vortäuschen, um ihre eigene Ideologie, im vorliegenden Fall die Ideologie von „Antifaschist_innen“ an den Mann zu bringen und ein Unternehmen, das es seit 2013 gibt und das wohl erfolgreich ist, zu schädigen.

DISS-header-sansEs ist eine der Besonderheiten guter Menschen, die sich dem linken politischen Spektrum zuordnen, dass sie sich dafür bezahlen lassen, Dritte zu verunglimpfen, sich dazu das Feigenblatt einer angeblichen wissenschaftlichen Expertise anheften und keinerlei Problem damit haben, sich als verbaler Attentäter zu verdingen. Wer im Besitz der Wahrheit ist, der fürchtet eben kein jüngstes Gericht.

Nur. Wer sich im Besitz der Wahrheit wähnt, wie dies Wampe und Habermann in einer Form selbstgerechter Ignoranz tun, die durch das vollständige Fehlen jeglichen Anzeichens an eine wissenschaftliche Ausbildung bzw. Vorgehensweise ausgezeichnet ist, der ist kein Wissenschaftler, sondern ein Ideologe und Gotteskrieger. Ein Gotteskrieger, der die schädigen und bestrafen will, die seine Heilsbotschaft nicht glauben, jene Heilsbotschaft der durchgängig gesetzesgläubigen Flüchtlinge, bei denen es sich eigentlich um die besseren Menschen handelt (eine Wiederkehr des Motivs des edlen Wilden aus dem Orientalismus), jene, der akkurat und rechtschaffenden und frei von jedem Versuch der Manipulation berichtenden etablierten Medien, jene, der Meinungsfreiheit unter Ausschluss der Meinungen, die von AfD oder NPD geäußert werden und jene, der klaren Bestimmung, nach der rechts im politischen Spektrum die Bösen und links die Guten sitzen.

Die „diskursanalytisch geleitete Analyse ausgewählter Artikel“, die Wamper und Habermann auf Basis von 10 ihnen vorgegebenen Beiträgen vorgenommen haben, hat so viel mit Wissenschaft zu tun, wie Hitlers Buch „Mein Kampf“. Die nicht einmal 20 Seiten dienen ausschließlich dazu, Dritte zu schädigen und zwar unter Vortäuschen eines wissenschaftlichen Vorgehens, das es erlauben soll, generelle Aussagen aus dem zu Grunde liegenden Material zu extrahieren, generelle Aussagen, die es erlauben, den Rundblick Unna als rechtspopulistisches Blatt und Scharnier zwischen bürgerlicher Mitte und rechtem Rand zu stigmatisieren.

junk_scienceDieses schäbige Vergehen an einem wie die Antifaschist_innen aus dem DISS feststellen, „Blättchen“, das „keineswegs marginal ist“ unter Missbrauch des Etiketts der Wissenschaft dient dazu, den Auftraggebern dieser „diskursanalytisch geleiteten Analyse“ Munition an die Hand zu geben, um den Rundblick Unna zu torpedieren und den Autoren dazu, ihre Heils-Ideologie zu verbreiten. Deshalb unsere Eingangs gegebene Empfehlung zur Umbennung des DISS, denn, um die „diskursanalytisch geleitete Analyse“ zu zitieren: Mit der Analyse von rund 20 Seiten aus dem DISS „kann nicht das gesamte Sagbarkeitsfeld“ des DISS „festgestellt werden … Allerdings können Tendenzen festgestellt werden“. Und im vorliegenden Fall sind die Tendenzen eindeutig: Das DISS bildet eine Scharnierfunktion zwischen dilettierenden Wissenschaftsdarstellern und Ideologen.

Noch einmal zur Erinnerung: Wissenschaft beginnt mit einer Forschungsfrage (Warum wird im DISS solcher Junk erstellt?). Auf Grundlage der Forschungsfrage wird im nächsten Schritt versucht, eine theoretischen Einordnung vorzunehmen, die Frage also theoretisch zu fassen (Das DISS finanziert sich über Drittmittel, Spenden und Förderbeiträge und ist entsprechend auf jeden Groschen angewiesen (Rational-Choice-Modellierung)). Sodann werden Hypothesen formuliert, die empirisch getestet werden sollen (Im DISS gilt die Maxime, für Geld produzieren wir Junk.). Dann werden Daten gesammelt, die dabei nützlich sein können, die Hypothese entweder zu bestätigen oder zu widerlegen. Auf Basis des Ergebnisses der empirischen Analyse der gesammelten Daten wird dann die Forschungsfrage beantwortet, im vorliegenden Fall: Im DISS wird Junk erstellt, weil dort Ideologen beschäftigt sind, die ihre Ideologie feilbieten.

Mehr zum Thema bei Un-Politisch:

http://www.un-politisch.de/2017/03/17/unna-kein-platz-fuer-presse-und-meinungsfreiheit-leser-und-journalisten-ausgespaeht/

und beim Rundblick Unna

http://rundblick-unna.de/buntes-tolerantes-unna-presse-und-leser-fuer-diffamierende-studie-ausgespaeht/

Gut für die Wirtschaft: Erleichterung nach Wahlniederlage der Linken

Dass an Börsen immer dann eine Erleichterungsrally einsetzt, wenn linke Parteien in Wahlen eine Niederlage erlebt haben, ist ein bekanntes Phänomen, so wie die Arbeiten, die zeigen, dass sich linke Politik auf die Wirtschaftskraft eines Landes und sein Wirtschaftswachstum negativ auswirkt, Legion sind.

Opp MethodologieNun kann man die Erleichterungsrally an Börsen theoretisch damit argumentieren, dass Investoren denken, die linke Gefahr für ihre Investitionen sei gebannt, es also möglich, zu investieren. Auch die Tatsache, dass linke Politik und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit negativ korrelieren, kann man argumentieren. Ein Blick in die Parteiprogramme von Linken und ein Blick in die Forschung zu den Folgen einer Planwirtschaft genügen (oder ein aktueller Blick nach Venezuela), um die negativen Konsequenzen linker Politik für die Wirtschaft zu verdeutlichen.

Doch die genannten Erklärungen, die eine Korrelation zur Kausalität machen sollen, sie beschreiben Makrophänomene, hinter denen sich regelmäßig die Handlungen einzelner Akteure, einzelner Investoren; Unternehmer, Arbeitnehmer usw. verbergen. Und immer dann, wenn es darum geht, die Handlungen von Einzelnen mit den Phänomenen auf der Makroebene in Verbindung zu bringen, sind die Sozialwissenschaftler, die sich damit beschäftigen, in Probleme geschlittert.

Das hat dazu geführt, dass Ökonomen sich in Makro- und Mikroökonomen geteilt haben, die die Existenz des jeweils anderen ignorieren, dazu, dass z.B. funktionalistische oder strukturelle Erklärungen in Mode kamen, die die Handlungen von Individuen als vernachlässigbare Größe ansehen und dazu, dass sich manche in der Erklärung des Handels von Puebloindianern im dritten Andental rechts, wie das Bernhard Nauck einmal formuliert hat, erschöpfen und keinerlei Anspruch mehr erheben, mehr zu erklären als Winnetou.

Die einzige Theorie, die eine Verbindung zwischen Mikro- und Makroebene herzustellen versucht, ist die Rational-Choice Theorie in ihrer Variante als strukturell-individualistische Erklärung, die weitgehend auf James Coleman und im deutschen Sprachraum auf Karl-Dieter Opp und Hartmut Esser zurückgeht. Der Ansatz einer strukturell-individualistischen Theorie beginnt mit Randbedingungen, unter denen Akteure ihre aus ihrer Sicht rationalen Handlungen treffen, und sie führt über die Aggregation der Einzelhandlungen zur Erklärung des sozialen Phänomens auf der Makroebene. Instrumentell dazu sind Brückenhypothesen. Wer mehr wissen will zu diesem Vorgehen, der sei auf unseren Beitrag im Downloadbereich verwiesen.

Eine entsprechende Modellierung würde z.B. wie folgt lauten:

Das Ergebnis der Wahl im Saarland, dem Ländchen, für das die Wahrsager aus den Umfrageinstituten eine rot-rot-grüne Koalition angedroht haben, hat bei vielen Menschen, die befürchtet haben, bald wieder in einer Situation, vergleichbar dem Leben in der DDR, dahinvegetieren zu müssen, eine große Erleichterung ausgelöst.

Esser_SoziologieErleichterung schlägt sich in Handlung nieder, wobei man mit Ajzen und Fishbein argumentieren kann, dass die Erleichterung, die sich einstellt, wenn ein Übel vermieden wurde, sich in Handlungen ausdrückt, die durch das vermiedene Übel beeinträchtigt oder verunmöglicht werden würden.

Rotrotgrüne Koalitionen bedrohen den Reichtum von Gesellschaften und konkret derjenigen, die sich ein bisschen erarbeitet haben, um ein Leben in relativem Wohlstand zu führen. Die Drohung, bald rotrotgrün regiert zu werden, führt bei ihnen zum Sparen, um entweder einen Notgroschen zu haben, um das auszugleichen, was unter rotrotgrün zwangsläufig wegbesteuert wird oder das Fundament für eine Auswanderung bereit zu halten.

Die Niederlage der SPD, das Verschwinden der Grünen und die Federn, die die Linke im Saarland gelassen haben, sie machen rotrotgrün im Saarland unmöglich und im Bund mehr als unwahrscheinlich.

Was folgt daraus: Erleichterung
Was folgt aus Erleichterung: Erst mal in den nächsten Laden gehen und es sich gutgehen lassen: Sekt kaufen und feiern, dass man noch einmal davon gekommen ist.

Und genau davon berichtet ein ScienceFiles Leser, der seit 30 Jahren als Einzelhändler selbständig ist, in einer eMail, die uns heute erreicht hat:

„Ich handele im Bereich der Konsumgüter ( …) auch Online. Am Wahlsonntag Abend (nach 19.00h) haben wir den höchsten Tagesumsatz seit einem ca 1/2 Jahr, fast das 3 fache des normalen Durchschnitts erzielt.

Ich bin seit fast 30 Jahren selbstständig, so einen positiven Erfolg durch einen „Schulz“ oder welchen Darsteller die Linken auch immer präsentieren, hatte ich noch nie.

Ich kann es mir nur mit der puren Erleichterung der Wählermassen erklären.

In sofern kann ich dem Herrn Blender-Schulz nur zurufen: Danke, Martin, mach´s noch mal so. Du schaffst es- und im Bund wünsch ich dir das „Projekt 18 %“.

Die ZEIT ist mit den Kleingeistigen

Manuel J. Hartung, den man schon aufgrund seines Vornamens in die Geburtsjahrgänge der ausgehenden 1970er und beginnenden 1980er Jahre einordnen kann, fordert eine Politisierung der Universitäten.

Wenn die Demokratie gefährdet ist, müssen die Universitäten viel politscher werden, so fordert er in der ZEIT.

BlumerNatürlich hat er keinen Zweifel daran, dass die Professoren, deren Einsatz er fordert, die Geistes- und Sozialwissenschaftler, die er als Fach anspricht, seine Sicht auf die Welt teilen, wie er der Ansicht sind, das, was es in Deutschland gibt, sei eine Demokratie, eine verteidigungswerte obendrein. Er hat keinen Zweifel daran, dass die Professoren und Studenten, wenn sie denn aus ihrer „Echokammer“ kommen, den Kampf gegen das aufnehmen, was Hartung für bekämpfenswert hält: Rechtspopulisten, Rechtspopulisten, die sich über „Experten lustig“ machen und „in den sozialen Medien … Tatsachen“ verdrehen.

Warum hat Hartung (sorry: J. Hartung) keinen Zweifel daran, dass die Professoren und ihre Studenten, hätten sie nur den Mut, gegen Rechtspopulisten und Tatsachenverdrehung in den sozialen Medien zu Felde ziehen würden, und nicht etwa gegen Falschmeldungen in den öffentlich-rechtlichen Medien und Tatsachenverdrehungen in der ZEIT? Er hat deshalb keinen Zweifel daran, weil er (1) denkt, die Klugen seien an Universitäten versammelt und (2) sich selbst für einen Klugen hält. Und er ist gegen Rechtspopulismus und sieht nur verdrehte Tatsachen in sozialen Netzwerken, also müssen auch die Klugen an den Universitäten sehen, was er sieht, wie er es sieht.

Die Kleingeistigkeit sie feiert fröhliche Feste in Deutschland. Als Herbert Blumer seine Idee des symbolischen Interaktionsmus in eine Theorie gegossen hat, da ist er doch tatsächlich davon ausgegangen, dass es Menschen möglich ist, Motive und Überlegungen ihrer Gegenüber zu rekonstruieren. Er hat tatsächlich gedacht, Menschen seien in der Lage, aufgrund von Randbedingungen Handlungssituationen anderer Menschen nach zu vollziehen.

Er hat Manuel J. Hartung nicht gekannt.

Denn Hartung (J. Hartung natürlich) hat den symbolischen Interaktionismus radikal vereinfacht und zur symbolischen Selbstprojektion gemacht. Alles, was Hartung denkt, Hartung, der sich für einen Klugen hält, müssen auch andere, die Hartung (J.) für Kluge hält, denken. Auf diese Weise schlägt Hartung (J.) gleich zwei Fehlschlüsse mit einer Klappe, nämlich den der Bejahung des Konsequens und den der falschen Verallgemeinerung.

Und obwohl wir schon öfter den Verdacht hatten, die Redakteure der ZEIT umkreisen die Realität in ihrem eigenen Orbit, sind wir doch überrascht vom Ausmaß an Realitätsverlust, der sich in den Redaktionsräumen der ZEIT eingestellt zu haben scheint: Welchen Planeten umkreisen die da eigentlich?

Es kann nicht die Erde sein.
Es muss ein anderes, ein „Neues Deutschland“ sein, das den ZEIT-Redakteuren im Orbit erscheint, eines, in dem es keine Studenten gibt, die wie ein linker Lynchmob versuchen, freie Meinungsäußerungen an Hochschulen zu unterbinden, die gegen Wissenschaftler protestieren, deren Aussagen sie bestenfalls vom Hörensagen kennen, die Einordnungen vornehmen, die vielleicht das sind, was Hartung als politische Stellungnahme vorschwebt, aber eben keine Wissenschaft, weil ihnen jede empirische Grundlage fehlt.

Hartung scheint auch noch nie etwas von Legitimationswissenschaftlern gehört zu haben, jenen Verrätern an der Wissenschaft, die für ein paar Silberlinge Gefälligkeitsgutachten und Expertisen für die steuerfinanzierten Ableger von Parteien, die man als Stiftungen verkaufen will, erstellen oder sich für Ministerien verdingen, um deren hanebüchene Programme zur Erziehung der Bevölkerung zu legitimieren – als angebliche wissenschaftliche Begleitforschende.

KuhnManuel J. (wichtig: J.) Hartung kann auch noch nie etwas von den Politkommissaren gehört haben, die an Hochschulen installiert wurden, um sicherzustellen, dass Sozialwissenschaften wie die Soziologie oder die Politikwissenschaft durch Gleichstellung nach Geschlecht und eben nicht nach Fähigkeit zerstört werden, was insbesondere im Falle der Soziologie ein Jammer ist, war das Fach doch kurz vor der Phase der Normalwissenschaft (in der Terminologie von Thomas Kuhn). Der Zustrom von weiblichen Quotenkräften hat dem Sprung in die Normalwissenschaft ein Ende bereitet und die Soziologie mit Hilfe von qualitativen oder gar keinen Methoden wie das in Gender Studies und anderen die Welt betrachtenden Ideologien die Regel ist, in die Zeit vor der Aufklärung zurückgeombt, im wahrsten Sinne des Wortes gebombt. Wer jemals die Intelligenzbomben erlebt hat, die sich auf Lehrstühlen suhlen und das Wort an ihre Studenten verbreiten, jenes Wort, das noch nicht Sinn geworden ist, der wird nicht anders können, als diese Metapher nicht als Metapher zu nehmen, sondern als passend.

Und natürlich hat Manuel J. (J. ist wichtig) Hartung, keinerlei Idee davon, was Wissenschaft eigentlich ist, nämlich das Gegenteil von Politik. Es geht in der Wissenschaft nicht darum, die eigene Bewertung davon, was gut, schön und richtig ist, absolut zu setzen und andere dazu zu zwingen, die eigene Bewertung als Allgemeingültig zu akzeptieren, wie das Manuel J. (!sic) Hartung fordert, nein, in der Wissenschaft geht es zunächst einmal darum, Fakten zu sammeln und Ereignisse zu erklären.

Ein solches Vorgehen hat notwendig Ergebnisse zur Folge, die Politikern, die Fakten und Ereignisse im Lichte der eigenen Ideologie interpretieren, nicht passen, nicht gefallen können, wie z.B. die Feststellung, dass Rechts- und Linkspopulismus auf demselben inhaltlichen und intoleranten Fundament basieren, oder dass es immer dieselben kognitiven Defekte sind, die Menschen anfällig machen, für Ideologien und dass seit Jahrzehnten von Politikern Falsches behauptet wird, zuletzt gerade wieder im Zusammenhang mit dem Equal Pay Day. Denn die 21% Gender Pay Gap, die immer wieder beschworen wurden, sie sind eine Lüge, so wie das ganze Gebilde des Genderismus auf Lügen gebaut ist, wie man schon daran erkennt, dass immer noch niemand eine Gleichstellung von Frauen bei Kanalarbeitern, Fernfahrern oder Bergarbeitern fordert. Derartige Auslassungen sind untrügliche Belege dafür, dass es nicht um die beschworenen Werte von Gerechtigkeit und Chancengleichheit geht, sondern darum, sich selbst einen Vorteil zu verschaffen, trotz weniger Leistung die gleichen Ergebnisse in Form von Geld zu erzielen. Manuel J. Hartung darf gerne die entsprechenden Forschungsergebnisse, die auf ScienceFiles leicht zu finden sind, zum Gegenstand eines entsprechenden Beitrages in der ZEIT machen. Und tatsächlich handelt es sich dabei um wissenschaftliche Ergebnisse, die politisch relevant sind und Genderisten dabei entlarvt, wie sie versuchen, sich auf anderer Kosten durchzuschlagen.

Aber vermutlich sind derartige wissenschaftliche Ergebnisse Herrn Hartung, J. Hartung, zu politisch. Da ist es schon einfacher, die eigene Kleingeistigkeit zu verallgemeinern und zu beklagen, dass Wissenschaftler nicht Mahnwachen vor den Parteizentralen der AfD abhalten. Ein letzter Grund, der die Abwesenheit der Wissenschaftler erklären könnte. Sie mögen die Idee hinter Demokratie verstanden haben, im Gegensatz zu Manuel J. Hartung.

Haters gonna hate und Spinners gonna spin

Beim Gunda-Werner-Institut, dem Feminismus- und Geschlechter-Ableger der Heinrich-Böll-Stiftung hat die Technik Einzug gehalten. Scheinbar gibt es einen Praktikanten, der von HTML und Java-Script ein wenig versteht und deshalb gibt es bei der Stiftung eine Online-Umfrage, eine Online-Umfrage zum Thema „Hasskommentare“.

Welch‘ anderes Thema als „Hasskommentare“ könnte man bei der Gunda-Werner-Stiftung schon bearbeiten wollen?

Schnell hill esserWo früher Studenten in Methodenvorlesungen geschwitzt und versucht haben, die Kunst der empirischen Sozialforschung zu erlernen, da denkt heute jeder dahergelaufene Hempel, er könne selbst eine Umfrage machen, eben einmal drauflos fragen, so wie beim Gunda-Werner-Institut, bei dem man die Umfrage zu Hasskommentaren offensichtlich benötigt, um das zu bestätigen, was die Gundas sowieso schon wissen:

“Hasskommentare sind in Deutschland ein Tatbestand des Strafrechts, auch im Internet. Trotzdem werden sie kaum geahndet. Allzu oft antworten Polizei oder Staatsanwaltschaft auf Anzeigen mit „Täter*innen nicht ermittelbar“. Betroffen sind diejenigen, die ohnehin Diskriminierungserfahrungen machen: Frauen* und/oder rassifizierte Menschen, Menschen mit Behinderung, jüdische Menschen, LGBTIQ…“

Das ist der erste Absatz auf der Umfrage-Seite der Gundas. Der Absatz erweckt den Eindruck, dass längst bekannt sei, wer Opfer und Täter von Hasskommentaren sind, wie viele davon es gibt, was Hasskommentare überhaupt sein sollen usw. Drei Absätze weiter sind die Gundas dann plötzlich auf dem Boden der Realität, sie, die eben noch genau wussten, dass es „Frauen* und/oder rassifizierte Menschen, Menschen mit Behinderung, jüdische Menschen, LGBTIQ…“ sind, die Opfer von Hasskommentaren werden, sie schreiben nun in einem beispiellosen Akt des Selbst-Widerspruchs innerhalb von zwei Absätzen:

“Bislang mangelt es an verlässlichen Daten zu Täter*innenprofil, den betroffenen Diskussionsteilnehmer*innen und den Auswirkungen auf das Verhalten im Netz.“

Es gibt eben Dumme und die Gundas. Die Gundas, die wissen alles über etwas, von dem sie selbst sagen, dass sie nichts davon wissen. Besser kann man die eigene Beschränktheit eigentlich nicht auf den Punkt bringen. Aber weil das noch nicht reicht, demonstrieren die Dilettanten in empirischer Sozialforschung gleich noch mit einer einzigen Abbildung, dass sie zu den absoluten Ahnungslosen auf dem Gebiet der empirischen Sozialforschung gehören.

Gunda spins

Die Abbildung ist vollkommen wertlos, denn es fehlt jede Angabe zur Grundgesamtheit. Ohne diese Angabe machen Prozentangaben aber keinen Sinn. Besonders lustig ist die Überschrift „repräsentative Ergebnisse“. Wir halten zwar nicht viel von Repräsentativität, aber diejenigen, die sich seit Jahren bemühen, mit Auswahlverfahren, Gewichtungsverfahren und allerlei mathematischen Verrenkungen sicherzustellen, dass die Befragten, die sie zusammen bekommen haben, repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sein sollen, nicht einmal sie haben verdient, dass die Gundas auf ihrem Zug Trittbrett fahren, die Gundas, die denken, man macht eine Umfrage, sammelt die Antworten, prozentuiert und schreibt „repräsentatives Ergebnis“ darüber.

Und natürlich, daran haben wir keinen Zweifel, wird es eine ganze Reihe von Journalisten, die so ungefähr dasselbe intellektuelle Niveau erreicht haben, wie die Gundas, geben, die die Ergebnisse für bare Münze, für repräsentative bare Münze nehmen.

Schuster, bleib‘ bei Deinen Leisten, können wir nur sagen und die Gundas zurückschicken, zu dem, was sie können. Was war das noch einmal? Kochen? Nein, kochen war es wahrscheinlich auch nicht?

Holzhammer-Manipulation: Von der Schlafstörung zur Wahrnehmungsstörung mit der ARD

Haben Sie Lust auf eine kleine Reise in die Welt der ideologisch veränderten Wahrnehmung, die Welt, in der alles rosarot oder dunkelbraun ist, die Welt, in der schreckliche neoliberale Menschenschinder ihre Arbeitssklaven um den Schlaf bringen?

Dann los.

Unser Reiseführer ist Christoph Scheld aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Natürlich ist die Reise nur figurativ, nicht wirklich. Sagen wir lieber, Scheld hält uns einen Vortrag mit dem Titel:

„Deutschland schläft schlecht“.

study_sleepless_01Ein missglückter Titel, den Scheld hier gewählt hat, denn Deutschland schläft gar nicht, weil es Deutschland in keiner materiellen und schlaffähigen Form gibt. Seien wir nachsichtig, schließlich bemerkt Scheld schon im dritten Satz seines öffentlich-rechtlichen Vortrags, dass er Unsinn gesprochen hat. Natürlich schläft nicht Deutschland schlecht: „Vier von fünf Berufstätigen schlafen schlecht“. Und diese Zahlen, so lesen wir in Satz 2, sie seien „alarmierend“.

Mehr als 3.500 ihrer berufstätigen Versicherten, so versichert Scheld, habe die DAK befragt. Vier von fünf hätten zumindest gelegentlich Störungen beim Einschlafen oder Durchschlafen…“

Gelegentlich. Haken wir hier doch einmal nach, und zwar bei der DAK und dem Gesundheitsreport, den die DAK auf Grundlage der Daten von 2,6 Millionen erwerbstätigen Versicherten und einer Befragung von 5.200 Erwerbstätigen im Alter von 18 bis 66 Jahren durchgeführt hat bzw. hat durchführen lassen, u.a. von Forsa, was das Vertrauen in die Daten nicht unbedingt erhöht.

Aufmerksame Leser werden festgestellt haben: die „mehr als 3.500 Befragten“, von denen Scheld weiß, tauchen bei der DAK nicht wirklich auf oder sollte Scheld mit seinen „mehr als 3.500 Befragten“ die 5.200 von Forsa Befragten oder die 2,6 Millionen Versicherten, deren Daten analysiert wurden, gemeint haben?

Er wird es wissen. So wie wir wissen, dass die 3.500 Befragten von Scheld bei der DAK zu 5.200 von Forsa Befragten bzw. zu 2,6 Millionen Versicherten geworden sind.

Von den 5.200 Befragten geben 80% an, dass sie mindestens gelegentlich Schlafprobleme haben. Was damit genau gemeint ist: Niemand außer Forsa weiß es. Vermutlich haben die Forsierer von Forsa gefragt: Wie oft im vergangenen Monat (oder Woche, oder 14 Tagen) hatten Sie Probleme beim Einschlafen: Oft, selten, gelegentlich, nie. Alle, die nicht nie sagen, haben dann Schlafprobleme. Vielleicht hat Forsa auch gefragt: Wie sehr stimmen sie der folgenden Aussage zu: „Ich habe Schlafproblem“ – voll und ganz, eher, eher nicht, ganz und gar nicht. Alle bis eher nicht haben gelegentlich Schlafprobleme.

Für Schlafprobleme: x files

Was genau gefragt wurde. Was genau „gelegentliche Schlafprobleme“ sind, niemand sagt es uns und deshalb ist Vorsicht geboten: Wenn nicht mitgeteilt wird, was genau sich hinter einer schwammigen Formulierung wie „gelegentlich“ verbirgt, dann haben die, die es verschweigen, in der Regel einen Grund, es zu verschweigen, z.B. Belanglosigkeit von Ergebnissen. Und sind Ergebnisse belanglos, dann kann man nicht die ganze Bevölkerung in Schlafprobleme reden.

Und man kann Journalisten, wie Christoph Scheld nicht dazu veranlassen, Unsinn zu schreiben, wie er das tut.

Denn: Scheld, immer unter Berufung auf die Studie der DAK oder die Autorität von Ingo Fietze (Schlafforscher) und Andreas Storm (Vorsitzender der DAK), behauptet nicht nur, dass 80% der Berufstätigen Schlafprobleme haben, er behauptet auch, dass diese Schlafprobleme, sich aus den folgenden Ursachen speisen:

“Die Gründe hängen bei den meisten Betroffenen mit dem Berufsleben zusammen. Nachtschichten, starker Termin- und Leistungsdruck gelten als Risikofaktoren. Und wer von sich sagt, häufig an der Grenze der Leistungsfähigkeit zu arbeiten, ist prädestiniert für ernsthafte Schlafprobleme.“

Sind sie jetzt erschrocken, weil sie ein Workaholic sind, der derzeit noch keine Schlafprobleme hat? Dann geben wir Entwarnung, denn entweder Scheld schreibt Quatsch, weil er intellektuell überfordert ist, oder er lügt bewusst.

Alles beginnt damit, dass bei der DAK jemand Fracksausen bekommen hat. Es mag ja noch angehen, Journalisten, die es einem auch wirklich leicht machen, aufs Glatteis zu führen und sie schreiben zu lassen, 80% der berufstätigen Bevölkerung hätten Schlafstörungen, für die letztlich die fiesen und miesen Arbeitgeber verantwortlich sind, aber natürlich kann man derartigen Unsinn nicht als DAK schreiben.

Entsprechend haben sich die DAKler auf ihre Daten besonnen. In diesen Daten finden sich 9,4% mit Schlafstörungen, die Arztbekannt sind und den Tatbestand der Insomnie erfüllen. Für diese 9,4 Prozent werden die Gründe angeführt, die Scheld oben nennt, nicht für die 80% derjenigen, die gelegentlich von Problemen beim Einschlafen oder Durchschlafen berichten: „Wer zum Beispiel häufig an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit arbeitet, steigert sein Risiko, die schwere Schlafstörung Insomnie zu entwickeln. Auch starker Termin- und Leistungsdruck, Überstunden sowie Nachschichten und ständige Erreichbarkeit nach Feierabend gelten in diesem Zusammenhang als wichtige Risikofaktoren“.

Ob Scheld seine Leser absichtlich täuschen will, um seinen Impuls auszuleben und die bösen Kapitalisten an den Pranger zu stellen, die ihre armen Arbeitnehmer bis ins Privatleben, ja bis in den Schlaf verfolgen? Nun, die Antwort auf diese Frage lautet nach unserer Ansicht: Ja. Denn Scheld schreibt nicht nur die falschen Ursachen der falschen Gruppe von Berufstätigen zu, er verschweigt auch die Gründe, die von der DAK für gelegentliche Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen genannt werden:

“Viele Arbeitnehmer sorgen aber auch selbst für einen schlechten Schlaf. Nach der Studie der DAK-Gesundheit schauen 83 Prozent der Erwerbstätigen vor dem Einschlafen Filme und Serien, 68 Prozent erledigen abends private Angelegenheiten an Laptop oder Smartphone.“

Ganz zu schweigen von dem Säugling in der Nachbarwohnung, der einem den Schlaf raubt, weil er ständig schreit.

Unser Fazit lautet somit:

  • Deceibe infeigle obfuscateScheld täuscht seine Leser über die Prävalenz von Schlafstörungen.
  • Er täuscht seine Leser über die Ursachen von Schlafstörung.
  • Er unterschlägt Ursachen für Schlafstörungen.
  • Und er verbreitet Alarmismus, so wie dies auch die DAK tut.

“ Die DAK-Analyse zeigt, dass sich dieser Trend auch bei den Krankmeldungen auswirkt. Die Fehltage aufgrund von Schlafstörungen stiegen um rund 70 Prozent auf jetzt 3,86 Tage je 100 Versicherte. „

Alarmierend, alarmierend wie einfach es ist, Journalisten durch Grundrechenarten zu überfordern. Wenn 3,68 Fehltage je 100 Versicherte zu verzeichnen sind, dann heißt das, jeder Versicherte, der von der DAK untersucht wurde (vielleicht 2,9 Millionen, vielleicht 5.200 – wer weiß), fehlt im Durchschnitt 0,04 Tage am Arbeitsplatz und in einem Jahr. Alarmierend. Und die Steigerung, wie alarmierend die Steigerung erst ist: 0,016 Tage pro Versichertem und Jahr.

Alarmierend.
Fast, dass diese alarmierenden Zahlen uns den Schlaf rauben könnten.

Medienanalyse: Die öffentlich-rechtlichen Spalter der Gesellschaften

Das neue Lieblingsbild der Journalie ist die gespaltene Gesellschaft. Die gespaltene Gesellschaft, sie ist eine Gesellschaft, in der Wahlergebnisse und öffentliche Diskurse nicht in der Weise entschieden werden, wie es denen, die nun eine Spaltung sehen, gefallen würde.

Wir haben eine kurze Medienanalyse durchgeführt, die zeigt, welche Inhalte das Gerede von der Spaltung als Reflex bei Journalisten bzw. solchen, die es sein wollen, auslösen.

Unsere Reise durch die öffentlich-rechtliche Medienlandschaft beginnt bei der ARD:

BREXIT_the-great-escape-443x264„Der 23. Juni war der Schicksalstag für Großbritannien und die EU: Die Briten haben abgestimmt – nach 41. Jahren wollen sie die EU verlassen.“ Mit anderen Worten, die Briten wollen sich verändern, in die falsche Richtung, wie man bei der ARD befindet, weshalb eine Reportage ein „gespaltenes Land“ zeigen soll und natürlich all die negativen Folgen, die mit dem BREXIT verbunden sein sollen.

Analyse: Spaltung entsteht durch eine Mehrheitsentscheidung in einem Referendum.

Weiter geht es mit dem Deutschlandfunk, dessen gespaltene Gesellschaft im Osten liegt, in Polen, um genau zu sein:

„Die polnische Gesellschaft ist gespalten: Die einen unterstützen die nationalkonservative Regierung der PiS und finden es gut, dass jemand mit den Kommunisten aufräumt. Die andere Seite sieht Polen auf dem Weg zu einem autoritären Staat. Versöhnliche, vermittelnde Töne sind selten.”

Analyse: Spaltung entsteht durch unterschiedliche politische Interessen und entsprechenden Wettbewerb.

Wenn es um gespaltene Gesellschaften geht, dann dürfen natürlich die USA nicht fehlen. Die USA sind eine gespaltene Nation, so befindet abermals der Deutschlandfunk, wobei die Spaltung sich als Ergebnis der Präsidentenwahl ergibt.

„Eine gute Woche nach der Präsidentschaftswahl sind die USA zerrissener als je zuvor. Auf der einen Seite stehen die triumphierenden Anhänger Donald Trumps – vor denen sich auf der anderen Seite vor allem Minderheiten fürchten. Wie wird Trump dieses Land ohne jegliche politische Erfahrung regieren – und das Versprechen der Einigung einlösen?“

Analyse: Spaltung ist, wenn ein Präsident nicht von allen gewählt wird.

Nicht nur die USA, Polen oder Großbritannien sind eine gespaltene Gesellschaft, auch die Türkei, die Türkei ganz besonders, denn dort stehen sich abermals Befürworter und Gegner von in diesem Fall „Erdogan“ gegenüber.

„Die türkische Gesellschaft ist gespalten in „für“ oder „gegen“ Erdogan. Viele Anhänger der Opposition haben Angst vor noch mehr willkürlicher Aggression. Die Anhänger des Staatspräsidenten, die sich erfolgreich den Panzern der Putschisten entgegengestellt hatten, fühlen sich jetzt stark und glauben, sie seien ein Teil der Macht.“

Analyse: Spaltung liegt vor, wenn die Gesellschaft in diejenigen zerfällt, die die Regierung befürworten und diejenigen, die die Regierung ablehnen.

Damit ist die Liste der gespaltenen Gesellschaften jedoch längst nicht am Ende. Es fehlt noch Frankreich. Auch Frankreich ist eine gespaltene Gesellschaft, wie die ARD befindet:

SpaltDer Bruch: Frankreichs gespaltene Gesellschaft
19.02.17 | 05:47 Min. | Verfügbar bis 19.02.2018
Der Soziologe Gilles Kepel analysiert das Frankreich der letzten Jahre und die aufgeheizte Stimmung, erschüttert durch islamistischen Terror und einen chaotischen Wahlkampf.

Analyse: Eine gespaltene Gesellschaft resultiert aus einer aufgeheizten Stimmung, die entweder von islamistischem Terror oder von einem chaotischen Wahlkampf oder von beidem verursacht wird.

Gespaltene Gesellschaften finden sich somit in Großbritannien, in den USA, in der Türkei, in Frankreich, in Polen … Fehlen noch die Niederlande, die natürlich auch eine gespaltene Gesellschaft sind – für die ARD zumindest:

„Bunt, weltoffen, im positive Sinne ein bisschen anders – so ist der Eindruck, den viele von den Niederlanden haben. Doch die niederländische Gesellschaft ist inzwischen deutlich gespaltener. Und das spielt besonders vor der Wahl am Mittwoch eine Rolle.“

Analyse: Die gespaltene Gesellschaft ist nicht mehr nur bunt, weltoffen und anders, nein, sie ist auch gespalten.

Gespaltene Gesellschaften finden sich über ganz Europa verteilt. Sie finden sich als Ergebnis:

  • einer Mehrheitsentscheidung in einem Referendum;
  • unterschiedlicher Interessen und entsprechenden politischen Wettbewerbs;
  • wenn in den USA ein Präsident gewählt wird;
  • wenn eine Gesellschaft in diejenigen zerfällt, die die Regierung befürworten und diejenigen, die die Regierung ablehnen;
  • wenn die Stimmung aufgeheizt ist, entweder wegen Terror oder wegen chaotischem Wahlkampf oder wegen beidem;
  • wenn die Gesellschaft nicht mehr nur bunt, weltoffen und anders, sondern auch gespalten ist.

Bei all der Spaltung fragt man sich, wo in Europa noch eine intakte, ungespaltene Gesellschaft zu finden ist.

Wo wohl?

In Deutschland.

Deutschland ist keine gespaltene Gesellschaft, warum?

  • Es gibt keine Referenden.
  • Politischer Wettbewerb findet nicht auf Basis unterschiedlicher Interessen statt.
  • Der Präsident wird unter den Parteien ausgekungelt, nicht von der Bevölkerung gewählt.
  • Es gibt keine Opposition. Diejenigen, die die Regierung ablehnen, sind nicht Bestandteil der Gesellschaft, sondern rechter Trash, entsprechend kann auch keine Gesellschaft gespalten werden.
  • Es gibt keinen Terror, es gibt nur Einzeltäter und Wahlkampf ist nicht chaotisch, sondern geplant und geregelt, notfalls durch Gerichte.
  • Deutschland war nie bunt oder weltoffen, Bunte waren regelmäßig angestrichene Braune, die versuchen, anderen ihren Willen aufzuzwingen. Da alle gleich funktionieren, kann man nichts spalten.

Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Gesucht: Mitarbeiter für Bombenanschläge

Der WDR hat angeblich Hinweise darauf, dass „eine Person aus dem Ausland mit Bezug zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) den Auftrag für einen Bombenanschlag in Essen gegeben und die Bombenbauanleitung über das Netz gleich mitgeliefert [hat]. In diesem Zusammenhang soll auch ein Mann stehen, der aus NRW nach Syrien zum IS gereist ist.“

Der Hinweis, den der WDR hat, geht wohl auf eine Stellenanzeige wie die folgende zurück.

Mitarbeiter gesucht!

Sie lieben das Risiko? Sie wollen einen Unterschied machen? Sie wollen nicht mehr einer von vielen, sondern einer von wenigen sein?

Dann sind Sie bei uns richtig.

Wir, die IS Germany Attac & Bombings GmbH, bieten eine abwechslungsreiche, aufregende Tätigkeit, die Sie fordert und ihren persönlichen Einsatz verlangt. Ihr Gehalt setzt sich aus einem attraktiven Grundgehalt und einer sich explosiv steigernden Erfolgsbeteiligung zusammen.

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Schreiben Sie uns und fügen Sie ihrer Bewerbung die folgenden Unterlagen bei:

  • Lichtbild,
  • Lebenslauf,
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  • eidesstattliche Versicherung, dass Sie nicht für den Geheimdienst eines Landes arbeiten, gearbeitet haben oder arbeiten werden;
  • gültiger Reisepass oder sonstiges Ausweisdokument zum Verlieren

IS Global Bombings Ltd Niederlassung Deutschland,
vertreten durch die IS Germany Attac & Bombings GmbH;
Waffenstraße, 5-500,
76829 Landau in der Pfalz,

IS Global Bombings Ltd
Wir sind ein weltweit agierendes, schnell wachsendes Unternehmen.
Wir verändern die Welt!

NRW-Zeitungsverleger: Ad-Blocker führt zum Weltuntergang!

Lassen Sie sich noch mit ungebetener Werbung zumüllen oder blocken Sie schon?
Nie war es wichtiger, die individuelle Freiheit durch die Wahrnehmung des individuellen Rechts auf Selbstbestimmung dessen, was man wahrzunehmen gewillt ist, durchzusetzen, wie heute.

Denn heute wollen z.B. Zeitungsverleger aus NRW, dass es individuellen Nutzern verboten wird, einen Ad-Blocker zu benutzen. Die Frage, ob Nutzer persönlich durch Werbung, die ihnen als Pop-up oder sonst wie aufgezwungen wird, genervt seien, habe keinen „Grundrechtsbelang“ und es gebe auch kein Persönlichkeitsrecht, das dahin ausgelegt werden könne, dass Nutzer von Angeboten im Internet die Freiheit hätten, sich Werbung zu verweigern.

Zeitungsverleger NRWDas schreiben die Zeitungsverleger aus NRW in einer Stellungnahme an den Landtag Nordrhein-Westfalen, in dem die Frage eines Verbots von Ad-Blockern debattiert werden soll.

Demnach gibt es, wie die Zeitungsverleger aus NRW behaupten, eine Pflicht für jeden, der die Seiten von WAZ, Kölner Stadtanzeiger oder Westfälischer Rundschau o.a. aufruft, die Werbung zu dulden. Entsprechend muss ihm nach den Vorstellungen der Zeitungsverleger das Recht, die Werbung zu blocken, genommen und der Einsatz von Ad-Blockern verboten werden.

Denn: Ohne die Werbung im Online-Angebot, ist es den Verlegern nach eigener Auskunft nicht möglich, die Qualität ihres Angebots bzw. ihr Angebot als solches aufrecht zu erhalten. Dadurch aber, dass man auf rund 200 Seiten im Internet neben der Werbung auch denselben Text aus der Feder von dpa lesen kann, wird – wie die Verleger aus NRW meinen, die Medienvielfalt und die „überragende Bedeutung“ der Medien für die „demokratische Grundordnung“ gesichert, denn: nur „meinungsbildende Qualitätsmedien“, wie die von den NRW-Verlegern verlegten, seien dazu in der Lage. Lasse man nun zu, dass die Werbung, die für z.B. die Re-Finanzierung des im Schriftbild unterschiedlichen Abdrucks der Meldungen von dpa oder Reuters notwendig sei, geblockt werde, dann führe dies dazu, dass „die breite Masse … durch Blogger ohne journalistische Standards und soziale Netzwerke“ in ihrer Meinung gebildet werde.

Die Arroganz dieser Zeitungsverleger ist nicht mehr zu toppen. Zum einen wird die Meinung der Rezipienten nicht durch die rezipierten Medien gebildet. Vielmehr sind die Rezipienten von Zeitungen in der Lage, sich eine eigene Meinung zu bilden. Zum anderen kommen immer mehr Rezipienten der Angebote, die durch den Ad-Blocker gefährdet sind, zu dem Schluss, dass die „journalistischen Standards“ der entsprechenden Zeitungen so gering seien, dass man sich besser bei Bloggern und in sozialen Netzwerken informiert.

Und deshalb, weil immer mehr sich nicht mehr bei denen informieren, bei denen man das Gefühl hat, ihr Journalismus sei das Beiwerk, um die Werbung auf den entsprechenden Seiten an den Rezipienten zu bringen, deshalb geht nach Ansicht der NRW-Zeitungsverleger die Welt unter: „Erste Auswirkungen eines solchen Trends [sich bei Bloggern und in sozialen Netzwerken zu informieren] lassen sich in den letzten Wahlen in Großbritannien und den USA besichtigen“.

Welcher Wahnsinn die NRW-Zeitungsverleger hier geritten hat, ist eine offene Frage, dass es Wahnsinn gewesen sein muss, ist offensichtlich, lautet die Behauptung doch, dass es dann, wenn alle Internetnutzer gezwungen wären, sich aus den Onlineangeboten von Zeitungen zu informieren, keinen Donald Trump und vermutlich keinen BREXIT gegeben hätte. Warum nicht? Weil die NRW-Zeitungsverleger in ihrem Wahn der Ansicht sind, sie könnten die Meinung der Leser bilden, beeinflussen, dahingehend manipulieren, dass Letztere wählen, was NRW-Zeitungsverleger vorgeben. Dass sie mit dieser Ansicht nicht nur hinter den ethischen und philosophischen Standards zurückbleiben, die spätestens seit Beginn des 18. Jahrhunderts und mit dem Aufkommen von Bewegungen, die der Realität eines freien menschlichen Willens Rechnung getragen haben, ist vermutlich demselben „journalistischen Standard“ geschuldet, dem auch die schiefe Formulierung der „Wahl in Großbritannien“ geschuldet ist. Nach allgemeiner Sprachregelung gab es in Großbritannien im Juni eine Volksabstimmung, gelegentlich auch als Referendum bezeichnet und keine Wahl. Aber vielleicht meinen die NRW-Zeitungsverleger ja auch, dass dann, wenn man den Ad-Blocker vor Jahren verboten hätte, David Cameron kein zweites Mal gewählt worden wäre.

Letztlich ist diese Form einer Argumentation, wenn man es denn so nennen will, erschreckend und in Grobschlächtigkeit kaum zu überbieten, schon weil unter denjenigen, die nicht in Redaktionen sitzen, also denen, die das redaktionelle Werk dann verdauen müssen, mit Sicherheit mehr Leser mit weit höherer Bildung und weiter entwickeltem Intellekt vorhanden sind, als die jeweilige Redaktion Mitglieder hat.

Nuts in BedlamAber derartige Einsichten sind logisch und daher für NRW-Zeitungsverleger vermutlich unverständlich. Was soll man von Zeitungsverlegern schon erwarten, die ernsthaft nicht nur meinen, sie seien dazu da, die Meinung ihrer Leser zu bilden, sondern, sie könnten diese auch bilden, die von sich behaupten, dass dann, wenn man ihre Werbung nicht hätte blocken dürfen, Trump und BREXIT verhindert worden wären und die dies tatsächlich damit begründen, dass die journalistischen Standards, wie sie sich darin niederschlagen, dass derselbe Text von dpa in unterschiedlichen Redaktionen veröffentlicht und zwischen unterschiedlicher Werbung platziert wird, höher seien als die von Bloggern.

Vielleicht schickt jemand die Männer mit den Jacken, die man auf dem Rücken zubinden kann, nach NRW.

Und ein Vorschlag zur Güte, weil wir, als Blogger, dem Standard verpflichtet sind, konstruktiv zu sein: Ad-Blocker erlauben es, Ausnahmen zu formulieren. Warum gehen die NRW-Zeitungsverleger nicht dazu über, ihre Leser zu bitten, den Ad-Blocker für ihre jeweilige Seite zu deaktivieren. Wer nicht deaktiviert, kann nicht lesen. Auf diese Weise hätten sie ein Maß dafür, wie wichtig ihre Inhalte und wie wichtig welche Inhalte für die entsprechenden Leser sind. Aber vermutlich ist es das, was sie nicht wissen wollen.

Übrigens: 

Die Zulassung von Autos gefährdet das Droschkengewerbe. Droschken sind für die Ausübung des Grundrechts auf Freie Ortswahl durch die Bürger von großer Wichtigkeit. Die Re-Finanzierung der Aufwendungen für das qualitativ hochstehende Beförderungsangebot in Plüschsitz und mit nachhaltigen tierischen Beförderungsmitteln ist nicht möglich, wenn der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben wird, das Angebot der Droschken zu substituieren und einfach mit dem eigenen Fortbewegungsmittel zum Ort ihrer Wahl zu gelangen, zumal ein eigenes Fortbewegungsmittel nicht den hohen Fortbewegungsstandards gerecht wird, denen das Qualitätsfortbewegungsmedium Droschke genügt.

An den meisten Zeitungen in NRW ist übrigens die SPD beteiligt oder sie befinden sich vollständig im Besitz des Sozialdemokratischen Pressekonzerns.

Geographie-Legasthenie: ARD zeichnet Deutschlandkarte neu

Kaiserslautern liegt nicht in Thüringen!

Darauf bestehen wir als gebürtige Pfälzer.

Und die Wartburg steht auch nicht auf dem Betzenberg. Nicht, dass noch jemand auf Ideen kommt, bei der Tagesschau.

Denn: Bei der Tagesschau sind Menschen beschäftigt, die sich offensichtlich mit Deutschland nicht auskennen, die nicht wissen, dass Eisenach nicht in der Pfalz liegt und Kaiserslautern nicht in Thüringen.

Nein, das kann nicht einmal passieren, nicht in einer Institution die aus Steuergeldern finanziert wird, und zwar dafür, zumindest rudimentär richtige Informationen zu verbreiten.

 

Die Falschmeldungen und Fehler, die die ARD über den Tag verteilt, unter die, die immer noch in der ersten Reihe sitzen wollen, bringt, sind beträchtlich. Stichproben, die unsystematisch gezogen werden, haben heute bereits Fakenews und FakeGeographie (wir fangen an den Fake-Begriff zu mögen) zu Tage befördert. Was würde wohl zu Tage befördert, wenn man die ARD und das, was sie über einen Tag verteilt als angebliche Information verbreitet, systematisch untersuchen würde?

Wollen Sie es wissen?

Nachtrag

Zwischenzeitlich hat man bei der ARD die Landkarte, auf der Eisenach in die Pfalz und Kaiserslautern nach Thüringen verlegt wurden, aus dem Tweet entfernt und Kaiserslautern wieder an die Pfalz übergeben.

 

Manipulation der Leser durch die ARD – heute: Die Schläger verschweigen

Aus dem Einmaleins der Informationsmanipulation haben wir heute ein schönes Beispiel, das uns ein Leser zugeschickt hat. Es zeigt, wie die ARD oder dpa oder beide versuchen, zu berichten, ohne zu berichten.

Anlass sind Auseinandersetzungen zwischen Anhängern von Donald Trump und seinen Gegnern u.a. in Berkeley, Kalifornien. Dort und an anderen Plätzen ist es zu Schlägereien gekommen, wie im Beitrag der ARD zu lesen ist. Der Beitrag ist in einem Tenor geschrieben, dass man denken kann, der (ungenannte) Autor wünscht sich einen Bürgerkrieg in den USA herbei: „Beide Lager stehen sich zunehmend feindselig gegenüber“, so weiß er zu berichten – auf welcher Datengrundlage auch immer.

Ansonsten zeichnet sich der Bericht durch den fast schon virtuosen Versuch aus, nicht zu schreiben, von wem die Gewalt ausgegangen ist. Das an sich ist schon ein Indikator dafür, dass die Gewalt nicht von den Trump-Fans ausgegangen ist. Wäre sie es, die Schreiber bei dpa und ARD hätten mit Sicherheit nicht vergessen darauf hinzuweisen. Da die Gewalt aber offensichtlich von Trump Gegnern ausgegangen ist, müssen sich die dpa/ARD-Schreiber zum Teil unsinnige Formulierungen überlegen, um die Wahrheit zu verschleiern:

“Am Regierungssitz von Tennessee in Nashville wurden zwei Menschen in Gewahrsam genommen, nachdem sie mit Trump-Unterstützern aneinandergeraten waren.“

Offensichtlich hat die Polizei hier eine andere Lesart der Vorgänge als die Schreiber von dpa/ARD, die es nicht über sich bringen zu berichten, dass diejenigen, die mit „Trump-Unterstützern aneinandergeraten waren“ offensichtlich diejenigen, sind, von denen die Gewalt ausging, sonst wären sie nicht diejenigen, die festgenommen wurden. Entsprechend kann man auch nicht von „mit Trump-Anhängern aneinandergeraten“ reden, sondern müsste, wollte man über die Realität berichten, schreiben, dass die Festgenommenen Trump-Anhängern mit Gewalt begegnet sind und nicht umgekehrt.

Der Höhepunkt des Versuchs, die Realität anders darzustellen als sie sich dargestellt hat, findet sich in einem Bild, auf dem ein Mann mit blutverschmiertem Gesicht zu sehen ist. Offensichtlich haben die dpa/ARD-Schreiber nicht der Versuchung widerstehen können, Blut zu zeigen, um den entsprechend morbiden Trieb bei manchen ihrer Leser, aber vor allem bei sich zu befriedigen. Dummerweise wäre durch die korrekte Darstellung des Mannes mit dem blutverschmierten Gesicht, wie er durch das Internet gegangen ist, aber die ganze Mimikry des Artikels, der mehr oder weniger kunstvolle Versuche, die Wirklichkeit dahingehend zu manipulieren, dass nicht bekannt sei, von wem die Aggression und Gewalt in den USA ausgegangen ist, vernichtet worden, denn:

Urteilen Sie selbst:
Hier das Bild, das die dpa/ARD-Schreiber sich nicht wegdrücken konnten.

ard-fake-bild-trump

Quelle: Screenshot tageschau.de

Und hier das ganze Bild, das den Mann mit dem blutverschmierten Gesicht mit seinem Pro-Trump-t-Shirt zeigt, das bei ARD und dpa abgeschnitten wurde.

trump-schlaegerei

Die angeblichen Journalisten bei ARD und dpa sind offensichtlich der Ansicht, sie hätten es bei ihrem Publikum durchweg mit leichtgläubigen Narren zu tun, denen man jede Form von Manipulation unterschieben kann. Entsprechend muss man feststellen, dass die Schreiber keinerlei Respekt für ihre Leser haben.