„Die Einfalt und Gnügsamkeit der Natur fordert und bildet an dem Menschen nur gemeine Begriffe und eine plumpe Redlichkeit, der künstliche Zwang und die Üppigkeit der bürgerlichen Verfassung heckt Witzlinge und Vernünftler, gelegentlich aber auch Narren und Betrüger aus und gebiert den weisen oder sittsamen Schein, bei dem man sowohl des Verstandes als der Rechtschaffenheit entbehren kann, wenn nur der schöne Schleier dichte genug gewebt ist, den die Anständigkeit über die geheime Gebrechen des Kopfes oder des Herzens ausbreitet.“ Immanuel Kant: Versuch über die Krankheiten des Kopfes
Es erreichen uns immer mehr Hinweise darauf, dass heute Equal Pay Day ist.
Derartige Äußerungen eines gequälten Geistes haben uns dazu veranlasst, den heutigen Tag zum Tag des Jammers und des Mitleids zu erklären, denn was soll man sonst tun, angesichts von Personen, die doch tatsächlich denken, ein Unterschied im Stundenlohn spiegele ganz klar eine Benachteiligung wider.
- Der Kanalarbeiter, der weniger verdient als ein Equal-Pay-Day Aktivist ist benachteiligt, wird diskriminiert.
- Der Bergarbeiter, der weniger verdient als sein Bundestagsabgeordneter, ist benachteiligt, wird diskriminiert.
- Der faule Strick, der es sich auf einer halben Stelle bequem gemacht hat und immer der erste ist, der geht, obwohl der letzte, der kommt, er, der weniger verdient als der Motivierte, der Überstunden sammelt, er ist benachteiligt, wird diskriminiert.
- Bundeswehrsoldaten, die ihren Kopf hinhalten und dennoch deutlich weniger verdienen als die Funktionäre, die sich den Hintern in ihren Büros plattsitzen, sie sind benachteiligt, werden diskriminiert.
Angesichts solcher sozialistischer Geistesbenebelung ist uns wirklich nur ein Zitat aus Kants Versuch über die Krankheit des Kopfes eingefallen. Mehr haben wir zum Equal Pay Day nicht mehr zu sagen.
Ansonsten verweisen wir auf die Texte, die wir in den letzten Jahren zum Equal Pay Day verfasst haben:
2013: Funktionärsgebrabbel und Wirklichkeit
2014: Das Anstands-Gap: Lügen, Falschaussagen und Equal Pay
2015: March Fools Day: Wer fällt auf den 22%-Scherz herein?
Und, nein, es gibt auch kein Gender Pay Gap:
Ungleichheit ist nicht gleich Diskriminierung
Gender Pay Gap: Ideologie und Wirklichkeit
Ansonsten: Gender Pay Claptrap
Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.
Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.
Paypal:
Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.
- Bank: Tescobank plc.
- Accountname: ScienceFiles-Account
- BIC: TPFGGB2EXXX
- IBAN: GB40TPFG40642010588246
- Kontoinhaber: Michael Klein
- Bankgebühren umgehen mit Transferwise
Den aktuellen Spendenstand gibt es hier.
