Das Ende der Gender Studies

Donald Trump hat den Entwurf für seinen ersten Haushalt veröffentlicht, und er ist sich treu geblieben: Ein Mehr an Ausgaben in Verteidigung und Wirtschaft wird durch Einsparungen u.a. im Bereich von State Department und USAID Programmen gegenfinanziert. Allein 10,7 Milliarden US-Dollar will Trump dadurch einsparen, dass er jegliche staatliche Finanzierung für Programme, die der Prävention des Klimawandels dienen, streicht und die US-Zuschüsse an Weltbank und UN-Friedensmissionen reduziert.

Bemerkenswert ist der Haushalt auch, weil Maßnahmen enthalten sind, die es in Deutschland noch nie geben hat. Stellen Sie sich vor, ein Programm, eine Abgabe, eine Nutznießerkette, die von einem deutschen Ministerium, z.B. in die Welt von Genderismus oder Rassismusbekämpfung aufgebaut wurde, würde in einem künftigen Haushalt einfach so gestrichen. Weg. Futsch. Behörden und Ämter, die damit beschäftigt gewesen sind, z.B. Gender Mainstreaming zu befördern oder die Deutschen zu antirassistischen Gutmenschen zu erziehen, würden einfach so gestrichen, die dort Beschäftigten auf die Straße gesetzt.

Bisher nicht vorstellbar in Deutschland.

Vorstellbar und machbar in den USA. Insgesamt 19 nationale Behörden sind im Entwurf des ersten Trump-Budget gestrichen und entsprechend nicht mehr vorhanden, darunter das National Endowment for the Humanities, ein Amt, von dem aus insbesondere Forschungsgelder in den Bereich der Gender Studies geflossen sind. Die Liste der vom NEH geförderten Projekte und Maßnahmen, die den Gender Studies zugeordnet werden können, umfasst 681 Einträge, die jeweilige Fördersumme reicht von wenigen Tausend US-Dollar bis in die Hundertausende.

Mit der Streichung des NEH ist nicht nur das Ende dieser Projekte und Maßnahmen, sofern sie nicht bereits abgeschlossen sind, gekommen, tatsächlich stellt die US-Administration damit jegliche Förderung von Gender Studies und verwandtem Unsinn ein.

Das Ende der Gender Studies ist eingeläutet. Die Zeit, in der man mit Gender Fördergelder für jeden Unsinn erheischen konnte, sie ist vorbei – zumindest in den USA:

Ist Blödsinn steigerbar? DIW erfindet das Gender Gap in der FinanzBildung

Wir haben ein paar Aufgaben für Sie:

„Sie leihen 10 000 EURO zu einem Zinssatz von zwei Prozent im Monat.
Wieviel schulden Sie nach drei Monaten?

  1. weniger als 10 200 EURO
  2. mehr als 10 200 EURO
  3. genau 10 200 EURO

Sie haben 10 000 EURO auf einem Konto, der Zinssatz für dieses Konto ist ein Prozent im Jahr. Der Preis für alle Güter und Dienstleistunden steigt um zwei Prozent im Jahr.
Wieviel können sie in einem Jahr kaufen?

  1. weniger als ich heute kaufen kann
  2. mehr als ich heute kaufen kann
  3. genau dasselbe was ich heute kaufen kann

Es ist sicherer, nur eine Aktie zu kaufen als einen Fond zu kaufen.

  1. wahr
  2. falsch

Das sind keine Fragen aus einer Arbeit in Wirtschaft in der 9. Klasse, nein, das sind Aufgaben aus einer Untersuchung, deren Ziel darin bestand, finanzielle Bildung zu messen (FinanzBildung). Man könnte es nun dabei belassen, darüber zu erschrecken, dass nicht 100% der Erwachsenen in Deutschland in der Lage sind, alle drei Fragen richtig zu beantworten.

Aber das wäre nicht dramatisch, nicht melodramatisch und vor allem würde es den Notwendigkeiten des modernen propagandistischen Zeitalters nicht gerecht. Sehen wir also, was man mit den Ergebnissen machen kann.

Man kann die Ergebnisse nach Geschlecht unterscheiden. Und siehe da: Frauen erweisen sich im Hinblick auf die oben dargestellten Aufgaben häufiger als Trottel als Männer: 83% der befragten Männer und 80% der befragten Frauen können Aufgabe 1 richtig lösen, 82% der Männer und 73% der Frauen Aufgabe 2 und 68% der Männer und 57% der Frauen Aufgabe 3. Abermals könnte man nun feststellen, dass Frauen im Hinblick auf die drei Fragen deutlich mehr Lernbedarf haben als Männer und es damit sein Bewenden haben lassen.

Aber… Sie wissen schon: Propaganda und so.

diw-wb-46Richtige Propaganda, die aus diesem Firlefanz ein soziales Problem macht, beherrscht man seit längerem im DIW in Berlin, das sich schon vor Jahren von der Realität verabschiedet hat und seither in politisch-korrektem Firlefanz macht. Aus der Tatsache, dass weniger Frauen als Männer die drei Fragen richtig beantworten können, wird entsprechend:

Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen trägt zu geringerer Finanzbildung von Frauen bei

So einfach geht das. Aus der Unfähigkeit, Aufgaben richtig zu lösen, wird eine Frage der Gleichberechtigung. Wenn Mädchen in der Schule schlechter in Mathematik abschneiden als Jungen, dann hat das entsprechend nichts damit zu tun, dass ihre Mathematikleistung anscheinend schlechter ist als die von Jungen, sondern damit, dass in der Schule keine Gleichberechtigung gegeben ist. Gleichberechtigung wäre folgerichtig mit Notengleichheit erreicht, nicht etwa mit Leistungsgleichheit.

Ticken die im DIW noch richtig?

Nein, denn mit dem Hinweis auf Gleichberechtigung hat es nicht sein Bewenden. Es geht noch weiter, es wird eine Kausalkette gezimmert: Mangelnde Gleichberechtigung bei Finanzentscheidungen ist die Ursache dafür, dass weniger Frauen als Männer die drei Aufgaben, die wir eingangs zitiert haben, zu lösen im Stande sind.

Das ist nun Irrsinn im fortgeschrittenen Stadium.

Nehmen wir z.B. die Entscheidung von NASA, eine bemannte Mission auf den Mars zu schicken. An dieser Entscheidung sind NASA-Mitarbeiter und vermutlich Vertreter der US-Regierung beteiligt. Kaum ein Astronom, der sich mit dem Mars beschäftigt, ist an der Entscheidung beteiligt – in der ideologischen Sprache, die beim DIW gepflegt wird, sind die Astronomen also nicht gleichberechtigt. Dennoch kann man wetten, dass die entsprechenden Astronomen in der Lage wären, rudimentäre Fragen zum Mars richtig zu beantworten.

Warum?

Weil sie sich mit dem Mars beschäftigen. Weil sie ein Interesse an der Erforschung des Mars und daran, sich mit dem Mars zu beschäftigen haben.

Nun machen wir etwas, was vielen Deutschen zunehmend schwer fällt: Einen Transfer. Wenn Interesse für einen Gegenstand dazu führt, dass man Kenntnisse und Wissen über diesen Gegenstand hat, dann muss man daraus schließen, dass mehr Männer als Frauen Interesse an Finanzbildung, wie es hochtrabend beim DIW heißt, haben, dass sich mehr Männer als Frauen mit Finanzfragen beschäftigen.

Entsprechend muss man schließen, dass Finanzfragen mehr Frauen als Männern schnuppe sind. Und weil sie kein Interesse haben, haben sie sich nicht damit beschäftigt, aus freiem Willen und eigener Entscheidung. Niemand hat sie behindert, niemand diskriminiert, niemand ihre Möglichkeit, sich zu beschäftigen, in Frage gestellt. Sie hatten schlicht keine Lust, sich damit zu beschäftigen. Das hat mit Gleichberechtigung nichts, mit anderen Interessen sehr viel zu tun.

Die Propaganda aus dem DIW will es jedoch so erscheinen lassen, als würden Frauen von furchtbaren Mächten, vermutlich furchtbaren männlichen Mächten daran gehindert, sich Kenntnisse in rudimentären Fragen der Zinsrechnung und des Aktienhandels zu beschaffen. Und anstatt festzustellen, dass Frauen eben seltener bereit sind als Männer, sich diese rudimentären Kenntnisse zu beschaffen, werden sie zu Opfern einer nicht vorhandenen Gleichberechtigung erklärt. Frauen können keine Defizite aufweisen, keine Trottel sein, aber Opfer nicht vorhandener Gleichberechtigung.

Wenn es nicht so selten dämlich wäre, man müsste sich darüber aufregen.

Der ganze Blödsinn hindert Antonia Grohmann, die dafür verantwortlich ist, übrigens nicht daran zu fordern, dass die „allgemeine Bildung und die Rechenfertigkeit von Mädchen und Frauen verbessert“ wird.

Was ist noch einmal die Steigerung von Blödsinn?

Uns fällt nichts mehr ein. Außer vielleicht: Frauen sterben im Vergleich zu Männern zu spät. Wie wäre es, ein Sterbetraining für Mädchen und Frauen einzuführen, aus Gründen der Gleichberechtigung.


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Frauenförderung in NRW: Verfassungswidrig und Kompetenzanmaßung

Die Zeichen mehren sich, dass die Zeiten, in denen man auf dem Ticket der Frauenförderung in Positionen gelangen konnte, in die man aufgrund eigener Qualifikationen nie gelangt wäre, vorbei sind.

VG DuesseldorfGerade hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf (AZ: 2 L 2866/16) entschieden, dass das Frauenförderungegesetz des Landes NRW, das Frauen im Landesdienst Männern gegenüber besser stellen soll, verfassungswidrig ist.

Zum einen habe das Land NRW eine gesetzliche Regelung erlassen, zu demrNRW die Gesetzgebungskompetenz fehle, zum anderen sei das Gesetz verfassungswidrig, weil es gegen den Leistungsgrundsatz in Art. 33 Abs. 2 GG verstößt.

Das Frauenförderungsgesetz von NRW sieht vor, dass Frauen bei Beförderungen dann bevorzugt werden sollen, wenn bei ihnen „im Wesentlichen“ gleiche Leistungen vorliegen wie bei männlichen Mitbewerbern. Wie so oft, sitzt der Teufel im Detail, denn das Wesentliche ist auf die Gesamtnote der Dienstbeurteilung beschränkt, so dass Unterschiede, wie sie z.B. in Einzelnoten bestehen, die für die zu besetzende Stelle von besonderer Bedeutung sind, überhaupt nicht in Betracht gezogen werden. Es geht eben darum, Frauen in Positionen zu hieven, nicht darum, den besten Bewerber um eine Position auszuwählen.

Und genau daran, dass das Nordrhein-Westfälische Frauenförderungsgesetz ein eklatanter Verstoß gegen das Leistungsprinzip ist, hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf besonderen Anstoß genommen und die Landesregierung mit der Bemerkung düpiert, dass es im öffentlichen Interesse sei, den leistungsfähigsten Bewerber auf öffentliche Positionen zu befördern und nicht denjenigen, der das richtige Geschlecht hat, wirke sich der leistungsfähigste Bewerber doch positiv auf die Qualität des öffentlichen Dienstes aus. Dies mag ein Gedanke sein, der Politikern vollkommen fremd ist, um so wichtiger, dass ihn Verwaltungsrichter wieder in Erinnerung bringen.

Schließlich haben die Verwaltungsrichter die Frauenförderungs-Advokaten in der Landesregierung darauf hingewiesen, dass es den § 9 des Beamtenstatus-Gesetzes gibt, der da lautet:

“ Ernennungen sind nach Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung ohne Rücksicht auf Geschlecht, Abstammung, Rasse oder ethnische Herkunft, Behinderung, Religion oder Weltanschauung, politische Anschauungen, Herkunft, Beziehungen oder sexuelle Identität vorzunehmen.“

Das ist eindeutig – oder? Bei der Ernennung eines Beamten ist die fachliche Leistung relevant. Sonst nichts.

Welche Konsequenzen aus diesem Urteil für andere Formen der Bevorzugung weiblicher Bewerber ohne Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit folgen, z.B. für das Professorinnenprogramm, bleibt abzuwarten. Einstweilen kann man feststellen, dass es in Deutschland Verwaltungsrichter gibt, die die Korruption im Bereich der Frauenförderung nicht hinnehmen wollen, nämlich u.a. die Richter Andreas Müller und Dieter Sternberg von der Zweiten Kammer des Verwaltungsgerichts Düsseldorf.


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Universität Duisburg-Essen: Letzte Zuckungen eines kümmerlichen Genderismus

Bei uns häuft sich die Junk-Science von der Universität Duisburg-Essen. Scheinbar wird dort rausgehauen, was geht, eine richtige fiesta bobada. Das neueste Beispiel kommt von Kümmerling, von Dr. Angelika Kümmerling und bejammert das Gender Time Gap. Ja, das gibt es auch. Das Gender Time Gap. Es besteht darin, dass Frauen seit Jahrzenten deutlich weniger arbeiten als Männer: 8,2 Arbeitsstunden weniger in der Woche und im Durchschnitt waren es 2015, so hat Kümmerling in ihrer Arbeitszeit herausgefunden.

Damit haben wir ein deskriptives Ergebnis: „abhängig beschäftigte Frauen arbeiteten im Jahr 2016 durchschnittlich 30,1 Stunden in der Woche“, während „abhängig beschäftigte Männer im Durchschnitt 38,3 Stunden pro Woche“ gearbeitet haben. Der Unterschied ergibt sich daraus, dass Männer in der Regel Vollzeit arbeiten, während viele Frauen Teilzeit arbeiten.

Was macht man mit einem solchen deskriptiven Ergebnis?
Man kann versuchen, es zu erklären.
Das jedenfalls würde man tun, wenn man ein Wissenschaftler wäre.
Kümmerling ist kein Wissenschaftler, denn sie versucht nicht, das deskriptive Ergebnis zu erklären.
Kümmerling ist Ideologe. Und im Gegensatz zu Wissenschaftlern bewerten Ideologen alles Deskriptive. Ideologen sind nicht glücklich, wenn sie nicht bewerten können, sie sind getrieben von einer Bewertungs-Manie. Die Manie äußert sich wie folgt:

facepalm-Godzilla“Männer sind nach wie vor nahezu ausschließlich in Vollzeit erwerbstätig, während Frauen zumindest in bestimmten Lebensphasen auf Beschäftigungsverhältnisse mit einer geringeren Stundenanzahl setzen, z.B. um sich verstärkt der Kinderbetreuung widmen zu können. Diese Teilzeitstrategie, mit den bekannten Auswirkungen eines geringeren Einkommens und schlechteren Karriereaussichten, führt zu einer nicht ausreichenden eigenständigen sozialen Absicherung der Frauen sowohl in der Erwerbsphase als auch bei Krankheit, Arbeitslosigkeit oder im Alter. Damit wird der Preis für eine bessere Vereinbarkeit und ein entspannteres Familienleben von den Frauen gezahlt, indem sie nicht über die Rolle der Hinzuverdienerinnen im Haushalt hinaus kommen.“

Wenn man den ideologischen Unsinn, den wir gerade zitiert haben, auf seine Prämissen reduziert, dann ergibt sich ein Terrorgebilde. Der Terror wird von der Fortpflanzung ausgeübt. Sie zwingt Frauen gleich zu zwei Opfern. Einmal müssen sie ihre Karriere, ihr Einkommen und ihre Rente ihrer Funktion des Kindergebärens opfern, um die Familie, wie sie sich Kümmerling vorstellt, ins Leben zu rufen. Ist die Familie erst einmal ins Leben gerufen, dann folgt auch gleich das zweite Frauenopfer, dieses Mal in Form von Teilzeit, die Frauen auf sich nehmen, um ein „entspanntes Familienleben“ zu garantieren.

Eigentlich ist das nicht nur ideologischer Unsinn, eigentlich ist es mehr als kümmerlich, schon weil es kümmerlich ist, anzunehmen, dass Frauen Wesen ohne einen eigenen Willen sind, der sie Beruf vor Familie und Kindern wählen lässt. Man könnte fast sagen, dass niemand, nicht einmal Frauen, dazu gezwungen werden, Kinder in die Welt zu setzen. Ja die philosophische Tradition der Willensfreiheit geht geradezu davon aus, dass auch Frauen, sofern man sie in der Klasse des homo sapiens verortet, das tun können, was Menschen auszeichnen soll: Eine Wahl treffen und im vorliegenden Fall z.B. nein sagen. Das nun wieder, dass Frauen nein sagen könnten, sich gegen Kinder und für Beruf entscheiden könnten, kann sich Kümmerling in ihrer kümmerlichen Welt gar nicht vorstellen. Sie ist der Ansicht, dass Frauen keinen eigenen Willen haben und entsprechend auch nicht zur Gattung des homo sapiens zu rechnen sind.

junk_scienceUnd wegen dieses kümmerlichen Blicks auf Frauen, entgeht Kümmerling auch, dass Frauen, würde man ihnen ein eigenes Urteil oder gar eine eigene Entscheidungsfähigkeit zugestehen, tatsächlich Kinder einem Beruf vorziehen können und Kinder dazu nutzen können, um der Vollzeit zu entgehen und über die Elternzeit in die Teilzeit oder gleich ganz in die Freizeit zu flüchten. Eine Arbeitsminimierungsstrategie kann man das nennen, oder besser könnte man das nennen, wenn man denken würde, auch Frauen können denken. Aber so lange es die Universität Duisburg-Essen und die dortige Kaderschmiede, die kognitiv doch arg kümmerliche Wesen hervorbringt, gibt, scheint es von dort keine Zugeständnisse an die Ratio von Frauen zu geben.

Entsprechend raten wir Frau Kümmerling, einen weiten Bogen um Wales zu machen, denn die Frauen in Wales, wie im Vereinigten Königreich im Allgemeinen, aber in Wales im ganz Besonderen, nehmen es nicht locker, wenn man ihnen die eigene Fähigkeit zu Entscheidungen abspricht, auch oder besonders die Frauen in der ScienceFiles-Redaktion nicht, die über schlagfertige Argumente in jeder Form verfügen, um kümmerliches Denken aus der Welt der normalen Menschen zu entsorgen.

P.S.

Kann jemand diese Kümmerlinge ruhig stellen, denn sie sind nur noch mit Kümmerling zu ertragen und wir fürchten, angesichts der kümmerlichen Qualität der Kümmerlingschen Elaborate, dass wir unsere recommended daily allowance an Kümmerling überschreiten.


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Geschlechtergerechtes Bodenwischen: Bundesministerium fördert MINT-Gender-Unsinn

Hinter den Förderkennzeichen 01FP1419 und 01FP1421 versteckt sich wieder einmal die Verschwendung von Steuergeldern durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wie viel Steuergelder verschwendet wurden, haben wir nicht erfragt, es reicht an dieser Stelle festzustellen, dass die Transparenz in Deutschland nicht einmal soweit reicht, die Ver(sch)wendung von Steuergeldern lückenlos nachzuweisen. Der Umgang mit fremder Menschen Geld ist offensichtlich mit keinerlei zusätzlicher Verpflichtung oder gar Sorgfalt verbunden. Ministeriale gerieren sich, wie es ihnen gefällt, und geben das Geld der Steuerzahler aus, wie es ihnen beliebt. Das wird in Deutschland als Demokratie bezeichnet.

Die Früchte von 01FP1419 und 01FP1421, sie sind nunmehr als Sammelband zu bestaunen, als Sammelband mit dem Titel „Vielfalt geschlechtergerechten Unterrichts – Ideen und konkrete Umsetzungsbeispiele für Sekundarstufen“. Herausgegeben haben das Buch, dessen Titel bereits schlimme Befürchtungen weckt, Marita Kampshoff und Claudia Wiepcke. Ziel das Sammelbandes ist es: „das Interesse von Mädchen und Jungen für einen MINT-Beruf zu wecken“ bzw. die „Förderung einer geschlechtergerechten MINT-Berufsorientierung“.

Die „Förderung einer geschlechtergerechten MINT-Berufsorientierung“ sie soll mit eigens und auf Kosten der Steuerzahlern entwickelten Unterrichtsmaterialien erfolgen (dazu unten mehr) und mit dem „von den Herausgeberinnen entwickelten Dreischritt … von Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion“.

Gender Studies T ShirtEs ist Zeit, sich daran zu erinnern, dass Gender Studies, und das Sammelband-Machwerk ist den Gender Studies zuzuordnen, keine Wissenschaft, sondern Geschwätz sind. Wir warten nun seit mehr als zwei Jahren darauf, dass die angeblichen Gender-WissenschaftlerInnen die einfachsten Fragen nach ihrem Erkenntnisinteresse, ihrer Methode und ihren wissenschaftlichen Standards beantworten. Bislang umsonst, was seinen Grund darin hat, dass Gender Studies im Wesentlichen einen aufgeblasenenWortpopanz darstellen, bei dem hochtrabende Begriffe genutzt werden, um die letzte Trivialität zu verschleiern und Wissenschaftlichkeit zu gaukeln.

Deutlich wird dies am so immens wichtigen Konzept der „Intersektionalität“. Es füllt Bände, hat eine Vielzahl von Bäumen auf dem Gewissen. Legionen von Genderisten können sich seitenweise zu Intersektionalität auslassen und darüber schreiben, dass Menschen mehr als eine Eigenschaft haben, also nicht nur dumm sind, sondern auch hässlich, zum Beispiel. Das ist Intersektionalität!

Der für den Sammelband eigens entwickelte „Dreischritt“ von Konstruktion, Rekonstruktion und Dekonstruktion ist ein weiteres Beispiel für die aufgeblasenen Begriffe und Konzepte, mit denen Genderisten die Ärmlichkeit der eigenen Gedanken zu verschleiern suchen.

Stellen Sie sich vor, Sie nehmen eine Kaffetasse und werfen diese Kaffeetasse mit Schmackes auf den Boden. Die Kaffeetasse zerspringt in tausend Teile. Die Kaffeetasse, die zuvor erstellt wurde und auf diese Weise eine „Materialität“, wie das bei Genderisten heißt, erhalten hat, die zudem mit einem Symbolgehalt durch die Bezeichnung „Kaffeetasse“ und immanenten Diskriminierungsstrukturen, denn Tee wird eindeutig diskriminiert, versehen wurde, mit drei Worten: die konstruiert wurde, sie wurde also mit Schmackes dekonstruiert. Nun nehmen Sie ein Tube Uhu und rekonstruieren aus den vielen Scherben die einstige Kaffeetasse. Dabei kommt natürlich nicht mehr die ursprüngliche Kaffeetasse heraus, sondern etwas ganz anderes. Deshalb müssen Sie überlegen, was man nun mit der Kaffeetasse, die zwar rekonstruiert ist, so gut es möglich war, aber immer noch an der Dekonstruktion leidet, die sie mit Schmackes vorgenommen haben, machen kann. Vielleicht finden Sie jemanden, der dumm genug ist, die rekonstruierte Kaffeetasse, die von Uhu zusammengehalten wird, zu kaufen, als Kunstgegenstand zum Beispiel. In Ministerien soll man unter den dort sitzenden Politikern entsprechend Freigiebige finden, die sich selbst sprachlichen Popanz als Wissenschaft unterschieden lassen und ihn finanzieren: 01FP1419 und 01FP1421, Sie wissen schon.

Die De-, Re- und Konstruktion, sie dient der „Förderung einer geschlechtergerechten MINT-Berufsorientierung“, und zwar in der Schule. Wie das geht, beschreiben Anina Mischau, Kati Bohnet und Sascha Martinovic für Schüler der Jahrgangsstufen 7/8 anhand des Bodenwischens. 3 Unterrichtsstunden, insgesamt 135 Minuten sollen dafür geopfert werden, Geschlechterrollen und geschlechterbezogene Arbeitsteilung zu erlernen. Mit den Unterrichtsmaterialien soll bei den Schülern ein Verständnis dafür initiiert werden, dass „historisch gewachsene und noch heute wirksame Ursachen ungleicher Geschlechterverhältnisse in der Mathematik u.a. auch mit geschlechtsstereotypen Zuschreibungen von Tätigkeitsberufen und Fähigkeiten in Verbindung gebracht werden können“ (37).

Um diese Zuschreibungen aufzudecken, wird die Placemat-Methode benutzt. Die komplexe Methode hat eine der Autorinnen in einer eigens von ihr erstellten Grafik dargestellt, die wir hier wiedergeben.

Placemat

Wir hoffen, unsere Leser sind nicht von der Neuheit, der Placemat-Darstellung und deren Komplexität erschlagen und schon so dekonstruiert, dass sie unserer Rekonstruktion dessen, was Schüler heute in der 7/8 Jahrgangsstufe an Unsinn zugemutet wird, nicht mehr verfolgen können. Die Placemat-Methode besteht übrigens darin, vier Schüler vor die in der Abbildung konstruierte „Placemat“ zu setzen und sie ihre Gedanken dazu, wie man die folgende Aufgabe lösen kann, mit der die Stereotype in der Mathematik aufgedeckt werden sollen, aufschreiben zu lassen.

Die Aufgabe lautet:

BodenwischenWelche Fläche wischt ein Mann in seinem Leben? (Kati Bohnet hat eine bildliche Darstellung fabriziert, um diese Frage zu visualisieren). Überlege zunächst still für Dich, wie Du an diese Frage herangehen möchtest. Welche Informationen brauchst Du, um die Frage beantworten zu können. Schreibe Deine Gedanken und Ideen still in das Feld vor Dir“ (die Placemat).

Das also ist die Methode, mit der „dem Fachkräftemangel“ im MINT-Bereich entgegengewirkt werden soll. Es ist die Methode „zur Förderung einer geschlechtergerechten MINT-Berufsorientierung von Mädchen und Jungen“. Und es ist die Methode, die die Steuerzahler sehr viel Geld gekostet hat: 01FP1419 und 01FP1421. Wie viel war bislang nicht zu rekonstruieren. Wir dekonstruieren die Kosten daher als zu hoch und schätzen sie auf eine Summe im sechsstelligen Bereich.

Wie viele Schüler studieren wohl mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ein MINT-Fach, wenn ihnen ein derartiger Stuss in der Schule zugemutet wird? Wie viele Schüler werden wohl für eine „geschlechtergerechte Berufsorientierung“ sensibilisiert, wenn sie bemerken, wie krude und, mit Verlaub: dämlich, sie manipuliert werden sollen. Und wie armselig ist das, was Genderisten in ihrem Kopf zu denken im Stande sind: Warum soll die Fläche des gewischten Bodens geschätzt werden? Warum nicht die tägliche Wegstrecke zum Arbeitsplatz, die BEIDE Eltern zurücklegen? Warum nicht der Anteil des Einkommens, den BEIDE Elternteile erwirtschaften? Warum nicht das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Rentenzeit, für beide Elternteile.

Man weiß gar nicht, worüber man mehr betroffen sein soll: Über die Primitivität der Gedanken von Genderisten, über die Dummheit, die sie auf Grundlage ihrer eigenen Primitivität Schülern des Jahrgangs 7/8 unterstellen oder darüber, dass es tatsächlich Beamte gibt, die von Steuerzahlern bezahlt werden, um einen effizienten Einsatz von Steuergeldern zu gewährleisten, die einen solchen Unsinn mit Steuergeldern finanzieren.

Wir können uns das Ganze nur so rekonstruieren, dass die Konstruktion „formale Bildung“ bei manchen zu der unbegründeten Gewissheit geführt hat, dass mit einem formalen Bildungstitel auch Intelligenz und Bildung einhergehen. Entsprechend kann man die Vergabe von Steuermitteln für solche Sammelbände nur als entweder Beleg dafür dekonstruieren, dass die Beamten dem schönen Schein, der von Bildungstiteln ausgeht und der sich in einer Konstruktion aus Titel und Bildung niederschlägt, auf den Leim gehen oder darüber, dass sich sinnloses Geplapper, das sich über viele Seiten erstreckt, bestens als Arbeitsnachweis für Beamte geeignet ist, die – wann immer sie gefragt werden, was sie mit dem Geld der Steuerzahler getan haben – auf Regale voller Bücher sinnlosen Inhalts verweisen können. Dies führt zu der Rekonstruktion der Geschehnisse derart, dass die Konstruktion darüber, wie Steuergelder zu verwenden sind, bei Beamten keinerlei Kriterien von Effizienz, Effektivität, Qualität und Kompetenz umfasst. Vielmehr lässt sich die Verwendung von Steuergeldern insbesondere im „geschlechtersensiblen Bereich“ als Verschwendung de- und rekonstruieren.


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