SeniorFiles: Forum

Stammleser wissen, dass wir seit einiger Zeit mit einem Forum herumexperimentieren. Im Wesentlichen ging es uns darum, herauszufinden, ob es möglich ist, das Forum als offenes Forum, in dem jeder posten und kommentieren kann, zu betreiben oder nicht.

Die Antwort auf diese Frage und das Ergebnis unseres Experiments ist: Es ist nicht möglich.

Seniorfiles

Das Forum ist als Ort gedacht, an dem sich erwachsene Menschen austauschen können!

In der kurzen Zeit, die das Forum existiert, haben wir mehr als 200 Spam-Einträge gelöscht. Seltsamerweise ist der Spam, der uns täglich beschäftigt und Zeit kostet, nichts, was Datenschützer bekämpfen. Die eigentlichen Probleme, die dem Internet als freiem Markt für Informationen durch staatliche und andere organisierte Spammer entstehen, die interessieren offenkundig nicht. Statt dessen werden (w)irre Datenschutzgrundverordnungen nebst zugehörigem Bundesdatenschutzgesetz in Kraft gesetzt, um Überwachung und Kontrolle zu forcieren. Und da passt es ins Bild, Spam, Spam sein zu lassen, denn wer vollgemüllt wird, der kommt nicht zum Schreiben von Posts, und wer sich durch Unmengen Spam fressen muss, der verliert die Lust am Internet.

Genug davon.

Unser Forum ist – wider alle Widrigkeiten – nunmehr aus dem Testlauf heraus. Es ist stabil und hat mit Corvusalbus einen Moderator, der sein Handwerk versteht. Es würde uns freuen, wenn das Forum zum Umschlagplatz für Informationen und Wissen aller Art wird.

Der Zugang zum Forum findet sich im Menu (oben, zweite Zeile, letzter Punkt). Wer sich durchgeclickt hat, dem empfehlen wir, die Seite einfach mit einem Bookmark zu versehen.

Wer im Forum nur lesen will, der ist eingeladen das zu tun und muss sich weiter um nichts kümmern – allerdings stehen ihm nicht alle Threads zur Verfügung (manche erfordern eine Registrierung).

Wer etwas kommentieren oder schreiben will, der muss sich registrieren. Die Registrierung ist einfach, verlangt nur eine eMail-Adresse und deren Bestätigung.

Wir freuen uns auf viele Diskussionen. Dazu sind bereits Subforen vorhanden, in denen neue Threads eröffnet werden können. Wer einen Vorschlag für ein neues Subforum hat, der kann sich jederzeit mit diesem Vorschlag an uns wenden.

Eure/Ihre

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Generation “gelernte Hilflosigkeit”

So langsam entwickelt sich unser Forum zu einer Quelle der guten Ideen, z.B. der Thread, in dem darüber diskutiert wird, warum Jugendlichen alles, was ihnen vorgekaut wird, einfach zu schlucken scheinen. Für Angehörige der älteren Generation, die ihr Leben aus eigener Hand geführt haben, die ein Interesse an der Welt hatten, die sie umgibt, ist es schwer nachvollziehbar, wenn heutige Generationen selbst dann, wenn sie aus der Verwahranstalt „Schule“ entlassen werden, am Tropf der Erwachsenen hängen bleiben und sich z.B. ausgerechnet beim Bundesministerium für Familie und all die Anderen Informationen dazu besorgen wollen, wie man einen Aufenthalt im Ausland gestaltet, welche Arten des Auslandsaufenthalts es gibt und vermutlich auch dazu, wie man sich gegen alle Eventualitäten versichert, die im Kontakt mit fremden Menschen ganz ungeplant passieren können.

Was die Diskutanten im Forum fasziniert und irritiert ist letztlich die Bereitschaft junger Menschen, ihre Freiheit willig für eine Bevormundung, Lenkung und Steuerung und damit eine Kontrolle durch staatliche Instanzen aufzugeben und überhaupt nicht auf die Idee zu kommen, auf eigene Faust und damit auf eigene Verantwortung etwas zu unternehmen. Das Leben dieser jungen Menschen ist schon vorbei, bevor es angefangen hat.

Sie sind, wenn man so will, Opfer ihrer gelernten Hilflosigkeit.

Learned Helplessness ist ein Konzept, das Martin Seligman vor Jahrzehnten entwickelt hat, am Beispiel von Hunden, die man so domestiziert hat, dass sie ihren Fluchtinstinkt verloren haben, selbst dann, wenn sie wussten, dass ihnen Schmerzen zugefügt werden. In der Psychologie beschreibt das Konzept einen Zustand, in dem der Empfänger adverser Stimuli, von denen man annehmen muss, dass sie z.B. seinem Freiheitsempfinden oder seinem Streben nach Autonomie, zuwiderlaufen, diese nicht vermeiden will, weil er der Ansicht ist, es habe sowieso keinen Sinn.

Schüler, so scheint es, sind dann, wenn sie die Schule hinter sich haben, so domestiziert, dass sie nicht einmal mehr auf die Idee kommen, sie könnten die adversen Stimuli des Staates zurückweisen oder auch nur ignorieren, die Stimuli, die als „Information“ oder „Handreichung“ des Weges kommen, deren Ziel aber darin besteht, den Jungen Menschen Optionen vorzugeben, so dass sie keine eigenen, abweichenden Handlungsmöglichkeiten entdecken. Viele Schüler scheinen die Hilflosigkeit verinnerlicht zu haben und immer dann, wenn sie vor etwas Neuem stehen, nach der schützenden Hand und Führung durch den Staat Ausschau zu halten.

Eine Generation der gelernt Hilflosen… Früher hat man sich gefragt, ob ein Kanarienvogel, der seit seiner Geburt im Käfig sitzt, weiß, was Freiheit ist. Heute fragt man sich, warum junge Menschen, die frei geboren sind und seit Jahren in einem Käfig gehalten wurden, freiwillig in den Käfig zurückkehren, wenn man ihnen erlaubt hat, ein wenig frische Luft zu schnuppern.

Die Zeiten ändern sich eben.

Wer sich an der Diskussion im Forum beteiligen will, der kann das hier tun.

„Ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“

Tamara Gutfleisch und Hans-Jürgen Andreß haben ihren Beitrag in ISI59 [Informationsdienst Soziale Indikatoren] mit diesem Titel versehen. Auch Wissenschaftler müssen ihre Texte modernisieren und den oft kargen Ergebnissen ein wenig Fassaden-Glanz verleihen, immer in der Hoffnung, dass niemand hinter die Fassade blickt.

Denn: Gutfleisch und Andreß berichten nicht darüber, wie man in Deutschland gut und gerne leben kann, sondern darüber, was notwendig ist, damit man es gerade noch aushält in Deutschland. Sie berichten über das, was den Mindeststandard ausmacht, welche Dinge des täglichen Lebens Deutsche für „unbedingt notwendig“ halten, welche „wünschenswert“ wären und auf welche man verzichten kann. Sie berichten nicht darüber, was ein gutes Leben ausmacht, das man gerne lebt.

Die Ergebnisse, die Gutfleisch und Andreß berichten, basieren auf den Angaben von 2710 Befragten aus dem GESIS Panel und natürlich ist das GESIS Panel repräsentativ, dieses Mal für die Bevölkerung von 18 bis 70 Jahren… Sie kennen das. [Wer es nicht kennt, der kann es hier nachlesen.]

Gleich vorweg die schlechte Nachricht für diejenigen, die immer noch im Papierzeitalter leben: Am verzichtbarsten und entsprechend am wenigsten notwendig, um einen Mindestlebensstandard zu erreichen, ist den Befragten das Zeitungs- oder das Zeitschriftenabonnement. 72% der Befragten können darauf verzichten, 7% halten es für unverzichtbar und je jünger die Befragten, desto verzichtbarer das Zeitungs-/Zeitschriftenabonnement. Wenn es derzeit einen Wandel gibt, den Sozialwissenschaftler untersuchen sollten, hier ist er [Aber wo ist nur der Sozialwissenschaftler, der ihn untersucht?].

58% können auf eine Vereinsmitgliedschaft verzichten, 47% auf den Gang ins Kino, Theater oder ins Konzert und 44% auf den Besuch eines Restaurants. Die Kulturbeflissenen, die meinen, man müsse Wagners Lohengrin singen können, um sich zugehörig zu fühlen, auch sie preisen verzichtbare Güter an.

Aber was halten die Befragten für einen Mindest-Lebensstandard, was ist für sie besonders wichtig, um das tägliche Leben in Deutschland ertragen zu können.

Hier die Top-Ten:

  1. Eine trockene Wohnung (89%)
  2. Eine Toilette innerhalb der Wohnung (85%)
  3. Eine Waschmaschine (78%)
  4. Die Miete oder Zinsen pünktlich zahlen können (76%)
  5. Winterkleidung (71%)
  6. Heizung (69%)
  7. Eine warme Mahlzeit (67%)
  8. Ein Telefon (67%)
  9. Ein Gefrierfach/-schrank (59%)
  10. Ein separates Badezimmer (58%)

Sauberkeit, Wärme, eine finanziell gesicherte Unterkunft und ein Telefon: Das macht der Deutschen Mindeststandard aus, und man fragt sich unwillkürlich, wie viele Deutsche wohl unterhalb dieses Mindeststandards leben, ohne Gefrierschrank, in feuchter Wohnung und mit spärlicher Beheizung?


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Öffentlich-rechtliche Manipulateure, Alarmisten, Diffamierer und andere ganz normale Gutmenschen: ScienceFiles-Jahresrückblick Teil II

Wenn man die Beiträge des Jahres 2017 Revue passieren lässt, dann stellt sich das mulmige Gefühl ein, das vermutlich auch Edgar Allen Poe hatte, als er in seiner Geschichte „The Devil in the Belfry“ seine Erfahrung mit deutschen Auswanderern in Texas verarbeitet hat. So wirklich von Normalität kann man in Deutschland nicht mehr reden, angesichts z.B. der regelmäßigen Versuche öffentlich-rechtlicher Medien, ihre Inszenierungen als Wirklichkeit auszugeben, angesichts der Vielfalt der Fehlschlüsse, die in Deutschland blühen, angesichts dessen, was an Hochschulen normal geworden ist und angesichts der Normalität, mit der über Gewalt von Links über islamistische Terroristen und das tägliche Attentat berichtet (oder nicht berichtet) wird, während hunderte Millionen Euro in den Kampf gegen Rechtsextremismus gepumpt werden.


Juli

Erste Anzeichen, dass in den Wissenschaften ein Umdenken stattfindet, dass die Penetration vor allem der Sozialwissenschaften mit den verschiedenen Spielarten methodischer Willkür und politischem Aktivismus, wie sie Whiteness-Studies, Gender Studies oder Anti-Rassismus darstellen, beendet werden soll, haben wir im Juli entdeckt. Duncan Watts hat seinen Vorschlag, wie man die Sozialwissenschaften retten kann, publiziert. Wissenschaft müsse prüf-, replizier und ihre Ergebnisse verwertbar sein, so seine Forderungen, an denen die Gender Studies mit Sicherheit scheitern. Dass der Vorschlag von Watts nicht neu ist, nicht zuletzt, weil wir das seit Jahren fordern, haben wir am Beispiel von Richard Feynman und seiner kurzen Anleitung zum Erkennen von Junk Science dargestellt.

Wie notwendig dieser Versuch, die Sozialwissenschaften zu retten, ist, zeigt ein Blick auf den wissenschaftlichen Nachwuchs, der mehr und mehr zum Lynchmob wird, der abweichende Meinungen und vor allem deren Vertreter bekämpft.

Manche mögen es nicht, wenn sie auf die Prüfbarkeit oder die Replizierbarkeit ihrer Behauptungen angesprochen werden, wenn Kritik an dem geübt wird, was sie der Öffentlichkeit als Wahrheit präsentieren wollen. Und so haben wir uns im Denunziantenstadl der Böll-Stiftung, Agentin.org genannt, ein Diffamierungsprojekt, an dem u.a. alte Bekannte wie Andreas Kemper und Elisabeth Tuider beteiligt waren, wiedergefunden. Die Böll-Stiftung hat das Portal zwischenzeitlich eingestellt und sich mehr oder minder für die Denunziation zahlreicher Kritiker nichtzuletzt der Gender Studies entschuldigt.

Gescheitert ist nicht nur der Versuch, u.a. ScienceFiles zu diffamieren. Auch der Versuch, die Ossis generell zu Rechtsextremisten zu erklären, ist gescheitert. Die Chronik des Scheiterns und die Genese der Schlammschlacht, die wegen dieses Scheiterns, das auf einen Beitrag von ScienceFiles zurückgeht, haben wir im Juli zusammengestellt.

Das Thema “Verschwendung von Steuergeldern” war im Juli dem Doppeleinhorn gewidmet, Unsinn auf Twitter, den das BMFSFJ über drei Ecken mit 60.000 Euro möglich macht.

Eine verunglückte Wahlhilfe aus dem Hause Bertelsmann ist das Highlight aus dem Bereich der Junk Science. Die hektische Vorabveröffentlichung der „Stunde der Populisten“ wurde zum methodischen Offenbarungseid der Bertelsmänner, dem wir das Prädikat „Junk“ verliehen haben.

Der Juli war der Monat, in dem friedliebende Demonstranten mit wohlgemeinten linken Ansinnen von brutalen Schlägern in Polizeiuniform dazu getrieben wurden, Läden in Hamburg zu plündern und Eigentum von Hamburgern zu zerstören. Der Protest gegen G20 hat es möglich gemacht. Hinter dem Protest, so haben wir auf Grundlage von Material gezeigt, das uns ein Leser zugeschickt hat, steckt u.a. Attac.

Die EpochTimes haben unseren Beitrag übernommen und kommentiert und Ärger mit Attac bekommen und den Beitrag revidiert und sich von Attac zu genehmer Berichterstattung erpressen lassen.

Dass Hamburg kein Einzelfall ist, dass Linksextremismus im deutschen politischen System so etwas wie der Morast ist, auf dem eine Reihe von antidemokratischen Bestrebungen gedeihen, das war Gegenstand eines weiteren Beitrags und natürlich haben wir im Juli auch die Reihe, in der wissenschaftliche Forschung zu den Ähnlichkeiten zwischen Links- und Rechtsextremismus zusammengestellt wird, fortgeführt.

Kein Monat ohne Beiträg über eine öffentlich-rechtliche Manipulation. Martin Ganslmeier versucht sich an Donald Trump, dem projektiven Feind all derer, deren Kompetenz zu nichts anderem als zum Manipulationsversuch reicht. Ein weiteres Beispiel der öffentlich-rechtlichen Manipulationsversuche hat die x-te Verharmlosung von Linksextremismus zum Ziel.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was „Soziale Gerechtigkeit“ sein soll? Die wenigsten haben sich gefragt, was sich hinter dem Begriff, den F. A. von Hayek als verzichtbar benannt hat, steckt. Das hat Kalkül. Soziale Gerechtigkeit ist ein Wohlfühlbegriff. Diejenigen, die ihn benutzen, wollen sich als gute Menschen inszenieren und diejenigen, die ihn hören, zu irgendetwas manipulieren. Ausgerechnet Meinungsforschern ist es gelungen, die vielen Bedeutungen dieses begrifflichen Chamäleons offen zu legen.


August

Der Ansturm dessen, was Max Weber die Afterwissenschaften genannt hat, hat in der zweiten Hälfte 2017 aus unserer Sicht zugenommen. Vor allem wegen der Versuche der Genderista sich mit fremden Federn zu schmücken, haben wir darauf hingewiesen, dass Gender Studies und sonstiger „Studies-Unfug“ nichts mit Soziologie gemein hat.

Auch im August hat die wissenschaftliche Lauterkeit gelitten. Dieses Maß kommt der Versuch, Wissenschaft zu missbrauchen und deren Rezipienten arglistig zu täuschen, aus dem Hause DIW, in dem der Sexuality Pay Gap erfunden wurde.

Auch die Bertelsmänner waren im August wieder aktiv. Dieses Mal mit einer Studie, die zeigen sollte, dass vor allem weibliche Migranten zwar in die deutsche Gesellschaft integriert, aber nicht von den Gesellschaftsmitglieder akzeptiert würden. Gezeigt hat die Studie weitgehend das Gegenteil.

Dass im heutigen Journalismus auch der, der nichts außer diffamieren kann, es in Redaktionen schafft, hat Arne Hoffmann im August zu spüren bekommen. In der FAZ findet sich das zugehörige, traurige Beispiel für Diffamierungs-Journalismus.

7400 Prozent Steigerung. Wann hatten Sie zum letzten Mal eine entsprechende Lohnsteigerung? Utopisch. Jedenfalls für normale Bürger. Nicht utopisch für politische Stiftungen. Die Steuergelder, die Fraktionen der im Bundestag vertretenen Parteien den politischen Vereinen der Parteien, die sich Stiftungen nennen, zuschustern, haben sich in wenigen Jahrzehnten um 7400% vervielfacht.

Übrigens haben Jungen immer noch Nachteile und Männer haben viele Nachteile im Vergleich zu Mädchen und Frauen. Dass Sie davon nichts hören, liegt an dem männerfeindlichen Klima, das ein toxischer Genderismus verbreitet.

Die nahende Bundestagswahl hat für Meinungsforscher Hochkonjunktur nach sich gezogen. Dass und warum in den monatlichen, wöchentlichen, fast täglichen Umfragen zur Wahlabsicht, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, die AfD immer unterschätzt wurde, haben wir schon im August aufgezeigt.

Vom kläglichen Zustand der Rationalität, das dem Wirken politischer Aktivisten zugeschrieben werden muss, zeugt die Wandlung der Anetta Kahane, die gestern noch die Stasi informierte und heute in der Wikipedia als Menschenrechtsaktivistin geführt wird. Es ist eben alles eine Frage der Wertung, und natürlich sind auch die Stasi, Erich Mielke und Sascha Wolf Menschen, die für ihr Recht, im Leben anderer herumzuschnüffeln und deren Leben so madig und schwierig wie möglich zu machen, die Unterstützung von Aktivisten, von Menschenrechtsaktivisten benötigen.

Ein weiteres Beispiel für die Verkümmerung rationaler Kompetenzen in Deutschland ist die Denkverweigerung, die bereits Schülern dadurch anerzogen werden soll, dass ihnen ein Impressum als Qualitätsmerkmal von Internetseiten verkauft werden soll. Den zugehörigen Fehlschluss ad impressum haben wir im August festgeschrieben.

Die Manipulationen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben im August ein Niveau angenommen, das man nicht mehr mit Begriffen, die einer Normalität verhaftet sind, beschreiben kann. So wollte man bei Tagesschau.de die Leser ernsthaft glauben machen, das Gender Pay Gap, das politische Aktivisten erfunden haben, um ihre eigenen Interessen durchsetzen zu können, beginne bereits mit vier Jahren und Eltern seien daran schuld.

Wie unabhängige Meinungen in Talksendungen inszeniert werden, hat der SWR offenbart. Für eine neue Sendung wurden Zuschauer gesucht, die eine bereits vorgegebene Meinung vor der Kamera als die ihre ausgeben sollten.

Auch im August tat Aufklärung zum Thema Flüchtlinge und deren Rettung im Mittelmeer Not. Die Erklärung, warum gute Absichten und gute Taten zwei verschiedene Dinge sind, die dann, wenn es um Flüchtlinge im Mittelmeer geht, meist nichts miteinander zu tun haben, war einmal mehr notwendig.


September

Der September stand auch bei ScienceFiles im Zeichen der Bundestagswahl – Sie wissen schon, dieses Happening, bei dem Sie, im Glauben, es würde etwas bewirken, zumindest aber eine Regierungsbildung nach sich ziehen, zwei Kreuze machen und in eine Urne werfen.

Wir haben zunächst die Zahlentricks offengelegt, die Meinungsforschungsinstitute für ihre „Prognosen“ benutzen, unsere eigene, um diese Tricks bereinigte Prognose erstellt, die besser war als die Prognosen der meisten Meinungsforschungsinstitute und die Folgen der Wahl aus politikwissenschaftlicher Sicht bewertet:

Ein Bundestag mit 709 Abgeordneten ist eine Form der poltischen Blähung, die nicht gesund sein kann und das Wahlergebnis wäre, wäre die CDU noch eine konservative und nicht längst eine Partei der linken Einheitsfront, ein Ergebnis, das eine neokonservative Revolution darstellt.

Eine weitere Folge der Bundestagswahl besteht darin, dass das Erzbistum Köln die Sachsen und ihren Freistaat gegen Atommüll aus Tschechien tauschen will.

Auch der September war ein Monat öffentlich-rechtlicher Manipulation. Der Deutschlandfunk hat zunächst 300 Jahre Schulpflicht erfunden, um sie dann zu feiern. Das ZDF hat sich der Forschungsgruppe Wahlen bemächtigt und ein Ergebnis bestellt, in dem eine Mehrheit unter 1000 natürlich repräsentativ Befragten die AfD als rechtsextrem einschätzt.

Angesichts der täglichen Manipulationsversuche durch öffentlich-rechtliche Medien ist es kein Wunder, dass rund 21 Millionen den Service des Beitrags verweigern. Beitragsservice ist der Euphemismus für Gebühreneinzugszentrale.

Politisch-korrekte Junk Science geht dieser Tage durch Medien wie ein Messer durch Quark. Das vom DIW erfundene Sexuality Pay Gap, demzufolge Schwule angeblich weniger verdienen als heterosexuelle Männer hat es schnell in alle von dpa gleichgeschalteten deutschen Medien geschafft.

Willst Du große Presse, dann schreibe Junk!

Oder finde etwas, was mit Nazis in Zusammenhang steht oder hängt, wie die Glocke in der Kirche in Herxheim am Berg, die ein zum Verfassungsfeind erklärtes Symbol der Nazis schmückt und der deshalb das Läuten abgestellt werden soll.

Unsere Reihe zur Forschung, die Gemeinsamkeiten von Links- und Rechtsextremismus beschreibt, haben wir auch im September fortgesetzt. Läse man beim BKA ScienceFiles, man müsste sich nicht darüber wundern, dass es Schnittstellen zwischen Linksextremismus und Islamismus gibt.


Oktober

Wussten Sie schon: 1849 war mehr Meinungsfreiheit garantiert, als heute. ScienceFiles bildet.

Der Oktober war der Monat, in dem die deutschen Gazetten voller Nachrufe auf Massen verstorbener Insekten und voller Epitaphe eines einst dagewesenen und nun verlorenen Paradieses waren. Ursache dafür war eine Studie, die Insektensterben in großem Ausmaß festgestellt haben will. Die Studie ist Junk Science wie wir gezeigt haben. Eine Einschätzung, die das RWI mit uns teilt.

Dass Umwelt- und Naturschutz Ursache für Artenverlust sind, haben wir in einem weiteren Beitrag dargestellt.

Dass Dummheit schnell in Boshaftigkeit umschlägt, belegt der Manipulationsversuch aus öffentlich-rechtlicher Quelle im Oktober. Frauen machen die Hausarbeit während Männer saufen, so das Ergebnis einer gelebten redaktionellen Demenz.

Die Entlarvung von Junk Science war neben dem Insektensterben im Oktober ein Schwerpunkt auf ScienceFiles. Wir haben unseren Lesern die Junk Science, die Elisabeth Tuider als Queere Kanakness vertreibt, wenn sie gerade nicht für Diffamierungsportale der Böll-Stiftung (agentin.org) tätig ist, zugemutet, sie mit der neuesten Junk Science aus dem Hause Bertelsmann, mit der versucht wird, Kinderarmut zu inszenieren und auszunutzen, konfrontiert, gezeigt, welchen Junk die DFG im Bereich der Gender Studies mit 2 Millionen Euro fördert und bislang keinerlei Hinweis auf irgend etwas gefunden, das gesellschaftlich verwertbar oder auch nur methodisch korrekt wäre.

Weil Junk Science und Gender Studies synonym verwendet werden können, haben wir uns im Oktober entschlossen, die Gender Studies einer näheren Analyse zu unterziehen. Mit ersten Ergebnissen haben wir unsere Leser im Hinblick darauf geschockt, was in Gender Studies als Lehrveranstaltung gilt und damit der Schock sich auch festsetzt haben wir zusammengestellt, an wie vielen Universitäten in Deutschland Lehrveranstaltungen in dieser unterirdischen Qualität in Gender Studies feilgeboten werden.

Nach der Euphorie über die vielen Menschen, die nach Deutschland flüchten, um hier die derzeit noch fehlenden Facharbeiter zu werden, hat sich im Oktober auch bei denen Ernüchterung eingestellt, die diesen Unfug einst geglaubt haben. Flüchtlinge beziehen Hartz IV und haben kaum Aussicht auf einen Arbeitsplatz.

Unsere Nachbetrachtung der Bundestagswahl hat den bemerkenswerten Absturz der CDU in Sachsen zum Gegenstand. Dass Kurt das noch erleben muss.

Auch das Thema Bildung ist im Oktober ausführlich von uns behandelt worden. Zunächst mit eigener Forschung, die zeigt, dass da, wo linke Regierungen ein Bundesland führen, die Schüler in Leistungstests schlechter abschneiden als in Bundesländern, deren Regierung keine Beteiligung linker Parteien aufweist.

Eine bemerkenswerte, weil politisch nicht korrekte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich Frauenförderung nicht lohnt, denn der gesellschaftliche Nutzen tertiärer Bildung ist für Männer dreimal höher als für Frauen. Sekundärforscher: ScienceFiles.

Bemerkenswert sind auch die Gemeinsamkeiten, die sich bei näherem Hinsehen zwischen der Hochschulpolitik im Nationalsozialismus und der unter der Ägide des Staatsfeminismus ergeben.


November

Den Vorsatz, die Genderista an Universitäten näher unter die Lupe zu nehmen, haben wir im November in einen Spendenaufruf umgesetzt, der auf der Beschreibung eines Projektes basiert, mit dem wir u.a. die Verbreitung, die Qualität der Lehre und die sonstigen Tätigkeiten von Genderista an allen 82 deutschen Universitäten untersuchen wollen. Der Aufruf hat zu dem phänomenalen Ergebnis geführt, dass wir die erste Phase, des Projekts, zu deren Finanzierung 12.500 Euro notwendig sind, durchführen können. Die Finanzierung ist vorhanden. Wir bedanken uns bei den mehr als 300 Spendern, die die erste Phase unseres Projektes ermöglichen.

Vorarbeiten zu diesem Projekt, sind in eine Darstellung der deutschlandweiten Verbreitung der Gender Studies und ein Gender Trash Ranking gemündet, das es Studenten ermöglichen soll, Universitäten zu meiden, die für das Wirken von Genderista bekannt sind, es dulden und entsprechend kaum Wert auf eine wissenschaftliche Ausbildung legen können.

Dass Genderismus und Korruption eine Symbiose eingehen, zeigt sich am Beispiel eines Projekts, für die das BMBF kurz vor Jahresschluss noch knapp eine Million Euro aus dem Fenster wirft. Das Projekt dient der Diffamierung von Kritikern des Genderismus. Mit der Durchführung beauftragt, wurde ein Kader der Genderista, der seine berufliche Position der Existenz von Frauenförderprogrammen verdankt.

Der November ist aber auch der Monat, in dem ein deutscher Minister eine Entscheidung auf Grundlage von Fakten und nicht auf Grundlage der ideologischen Wetterlage getroffen hat. Agrarminister Schmidt hat der Zulassung von Glyphosat durch die EU zugestimmt. Wir haben seine Zustimmung zum Anlass genommen zu zeigen, wie Agents Provocateur Un- und Fehlinformiertheit nutzen, um ihre eigene Agenda durchzusetzen und sich dabei eine goldene Nase zu verdienen.

Das Thema „politische Inszenierung“ hat im November durch den Bürgermeister Andreas Hollstein Anschauungsmaterial erhalten. Die politische Klasse Deutschlands hat den offenkundig harmlosen, weil mit Heftpflaster behandelbaren Messerangriff auf den Bürgermeister von Altena zum Anlass genommen, um ihre gesammelten Fähigkeiten in Heuchelei zur Schau zu stellen und Gefühle der Empörung zu gaukeln, zu denen nur Menschen, aber keine scheintoten Aktivisten fähig sind.

Die Inszenierung wurde von öffentlich-rechtlichen Medien getragen, die auch im November viele Beispiele der versuchten Manipulation bereitstellen, wie z.B. einen Beitrag über den Ursprung des „Black Friday“, der dem antikapitalistischen Tenor der ARD gerecht wird, aber dennoch falsch ist, oder durch einen Beitrag über die angeblich jeden Tag stattfindenden Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, der einmal mehr Manipulation war. Dass es Redakteure gibt, die es so gerne sehen würden, wenn jeden Tag ein Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkünfte verübt würde, dass sie die entsprechenden Anschläge suggerieren, ist ein Indiz dafür, dass die Mechanismen, die zur Auswahl der Fähigsten unter den Bewerbern für einen Posten führen sollen, nicht mehr greifen.

Dass auch der Klimawandel mit viel Tamtam und falschen Daten inszeniert wird, zeigt Ivar Giaever, Nobelpreisträger für Physik, im Rahmen eines Vortrags in Lindau.

Der tägliche Kleinkrieg gegen die Rationalität, der in Deutschland stattfindet, hat viele Facetten. Eine Facette davon ist der Versuch, Begriffe der Sprache von ihrer Bedeutung zu trennen, um sie als rein emotionale Marker verwenden zu können. Der Begriff der Zivilcourage ist ein Beispiel dafür. Zivilcourage besteht heute darin, andere zu denunzieren.

Eine weitere Facette des Kriegs gegen die Rationalität ist der Versuch, kritische Stimmen mundtot zu machen. Das Mittel der Wahl sind Anwälte, deren Arbeitsethos den Begriff des Skrupels nicht kennt und die sich willig bereitstellen, um einen missliebigen Blogger wie David Berger im Namen der AAS-Stiftung abzumahnen.

Freiheit stirbt nicht nur durch den Verlust von Rationalität, sie stirbt auch mit jedem Recht, das politische Aktivisten an Menschen verteilen wollen, so als hätten sie a) das Recht und b) die Möglichkeit, Menschen Rechte zuzuteilen. Kinderrechte sind ein optimales Einfallstor, mit dem politische Aktivisten die Unverletzlichkeit der Wohnung umgehen und Eltern entmündigen können.

Bereits im November, als Jamaika noch voller Hoffnung diskutiert wurde (O Island in the Sun), haben wir auf die Vorteile, die eine Minderheitsregierung mit sich bringen würde, weil sie mit einer Re-Demokratisierung des politischen System einhergeht, hingewiesen. Aus dem Island in the Sun ist zwischenzeitlich the Lost Paradise geworden, das sich im nächsten Jahr zum Island of Dreams (Alp-Dreams) entwickeln könnte, jedenfalls dann, wenn die beiden Gescheiterten der letzten Bundestagswahl eine große Koalition verabreden.

Das Problem mit Statistiken besteht oftmals darin, dass sie den Ausschnitt der Realität, den sie darstellen, unverhüllt darstellen. Die Strafverfolgungsstatistik stellt auf Grundlage aller in einem Jahr erledigten Verfahren bei Staatsanwaltschaft und Strafgerichten dar, wer, wie lange, wofür verurteilt wurde. Die neueste Strafverfolgungsstatistik zeigt, dass jeder Dritte, der vor einem deutschen Strafgericht verurteilt wird, ein Ausländer ist, Tendenz steigend, Zuwanderung die Ursache.

Damit beenden wir den Jahresrückblick. Der Dezember sollte sich noch aus dem Gedächtnis der Leser rekonstruieren lassen.

Wir hoffen, die Darstellung eines Teils dessen, was wir im Jahr 2017 an Beiträgen veröffentlicht, an Gegenständen abgedeckt, an Aktionen durchgeführt und an Junk Science identifiziert haben, hat Sie unterhalten und hinlänglich beeindruckt. Wir sind beeindruckt, vor allem, wenn wir unsere personellen Ressourcen in Rechnung stellen.

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Sehr gute Gründe für eine Minderheitsregierung

Der Bundestag ist das gesetzgebende Organ des politischen Systems der Bundesrepublik. Er soll die Schaltzentrale der politischen Macht sein. Wer Gesetze erlassen will, muss im Bundestag eine Mehrheit finden. Wer regieren will, kann dies nicht ohne Mehrheit im Bundestag tun. Lediglich in der Frage des Misstrauen, das man dem Bundeskanzler aussprechen kann, ist die Macht des Bundestages begrenzt: Konstruktiv muss es bekanntlich sein.

Die politische Wirklichkeit hat diese eigentliche Machtverteilung in Deutschland in keiner Weise repräsentiert. Was die Regierung wollte, wurde im Bundestag zumeist mit Regierungsmehrheit verabschiedet. Die große Koalition und ihre Mehrheit im Bundestag hat dafür gesorgt. Im Ergebnis wurde das Regieren zum parteipolitischen Taktieren, und die Vergabe politischer Gefallen auf einer ich-schau-bei-dir-weg, du-schaust-bei-mir-weg Basis zur Normalität. Wer einen Zweifel am Ausmaß der Korruption innerhalb des deutschen politischen Systems hat, dem empfehlen wir das Studium der Regelungen zur Parteienfinanzierung, die Umgehung der Urteile zur Parteienfinanzierung aus Karlsruhe durch die Einsetzung von politischen Parteivereinen irreführender Weise Stiftungen genannt oder den Personaltsunami im Bundesministerium für FSFJ, das unter SPD-Führung zu einem Propagandaministerium unter besonderer Berücksichtigung der Versorgung von Parteikolleginnen verkommen ist.

Jetzt ist die Zeit, dies zu ändern.

Eine Minderheitsregierung ist der beste Weg dazu.

Nirgends im Grundgesetz steht geschrieben, dass sich die Regierung auf eine feste Mehrheit stützen muss.

Vielmehr wird der Bundeskanzler mit der Mehrheit der Abgeordneten des Bundestages gewählt. Das Vorschlagsrecht liegt beim Bundespräsidenten (Artikel 63 GG).

Die Bundesminister werden vom Bundeskanzler ernannt. Es gibt keinerlei Notwendigkeit, Parteipolitiker auf Ministerposten zu setzen. Man könnte Minister auch aufgrund ihrer Befähigung berufen, nicht aufgrund ihres Parteibuchs, schon weil sich beides in der Regel ausschließt. Die Minister bedürfen nicht einmal einer Bestätigung durch den Bundestag.

Artikel 64 Absatz 1 Grundgesetz:

„(1) Die Bundesminister werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers vom Bundespräsidenten ernannt und entlassen.“

Auch bei den Gesetzen, die die Bundesregierung in den Bundestag einbringt, gibt es keinerlei Notwendigkeit, Gesetze nur einzubringen, wenn die Regierung im Bundestag über eine Mehrheit verfügt.

Während Artikel 76 GG das Verfahren der Gesetzesberatung regelt, heißt es in Artikel 77 Absatz 1 GG lapidar:

„(1) Die Bundesgesetze werden vom Bundestage beschlossen. Sie sind nach ihrer Annahme durch den Präsidenten des Bundestages unverzüglich dem Bundesrate zuzuleiten.“

Ob Gesetze mit den Stimmen einer Regierungskoalition, mit den Stimmen von Abgeordneten aus allen Fraktionen oder mit den Stimmen von Abgeordneten aus zwei Fraktionen verabschiedet werden, ist egal. Das Grundgesetz sieht nicht einmal die Bildung von Fraktionen als Voraussetzung für die Verabschiedung von Gesetzen vor.

Jetzt wäre demnach die Gelegenheit, Abgeordnete vom Joch der Parteifraktion und ihrer Disziplin zu befreien und sie an das zu erinnern, was sie nach Ansicht derer, die das Grundgesetz geschrieben haben, haben sollten: Unabhängigkeit:

Artikel 38 Absatz 1 GG:

“Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen.”

Träumen wir einfach einmal:

Ministerien, die mit Fachleuten und nicht mit Parteimarionetten besetzt sind;

Eine Minderheitenregierung der CDU (denn die Regierungsbildung obliegt der größten Fraktion im Bundestag), die sich für ihre Gesetzentwürfe wechselnde Mehrheiten im Bundestag suchen muss;

Bundestagsabgeordnete, die Gesetze nicht ablehnen und ihnen auch nicht zustimmen, weil es die Partei und die Fraktionsdisziplin so will, sondern weil sie von deren Nützlichkeit überzeugt bzw. eben nicht überzeugt sind, Abgeordnete, die nicht ihrer Partei, sondern ihren Wählern verantwortlich sind;

Gesetzentwürfe, die tatsächlich im Hinblick auf ihre Folgen und im Hinblick auf die Nützlichkeit, dessen, was geregelt werden soll, diskutiert und mit Belegen oder zumindest Indikatoren für die Richtigkeit der gemachten Annahmen versehen werden müssen;

Das Notwendigkeit, im Bundestag Mehrheiten zu finden, reduziert die Wahrscheinlichkeit, dass Gesetze politischem Nepotismus dienen und erhöht gleichzeitig die Transparenz, da die Regierung für ihre Gesetzentwürfe werben muss.

Das Selbstbewusstsein, das Abgeordnete dadurch gewinnen, dass sie nicht mehr Marionetten der Parteidisziplin sind, sondern Abgeordnete, die ihrem Gewissen und ihren Wählern verpflichtet sind, wird die Bedeutung von Fraktion und Partei reduzieren.

Eine Reduzierung der Macht von Partei und Fraktion hätte zur Folge, dass die Finanzierung der Parteien vor dem Bundesverfassungsgericht mit Erfolg angegriffen und ebenso beendet werden könnte, wie die Finanzierung politischer Vereine der Parteien, denn beide sind explizit nicht notwendig, um die Meinungsbildung zu gestalten, da die Meinungsbildung nunmehr den Abgeordneten und wechselnden Bündnissen im Bundestag obliegt.

Usw.

Die Vorteile einer Minderheitsregierung, sie sind kaum übersehbar. Aber eine Minderheitsregierung setzt natürlich die Bereitschaft und die Fähigkeit, zu regieren, voraus. Sie setzt die Bereitschaft von Abgeordneten voraus, sich nicht weiter hinter Parteien und Fraktionen zu verstecken, sondern für ihre Meinung einzustehen. Sie setzt die Bereitschaft einer Regierung voraus, für das, was sie für richtig hält, was Gesetz werden soll, im Bundestag und in der Öffentlichkeit zu werben, um Unterstützung zu gewinnen. Und sie setzt die Bereitschaft voraus, die in Deutschland weitverbreitete politischen Korruption, wie sie in der Parteienfinanzierung, der Finanzierung der politischen Vereine der Parteien und in Bundesprogrammen zur Finanzierung der ideologischen Vasallen vor Ort gegeben sind, zu beenden.

Und daran wird die Minderheitsregierung scheitern.

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