Die ARD erklärt ihren Online-Nutzern die Bundestagswahl. Im Wahl-ABC.
Wir erklären unseren Lesern das Wahl-ABC der ARD, die Teile, die man bei der ARD nicht erklären kann oder will.
Heute: Der geheimnisvolle Divisor.
Wie verteilt man Bundestagssitze, 630 an der Zahl auf die einzelnen Parteien? Früher funktionierte die Verteilung nach d’Hondt, auch schon nach Hare/Niemeyer, heute funktioniert sie nach Sainte-Laguë/Schepers.
Und hier taucht er auf: Der Divisor. Was klingt, wie eine Jugendsünde von Arnold Schwarzenegger wird bei der ARD wie folgt „erklärt“:
André Sainte-Laguë
„Beim Divisorverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers ergibt sich die Sitzverteilung, indem die Zweitstimmen der Parteien durch eine bestimmte Zahl geteilt werden: den Divisor. Die Ergebnisse werden dann gerundet und ergeben die Mandate für jede Partei. Damit bei dieser Rechnung immer genau die Zahl der zu vergebenden Sitze herauskommt, muss der passende Divisor bei jeder Wahl neu ermittelt werden.“
Der Divisor ist also eine bestimmte Zahl.
Und er muss bei jeder Wahl neu ermittelt werden.
Jetzt wissen Sie es, denn wie bei Christopher Robin endet hier die Erklärung. Mehr werden Sie von der ARD über den Divisor, jene bestimmte Zahl, die man bei der ARD nicht bestimmen kann, von der ARD nicht erfahren.
Aber bei uns.
Zurück zum Ausgangsproblem.
Wir haben Stimmen, sagen wir 7.777.777 Stimmen, die sich auf drei Parteien, die A-Partei, die B-Partei und die C-Partei verteilen. Die A-Partei hat 4.444.444 Stimmen, die B-Partei 2.222.222 Stimmen und die C-Partei 1.111.111 Stimmen erhalten.
Zu verteilen gibt es 17 Sitze und irgendwie muss nun die Stimmenzahl der einzelnen Parteien auf Sitze umgerechnet werden. Im Rahmen des unausprechlichen Verfahrens, das derzeit die Sitzverteilung regelt, geht dies wie folgt:
Stimmenanteil einer Partei / Divisor
Der Divisor, jene bestimmte Zahl der ARD, von der uns die dortigen Schlaumeier nicht sagen wollen oder können, wie sie bestimmt wird, ist also das Zünglein an der Waage. Seine Berechnung ist denkbar einfach. Der Divisor ist nichts anderes als das Verhältnis aller gültigen Stimmen zur Anzahl der Sitze. Bei uns:
7.777.777 / 17 = 457.516,3
Die Berechnung der Sitze auf Basis der Stimmanteile kann nun jeder Drittklässler ausführen:
Partei A: 4.444.444 / 457.516,3 = 9,7; ergibt 10 Sitze
Partei B: 2.222.222 / 457.516,3 = 4,8, ergibt 5 Sitze
Partei C: 1.111.111 / 457.516,3 = 2,4 ergibt 2 Sitze
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Naja, es kann der Ard nicht zugemutet werden, genauer zu werden. Das könmnte den Bürger überfordern, auf dumme Gedanen bringen und kostet Geld. Und Geld haben die garkeines, wie wir wissen. Denn der grösste Teil geht in Pensionen der ehemaligen Angestellten, die fürstlich für ihr Lügenreiches Wer bedacht werden
Das sind natürlich Fake News. Das meiste Geld geht für investigative Auslandsdrehs in der Karibik oder auf Mallorca oder im Affenwald oder sonstwo am A. der Welt drauf. Damit wir umfassend informiert sind, was wir nicht wären, wenn das Traumschiff nicht in der Karibik sondern nur auf Bornholm Station machen würde und wenn Weissenssee nicht plötzlich auf Mallorca gedreht werden müßte. Naja, für Pensionen geht schon ne Menge drauf, das will ich mal doch lieber einräumen.
Danke Michael, ich dachte, die sehen nur Spiele.
Eine Frage: Wieviel wird bei einer Spende von 10,00 € über IBAN und BIC von einem deutschen Konto an Sie ausbezahlt? Oder müssen Sie da noch zuzahlen?
Morgen geht eine raus.
Bei den angegebenen Beispiel klappt die Berechnung des Divisors wie angegeben, aber nicht immer.
Nehmen wir z,B. folgende Stimmverteilung an:
Partei A 4160
Partei B 3380
Partei C 2460
insgesamt also 10000 Stimmen, und 10 zu verteilende Sitze.
Das Gib dann eine Divisor von 1000
Also
Partei A 4160/1000 = 4.16 -> 4 Sitze
Partei B 3380/1000 = 3,38 -> 3 Sitze
Partei C 2460/1000 = 2,46 -> 2 Sitze
In der Summe 9 Sitze. Also muss der Divisor kleiner gewählt werden.
Oder es muss mit dem passenden Höchstzahlverfahren weiter gerechnet werden.
genaueres unter: http://www.wahlrecht.de/verfahren/stlague12.html
Fazit: Die Aussagen der ARD sind richtig wenn auch nicht vollständig; Dieser Artikel versucht zu ergänzen liegt aber falsch.
Dass es Fälle gibt, in denen der Divisor „iteriert“ werden muss, ändert nichts an der Art und Weise der Berechnug. Wieso Sie denken, dass dann, wenn man zeigt, dass ein Sonderfall vorhanden ist, die Berechnungsweise falsch und die inhaltsleere Aussage der ARD richtig ist, ist wahrscheinlich ein Rätsel, das Sie nicht einmal selbst lüften können.
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test
Naja, es kann der Ard nicht zugemutet werden, genauer zu werden. Das könmnte den Bürger überfordern, auf dumme Gedanen bringen und kostet Geld. Und Geld haben die garkeines, wie wir wissen. Denn der grösste Teil geht in Pensionen der ehemaligen Angestellten, die fürstlich für ihr Lügenreiches Wer bedacht werden
Das sind natürlich Fake News. Das meiste Geld geht für investigative Auslandsdrehs in der Karibik oder auf Mallorca oder im Affenwald oder sonstwo am A. der Welt drauf. Damit wir umfassend informiert sind, was wir nicht wären, wenn das Traumschiff nicht in der Karibik sondern nur auf Bornholm Station machen würde und wenn Weissenssee nicht plötzlich auf Mallorca gedreht werden müßte. Naja, für Pensionen geht schon ne Menge drauf, das will ich mal doch lieber einräumen.
Erst einmal brauchen sie mehr Geld, um die Sparvorgaben einzuhalten. 🙂
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/f-a-s-exklusiv-ard-und-zdf-wollen-hoehere-gebuehren-15158778.html
[…] https://sciencefiles.org/2017/08/21/nichts-lernen-mit-dem-wahl-abc-der-ard-heute-der-divisor/ […]
Ich frag mich, welcher Bürger interessiert sich für so einen „ABC“ Schnickschnack?
Jugendliche, Schüler, …
Danke Michael, ich dachte, die sehen nur Spiele.
Eine Frage: Wieviel wird bei einer Spende von 10,00 € über IBAN und BIC von einem deutschen Konto an Sie ausbezahlt? Oder müssen Sie da noch zuzahlen?
Morgen geht eine raus.
10 Euro.
Bei den angegebenen Beispiel klappt die Berechnung des Divisors wie angegeben, aber nicht immer.
Nehmen wir z,B. folgende Stimmverteilung an:
Partei A 4160
Partei B 3380
Partei C 2460
insgesamt also 10000 Stimmen, und 10 zu verteilende Sitze.
Das Gib dann eine Divisor von 1000
Also
Partei A 4160/1000 = 4.16 -> 4 Sitze
Partei B 3380/1000 = 3,38 -> 3 Sitze
Partei C 2460/1000 = 2,46 -> 2 Sitze
In der Summe 9 Sitze. Also muss der Divisor kleiner gewählt werden.
Oder es muss mit dem passenden Höchstzahlverfahren weiter gerechnet werden.
genaueres unter: http://www.wahlrecht.de/verfahren/stlague12.html
Fazit: Die Aussagen der ARD sind richtig wenn auch nicht vollständig; Dieser Artikel versucht zu ergänzen liegt aber falsch.
Dass es Fälle gibt, in denen der Divisor „iteriert“ werden muss, ändert nichts an der Art und Weise der Berechnug. Wieso Sie denken, dass dann, wenn man zeigt, dass ein Sonderfall vorhanden ist, die Berechnungsweise falsch und die inhaltsleere Aussage der ARD richtig ist, ist wahrscheinlich ein Rätsel, das Sie nicht einmal selbst lüften können.