Die Gunst des Altenaer Messers nutzen: Panik-Aktivisten im Gutmenschen-Modus

Die 15cm Schnittwunde aus Altena, die mit einem Heftpflaster von knapp 8cm Kantenlänge im Quadrat behandelt werden kann, sie hat die deutschen Medien und die anderen Panik-Aktivisten geradezu in einen Rausch versetzt.

Immer öfter werden kommunale Amtsträger beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen.

So titelt die Tagesschau. Natürlich ohne Beleg. In welchem Zeitraum sich Beleidigungen und Bedrohungen auf kommunale Amtsträger vermehrt haben, und wer für die Zunahmen verantwortlich ist, diese Belege bleibt die Tagesschau schuldig.

Manipulationsversuch billigster Art.

Die unbelegte Behauptung wird mit Bezug auf „Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg“ vom Städte- und Gemeindebund aufgestellt. Auch Landsberg nennt keine Daten, gibt keine Belege, verweist auf keine Statistik und keine Erhebung. Er behauptet.

So funktioniert Journalismus im Manipulationszeitalter:

X behauptet etwas – ohne Belege.
Ein anderer behauptet dasselbe und verweist auf X.

Scheinbar herrscht bei öffentlich-rechtlichen Redakteuren die Vorstellung, zum Beleg einer Behauptung sei es ausreichend, auf jemanden zu verweisen, der die Behauptung auch schon aufgestellt hat.

Natürlich sind die sozialen Netzwerke die Quelle allen Übels – aber das nur nebenbei, um wieder einmal die Paranoia der öffentlich-rechtlichen Manipulierer vor dem freien Markt der Information (und Fehlinformation), den soziale Netzwerke im Besonderen und das Internet im Allgemeinen darstellen, deutlich zu machen. Verweise auf soziale Netzwerke als Quelle allen Übels werden von uns nur noch als Indikator für eine psychische Störung gewertet, die darin ihre Ursache findet, dass die öffentlich-rechtlichen nicht einmal in der Lage sind, sich im Wettbewerb mit kleinen und größeren Seiten im Internet zu behaupten, die nicht einmal ansatzweise die Finanzierung zur Verfügung haben, die öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern zur Verfügung steht.

Besonders peinlich wird es jedoch, wenn der Panikartikel, der Hysterie verbreiten will, einen vermeintlichen Experten zitiert, der eine Aussage tätigt, die an Uninformiertheit und man muss es so krass sagen: Dummheit, nicht mehr zu unterbieten ist, so als hätten sich bei der Tagesschau zwei getroffen, die darum konkurrieren, wer am wenigsten von dem weiß, worüber beide sich echauffieren:

„Der Städtebund-Hauptgeschäftsführer [Gerd Landsberg] forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. “Ein wehrhafter Rechtsstaat muss solchen Taten deutlicher und effektiver entgegentreten.” Gesetze sollten so geändert werden, dass auch Bedrohungen und Gewaltaufrufe als strafbare Handlungen gelten. Zudem sei eine Strafverschärfung bei tätlichen Angriffen gefordert.”

Wir zitieren aus dem Strafgesetzbuch:

§ 111 StGB

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
(2) 1Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 2Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

§ 241 StGB

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Gutmenschen haben offensichtlich die Schwelle überwunden, die es bei normalen Menschen noch gibt: Man äußert sich nicht zu Dingen, von denen man keine Ahnung hat. Weil Gutmenschen nicht von kognitiven, sondern von affektiven Motiven getrieben werden, sprechen sie nicht darüber, was ist und wovon sie eine Ahnung haben (falls sie von etwas eine Ahnung haben), sondern darüber, was sie gerne hätten, was sie für gut befinden, von was sie denken, dass es ihnen einen Eintrag als besonders guter Mensch im goldenen Buch im Gutmenschen-Schrein einbringt.

Städtebund-Hauptgeschäftsführer Landsberg erhält von uns jedoch keinen Eintrag im Buch der Gutmenschen, sondern im Buch der Dummheit. Er hat es geschafft, mehrere Jahrzehnte in einem Land zu leben, ohne dessen soziale Normen und Strafgesetze zu kennen. Er weiß nicht, dass Bedrohung und der Aufruf zu einer Straftat längst unter Strafe gestellt sind, dass es keine entsprechenden Gesetze braucht, dass die Bundesregierung entsprechend nicht handeln muss, weil es die Gesetze schon gibt.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn in Deutschlands Medien nur noch Personen zu Wort kommen würden, die von dem, worüber sie reden, auch nur ein wenig Ahnung haben, deren Aussagen an der Realität und nicht an ihren Hirngespinsten und ihrem hysterischen Streben danach, als Guter gesehen zu werden, ausgerichtet sind.

Können Sie es hören:
Das Schweigen auf den meisten Kanälen?
Sehen Sie sie vor sich:
Die Leere der Internetauftritte von öffentlich-rechtlichen und anderen Mainstream-Medien?

Wohltuend.
Leider eine Utopie.

Man muss feststellen, dass ein Angriff mit einem Messer auf einen Bürgermeister aus einem Ort, den bis gestern kaum jemand kannte, ein Ereignis ist, das in der Lage ist, selbst bei den trägsten unter den Journalisten Hysterie auszulösen und damit eine Konsequenz hat, die normale Messerattacken, die mit zum Teil erheblichen Verletzungen bis hin zum Tode des Opfers einhergehen, einfach nicht haben. Um den normalen Journalisten in Bewegung und ideologische Trance zu versetzen, sind Tote durch Messerattacken kein Mittel, dazu braucht man Kratzer an Hälsen von Bürgermeistern, die schon wenige Stunden nach dem vermeintlichen Anschlag in der Lage sind, Pressekonferenzen abzuhalten, Interviews zu geben, Stellungnahmen zu verfassen. Das alles hat ein herkömmliches Opfer eines Messerangriffs natürlich nicht zu bieten, besonders dann nicht, wenn es schwerverletzt im Krankenhaus oder tot in der Gerichtsmedizin liegt.

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14 Responses to Die Gunst des Altenaer Messers nutzen: Panik-Aktivisten im Gutmenschen-Modus

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  2. Burkhard Minack says:

    Herr Hollstein heute Morgen im MOMA, bei VOLLE KANNE und heute Abend BEI MAISCHBERGER berichtet über sein erlebtes Trauma, sein Engagement und (laut WELT-O.) “…über die ständige Brunnenvergiftung, die wir in den sozialen Medien erleben dürfen”.
    Frau Weidel wird sich heute Abend warm anziehen müssen. Das wird ein “Tribunal” mit Ansage, auch angesichts des Maasi-Namensgebers, der erstmalig nach der BTW-Klatsche wieder mal vor die Kamera darf. Mal sehen, wie sich Roland Tichy und Jan Fleischhauer verhalten werden.

    Ich fände es gut, wenn die tagtäglichen Opfer der sehr viel kulturell waffen-geübteren und daher leider auch erfolgreicheren Messerattacken die gleiche mediale Aufmerksamkeit erhielten und nicht weiter unter “Regionales” oder “Vermischtes” publizistisch verramscht werden würden (guggeln Sie mal “Männer+Messerattacken”), nur weil es die falschen Opfer sind.
    Allen Gewaltopfern, die entsprechende Angriffe überlebten, eingeschlossen Herrn Hollstein, wünsche ich gute Genesung.
    Er sollte sich schonen und sich weder zum Märtyrer aufbauen noch aufbauen lassen.

  3. Natürlich sollte sich derjenige, der sich in der Öffentlichkeit äußert, vorher informieren, wie die Gesetzeslage ist und ob eine Aktion des Gesetzgebers erforderlich ist.

    Auf der anderen Seite hat man ja oft den Eindruck, dass es an entsprechenden Gesetzen mangelt. Aber das nur, weil die Staatsgewalt (aus pc oder anderen Gründen) kein Interesse daran hat, die bestehenden Gesetze mit aller Härte anzuwenden.

    Es ist aber auch wiederum bezeichnend, dass bei diesem Fall, wo ein desillusionierter, frustrierter Bürger, weil er sich ungerecht behandelt fühlt, seinem Ärger Luft macht, gleich auf Fremdenfeindlichkeit abgezielt und auf Verschärfung des Strafmaßes plädiert wird. Während, angesichts des tausendfachen Asylmissbrauchs und zunehmender Gewaltdelikte, ständig beteuert wird, dass die Gesetzgebung ausreichend sei.

  4. fakeminr says:

    komisch, im Wahlkampf hat NIEMAND der Altparteien, die Angriffe auf AfD Leute kritisiert bzw überhaupt erst zur Sprache gebracht. Gibt es da womöglich Opferpräferenzen?!…

  5. Theo West says:

    Auch wenn es keinen interessiert: mich kotzt das alles so dermaßen an. Diese unglaubliche Verarschung, diese Ausschlachtung von Nichtigkeiten, nur dem einzigen Zweck dienend, die momentane Politik zu rechtfertigen. Ich muss mich regelrecht jeden gottverdammten Tag zusammenreißen, dass ich nicht durchdrehe. Ich bezeichne mich als sehr gerechte Person, aber was hier und Europa abgeht..es ist sagenhaft(negativ). Was ich mich frage ist: was kann ich tun um dieses Dilemma zu beenden und nicht in den Medien als Wutbürger, Psychopath, Nazi oder sonstwie bezeichnet zu werden? Nicht das es mich interessieren würde was andere denken, aber ich habe Familie, bin abhängig beschäftigt…
    Zum Thema: was habe ich bisher gelesen? Der Messermann hat das Messer an den Hals von Herrn Hollstein gehalten, Herr Hollstein wollte dieses nicht und hat wohl den Arm gepackt. Durch diese Abwehrhaltung ist der Schnitt entstanden, der weder genäht oder weiter behandelt wurde. Es wurde nur “geklebt”, Pflaster drauf und fertig. Diese Aktion ist nicht entschuldbar..warum hat der Messermann das getan? Es fielen die Worte: du lässt mich verdursten, 200 Flüchtlinge durchgefüttert, unmöglich usw…ich war nicht dabei, eventuell stimmt es nicht. Lassen wir das mal so stehen, ungeprüft! Der Messermann hat seine Wasserrechnung nicht bezahlen können, warum auch immer, und ihm wurde der Hahn abgestellt. Jetzt muss man wissen, dass Herr Hollstein einer der Geschäftsführer der örtlichen Wasserversorger ist. Wie gesagt, kein Grund zu messern, jedoch bei fünf Flaschen Bier intus und das Gefühl, extrem benachteiligt zu sein, hat eventuell den Messermann dazu getrieben.
    Wird das Thema so ausgeschlachtet, wenn ein Neubürger verbrechen verüben? Das ist diese enorme Ungerechtigkeit, mit der ich ein wirkliches Problem habe….

    • Burkhard Minack says:

      Lieber Theo West, mich interessiert Ihre Ansicht, Ihre Meinung schon und ich kann Sie sehr gut verstehen. Sie sind damit nicht allein, mir und einigen Freunden und Bekannten geht es ähnlich wie Ihnen. Es fällt mir zunehmend schwerer, sachlich zu bleiben.
      Wir werden von den für diese Zustände Verantwortlichen, den selbsternannten Eliten und deren medialen Erfüllungsgehilfen am Nasenring durch die Manege des Zirkus BRD geführt, verklappst und verhöhnt. Keine Lüge ist denen dreist genug, um nicht medial breitgetreten zu werden.
      Realität ist auch und das finde ich viel schlimmer:
      Die Mehrheit in diesem unserem Lande scheint dies nicht zu stören.

      • Klartexter says:

        “Die Mehrheit in diesem unserem Lande scheint dies nicht zu stören.”
        Meine populistische These dazu: 80 Prozent der Leute sind dumm.
        Das ist natürlich heftigst pauschalierend und wird daher vermutlich von vielen für eine Beleidigung gehalten. Aber es erklärt bedauerlicherweise sehr viel was in diesem Land passiert und zugelassen wird.
        Was meine ich mit dumm? Das soll nicht auf den Intelligenzquotienten verweisen sondern auf die Unfähigkeit, die eigenen langfristigen Interessen zu erkennen und weitere Entscheidungen sowie das Handeln wenigstens überwiegend danach auszurichten. Wenn es beliebt, möge man gerne dumm mit faul substituieren. Aber das wäre meiner Meinung nach nur Wortklauberei, Einknicken vor dem eigenen Ego oder der Political Correctness.
        Ich hoffe wirklich ehrlich, meine These ist falsch. Aber mir fällt keine andere ein, die die Vorgänge im Land besser erklärt als diese. Ich habe auch noch kein überzeugendes Argument dagegen gehört (außer so Pseudo-Argumente wie: Man muß den Anspruch an die Realität anpassen.)

        • Burkhard Minack says:

          Satt trifft es auch und das deckt sich mit meinen Erfahrungen z.B. aus der zurecht untergegangenen zweiten deutschen Diktatur:
          Die Jubelnden vom 7.Oktober 1989 sind nicht zum Jubeln gezwungen worden
          Da wir wissen, wie die Geschichte ausging, lässt mich das ein wenig Resthoffnung bewahren…

          • Klartexter says:

            Die Jubelnden vom 7.Oktober 1989 waren eine sehr kleine Minderheit (unter 200.000 um die Größenordnung zu nennen). Die waren so satt wie die restlichen ~17 Millionen auch. Aber vielleicht etwas zufriedener.
            Das unerzwungene Jubeln hat mit dem Ausgang der Geschichte offensichtlich nichts zu tun, denn der Wandel wurde von anderen initiiert und dann von sehr mächtigen Kräften massiv vorangepeitscht. Und zwar nicht in die Richtung, die die Initiatoren im Sinn hatten. Wie sollte daraus Hoffnung entstehen? Auf welche mächtigen Kräfte, die ein möglicherweise vorhandenes Flämmchen aufpäppeln könnte, hoffen Sie? Die Chinesen?

    • Alle wissen, daß Deutschland ein reiches Land ist. Es resultiert aus den Exporten. Unsere Regierung interessiert sich nicht für die Lage der schon länger hier Lebenden, denn die großen Gewinne bringen sie nicht. Deutsche Bürger sind an 15. Stelle gelistet bei der Vermögensverteilung im Euroraum. Stand 2010, siehe Graphik, heute ist es wahrscheinlich noch schlechter, da Milliarden für die zu Hunderttausenden ins Land dringenden Jungmänner zweckentfremdet werden.

      Deutschland. Armuts-Quote erreicht Höchststand. 24. April 2014
      http://eussner.blogspot.fr/2014/04/deutschland-armuts-quote-erreicht.html

      Frankreichs Bürger rangieren an siebenter Stelle. In Frankreich darf niemandem das Wasser abgestellt werden, einen Fall wie den in Altena gibt es hier nicht, erst recht nicht mit einem Bürgermeister, der Chef der Wasserversorgung ist.

  6. Hier das Ergebnis der Regierung des lebensgefährlich verletzten Bürgermeisters:

    Die Polizei zählte 53 Einbrüche, was einer Zunahme um 26 Prozent entspricht. Damit bricht die Burgstadt [Altena] aus der Entwicklung im Märkischen Kreis aus, denn kreisweit ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um 160 (gleich 15 Prozent) zurückgegangen.

    26 Prozent mehr Einbrüche in Altena. 08.03.2017
    ttps://www.come-on.de/lennetal/altena/kriminalitaetsstatistik-2016-stadt-altena-7568982.html

  7. Da siehste mal wie blöd Ihr seit says:

    Gibt es überhaupt eine Wunde oder hat er sich beim Rasieren geschnitten ? Wie lang ist eigentlich Hs Nase ?

  8. Heiner says:

    Das Pflaster am Hals des Politikers ist ein “Cosmopor 7,2x5cm” oder ein vergleichbares einer anderen Pflastermarke, die Größe unterscheidet sich bei denen nur zwischen 7,2×5 und 7×5 cm. Das heißt, die Mullfläche hat 7,2x5cm. Wie das auf einen 15 cm langen Schnitt paßt, ohne daß links und rechts noch Wunde zu sehen ist, bleibt mir ein Rätsel.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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