Öffentlich-rechtliche Panikmacher: Lügen mit der Tagesschau

Was denken Sie, wenn Sie die folgende Sequenz vom Online-Auftritt der Tagesschau sehen:

“Einsatz von Chemikalien:
Teures Gift
Folgen bislang deutlich unterschätzt
[…]
Streitfall Glyphosat
Pflanzenschutzmittel können die Intelligenz beeinträchtigen
Die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide können den Wissenschaftlern zufolge ebenfalls unerwünschte Nebenwirkungen bei Menschen haben – in Form von kognitiven Defiziten. Bei heranwachsenden Kindern können die aufgenommenen Pflanzenschutzmittel zu Beeinträchtigungen bei der Hirnentwicklung führen, damit zu einem geringeren Intelligenzquotienten und zu niedrigeren Einkommen. Der Studie zufolge entsprechen diese Schäden allein in der Europäischen Union einem Wert von etwa 150 Milliarden Euro.“

Man könnte den Einbau von Glyphosat im hervorgehobenen Kasten auf der Seite der Tagesschau als Manipulation abtun. Im Kontext „der Studie“, von deren Ergebnissen Christian Baar, NDR, berichtet, muss man diesen Kasten jedoch als Lüge und bewusste Fehlinformation bezeichnen.

Fangen wir vorne an.
Christian Baar, NDR, berichtet von einer Studie, die ganz wichtige Ergebnisse erbracht hat. 10% des Bruttosozialproduktes weltweit, 6500 Milliarden Euro, so schreibt er, könnten die Höhe der (Gesundheits-)Kosten sein, die durch „Schwermetalle, Pestizide, Plastikweichmacher und weitere Chemikalien“ entstehen.

Ein Gesundheits-Armageddon.

Die Studie, der Baar, diese Erkenntnisse entnommen hat, hat einen Hauptautor, „Philippe Grandjean“, einen anderen Autor, „Martine Bellanger“ und einen Erscheinungsort, nämlich die Zeitschrift „Environmental Health“, deren Herausgeber Grandjean zufällig ist. Die Studie hat aber offensichtlich keinen Titel. Jedenfalls gibt Baar keinen Titel an. Er spricht durchweg von der Studie.

Die Entwarnung gleich vorweg: Es gibt die Studie. Sie wird tatsächlich demnächst in der Zeitschrift „Environmental Health“ veröffentlicht, und sie trägt den Titel: „Calculation of the disease burden associated with environmental chemical exposure: application of toxicological information in health economic estimation“. Wie der Titel andeutet, geht es in dem Beitrag darum, einen neue Methode zu finden, um die Gesundheitskosten, die durch den (dauerhaften) Einsatz bestimmter Chemikalien entstehen, zu schätzen. Die „Studie“, deren Namen Baar verschweigt, ist keine Bestandsaufnahme des IST-Zustandes, sondern ein Vorschlag für eine neue Form der Schätzung und Berechnung von Gesundheitskosten, die durch die Umweltgifte entstehen, die Grandjean und Bellanger in ihrer Studie berücksichtigt haben.

Grandjean und Bellanger wollen also vorhandenen Methoden zur Bestimmung der Gesundheitskosten eine neue zur Seite stellen. Sie soll auch die Risiken umfassen, die derzeit, weil „uncertain“, also unsicher, nicht berücksichtigt werden. Zudem wollen sie auch „subclinical conditions“ einbeziehen, was für die beiden Autoren im Wesentlichen kognitive Einschränkungen sind (also z.B. Debilität als Folge von erhöhter Bleikonzentration bei Säuglingen).

Die Panikzahl, die Baar seinem Artikel, eben zum Zwecke der Verbreitung von Hysterie voranstellt, ist somit das Ergebnis eines Versuchs, Kosten zu schätzen, die bislang nicht geschätzt werden, weil die Datenlage nicht sicher genug ist. Grandjean und Bellanger wollen einen Anfang mit dieser Schätzung machen und rechnen in ihrer Untersuchung vor allem die schon genannten kognitiven Kosten, also Beeinträchtigungen des IQ, die von Blei (Batterien, Farben…), (Methyl-)Quecksilber (in Fisch), Organophosphat (Pestizide) und polybromierte diphenyl Ester (Brandschutzanwendungen) ausgehen können, ein. Die entsprechenden Folgen werden mittlerweile in einer Reihe von Studien, an denen die beiden Autoren zumeist beteiligt sind, berichtet. Inwieweit die entsprechenden Ergebnisse als gesichert angesehen werden können, ist eine andere Frage.

In jedem Fall rechnen Grandjean und Bellanger die kognitiven Schädigungen, die von den vier Risikofaktoren verursacht werden können, aus und beziffern sie in Milliarden Euro. Ergebnis: Den weltweiten Kosten von 4050 Milliarden Euro, die die WHO als Konsequenzen von Erkrankungen, die auf Umweltgifte zurückgeführt werden, ermittelt hat, fügen Grandjean und Bellanger ein paar weitere Zahlen jenseits der Vorstellungsgrenze hinzu.

Ob sich die Kosten dann auf die 6500 Milliarden Euro summieren, die Baar angibt, die sich aber nirgends im Text von Grandjean und Bellanger finden, ist eine ebenso irrelevante Frage, wie die Frage, woher die 10% des weltweiten Bruttosozialprodukts als Kostenschätzung kommen, die Grandjean und Bellanger im Abstrakt zu ihrem Text und dann nie wieder nennen. Es ist letztlich irrelevant, weil der Unterschied zwischen den Schätzungen die Vorstellungskraft ebenso übersteigt, wie ihre Höhe, eine Höhe, die unter vielen Annahmen zu Stande gekommen ist und die bei Grandjean und Bellanger generell unter der unsinnigen Annahme steht, dass die von ihnen zusätzlich ermittelten Kosten nicht, auch nicht teilweise, bereits in den Kosten der WHO enthalten sind. Man müsste somit ausschließen, dass jemand, dessen IQ nur 79 erreicht hat, obwohl er nach Berechnungen von Grandjean und Bellanger ohne Exposition mit Blei die Chance auf 81 gehabt hätte, an Krebs erkrankt und stirbt. Eine irrsinnige Annahme, die den Text von Grandjean und Bellanger zu einem macht, den man mit Vorsicht genießen muss, einen Text, der als Denkanstoß für die Wissenschaftliche Gemeinschaft gedacht ist, nicht als Mittel für öffentlich-rechtliche Panikattacken.

Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Organophospate, die als Insektizide, Herbizide und Nervengase Verwendung finden. Organophospate finden sich unter Handelsnamen wie Diazinon, Fenitrothion, Dichlorvos, Ethion, Profenofos, Malathion and Azinphos Methyl. Sie gelten als Pestizide, sind aber ausschließlich Insektizide oder Herbizide.

Das ist für Baar alles eines.

  • Er hat in seinem Text einen Verweis auf Glyphosat.
  • Dann spricht er von Pflanzenschutzmitteln in der Zwischenüberschrift.
  • Dann ist von „in der Landwirtschaft eingesetzten Pestiziden“ die Rede.
  • Dann wieder von Pflanzenschutzmitteln, die die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen können.

Hand aufs Herz: Welcher unserer Leser denkt, dass die Konsequenzen, die Baar in seinem Text für heranwachsende Kinder und deren Gehirnentwicklung anspricht, auch von Glyphosat verursacht werden können und dass dies in der Studie, auf die sich Baar beruft, also der von Grandjean und Bellanger, untersucht wurden?

Wer das denkt, ist Baar und seinem Versucht, Stimmung zu machen und zu manipulieren, auf den Leim gegangen, einer suggestiven Lüge aufgesessen.

Grandjean und Bellanger berücksichtigen in ihrer Studie ausschließlich Organophosphate. Sonst nichts. Glyphosat kommt nicht vor. Akarizide kommen nicht vor. Pflanzenwachstumsregulatoren und Repellentien (Abwehr- oder Vergrämungsmittel) kommen nicht vor. Und doch sind all das Pestizide, die in die Klasse der Pflanzenschutzmittel fallen. Und das Beste zum Schluss. Die gesundheitsschädlichen Herbizide, die Organophosphate enthalten, kann man einfach ersetzen: Mit Glyphosat!

Baar verschweigt das.

  • Statt dessen vermittelt er den Eindruck, Glyphosat sei eines der schädlichen Pflanzenschutzmittel, die die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen KÖNNEN.
  • Jetzt wird auch klar, warum Baar den Titel der Studie verschweigt. Offensichtlich will er verhindern, dass Leser sich ein eigenes Bild machen und ihm auf die Schliche kommen. Feststellen, dass Glyphosate in seinem Artikel nun überhaupt nichts verloren haben, dass die Studie sie nicht einmal am Rande behandelt, sondern gar nicht.

Wen die Studie interessiert, wir haben sie hier verlinkt.

Wenn man von den fancy numbers, die die Autoren als Kosten berechnet haben, einmal absieht und sich auf die Relation dessen, was sie berechnet haben, bezieht (weil es das einzige Gesicherte an der Studie zu sein scheint), dann scheint die Studie zu zeigen, dass von Blei, Organophosphaten (Insektizide, Herbizide) und Polybrom-diphenyl Estern (Brandschutz) die größte Gefahr für die Gesundheit ausgeht, was insofern misslich ist, als Polybrom-diphenyl-Ester so ziemlich in allem enthalten sind, was nicht brennen soll, vom Kamm, über Jeans bis zum Monitor auf den sie gerade starren.

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Die Gunst des Altenaer Messers nutzen: Panik-Aktivisten im Gutmenschen-Modus

Die 15cm Schnittwunde aus Altena, die mit einem Heftpflaster von knapp 8cm Kantenlänge im Quadrat behandelt werden kann, sie hat die deutschen Medien und die anderen Panik-Aktivisten geradezu in einen Rausch versetzt.

Immer öfter werden kommunale Amtsträger beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen.

So titelt die Tagesschau. Natürlich ohne Beleg. In welchem Zeitraum sich Beleidigungen und Bedrohungen auf kommunale Amtsträger vermehrt haben, und wer für die Zunahmen verantwortlich ist, diese Belege bleibt die Tagesschau schuldig.

Manipulationsversuch billigster Art.

Die unbelegte Behauptung wird mit Bezug auf „Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg“ vom Städte- und Gemeindebund aufgestellt. Auch Landsberg nennt keine Daten, gibt keine Belege, verweist auf keine Statistik und keine Erhebung. Er behauptet.

So funktioniert Journalismus im Manipulationszeitalter:

X behauptet etwas – ohne Belege.
Ein anderer behauptet dasselbe und verweist auf X.

Scheinbar herrscht bei öffentlich-rechtlichen Redakteuren die Vorstellung, zum Beleg einer Behauptung sei es ausreichend, auf jemanden zu verweisen, der die Behauptung auch schon aufgestellt hat.

Natürlich sind die sozialen Netzwerke die Quelle allen Übels – aber das nur nebenbei, um wieder einmal die Paranoia der öffentlich-rechtlichen Manipulierer vor dem freien Markt der Information (und Fehlinformation), den soziale Netzwerke im Besonderen und das Internet im Allgemeinen darstellen, deutlich zu machen. Verweise auf soziale Netzwerke als Quelle allen Übels werden von uns nur noch als Indikator für eine psychische Störung gewertet, die darin ihre Ursache findet, dass die öffentlich-rechtlichen nicht einmal in der Lage sind, sich im Wettbewerb mit kleinen und größeren Seiten im Internet zu behaupten, die nicht einmal ansatzweise die Finanzierung zur Verfügung haben, die öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern zur Verfügung steht.

Besonders peinlich wird es jedoch, wenn der Panikartikel, der Hysterie verbreiten will, einen vermeintlichen Experten zitiert, der eine Aussage tätigt, die an Uninformiertheit und man muss es so krass sagen: Dummheit, nicht mehr zu unterbieten ist, so als hätten sich bei der Tagesschau zwei getroffen, die darum konkurrieren, wer am wenigsten von dem weiß, worüber beide sich echauffieren:

„Der Städtebund-Hauptgeschäftsführer [Gerd Landsberg] forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. “Ein wehrhafter Rechtsstaat muss solchen Taten deutlicher und effektiver entgegentreten.” Gesetze sollten so geändert werden, dass auch Bedrohungen und Gewaltaufrufe als strafbare Handlungen gelten. Zudem sei eine Strafverschärfung bei tätlichen Angriffen gefordert.”

Wir zitieren aus dem Strafgesetzbuch:

§ 111 StGB

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
(2) 1Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 2Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

§ 241 StGB

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Gutmenschen haben offensichtlich die Schwelle überwunden, die es bei normalen Menschen noch gibt: Man äußert sich nicht zu Dingen, von denen man keine Ahnung hat. Weil Gutmenschen nicht von kognitiven, sondern von affektiven Motiven getrieben werden, sprechen sie nicht darüber, was ist und wovon sie eine Ahnung haben (falls sie von etwas eine Ahnung haben), sondern darüber, was sie gerne hätten, was sie für gut befinden, von was sie denken, dass es ihnen einen Eintrag als besonders guter Mensch im goldenen Buch im Gutmenschen-Schrein einbringt.

Städtebund-Hauptgeschäftsführer Landsberg erhält von uns jedoch keinen Eintrag im Buch der Gutmenschen, sondern im Buch der Dummheit. Er hat es geschafft, mehrere Jahrzehnte in einem Land zu leben, ohne dessen soziale Normen und Strafgesetze zu kennen. Er weiß nicht, dass Bedrohung und der Aufruf zu einer Straftat längst unter Strafe gestellt sind, dass es keine entsprechenden Gesetze braucht, dass die Bundesregierung entsprechend nicht handeln muss, weil es die Gesetze schon gibt.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn in Deutschlands Medien nur noch Personen zu Wort kommen würden, die von dem, worüber sie reden, auch nur ein wenig Ahnung haben, deren Aussagen an der Realität und nicht an ihren Hirngespinsten und ihrem hysterischen Streben danach, als Guter gesehen zu werden, ausgerichtet sind.

Können Sie es hören:
Das Schweigen auf den meisten Kanälen?
Sehen Sie sie vor sich:
Die Leere der Internetauftritte von öffentlich-rechtlichen und anderen Mainstream-Medien?

Wohltuend.
Leider eine Utopie.

Man muss feststellen, dass ein Angriff mit einem Messer auf einen Bürgermeister aus einem Ort, den bis gestern kaum jemand kannte, ein Ereignis ist, das in der Lage ist, selbst bei den trägsten unter den Journalisten Hysterie auszulösen und damit eine Konsequenz hat, die normale Messerattacken, die mit zum Teil erheblichen Verletzungen bis hin zum Tode des Opfers einhergehen, einfach nicht haben. Um den normalen Journalisten in Bewegung und ideologische Trance zu versetzen, sind Tote durch Messerattacken kein Mittel, dazu braucht man Kratzer an Hälsen von Bürgermeistern, die schon wenige Stunden nach dem vermeintlichen Anschlag in der Lage sind, Pressekonferenzen abzuhalten, Interviews zu geben, Stellungnahmen zu verfassen. Das alles hat ein herkömmliches Opfer eines Messerangriffs natürlich nicht zu bieten, besonders dann nicht, wenn es schwerverletzt im Krankenhaus oder tot in der Gerichtsmedizin liegt.

Black Friday: Die Tagesschau liegt wieder einmal falsch

Woher kommt die Bezeichnung „Black Friday“?

Die Tagesschau hat drei Theorien … Alle falsch.

Der Black Friday hat nichts mit dem Börsencrash von 1929 zu tun. Der Crash ereignete sich am Donnerstag, den 29. Oktober. Also: Tag falsch, Monat falsch. Der Name Black Friday bezieht sich auch nicht auf eine Analogie zwischen dem Verhalten von Schnäppchenjägern und dem von Börsianern.

Black Friday heißt auch nicht deshalb Black Friday, weil Händler an diesem Tag schwarze Zahlen schreiben, also in der Suggestion der Tageschau viel Geld abzocken. Er ist eher der Tag, AB dem viele Händler schwarze Zahlen schreiben, d.h. ihre Steuern-, Abgaben und Lohnkosten für ein Jahr abgetragen haben. Der Rest des Jahres produziert somit den Gewinn der Unternehmen.

Black Friday hat überhaupt nichts mit schwarzen Fingern nach dem Zählen von Geld zu tun. Auch hier ist die Anti-kapitalistische-Phantasie mit dem verantwortlichen Redakteur durchgegangen, der heute sicherlich nicht einkaufen geht.

Woher kommt also die Bezeichnung „Black Friday“?
Zuerst scheint der Begriff „Black Friday“ 1961 in Philadelphia aufgetaucht zu sein. Nach 1975 kam er dann landesweit in „regular circulation“ (in den USA).

Um zu verstehen, was es mit dem Black Friday auf sich hat, muss man zwei Randbedingungen kennen.

Der Tag vor Black Friday ist Thanksgiving Day (Erntedank-Fest) in den USA. Thanksgiving Day ist traditionell an einem Donnerstag.

Am nachfolgenden Freitag haben viele US-Amerikaner einen zusätzlichen Day-off (Urlaubstag), was ein Grund dafür war, dass Warenhäuser wie Macy’s Santa Claus Parades gesponsert haben. Diese Umzüge waren der offizielle Startschuss für die festive seasons, also das Weihnachtsgeschäft.

Black Friday ist das, was man heute einen Brückentag nennt, der Tag, an dem das Weihnachtsgeschäft beginnt, viele US-Amerikaner früher Paraden beiwohnten und später Geschäfte aufsuchten, so viele, dass die Gehsteige voller Menschen und die Straßen voller Autos waren. In Philadelphia muss das Gedränge und der Stau so dicht gewesen sein, dass ein Beobachter auf die Idee gekommen ist, den Freitag nach Thanksgiving als „Black Friday“ zu bezeichnen, was zeigt, dass schon damals die Farbe der Kleidung und die Farbe der Autos eher monoton war. Die Bezeichnung kann auch dadurch begründet sein, dass Bilder vom Gedränge in Philadelphia in schwarz-weiß gemacht wurden, was den Eindruck einer schwarzen Menge verstärkt und die Bezeichnung „Black Friday“ nahegelegt hat.

Etwas Recherche hätte auch bei der Tagesschau zu dieser Erkenntnis geführt, aber damit wäre natürlich die Möglichkeit verschwunden, einmal mehr die anti-Marktwirtschafts-Haltung, für die die Tagesschau bekannt ist, zur Schau zu stellen.

Bei uns ist übrigens Black Friday…

Off we go!

Gesetz ohne Moral – Die ARD macht es möglich

Wir sind noch nicht fertig, mit dem Urteil des Bunderverfassungsgerichts, von dem wir gestern berichtet haben, einem Urteil, das nach Ansicht von Klaus Hempel von der ARD-Rechtsredaktion, bei der man wohl links dreht, „bei einigen des bisherige Weltbild ins Wanken bringen“ wird.

Hempel, in dessen Gehirn es aussehen muss, wie bei Hempels unter dem Sofa, ist einer von denjenigen, die Journalist ohne erkennbare Qualifikation spielen. Bei Hempel nimmt der Versuch, Text für andere zu produzieren, bizarre sprachliche Formen an.

So schreibt er:

„In den Köpfen der meisten Menschen herrscht nach wir vor eine klare Ordnung: männlich, weiblich, heterosexuelle“.

Erwähnen wir zunächst, dass Hempel mit Sicherheit keine Daten hat, die ihm einen Schluss über die „meisten Menschen“ erlauben würden, dass er also seine Vorurteile zum Besten gibt, um dann die Ursache für seine Vorurteile zu identifizieren: Hempel hat keine „klare Ordnung“ im Kopf, denn er ist nach eigenem Bekunden ja jemand, der männlich, weiblich, heterosexuell nicht denkt.

„Alles, was dazwischen liegt“, so schreibt er weiter und man fragt sich, was zwischen „männlich, weiblich, heterosexuell“ außer weiblich liegen könnte, „ist nicht normal und wird daher nicht toleriert“. Abermals gefällt sich Hempel darin, seine Murks-Phantasie anderen zu unterstellen und zu behaupten, Andere wären nicht tolerant, im Gegensatz zu ihm, der gerade vor lauter Toleranz in Kombination mit sprachlichem Unvermögen andere bezichtigt, sie würden „weiblich“ nicht für normal halten.

Und wenn man denkt, alle Ausdrucksformen von Dummheit innerhalb von drei Sätzen in Hempels Text aufgefunden zu haben, schlägt Hempel ein weiteres Mal zu. Dieses Mal mit dem folgenden Sprachversuch:

„In unserem Staat haben wir uns aber nicht in erster Linie an Moralvorstellungen zu orientieren, sondern an Recht und Gesetz“.

Daraus muss man schließen, dass Moralvorstellungen und Recht und Gesetz für Hempel inkommensurabel, dass für ihn Gesetz und Moral zwei verschiedene Dinge sind. Nehmen wir Hempel einmal ernst, auch wenn es schwer fällt, dann stellt sich die Frage, was findet Eingang in, was ist die Grundlage von Gesetzen, wenn nicht Moralvorstellungen?

Betrachten wir die Tatsache, dass sich jeder, der Hempel, wegen des Unsinns, den er verbreitet, verprügelt, obwohl es gerechtfertigt werden kann, vor dem Gesetz wegen Köperverletzung verantworten muss.

Warum nur?

Moral im Sinne von: Gewalt ist kein Mittel, um Dummheit zu bestrafen, fällt aus, wie Hempel sagt.

Bleibt die Ideologie: Man darf Hempel nicht verprügeln, weil er sich mit seinem Text bei denen, die sich für fortschrittlich halten, angebiedert hat.
Und es bleibt die Willkür: Öffentlich-rechtliche Journalisten dürfen eben nicht verprügelt werden.

Beides, Willkür und Ideologie, die einzigen Alternativen, die Hempel zulässt, um Gesetze zu begründen, sind höchst unsichere Gesellen. Erstere trägt die Unsicherheit bereits im Namen, Letztere ist wie der Zeitgeist, sie durchläuft Konjunkturen. Das Gesetz von heute mag den Richter, der Regimegegner ins Gefängnis steckt, schützen, das von morgen, mag in die andere Richtung gehen und Richter mit Regimegegnern tauschen. Wer es nicht glaubt, möge die DDR-Richter befragen, die sich nach dem Anschluss vor Gericht wiedergefunden haben, dieses Mal als Angeklagte.

Kurz: Gesetz ohne Moral ist nicht denkbar. Jedes Gesetz ist Ausdruck von Moralvorstellungen. Dass man journalistische Darsteller wie Hempel nicht verprügelt und Körperverletzung ausgeschlossen ist, speist sich z.B. aus Mitleid und der Tatsache, dass der Staat ein Gewaltmonopol ausübt, das ihm von seinen Bürgern übertragen wurde, eines, das man ihm übrigens wieder nehmen kann, wenn er sich als unfähig erweisen sollte, seine Bürger zu schützen. 

Das bringt uns zum nächsten Fehler in der Hempelschen Phantasiewelt. Gesetze fallen nicht vom Himmel. Sie werden auch nicht von „dem Staat“ auf Aufforderung von „dem Bundesverfassungsgericht“ “den Bürgern” vor die Nase gesetzt – jedenfalls nicht in einer Demokratie. In einer Demokratie gilt, dass die Gesetze die Realität abbilden sollen. Die Moralvorstellungen, die die Mehrheit der Bevölkerung teilen, sind entsprechend die Grundlage für Gesetze, die z.B. das Eigentum, die Unverletztlichkeit der Person garantieren und vielleicht einmal in Zukunft, das strafbewerte Verbot ideologisch verblödete Journalisten in öffentlich finanzierten Medienanstalten zu dulden, umfasst.

Also: Ohne Moral kein Gesetz.
Und weil es ohne Moral kein Gesetz geben kann, deshalb sind Recht und Gesetz nicht ohne Moral zu denken. Somit ist die einzige Frage, die im Zusammenhang mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Bedeutung ist, die Frage, ob eine Mehrheit in der Bevölkerung die Vorstellung von einem Dritten Geschlecht teilt und der Ansicht ist, dieses dritte Geschlecht, dessen vermeintliche Träger seltener sind als Wasser in der Wüste, rechtfertige den Aufwand von Millionen von Steuereuros, um die Freaks of Nature, die nicht männlich und nicht weiblich sind oder sein wollen, nun auch verwaltungstechnisch kenntlich zu machen.

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„Fast jeden Tag ein Anschlag?“, nein, fast jeden Tag eine öffentlich-rechtliche Manipulation

Wer zum Lügen zu feige ist, der versucht es mit der Suggestion. Ziel: anderen das als Gedanken nahelegen, was man, weil es eine Lüge wäre, selbst nicht aussprechen will.

So geht’s.
ARD Tagesschau von heute.
Folgendes Bild:

Folgende Schlagzeile:
„Fast jeden Tag ein neuer Anschlag“.

211 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte habe es in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 gegeben. Die Tagesschau berichtet das mit Bezug auf die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ). Die Tagesschau hat die Daten der NOZ zweitverwertet.

Wenn man Bild, Schlagzeile, das Wort „Anschlag“ und die „211 Attacken“ in eine Reihe stellt, dann ergibt sich ein konsistentes Bild entsteht, bei dem eine Gleichsetzung von 211 Attacken, die zu Anschlägen werden, die – wie im Bild dargestellt – ausgebrannte Asylbewerberunterkünfte zurücklassen.

Nun muss man wissen, dass in den Lageberichten des Bundeskriminalamt, aus dem die Zahlen, die die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet und die Tagesschau mit dem Ziel arglistiger Täuschung übernimmt, zwischen Straftaten gegen Asylunterkünfte und Gewalttaten gegen Asylunterkünfte unterschieden wird. Die 211 Attacken, sind nämlich keine Attacken und schon gar keine Brandstiftungen, wie ein boshafter Redakteur, dem es zu wenig ausgebrannte Flüchtlingsunterkünfte zu geben scheint, nahelegen will. Letzteres muss man daraus schließen, dass die Neue Osnabrücker Zeitung, auf die sich die Tagesschau bezieht noch ganz andere Zahlen veröffentlicht hat, nämlich:

„Seit Jahresbeginn (Stand 23. Oktober) registrierte das Bundeskriminalamt bundesweit 226 Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte. Mindestens 213 dieser Übergriffe hatten laut BKA einen rechtsradikalen Hintergrund, bei einigen weiteren Taten wird das vermutet. Bei den meisten Taten handelte es sich um Sachbeschädigung (74) , Schmierereien und Propaganda (71) sowie Überfälle und Gewaltdelikte (32). Es waren aber auch 12 Brandstiftungen und zwei Sprengstoffexplosionen darunter.”

Ursprünglich war bei der Neuen Osnabrücker Zeitung auch von 211 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte die Rede. Diese Information, im ersten Abschnitt des Textes, ist die einzige Information, die der Tagesschau-Redakteur aufgenommen zu haben scheint. Reicht wohl, um das eigene Mütchen zu kühlen.

Bei der NOZ werden aus 211 Attacken innerhalb von drei Absätzen erst 226 Übergriffe, die dann zu mindestens 213 Übergriffen mit rechtsradikalem Hintergrund mutieren.

Die Attacken der Tagesschau, die mit Anschlägen bebildert und gleichgesetzt werden, transformieren bei der NOZ innerhalb weniger Abschnitte von Attacken zu Übergriffen, die sich bei genauem Hinsehen in 74 Sachbeschädigungen und 71 Propaganda-Delikte, also in der Regel Hakenkreuzschmierereien, verwandeln. Man tut den Begriffen der Attacke und des Anschlags doch arge Gewalt an, wenn man Schmierereien oder eingeworfene Fenster als solche bezeichnet.

Von den 211 Attacken, die für die Tagesschau auch allesamt Anschläge sind, die – wie die Bebilderung nahelegt – Brandstiftung zum Gegenstand haben, bleiben 12 Straftaten, bei denen es sich tatsächlich um Brandstiftungen handelt, übrig. Wenn man auf Grundlage von 7% der Straftaten, die man tatsächlich als Anschlag bezeichnen kann, eine Aussage macht, die 93% der „Straftaten gegen Asylunterkünfte“ zu Anschlägen und Attacken umdeutet, dann ist das kriminelle Energie, die ihrerseits in den nächsten Lagebericht des Bundeskriminalamts eingehen könnte. Titel des Lageberichts: Straftaten gegen die Wahrheit, Volksverhetzung und vorsätzliche Irreführung der Allgemeinheit.

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