Ressourcen verbraucht: Deutsche (Schmarotzer) leben auf Kosten anderer!

Das Geschäft mit der moralischen Erpressung, es blüht.

Ressourcen für 2018 bereits verbraucht“, so titelt die Tagesschau gestern. „Deutschland hat an diesem Mittwoch seine natürlich verfügbaren Ressourcen für 2018 aufgebraucht“, so heißt es weiter. Und dann: „Die Menschen in Deutschland leben dann für den Rest des Jahres auf Kosten kommender Generationen und der Menschen im Süden, teilte die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch mit“.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation „Germanwatch“, die sich nach eigenen Angaben Ziele wie „das Vermeiden des gefährlichen Klimawandels“ und „den Schutz der besonders verletzlichen Menschen in Entwicklungsländern vor den Folgen des Klimawandels“ gesetzt hat, ist eine der Organisationen, die gut an eben diesem vermeintlich menschengemachten Klimawandel verdienen. Gemanwatch ist eine jener neuen Unternehmensformen, die Profit und Umsatz über moralische Entrüstung und moralische Erpressung generieren:

„Wir drängen relevante Akteure aus Politik und Wirtschaft dazu, diese Ziele umzusetzen – in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene“.

Ein Blick in den Rechenschaftsbericht von Germanwatch zeigt jedoch ein anderes Bild. Man hat eher den Eindruck, dass Akteure aus der Politik „Germanwatch“ unterhalten, als dass sie von Germanwatch gedrängt würden. Das Narrativ, das Nichtregierungsorganisationen wie Germanwatch gerne verbreiten, um ihre Unabhängigkeit zu beschwören, besteht darin, eine Organisation zu sein, die nichts mit Regierung, Ministerien oder anderen öffentlichen Einrichtungen zu tun habe, vielmehr diese kontrollieren wolle und dazu der Spenden durch Bürger bedürfe. „Veränderung braucht jeden, auch Sie!“, so lautet der Spruch, mit dem Germanwatch um Spenden buhlt.

Tatsächlich braucht Germanwatch keinerlei Spenden, die Organisation wird anderweitig finanziert. Rund 3,2 Millionen Euro hatte die angebliche Nichtregierungsorganisation im Jahre 2016 zur Verfügung. Mit viel gutem Willen kann man Germanwatch attestieren, dass rund 7% der 3,2 Millionen Euro aus Spenden – von wem auch immer – resultieren. Das wirft die Frage auf, wo die restlichen 93% der Einnahmen der angeblichen Nichtregierungsorganisation herkommen.

Von hier (Zahlen für 2016):

Bundes- und Landesministerien, Landesämter etc: 43,0%

Darunter:
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: 17,5%
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit: 15,4%
Bundesministerium für Bildung und Forschung: 3,8%

Zudem:
Brot für die Welt: 6,7%
Dabei handelt es sich um eine indirekte Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, denn 54,7% der Mittel, die Brot für die Welt ausgibt (256 Millionen Euro im Jahre 2016) stammen aus dem Ministerium.

Deutsche Gesellschaft für Wirtschaftliche Zusammenarbeit: 1,3%
Dabei handelt es sich um ein Unternehmen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Germanwatch ist somit mehr oder weniger eine Ausgründung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Mehr als  51% der Einnahmen kommen direkt oder indirekt von Ministerien oder Ämtern. Germanwatch ist also eine Nichtregierungsorganisation die am Tropf von Regierungsorganisationen hängt, ein Etikettenschwindel.

Ein weitgehend durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit finanzierter Strommann wird also dazu benutzt, deutschen Bürgern ein schlechtes Gewissen einzureden, um auf diese Weise Legitimation für Entwicklungshilfe und die Kosten der Energiewende und andere Formen der ideologischen Geldverschwendung aus dem Repertoire der Gutmenschen zu beschaffen. Das ist zumindest eine Täuschung der Öffentlichkeit, wenn nicht mehr.

Dass es um die moralische Erpressung der Bevölkerung und darum geht, die besonders Naiven über den Huch- oder Oh-Gott-Faktor zu Kämpfern gegen den „gefährlichen Klimawandel“ zu machen, sie dazu zu übertölpeln, freiwillig Verzicht zu üben, damit vielleicht, vielleicht auch nicht die nächste Generation besser leben kann, zeigt sich eben an der Unsinnigkeit dessen, was hier als Argumentation verkauft werden soll.

Konkrete Einschränkungen im Leben der jetzt Lsollen damit gerechtfertigt werden, dass zukünftige Generationen vielleicht einen Nutzen davon haben, dass heutige Generationen mit Sicherheit hinter dem Lebensstandard zurückbleiben, der ihnen möglich wäre. Das ist natürlich Unfug, denn niemand kann wissen, welche technologischen Entwicklungen es den nächsten Generation ermöglichen, in Wohlstand zu leben.

Zwar ist jeder Mensch für seine eigenen Handlungen verantwortlich, aber niemand ist für Konsequenzen verantwortlich, die sich nicht aus seinen Handlungen ableiten lassen. Dass es in Teilen Afrikas Slums und Hunger gibt, hat nichts damit zu tun, dass Peter L in Hamburg mit dem Diesel zur Arbeit fährt. Der Versuch, Peter L. ein schlechtes Gewissen einzureden, nutzt einzig und allein Organisationen wie Germanwatch, die als Legitimationsbeschaffer für die Big Spender in den Ministerien fungieren, die ihre Politik darauf ausgerichtet haben, den „gefährlichen Klimawandel“ durch kostenintensive und im Vergleich mit anderen Energieträgern ineffiziente Formen der Energiegewinnung so zu bekämpfen, dass eine bestimmte Lobby und ihre Klientel sehr gut daran verdienen, während die Erwerbstätigen zur Ader gelassen und schlechter gestellt werden.

Der individuelle Verzicht, den Organisationen wie Germanwatch mit irren Meldungen wie „die natürlichen verfügbaren Ressourcen für 2018“ sind bereits aufgebraucht, befördern wollen, den Boden, den sie für weitere Maßnahmen, die die jetzt lebenden Bürger in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen, weil sie ihnen finanzielle Mittel abverlangen, bereiten sollen, sie sind das eigentlich amoralische an diesem Spiel, denn niemand hat das Recht, die Lebensqualität lebender Menschen zu beeinträchtigen, um nicht lebende und vielleicht nie lebende Menschen besser zu stellen, was sowieso ein Unding ist, denn niemand kann wissen, ob ein Verzicht heute, eine Verbesserung morgen zur Folge hat. Aber man kann sicher wissen, dass Verzicht heute und die ganze Klimahysterie Organisationen wie Germanwatch, die am Tropf von Ministerien hängen, zu gute kommt, mit Sicherheit und in Höhe von 3.2 Millionen Euro allein im Jahre 2016. Das reicht, um eine ganze Reihe von Aktivisten durchzufüttern.

Falls wir uns irren, und in Deutschland tatsächlich kein Grundwasser, keine Ackerfrüchte oder sonstige Mittel zum Leben seit gestern mehr verfügbar sind, stimmt es, dass die Ressourcen für 2018 aufgebraucht wurden.

So wie es in jedem Fall stimmt, dass das woraus Organisationen wie Germanwatch ihren Profit generieren, letztlich ein Problem der Überbevölkerung ist. Wenn Germanwatch also wirklich etwas an der von Germanwatch gesehenen Misere ändern will, dann empfehlen wir allen dort Beschäftigten einen kollektiven Suizid. Das spart die Ressourcen, die mehrere Dutzend gut verdienende Aktivisten verbrauchen und hat unmittelbar die Freisetzung von rund 3.2 Millionen Euro zur Folge, die man dann sinnvoll einsetzen kann.

Wenn dieser Einschnitt für Germanwatch-Aktivisten zu drastisch erscheint, können sie ja, anstatt einen gefährlichen Klimawandel zu bekämpfen, für einen ungefährlichen Klimawandel werben.

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Ahnungslosigkeit oder Arglist? Die ARD und noch ein unliebsames Wahlergebnis

Journalisten-Darsteller, die auf Wolke 7 der Moral schweben und von sich denken, sie seien so gute Menschen, dass sie es selbst kaum noch mit sich aushalten, haben es schwer. Wo sie auch hinsehen: Die Wahlen wollen einfach nicht mehr so ausgehen, wie sie das für richtig halten. Erst wird Trump Präsident in den USA, dann gibt es den BREXIT in Großbritannien, dann gelangt die AfD in den Bundestag und jetzt, jetzt hat Viktor Orbán in Ungarn wohl die absolute Mehrheit erreicht: Dreimal angetreten, dreimal gewonnen hat der Viktor. Seit 2010 ist er – sehr zum Leidwesen der EU-Kommission und der öffentlich-rechtlichen Journalisten, bei denen die selbstzugeschriebene Moral aus allen Poren quillt – der Ministerpräsident von Ungarn.

Seit 2010 ist einiges geschehen.

Die Ungarn haben eine Parlamentsreform durchgeführt und ihr Parlament verkleinert. Von 386 auf 199 Abgeordnete. Das ist billiger und effizienter. Gleichzeitig haben sie 2012 ihr Wahlrecht reformiert und auf die nun nur noch 199 Abgeordneten zugeschnitten. Im Ergebnis hat sich nicht viel geändert: 2010 konnte sich Viktor Orbán auf 227 von 386 Abgeordneten im Parlament stützen, macht 58,8%. 2014, also nach der Reform und mit dem neuen Wahlrecht, konnte er sich auf 117 von 199 Abgeordnete verlassen, macht 58,8% und 2018 sind es wohl ein paar Sitze mehr geworden, nämlich: 134 von 199 [zusammen mit dem Juniorpartner der christlichen Demokraten]. Das macht nunmehr 67,3% eine zwei Drittel Mehrheit.

Zeter und Mordio.

Zeter und Mordio gemischt mit Ahnungslosigkeit oder Lust an Diffamierung.

Bei der ARD sitzt man wieder einmal in der ersten Reihe.

Dort entblödet sich eine Andrea Beer, die vor allem den bayerischen Beitragszahlern auf der Tasche liegt, nicht, das Folgende von sich zu geben:

“‘Nichts ist eine stärkere Bestätigung als der Erfolg an der Wahlurne’, so gratulierte Bundesinnenminister Horst Seehofer Viktor Orban zum Wahlsieg. Die absolute Mehrheit erhielt dessen Fidesz-Partei aber durch ein unfaires Wahlsystem, das die stärkste Partei begünstigt. Die Überlegung der Opposition, sich dem gemeinsam entgegenzustellen, ist krachend gescheitert, und so bleibt die rechtsradikale Jobbik auch künftig die größte Oppositionspartei.”

Das ungarische Wahlsystem ist also, wie Frau Beer befindet, ein unfaires Wahlsystem. Gesagt in der Hoffnung, dass es die Leser fressen, nach der Methode, Diffamierung gelingt am besten, wenn man sie in kleinen adjektivischen Häppchen serviert, oder unterschiebt. Fidesz, die Partei von Viktor Orbán, die bereits vor der Reform des Wahlrechts, die absolute Mehrheit der Sitze errungen hat, hat also nach der Reform des Wahlrechts die absolute Mehrheit nur deshalb gewonnen, weil das neue Wahrecht ein unfaires Wahlrecht ist.

Man kann schadenfroh sein und sagen: Die Intendanten der Rundfunkanstalten bekommen, was sie verdienen, oder Mitleid mit ihnen haben, ob des ahnungslosen Personals, das man früher dumm-dreist genannt hätte, das sie da beschäftigen müssen (qua Quote? Kompetenz kann es ja nicht sein…).

Das “unfaire” ungarische Wahlsystem besteht – wie das deutsche – aus zwei Teilen: Einer Erststimme und einer Zweitstimme. Mit der Erststimme wird ein Wahlkreiskandidat in einem der 106 Wahlbezirke gewählt. Es gilt hier das britische Mehrheitswahlsystem „first past the post“, wer die meisten Stimmen erhält, ist gewählt, egal, ob er die Mehrheit der Wähler auf sich vereinigt oder nicht.

Mit der Zweitstimme wählen die Wähler in Ungarn, zu denen übrigens auch Menschen gehören, die ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht haben, also auch z.B. Deutsche, die nach Ungarn ausgewandert sind, eine nationale Liste, also eine Parteiliste – genau wie in Deutschland. Die restlichen 93 Sitze werden über diese “Zweitstimme” vergeben.

Prototyp des öffentlich-rechtlichen Journalisten

Eine nationale Liste kann jede Partei aufstellen, die in mindestens einem Viertel der 106 Wahlkreise einen Kandidaten vorweisen kann. Wer diese Norm nicht erfüllt, der kann sich mit einer anderen Partei zusammenschließen. Für alle Parteien gilt, wie in Deutschland, eine Fünf-Prozent-Hürde. Nur wer mehr als 5% der Stimmen über die Zweitstimme erhält, nimmt an der Sitzvergabe teil. Für Wahlbündnisse aus zwei Parteien beträgt die Hürde 10% (für drei 15% usw.).

Die Verteilung der Sitze erfolgt, wie einst in Deutschland, nach d’Hondt, also dadurch, dass die Gesamtzahl der pro Partei abgegebenen Stimmen durch 1, 2, 3, 4… geteilt wird, so lange, bis alle Sitze verteilt sind. Die Zuteilung eines Sitzes erfolgt dann immer an die Partei, die nach Division den größten Wert erreicht. Also wenn Partei A 50000 Stimmen erreicht hat und Partei B 30000 Stimme und fünf Sitze zu vergeben sind, dann erhält zunächst Partei A einen Sitz (50000/1), dann erhält Partei B einen Sitz (30000/1), dann erhält Partei A wieder einen Sitz (50000/2=25000), dann nochmals Partei A (50000/3=16667) und schließlich erhält Partei B noch einen Sitz (30000/2=15000).

D’Hondt ist ein einfaches, transparentes und effizientes Verfahren, um abgegebene Stimmen in Sitze umzurechnen. Bislang hatte niemand etwas daran auszusetzen. Aber nun haben wir ja Frau Beer, die etwas daran auszusetzen hat, die ein Wahlsystem, das in der Struktur dem deutschen Wahlrecht fast gleich ist, das die Verteilung der Erststimme an die in Britannien gebräuchliche Methode knüpft und zur Vergabe der Zweitstimme ein Verfahren benutzt, das auch in Deutschland jahrelang zu Ergebnissen geführt hat, die alle akzeptiert haben, als unfair empfindet.

Und weil das noch nicht reicht, muss man sich diese absichtliche Diskreditierung oder Diskreditierung aus Unkenntnis im öffentlichen Online-Angebot zumuten lassen. Das ist nicht fair. Selbst Leser von Tagesschau.de haben einen Schutz vor Unsinn und Dummheit verdient.


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Öffentlich-rechtliche Panikmacher: Lügen mit der Tagesschau

Was denken Sie, wenn Sie die folgende Sequenz vom Online-Auftritt der Tagesschau sehen:

“Einsatz von Chemikalien:
Teures Gift
Folgen bislang deutlich unterschätzt
[…]
Streitfall Glyphosat
Pflanzenschutzmittel können die Intelligenz beeinträchtigen
Die in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizide können den Wissenschaftlern zufolge ebenfalls unerwünschte Nebenwirkungen bei Menschen haben – in Form von kognitiven Defiziten. Bei heranwachsenden Kindern können die aufgenommenen Pflanzenschutzmittel zu Beeinträchtigungen bei der Hirnentwicklung führen, damit zu einem geringeren Intelligenzquotienten und zu niedrigeren Einkommen. Der Studie zufolge entsprechen diese Schäden allein in der Europäischen Union einem Wert von etwa 150 Milliarden Euro.“

Man könnte den Einbau von Glyphosat im hervorgehobenen Kasten auf der Seite der Tagesschau als Manipulation abtun. Im Kontext „der Studie“, von deren Ergebnissen Christian Baar, NDR, berichtet, muss man diesen Kasten jedoch als Lüge und bewusste Fehlinformation bezeichnen.

Fangen wir vorne an.
Christian Baar, NDR, berichtet von einer Studie, die ganz wichtige Ergebnisse erbracht hat. 10% des Bruttosozialproduktes weltweit, 6500 Milliarden Euro, so schreibt er, könnten die Höhe der (Gesundheits-)Kosten sein, die durch „Schwermetalle, Pestizide, Plastikweichmacher und weitere Chemikalien“ entstehen.

Ein Gesundheits-Armageddon.

Die Studie, der Baar, diese Erkenntnisse entnommen hat, hat einen Hauptautor, „Philippe Grandjean“, einen anderen Autor, „Martine Bellanger“ und einen Erscheinungsort, nämlich die Zeitschrift „Environmental Health“, deren Herausgeber Grandjean zufällig ist. Die Studie hat aber offensichtlich keinen Titel. Jedenfalls gibt Baar keinen Titel an. Er spricht durchweg von der Studie.

Die Entwarnung gleich vorweg: Es gibt die Studie. Sie wird tatsächlich demnächst in der Zeitschrift „Environmental Health“ veröffentlicht, und sie trägt den Titel: „Calculation of the disease burden associated with environmental chemical exposure: application of toxicological information in health economic estimation“. Wie der Titel andeutet, geht es in dem Beitrag darum, einen neue Methode zu finden, um die Gesundheitskosten, die durch den (dauerhaften) Einsatz bestimmter Chemikalien entstehen, zu schätzen. Die „Studie“, deren Namen Baar verschweigt, ist keine Bestandsaufnahme des IST-Zustandes, sondern ein Vorschlag für eine neue Form der Schätzung und Berechnung von Gesundheitskosten, die durch die Umweltgifte entstehen, die Grandjean und Bellanger in ihrer Studie berücksichtigt haben.

Grandjean und Bellanger wollen also vorhandenen Methoden zur Bestimmung der Gesundheitskosten eine neue zur Seite stellen. Sie soll auch die Risiken umfassen, die derzeit, weil „uncertain“, also unsicher, nicht berücksichtigt werden. Zudem wollen sie auch „subclinical conditions“ einbeziehen, was für die beiden Autoren im Wesentlichen kognitive Einschränkungen sind (also z.B. Debilität als Folge von erhöhter Bleikonzentration bei Säuglingen).

Die Panikzahl, die Baar seinem Artikel, eben zum Zwecke der Verbreitung von Hysterie voranstellt, ist somit das Ergebnis eines Versuchs, Kosten zu schätzen, die bislang nicht geschätzt werden, weil die Datenlage nicht sicher genug ist. Grandjean und Bellanger wollen einen Anfang mit dieser Schätzung machen und rechnen in ihrer Untersuchung vor allem die schon genannten kognitiven Kosten, also Beeinträchtigungen des IQ, die von Blei (Batterien, Farben…), (Methyl-)Quecksilber (in Fisch), Organophosphat (Pestizide) und polybromierte diphenyl Ester (Brandschutzanwendungen) ausgehen können, ein. Die entsprechenden Folgen werden mittlerweile in einer Reihe von Studien, an denen die beiden Autoren zumeist beteiligt sind, berichtet. Inwieweit die entsprechenden Ergebnisse als gesichert angesehen werden können, ist eine andere Frage.

In jedem Fall rechnen Grandjean und Bellanger die kognitiven Schädigungen, die von den vier Risikofaktoren verursacht werden können, aus und beziffern sie in Milliarden Euro. Ergebnis: Den weltweiten Kosten von 4050 Milliarden Euro, die die WHO als Konsequenzen von Erkrankungen, die auf Umweltgifte zurückgeführt werden, ermittelt hat, fügen Grandjean und Bellanger ein paar weitere Zahlen jenseits der Vorstellungsgrenze hinzu.

Ob sich die Kosten dann auf die 6500 Milliarden Euro summieren, die Baar angibt, die sich aber nirgends im Text von Grandjean und Bellanger finden, ist eine ebenso irrelevante Frage, wie die Frage, woher die 10% des weltweiten Bruttosozialprodukts als Kostenschätzung kommen, die Grandjean und Bellanger im Abstrakt zu ihrem Text und dann nie wieder nennen. Es ist letztlich irrelevant, weil der Unterschied zwischen den Schätzungen die Vorstellungskraft ebenso übersteigt, wie ihre Höhe, eine Höhe, die unter vielen Annahmen zu Stande gekommen ist und die bei Grandjean und Bellanger generell unter der unsinnigen Annahme steht, dass die von ihnen zusätzlich ermittelten Kosten nicht, auch nicht teilweise, bereits in den Kosten der WHO enthalten sind. Man müsste somit ausschließen, dass jemand, dessen IQ nur 79 erreicht hat, obwohl er nach Berechnungen von Grandjean und Bellanger ohne Exposition mit Blei die Chance auf 81 gehabt hätte, an Krebs erkrankt und stirbt. Eine irrsinnige Annahme, die den Text von Grandjean und Bellanger zu einem macht, den man mit Vorsicht genießen muss, einen Text, der als Denkanstoß für die Wissenschaftliche Gemeinschaft gedacht ist, nicht als Mittel für öffentlich-rechtliche Panikattacken.

Besonders deutlich wird dies am Beispiel der Organophospate, die als Insektizide, Herbizide und Nervengase Verwendung finden. Organophospate finden sich unter Handelsnamen wie Diazinon, Fenitrothion, Dichlorvos, Ethion, Profenofos, Malathion and Azinphos Methyl. Sie gelten als Pestizide, sind aber ausschließlich Insektizide oder Herbizide.

Das ist für Baar alles eines.

  • Er hat in seinem Text einen Verweis auf Glyphosat.
  • Dann spricht er von Pflanzenschutzmitteln in der Zwischenüberschrift.
  • Dann ist von „in der Landwirtschaft eingesetzten Pestiziden“ die Rede.
  • Dann wieder von Pflanzenschutzmitteln, die die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen können.

Hand aufs Herz: Welcher unserer Leser denkt, dass die Konsequenzen, die Baar in seinem Text für heranwachsende Kinder und deren Gehirnentwicklung anspricht, auch von Glyphosat verursacht werden können und dass dies in der Studie, auf die sich Baar beruft, also der von Grandjean und Bellanger, untersucht wurden?

Wer das denkt, ist Baar und seinem Versucht, Stimmung zu machen und zu manipulieren, auf den Leim gegangen, einer suggestiven Lüge aufgesessen.

Grandjean und Bellanger berücksichtigen in ihrer Studie ausschließlich Organophosphate. Sonst nichts. Glyphosat kommt nicht vor. Akarizide kommen nicht vor. Pflanzenwachstumsregulatoren und Repellentien (Abwehr- oder Vergrämungsmittel) kommen nicht vor. Und doch sind all das Pestizide, die in die Klasse der Pflanzenschutzmittel fallen. Und das Beste zum Schluss. Die gesundheitsschädlichen Herbizide, die Organophosphate enthalten, kann man einfach ersetzen: Mit Glyphosat!

Baar verschweigt das.

  • Statt dessen vermittelt er den Eindruck, Glyphosat sei eines der schädlichen Pflanzenschutzmittel, die die Gehirnentwicklung von Kindern beeinträchtigen KÖNNEN.
  • Jetzt wird auch klar, warum Baar den Titel der Studie verschweigt. Offensichtlich will er verhindern, dass Leser sich ein eigenes Bild machen und ihm auf die Schliche kommen. Feststellen, dass Glyphosate in seinem Artikel nun überhaupt nichts verloren haben, dass die Studie sie nicht einmal am Rande behandelt, sondern gar nicht.

Wen die Studie interessiert, wir haben sie hier verlinkt.

Wenn man von den fancy numbers, die die Autoren als Kosten berechnet haben, einmal absieht und sich auf die Relation dessen, was sie berechnet haben, bezieht (weil es das einzige Gesicherte an der Studie zu sein scheint), dann scheint die Studie zu zeigen, dass von Blei, Organophosphaten (Insektizide, Herbizide) und Polybrom-diphenyl Estern (Brandschutz) die größte Gefahr für die Gesundheit ausgeht, was insofern misslich ist, als Polybrom-diphenyl-Ester so ziemlich in allem enthalten sind, was nicht brennen soll, vom Kamm, über Jeans bis zum Monitor auf den sie gerade starren.

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Die Gunst des Altenaer Messers nutzen: Panik-Aktivisten im Gutmenschen-Modus

Die 15cm Schnittwunde aus Altena, die mit einem Heftpflaster von knapp 8cm Kantenlänge im Quadrat behandelt werden kann, sie hat die deutschen Medien und die anderen Panik-Aktivisten geradezu in einen Rausch versetzt.

Immer öfter werden kommunale Amtsträger beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen.

So titelt die Tagesschau. Natürlich ohne Beleg. In welchem Zeitraum sich Beleidigungen und Bedrohungen auf kommunale Amtsträger vermehrt haben, und wer für die Zunahmen verantwortlich ist, diese Belege bleibt die Tagesschau schuldig.

Manipulationsversuch billigster Art.

Die unbelegte Behauptung wird mit Bezug auf „Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg“ vom Städte- und Gemeindebund aufgestellt. Auch Landsberg nennt keine Daten, gibt keine Belege, verweist auf keine Statistik und keine Erhebung. Er behauptet.

So funktioniert Journalismus im Manipulationszeitalter:

X behauptet etwas – ohne Belege.
Ein anderer behauptet dasselbe und verweist auf X.

Scheinbar herrscht bei öffentlich-rechtlichen Redakteuren die Vorstellung, zum Beleg einer Behauptung sei es ausreichend, auf jemanden zu verweisen, der die Behauptung auch schon aufgestellt hat.

Natürlich sind die sozialen Netzwerke die Quelle allen Übels – aber das nur nebenbei, um wieder einmal die Paranoia der öffentlich-rechtlichen Manipulierer vor dem freien Markt der Information (und Fehlinformation), den soziale Netzwerke im Besonderen und das Internet im Allgemeinen darstellen, deutlich zu machen. Verweise auf soziale Netzwerke als Quelle allen Übels werden von uns nur noch als Indikator für eine psychische Störung gewertet, die darin ihre Ursache findet, dass die öffentlich-rechtlichen nicht einmal in der Lage sind, sich im Wettbewerb mit kleinen und größeren Seiten im Internet zu behaupten, die nicht einmal ansatzweise die Finanzierung zur Verfügung haben, die öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern zur Verfügung steht.

Besonders peinlich wird es jedoch, wenn der Panikartikel, der Hysterie verbreiten will, einen vermeintlichen Experten zitiert, der eine Aussage tätigt, die an Uninformiertheit und man muss es so krass sagen: Dummheit, nicht mehr zu unterbieten ist, so als hätten sich bei der Tagesschau zwei getroffen, die darum konkurrieren, wer am wenigsten von dem weiß, worüber beide sich echauffieren:

„Der Städtebund-Hauptgeschäftsführer [Gerd Landsberg] forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. “Ein wehrhafter Rechtsstaat muss solchen Taten deutlicher und effektiver entgegentreten.” Gesetze sollten so geändert werden, dass auch Bedrohungen und Gewaltaufrufe als strafbare Handlungen gelten. Zudem sei eine Strafverschärfung bei tätlichen Angriffen gefordert.”

Wir zitieren aus dem Strafgesetzbuch:

§ 111 StGB

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
(2) 1Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 2Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

§ 241 StGB

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Gutmenschen haben offensichtlich die Schwelle überwunden, die es bei normalen Menschen noch gibt: Man äußert sich nicht zu Dingen, von denen man keine Ahnung hat. Weil Gutmenschen nicht von kognitiven, sondern von affektiven Motiven getrieben werden, sprechen sie nicht darüber, was ist und wovon sie eine Ahnung haben (falls sie von etwas eine Ahnung haben), sondern darüber, was sie gerne hätten, was sie für gut befinden, von was sie denken, dass es ihnen einen Eintrag als besonders guter Mensch im goldenen Buch im Gutmenschen-Schrein einbringt.

Städtebund-Hauptgeschäftsführer Landsberg erhält von uns jedoch keinen Eintrag im Buch der Gutmenschen, sondern im Buch der Dummheit. Er hat es geschafft, mehrere Jahrzehnte in einem Land zu leben, ohne dessen soziale Normen und Strafgesetze zu kennen. Er weiß nicht, dass Bedrohung und der Aufruf zu einer Straftat längst unter Strafe gestellt sind, dass es keine entsprechenden Gesetze braucht, dass die Bundesregierung entsprechend nicht handeln muss, weil es die Gesetze schon gibt.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn in Deutschlands Medien nur noch Personen zu Wort kommen würden, die von dem, worüber sie reden, auch nur ein wenig Ahnung haben, deren Aussagen an der Realität und nicht an ihren Hirngespinsten und ihrem hysterischen Streben danach, als Guter gesehen zu werden, ausgerichtet sind.

Können Sie es hören:
Das Schweigen auf den meisten Kanälen?
Sehen Sie sie vor sich:
Die Leere der Internetauftritte von öffentlich-rechtlichen und anderen Mainstream-Medien?

Wohltuend.
Leider eine Utopie.

Man muss feststellen, dass ein Angriff mit einem Messer auf einen Bürgermeister aus einem Ort, den bis gestern kaum jemand kannte, ein Ereignis ist, das in der Lage ist, selbst bei den trägsten unter den Journalisten Hysterie auszulösen und damit eine Konsequenz hat, die normale Messerattacken, die mit zum Teil erheblichen Verletzungen bis hin zum Tode des Opfers einhergehen, einfach nicht haben. Um den normalen Journalisten in Bewegung und ideologische Trance zu versetzen, sind Tote durch Messerattacken kein Mittel, dazu braucht man Kratzer an Hälsen von Bürgermeistern, die schon wenige Stunden nach dem vermeintlichen Anschlag in der Lage sind, Pressekonferenzen abzuhalten, Interviews zu geben, Stellungnahmen zu verfassen. Das alles hat ein herkömmliches Opfer eines Messerangriffs natürlich nicht zu bieten, besonders dann nicht, wenn es schwerverletzt im Krankenhaus oder tot in der Gerichtsmedizin liegt.

Black Friday: Die Tagesschau liegt wieder einmal falsch

Woher kommt die Bezeichnung „Black Friday“?

Die Tagesschau hat drei Theorien … Alle falsch.

Der Black Friday hat nichts mit dem Börsencrash von 1929 zu tun. Der Crash ereignete sich am Donnerstag, den 29. Oktober. Also: Tag falsch, Monat falsch. Der Name Black Friday bezieht sich auch nicht auf eine Analogie zwischen dem Verhalten von Schnäppchenjägern und dem von Börsianern.

Black Friday heißt auch nicht deshalb Black Friday, weil Händler an diesem Tag schwarze Zahlen schreiben, also in der Suggestion der Tageschau viel Geld abzocken. Er ist eher der Tag, AB dem viele Händler schwarze Zahlen schreiben, d.h. ihre Steuern-, Abgaben und Lohnkosten für ein Jahr abgetragen haben. Der Rest des Jahres produziert somit den Gewinn der Unternehmen.

Black Friday hat überhaupt nichts mit schwarzen Fingern nach dem Zählen von Geld zu tun. Auch hier ist die Anti-kapitalistische-Phantasie mit dem verantwortlichen Redakteur durchgegangen, der heute sicherlich nicht einkaufen geht.

Woher kommt also die Bezeichnung „Black Friday“?
Zuerst scheint der Begriff „Black Friday“ 1961 in Philadelphia aufgetaucht zu sein. Nach 1975 kam er dann landesweit in „regular circulation“ (in den USA).

Um zu verstehen, was es mit dem Black Friday auf sich hat, muss man zwei Randbedingungen kennen.

Der Tag vor Black Friday ist Thanksgiving Day (Erntedank-Fest) in den USA. Thanksgiving Day ist traditionell an einem Donnerstag.

Am nachfolgenden Freitag haben viele US-Amerikaner einen zusätzlichen Day-off (Urlaubstag), was ein Grund dafür war, dass Warenhäuser wie Macy’s Santa Claus Parades gesponsert haben. Diese Umzüge waren der offizielle Startschuss für die festive seasons, also das Weihnachtsgeschäft.

Black Friday ist das, was man heute einen Brückentag nennt, der Tag, an dem das Weihnachtsgeschäft beginnt, viele US-Amerikaner früher Paraden beiwohnten und später Geschäfte aufsuchten, so viele, dass die Gehsteige voller Menschen und die Straßen voller Autos waren. In Philadelphia muss das Gedränge und der Stau so dicht gewesen sein, dass ein Beobachter auf die Idee gekommen ist, den Freitag nach Thanksgiving als „Black Friday“ zu bezeichnen, was zeigt, dass schon damals die Farbe der Kleidung und die Farbe der Autos eher monoton war. Die Bezeichnung kann auch dadurch begründet sein, dass Bilder vom Gedränge in Philadelphia in schwarz-weiß gemacht wurden, was den Eindruck einer schwarzen Menge verstärkt und die Bezeichnung „Black Friday“ nahegelegt hat.

Etwas Recherche hätte auch bei der Tagesschau zu dieser Erkenntnis geführt, aber damit wäre natürlich die Möglichkeit verschwunden, einmal mehr die anti-Marktwirtschafts-Haltung, für die die Tagesschau bekannt ist, zur Schau zu stellen.

Bei uns ist übrigens Black Friday…

Off we go!

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