Neuzüchtung der Bürger – Stromstöße und Willfährigkeitswissenschaftler

Gene für Intelligenz gefunden!“ Die ZEIT hat es gerade erst vermeldet. Forscher haben Gene gefunden, von denen sie denken, sie hätten etwas mit Intelligenz zu tun. „Electrical brain stimulation may help reduce violent crime in future”, so vermeldet der Guardian die Ergebnisse einer Untersuchung von Olivia Choy, Adrian Raine und Roy H. Hamilton.

Wir haben ein deja vu.

Wir fühlen uns zunehmend mulmig mit einer Wissenschaft, die so bereitwillig denen, die gerne Herrscher sein wollen, Mittel zur Verfügung stellt, um andere zu beherrschen.

Beispiele gefällig?

Degenerierte Ergebnisse aus sozialwissenschaftlichen Experimenten werden unter der Bezeichnung „Nudging“ an politische Möchtegern-Herrscher geliefert, um deren Bemühen, Menschen, die partout nicht richtig handeln wollen, also so, wie es den Möchtegern-Herrschern gerade geföllt, zum richtigen Verhalten zu leiten.

Ärzte und die unter ihnen, die aus wenig Beobachtungen allgemeine Gesetze abbeiten, über die Gesundheit von Menschen und was ihr besonders zu- bzw. abträglich ist, und zwar ohne Ansehen der Person, sind zu Hilfstruppen derer avanciert, die den Volkskörper gesund erhalten wollen. Denn nur ein gesunder Bürger ist ein produktiver Bürger. Und davon abgesehen ist ein gesunder Bürger ein billiger Bürger, der in Gesundheitssysteme einzahlt ohne die entsprechende Summe je wieder zu entnehmen, so dass man freiwerdende Mittel für politische Geschenke (Homosexuelle haben auch ein Recht auf in vitro Fertilisation, das von anderen finanziert werden muss o.Ä.) verwenden kann.

Viele Sozialwissenschaftler sind längst zur Propaganda- und Legitimationstruppe der Regierung verkommen, deren Aufgabe darin besteht, Maßnahmen, mit denen die Bürger zu richtig eingestellten Bürgern erzogen werden sollen, zu legitimieren und den Boden zu bereiten, damit staatliche Organisationen die Erziehung des zukünftigen Bürgers bereits im Säuglingsalter und in Kinderkrippen übernehmen können.

All diese Entwicklungen wären ohne die willfährige Beteiligung von Wissenschaftlern nicht möglich. Durch diese Entwicklung ist ein neuer Graben in Gesellschaften entstanden, der zwei Klassen von Menschen trennt: Jene, die sich anmaßen, andere zu erziehen und deren Helfershelfer auf der einen Seite und jene, die zum Objekt der Erziehungsversuche, zum willenlosen Zellhaufen, den man nach Belieben nudgen, erziehen, gesund ernähren und leben lassen kann (oder auch nicht), erklärt werden.

Böse Zungen behaupten, die Herren- und die Untermenschen seien in neuem Gewandt zurückgekehrt, aber das behaupten natürlich nur böse Zungen, die von Regierungsvasallen noch nicht zur richtigen Einstellung bekehrt werden konnten.

Die Freiheit, die Willensfreiheit von Bürgern, sie wird mit dieser Breitseite politisch-korrekter Kanonade zur Farce. Wer von der Wiege bis zur Bahre gemanaged wird, dessen Willensfreiheit besteht nicht einmal mehr auf dem Papier. Er ist zum Spielball der Interessen anderer geworden. Und der Trick, dessen sich diese anderen bedienen, ist der alte Trick, dessen sie sich immer bedient haben: Es sei, so sagen sie dem armen Naiven, doch nur zu seinem Besten.

Und wenn etwas nur zum Besten von armen Menschen, die ohne den Willen leben, sich zum Besten zu verhalten, also zu dem Besten, was andere für sie zum Besten erklärt haben, erfolgt, dann kann man so ziemlich alles unter dieses Rubrum einordnen.

So auch die oben berichtete Forschung von Choy, Raine und Hamilton, die den präfrontalen Cortex von Versuchspersonen stimulieren und der Ansicht sind, diese Stimulation habe dazu geführt, dass die Versuchspersonen weniger aggressiv seien als andere, deren präfrontaler Cortex nicht stimuliert wurde.

Verkauft wird dieses Ergebnis als Mittel gegen Gewaltkriminalität.

Man fühlt sich unwillkürlich an die dunklen Zeiten der frühen Gefängnisse (die wurden erst in viktorianischer Zeit wirklich erfunden) erinnert, in denen Gefangene mit allerlei harten körperlichen Aufgabe in Laufrädern oder mit sonstigen Apparaturen, in Dunkelhaft oder mit sonstigen Methoden, die häufiger als nicht, die Erlösung des kriminellen Sünders im Jenseits nach sich zogen, zum rechten Leben bekehrt werden sollten. Seither haben sich Versuche Menschen, die wie stark auch immer von dem abweichen, was die jeweilige Gesellschaft gerade als normal ansieht, mit medizinischen Methoden zur Normalität zurück zu zwingen, vom Stromschlag bis zur Hormonbehandlung bei Homosexualität, der z.B. Alan Turing zum Opfer gefallen ist, regelmäßig wiederholt.

Tatsächlich haben die drei Forscher, deren Forschung eine elektrische Stimulanz gegen Gewaltkriminalität bringen soll, folgendes getan.

Sie haben ihre 81 Testpersonen in zwei Gruppen geteilt.

Eine Gruppe erhielt eine leichte Stromstimulation des präfrontalen Cortex, die andere nicht.

Anschließend wurden allen Testpersonen Szenarien vorgelegt, in denen sich ein Akteur kriminell verhält.

Dann sollten die Testpersonen die Wahrscheinlichkeit einschätzen, dass sie sich so wie der Akteur, von dem sie gerade gelesen hatten, verhalten.

Und dann durften Sie sich vorstellen ihre negative Energie an eine Voodoo-Puppe übertragen zu können. Eine bis 51 virtuelle Stecknadeln konnten sie in die virtuelle Computerpuppe stecken. Je mehr Stecknadeln, desto mehr negative Energie wird übertragen, so die wirre Idee.

Die Forscher haben also keinerlei Messung von Verhalten.

Sie haben mit Stromstimulation herumgespielt, Testpersonen mit Szenarien konfrontiert, deren Aggression, wie sie behaupten, gemessen und festgestellt: Die Stimulierten sind weniger aggressiv.

Wirklich?

Die Skala der Aggressivität reicht von 1 „gar nicht“ bis 10 „sehr“. Der Mittelwert für 81 Personen liegt bei 2.26. Wurde hier Aggressivität gemessen?

Maximal 51 virtuelle Stecknadeln konnten Testpersonen in eine Computerpuppe stecken. Im Mittel sind es 3,91. Kann man hier von negativer Energie sprechen?

Die angeblichen Forscher tun es.

Sie interpretieren die bei ihren Testpersonen kaum vorhandene negative Energie und die noch seltenere Identifikation mit einem kriminellen Charakter als Aggression und finden doch tatsächlich eine Unterschied bei ihren 81 Testpersonen.

Diese Forschung ist nicht nur ein Beispiel für Junk-Science. Sie ist auch ein Beispiel dafür, wie systematisch no-go-areas von willfährigen Wissenschaftlern besetzt werden.

Wir gehören zu denjenigen, die die Freiheit der Wissenschaft verteidigen. Deshalb sehen wir die derzeitige Entwicklung, die immer mehr vermeintliche Wissenschaftler ihre Erfüllung darin finden sieht, sich bei Regierungen als jemand anzudienen, der Fehler in seinen Mitmenschen zu korrigieren verspricht, mit großer Sorge. Längst sind große Teile der Wissenschaft zu reinen Zuarbeitsmanufakturen für politisch gewünschte Ergebnisse geworden.

Die Aggressivität, mit der manche unter diesen wissenschaftlichen Vasallen und ihre politischen Herren versuchen, das, was sie für Fehler in Einstellung und Handeln bei anderen Menschen, natürlich nicht bei sich selbst, ansehen zu behandeln, zeigt deutlich, wo diejenigen zu finden wären, die Stromstimulation benötigen würden, wäre auch nur ansatzweise der Hinweis erbracht, dass die von Choy, Raine und Hamilton fabrizierte Forschung etwas anderes ist als eine Phantasie in Korrelation.

Aber die Untersuchung von Choy, Raine und Hamilton ist exemplarisch. Sie ist ein gutes Beispiel für die Andienforschung, deren Ziel darin besteht, denen, die politisch herrschen wollen, zu gefallen, um als förderwürdig zu erscheinen., um sich dem Heer derer anzuschließen zu können, die Willfährigkeits-Forschung betreiben und ihren ganzen Wert daraus nehmen, dass sie Fehler bei anderen behandeln zu können glauben.

Die Domestizierung des Bürgers ist in vollem Gange.

Die körperliche Integrität von Menschen wird wieder einmal dem „gesellschaftlichen Guten“ geopfert.

Das letzte Mal führte der Versuch, die gesunde arische Rasse zu züchten, direkt in die Konzentrationslager der Nazis. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass die Versuche dieses Mal einen anderen Verlauf nehmen werden.

Choy, Olivia, Raine, Adrian & Hamilton, Roy H. (2018). Stimulation of the Prefrontal Cortex Reduces Intentions to Commit Aggression: A Randomized Double-Blind, Placebo-Controlled, Stratified, Parallel-Group Trial.

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Chimären der Realität: weibliche Opfer männlicher Gewalt

Wenn es darum geht, ein Zerrbild der Realität zu entwerfen, dann ist kaum jemand so findig wie Feministen. Sie haben in den letzten Jahren den Gender Pay Gap erfunden, die gläserne Decke erdacht, den weißen Mann generell als Bösewicht und von seiner toxischen Männlichkeit Getriebenen skizziert, und sie haben die Mär der ausschließlich männlichen Gewalt gegen Frauen gesponnen.

Die Phantasie von Feministen ist dann, wenn es darum geht, Frauen zu hilflosen Opfern zu diskreditieren, denen Vater Staat mit Geld unter der Arme greifen muss oder für die Vater Staat Geld bereitstellen muss, damit Sozialarbeiter, Frauentrainer, Frauenmentoren und sonstige Starthelfer denen, die alleine nach der feministischen Mär nicht in der Lage sind, ein Leben zu führen, auf die Beine helfen können.

Das Ziel all dieser Geschichten, die Feministen erzählen, besteht natürlich darin, finanzielle Ressourcen in die eigenen Taschen zu leiten und z.B. Förderprogramme in die Welt zu setzen, die nicht in erster Linie denen zu gute kommen, die Objekt der Förderung sind, sondern denen, die Fördermaßnahmen umsetzen sollen. Ein anderes Ziel besteht darin, Auswahlprozesse, die bislang zumindest dem Versuch, Meritokratie durchzusetzen, gewidmet waren, zu beseitigen und durch Diskriminierungsmaßnahmen wie das Professorinnenprogramm zu ersetzen, deren Zweck darin besteht, weibliche Akademiker gegenüber männlichen Akademikern besser zu stellen, Letztere also zu diskriminieren.

Die Liste der Vorteile, die sich Feministen und ihre unzähligen Frauenverbände und Frauenräte auf Grundlage der erfundenen Opfererzählung, nach der Frauen von Männern am Vorankommen in Bildung, Beruf und Leben gehindert würden, verschafft haben, ist lang, die Steuermittel, die dafür ausgegeben werden und wurden, addieren sich mit Sicherheit im dreistelligen Milliardenbereich.

Eine der erfolgreichsten Erzählungen, die Feministen je erfunden haben, ist die Geschichte von Frauen, die Opfer von Gewalt werden, die natürlich nur Männer ausüben. Wie die folgende Abbildung zeigt, ist diese Erzählung eine schlichte Lüge, denn Männer sind ungefähr zweieinhalb Mal so häufig Opfer von Gewalt als Frauen. Die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik sind hier eindeutig und zeichnen seit 1987 kontinuierlich dasselbe Bild.

Dennoch gibt es keinen Aufschrei, wenn Feministen ihre Erzählung der weiblichen Opfer männlicher Gewalt, häufig auch in der Variante häuslicher Gewalt, die ebenso falsch und erfunden ist, in die Welt setzen.

Einmal mehr zeigt sich, dass es in Medien und in der Inszenierung von Öffentlichkeit nicht darum geht, die Wirklichkeit zu beschreiben, sondern darum, eine Geschichte zu verbreiten, von der man hofft, dass sie mit jeder Verbreitung glaubwürdiger wird bzw. dass die Anzahl der Naiven, die sie nach kontinuierlicher Wiederholung und in einer Form von intellektueller Kapitulation vor der Lügenattacke in Medien und sozialen Medien, glauben, stetig wächst und es auf Basis dieser wachsenden Anzahl von Gläubigen dann einfacher wird, an Steuermittel für den eigenen Unterhalt und natürlich den Kampf gegen die Gewalt, deren Opfer Frauen werden, heranzukommen.

Instrumentell dabei, die erfundene Erzählung von den ausschließlich weiblichen Gewaltopfern zu verbreiten, sind Ministerien und Ämter, die nicht nur die finanziellen Mittel bereitstellen, um all die Frauenverbände am Leben zu erhalten, die ohne staatliche Unterstützung, also für den Fall, dass sie z.B. von privaten Spenden leben müssten, sang- und klanglos verschwinden würden, sondern die auch mit eigenen Marketingaktionen die falschen Erzählungen verbreiten, und auf diese Weise verstärkt versuchen, gerade die Hearts und Minds der jungen Menschen zu gewinnen, die noch anfällig für Lügen sind, wenn man ihnen auftischt, die Lüge ziele darauf ab, die Welt zu einer besseren zu machen.

Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Anfrage der LINKE gerade eine Aufstellung veröffentlicht, der man die Mittel und die Zwecke entnehmen kann, die Ministerien und Bundesämter für gesponserte Posts in Sozialen Netzwerken ausgegeben haben. Wieviel Geld haben die jeweiligen Ministerien und Bundesämter ausgegeben, um auf Facebook, Twitter oder Instagram zu werben und vor allem junge Menschen zu beeinflussen?
Ein Amt, das uns beim Überfliegen der Liste sofort aufgefallen ist, ist das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, das seine Funktion wie folgt beschreibt:

„Das Bundesamt ist als selbstständige Bundesoberbehörde in vielen Themenbereichen tätig. Unsere Aufgaben sind dabei sehr vielfältig. Wir haben neben der Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes zusätzlich zahlreiche Aufgaben im freiwilligen Engagement, in der Stärkung der Jugend, der Integration, der Extremismusbekämpfung sowie in der Unterstützung der älteren Generation übernommen.

So gehört auch die Verwaltung verschiedener Programme aus dem Europäischen Sozialfonds ebenso dazu wie die Führung der Geschäftsstelle der Conterganstiftung oder die Bereitstellung des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“.

Die angebliche Vielfalt, von der hier gesprochen wird, findet sich in den Werbeaktionen, die das Bundesamt für insgesamt 154.488,82 Euro auf Facebook, für 494,22 Euro auf Instagram und für 13.100 Euro auf Twitter durchgeführt hat, in keiner Weise wieder. Weder der Bundesfreiwilligendienst noch die Unterstützung der älteren Generation noch die Stärkung der Jugend oder die Extremismusbekämpfung sind Gegenstand der Werbemaßnahmen des Amtes. Seit 2015 hat das Bundesamt die angegebenen Summen ausschließlich dafür ausgegeben für das „Hilfstelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘“ zu trommeln.

Dies ist eines der Beispiele dafür, wie erfundene Geschichte, deren Ziel darin besteht, das falsche gesellschaftliche Bild der Gewalt, die sich ausschließlich gegen Frauen richte, zu erdichten, durch Bundesämter (und Ministerien) und ihr kontinuierliches Rühren der Werbetrommel aufgebaut und in die Gehirne der Adressaten der Werbung auf Facebook, Instagram und Twitter gehämmert werden soll. Bei dieser Werbung hat das Bundesamt ein Mikrotargeting betrieben, d.h. die Werbung für das „Gewalt gegen Frauen“ Telefon richtete sich ausschließlich an weibliche Nutzer im Alter von 16 bis 65 Jahren der genannten sozialen Netzwerke.

Nicht nur, dass das Bundesamt mit Steuermitteln versucht, eine falsche Realität aufzubauen, es versucht durch eine Parzellierung der Zielgruppe, diesen Eindruck auch gesellschaftlich ungleich zu verteilen und schafft auf diese Weise einen maximalen Konfliktstoff zwischen den weiblichen Adressaten seiner Werbung, die den Unfug glauben, und den männlichen Partnern, den Vätern oder Großvätern der Gläubigen, die wissen, dass es sich um Unfug handelt. Gewalt und Aggression sind weder männlich noch weiblich, sondern menschlich. Die wissenschaftliche Ergebnisse, die dies belegen, sind Legion. Die einzigen, die das bestreiten, weil sie sich davon einen finanziellen Vorteil erhoffen, sind Feministen und ihre Helfershelfer in den Ministerien.

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Zuwanderer weniger kriminell als ausländische Bevölkerung? [Mysterien der Kriminalstatistik]

Kriminologen müssen einem, wie Juristen sich zuweilen ausdrücken, Denkfehler aufsitzen. Denn Kriminologen denken und haben diese Gedanken seit Jahrzehnten mit entsprechenden Daten untermauert, dass Kriminalität unter jüngeren Menschen verbreiteter ist als unter älteren Menschen und dass sich vor allem in der Gruppe der jungen Männer überproportional viele Straftäter finden.

Nun, die ganzen Studien, die das zeigen und all die Kriminologen, die diese Zusammenhänge zu dem wenigen zählen, was die Kriminologie als gesichertes Wissen aufzuweisen hat, sie scheinen daneben zu liegen. Jedenfalls dann, wenn man den Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik glauben kann, die von Politikern des Mainstream landauf landab gefeiert werden, weil sie doch einen Rückgang der Kriminalität zeigen.

Wir haben schon in anderen Beiträgen belegt, dass ein wesentlicher Grund für diesen Rückgang darin besteht, dass die Straftaten im Bereich der strafrechtlichen Nebengesetze (Verstöße gegen das Asylverfahrensgesetz und das Aufenthaltsgesetz) um rund 63% von 2016 auf 2017 gefallen sind, während z.B. die Rohheitsdelikte seit Jahren steigen und auch 2017 im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen sind.

In diesem Post haben wir die Zeitreihen des BKA genutzt, um die Entwicklung für Tatverdächtige, deutsche und nichtdeutsche, seit 1987 nachzuzeichnen. Wir tun dies auf Grundlage von Tatverdächtigenbelastungszahlen. Das sind standardisierte Werte für Tatverdächtige auf jeweils 100.000 Menschen der entsprechenden Bevölkerungsgruppe.

Um die Tatverdächtigenbelastungszahl zu berechnen, benötigen wir die Anzahl der deutschen und der ausländischen Bevölkerung. Die jeweilige Anzahl der deutschen Bevölkerung für die Jahre 1987 bis 2017 stammt vom statistischen Bundesamt, die entsprechenden Daten für die ausländische Bevölkerung stammen aus dem Ausländerzentralregister.

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der Anzahl der ausländischen Bevölkerung vom 1987 bis 2017. Wir wollen das Augenmerk der Leser auf die Jahre ab 2012 lenken. 2012 lebten in Deutschland rund 7,2 Millionen Ausländer. 2017 lebten in Deutschland rund 10,6 Millionen Ausländer. Die Anzahl der ausländischen Bevölkerung hat sich demnach in fünf Jahren um 47% erhöht.

Die Erhöhung ist auf die Zuwanderung von Personen zurückzuführen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, und bei denen es sich im Wesentlichen um jüngere Menschen, vornehmlich Männer handelt, also um die Bevölkerungsgruppe, von der im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen eine erhöhte Kriminalität ausgeht. Selbst die Bundeskanzlerin hat darauf hingewiesen, dass die Zuwanderung vieler junger Männer dazu führt, dass die Kriminalität steigt.

Und mit dieser Aussage befindet sich die Bundeskanzlerin im Einklang mit dem, was die Kriminologen seit Jahrzehnten schreiben und in ihren Daten auffinden. Und bis vor kurzem hat auch die Polizeiliche Kriminalstatistik Deutschlands dieses Bild gezeigt.

Und plötzlich tut sie das nicht mehr.

Die folgende Abbildung stellt die Tatverdächtigenbelastungszahlen für Deutsche und Ausländer dar. Die Tatverdächtigenbelastungszahlen von Ausländern sind generell rund dreimal höher als die von Deutschen, d.h. gemessen am Bevölkerungsanteil werden Ausländer dreimal häufiger als Tatverdächtige ermittelt als deutsche. Das heißt nicht unbedingt, dass Ausländer krimineller sind als Deutsche, er heißt nur, dass die Polizei sie öfter ermittelt, aus welchen Gründen auch immer (Es gibt eine umfangreiche Literatur für diejenigen, die es interessiert, aus der man Gründe dafür entnehmen kann, warum Ausländer in der Polizeilichen Kriminalstatistik überrepräsentiert sind.)

Relevant für unser Argument ist, dass nach aller kriminologischen Erfahrung und selbst nach den Aussagen der Bundeskanzlerin, der Zuzug vornehmlich junger Männer zu einer erhöhten Kriminalität führt. Diese erhöhte Kriminalität sollte sich in der Tatverdächtigenbelastungszahl in einer Erhöhung niederschlagen, denn wenn der Anteil der Straftäter in einer Gruppe steigt, dann steigt auch die Tatverdächtigenbelastungszahl.

Wie die Abbildung zeigt, tut sie das in Deutschland 2017 plötzlich nicht mehr. Tatsächlich ist die Tatverdächtigenbelastungszahl für Ausländer im Jahr 2017 auf einen Tiefstwert gesunken. Nur in den Jahren 1988,1989, 1991 und 2009 war die Tatverdächtigenbelastungszahl für Ausländer geringer.

Das ist das Integrationswunder der Polizeilichen Kriminalstatistik, das wir nun schon in mehreren Posts beschrieben haben. Deutschland ist das einzige Land, in dem der Zuzug einer Gruppe, von der eine überproportionale Kriminalität ausgeht, zu einem Rückgang der Kriminalität führt.

Darüber kann man sich wundern.
Man kann auch den Verdacht haben, dass jemand mit der Polizeilichen Kriminalstatistik sein ideologisches Unwesen treibt.

Was glauben Sie?
Haben Politiker Einfluss auf die Polizeiliche Kriminalstatistik in der Weise genommen, dass die Daten für ausländische Straftäter nunmehr verfälscht sind?

Sind die Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik mit Bezug auf ausländische Tatverdächtige gefälscht?

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ARD-Faktenfinder korrigieren Fehler durch Fehler

Kann man Inkompetenz steigern?

Offensichtlich. 

Jedenfalls dann, wenn man Faktenfinder ist.

Gestern haben wir aufgezeigt, dass Patrick Gensing, der erste der Faktenerfinder der ARD, keine Kriminalstatistik lesen und verstehen kann.

Das ist besonders peinlich, weil Gensing andere belehren zu können glaubt – mit seinen Fehlern und Inkompetenzen.

Heute hat sich Gensing korrigiert und seine Fehler zum Teil klammheimlich behoben, zum Teil eingeräumt und die, die er eingeräumt hat, die hat er durch neue Fehler ersetzt.

Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Wir können nur feststellen, dass der ARD-Faktenfinder eine Peinlichkeit darstellt, die besser heute als morgen geschlossen würde.

Wir decken die Fehler von Gensing und Konsorten übrigens umsonst auf.

Gensing und Konsorten werden von Gebührenzahlern zwangsfinanziert.

Das ist soziale Ungleichheit geschaffen durch institutionelle Diskriminierung.

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Nach ScienceFiles-Kritik: ARD-Faktenfinder korrigiert klammheimlich seine Fehler und macht neue

Die Korrektur erfolgt im “low profile”-Modus, so, dass es nicht allzuviele Leser von Tagesschau.de bemerken, und sie erfolgt nur zum Teil aufrichtig. Die fehlerhaften Angaben zur Anzahl der Straftaten gegen das Leben, wurden ersetzt, die irreführenden Angaben zu Morden sind klammheimlich verbessert worden.

Die Kritik von ScienceFiles hat also gewirkt. Nicht dass sich Faktenfinder Gensing bei uns bedanken würde, obwohl wir die einzigen waren, die die entsprechende Kritik geübt haben und somit die Quelle der Gensingschen Korrektur darstellen. Aber immerhin haben wir auf diese Weise ein Maß für die Wirksamkeit unserer Kritik und dafür, dass die Kritik bei denen ankommt, an die sie gerichtet ist.

Weil man als ARD-Faktenfinder nicht gerne eingesteht, dass man einen großen Bock geschossen hat, wurde der fehlerhafte Absatz klammheimlich umgearbeitet, mit einem Miniatur-Asterix versehen, der, wenn man ihn zum Ende des Textes verfolgt, zu Folgendem führt:

“*Der Absatz enthielt zunächst fehlerhafte Zahlenangaben zu Straftaten gegen das Leben. Diese sind nun korrigiert. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.”

Der Absatz mit den Fehlern lautete in seiner ursprünglichen Fassung:

“Zutreffend ist die Aussage, dass die Zahl der Morde gestiegen ist: 2017 wurden laut PKS 405 Menschen in Deutschland ermordet, im Jahr zuvor waren es 373. Zudem wurden 55 Straftaten gegen das Leben registriert, zehn Fälle mehr als 2016.”

Die neue Fassung lautet:

“Zwar stimmt die Aussage, dass die Zahl der vollendeten Morde gestiegen ist: 2017 wurden laut PKS 405 Menschen in Deutschland ermordet, im Jahr zuvor waren es 373. Die Zahl der Straftaten gegen das Leben – wozu neben Mord auch Totschlag und Tötung auf Verlangen zählen – ging allerdings leicht zurück. Von 3765 im Jahr 2016 auf 3713 Straftaten im Jahr 2017. Die Zahl der Opfer dieser Straftaten sank von 876 auf 731.*”

Die Passage (fett gesetzt), die in den Teilen zwischen den Gedankenstrichen wörtlich von ScienceFiles übernommen wurde, zeigt, dass die ARD-Faktenfinder zumindest im Plagiieren geübt sind, wenn sie auch keine Statistiken lesen können. Dies zeigt sich einmal mehr daran, dass auch die Korrektur falsch ist.

Die Anzahl der Straftaten gegen das Leben, die 2016 verübt wurden, beträgt 3242, 2017 waren es 3227. Was Gesing berichtet sind nicht wie von ihm behauptet, die Zahlen für die verübten Straftaten, er berichtet die Anzahl der von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen. 

Wie man sieht, hat sich Gensing zwar zwischenzeitlich Nachhilfe in der Lektüre von Statistiken eingeholt, es hat aber nichts gebracht.

Und auch dieses Mal kann er sich eine kleine Unterschlagung nicht verkneifen. Die Fehler, die er verbessert hat, betreffen eben nicht nur die Angaben für “Straftaten gegen das Leben”, sondern auch die Angaben für “Morde”. Er hat dies unter der Hand durch den Zusatz des Adjektivs “vollendet” zu beheben versucht und denkt, wir würden das vielleicht nicht merken.

Gensing kann es eben nicht lassen, seinen Lesern Halbwahrheiten zu präsentieren (Halbwahrheiten sind natürlich auch Lügen).

Die Ursache für die Fehler der angeblichen Faktenfinder, ist die fehlende Ausbildung (das wollen wir zu Gunsten von Gensing annehmen). Es ist eben nicht jedem möglich, ohne entsprechende Ausbildung Statistiken zu lesen, zu verstehen und zu interpretieren. Dass Personen, die sich zu Faktenfindern erklärt haben, diese fehlenden Kompetenzen aufweisen, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass heute fast jeder denkt, er könne alles, dass die entsprechenden Faktenfinder ihren Lesern falsche Daten unterjubeln, um dann klammheimlich eine Verbesserung einzufügen, wenn sie bei ihren Fehlern erwischt und die Fehler öffentlich gemacht werden, das zeigt, wie ungeeignet die Faktenfinder zum Fakten finden sind, denn Fakten finden erfordert Kompetenz und nicht zuletzt Aufrichtigkeit Gewissenhaftigkeit, Lauterkeit, Urteilsfähigkeit und Unabhängigkeit von ideologischen Vorgaben.

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