Kriminalitätsonanie: Juchheisa, die Hasskriminalität gegen Schwule und Lesben nimmt zu (oder auch nicht)

Hasskriminalität gegen Schwule und Lesben nimmt zu, so titelt der Spiegel.

Und weiter:
“Die Behörden registrieren mehr politisch motivierte Übergriffe gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle: Nach SPIEGEL-Informationen stieg die Zahl der homo- und transphoben Straftaten im ersten Halbjahr 2017 deutlich an.”

Die Kenntnis über den deutlichen Anstieg der „politisch motivierten Übergriffe gegen Schwule, Lesben und Transsexuelle“ stammt aus einer schriftlichen Anfrage von Volker Beck, deren Antwort wohl direkt in die Tastatur eines Spiegel-Redakteurs eingeflossen ist.

Und so wissen wir nun, das von 1. Januar bis zum 28. Juli 2017 insgesamt 130 „politisch motivierte Straftaten mit der Nennung des Unterthemas ‘Sexuelle Orientierung’“ von der Polizei registriert wurden. Im selben Zeitraum des Jahres 2016 waren es 102. Der „deutliche Anstieg“ den der Spiegel hier konstruiert, er besteht aus 28 Straftaten. Zudem stehen den 70 Tatverdächtigen im ersten Halbjahr 2017 nur 58 Tatverdächtige im Halbjahr 2016 gegenüber. Noch ein deutlicher Anstieg.

Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, wie Lobbyisten, und Volker Beck ist ein solcher Lobbyist für schwule Angelegenheiten, es schaffen, mit Nichtigkeiten in die Presse zu gelangen, dann haben sie hier ein Beispiel dafür. Nicht nur, dass Nichtigkeiten zu deutlichen Anstiegen aufgeblasen werden, es wird auch behauptet, dass ein Zuwachs von jämmerlichen 28 Straftaten und 12 Tatverdächtigen zeige, dass die Hasskriminalität gegen Schwule und Lesben zunehme.

Jedem Kriminologen ringeln sich hier die Fußnägel.

Zunächst zur Einordnung: in einem normalen Halbjahr werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 1.180.000 Tatverdächtige und 3.186.000 Straftaten erfasst. Die so stark ansteigenden Straftaten gegen Schwule und Lesben, sie stellen somit 0,0041% aller Straftaten dar, gleichzeitig summiert sich der Anteil der 70 Tatverdächtigen an allen erfassten Tatverdächtigen auf 0,006%. Selbst von einer Mücke zu sprechen, verbietet sich hier. Von einem Neutrino auf Abwegen zu reden, ist angemessener. Dass über derartige Nichtigkeiten in Zeitungen berichtet wird, ist Ergebnis gezielter Lobbyarbeit. Während keine überregionale Zeitung davon berichtet, dass die Fussball-Mannschaft der SG Edesheim es in der Saison 2016 geschafft hat, in die A-Klasse zurückzukehren, wird sich das Lamento über den Anstieg um 12 Tatverdächtige und 28 Straftaten in (fast) jeder überregionalen Zeitung finden.

Und alle werden sie fälschlicherweise behaupten, dass die veränderten Zahlen belegen, dass die „Hasskriminalität gegen Schwule und Lesben“ zunehme. Das ist jedoch vollkommener Unsinn.

Und zwar deshalb:

Die Polizeiliche Kriminalstatistik beinhaltet erfasste Straftaten und ermittelte Tatverdächtige.

Die Erfassung beider Daten erfolgt nicht immer in dem Jahr, in dem die Straftaten verübt bzw. die Tatverdächtigen ermittelt wurden. Zuweilen gibt es einen statistischen Überhang von Daten, die aus einem Jahr in das nächste geschoben werden – zumeist aus personellen Gründen. Kurz: Die Zahlen der Kriminalstatistik lassen sich nur teilweise einem Jahr zuordnen.

Die Polizei kann nur die Straftaten ausweisen, die ihr zur Kenntnis kommen und nur die Tatverdächtigen erfassen, die ermittelt wurden. Deshalb unterscheiden Kriminologen das Hellfeld von Kriminalität, wie es in der Statistik erscheint, vom Dunkelfeld, wie es eben nicht in der Statistik erscheint.

Das Dunkelfeld der Straftaten, die nicht bekannt und entsprechend auch nicht registriert werden, zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Dunkelfeld ist. Niemand weiß wie groß es ist, und niemand kann verlässliche Schätzungen dazu machen. Opferstudien, die das in der Vergangenheit für sich reklamiert haben, haben sich allesamt als unzuverlässig erwiesen.

Gesichertes Wissen ist jedoch, dass dann, wenn bestimmten Delikten eine öffentliche Bedeutung zugewiesen wird, die Anzahl der entsprechend registrierten Delikte steigt. Das hat mit einem veränderten Anzeigeverhalten zu tun, mit mehr Aufmerksamkeit oder mit einer intensiveren Ermittlungsarbeit der Polizei. Dass mehr Delikte registriert werden, heißt jedoch nicht, dass auch mehr Delikte begangen werden. Es kann einfach nur bedeuten, dass aus der Gesamtzahl begangener Delikte, die niemand kennt, mehr Delikte bekannt werden, mehr aus dem Dunkel- in das Hellfeld geholt werden.

Eine andere gesicherte Tatsache besteht darin, dass dann, wenn in Medien bestimmte Bevölkerungsgruppen popularisiert werden, etwa in der Weise, in der Medien derzeit Schwule und Lesben und all die anderen sexuell Orientierten bewerben, diese Gruppen automatisch als Zielscheibe für bestimmte Delikte interessanter werden als sie dies noch vor der medialen Werbung waren. Träfe diese einzige Erklärung, die dafür spräche, dass die Kriminalität, die sich gegen Schwule und Lesben etc. richtet, tatsächlich zugenommen hat, zu, dann könnte sich Volker Beck immerhin damit brüsten, aufgrund seiner Lobbyarbeit und der damit einhergehenden medialen Aufmerksamkeit für Schwule und Lesben dazu beigetragen zu haben, dass die Straftaten, die gegen Schwule und Lesben verübt werden, zugenommen haben. Das wäre doch etwas, womit man sich als scheidender Bundestagsabgeordneter trösten kann.

Aber die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Straftaten gegen Schwule und Lesben tatsächlich zugenommen haben, sie ist gering. Wir tippen auf eine Mischung aus ein paar Straftaten, die mehr aus dem Dunkelfeld ins Hellfeld geholt werden und auf einen statistischen Überhang aus dem Jahr 2016. Letztlich sind 28 Straftaten und 12 Tatverdächtige mehr einfach eine zu marginale Veränderung, als dass man darüber gesicherte Aussagen machen könnte.

Das hält diejenigen, die offensichtlich eine ganz eigene Befriedigung daraus ziehen, über die verschiedensten Schrecklichkeiten zu berichten, die Schwule und Lesben wie allen anderen übrigens, im Leben ereilen können, natürlich nicht davon ab, ein Neutrino zu einem medialen Elefanten zu formen.

Wurzeln politischer Gewalt: Selbstmordattentate und ihre Rechtfertigung

Für Vertreter eines Rational-Choice-Ansatzes ist politische Gewalt nichts anderes als ein Mittel zum Zweck. Wer politische Gewalt ausübt, der versucht sich einen Vorteil im politischen Kampf zu verschaffen. Das Ziel von politischer Gewalt besteht offensichtlich darin, den politischen Gegner einzuschüchtern und dadurch die Vorherschaft auf dem politischen Markt zu erringen.

Political Violence in Twentieth-Century EuropeDabei sind die Grenzen fließend: Wer will entscheiden, wann aus politischer Gewalt Terrorismus wird. Stalin hat seine Säuberungen sporadisch begonnen, sie nach und nach ausgeweitet. Das Ergebnis waren Staatsterrorismus und Millionen Opfer. Selbst im Dritten Reich wurde die Gewalt nicht über Nacht endemisch. Hitler hat nach und nach seine politischen Gegner beseitigt, Röhm, Strasser und nach und nach das Gestapo-Terrorregime so etabliert, wie Stalin es mit dem Terrorregime des NKWD getan hat.

Beide, weder Stalin noch Hitler hätten den Übergang von politischer Gewalt zu (Staats-)Terrorismus nicht schaffen können, wenn sie nicht über die dazu notwendige Unterstützung in der Bevölkerung verfügt hätten. Diese Unterstützung beginnt bei der Akzeptanz von politischer Gewalt oder Gewalt überhaupt als Mittel zur Durchsetzung der eigenen Interessen, sie führt über die direkte Unterstützung von Gewaltakten bis zur direkten Ausübung von Gewalt. Ohne die vielen Mitläufer und Helfer, die sich von ihrem Zutun einen Vorteil versprochen haben, wären weder Hitlers noch Stalins Terrorregime möglich gewesen.

Also stellt sich die Frage, wie akzeptiert politische Gewalt in einer Gesellschaft ist. Wir haben uns auf die Suche nach aktuellen Antworten auf diese sehr unpopuläre Frage gemacht und sind beim World Value Survey fündig geworden. Gefragt, ob Gewalt gegen andere Menschen gerechtfertigt werden kann, haben 69,2% der 1.829 befragten Deutschen angegeben, dass Gewalt gegen andere nie zu rechtfertigen sei.

Zugegeben, die Frage ist nicht sonderlich gelungen, denn fast jeder kann sich Situationen vorstellen, die man gemeinhin als „Notwehr“ werten wird, in denen er breit wäre, Gewalt gegen andere anzuwenden. Dies gesagt, gibt die Frage dennoch einen Eindruck davon, wie akzeptiert Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten in einer Gesellschaft ist. In Deutschland sind 30,8% der Befragten bereit, Gewalt unter Umständen als Mittel zur Lösung von Konflikten in Betracht zu ziehen.

Unterscheidet man die Befragten nach politischer Orientierung, dann ergibt sich zunächst einmal das Sozialforschern für Deutschland vertraute Bild: Mehr Deutsche sind bereit, sich dem politisch linken Spektrum zuzuordnen als dem politisch rechten Spektrum. Die Mengenverhältnisse sind ca. 1:2, auf jeden, der sich dem politisch rechten Lager zuordnet kommen zwei, die sich dem politisch linken Lager zuordnen. Die folgende Abbildung gibt das Ausmaß der Ablehnung von Gewalt gegen andere für die gesamte Breite der Skala der Links-Rechts-Selbsteinschätzung wieder. Sie zeigt zudem, dass dann, wenn es um die Legimitation von Gewalt gegen andere geht, zwischen Linken und Rechten kein Unterschied vorhanden ist.

Die Tatsache, dass sich Befragte vorstellen können, Gewalt zu legitimieren, heißt natürlich nicht, dass sie auch Gewalt als Handlungsmittel einsetzen. Zwischen entsprechenden Einstellungen, die in Umfragen gemessen werden und den Handlungen derer, die sie ausdrücken, bestehen in der Regel mehr oder weniger dramatische Unterschiede. Deshalb haben sich Forscher etwas einfallen lassen, um die Frage zu untersuchen, wann die entsprechenden Einstellungen auch zu potentiellen, also immer noch keinen tatsächlichen Handlungen werden.

Einer der Versuche, das Potential für tatsächliche Handlungen auf der Grundlage von Einstellungen zu messen, besteht darin, Gewalt zu konkretisieren und die Einstellung von Befragten zu mehr oder weniger konkreten Beispielen von Gewalt zu messen. Auf dieser Grundlage kann man z.B. das Gewaltpotential, das in bestimmten Bevölkerungsgruppen vorhanden ist, messen. PEW hat eine derartige Analyse durchgeführt, um das Gewaltpotential in der Gruppe der Muslime zu bestimmen.

“Some people think that suicide bombing and other forms of violence against civilian targets are justified in order to defend Islam from its enemies. Other people believe that, no matter what the reason, this kind of violence is never justified. Do you personally feel that this kind of violence is often justified to defend Islam, sometimes justified, rarely justified, or never justified?”

Gefragt wurden ausschließlich Muslime in unterschiedlichen Ländern. Im Ergebnis zeigt sich für Deutschland, wie man das erwarten würde, ein deutlich geringerer Anteil von Muslimen, die Selbstmordattentate befürworten als dies für die Frage nach der Gewalt gegen andere für deutsche Befragte der Fall war. 89% der in Deutschland befragten Muslime sind der Ansicht, dass Selbstmordattentate selten oder gar nicht zu rechtfertigen sind. Wie sich zeigt, ist die Ablehnung von Gewalt ein universelles Phänomen, das nicht auf westliche oder nicht-muslimische Befragte beschränkt ist, wenngleich sich ebenfalls erhebliche Unterschiede in der Ablehnung von Selbstmordattentaten als Mittel politischer Gewalt zwischen Ländern ergeben:

In jedem Fall zeigt sich, dass sich im Hinblick auf die Ablehnung von Gewalt zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen kein Unterschied besteht, was nicht weiter verwunderlich ist, da der öffentliche Ausdruck von (politischer) Gewalt in allen Gesellschaften durch Extremisten erfolgt. Extremisten gibt es unter Muslimen, wie es sie unter der nicht-muslimischen deutschen Bevölkerung gibt.

Tricksen mit Statistik: Zahl der straffälligen Zuwanderer hat sich verringert oder doch nicht?

Entwarnung bei BMI und der WELT:

Wir lassen unkommentiert, dass die Welt hier die Kategorie der “strafauffälligen Zuwanderer” erfunden hat. Der Begriff ist natürlich vollkommener Unsinn, denn im Lagebild des BKA, aus dem die Mannen der WELT ihre Weisheit haben, ist von tatverdächtigen Zuwanderern die Rede, nicht von strafauffälligen. Was soll das auch sein „strafauffällig“? Wie hat man sich einen Zuwanderer vorzustellen, der mit Strafe oder wegen Strafe oder durch Strafe oder als Strafe auffällig wird. Immer mehr Journalisten scheinen eine Inkommensurabilität mit Sprache zu entwickeln.

Doch zurück zum Lagebild, das angeblich zeigt, dass die Anzahl der tatverdächtigen, der einer Tat verdächtigen Zuwanderer, die von der Polizei ermittelt wurden, im Vergleich des I. Quartals 2017 zum IV. Quartal 2016 gesunken ist. Der erste Blick auf die Statistik scheint diese Auffassung zu belegen: Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2016 hat die Polizei rund 66.000 tatverdächtige Zuwanderer ermittelt. Vom 1. Januar bis zum 30. März waren es rund 64.700 tatverdächtige Zuwanderer. Ein Rückgang um 1.300 Zuwanderer. Und so meldet es die Welt ja auch in der ihr eigenen legasthenischen Weise: „Zahl strafauffälliger Zuwanderer hat sich verringert“.

Nun ist Quartal nicht Quartal.

Das IV. Quartal eines Jahres umfasst z.B. 92 Tage. Das erste Quartal eines Jahres entweder 90 oder (alle vier Jahre:) 91 Tage. 2017 waren es 90 Tage, zwei Tage weniger, an denen Zuwanderer Straftaten begehen und die Polizei tatverdächtige Zuwanderer ermitteln und statistisch erfassen kann. Wer mit Statistiken hantiert und Vergleiche anstellen will, der muss das in Rechnung stellen.

Ergo ergeben sich für das
IV. Quartal 2016: 66.000 tatverdächtige Zuwanderer / 92 Tage = 717 ermittelte Tatverdächtige pro Tag;
für das I. Quartal 2017: 64.700 tatverdächtige Zuwanderer / 90 Tage = 719 ermittelte Tatverdächtige pro Tag.

Tatsächlich ist die Anzahl der ermittelten tatverdächtigen Zuwanderer also gestiegen, nicht gefallen.
Ob das der WELT eine Berichtigung der gerade verbreiteten Meldung wert ist?

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Plumpe ARD-Manipulation: Linksextremismus verharmlosen Teil X

Wenn Sie sich schon einmal gefragt haben, warum die ARD nun eigene Faktenfinder aus den Zwangsgebühren finanziert, dann können wir Ihnen eine Antwort geben: Wenn man Lügen als Faktenfindung verpackt, gibt es vielleicht weniger Leser, die bemerken, dass sie belogen werden, oder wie Deep Throat sagt: „And a lie, Mr. Mulder, is most convincingly hidden between two truths.“

Linksextremismus. Eine unterschätzte Gefahr?

Das ist die Überschrift des Beitrags im ARD Faktenfinder. Die Antwort auf diese Frage wird indes nicht gegeben. Sie bleibt den Lesern überlassen. Das Autorenkollektiv Melanie Bender und Andrej Reisin, von denen niemand weiß, was sie dazu befähigen soll, Faktenfinder zu spielen und Nutzern der ARD die richtige Interpretation der Wirklichkeit zu servieren, will nur die Antwort suggerieren, nicht die Antwort geben. Am Ende kommt noch jemand und macht die beiden verantwortlich.

Der Beitrag beginnt mit ein paar Wahrheiten über den Linksextremismus. Politisch motivierte Straftaten von links hätten sich nahezu verdoppelt, von 4.418 Straftaten im Jahr 2001 auf 9.389 Straftaten im Jahr 2016. Auch die Gewalttaten seien in diesem Zeitraum gestiegen, um 45,7% von 1.168 auf 1.702.

Soweit so wahr.

Rechtsextremisten würden zwar mehr Straftaten begehen, darunter fänden sich aber vornehmlich Propagandadelikte (gemeint ist z.B. Volksverhetzung, das Verbreiten verfassungsfeindlicher Materialien). Rechne man diese heraus, was wir auf ScienceFiles regelmäßig vormachen, dann lägen Rechtsextreme und Linksextreme miteinander gleichauf, was die Gewaltdelikte angehe.

Haben Sie bemerkt, wie sie manipuliert wurden?
Die Antwort auf die Frage ob Linksextremismus eine unterschätzte Gefahr ist, hat nichts damit zu tun, wie viele Rechtextremisten Gewalttaten verüben. Hier Rechtsextremisten ins Spiel zu bringen ist das kleine-Schulkind-Syndrom: Der Schüler, der mit einer Fünf nach Hause kommt und versucht, seine Fünf dadurch besser zu machen, dass er auf einen Mitschüler verweist, der eine Sechs bekommen hat.

Bender und Reisin versuchen diesen alten Trick der Relativierung am Beispiel Gewalt. Ein Trick, den man leicht offenlegen kann, wenn man fragt, ob die Tatsache, dass im Dritten Reich mehr als sechs Millionen Juden getötet wurden, dadurch besser wird, dass in der Sowjetunion deutlich mehr als sechs Millionen Menschen als direkte oder indirekte Folge des Kommunismus getötet wurden.

Was dann folgt ist ein an Armseligkeit kaum zu übertreffender Versuch, Leser hinters Licht zu führen und ihnen zu suggerieren, dass linke Gewalt eigentlich gar keine Gewalt sei.

Es beginnt mit der Überschrift: “Was versteht die PMK[Politisch-Motivierte Kriminalität]-Statistik unter ‚Gewalt‘?”. PMK basiere auf einem anderen Gewaltbegriff als die PKS [Polizeiliche Kriminalstatistik], wird der erstaunte Leser belehrt: die PKS „fokussiere eng auf Gewaltanwendung gegen Personen“, dagegen würden bei der PMK Brand-, Sprengstoffanschläge, Widerstand gegen Polizeibeamte oder Landfriedensbrüche entgehen dem Gewaltbegriff der PKS, aber auch teilweise entgegen dem allgemeinen Verständnis von „Gewalt“ mit einbezogen“.

Mit anderen Worten, die Delikte, für die Linke deutlich häufiger als Rechte in die Statistik eingehen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Landfriedensbruch etc. seien gar keine Gewalt. Das wollen Bender und Reisin ihren Lesern als Faktum unterjubeln.

Nun, beginnen wir mit der Definition eines Landfriedensbruchs, wie sie im Strafgesetzbuch (§ 125)  zu finden ist:

(1) Wer sich an
1. Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder Sachen oder
2. Bedrohungen von Menschen mit einer Gewalttätigkeit,
die aus einer Menschenmenge in einer die öffentliche Sicherheit gefährdenden Weise mit vereinten Kräften begangen werden, als Täter oder Teilnehmer beteiligt oder wer auf die Menschenmenge einwirkt, um ihre Bereitschaft zu solchen Handlungen zu fördern, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Oder im besonders schweren Fall (§ 125a):

In besonders schweren Fällen des § 125 Abs. 1 ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
1. eine Schußwaffe bei sich führt,
2. eine andere Waffe oder ein anderes gefährliches Werkzeug bei sich führt,
3. durch eine Gewalttätigkeit einen anderen in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung bringt oder
4. plündert oder bedeutenden Schaden an fremden Sachen anrichtet.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik enthält tatsächlich eine etwas andere Klassifikation von Gewaltkriminalität als die PMK-Statistik. “Gewaltkriminalität” umfasst die Delikte mit dem Schlüssel 892000, nämlich die folgenden:

  • 010000 Mord
  • 020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen
  • 111000 Vergewaltigung und sexuelle Nötigung
  • 210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
  • 221000 Körperverletzung mit Todesfolge
  • 222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung,
  • 233000 Erpresserischer Menschenraub
  • 234000 Geiselnahme
  • 235000 Angriff auf den Luft- und Seeverkehr;

Das bedeutet jedoch nicht, dass Landfriedensbruch keine Gewalttat bzw. nicht dem Gewaltbegriff, den das BKA benutzt, untergeordnet werden kann, wie sich zeigt, wenn man die Deliktgruppe, zu der Landfriedensbruch in den zusammenfassenden Statistiken der PKS gezählt wird, beschreibt. Es handelt sich dabei um die Deliktgruppe der Straßenkriminalität, Schlüsselnummer 899000:

  • 899000 Straßenkriminalität umfasst folgende Straftaten:
  • 111100 Vergewaltigung / sexuelle Nötigung überfallartig (Einzeltäter)
  • 111200 Vergewaltigung / sexuelle Nötigung überfallartig (durch Gruppen)
  • 132000 exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses
  • 213000 Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte
  • 214000 räuberischer Angriff auf Kraftfahrer
  • 216000 Handtaschenraub
  • 217000 sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen
  • 222100 gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen
  • 233300 erpress. Menschenraub i.V.m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte
  • 234300 Geiselnahme i.V.m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte
  • *50*00 Diebstahl insgesamt an/aus Kraftfahrzeugen
  • *90*00 Taschendiebstahl insgesamt
  • *001005 Diebstahl insgesamt von Kraftwagen
  • *00200 Diebstahl insgesamt von Mopeds und Krafträdern (siehe Fußnote zu *00100)
  • *00300 Diebstahl insgesamt von Fahrrädern (siehe Fußnote zu *00100)
  • *00700 Diebstahl insgesamt von/aus Automaten (siehe Fußnote zu *00100)
  • 623000 Landfriedensbruch
  • 674100 Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen
  • 674300 sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen;

Es wird nicht einmal bei der ARD jemanden geben, der behauptet,  gefährliche und schwere Körperverletzung, Menschenraub, Geiselnahme, Raubüberfall, räuberischer Angriff auf Kraftfahrer seien keine Gewaltstraftaten. Dass die polizeiliche Kriminalstatistik die entsprechenden Straftaten nicht zur Kategorie der Gewaltkriminalität zählt, ist einem Anachronismus der Statistikerstellung geschuldet, der zwischen Straßenkriminalität und anderer Kriminalität unterscheidet und im Zusammenhang mit politisch motivierten Straftaten beseitigt wurde. Es hat nichts damit zu tun, dass Landfriedensbruch oder Raubüberfälle keine Gewalttaten darstellen würden.

Hier haben die beiden Faktenfinder der ARD sich allzu sehr auf das verlassen, was die Wikipedia behauptet.

Aber: Wie viele Leser sind den Faktenfindern bis hier auf den Leim gegangen und denken, nachdem sie an dieser Stelle im Text angekommen sind, dass Linke eigentlich weniger Gewalttaten verüben als Rechte, und zwar deshalb, weil Taten zur Gewalt der Linken gezählt würden, die eigentlich keine Gewalttaten seien?

Aber damit nicht genug. Im nächsten Absatz werden die Leser belehrt, dass bei linker Gewalt häufig Stein/Flaschenwurf im Vordergrund stehe, während rechte Gewalt meist von Angesicht zu Angesicht erfolge. Der Schluss, den normale Menschen daraus ziehen würden lautet: Rechte sind ehrlicher als Linke. Letztere werfen aus dem Hinterhalt Steine oder Flaschen in der Hoffnung, sie bleiben unerkannt, während Rechte die direkte Konfrontation suchen.

Das ist natürlich nicht der Schluss, den Bender und Reisin nahelegen wollen. Ihnen geht es darum, Linke als im Vergleich zu Rechten weniger gefährlich darzustellen. Entsprechend berichten sie, dass der „Anteil der Gewalttaten gegen Personen, bei denen lebensbedrohliche Verletzungen zumindest billigend in Kauf genommen wurden, im rechten Spektrum bei 33,8 Prozent liegt. Derselbe Anteil lag bei linken Gewalttätern gegen Personen bei zehn Prozent.

Wenn von linken und rechten Gewalttätern im Zusammenhang mit einer polizeilichen Statistik die Rede ist, dann handelt es sich dabei um Tatverdächtige, die die Polizei ermitteln konnte. Gewalttäter, die offen in Erscheinung treten, sind leichter zu ermitteln, als vermummte Gewalttäter, die aus einer Menge heraus einen Stein werfen, der, wenn er einen unbehelmten Kopf trifft, mit Sicherheit das Kriterium „lebensbedrohliche Verletzung wurde in Kauf genommen“ erfüllt. Weil vermummte Gestalten schwerer zu ermitteln sind als Rechte, die einen offenen Überfall durchführen oder eine Schlägerei anzetteln, deshalb ist die Anzahl der linken Tatverdächtigen, bei denen man davon ausgehen kann, dass sie eine schwere Verletzung billigend in Kauf genommen haben, geringer. Angebliche Faktenfinder sollten von derart einfachen Zusammenhänge, die jeder Kriminologe kennt, eigentlich schon einmal gehört haben.

Es sei denn, es geht den vermeintlichen Faktenfindern gar nicht darum, Fakten zu finden, sondern darum, die Realität anders darzustellen als sie ist, also die Fakten zu verdrehen, in dem sie Fakten ideologisch interpretieren. Dass Letzteres das Ziel von Bender und Reisin ist, muss man schon daraus folgern, dass die Antwort auf die Frage ob Linksextremisten eine unterschätzte Gefahr sind, logisch vollkommen unabhängig davon ist, ob Rechtsextremisten mehr Gewalttaten verüben als Linksextremisten; So wie die Frage, ob der Alkoholkonsum von Fritz K für dessen Leberzirrhose verantwortlich ist, vollkommen unabhängig davon ist, dass Ramon L. einen Leistenbruch hat.

Wer dennoch Vergleiche anstellt, will die selbstgestellte Frage danach, ob Linksextremismus als Gefahr unterschätzt wird, nicht beantworten, sondern relativieren oder verschleiern. Bender und Reisin wollen die Gefahr relativieren, ja verschleiern, versuchen sie die Leser doch damit zu trösten, dass Linke Gewalttäter einen Anlass bräuchten, um gewalttätig zu werden, einen wie die Demonstrationen anlässlich des G20 oder die anlässlich der Einweihung des EZB-Gebäudes in Frankfurt. Das mag all diejenigen trösten, die Opfer linker Gewalt in Berlin oder Leipzig oder Hamburg werden, ganz ohne Anlass.

Welche Fakten haben die Faktenfinder somit geliefert, welche haben Sie verdreht?

  • Gewalttaten von Linken sind seit 2001 um rund 50% gestiegen.
  • Das ist korrekt.
  • Die Anzahl der Gewaltaten die von Linken oder Rechten begangen werden, ist ungefähr gleich.
  • Das ist korrekt; für die Fragestellung aber vollkommen irrelevant.
  • Unter den Gewalttaen der Linken finden sich Taten, die eigentlich keine Gewalttaten darstellen, weil in der PMK-Statistik Dinge als Gewalt gezählt werden, die in der PKS nicht als solche gezählt werden.
  • Das ist nachweislich falsch.
  • Linke Gewalttäter handeln indirekt und nehmen seltener eine ernsthafte Verletzung ihres Opfers in Kauf als rechte Gewalttäter.
  • Das ist falsch. Die Aussage basiert auf Tatverdächtigen. Rechte Tatverdächtige sind leichter zu ermitteln als linke Tatverdächtige. Aber von einem Steinwurf aus einer Menge kann kaum behauptet werden, dass derjenige, der den Stein auf einen Polizeibeamten wirft, keine ernsthafte Verletzung bei dem Beamten in Kauf genommen habe. Wenn Bender und Reisin das suggerieren wollen bieten wir uns gerne an, mit einem repräsentativen Stein, der in Hamburg auf Polizeibeamte geworfen wurde, auf entweder Bender oder Reisin zu werfen. Der Lernerfolg ist uns sicher.

Der Versuch, Fakten zu finden, ist eine plumpe Form von Manipulation, die einmal mehr zeigt, dass die ARD-Faktenfinder keinerlei Qualifikation zum Faktenfinden, aber viel Qualifikation und Motivation (sie werden dafür bezahlt) zur Verbreitung falscher Aussagen haben.

Es ist unerträglich, dass Hinz und Kunz sich berufen fühlen und in öffentlich-rechtlichen Medien ein Forum dafür finden, sich anzumaßen Bürger mit ihrem ideologischen Blödsinn zu penetrieren. Es ist ärgerlich, dass wir uns auf einem Wissenschaftsblog mit derart plumpen und primitiven Versuchen, Menschen zu manipulieren, beschäftigen müssen. Aber vermutlich ist es in einer Zeit, in der Qualifikation als etwas betrachtet zu werden scheint, das man durch Selbstzuordnung zu denen, die man für die Guten hält, quasi verliehen bekommt und in jedem Fall nicht erwerben muss, nicht zu ändern.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Attac! “erpresst” Epoch Times zu genehmer Berichterstattung

Manche Leser werden sich noch an den Attac!-Protestreader erinnern, den uns ein Leser zugeschickt hat. Den Protestreader, in dem unverhohlen zur Gewalt aufgerufen wurde, haben wir aus einer Reihe von Informationsmaterialien, die unser Leser am Stand von Attac! in Hamburg und während des G20 gesammelt hat, zusammengestellt. Es handelt sich also um Material, das mit Billigung von Attac! durch Mitarbeiter von Attac! verbreitet wurde. Da das Gesetz der Transitivität auch für Attac! gilt und sich unter dem Material solches befand, in dem zur Gewalt aufgerufen wurde, folgt daraus, dass Attac! Gewalt während der Proteste gegen den G20 billigend in Kauf genommen hat.

Dass sich Attac! mit einer Presseerklärung von der Gewalt während des G20 distanziert hat, ist somit nichts anderes als die Arbeit an der Fassade, hinter der Materialien verteilt werden, die Gewalt befürworten.

Wie gesagt, wir haben darüber berichtet und Epoch Times hat auch darüber berichtet. Rosemary Frühauf und Nancy McDonnell haben dort die Aufgabe übernommen, Attac! reinzuwaschen und haben dies damit versucht, dass Sie fälschlicherweise behauptet haben, wir hätten den Attac!-Protestreader gefälscht. Das ist nachweislich falsch.

Nun wurde uns anonym eine eMail zugespielt, die wir zwischenzeitlich geprüft haben. Sie ist authentisch und zeigt, wieso Frühauf und McDonnell über ScienceFiles Lügen verbreitet haben.

Ursprünglich scheinen beide nämlich unseren Beitrag mehr oder weniger übernommen und Attac! als eine der Organisationen identifziert zu haben, die hinter der Gewalt in Hamburg anlässlich des G20 in Hamburg steckt. Daraufhin hat sich Attac! bei Epoch Times gemeldet und gedroht, mit dem Anwalt, einer Unterlassungsklage, so sehr, dass sich die Pflänzchen bei der Epoch Times dazu erpresst gefühlt haben, einen Artikel zu veröffentlichen, der nun nicht mehr Attac! in korrekter Weise als die Organisation darstellt, die Gewalt billigend dadurch in Kauf nimmt, dass sie Flugblätter, die zu Gewalt aufrufen, verteilt, sondern einen Artikel, in dem wir beschuldigt werden, FakeNews zu verbreiten und den Attac!-Protestreader gefälscht zu haben.

Die entsprechende eMail, die von Rosemarie Frühauf stammt, haben wir unten veröffentlicht. Sie zeigt, zum einen, wie Attac!, durch Drohungen mit Anwalt und Unterlassungsklage die Berichterstattung in der Epoch Times im eigenen Interesse bestimmt hat, wie Attac! Epoch Times „erpresst“ hat. Angesichts der Leichtigkeit, mit der die entsprechenden Drohungen von Attac! ausgesprochen zu werden scheinen, kann man wohl davon ausgehen, dass der Fall der Epoch Times kein Einzelfall ist.

Zum anderen zeigt sich, dass vermeintliche Journalisten in Deutschland denen nach dem Maul schreiben, von denen sie am wenigsten Ärger erwarten, dass sie sich anbiedern und erpressen lassen, anstatt das eigene Medium zu nutzen, um die Erpressung öffentlich zu machen, dass sie lieber den vermeintlich kleineren in die Pfanne hauen, als dass sie wahrheitsgemäß berichten. Das Ganze ist ein Armutszeugnis für den unabhängigen Journalismus und zeigt einmal mehr, warum in Deutschland kritische Berichterstattung kaum mehr möglich ist, denn: Wenn man einen kritischen Bericht über z.B. Attac! schreibt, dann kann man wohl auf 21 zählen und warten bis das Telefon klingelt, an dem dann ein Mitarbeiter von Attac! mit Anwalt und Unterlassungsklage droht. Und wie viele Journalisten, die noch Rückgrat haben, würden wohl ein derartiges Szenario in Kauf nehmen?

Nun zur eMail (inklusive Tippfehler):
“…
vielen lieben Dank für Ihre Zuschrift zu Attac, den den Fall wunderbar klärt: Attac hat offensichtlich die Flugblätter gemeinsam verteilt, aber nur auf dem einen Flugblatt stand Attac drauf und das war der Trick.

Zuerst hatten wir auch den Inhalt und die Botschaft von Sciencefiles. Dann hat Attac uns angerufen und mit Anwalt Unterlassung etc gedroht, falls wir nicht sofort den Artikel runternehmen und ein Gegenstatement veröffentlichten: Der Protest Reader sei überhaupt nicht von ihnen, nur ein Flugblatt sei von ihnen und das ganze sei gebastelt und eine Unterstellung. Aha.

Dann musste ich erstmal nachdenken, wie wir den Fall lösen. Wir können ja nicht einfach schreiben, “Liebe Leser, Attac erpresst uns gerade”. Trotzdem habe ich versucht, in dem Artikel noch auf die Dubiosität der Interventionistischen Linken einzugehen.

Wir werden jetzt versuchen, einen Satz einzubauen, der dem aufmerksamen Leser zeigt, dass wir von Attac angerufen wurden … Aber größere Änderungen werde ich an dem Artikel nicht mehr vornehmen, da ich froh war, das Attac den Artikel akzeptiert hat und das Problem von uns abgewendet war. Die Passage über den “linken Aktivismus” mochten sie jedoch nicht, konnte ich herauslesen.
Was wir von Attac halten, dürfte Ihnen nach dieser Email klar sein.

Leider sind wir ein sehr kleines Team, sonst hätten wir bei solchen Großereignissen Leute vor Ort, die diesen Merkwürdigkeiten persönlich nachgehen.

Entschuldigen Sie bitte, falls meine Antwort etwas ruppig ausgefallen sein sollte.

Beste Grüße

Rosemarie Frühauf
The Epoch Times Deutschland
Redaktion”

Anwälte unter unseren Lesern bitte bei uns melden: Wir wollen Drohpotential aufbauen, um Waffengleichheit herzustellen.

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