Malt Hakenkreuze und rettet die Infrastruktur! [Satire?]

Wer die letzten Tage ScienceFiles gelesen hat, der hat eine ungefähre Vorstellung davon bekommen, welche Unsummen dafür ausgegeben werden, Projekte zu finanzieren, deren Wert niemand kennt, sofern sie einen haben, und deren Mitarbeiter, über deren Kompetenzen, soweit sie welche haben, nichts bekannt ist, und letztlich die Ergebnisse dieser Projekte, sofern es welche gibt und sofern die Ergebnisse, wenn es sie denn gibt, irgend einen Beitrag zum Problem, das eigentlich bearbeitet werden sollte, leisten.

Der Wahnsinn hat solche Ausmaße angenommen, dass man sich eigentlich nur noch mit Humor gegen den dauerhaften Angriff auf die Vernunft zur Wehr setzen kann. Ein Leser von ScienceFiles hat dies getan und ein anderer Leser von ScienceFiles hat es uns berichtet. Und wir wollen es den anderen Lesern von ScienceFiles nicht vorenthalten. Am Ende eines sehr langen Arbeitstages ist es genau das, was die Stimmung hebt:

“Ein Freund von mir (auch Sciencefiles.org-Leser) meinte neulich sarkastisch zu mir, dass man den Hype um die Bekämpfung der letzten (angeblichen) Nazis in Deutschland doch sinnvoll nutzen könnte. Für die Verbesserung von maroden Schulen, schlechten Universitätsgebäuden und insbesondere Schlaglöchern in den Straßen sei ja angeblich kein Geld vorhanden.

Was passiert aber, so meinte er, wenn er sich im Baumarkt eine Spraydose kauft und die unterfinanzierte Infrastruktur mit entsprechenden verbotenen, den Nationalsozialismus verherrlichenden Symbolen besprüht? Wenn der Kampf gegen rechts ernst gemeint ist, Schüler, Studenten und sonst natürlich auch alle vor diesem bösen Gedankengut geschützt werden müssen, dann müssten doch sofort entsprechende Reparaturmaßnahmen eingeleitet werden, d.h. Schlaglöcher sofort ausgebessert, Wände in Schulen neu gestrichen und die ensprechenden Stühle usw. ausgetauscht werden.

Das ganze könnte dann mit einer E-Mail an das entsprechende Straßenverkehrsamt oder die entsprechende Schule, in der man empört auf die rechtsextrem verschmutze Straße hinweist, beschleunigt werden.

Der schöne Nebeneffekt sei doch, so meinte er, dass so endlich wieder Steuergelder dafür eingesetzt werden, wozu sie eigentlich da sind und entsprechend an anderen Stellen wie AAS fehlen. Somit meinte er, hätte er zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.”


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4 Responses to Malt Hakenkreuze und rettet die Infrastruktur! [Satire?]

  1. xxx says:

    Problem daran ist, dass Du dann wegen Sachbeschädigung und verfassungsfeindlicher Symboliken dran bist. Sogar für das Übersprühen von Hakenkreuzen kann man bestraft werden:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/hessen-lehrer-zu-schadenersatz-verurteilt-weil-er-hakenkreuze-uebersprayte-1.2752262

  2. Umadbro says:

    Sachbeschädigung (an einem Schlagloch?) ist das wohl, aber mit der Symbolik könnte man so umgehen: Ein Symbol, vollkommen harmlos, überall an entsprechenden Stellen verwenden. Man könnte z.B. “kek” schreiben, oder künslerisch begabtere malen Pepe the Frog. Und nach einiger Zeit zündet man die Bombe medial indem man die Infos durchsickern läßt, das es sich bei eben jenen Symbolen um GAAANZ böse NAZI-Symbolik handelt. War vor einiger Zeit der Brüller in den USA. Bis da dann ein Gesetz durch ist sind alle “Schmierereien” verschwunden. Nur so eine Idee.

    Shadilay. Free Kekistan. KEK

  3. dentix07 says:

    Die Idee hat was! Die “Energie” des “Gegners” nutzen um ihn dazu zu bringen etwas zu tun was er garnicht beabsichtigte, statt plumpem Gegenschlag! Smart! Mehr solcher Ideen!

    Nur für D habe ich die Hoffnung verloren das obiges funktionieren könnte. Für die “Gegen-Rechts-Kämpfer” wäre es Wasser auf die Mühlen (denn der Gedanke das sie hier “gefoppt” werden, ist für sie nicht denkbar) und statt das “ihr” Budget gekürzt würde, würden sie damit – hochwilkommen von der Politik – sogar eine Erhöhung erreichen und die Gelder für die Beseitigung der “Schäden” entnähme man einem anderen Topf, oder erhöhte woanders Steuern und Abgaben! Womit der Politik – die solchen Erhöhungen, bzw. einer großvolumigeren Kanüle beim Aderlassen, gegenüber immer ein offenes Ohr hat – auch noch die Argumente geliefert würden!
    Schade!

  4. sidthesloth89 says:

    Das erinnert mich an ein Bild, das man mir vor einigen tagen zukommen ließ. Ein Bayer sollte sein uraltes Garagennebengebäude abreißen. Da er sich die Arbeit nicht selbst machen wollte, ließ er verlautbaren, dass diese uralte Garage der Treffpunkt ganz böser Nazis sei und in einer Nacht- und Nebelaktion hätten einige linke No-Brainer das Teil kunstgerecht entfernt. Ob es wahr ist? Ich weiß es nicht. Würde ich es Linken zutrauen? Ja, allerdings.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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