Zersetzung: Faschismus in Deutschland hautnah erleben

„Bewährte anzuwendende Formen der Zersetzung sind: systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, das Ansehens und des Prestiges … systematische Organisierung privater und gesellschaftlicher Misserfolge zur Untergrabung des Selbstvertrauens einzelner Personen … zielstrebige Untergrabung von Überzeugungen … die Erzeugung von Zweifeln an der persönlichen Perspektive“.

Das ist ein Zitat aus einem amtlichen Dokument; Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

Gestern berichtet Peter Grimm auf der Achse des Guten, dass die Deutsche Bank dem AfD-Politiker Nicolaus Fest ohne Begründung und ohne Ankündigung alle Konten gekündigt hat. Grimm bezeichnet dies als eine „gezielte Zerstörung wichtiger persönlicher und privater Existenzgrundlagen“, wie man sie z.B. aus Staaten kennt, in denen die Bürger sich einer „willkürlich agierenden Obrigkeit“ ausgeliefert sehen.

Die kleinen Sticheleien, der Entzug der Normalität und der mit ihr einhergehenden Sicherheit und ihr Ersatz mit dem täglichen Thrill an der Kasse bei Netto, ob die eigene Geldkarte noch funktioniert oder bereits gekündigt wurde, das sind Mittel aus dem Instrumentenkasten der Stasi und man sollte vielleicht doch einmal umfassend untersuchen, was aus den 108.320 Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit, den 173.081 inoffiziellen MfS-Mitarbeitern in Ostdeutschland und den 1.553 inoffiziellen MfS-Mitarbeitern in Westdeutschland geworden ist, von denen viele in der Methode, zu zersetzen geschult wurden.

Und um den Gedanken einmal weiterzuführen.

Der Schritt in den Faschismus, in die totale Institution, in der die Führung des Staates über ihr verzweigtes System der Gesinnungswächter, obsolete Gesinnungsexistenzen vernichtet oder nicht anpassungswillige Gesinnungsexistenzen beseitigt, in denen das Wohl und Wehe aller Bürger direkt vom Wohlwollen der „Staatsdiener“ abhängig ist, er ist nur klein.


Ein kleines Gedankenexperiment.

  • Das Bargeld wurde abgeschafft.
  • Alle Bürger bezahlen bargeldlos mit den Geldkarten ihrer Banken.
  • Über die Banken ist jeder Bürger mit seinen Geldkarten jederzeit isolier- und identifizierbar.

Mit der Kündigung der Geldkarte entfällt jede Möglichkeit, am Zahlungsverkehr teilzunehmen, da es kein Bargeld mehr gibt.

Wem das Konto gekündigt wurde, wer keine Geldkarte mehr hat, der hat keine Möglichkeit, Waren oder Dienstleitungen zu erwerben. Er hat auch keine Möglichkeit, einen Job zu finden, da seine Entlohnung nicht möglich ist. Er wird durch einen simplen Schritt zu einem vollkommenen Paria erklärt, einem Aussätzigen.

Aber derartig weitreichende Schritte werden natürlich auch in Zukunft nur sehr sparsam eingesetzt. Nur in Fällen, in denen sich keine Gesinnungskorrektur zum Besseren durchführen lässt.

Manchmal ist der Faschismus näher als man denkt.

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21Comments

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  1. 1
    Vorwärts immer

    Ich finde es lobenswert, daß Sie besonders für die Wähler der rotgrünmerkil-Partei
    einen nachdenkenswerten (im Rahmen des jeweils Möglichen versteht sich)
    Artikel geschrieben haben.
    Ergänzend hierzu noch zwei Zitate:
    1.
    “ Fascism
    should more appropriately be called Corporatism because it is a merger of State
    and corporate power.“ – Benito Mussolini
    2.
    „The major western democracies are moving towards corporatism. Democracy has
    become a business plan, with a bottom line for every human activity, every dream,
    every decency, every hope.
    The main parliamentary parties are now devoted to the same economic policies
    – socialism for the rich, capitalism for the poor – and the same foreign policy of
    servility to endless war. This is not democracy.
    It is to politics what McDonalds is to food.“ – John Pilger

  2. 2
    Rudi Ratlos

    Überläufern verzeiht man eben besonders ungern!

    Solide Schlußfolgerungen machen das Ausmaß der Deformation unserer Gesellschaft sichtbar.
    Kennt noch jemand den Film „Das Schlangenei“? Von dort stammt das sinngemäße Zitat: Das Reptil im Ei ist lange vor dem Schlüpfen bereits sichtbar.
    Ein Schauder läuft mir über den Rücken…

  3. 3
    M. Koecher

    Blicken wir doch einfach mal in den Osten, was da auf uns zurollt…
    https://www.whatsonweibo.com/how-chinas-digital-revolution-is-leaving-behind-its-elderly-population/

    Die arme Deutsche Bank hat doch gerade genug Probleme. Sie hat ganz groß im Fracking-Geschäft investiert und was macht Saudi Arabien? es fördert so viel Öl, dass die Preise sinken und sie sich selber ruinieren. Aber die Frackingfirmen(deren Geschäft sich erst bei hohen Ölpreisen zu rentieren begann) und den Iran trifft es etwas härter.

    Bei allem Dreck, der der DB sonst noch so um die Ohren fliegt, wollen sie natürlich nicht auch noch mit „Duweistschonwer“ in Verbindung gebracht werden.

    „Duweistschonwer“ sollte, wenn die alte Rechtsprechung zur NPD noch gilt, bei der Sparkasse aufgenommen werden müssen. (Solange die EU die Sparkassen nicht zu ganz normalen Banken macht…) Nur weiß das keiner und „werauchimmer“ landet einen schweren psychologischen Wirkungstreffer.

  4. 6
    Maximilian Müller

    Den Faschismus, die Einschränkung von Bürgerrechten, Hetze gegen eine demokratische Partei (AfD), Diffamierungen, Schlägertrupps der Linksterroristen der verblödeten ANTIFA. Umgehung der Demokratie. Das alles können wir heutzutage alles LIVE in echt erleben. Da ist wie ein Experiment im Geschichtsunterricht bezüglich der Anfänge des 3. Reichs. Ähnlichkeiten sind nicht mehr zu verleugnen, das sieht und hört man heutzutage täglich. Der Faschismus kehrt zurück! Aber er kommt nicht von Rechts, da kam er übrigens noch nie her. Es waren immer linksideologische Gesinnungen am Werk!

  5. 7
    fdominicus

    Irgendwie erscheinen die Autoren immer mehr auf meine Linie einzuschwenken… Wären unter Garantie besserer Politiker als so gut wie alle Anderen die wir – leider – so haben. Sarkasmus und Zynismus, manchmal auch nur Ironie, was bleibt einem schon in einem solchen Staat?

  6. 8
    Petra

    Das ist eine gute Frage: Was ist aus den Stasi-Mitarbeitern und deren Gehilfen geworden? Viele haben gute Arbeitsplätze im vereinten Deutschland gefunden, wurden nicht in die Arbeitslosigkeit geschickt. Stasileute und Gehilfen werden aus Steuermittel alimentiert bzw. deren Vereine und Zusammenschlüsse. Stasileute kontrollieren heute u.a. Facebook und üben Zensur wie damals zu DDR-Zeiten aus. Schließlich will man nicht auf die geschulten Leute verzichten, so scheint es. Man durfte in diesem Land – trotz beruflicher Verbindung zur Stasi – Landesvater werden. Eine Stasimitarbeiterin hat es sogar bis ins Kanzleramt gebracht und übt heute den höchsten Posten in Deutschland aus. Sie formt gerade Deutschland zu einer DDR 2.0. Warum sollte sie auf ihre alten Kumpels verzichten? Sie hat überall ihre Gehilfen aus ehemaliger DDR-Zeit. Nicht die 1. Garde – das ist auch nicht wichtig. Wichtiger sind diejenigen, die aus dem Blickfeld geraten sind und umso ungenierter tätig werden können. Einige ganz wenige haben 1989/90 Selbstmord verübt. Andererseits, wer hat es zugelassen, dass eine IM Vorsitzende der CDU wurde und ihre Karriere weiter ausbaute, OHNE dass die gestandenen CDU-Mitglieder ihr Einhalt geboten haben und zwar bis jetzt.

  7. 9
    anwender guru

    Sozialismus mit Faschismus gleichzusetzen ist ein fataler Irrtum. Der Artikel zeigt zu Beginn Methoden auf, die im Sozialismus Verwendung fanden und plötzlich sollen daraus faschistische werden? Faschismus ist die Verknüpfung zwischen Staat und Hochfinanz! Es mag Synergieeffekte zwischen Faschismus und Sozialismus geben, aber die Motive und Ziele unterscheiden sich gänzlich.

    • 11
      dentix07

      Das sah allerdings schon Kurt Schumacher anders. Er sagte einmal: „Kommunisten sind nur rotlackierte Faschisten!“
      Selbst wenn man der Darstellung Sozialismus sei der noch nicht vollständig entwickelte Kommmunismus folgt, bleibt: Sozialisten sind rotlackierte Faschisten denen noch ein/ein paar Lackschichten fehlen, oder bei denen der Lack noch nicht ganz trocken ist! (Noch feucht hinter den Ohren?)

      • 12
        fdominicus

        Selbst in der Zeit vor Äonen kann man da fündig werden: https://www.zeit.de/1997/12/Der_nationale_Sozialismus

        Zitat: „Das Verdienst der Arbeit von Christoph H. Werth liegt einerseits in der Darstellung der geistigen Ideenbewegung, die Nationalismus und Sozialismus zusammenzuführen suchte, andererseits in der genauen Analyse des Ideenkonglomerats, mit dem Hitler und der historische Nationalsozialismus arbeiteten.“

    • 13
      fdominicus

      Nun wir schauen in das Programm der NSDAP:
      http://www.documentarchiv.de/wr/1920/nsdap-programm.html

      Und jetzt warten wir auf Ihre Erklärung wo dort kein Sozialismus vorkommt?
      Was ist z.B. hie rmit:
      11. Abschaffung des arbeits- und mühelosen Einkommens.
      Brechung der Zinsknechtschaft!

      12. Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muß die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden. Wir fordern daher restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.

      13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trust) Betriebe.

      Weitere Hinweis die Partei hieß. NationalSOZIALISTISCHE Deutsche Arbeiterpartei !

      Mir fällt das sozialistisch auf (u.A.)

      • 14
        fdominicus

        Oder was ist mit diesen Punkten?
        19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein deutsches Gemein-Recht.

        24. Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gefährden oder gegen das Sittlichkeits- und Moralgefühl der germanischen Rasse verstoßen.
        Die Partei als solche vertritt den Standpunkt eines positiven Christentums, ohne sich konfessionell an ein bestimmtes Bekenntnis zu binden. Sie bekämpft den jüdisch-materialistischen Geist in und außer uns und ist überzeugt, daß eine dauernde Genesung unseres Volkes nur erfolgen kann von innen heraus auf der Grundlage:
        Gemeinnutz vor Eigennutz

      • 15
        user0815

        „Weitere Hinweis die Partei hieß. NationalSOZIALISTISCHE Deutsche Arbeiterpartei !
        Mir fällt das sozialistisch auf (u.A.)“

        Wenn Sie den selbst gewählten Namen so viel Glauben schenken, dann war die DDR ein demokratischer Staat, denn DDR steht für Deutsche DEMOKRATISCHE Republik.

        Übrigens war auch in der Verfassung der DDR die Meinungs- und Pressefreiheit geschützt sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis!
        Sie sehen, man muss alle an ihren Taten messen. Die o.g. Punkte hat die NSDAP nun wirklich nicht realisiert. Eher das Gegenteil.
        Das sind schon wesentliche Unterschiede.

  8. 16
    oprantl

    Warum führt das Verhalten dieser Bank, welche sich Deutsche nennt, nicht zu massenhafter Beendigung von Geschäftsbeziehungen.
    Die Antwort ist ………….

    • 17
      Fiete Appelsnuut

      Hoch lebe die internationale Solidarität – hoch, hoch, hoch ! Wir danken dem Genossen Nitrowitsch für die sozialistischen Grüße der unverbrüchlichen Freundschaft zwischen……….
      Ah, ’schuldigung, muß gerade mal austreten.

    • 18
      Friedrich Dominicus

      Nun ich war mal Kunde bei der Deutschen Bank und auch der Commerzbank. Der Commerzbank teilte ich damals mit: Wenn Sie dieses Geld vom Staat nehmen, nehme ich meine Einlagen und wechsele die Bank. Teilweise ging es dann zu DB. Da mir aber klar ist, daß mein Eigentum in EU-Land jederzeit auf den Banken eingefriert werden kann. Siehe Griechenland und Zypern. Was bleibt einem dann?

  9. 19
    Thomas

    In den Köpfen und in Worten hat sich dieses Volk bereits von der Demokratie abgewandt. Indem Intention und Charakter der Akteure zu hauptsächlichen Erklärung von Missständen erhoben werden wird sie unsinnig. Der gierige Banker, der islamisierende Einwanderer, der faule Arbeitslose, der unterdrückende Mann… Überzeugen und Abstimmen hilft nicht, wenn die Anderen das Böse wollen oder Böse sind.

  10. 21
    Klaus D. Mueller

    „…was aus den 108.320 Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit, den 173.081 inoffiziellen IfS-Mitarbeitern in Ostdeutschland und den 1.553 inoffiziellen IfS-Mitarbeitern in Westdeutschland geworden ist“
    .
    Was ist „IfS“ ?
    Ich kenne (als ahnungsloser Westberliner) nur das „MfS“

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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