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„Tod dem weißen deutschen Mann“: Identitäre Bewegung Schwaben reklamiert Grünen Wahlkampfhilfe für sich

Was Sie vielleicht nicht vermutet haben: Die vermeintlichen Grünen-Plakate, die so viel Empörung hervorgerufen haben, weil auf Ihnen u.a. „Tod dem weißen deutschen Mann“ gefordert wird, sie sind eine Kunstaktion.

In Zeiten, in denen man sich das Gesicht mit Ruß beschmieren, Pappklötze vor Häusern missliebiger Politiker oder Fake-Büros betreiben kann, die sich die Zerstörung individueller Biographien durch Denunziation zur Aufgabe gemacht haben und das ganze als Kunst zur Herstellung „politischer Schönheit“ ausgeben kann, muss man sich nicht wundern, wenn nun auch der „Tod dem weißen deutschen Mann“ im Rahmen einer Kunstaktion gefordert werden darf, als Satire versteht sich.

Die Identitäre Bewegung Schwaben reklamiert die Aktion, über die wir gestern berichtet haben, für sich. Man habe „eine gefährliche und nationalmasochistische Geisteshaltung“ demaskieren wollen, die die Identitären z.B. bei den Gören, die für die Grünen in Bayern versuchen, Politik zu spielen, vorhanden sehen. Explizit zitiert wird Katharina Schulze, mit der an Dämlichkeit kaum zu übertreffenden Aussage: „Ich hab‘ kein‘ Bock, dass alte weiße Männer, weil sie mit Vielfalt nicht zurechtkommen, unsere Zukunft verspielen“. Dass diese Aussage natürlich eine rassistische Aussage ist, die die Denk- und Vernunftprobleme, die viele Grüne haben, deutlich macht, macht die Aktion der Identitären nicht geschmackvoller.

Sie schreiben weiter:

„Eine Welle der Empörung brach zudem in den sozialen Netzwerken aus, in denen ebenfalls ein Großteil der Nutzer die Plakate als authentisch befand. Diese Reaktionen allein stehen für die Legitimation der künstlerischen Aktion der Aktivisten: Dass der Versuch parteiliche Inhalte satirisch darzustellen, von vielen nicht als solcher erkannt wird, die Satire mehrheitlich sogar als authentisch empfunden wird, spricht Bände.“

In der Tat ist die Aktion eine, die in beklemmender Weise die Grenze zwischen Faktischem und Möglichem verwischt. Wir befragen seit vorgestern unsere Leser, ob sie das Plakat für echt halten. 1.230 Leser haben eine Antwort gegeben: 39% (482 Leser) sind der Ansicht, das Plakat sei echt und entsprechend den Grünen zuzuordnen, 32% (388 Leser) sind der richtigen Ansicht, das Plakat sei ein Fake, und 29% (360 Leser) waren genau wie wir nicht in der Lage, sich zwischen beiden Optionen zu entscheiden.

Zumindest darin stimmen wir mit den Identitären überein: Die politische Landschaft in Deutschland ist im Jahre 2019 vor allem dadurch geprägt, dass es keine Niederträchtigkeit gibt, die man der politischen Laienspielschar nicht zutrauen würde.


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