Vorzeige-Juden, Vorzeige-Schwarze oder Vorzeige-Migranten: Die Amadeu-Antonio Stiftung stellt ein

Wenn es abwärts geht, dann richtig. Die gesellschaftliche Degeneration und das zugehörige Race to the Bottom, sie nehmen Fahrt auf. Getrieben werden sie von der politischen Korrektheit und den absurden Folgen, die sie treibt. Und weil dem so ist, deshalb werden bei der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS-Stiftung) neuerdings Juden, Schwarze oder Migranten allen anderen vorgezogen. Was wohl passiert, wenn ein schwarzer Mormone und ein weißer Jude miteinander konkurrieren?

Die AAS-Stiftung betreibt ein derzeit gut geschmiertes Geschäft mit dem Vertrieb von Anti-Hassmaterialien aller Art. Dass die Stiftung seit Jahren daran arbeitet, ein Häuflein rechter Spinner zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem aufzublasen und mit Akribie versucht, die sozialen Netzwerke in Netzwerke des rechten Hasses umzudeuten, hat sich insofern gelohnt, als es der Stiftung gelungen ist, weitere Mittel, dieses Mal für ein Projekt, das vom Sozialministerium in Niedersachen bezahlt wird, einzuwerben Einmal mehr lebt die Stiftung auf Kosten von Steuerzahlern. Dieses Mal sollen u.a. zwei „Bildungsreferenten“ mit 20 bzw. 30 Wochenstunden an den öffentlichen Mitteln teilhaben.

Die öffentlichen Mittel werden eingesetzt, um ein Projekt, das den blödsinnigen Namen „wildwildweb?!“ trägt, umzusetzen. Ein Projekt, in dem es – wie könnte es anders sein – um den Hass im Netzt geht, also um den rechten Hass, denn Linke sind nicht nur, wie Ralf Stegner nicht müde wird, zu behaupten, zur Gewalt unfähig und insofern als biologische Mängelwesen zu betrachten, Linke sind auch nicht zum Hass fähig, wie die Fixierung, mit der die AAS-Stiftung den hassuchenden Blick nach Rechts richtet, nahelegt. Keine Gewalt, kein Hass bei Linken: Sie sind wirklich von der Biologie harsch behandelte Mängelwesen.

Mittlerweile sind die sozialen Netzwerke von der Amadeu-Antonio-Stiftung zu den „wichtigsten Propagandainstrumente[n] für rechtspopulistische und rechtextreme Strukturen“ erklärt worden, was dazu führt, dass Rechte die einzige Form von homo sapiens sapiens sind, die es geschafft haben, Strukturen zu entwickeln, die auf Propagandainstrumente zugreifen können. Bislang waren dazu Menschen notwendig. Bei Rechten machen das Strukturen.

Wir hatten schon oben, beim Titel „wildwildweb?!“ eine Assoziation zu den blödsinnigen Texten, mit denen Sozialpädagogen ihre Bücher zu überschreiben pflegen, Texte wie „‘Ich wollte auch einmal das Leben genießen‘ …Jugendliche Straftäter und der Kampf gegen die Armut“. Oder: „Gewalt ist geil, eyh…“ Rechtsextremismus als Happening: Wir Rechtsextreme sich zur Gewalt motivieren“. Oder: „Ich habe es meinem Papa gar nicht sagen wollen“. Outing verändert das Leben. Homosexuelle im Kampf gegen gesellschaftliche Konventionen“. Aber alle unsere Assoziationen können nicht schritthalten mit dem verbalen Leerlauf, in den die AAS-Stiftung zu gehen im Stande ist:

„Dabei legt sie [die AAS-Stiftung] den Schwerpunkt auf die Beobachtung und Analyse aktueller menschenverachtender Phänomene im Online-Bereich, der Entwicklung und Erprobung pädagogischer Handlungsräume und –möglichkeiten sowie des Empowerments von Netzaktivist_innen gegen Antisemitismus, Rassismus, Rechtsextremismus und von weiteren menschenfeindlichen Ideologien“.

Es ist schon eine Kunst, mit so vielen Worten so wenig zu sagen. Aber es ist eine Kunst, die man wohl beherrschen muss, um von Politikdarstellern finanzielle Unterstützung für viele Worte und wenig Inhalt zu erhalten. Dieses Mal hat es wie gesagt in Niedersachsen beim Sozialministerium geklappt, bei dem man sich offensichtlich keine größeren Probleme vorstellen kann als Hatespeech.

Kehren wir zurück zum Wunschjuden oder Wunschschwarzen (früher hatten US-Amerikaner ihren Wunschneger vor der Tür stehen, als Diener, heute sind wir natürlich emanzipiert und würden derart rassistische Dinge nicht mehr tun. Deshalb wünschen wir uns einen kultivierten und gebildeten Schwarzen, einen den man vorzeigen kann, vielleicht auch einen Vorzeigejuden

  • „mit abschlossenem Hochschulstudium“,
  • „fundiertem Wissen zu Phänomenen wie Rasissmus und Antisemitismus“ [Wer sich als Jude oder Schwarzer oder als Migrant auf diese Ausschreibung bewirbt, zeigt damit, dass er keinerlei „Kenntnisse zu Phänomenen wie Rassismus“ hat];
  • „Wissen über Netzkultur“,
  • „Kreativität“
  • „eine grundsätzliche „Identifizierung mit den Zielen und der Arbeit der Amadeu-Antonio Stiftung“ [ein ideologisches Glaubensbekenntnis – warum auch nicht. Katholische Priester dürfen schließlich auch nicht heiraten.]
  • „Teamfähigkeit“
  • “Gute Selbststrukturierung” [keine Ahnung was das ist, aber wir haben es im Überfluss]

Und was bietet die AAS-Stiftung dem neuen Vorzeigejuden/-schwarzen/-migranten?

  • „Ein heterogenes, diversitätssensibles Team“ [das heißt, wir wissen, wie man mit kleinen Schwarzen und mit Juden, ja selbst mit Migranten umgeht];
  • „Regelmäßige Teamsitzungen“ [Wow!]
  • „Raum für innovative Ideen …“

Der war so gut, den müssen wir einfach wiederholen:
Die AAS-Stiftung bietet:

  • „Raum für innovative Ideen.“

Okay, lasst uns der AAS-Stiftung vorschlagen, auch Linksextremismus zu berücksichtigen oder die Folgen einer Stasitätigkeit in der DDR für das gesellschaftliche Miteinander heute zu untersuchen. Das ist innovativ…
„Flexible Arbeitszeitgestaltung“ [das war nicht anders zu erwarten].

Und wie gesagt, gesucht wird ein Vorzeige-Jude, ein Vorzeige-Schwarzer oder ein Vorzeige-Migrant. Und damit sich auch wirklich einer aus den genannten Gruppen bewirbt, fehlt der ansonsten übliche Satz: „Bei gleicher Eignung werden … bevorzugt“. Daraus muss man dann endgültig schließen, dass es bei der AAS-Stiftung um einen Vorzeige-Juden etc. geht, den man zur Demonstration der eigenen Offenheit und Diversität vorführen kann. Das macht sich gut beim weiteren Einwerben von Fördermitteln. Welcher Politiker fördert nicht gerne schwarze Kämpfer gegen den Rassismus oder jüdische Streiter gegen den Antisemitismus. Das ist PR. Und das ist Rassismus, weißer Rassismus und dennoch einer, der auf Menschenverachtung gebaut ist, schließlich geht Rassismus davon aus, dass die Hautfarbe eine besondere Eigenschaft darstellt, die alle anderen Eigenschaften im wahrsten Sinne des Wortes verblassen lässt. Der Rassismus der AAS-Stiftung steht dem Rassismus von Rechten somit in nichts nach. Für den Vorzeige-Juden und den damit verbundenen Antisemitismus gilt dasselbe.

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Rassistisches Gebet in der Schule – Politisch-korrekte Hysterie in Bayern

„(1) Zur Sicherung des Bildungs- und Erziehungsauftrags oder zum Schutz von Personen und Sachen können Erziehungsmaßnahmen gegenüber Schülerinnen und Schülern getroffen werden. Dazu zählt bei nicht hinreichender Beteiligung der Schülerin oder des Schülers am Unterricht auch eine Nacharbeit unter Aufsicht einer Lehrkraft. Soweit andere Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen, können Ordnungs- und Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden. Maßnahmen des Hausrechts bleiben stets unberührt. Alle Maßnahmen werden nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ausgewählt.“

So steht es im § 86 des Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen unter dem Stichwort, Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen“ (BayEuO).

Ein Bayerischer Schüler ist Gegenstand einer solchen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme geworden, weil er sich im Rahmen des Religionsunterrichts freiwillig zum Anfangsgebet gemeldet hat. Derart von der Motivation des Schülers überrumpelt, musste sich die wehrlose „Lehrperson“ dann ein „eindeutig stark rassistisch geprägt[es]” und „menschenverachtendes“ Gebet anhören, das der Schüler der Klasse 09B auch noch selbst verfasst hatte.

Dies, so die „Lehrkraft“, „kann in der Schulgemeinschaft nicht geduldet werden.

Das menschenverachtende und rassistisch geprägte Gebet von Schüler Johannes lautet:

Lieber Gott, wir danken Dir,
dass die Neger hungern
und nicht wir!

Lieber Gott

Die Klassenleitung wurde zu Gunsten der “Klassleitung” aufgegeben.

Rassismus, das zur Erinnerung, liegt dann vor, wenn ein Mensch aufgrund seiner ethnischen Zugehörigkeit und nur wegen dieser abgewertet oder diskriminiert wird. Das Gebet von Johannes ist nicht rassistisch, denn er beschreibt, dass schwarze Menschen, die er Neger nennt, derzeit z.B. im Süden des Sudan von einer massiven Hungersnot heimgesucht werden.

Das Gebet ist auch nicht menschenverachtend. Es ist nur dann menschenverachtend, wenn die nicht hungernde Wir-Gruppe, die Johannes in Gegensatz zu den hungernden Negern setzt, nicht aus Menschen bestünde, also z.B. Johannes und sein Lehrer keine Menschen wären.

Schließlich kann das Gebet als erfolgreiche Vermittlung der christlichen Lehre angesehen werden, in der der Ursprung alles Guten in Gott gesehen wird und der Ursprung alles Leids im Teufel, wobei die Individuen nur durch Gebete Einfluss darauf haben, ob sie sich auf der guten oder der leidenden Seite der christlichen Wippe wiederfinden. Insofern hat sich Johannes als guter Schüler einer kollektiven Lehre erwiesen, die die individuelle Machtlosigkeit der göttlichen Allmacht gegenüberstellt.

Johannes hat somit nicht gegen die schulische Ordnung, bestenfalls gegen die Ideologie des Religionslehrers verstoßen.

Wenn es also einen Verweis auszusprechen gilt, dann für den Lehrer von Johannes, der weder eine Ahnung davon hat, was Rassismus ist, noch davon, was menschenverachtend ist und der zudem keinerlei Idee von der christlichen Lehre zu haben scheint, was für einen Religionslehrer eher bedenklich ist. Und verhältnismäßig wie in § 86 BayEuO gefordert ist die hysterische Reaktion der „Lehrkraft“ auf das Gebet des Schülers auch nicht. Somit kann er eigentlich „in der Lehrergemeinschaft nicht geduldet werden“.

Öffentlich rechtlicher Rassismus!

Wir sind entsetzt.

In der ARD, der deutschen, politisch-korrekten ARD, steht das Unschreibbare, das Undenkbare, weil Rassistische, dort steht: „Die meisten Haushaltshilfen arbeiten schwarz“.

Schwarz!

Als wäre Blackfacing die Regel für Haushaltshilfen.
ARD Schwarzarbeit.jpgUnd als wäre dieser offene Rassismus auf einen öffentlich-rechtlichen Sendeplatz nicht schon genug, gefällt sich der Autor darin, im Rassismus zu schwelgen und schreibt: „Besonders häufig seien Rentner oder junge Menschen in Ausbildung oder Studium von Schwarzarbeit betroffen“. Und weiter geht es mit Schwarzarbeit, die nur 27 Prozent indirekt zugeben und Schwarzarbeit, deren Hauptgrund der Schwarzarbeitsexperte des IW Dominik Erste in hohen Abgaben und Regulierungen sieht, weshalb er nicht die hohen Abgaben und Regulierungen beseitigen, sondern die Strafen für Schwarzarbeit drastisch erhöhen will: „Um Schwarzarbeit langfristig zu bekämpfen, darf sie nicht länger als Kavaliersdelikt durchgehen“.

Wichtiger erscheint uns: Um den Rassismus in öffentlich-rechtlichen Medien zu bekämpfen, darf er nicht mehr als Kavaliersdelikt durchgehen. Wir fordern für jede Nennung von Schwarzarbeit eine drakonische Strafe, hohe Abgaben und heftige Regulierung, denn nur so, lässt sich die rassistische Rede von Schwarzarbeit eindämmen und ein diverses, gesittetes, anti-rassistisches Deutsch durchsetzen, eines, das von POC-Arbeit (people of color) Arbeit berichtet oder von afro-amerikanischer Arbeit oder von bunter Arbeit (farbig ist auch rassistisch).

Wir leben in einem diversen, toleranten, aufgeschlossenen Deutschland, in dem Rassismus nicht vorkommt. Dafür sorgt schon der Staat, der selbst das Babysitten und das Fensterputzen oder im Garten helfen dann unter Strafe stellt, wenn es nicht in sozialversicherter Position erfolgt, denn: Jeder Babysitter hat einen Anspruch auf 6 Wochen Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und jeder kurzzeitige Helfer im Garten einen Anspruch auf Elternzeit und Schlechtwettergeld.

Noch so ein Phrasendrescher: UN-Generalsekretär Guterres

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat vor zunehmendem Populismus und Extremismus gewarnt. Beides seien “perverse Phänomene”, die sich durch “Rassismus, Fremdenhass, Hass gegen Juden und Muslime sowie andere Formen der Intoleranz” gegenseitig verstärkten, sagte er zum Auftakt der jährlichen Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf.“

Warum halten Politiker nicht einfach den Mund und schweigen zu Dingen, von denen Sie keinerlei Ahnung haben?

„Perverse Effekte“ ist ein feststehender Begriff der Sozialwissenschaften. Da die Sozialwissenschaften mit sozialen Phänomenen beschäftigt sind, kann man „perverse Effekte“ als Ursache mancher sozialer Phänomene ansehen. Phänomene an sich sind Phänomene, weder pervers noch etwas anderes, einfach nur: Phänomene. Ein Haus ist ein Haus ist ein Haus. Und Populismus ist Populismus ist Populismus. Nichts anderes.

boudon-widersprueche-sozialen-handelns„Rassismus, Fremdenhass, Hass gegen Juden und Muslime und andere Formen der Intoleranz“, so behauptet Guterres würden sich gegenseitig verstärken und zu „perversen Phänomenen“ führen, nämlich Populismus und Extremismus. Guterres legt offensichtlich keinen Wert darauf, dass seine Aussichten weithin Unterstützung erfahren, von vielen geteilt werden, populär sind, denn das wäre Populismus, und er wäre somit nach eigener Aussage ein perverses Phänomen. Nur so ist es erklärlich, dass er einen derartigen unpopulären Unsinn erzählt, wie er ihn erzählt.

Wenn Rassismus, Fremdenhass, Hass gegen Juden und Muslime und andere Formen der Intoleranz zu perversen Phänomenen wie Populismus und Extremismus führen, dann ist dies schon deshalb Unsinn, weil Guterres Populismus und Extremismus ja als auf „Rassismus, Fremdenhass, Hass gegen Juden und Muslime und anderen Formen der Intoleranz“ basierend definiert hat. Insofern wäre Extremismus gerade kein „perverser Effekt“ von Rassismus, Fremdenhass und was Guterres sonst noch einfällt, sondern die logische Konsequenz der Tatsache, dass etwas mit sich selbst identisch ist, wie das bei Tautologien nun einmal so üblich ist.

Perverse Effekte zeichnen sich dadurch aus, dass das Gegenteil dessen, was beabsichtigt war, erreicht wird. Wenn also ein perverser Effekt vorläge, dann würden Rassismus; Fremdenhass und all die andere Hasse, die Guterres kennt, zu ihrem Gegenteil führen, sagen wir zur großen Verbrüderung, was dann, weil Guterres behauptet, Extremismus und Populismus seien die perversen Phänomene, die auf Rassismus usw. basieren, notwendig zur Folge hat, dass Populismus und Extremismus etwas Gutes sein müssen, jedenfalls dann, wenn man annimmt, dass Guterres der Ansicht ist, Rassismus und Hass auf Juden und Muslime sei etwas Schlechtes.

Wie man es dreht und wendet, was Guterres von sich gegeben hat, ist Blödsinn und gerade an Montagen wünschte man sich, von derartigen sprachlichem Müll verschont zu bleiben.

Rassismus im Karneval: Die Narren sitzen an Hochschulen

Die Politisierung der deutschen Hochschulen schreitet unaufhörlich voran. Erst waren es die neuen Politkommissare, die als Gleichstellungsbeauftragte die Einhaltung der sozialistisch-feministischen Heilslehre überwachen sollen, dann waren es die Aktivisten, die Menschen mit von der Mehrheit abweichenden sexuellen Präferenzen helfen wollen, dann waren es die linken Aktivisten, die die Hochschulen zu Widerstandsburgen gegen Rechtsextremismus umfunktionieren wollen und nun sind es die anti-rassistischen Gutmenschen, die alle Welt mit ihrer Phobie verfolgen, eine Phobie, die sie ständig Bewertungen an harmlose Gegenstände herantragen sieht. Und wo andere harmlose Gegenstände sehen, da sehen die Phobiker Rassismus, Kolonialismus und Völkermord.

Logik der ForschungDie Entwicklung wurde durch die Verbreitung von Personen an Hochschulen begünstigt, die die deutschen Sozialwissenschaften mit ihrer Unkenntnis und ihrem Unverstand weit hinter die Aufklärung zurückkatapultiert haben. Die entsprechenden Anti-Wissenschaftler tragen abstruse Meinungen, wie diejenige, irgendein ernsthafter Wissenschaftler sei der Auffassung, man könne die Wahrheit feststellen und Objektivität dingfest machen, an Universitäten und nehmen sie zur Grundlage, um ihre eigene Vorstellung davon, was Wissenschaft sei, zu verbreiten. Diese Vorstellung hat nun mit Wissenschaft überhaupt nichts zu tun, denn sie zeichnet sich durch das Fehlen jeglicher Methode und jeder Epistemologie aus. Statt nach belastbaren Daten und bewährten Theorien zu suchen, reden diese Reiter der Wissenschaftlichen-Apokalypse der Willkür und der Ideologie das Wort.

Folglich degenerieren Hochschulen zu Orten, an denen Heilslehren verkündet und politischer Aktivismus betrieben wird. Aus den Stätten, an denen einst der Zweifel und die dazu gehörige wissenschaftliche Methode der Kritik regiert haben, werden immer mehr Anstalten, an denen das Heil verkündet und der politische Kampf koordiniert wird.

Das neueste Opfer dieses politischen Kampfes ist der Karnevalsverein Fulda Südend:

“Drei Sozialwissenschaftler der Hochschule Fulda hatten die Affäre ausgelöst: In breit gestreuten E-Mails attackierten sie – als Privatpersonen, wie sie sagen – den Karnevalsverein Südend. Die für den Verein typischen Tropenuniformen seien den Uniformen der Truppen in den deutschen Kolonien nachempfunden. “Dadurch wird Völkermord, Unterdrückung und Entrechtung verharmlost und gutgeheißen”, hieß es in einer Mail.“

Dass die angeblich privat und breit verschickten eMails dennoch keinen Zweifel daran gelassen haben, dass es sich um Sozialwissenschaftler der Hochschule Fulda handelt, die hier versuchen, die Welt an ihrer Phobie auszurichten, ist aufgrund des immanenten Widerspruchs eine offenkundige Lüge.

Am guten Wesen der drei Sozialwissenschaftler der Hochschule Fulda soll also die Welt genesen, jene Welt, deren normale menschliche Mitglieder beim Anblick der Uniformen der Fuldaer aus dem Südend nicht einmal im Traum auf eine Verbindung mit „Völkermord, Unterdrückung und Entrechtung“ gekommen wären. Was man anhand der eMails der drei Fuldaer Sozialwissenschaftler sehen kann, ist vielmehr ihre eigene Fixierung auf Völkermord, Unterdrückung und Entrechtung, die sie Verbindungen herstellen und anderen unterstellen sieht, die es gar nicht gibt:

Vergleichen wir doch einmal die Uniform von Lothar von Trotha, dem Kommandeur der Schutztruppe und dem Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika mit der Uniform der Karnevalisten aus dem Südend von Fulda. Findet irgend jemand Gemeinsamkeiten? Und wie ist es, wenn die Uniform von Samuel Maharer, dem Chief der Herero dazu gesellt wird?

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Quelle: Nationalarchiv Namibia; Karnevalverein Südend, Fulda

Was aus bloßer Anschauung deutlich wird, ist die offensichtliche Unkenntnis derjenigen, die behaupten, die Fuldaer vom Karnevalverein Südend seien Rassisten und Verharmloser des Völkermords. Sie haben noch offensichtlicher einen Anlass gesucht, um sich selbst als gute Menschen zu inszenieren und ihre Position an der Hochschule Fulda dazu zu missbrauchen, anderen das verbieten zu wollen, was sie sich selbst gerade als Assoziation einbilden.

Ihre eigene Profilierungssucht hat dazu geführt, dass der Karnevalsverein Südend nun unter Polizeischutz steht: „Wir haben konkrete Hinweise, die auf eine erhöhte Gefährdung des Vereins hindeuten“, sagt ein Polizeisprecher dem Spiegel. Damit ist die Proflisierungssucht zu einem gefährlichen Eingriff in den Karneval geworden und die drei Sozialwissenschaftler von der Hochschule Fulda stehen als diejenigen, die diese unappetitliche Angelegenheit in Bewegung gesetzt haben, im Zentrum. Sie sind dafür verantwortlich, dass harmlose Kleidungsstücke politisiert und vor dem Hintergrund der privaten Phobie dreier Mitarbeiter der Sozialwissenschaften zum Anlass genommen werden, um aktiv gegen die Mitglieder des Karnevalsvereins vorzugehen.

Mit Wissenschaft hat dies nichts zu tun.

chickenparanoidEs ist der Missbrauch einer öffentlichen Position – aus Gründe der Selbstinszenierung, bei der die drei Wissenschaftler-Darsteller keinerlei Rücksicht auf die Folgen ihres Handelns genommen haben. Ihr privates Bedürfnis, sich zu profilieren, lässt keinerlei Platz für Empathie oder gar für wissenschaftliche Erwägungen, wie sie sich mit den Begriffen Salience oder unbeabsichtigte Folge verbinden.

Derartige Aktivisten haben an Hochschulen nichts zu suchen.
Sie müssen vielmehr von der Hochschule Fulda, die sie offensichtlich benutzen, um sich zu inszenieren und von Steuerzahlern finanziert ihren politischen Aktivismus zu verbreiten, entfernt werden. Denn deutlicher kann man nicht machen, dass man mit Wissenschaft nichts am Hut hat.

Aber: Die Identität der drei Sozialwissenschaftler, die die eMails so breit gestreut haben, sie wird von den Medien, die über den Vorfall berichten, geschützt. Wir können zwar an dieser Stelle die Identität der drei Sozialwissenschaftler nicht lüften, aber wir können unsere Leser darüber abstimmen lassen, wen sie für den wahrscheinlichsten Ursprung der eMail-Aktion halten. Wir haben dazu eine Vorauswahl von Professoren getroffen, die an der Hochschule Fulda beschäftigt sind.

Aus wessen Verantwortungsbereicht stammt die eMail?

Professoren sind für Mitarbeiter Dienstherr und sofern nicht einer der Professoren selbst Initiator oder Urheber der eMails ist, so ist der doch für die Handlungen seiner Mitarbeiter, die Hochschulen in Misskredit bringen, insofern verantwortlich, als er den Missbrauch von Hochschul-Ressourcen und -Positionen zumindest nicht ungeahndet lassen kann.

Fünf Inhaber eines Lehrstuhls stehen zur Auswahl:

Carola Bauschke-Urban, Schwerpunkt Soziologie und Gender Studies
Gudrun Hentges, Schwerpunkt Migration und Integration
Volker Hinnenkamp, Schwerpunkt Interkulturelle Kommunikation
Matthias Klemm, Schwerpunkt Arbeit und Interkulturalität
Almut Zwengel, Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen

Sollten wir unter unseren Lesern Eingeweihte haben, die zu wissen glauben, wer für die Aktion verantwortlich ist, dann können sie den entsprechenden Namen im Feld „other“ eintragen. Wir ergänzen den Namen dann in die Liste, sofern wir in nicht bereits in der Liste führen.

Wo kommt der Rassismus-Vorwurf her?
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