Wissenschaft oder Ideologie: Hygienemaßnahmen

Warum ist Erich von Däniken eher ein Wissenschaftler als viele, die auf Lehrstühlen für Gender Studies, aber auch für Medienwissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft, Kulturwissenschaft oder Pädagogik an Universitäten und Fachhochschulen sitzen?

Der gesammelte Däniken

Weil man die Ideen von Däniken und seine Aussagen über Besuche von Aliens auf der Erde prüfen kann bzw. Däniken sich bemüht, Belege für seine Behauptungen anzuführen, die man prüfen kann.

Bei vielen derjenigen, die Lehrstühle der genannten Fachbereiche besetzen und bei vielen, deren Fachbereich wir nicht direkt benannt haben, ist das nicht so. Sie verkünden und behaupten vieles, nutzen ihre Lehrstühle als Kanzel und predigen ihren Studenten das Heil.

Sie sind keine Wissenschaftler, sie sind Ideologen.

Die Unterschiede zwischen Wissenschaft und Ideologie, zwischen Wissenschaftlern und Ideologen, sie sind schnell benannt:

  • Wissenschaftler suchen nach Erkenntnis.
    Ideologen sind der Überzeugung, bereits alle Erkenntnis zu besitzen.
  • Wissenschaftler bringen Studenten Methoden bei, die zur Erkenntnisgewinnung notwendig sind.
    Ideologen erwarten von Studenten, dass sie die Heilslehre, die ihnen im Studium verkündet wird, auswendig lernen und nacherzählen können.
  • Wissenschaftler sind bemüht, Wissenschaft als kumulativen Prozess zu betreiben.
    Ideologen benötigen keinen kumulativen Prozess, da sie sich im Besitz der Wahrheit wähnen.
  • Wissenschaftler schätzen Kritik, denn durch Kritik werden Schwächen der eigenen Argumentation und Theorie aufgedeckt und können beseitigt werden.
    Ideologen fürchten Kritik, denn Kritik ist Indikator dafür, dass es Menschen gibt, die die Heilslehre der Ideologen nicht auswendig gelernt und internalisiert haben.
  • Wissenschaftler sind an Menschen interessiert, die zu eigenständigen intellektuellen Leistungen in der Lage sind.
    Ideologen sind an Menschen interessiert, die sich anbiedern und einordnen wollen, aus Angst davor, eine eigene Meinung formulieren zu müssen.
  • Wissenschaftler formulieren Aussagen, die an der Wirklichkeit scheitern können.
    Ideologen formulieren metaphysische Behauptungen, die sie als Gewissheit ausgeben.
  • Wissenschaftler sprechen eine deskriptive Sprache, die der Verständigung und dem wissenschaftlichen Streit zuträglich ist.
    Ideologen sprechen eine evaluative Sprache, zu der sie Zustimmung erwarten.
  • Wissenschaftler wollen sich mit anderen verständigen.
    Ideologen wollen andere belehren.
  • Wissenschaftler teilen die Welt in Menschen, die etwas zum wissenschaftlichen Fortschritt beitragen und solche, die das nicht tun.
    Ideologen teilen die Welt in Freunde und Feinde.

Die List der Unterschiede zwischen Wissenschaft und Ideologie, zwischen Wissenschaftlern und Ideologen, sie könnte an dieser Stelle noch fortgesetzt werden. Wir wollen es jedoch bei diesen Unterschieden, die wir für die wichtigsten halten, belassen und uns der Frage widmen: Woran erkennt man, dass man es mit Ideologen, die sich an einer Hochschule eingeschlichen haben, zu tun hat?

damonisierung-der-anderen_coverDie Antwort auf diese Frage werden wir in einer kleinen Miniserie geben, die sich entlang des Beitrags: „Die Dämonisierung der Anderen und die Inszenierung von Kritik als Häresie – Eine Replik auf die Abwertung von wissenschaftlicher Kritik an der so genannten Rassismuskritik durch Rassismuskritiker“ (Band 5 unserer Blauen Reihe) von Dr. habil. Heike Diefenbach entwickelt.

Ziel der Miniserie ist es, die Kriterien herauszuarbeiten, anhand derer man eindeutig feststellen kann, dass derjenige, der sich als Wissenschaftler ausgibt, keiner, sondern ein Ideologe ist.

Der Inhalt in kurzer Zusammenfassung:

Ideologen sind nicht an Themen oder an Erkenntnis interessiert. Sie verwenden den Forschungsbereich, in dem sie sich tummeln, lediglich als Etikett, um Wissenschaftlichkeit vorzutäuschen. Dass sie nicht an Themen interessiert sind, zeigt sich daran, dass sie keinerlei inhaltliche Aussagen machen. Ihre Einlassungen haben alle einen evaluativen Charakter, weshalb man ihnen glauben kann oder eben nicht. So wie das bei Religionen der Fall ist, und Ideologie ist nichts anderes als eine Spielart von Religion (Thema in Teil 1).

Also weichen Ideologen inhaltlichen Diskussionen aus und versuchen, Kritik als solche zu diskreditieren.

Ideologen benutzen ein Freund-Feind-Schema, um von ihrer Unfähigkeit, inhaltlich zu argumentieren, abzulenken. Anstelle sich mit einer Thematik und mit Kritik auseinanderzusetzen, greifen sie diejenigen an, die Kritik äußern oder ihre Thematik wissenschaftlich und eben nicht ideologisch behandeln (Thema in Teil 2)

Weil Ideologen denken, sie wüssten bereits alles, ein Gedanke, den man nur haben kann, wenn Dummheit in ausreichendem Maße vorhanden ist, deshalb lernen sie nichts hinzu und sind entsprechend unfähig, wissenschaftliche Argumentationen und Diskussionen zu führen. Diese Unfähigkeit wird deutlich in geradezu erschreckenden Missverständnissen und Fehleinschätzungen über Grundbestände wissenschaftlicher Tätigkeit, seien sie inhaltlicher oder methodischer Art (Thema in Teil 3).

Schließlich sind Ideologen so in ihrer eigenen Welt gefangen, dass sie nicht anders können, als alle Informationen, die von außen in ihr Echochamber gelangen, vor dem Hintergrund ihrer Heilsvorstellung zu rahmen. Deshalb ist es möglich, Ideologen anhand ihrer eigenen Vorurteile bloßzustellen (Thema in Teil 4).

„Das Schmollen der Weiber“

Das Schmollen der Weiber, so hat Ludwig Börne im Jahr 1823 die Übernahme einer pauschalen Opferrolle genannt, mit der die Weiber versuchten, ihren Willen auch wider die besseren Argumenten oder die überhaupt vorhandenen Argumente rationaler Zeitgenossen durchzusetzen.

damonisierung-der-anderen_coverDr. habil. Heike Diefenbach hat das Buch von Börne ausgegraben als sie mit dem Text beschäftigt war, den wir heute als neuesten Zugang in der Blauen Reihe von ScienceFiles veröffentlichen: „Die Dämonisierung der Anderen und die Inszenierung von Kritik als Häresie. Eine Replik auf die Abwertung von wissenschaftlicher Kritik an der so genannten Rassismuskritik durch Rassismuskritiker.“

Der neue Text ist einerseits eine Fortschreibung, andererseits eine Reaktion. Er ist eine Fortschreibung des als Band 2 der Blauen Reihe erschienenen Textes „Rassismus und Rassismuskritik. Kritische Anmerkungen zum neuen Rassismusdiskurs in der deutschsprachigen Öffentlichkeit und Sozialwissenschaft“, in dem sich Dr. habil. Heike Diefenbach konstruktiv mit Rassismuskritik auseinandersetzt, um durch Kritik zu einer Verbesserung des derzeitigen Zustands der Rassismuskritik beizutragen. Derzeit ist Rassismuskritik nämlich wenig mehr als eine vor-wissenschaftliche Disziplin im Sinne von Thomas Kuhn, in der es noch keine epistemologische Basis gibt und deren Vertreter sich durch das auszeichnen, was man den methodischen Turm zu Babel nennen könnte, auf dem Wie-kommt-mir-die-Welt-vor-Einfältige, Weltverbesserungsbedürftige, Opportunisten, Spinner und Ideologen einen solchen Lärm veranstalten, dass die wenigen Versuche, Wissenschaft zu betreiben, von den wenigen, die außerhalb der Rassismuskritik eine wissenschaftliche Ausbildung erfahren haben, niedergeschrien werden.

Entsprechend musste man annehmen, dass ein Text wie „Rassismus und Rassismuskritik“, in dem ein Weg in die Normalwissenschaft gewiesen und gezeigt wird, wie man die vielen Scharlatane, die sich in der Rassismuskritik tummeln, nicht nur ausmachen, sondern auch loswerden kann, dazu führt, dass sich die Spreu der Ideologen vom Weizen der Wissenschaftler trennt.

Und so ist es auch gekommen.

Der Text hat eine weite Verbreitung gefunden, und er wird breit diskutiert, von denen, die Wissenschaftler sind und daran interessiert sind, Erkenntnis zu gewinnen und Wissenschaft zu betreiben.

Mit dem Text ist es Dr. habil. Heike Diefenbach auch gelungen, in das Echo-Chamber einzudringen, in dem die gedroschene Spreu versammelt ist. Nun war vorherzusehen, dass der Text für manche, die es bislang nur zur Spreu gebracht haben, die Möglichkeit der Metamorphose eröffnet, um von der Spreu zur Wissenschaft zu gelangen, um Wissenschaftler zu werden, so wie es vorherzusehen war, dass der harte Kern, um mit Imre Lakatos zu sprechen, der harte Kern jener Unbeirrbaren, die sich lieber eine blutige Stirn holen, als dass sie einsehen, dass sie eine Mauer nicht mit dem Kopf einschlagen können, auf den Text so reagieren würde, wie Weiber auf etwas reagieren, das ihre Opferrolle in Zweifel zieht: Mit Gift und Galle.

Und Mangels entsprechender Kompetenzen bleibt den Unintelligenten nur Beleidigung und Diffamierung und das Schmollen der Weiber.

Damit sind wir bei

  • facepalm-GodzillaInci Dirim,
  • Maria do Mar Castro Varela,
  • Alisha M. B. Heinemann,
  • Natascha Khakpour,
  • Doris Pokitsch und
  • Hannes Schweiger

die bis auf eine Ausnahme, Castro Varela hat eine Quotenprofessur an der Alice Solomon Fachhochschule Berlin, an der Universität Wien beschäftigt sind.

Sie haben das verfasst, was wir einen Rudeltext nennen, ein gemeinsames Pamphlet, in dem es vornehmlich darum geht, Dritte zu diffamieren, zu verleumden oder zu beleidigen und gegen alle Regeln und jede Ethik der Wissenschaft zu verstoßen. Der Zweck ihres Rudeltextes „Nichts als Ideologie? Eine Replik auf die Abwertung rassismuskrititscher Arbeitsweisen“ ist es, Kritiker an der Rassismuskritik zu dämonisieren. Dass der Text keinem anderen Zweck dient, das kann man leicht anhand der vielen Fehler und Unzulänglichkeiten darlegen, die Dr. habil. Heike Diefenbach in ihrer Replik aufzeigt und behandelt (im doppelten Sinne gemeint):

Die Rudelautoren, Dirim et al., haben keinerlei Interesse an einer inhaltlichen Auseinandersetzung, wie daran deutlich wird, dass sie auf kein einziges der Argumente eingehen, die Dr. habil. Heike Diefenbach gemacht hat, um Rassismuskritik zu einer Wissenschaft zu machen. Ihr Interesse besteht von der ersten bis zur letzten Seite darin, Kritik an der Rassismuskritik zur Häresie zu erklären. Kritiker werden ausgegrenzt und zu Feinden erklärt, die vom „wir“ derjenigen, die in die Religion der Rassismuskritik wie sie an der Universität Wien als Eucharistie-Feier mit Studenten zelebriert werden soll, abweichen. Die Systematik folgt dabei der Systematik, die die Amadeu-Antonio-Stiftung als Indikator für eine rechtsextreme Orientierung ansieht. Entsprechend haben wir es wohl mit Rechtsextremen zu tun (und wer würde an den Kriterien der Amadeu-Antonio-Stiftung zweifeln?).

Nun haben wir oben geschrieben, dass diejenigen Beleidigung und Diffamierung zum Mittel ihrer Wahl erklären, deren Intelligenz nicht ausreicht, um mit Argumenten auf Kritik zu reagieren. Als weitere Indizien dafür, dass diese Hypothese über die Ursache der Beleidigung und Diffamierung, die Dirim et al. als Mittel der Wahl ansehen, zutrifft, können die folgenden Punkte angeführt werden, die wir im Verlauf der nächsten Wochen mit den jeweiligen Stellen aus dem Text von Dr. habil. Heike Diefenbach unterfüttern werden.

Die Liste der Fehler im Text von Dirim et al., an dem sechs Autoren, zwei Herausgeber und ein Lektor gewurschtelt haben, sind ein herausragender Beleg dafür, dass die Genannten nicht in der Lage sind, eine wissenschaftliche Position zu füllen, denn: Es fehlen ihnen schlicht die dazu notwendigen Kenntnisse, kein Wunder, dass Dr. habil. Heike Diefenbach zu dem Schluss kommt, die Kritikfeindlichkeit der genannten Rassismuskritiker sei Ergebnis des Versuches, sich an Universitäten einzunisten und im „warm glow“ der Wissenschaft zu sonnen, obwohl man keinerlei Ahnung und Fähigkeiten zum Betreiben von Wissenschaft hat.

Die Liste der Mängel im 11 Seiten Text der sechs Autoren des Rudeltextes (Dirim et al.), sie ist beeindruckend:

  • boerne-schmollenEs wimmelt von unbelegten Behauptungen: Wissenschaftler zitieren und belegen Behauptungen, insbesondere dann, wenn sie behaupten, dass die Behauptungen, die sie vorbringen, von anderen vorgebracht worden wären.
  • Im Text finden sich eine Reihe von Beleidigungen und Diffamierungen und somit eine Textart, die in wissenschaftlichen Texten gänzlich unbekannt ist.
  • Die Autoren gefallen sich darin, unzählige Fehlschlüsse zu begehen. Häufig finden sich Fehlschlüsse ad auctoritatem und ad hominem. Ergänzt werden diese Fehlschlüsse durch die im Text allgegenwärtige petitio principi, ebenfalls ein logischer Fehler und abgerundet wird die Fehlerorgie, die als wissenschaftlicher Text verkauft werden soll, durch genetische Fehlschlüsse.
     
  • Dirim et al. sitzen einer Vielzahl von Irrungen und Wirrungen auf, die in der Wissenschaft schon vor Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten ausgeräumt wurden
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der an absolute Objektivität glaube.
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der verifizieren wolle.
    • Sie glauben, es gäbe in der Wissenschaft jemanden, der Werturteile verbieten wolle.
    • Mehr randständig zu dem, was Wissenschaft ist, als die Autoren es sind, kann man wirklich nicht sein.
  • Dirim et al. sind Anhänger einer Verschwörungstheorie, bei der sie sich von Feinden umstellt sehen, die ihre Rassismuskritik und die damit verbundene politische Korrektheit, wie sie schreiben, delegitimieren und in Misskredit bringen wollen. Wer genau die Bösen sind, die versuchen, das nicht legitimierte zu delegitimieren, ist ein Geheimnis, das nur im Kreise der Sektenmitglieder, denn um solche handelt es sich hier, gelüftet werden darf.
  • Schließlich zeichnen sich Dirim et al durch eine unglaubliche Hilflosigkeit und Unbedarftheit aus, die sich nicht nur darin äußert, dass sie das Ergebnis wissenschaftlicher Debatten, die vor mehreren Jahrzehnten beendet wurden, nicht kennen oder darin, dass sie Fehler über Fehler begehen. Nein, am deutlichsten zeigt sich ihre Unbedarftheit und Hilflosigkeit darin, dass es keinerlei positiven Teil gibt. An keiner Stelle kommen die Autoren auf die Idee, der Kritik mit Argumenten zu begegnen. An keiner Stelle kommt ihnen der Gedanke, man müsse, wenn man behauptet, eine Kritik sei unzutreffend, angeben, warum die Kritik nicht zutreffend ist.
  • Die Fähigkeiten von Dirim et al. beschränken sich darauf, zu unterstellen, zu behaupten, zu beleidigen und sich ansonsten als Opfer zu inszenieren.

Deshalb: Das Schmollen der Weiber.

Die oben genannten Facetten des Schmollens werden wir in den nächsten Wochen im Einzelnen beleuchten. Wer nicht so lange warten will, kann hier bereits den gesamten Text von Dr. habil. Heike Diefenbach lesen.

WOW: Nazis bei der Amadeu-Antonio-Stiftung

Fragezeichen als Mittel der Suggestion, erfreuen sich übrigens einer zunehmenden Beliebtheit.

Nazis bei der Amadeu-Antonio-Stiftung?

Urteilen Sie selbst:

Der verlinkte Text berichtet darüber, dass Unbekannte versucht haben, zwei Obdachlose anzuzünden und zu ermorden. Von Sozialdarwinismus ist im Artikel keine Rede. Vielmehr wird sachlich berichtet, dass die Polizei zum Tathergang wenig und zum Täter, zu den Tätern bislang nichts ermitteln konnte. Im verlinkten Text gibt es keinerlei Mutmaßung darüber, welche Ursachen die versuchte Tötung zweier Obdachloser haben könnte.

Die Mutmaßung kommt von der Amadeu-Antonio-Stiftung und zeigt, bei der Stiftung sitzen die eigentlichen Nazis, denn die Erklärung, die die Stiftung suggerieren will, sie lautet: Die Täter, die rechten Täter versteht sich, waren von sozialdarwinistischen Säuberungsphantasien besessen.

Um auf dieses Erklärungsangebot zu kommen, muss man mehrere Prämissen haben:

  1. Man muss der Ansicht sein, dass obdachlose Männer lebensunwerter sind als andere Menschen.
  2. Man muss der Ansicht sein, dass durch die Beseitigung obdachloser Männer der menschlichen Spezies ein Dienst dahingehend erwiesen wird, dass die Unfitten ausgemerzt werden.
  3. Man muss der Ansicht sein, das Ziel menschlicher Gesellschaft bestehe darin, dass sich die Fitten gegenüber den Unfitten durchsetzen.

Logik f dummiesDiese Prämissen, die gemeinhin für Sozialdarwinismus stehen, werden durch den verlinkten Zeitungsartikel in keiner Weise nahegelegt. Es müssen also die Prämissen desjenigen sein, der für den Tweet der Amadeu-Antonio-Stiftung verantwortlich ist, denn niemand außer dem Tweeter ist auf die Idee gekommen, die Tat mit Sozialdarwinismus zu begründen. Da bislang niemand eine Idee von Motiven und Gründen für den versuchten Mord an Obdachlosen hat, ist die Idee, das Motiv und die Gründe seien in Sozialdarwinismus zu suchen, einzig und allein die Idee dessen, der sie getweetet hat (daran ändert auch das Fragezeichen nichts): Er ist wohl der Ansicht, Obdachlose seinen human trash. Er ist wohl der Ansicht, Obdachlose könnte man ohne Kosten für die Gesellschaft beseitigen. Und er ist wohl der Meinung, dass damit dem gesellschaftlichen Fortkommen gedient ist.

Nun ist es seit August Bebel eigentlich kein Geheimnis, dass sich Linke auf die Lehre von Darwin gestürzt und sie auf soziale Fragen übertragen haben. Dabei haben sie sich u.a. bei Ernst Haeckel bedient, einem Biologen, der Darwinismus zu jener, für den deutschen Sprachraum so eigenen Variante des Sozialdarwinismus weiterentwickelt hat. Die Attraktion von Sozialdarwinismus für Linke wie Bebel ist leicht zu erklären: Der Marxismus verkündet in seinem historischen Materialismus die Sukzession der Gesellschaftsformationen, von der Sklavenhaltergesellschaft bis in die Freiheit des Kommunismus. Der Sozialdarwinismus hat denselben Linken, die an die letztendliche Freiheit im Kommunismus glaubten, die Methode an die Hand gegeben, mit der sich die Sukzession der Gesellschaften vollzogen hat, nämlich dadurch, dass die fitte Gesellschaftsformation des Kommunismus z.B. die unfitte Gesellschaftsformation des Feudalismus (in Rußland) oder des Kapitalismus (bislang nirgends) ausmerzt. Rudimente dieser verqueeren Interpretation von Darwinismus, die Charles Darwin amüsiert, irritiert und verärgert hat, scheinen sich heute noch bei der Amadeu-Antonio-Stiftung zu finden. Dort scheint man der Ansicht zu sein, dass mit dem kommunistischen Paradies, der bürgerliche Nazi und der Human Trash bürgerlicher Gesellschaften ausgemerzt würden. Im Paradies, in dem alle bis auf die Schweine gleich sind, hat sich nämlich das Gute durchgesetzt.

Insofern Sozialdarwinismus den meisten Extremismusforschern trotz aller Belege für dessen Ursprung und Adaption im linken ideologischen Lager als Indikator rechtsextremen Gedankenguts, also für Nazis gilt, muss man feststellen: In der Amadeu Antonio Stiftung arbeitet mindestens ein Nazi, aber vermutlich mehrere.

Weiße Männer: Der neue Rassismus in der ARD

Jetzt hat es der „weiße Mann“ endlich als Feindbild auch in die Journalie geschafft. Bislang war der Hass auf „weiße Männer“, also auf diejenigen, die weitgehend für den Lebensstandard verantwortlich sind, den Genderista, Linke, die von sich denken, sie seien intellektuell und sonstige Auswüchse postmoderner Langeweile und Sorglosigkeit gerade verprassen, auf die entsprechenden Wohlfühlgruppen im halbseidenen Gendermilieu, auf postkolonialistische Hasskreise und Sprachreinigungs-Fetischisten beschränkt, nun ist er in der Journalie angekommen.

In der ARD schreibt ein Kai Küstner, nach aller Äußerlichkeit ein weißer Mann, vomWutschrei der weißen Männer“. Die weißen Männer, die aus Wut schreien, das sind alles Rechtspopulisten oder deren Opfer, Vergessene der Globalisierung, AfD-Wähler und Brexit-Befürworter und Trump-Mitläufer.

Wutschrei Kuestner.jpgIn Verstand und Einsicht geschlossene Gesellschaften, wie die Wohlfühlgruppen von Genderista und post-kolonialen Berufs-Betroffene, sie haben den Vorzug, dass die Öffentlichkeit von dem Unsinn, der in ihnen diskutiert wird, weitgehend verschont bleibt. Seit Kai Küstner ist auch dieser Rubikon, der die Vernunft vor den post-rationalen Verirrten geschützt hat, überschritten.

Nun finden sich die weißen Männer als Hassobjekt in den Medien, die vornehmlich von weißen Männern finanziert werden, schon weil es in westeuropäischen Breiten immer noch deutlich mehr weiße Männer gibt als nichtweiße Männer. Aber es ist nicht nur die weiße Haut, die dem neuen Rassismus seinen Inhalt gibt, es ist auch das Geschlecht, es müssen schon weiße Männer sein, denn Frauen, selbst weiße Frauen, sind in der neuen Welt der post-katholischen Marien der Maßstab, von dem aus das Unwerte bestimmt wird: Weiße Männer eben.

Weiße Männer, sie sind für alles Unheil der Welt verantwortlich, wie Kai Küstner, der weiße Mann der ARD wohl denkt. Weiße Männer, sie haben BREXIT gewählt. Das ist natürlich ein Fall für das Wahrheitsministerium von Heiko Maas, denn es stimmt nicht: 52% der männlichen und 52% der weiblichen Briten haben für einen BREXIT gestimmt. Die Frage, ob die BREXIT-Befürworter auch alle richtig weiß waren, interessiert im UK niemanden.

https://sciencefiles.org/page/2/?s=BREXIT

Und dass die AfD-Wähler keine Globalisierungsverlierer, sondern überdurchschnittlich gebildet und vor allem Besserverdienende sind, das sollte sich eigentlich mittlerweile selbst in der Redaktion der ARD herumgesprochen haben.

Am Feindbild des weißen Mannes, des dummen weißen Mannes, des abgehängten weißen Mannes, des entsprechend zurückgebliebenen weißen Mannes ist also nichts wahres. Warum wird es vom weißen Mann Küstner dennoch bemüht.

Die einzige Erklärung, die uns dazu einfällt, ist der Versuch, einen neuen Rassismus zu etablieren. Rassismus liegt bekanntlich dann vor, wenn ein Merkmal (Hautfarbe) ausreicht, um den Mitgliedern der Gruppe der Träger des entsprechenden Merkmals mit Vorurteilen, Diffamierung und Abwertung zu begegnen. Wir sehen deshalb die Etablierung eines neuen Rassismus. Der neue Rassismus richtet sich nicht gegen alle Weiße, er richtet sich nur gegen weiße Männer, nicht etwa gegen weiße Frauen – außer sie haben dieselben Einstellungen, die weißen Männern unterstellt werden. Insofern hat der neue Rassismus eine doppelte Ideologie der Ungleichheit, weiße Männer werden nicht nur mit den von Küstner so säuberlich aufgezählten und rundweg falschen Vorurteilen verknüpft (Zurückgebliebene, Globalisierungsverlierer, Rechtspopulisten), sie werden auch im Vergleich zu Frauen, selbst zu weißen Frauen, als unwerte Lebensform beschrieben.

Was die Antidiskriminierungsstelle tut, das wollen wir heute einmal nicht fragen. Fragen wir doch lieber, wie lange weiße Männer noch Gebühren für weiße Männer wie Kai Küstner bezahlen wollen, die sich an der Schaffung eines doppelten Rassismus, eines (weil „post“ ja derzeit in ist) post-Vernunft- und post-Nazi-Rassismus beteiligen?

Die Welt, so behauptet Kai Küstner, sie sei komplizierter geworden. Für ihn mag das zutreffen, zumal er damit zurecht kommen muss, dass selbst an den von ihm zitierten Stammtischen der sozialen Netzwerke ein höheres Niveau herrscht als in seinen rassistischen Kommentaren.

Tatsächlich ist die Welt viel einfacher geworden: Totalitäre Existenzen wie Kai Küstner, die damit Schwierigkeiten haben, das Ergebnis demokratischer Abstimmungen zu akzeptieren, finden sich regelmäßig auf der falschen Seite der Wahlausgänge. Die resultierenden kognitiven Dissonanzen, die sich nicht nur daraus ergeben, auf der Seite der Minderheit zu stehen, sondern auch daraus, Angst um die eigene Zukunft als ideologischer Andiener zu haben, verarbeiten Existenzen wie Küstner dadurch, dass sie diejenigen, die sie als Bedrohung wahrnehmen, beschimpfen und denunzieren.

Bedrohlich sind für Kai Küstner alle erfolgreichen weißen Männer und Frauen.


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Christlich Sozialer Dummbabbler

– besonderer Unsinn verdient besondere sprachliche Würdigung.

Gerd Müller ist Entwicklungsminister. Seine Aufgabe besteht normalerweise darin, das Geld der deutschen Entwicklungshilfe sinnvoll anzulegen und sich in Ländern, in denen durch die Entwicklungshilfe Strukturen geschaffen werden können, die wiederum dem Handel und dem wirtschaftlichen Austausch zugute kommen, für die Aufnahme entsprechender Beziehungen einzusetzen.

Gerd Müller selbst, scheint seine Aufgabe darin zu sehen, Unsinn, nein Blödsinn zu erzählen. Er ist das, was man in der Pfalz einen „Dummbabbler“ nennt.

Gerd Müller im Originalton:

gerd_muller_2015„Wenn eine afrikanische Frau 100 Dollar verdient. Preisfrage: Wie viel bringt die nach Hause zur Familie? Die bringt 90 Dollar nach Hause. Wenn ein afrikanischer Mann 100 Dollar verdient, Preisfrage, … was bringt der nach Hause? 30 Dollar. Und Du weißt sicher, was er mit dem Rest macht (lacht): Nämlich Alkohol, Suff, Drogen, Frauen natürlich.“

Es ist eine besondere Form von Rassismus, die der christlich-soziale Dummbabbler, der Entwicklungsminister spielt, wohl, weil er Entwicklung, intellektuelle Entwicklung bitter nötig hat, an den Tag legt: Sexistischer Rassismus, der nicht nur hochnäsig auf die kleinen Braunen in Afrika, die ohne Beratung von Gerd Müller sowieso nichts zu Stande brächten, wie er wohl denkt, heruntersieht, nein, es ist ein Rassismus, der sich gegen kleine braune Männer, deren angebliches Verhalten dem sozialen Christen nicht passt, richtet.

Wenn es nicht so dumm wäre, wäre es widerlich.

Und nun mit den Konsequenzen seines dummen Geschwätzes konfrontiert, nun versucht sich Gerd Müller wie Münchhausen durch entsprechende Lügen und am eigenen Schopf aus dem Sumpf des Rassismus zu ziehen, in dem er sich gerade noch so wohl gefühlt hat: „Es sei ihm darum gegangen, die Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft hervorzuheben“, so behauptet Müller frech.

Offensichtlich meint Gerd Müller, dass man die „Rolle der Frauen für Afrikas Zukunft“ dadurch hervorhebt, dass man Männer pauschal diskreditiert und denunziert. Die neue christlich-soziale Weltsicht erinnert massiv an den Kolonialismus des 17. Jahrhunderts, als man noch überlegen musste, ob Afrikaner Menschen sind oder nicht. Scheinbar fühlt sich Gerd Müller in der entsprechenden Gesellschaft wohl.

parisian_world_fair_1889

Negerdorf – Weltausstellung Paris, 1889

“Der Entwicklungsminister habe sich auf eine Studie der Nike Foundation aus dem Jahr 2009 bezogen, sagte eine Sprecherin. Darin heißt es, Frauen investierten 90 Prozent ihres Einkommens in den Haushalt, bei Männern seien es nur 30 bis 40 Prozent.“

Eine Studie der Nike-Foundation!. Die Nike-Foundation ist international bekannt für ihre Studien, so bekannt, dass die vermeintliche Studie genau in zwei Machwerken zitiert wird, eines davon von der Nike-Foundation und ansonsten nicht mehr aufzufinden ist, weder im Google Cache, noch bei der Nike-Foundation.

[Die zweite Fundstelle ist der Global Gender Gap Report, dessen Autoren die Stelle abgeschrieben haben, die im Machwerk der Nike-Foundation behauptet, dass es eine Studie der Nike-Foundation gibt, die zeigen soll, was der deutsche Entwicklungsminster nun behauptet. Die Schnittstelle zwischen dummem Geschwätz und der Erfindung von angeblichen Studienergebnissen, sie ist fließend.]

Es hat viele Vorteile, wenn Studien nicht mehr aufzufinden sind, denn dann können sie nicht geprüft werden, dann kann man so ziemlich alles als angebliches Ergebnis der Studie behaupten und dann kann man als Minister seine rassistischen Vorurteile anderen in die Schuhe schieben und eben einmal seine komplette Unbildung an den Tag legen, z.B. über die Form der Arbeitsteilung, die in Afrikanischen Familien herrscht.

Aber Unbildung scheint heutzutage die Voraussetzung zu sein, um Minister spielen zu dürfen.


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Universität Bremen: Von Feiglingen und Maulhelden

Man kennt es von religiösen Eiferern: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen Gott anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kenn es von Extremisten: Sie wollen nicht mit denen reden, die einen anderen politischen Mythos anbeten. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen. Man kennt es von Gutmenschen: Sie wollen mit denen, die ihre vermeintliche Gutheit kritisieren und in Frage stellen, nicht reden. Sie wollen die Ungläubigen am liebsten beseitigt sehen.

Man kennt es immer häufiger von Studentenvertretern, die sich im Sonderlager für studentische Aktivisten, dem AStA ansammeln: Sie wollen mit denen, die nicht ihren politischen Mythos teilen, die nicht ihren Gott anbeten oder gar daran zweifeln, dass die AStAner die besten Menschen sind, die man sich unter der Sonne vorstellen kann, nicht reden, sie am liebsten beseitigt sehen.

Woher kommt diese Angst vor anderen Meinungen? Wieso haben gerade Studenten-Aktivisten, die sich an Hochschulen herumdrücken und dort eigentlich eine Methode zum Erkenntnisgewinn erlernen sollen, keine Ideologie zur Erkenntnisverhinderung, warum haben sie so Angst davor, sich mit Menschen, die anderer Meinung sind, auseinanderzusetzen?

Wir haben in letzter Zeit mehrfach von den verschiedensten Hochschulen berichtet, an denen AStaner oder wie sich die Studenten-Aktivisten jeweils nennen, dazu aufgerufen haben, zu verhindern, dass sich Wissenschaftler zu einem Thema äußern, zu dem sie geforscht haben, zu dem sie kompetent sind, zu dem sie etwas zu sagen haben.

Das neueste Beispiel stammt von der Universität Bremen und lässt uns abermals fragen: Wovor haben die AStaner Angst?

asta-bremenWovor haben die Studenten-Aktivisten des Bremer AStA Angst, wenn Jörg Baberowski, Professor für die Geschichte Osteuropas an der Berliner Humboldt-Universität nach Bremen kommt, um dort sein neues Buch „Räume der Gewalt“ vorzustellen? Was ist so schrecklich an der Vorstellung, dem, was Baberowski zu sagen hat, zuzuhören und ihn dann, für das, was man zu kritisieren können glaubt, zu kritisieren und mit ihm zu argumentieren, oder gar zu streiten?

Offensichtlich trauen sich die AStAner an der Bremer Universität nicht zu, was Generationen von Studenten vor ihnen zu ihrer Aufgabe gemacht haben, mit ihren Professoren zu diskutieren und die Professoren zu kritisieren. Davor haben die AStAner offensichtlich Angst.

Das ist verwunderlich, haben sie doch massive Vorwürfe gegen Jörg Baberowski erhoben:

Er sei ein stumpfer Rechtspopulist.

Eine Behauptung, die die AStAner damit belegen wollen, dass Baberowski die folgende Frage gestellt hat: „Warum soll eigentlich ein Einwanderer gratis erhalten, wofür diejenigen, die schon hier sind, jahrzehntelang hart gearbeitet haben?“

Das ist eine legitime Frage und wenn man, wie die AStAner für sich eine moralische Überlegenheit, eine nicht-rechtspopulistische Überlegenheit behauptet, dann muss man in der Lage sein, diese Frage zu beantworten. Nichts sollte leichter sein als Baberowski zuzuhören und seine Frage zu beantworten: Warum sollten Einwanderer gratis erhalten, was die arbeitende Bevölkerung erarbeitet hat? Wer den Mund mit Beschuldigungen wie „Rechtspopulismus“ voll nimmt, sollte in der Lage sein, diese Frage zu beantworten, wenn er nicht in den Ruch kommen will, es ginge ihm darum, Frage und vor allem Fragende zu diskreditieren – eine Strategie, die man immer häufiger findet und die wohl aus schlechten Managementbüchern stammt. Wer sie, wie die AStAner aus Bremen anwendet, denkt wohl, sein Gegenüber würde dann, wenn seine Frage als „rechtspopulistisch“ bezeichnet wurde, vergessen, dass die Frage nicht beantwortet wurde. Dr. habil. Heike Diefenbach spricht in diesem Zusammenhang immer von apotropäischer Magie, wenn z.B. AStAner oft genug intonieren, dass eine Frage rechtspopulistisch sei, dann erwarten sie wohl, dass die Frage dadurch verschwindet.

Aus dem Satz Baberowskis „Überall, wo Bürger nicht eingebunden sind, kommt es natürlich zu Aggressionen“, konstruieren die AStAner in Bremen, dass Barberowski „Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte legitimiert und verharmlost“.

asta-bremen-aktivWenn man nicht wüsste, dass sich in studentischen Gremein wie dem AStA die Studenten sammeln, die in ihrem Studium eher mäßig erfolgreich sind, man müsste fragen: Was lernen die Studenten in Bremen eigentlich?

Offensichtlichen lernen sie weder den Unterschied zwischen einer Aussage, in der eine mögliche Ursache benannt wird und einer Legitimation noch Logik. Die Benennung einer Ursache weist auf Gründe hin und erfordert entsprechend eine kausale Anbindung: Etwas wurde getan, weil etwas anderes vorausging. Wer feststellt, dass da, wo Bürger nicht eingebunden werden, Aggressionen entstehen, tut nicht mehr und nicht weniger als die Ergebnisse sozialpsychologischer Forschung von mehreren Jahrzehnten wenn nicht mittlerweile Jahrhunderten zusammen zu fassen: Wenn Menschen der Ansicht sind, bestimmte Dinge gingen sie an und gerade in diesen Dingen wird über ihre Köpfe hinweg für sie entschieden, dann muss man sich nicht wundern, dass Widerstand entsteht, der sich, wenn die Verärgerung intensiv genug ist, auch Aggression zum Gegenstand hat.

Dass dem so ist, ist feststehendes Wissen, aber keine Legitimation. Eine Legitimation erfordert zudem, dass die Mittel, die von Menschen genutzt werden, um ihren Ärger auszudrücken, von demjenigen, der feststellt, dass es bestimmte Zusammenhänge zwischen dem Übergehen von Menschen und der Art der Mittel, mit denen sie darauf reagieren, gibt, positiv bewertet werden, in der Art: Ich finde es gut, wenn Linke Autos anzünden, die Politikern der AfD gehören. Ein solcher Satz wäre als Legitimation von Sachbeschädigung und Gewalt gegen Sachen anzusehen, was Baberowski gesagt hat, ist es nicht.

Vielmehr zeigt sich, dass die AStAner in Bremen nicht in der Lage sind, zwischen einer Beschreibung und einer Bewertung zu trennen. In ihrem Kopf ist beides offensichtlich dasselbe. Sie sind daher nicht in der Lage, die analytische Trennung durchzuführen, die Grundlage aller Wissenschaft ist, so dass man sich fragt, was sie eigentlich an einer Universität zu suchen haben oder, um einen Satz von Barberowksi abzuwandeln: Warum soll eigentlich ein AStAner von Steuerzahlern ausgehalten werden, wenn nicht einmal rudimentärste Voraussetzungen dafür, dass die entsprechenden Steuermittel nicht vergeuden werden, erfüllt sind?

Haben die AStAner in Bremen darauf eine Antwort?
Wir nicht.

Das Beste, was die AStAner Barberowski vorwerfen ist, dass er ein „Hobbe’sches Menschenbild“, also ein Hobbessches Menschenbild habe, nach dem Motto: „Der Mensch ist des Menschen Wolf.“

Leviathan.hobbesWir wollen jetzt nicht in die Philosophie von Hobbes einsteigen. Wer hier weiterführende Fragen hat, kann uns gerne eine eMail schreiben. Es sei nur soviel gesagt: Im Menschenbild von Thomas Hobbes gelten Menschen als vernunftbegabte Wesen. Weil sie Vernunft haben, sind sie in der Lage sind, das Elend des Naturzustandes, in dem jeder Mensch des Menschen Wolf sein muss, weil jeder ein Recht auf alles hat, zu überwinden und sich mit einem Gesellschaftsvertrag eine gewisse Sicherheit zu geben. Insofern ein Hobbessches Menschenbild also Vernunft in Menschen voraussetzt, kann man Hobbes an dieser Stelle und vor allem vor dem Hintergrund von Studenten-Aktivisten wie es sie in Bremen gibt, für seine optimistische Annahme der Vernunftbegabung kritisieren. Dazu muss man Hobbes jedoch gelesen haben, was die AStAner nachweislich nicht getan haben.

Und damit kommen wir zur Antwort auf die Frage, warum die AStAner lieber zum Boykott aufrufen, als dass sie sich mit denen, die sie boykottieren wollen, auseinandersetzen. Diese Antwort ist nun offenkundig: Sie sind feige, weil sie Maulhelden sind.

Studenten-Aktivisten wie die AStAner in Bremen sind zwar gut, wenn es darum geht, Vorwürfe zu erheben, die eigenen Phantasien anderen unterzuschieben und Autoren, die man nur vom Hörensagen kennt, für sich zu missbrauchen, aber mehr nicht. Sie sind Maulhelden, die es nicht riskieren können, sich auf eine offene Diskussion einzulassen, denn eine solche Diskussion würde sehr schnell zeigen, dass sie nichts zu bieten haben, außer der Empörung, die zu haben, sie sich eingeredet haben, und ihrem Glauben an die eigene Ideologie.

Studenten bezahlen den AStA mit ihren Studiengebühren. Es wird Zeit, dass Studenten ihre Studiengebühren mit der Bedingung bezahlen, dass sie nicht zur Finanzierung von AStA und sonstigen Sonderlagern für am Studium gescheiterte Existenzen benutzt werden.

Insofern geht es hier nicht in erster Linie um Redefreiheit, wie Klaus-Rüdiger Mai im Cicero schreibt. Es geht darum, denen, deren Intellekt nur dazu ausreicht, Erkenntnis zu verhindern und das für Hochschulen so wichtige offene Diskussionsklima zu vergiften, an Universitäten keinen Unterschlupf mehr zu bieten, sie von Hochschulen zu entfernen.

Nur noch anständig bekleidet: Neue Kleiderordnung für Touristen

Während es in Europa derzeit nichts zu geben scheint, was mehr Erregung hervorruft als der Burkini, gibt es in Ägypten Überlegungen, die erhebliche Konsequenzen für Touristen und die Tourismusindustrie haben könnten.

Al-Mahkamah al-Dustūrīyah al-‘UlyāAl-Mahkamah al-Dustūrīyah al-‘Ulyā (المحكمة الدستورية العليا‎‎), das ist der Name des höchsten ägyptischen Gerichts in dessen Hallen nach Information von RP in den nächsten Tagen eine Frage entschieden werden wird, die für Urlauber in Ländern des südlichen Mittelmeerraumes und weiter Teile Nord- und Mittelafrikas erhebliche Konsequenzen haben wird.

Der als „maqbūl libās šahāda” bekannte Vorgang, den man wohl am besten mit anständige Bekleidungs-Gesetz übersetzen kann, zielt darauf, die lokalen Traditionen, die religiösen Gefühle, das sittliche Empfinden zu schützen und vor allem die ästhetische Verschmutzung arabischer Umwelten durch westeuropäische Touristen zu beenden und den Touristen eine anständige Bekleidung vorzuschreiben.

Muhammad ibn Zakariya al-Razi von der Ägyptischen Altertumsverwaltung, der den Gesetzentwurf ins Rollen gebracht hat, verteidigt sein Vorhaben damit, dass es eine Beleidigung nicht nur gegenüber denen sei, die im Schweiße ihres Angesichts die monumentalen Bauten Ägyptens errichtet haben, wenn Touristen aus Bussen quellen, ihrem Schweiß ungehinderten Lauf lassen und ihre Pickel und sonstigen Hautunreinheiten nur mäßig oder gar nicht verhüllt, der Allgemeinheit zumuten. Bereits aus hygienischen Gründen so al-Razi, sei ein Bekleidungszwang notwendig.

Abu Yaqub al-Sijistani vom Ägyptischen Ministerium für Tourismus hat die schwierigste Rolle zu spielen, muss er doch zwischen Touristen und Einheimischen vermitteln. Letztere fühlen sich zunehmend von schlecht angezogenen und heftig ausdünstenden Europäern belästigt, erstere wollen gerade in ihrem Urlaub keinerlei Rücksicht auf regionale Traditionen, Sitten und Gepflogenheiten nehmen. Wer zahlt, bestimmt, so die Mentalität der meisten Touristen. Die vorhersehbar hohen Wogen, die ein Richterspruch haben wird, der eine anständige Bekleidung auch für Touristen vorschreibt, versucht al-Sijistani schon im Vorfeld dadurch zu glätten, dass er die gesundheitlichen Risiken, die damit einhergehen, dass man seine Haut ungeschützt der ägyptischen Sonne aussetzt, hervorhebt. Die Kosten, die auf westeuropäische Krankenkassen zukommen, um Hautkrebs und andere Hautleiden, die sich unerfahrene, unbedachte und unbewusste Touristen dadurch einhandeln, dass sie halbnackt unter der ägyptischen Sonne wandeln, seien durch die neuen Regeln anständiger Bekleidung vermeidbar, so al-Sijistani.

Lawrence_AliWie so oft, kommen vom Ägyptischen Vordenker Abdel Rahman Badawi Argumente, die auf die Würde des Menschen abzielen und der existentiellen Philosophie gerecht werden, für die Badawi berühmt geworden ist. Badawi hat es schon immer irritiert, dass Menschen sich anpreisen und selbst zum Mittel des Exhibitionismus greifen, sich selbst objektivieren, um auf sich aufmerksam zu machen. Entsprechend hat er sich eingehend mit der Beziehung zwischen der von ihm gesehenen immer geringer werdenden Bedeutung, die Individuen ihrer eigenen Würde zuweisen und der Tendenz, immer weniger Kleidung auf dem Leib zu tragen, beschäftigt.

Dabei hat er nicht nur Holidayressorts mit Viehmärkten verglichen, sondern auch darauf hingewiesen, dass die bei Westeuropäern so beliebten Shorts in arabischen Ländern zur Kategorie der Unterwäsche zählen, weshalb sich Touristen generell der Lächerlichkeit preisgeben, wenn sie im entsprechenden Aufzug erscheinen. Fasziniert ist Badawi jedoch regelmäßig davon, dass Westeuropäer, die Toleranz und Offenheit für sich in Anspruch nehmen, nie auf die Idee kommen, sich den Sitten und Bräuchen der Gesellschaften gegenüber tolerant und offen zu zeigen, in denen sie als Touristen einfallen. Nicht einmal die Tatsache, dass die lokale Bevölkerung beim Anblick von kaum bekleideten Touristen letzteren keinerlei Würde mehr zuzusprechen im Stande ist, habe einen Effekt auf die vom exhibitionistischen Virus Befallenen. Das Gesetz anständiger Bekleidung sei deshalb ein Segen für die Menschheit. Es gebe Westeuropäern ihre Würde zurück, erhebe sie vom Status des Irren, der sich in Unterhosen in der Öffentlichkeit zeigt, auf die Stufe eines normalen Menschen und führe dazu, dass westeuropäische Touristen, die sich vielleicht fragen, warum sie sich anständig anziehen müssen, ein Gefühl dafür entwickeln, welche Toleranz und Akzeptanz ihnen jahrelang von der einheimischen Bevölkerung entgegen gebracht wurde.

Kulturelle Völkerverständigung per Gesetz!

So würde sich die Welt darstellen, wenn alle mit dem Anspruch auftreten würden, mit dem Europäer in der Regel auftreten. (ScienceFiles: Satiren eigener Art).


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Die nächste Lüge fällt: Weder Hass- noch Rassismuswelle nach dem Brexit

Die deutschen Qualitäts- oder waren es doch eher Lügenmedien in Hochform:

Die Welt: Aggression nach dem BREXIT. Rassismus-Welle in Großbritannien

Handelsblatt: Rassismus-Welle in Großbritannien: Der Hass nach dem BREXIT

Focus: Nach dem BREXIT: Rassismus-Welle überspült Großbritannien

Neues Deutschland: Mit dem BREXIT kommt der Rassismus

Deutsche Welle: Der Hass nach dem BREXIT

Ze.tt Nach dem Referendum nehmen rassistische Vorfälle in Großbritannien zu.

Die Meldung, die in die Köpfe der Leser gehämmert werden soll, ist deutlich: Der BREXIT geht auf eine nationalistische, chauvinistische und rassistische Kampagne zurück, die von entsprechenden Nationalisten und Rassisten losgetreten wurde und jetzt machen Briten Jagd auf Polen, wie die Morgenpost titel. Die Saat der Hetze, so frohlockt die hetzende Zeitung, sie geht in Großbritannien auf, denn der BREXIT, er ist das Ergebnis von Hetze.

Dabei folgen alle Berichte dem selben Muster. Ein Einzelfall wird berichtet und auf Großbritannien übertragen. Die Inderin am Postschalter (es gibt im UK kaum mehr „Postschalter“) sie ist ein beliebtes Opfer deutscher Medien, sie steht stellvertretend für den Hass im Land, in dem Jagd auf Polen gemacht wird, wie die Morgenpost behauptet. Außer ein paar Anekdoten haben alle Berichte jedoch überhaupt nichts zu bieten. Da wird in einem Supermarkt angeblich jemand angeschrien und ein elfjähriger Junge hat Angst. Die Beleg dafür, dass ganz Großbritannien in einem Meer von Hass und Rassismus versinkt, sie sind mehr als dürftig.

Und einmal mehr und wie so oft, wenn die Medien Kampagnen starten, um die Verderbtheit derer, gegen die sich ihre Kampagnen richten, zu zeigen, stellen sich die Kampagnen bei genauerem Hinsehen, als Lügenkampagnen heraus. Spätestens seit das National Police Chefs‘ Council die folgende Pressemeldung veröffentlich hat, ist die Kampagne als Lügenkampagne entlarvt:

The vast majority of people are continuing to go about their lives in safety and security and there have been no major spikes in tensions reported but we are monitoring an increase in reports to our online reporting website.

Die Realität des Vereinigten Königreiches, sie weicht erheblich von dem ab, was deutsche Medien behaupten: Keine Hass- und Rassismuswelle, keine Hetzjagden auf Polen, lediglich eine Zunahme der Meldungen über eine Online-Seite. Ob die Meldungen auch tatsächliche Kriminalität darstellen, das weiß derzeit niemand. Was man weiß ist, dass die Zunahme von Meldungen über Online-Seiten nach nationalen Ereignissen normal ist:

“However, we are seeing an increase in reports of hate crime incidents to True Vision, the police online hate crime reporting site. This is similar to the trends following other major national or international events. In previous instances, crime levels returned to normal relatively quickly but we are monitoring the situation closely.

Und schließlich:

“There has been an of 57% increase in reporting to True Vision since Friday compared to this time last month (85 reports between Thursday 23 –Sunday 26 June compared with 54 reports the corresponding 4 days four weeks ago.) … This should not be read as a national increase in hate crime of 57% but an increase in reporting through one mechanism.”

Es gibt demnach keinerlei Anhaltspunkte, die es erlauben würden, von einer Welle des Hasses oder des Rassismus zu schreiben (und 85 Anzeigen über eine Webseite stellen kaum eine rassistische Welle dar). Entsprechende Berichte in den deutschen Medien basieren auf reiner Erfindung und der Phantasie derer, die sie zu verantworten haben, und entsprechend muss man fragen, welche kranken Gehirne Spaß daran haben können, sich Hass- und Rassismuswellen vorzustellen, die über ein Land „schwappen“, dessen Bürger es gewagt haben, die nationale Freiheit der europäischen Zwangsunion vorzuziehen.


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Datenfälscher? Süddeutsche verbreitet Rassismus

„Wer Ungleichwertigkeit zur eigenen Haltung macht oder gar zur Ideologie erhebt, lehnt die Grundlage der Demokratie ab, dass alle Menschen gleichwertig sind. … Je stärker Menschen eine Ideologie der Ungleichwertigkeit annehmen, desto stärker werten sie eine Reihe von schwachen Gruppen ab. … Rassismus … ist eine … Ideologie der Ungleichwertigkeit“.

Das Zitierte stammt aus einer Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung. Demnach ist, wer eine Ideologie der Ungleichwertigkeit vertritt, ein Feind der Demokratie und ein Rassist. Entsprechend dieser Definition, sind bei der Süddeutschen Zeitung Rassisten und Feinde der Demokratie beschäftigt, wie wir nun zeigen werden.

Alpen prawadaDer folgende Post ist das Ergebnis eines kurzen Mailwechsels mit dem Alten Mann aus dem gleichnamigen Block, in dem uns deutlich geworden ist, in welchem Ausmaß bei der Süddeutschen Zeitung versucht wird, mit falschen Behauptungen Stimmung zu machen (zu welchem Zweck auf immer) und die falschen Behauptungen auch noch mit Daten belegen zu wollen, die diesen Beleg nicht einmal im Entferntesten hergeben. Die Erkenntnis, dass bei der Süddeutschen Zeitung Daten nach Lust und Laune missbraucht werden, um Leser zu täuschen, ist dabei schnell der Einsicht gewichen, dass dort Menschen beschäftigt sind, die man nach der Definition der Amadeu-Antonio-Stiftung als Demokratiefeinde und Rassisten ansehen muss.

Paul Munzinger und Katharina Brunner sind für einen Beitrag verantwortlich, den man wohl nicht nur als den Tiefpunkt der Lauterkeit in der Süddeutschen Zeitung ansehen muss. In ihrem Beitrag sind Munzinger und Brunner bemüht, den BREXIT als Beispiel dafür aufzubauen, wie die ältere Generation der jüngeren Generation die Zukunft in der EU nimmt.

Einmal davon abgesehen, dass Munzinger und Brunner sich perfekt nach allen Definitionen, die man bei der Amadeu-Antonio-Stiftung findet, als Rassisten und Rechtsextremisten zu erkennen geben, da sie eine Ideologie der Ungleichwertigkeit vertreten, ist es schon erschrecken, wie offen in deutschen Zeitungen antidemokratisches Gedankengut wieder verbreitet werden kann. Wahlen, wir erinnern uns kurz, zeichnen sich dadurch aus, dass sie allgemein, gleich und frei sind: Jeder (ab 18 Jahre) hat das Recht an Wahlen teilzunehmen, jede Stimme ist gleich viel wert. Diese Grundsätze der Demokratie werfen Munzinger und Brunner über Bord, wenn es ihnen gerade in den Kram passt und behaupten, dass eine Stimme nicht gleich einer Stimme ist:

“Das Brexit-Referendum hat nun aber ein Ergebnis hervorgebracht, das über die normalen Härten des demokratischen Mehrheitsprinzips hinausgeht. Hätten nur die unter 50-Jährigen abgestimmt, wäre Großbritannien in der EUgeblieben. Unter den 18- bis 24-Jährigen haben sich am Donnerstag 75 Prozent dafür ausgesprochen, in der EU zu bleiben. Drei von vier jungen Briten hätten sich eine Zukunft in der Staatengemeinschaft gewünscht. Ein klares Votum, eine überwältigende Mehrheit.”

Von einer nicht normalen Härte kann man nur fabulieren, wenn man der Ansicht ist, dass die vielen Alten, die anders abgestimmt haben als die Jungen dies mit Stimmen getan haben, die den Stimmen der Jungen nicht gleichwertig sind. Damit outen sich Munzinger und Brunner als Rassisten, die der Ansicht sind, Alte und ihre Stimmen sind nicht so viel wert wie Junge und ihre Stimmen.

Um diesen Unsinn zu belegen, verwenden die Autoren Daten, die sie YouGov zuschreiben. Mehr erfährt man nicht über die entsprechenden Daten. Wo die Daten herkommen? Wann sie erhoben wurden? Wie sie erhoben wurden? Munzinger und Brunner verraten es nicht. Vielmehr erwecken sie in ihrem Beitrag wohl mit Absicht den Eindruck, die Daten seien im Zuge der Abstimmung am 23. Juni 2016 im Vereinigten Königreich gewonnen worden, entsprächen also dem tatsächlichen Geschehen.Dass sie ihre Leser absichtlich darüber im Unklaren lassen, dass es sich bei den präsentierten Daten um die Ergebnisse einer YouGov-Umfrage und eben nicht um Daten des Referendums handelt, wird an ihrem sprachlichen Duktus überdeutlich, in dem klare Aussagen getroffen werden: „Briten jenseits der 50 haben sich mehrheitlich für den Brexit entschieden“. „Hätten nur die unter 50-jährigen abgestimmt, wäre Großbritannien in der EU geblieben“.

Das sind eindeutige Aussagen, die man nur treffen kann, wenn man verlässliche Daten hat. Aber Munzinger und Brunner haben keine verlässlichen Daten. Sie täuschen ihre Leser absichtlich oder fahrlässig darüber, dass ihre Aussagen lediglich auf einer Befragung basieren, noch dazu auf einer Befragung, die nicht einmal annähernd an die Realität heranreicht. Um dies zu sehen, genügt ein Blick auf die folgende Abbildung:

SZ_faelschung

Die SZ steht nicht mehr vor dem intellektuellen Zerfall…

Angeblich haben 10% der 18 bis 24jährigen, 7% der 25 bis 49jährigen, 5% der 50 bis 64jährigen und 2% der über 65jährigen nicht am britischen Referendum teilgenommen (Kategorie „nicht gewählt“).

An ihren Lügen sollt Ihr sie erkennen.

Die Wahlbeteiligung am Referendum über den BREXIT muss, wenn die Daten, die Munzinger und Brunner präsentieren das wären, was sie vorgeben, bei mindestens 92% gelegen haben. Tatsächlich betrug die Wahlbeteiligung 72,2%. Die beiden Redakteure der Süddeutschen Zeitung versuchen also ihre Leser zu täuschen. Sie versuchen ihre Leser darüber zu täuschen, dass die von ihnen präsentierten Daten nicht auf Grundlage des Referendums gewonnen wurden, sondern einer Befragung entstammen, von der wir nur wissen, dass sie die Wahlbeteiligung um rund 20% zu hoch eingeschätzt hat, was einer Fehlerquote von 20% entspricht und somit weit mehr als den 5%, die noch als vertretbar angesehen werden. Wir wissen zudem, aus seriösen Quellen, dass die Wahlbeteiligung bei 18 bis 24jährigen gerade einmal 36% betragen hat, so dass letztlich tatsächlich mehr Alte als Junge für Remain gestimmt haben. Auch der gesellschaftliche Graben zwischen Alten und Jungen, den Munzinger und Brunner konstruieren wollen, vermutlich um Unfrieden in Gesellschaften zu schaffen, die immer älter werden, denn: „Die Älteren haben somit über die Zukunft der Jungen bestimmt – ein Phänomen, das in allen überalterten Gesellschaften zum Problem werden kann“, ist schlicht nicht vorhanden.

Munzinger und Brunner haben offensichtlich ein Interesse daran, nicht nur rassistische Inhalte dergestalt, dass Stimmen nicht mehr gleich viel wert sind, an ihre Leser weiterzugeben, sie haben auch ein Interesse daran, mit falschen Behauptungen, wie der, dass mehr Junge als Alte für Remain gestimmt hätten, Unfrieden oder Hass zwischen Generationen zu schüren. Nach allen Maßstäben, die an so genannte Hate Speech angelegt werden, ist der Beitrag von Munzinger und Brunner ein Fall für Heiko Maas und seine Task Force, die gegen Hate Speech vorgehen will.

Bis Maas tätig wird, muss man wohl eine Warnung am Mantel der Süddeutschen anbringen: Warnung: Die Süddeutsche Zeitung verbreitet rassistische Inhalte. Das Lesen der Süddeutschen Zeitung kann sie um den Verstand bringen.

Nachtrag:

Auch die Behauptung „Hätten nur unter 50jährige abgestimmt, wäre Großbritannien in der EU geblieben“ ist falsch. Von den 45 bis 54jährigen haben nämlich 56% für Leave gestimmt. Die Lügen und Fehler im Beitrag von Munzinger und Brunner zeigen nicht nur, was passiert, wenn statistische Illiteraten mit Daten kämpfen, sie zeigen auch was passiert, wenn Vertreter einer Ideologie des Kollektivismus auf die Menschheit losgelassen werden: Plötzlich sind alle gleich. Eben noch haben 73% der Jungen für Remain gestimmt, jetzt sind es schon die Jungen. Kollektivisten wie Munzinger und Brunner sind nicht in der Lage individuelle Unterschiede in Rechnung zu stellen, was noch ein Beleg dafür ist, dass sie dem Rassismus zugeneigt sind, denn auch Rassisten sehen nur einheitliche Gruppen, Gruppen von Syrern oder Gruppen von Polen, Russen oder Chinesen und keinerlei Unterschiede zwischen den Mitgliedern der entsprechenden Gruppen.


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„Lola für Lulu“: Ahnungslose finanzieren mit Steuergeldern Ahnungslose

In diesen Tagen mehren sich bei uns wieder einmal die Hinweise auf die Amadeu-Antonio-Stiftung, jene Stiftung, die weitgehend am Tropf des Bundesministeriums für FSFJ hängt, also aus Steuergeldern finanziert wird und die Ihrerseits unterschiedliche „Projekte“ finanziert, mit diesen Steuergeldern, die dem Kampf gegen das Böse in der Welt gewidmet sind.

lola_transProjekte wie „Lola für Lulu„. Sie haben richtig gelesen. Und der bescheuerte Name ist nicht unsere Erfindung, sondern eine Kopfgeburt der AA-Stiftung (Wir werden die Amadeu-Antonio-Stiftung ab sofort nur noch AA-Stiftung nennen, da die dort Beschäftigten eine kognitive Welt mit Kleinkindern zu teilen scheinen.)

Bei „Lola für Lulu“ wird der Kampf gegen den Rechtsextremismus geführt, und zwar von zwei Erziehungswissenschaftlerinnen (Heike Radvan, Esther Lehnert) und einer Kulturwissenschaftlerin (Stella Hindemith), also von nicht ausgewiesenen Größen der Rechtsextremismusforschung, die dennoch in Fortbildungsseminaren Erzieher und Lehrer mit dem Phänomen „Rechtsextremismus“ vertraut machen und sie dagegen wappnen wollen.

Davon, was man in den entsprechenden „Fortbildungen“ zu erwarten hat, kann man sich u.a. in einem Flyer mit dem Titel „Rechtsextremismus und Ideologien der Ungleichwertigkeit“ einen Eindruck verschaffen, einen grusligen Eindruck, denn die Kenntnisse zu Rechtsextremismus, einen Forschungsgebiet, das nunmehr seit rund 60 Jahren von Sozialwissenschaftlern, vornehmlich Soziologen und Politikwissenschaftlern, von oben nach unten und von rechts nach links beackert wird, die Kenntnisse zum Gegenstand der Finanzierung von „Lola für Lulu“ bei denen, die diese Finanzierung aufsaugen, um sich ein nettes Auskommen zu verschaffen, sie sind schlicht nicht vorhanden.

Es beginnt damit, dass Neonazismus und Rechtsextremismus und somit zwei vollkommen unterschiedliche Phänomene als Synonym gebraucht und durcheinander geworden werden. Rechtsextremismus und Neonazismus sind irgendwie eines und finden sich auch in der Mitte. Kurz: Rechtsextremisten sind Neonazis der Mitte oder war es:  Neonazis sind die Mitte des Rechtsextremismus? Vielleicht waren es auch mittige Rechtsextremisten, die Neonazis waren. Derlei Unsinn mag in die ideologische Welt der „Lolas für Lulu“ passen, aber nicht in die wissenschaftliche Diskussion, in der seit rund 60 Jahren eine klare Trennlinie zwischen Neonazismus und Rechtsextremismus verläuft.

LolaLulu2.jpgNeonazismus ist ein Phänomen, das vornehmlich in den 1970er und 1980er Jahren beforscht wurde und sich mit z.B. der Wehrsportgruppe Hoffmann befasst hat, während Rechtsextremismus eine ideologische Strömung bezeichnet, die nichts mit Neonazismus gemein hat, umgekehrt können Neonazis durchaus etwas mit Rechtsextremismus gemein haben, weshalb z.B. Armin Pfahl Traughber, einer der langjährigen Forscher im Feld, der NPD schon 1999 eine Scharnierfunktion zwischen Rechtsextremismus und Neonazismus zugewiesen hat (auf Seite 103 seines Aufsatzes). Scharnier kann die NPD nur dann zwischen Rechtsextremismus und Neonazismus sein, wenn beide verschieden sind, damit unterschiedliche Phänomene, einmal eine direkte Provenienz von Teilen der NSDAP-Welt, einmal eine ideologische Richtung, in der bestimmte Inhalte, die es nicht unbedingt in der NSDAP-Welt gegeben hat, bearbeitet werden.

Wer zum Thema Rechtsextremismus arbeitet, dem sollte das geläufig sein. Bei den drei Lolas von Lulu ist das offensichtlich nicht der Fall. Die Sprachverwirrung, die sich mit dem Bau des rechtsextremen Turms zu Babel verbindet, gibt es übrigens nicht erst seit gestern. Seit etlichen Jahrzehnten kämpfen Wissenschaftler damit, dass ideologisierte Tölpel sich ihrer Begriffe bemächtigen und sie bis zur Unkenntlichkeit durcheinander werfen. Uwe Backes, der Großmeister der deutschen Extremismusforschung hat die Ursachen dafür wie folgt zusammengefasst:

„Wo sich politische und wissenschaftliche Motive kreuzen, leidet notgedrungen auch die Begriffsverwendung, deren Klarheit und Einheitlichkeit in wissenschaftlichen Diskussionen wünschenswert ist. Eine babylonische Sprachverwirrung kann jedoch auch eintreten, wenn zahlreiche Begriffsvarianten nebeneinander existieren und mehr oder weniger wahllos gebraucht werden. Auf dem Markt der Rechtsextremismusliteratur beispielsweise behaupten sich hartnäckig Termini wie ‚Rechtsradikalismus‘, ‚Neonazismus‘, ‚Neofaschismus‘, ‚Postfaschismus‘ jeweils mit wechselnden und zum Teil diffusen Inhalten. Willibald I. Hölzer hat den wechselseitigen Abhängigkeiten von Begriffsbildung, methodischen und theoretischen Ansätzen sowie politischen Implikationen nachgespürt. Die ‚leidige Begriffskonfusion‘ sei weniger Resultat unterschiedlicher Konzepte als vielmehr meist unartikulierter politischer Interessen.“ (Backes, 2013[zuerst 1989]: 75-76).

Die Begriffsvermengung, der rechtsextreme Neonazismus-Brei, den die Lolas von Lulu anrühren, sie kann also als Ergebnis der politischen Köche, die bekanntlich jeden Brei verderben, angesehen werden.

LolaLulu1Das die ideologische Einflussnahme gar nicht notwendig gewesen wäre, um den Textausstoß der drei Lolas von Lulu nur dazu geeignet erscheinen zu lassen, um den Reißwolf zu füttern und alles dem geschredderten Vergessen anheim zu stellen, wird deutlich, wenn man folgende Indizien einer mangelnden Beteiligung kognitiver Einflüsse an den Textergüssen der Lolas zusammenstellt.

Die drei Lolas schreiben:

„GMF [Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit] heißt, dass Menschen in Gruppen sortiert werden und dass bestimmte Gruppen abgewertet werden, um die eigene Gruppe aufzuwerten. Das passiert so: Bestimmte negative Merkmale (wie faul, unmoralisch, unehrlich oder unaufgeklärt) werden anderen unterstellt, um dadurch sich selbst davon freizusprechen.“

Sie haben die Definition der Lolas, die von GMF [Genderly Modified Flubdub] noch in Erinnerung?

Das schreiben die drei Lolas von Lulu:

Neonazis, also alle, die von den Lolas in die Gruppe der Neonazis sortiert werden, sind „unangenehm, demokratiefeindlich, gewalttätig … rassistisch, das heißt, sie sind gegen Menschen, die nicht weiß sind. Sie sind antisemitisch; sie haben etwas gegen Juden und Jüdinnen. … Sie greifen Wohnungslose, Menschen mit Behinderungen, Punks oder jene an, die sie als politisch ‚links‘ oder ‚fremd‘ einordnen. … Neonazis provozieren … verhöhnen …“

Mit diesen Aussagen sortieren die drei Lolas „Menschen in Gruppen“, hier die Gruppe der Neonazis. Sie werten diese Gruppe ab, indem sie allen Neonazis „negative Merkmale“(unangenehm, demokratiefeindlich, rassistisch, gewalttätig) unterstellen, „um dadurch sich selbst … freizusprechen“ und „die eigene Gruppe aufzuwerten“.

Nach ihrer eigenen Definition qualifizieren sich die drei Lolas somit als gruppenbezogene Menschenfeinde und Rassisten. Wer hätte das gedacht!

Prof FacepalmDer unbestritten größte Unsinn, den die drei Lolas von sich geben, lautet jedoch: „Neonazis sind rassistisch: Das heißt, sie sind gegen Menschen, die nicht weiß sind“. Rassismus ist, wenn man gegen Menschen ist, die nicht weiß sind, was bedeutet, die armen Afrikaner, so sie denn nicht weiß sind, die Chinesen, die Araber, die Südamerikaner (Ureinwohner), sie können alle nicht rassistisch sein, denn Rassismus ist ausschließlich ein Merkmal der in Punkto Rassismus überlegenen weißen Rasse, was die drei Lolas abermals zu Rassisten macht, oder zu Ahnungslosen, die nicht davor zurückschrecken, ihre Ahnungslosigkeit zu dokumentieren, für jeden, zum Nachlesen.

Derartige diskognitive Schamlosigkeit ist eines, dass derartige Unsinn aus Steuergeldern finanziert wird, vermutlich von ebenso Ahnungslosen, die nicht wissen, was sie sonst mit dem Geld machen sollen, das andere durch ihre Arbeit verdient haben, ist ein anderes und eines, das man langsam beenden muss – oder gibt es in Deutschland zu viel Geld? Angesichts der Zustände in Altenheimen, in denen Menschen in Dreibettzimmer zusammengepfercht werden, hat man nicht den Eindruck.

Also, was wollen Deutsche: Drei Lolas von Lulu, die ihren Unsinn in die Welt emittieren, und zwar in Fortbildungen für Erzieher und Lehrer oder Alte, die ihren Lebensabend in Würde verbringen können, selbst in einem Altenheim?

Wer eine begründete Petition, in der das Ende der Finanzierung der AA-Stiftung aus Steuergeldern gefordert wird, auf die Beine stellt, kann sich unserer Unterstützung gewiss sein.

 

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