Quitaly – ItalExit?

172,7 Milliarden Euro.

Mit 172,7 Milliarden Euro will die EU-Kommission Italien kaufen bzw. neuen europäischen Enthusiasmus für die EU in Italien wecken.

Der Enthusiasmus kann jedoch schnell heruntergerechnet werden.
90,9 Milliarden Euro sind Kredite, die zurückgezahlt werden müssen.
81,8 Milliarden Euro sind Teil des EU-Sofortprogramms zum „Wiederaufbau“ und als solche an Bedingungen geknüpft, mit denen die EU-Kommission Italien auf Linie zwingen will. Eine Übernahme des Green Deal der EU und der entsprechenden Richtlinien des nachhaltigen Wirtschaftens ist ebenso Bestandteil des Bedingungenpakets wie „das Recht auf Lernen“ und eine „Steuerreform“. Mitglied der EU kann nur sein, wer effiziente Mittel einsetzt, um seiner Bevölkerung Steuergelder aus der Tasche zu ziehen.

Der italienische Beitrag, den das Land jährlich an die EU überweist, beträgt pro Jahr 15,2 Milliarden, also rund 60 Milliarden in einer Haushaltsperiode. Daran gemessen schrumpft der einmalige Rettungsbetrag der EU in seiner Bedeutung gerade beträchtlich ein.



Ob das Geld, das aus Brüssel nach Rom fließen soll, ausreicht, um die Stimmung in Italien, die in den letzten Wochen ob der ausbleibenden Hilfe für das vom Coronavirus gebeutelte Land von pro-EU zu anti-EU umgeschlagen ist, zu Gunsten von Brüssel zu entscheiden, das wird sich zeigen.

Bei den britischen Bookies, ist Italien in der Pole Position wenn es um die Frage geht, ob Italien die EU verlässt. Wer 10 Euro darauf wettet, dass Italien die EU verlässt, erhält 40 Euro zurück, wenn er richtig liegt. Dagegen stehen die Odds 33:1 für Deutschland. 10 Euro werden also zu 340 Euro, für den, der den Austritt Deutschlands aus der EU richtig vorhersagt und darauf gewettet hat.

Jeff Taylor hat in einem seiner letzten Videos die Ansicht vertreten, dass Italien nicht nur einer der aussichtsreichsten Kandidaten ist, wenn es darum geht, dem United Kingdom auf dem Weg aus der Europäischen Union zu folgen, sondern dass Teile der italienischen Bevölkerung bereits damit begonnen haben, sich für diesen Weg bereit zu machen. Und wir haben gedacht, naja, vielleicht ist hier der Wunsch Vater des Gedankens:

Indes, Ereignisse des gestrigen Tages in Italien, von denen wir bislang keinen Bericht in deutschen Medien finden konnten, sprechen dafür, dass der Ärger vieler Italiener auf die EU sich nicht nur in Meinungsumfragen Luft macht. Denn gestern fanden in Rom und in Mailand Anti-EU-Demonstrationen statt. Slogans wie „Stop EU“ und „Italexit“ waren dabei zu hören und zu lesen.

Eines der beständigsten Ergebnisse der Sozialpsychologie ist, dass Menschen, die ihr Vertrauen in Organisationen, Institutionen oder andere Menschen verloren haben, lange, sehr lange benötigen, um wieder Vertrauen aufzubauen, zu schöpfen, sofern sie überhaupt wieder Vertrauen aufbauen. Die EU hat in Italien erheblich Vertrauen verspielt. Eine Frage ist, welche Konsequenzen hat das.

Was meinen unsere Leser? Ist Italien der nächste Aussteiger, der der EU den Rücken kehrt oder nicht?

Wird Italien die EU in absehbarer Zukunft verlassen?

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15Comments

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  1. 1
    schwarze_pille

    Wieviele Jahre gibt es die EU schon und sie haben es vor Kurzem nicht einmal geschafft, die Grenzen untereinander offen zu halten. EU-Nukes gibt es bisher auch keine. Nur der Griff in den Geldbeutel funktioniert, wobei der Süden natürlich nichts davon hat wenn er die ideologischen Spinnereien als Auflage bekommt. Eigentlich müsste man die italienischen Privatvermögen in den Nordländern mit den Target 2-Salden und Staatsschulden verrechnen und den Italienern mitteilen, dass sie es sich von ihrem Staat zurückholen sollen. Danach kann man die EU auflösen.

  2. 2
    Es kommt darauf an

    Für die richtige Einschätzung müsste man wissen inwieweit die ital. Politiker mit der EU verbandelt sind- Bevölkerungsmeinung ist immer nur insofern relevant, wie sie auch
    vertreten wird. Das hat ja nicht zuletzt der Brexit deutlich gemacht. Es mag vorurteilsbegründet sein, aber ich rechne nicht damit, dass sich schnell ein Vertreter finden lässt zumal Italien im Gegensatz zu GB nicht als GroßEINzahler bekannt ist und eine Souveränität auf recht wackligen Füßen stehen würde…

  3. 3
    Vorwärts immer

    Ich mache seit langem keinen Urlaub mehr in Ländern die mich über die EU-Mitgliedschaft ausplündern, bloß weil sie die falsche Währung aufgebrummt bekamen und es sich ohne Reformen und ohne den Willen sich selbst mit Steuern zu versorgen, „gut gehen“ lassen.
    Das Durchschnittsvermögen (Median) ist in nahezu allen Ländern der früheren EG deutlich höher als in Deutschland. Folglich reagiere ich entsprechend auch beim Einkauf.
    Den schon immer korrupten Beifang, der nur zur Erweiterung der Märkte – inclusive Waffenverkäufe – diente (also nicht mir), den lasse ich mal weg.
    Das erste klassischen EG/EU-Land das die Kurve kriegt ist dann auch mein Urlaubsland.
    Vorher definitiv nicht!
    GB – letztes Jahr 2 x besucht vorher nur 2 mal vor 20-25 Jahren – bleibt natürlich.
    Versprochen!

  4. 6
    Eques a Digito Medio Extenso

    90,9 Milliarden Euro sind Kredite, die einfach nicht zurückgezahlt werden werden (Zahlungsausfall, Default).
    81,8 Milliarden Euro sind an Bedingungen geknüpft, die nicht erfüllt werden werden, ohne dass das in der EU, in der Gesetze und Verträge nur noch den Charakter unverbindlicher Empfehlungen haben, der Auszahlung im Wege stünde.
    172,2 Milliarden Euro ergeben sich aus Cheops Gesetz, dass alles mindestens so doppelt wird wie geplant.
    Macht zusammen über 340 Milliarden Euro, die die deutschen Steuerschafe im ersten Durchlauf garantieren. Davon kann Italien sich schon die eine oder andere Kugel Gelato Mocca erlauben.

    • 7
      Zahlemann & Söhne

      Genauso ist es.
      Und wenn die Schulden erst so hoch sind, daß ein Konkurs vor allem den Gläubiger fatal treffen würde, dann hat der Schuldner den Gläubiger in der Hand.
      Und das ist bereits der Fall.
      Die Merkel-Altparteien-Truppe kann da gar nicht mehr zurück. und das linksgrüne Fußvolk dürfte selbst das nicht raffen.
      Die Zeit, die Reißleine zu ziehen ist seit ca. 12 Jahren schon vorbei.
      Es geht nur noch mit Konkursverschleppung, denn ansonsten würde die Buchungsschulden Realität werden und in der Bilanz stehen. Heute sind das nur Forderungen, also aus Sicht der Sozialisten „Guthaben“. Das Ende wird zwar kommen, aber erst dann, wenn die indigene Bevölkerung (nach Plan) so aufgemischt ist, daß sie sich nicht mehr zur Wehr setzen kann und angstvoll weitemalochen muß, damit nicht das kommt, was die Altparteien ihnen dann androhen werden und was schon jetzt in einigen Städten, Brennpunkten, No-Go Areas bereits aufflackert.
      Aber ca. 85% wollen das so und die bekommen das dann auch so.
      Und zwar irgendwann auch vor die eigene Haustür.
      Aktuelles Beispiel gefällig?

  5. 8
    Marvin Falz

    Zwei Schwalben, die eine in Rom und die andere in Milan, machen noch keinen Sommer, und momentan sind viele Menschen weltweit mit ihren Regierungen unzufrieden. In Bezug auf die gemeinsame europäische, ideologisch geleitete Politik scheint es jedoch sicher zu sein, dass überall in Europa die Folgen der Politik gleich sind. Sie sind lediglich in ihrem Ausmaß verschieden. Und wenn die Politik wie gewohnt weiter so macht, ohne sich dabei zu scheren, was tatsächliche Experten (z. B. die Ökonomen, die bereits vor der Währungsunion vor den Problemen gewarnt haben, die sich aus der (völlig unnötigen) Aneinanderkopplung der beiden Europas unterschiedlicher Geschwindigkeit über eine gemeinsame Währung zwangsläufig ergeben) sagen, dann lässt sich sicherlich behaupten, dass der Trend der Verschlechterung in allen politisch-ideologisch besetzten Bereichen eher anhält, und irgendwann läuft das Fass dann einfach über. So gesehen, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die beste Union aller Zeiten einfach nur noch kollabiert.

  6. 10
    Dr. Gunther Kümel

    Klar hassen die Italiener die EU, wer haßt die nicht!
    Aber daß das Land freiwillig austritt, glaube ich nicht. Italien bezieht um so viel mehr aus dem Vermögen der Nettozahler, daß sich die I-Politiker den Schritt zweimal überlegen werden.
    Zwar gewinnen die Italiener beim Austritt die 2.000 Milliarden an Target-2-Verpflichtungen gegenüber der BRD, aber die hätten sie sowieso nicht bezahlt.
    Italien wird den Zorn seines Volkes dazu mißbrauchen, noch und noch ein paar Dutzend Milliarden aus den Nettozahlern herauszuholen, und dann führt das Land seine Rolle als das ewige Loch in unserer Geldbörse weiter.
    Und die sog. „Kredite“ zahlen sie natürlich auch nicht zurück, das ist nur Opium für die Völker der Nettozahler.

  7. 11
    georg harald Mehlhorn

    Interessant wird die Wirkung der gestrigen Ankündigung, die Antifa als terroristisch einzuordnen. Damit wird der vormals stärkste Staat der EU zum Unterstützer des Terroroismus und ensprechend von Finanzierungswegen abgeschnitten. Was dabei herauskommt, kann man ua. am Iran studieren. Es wird richtg interessant.

    • 12
      Eques a Digito Medio Extenso

      Die Retourkutsche wird auf dem Fuß folgen: Wenn er das wirklich durchzieht, wird Trump von Deutschland vermutlich umgehend zum Staatsterroristen erklärt und die Position der Antifa „gestärkt“, wegen „bürgerschaftlichem Engagement“ und so – beides seit langem ein geheimer Wunsch unserer Kryptokommunisten. Und der Moskito rammt seinen Rüssel in die Elefantenschwarte und brüllt: „Leiden sollst du, Baby!“
      Zum Glück für Deutschland wird Trump in den letzten 4 Monaten seiner Präsidentschaft (denn unter den gegebenen Umständen sehe ich keine Perspektive, dass er im WH bleibt) anderes zu tun haben, als freche Kinder zu erziehen.

  8. 13
    Tom Jericho

    Target-2 ist ein gewichtiger Grund, warum die Italiener so lange wie möglich in der EU bleiben werden. Vier Länder (Deutschland, Luxemburg, Finnland und die Niederlande) finanzieren fast 95% der Target-2 Verbindlichkeiten – und Italien hat neben Spanien und der EZB (die ihrerseits wieder zu einem erklecklichen Anteil italienische Staatsanleihen kauft) mit Abstand das größte Minus auf dem Konto.

    Die EU wird im übrigen genau so lange „leben“, wie Deutschland zahlt. Ditto der Euro. Also bis zum Tag X. Ich persönlich hoffe, daß ich diesen Tag nicht mehr erleben werde – ab X+1 wird’s sehr ungemütlich werden.

  9. 14
    Christine Sander

    Italien tritt erst dann aus, wenn Salvini die absolute Mehrheit hat ohne Behinderungen und Einschränkungen.
    Und noch etwas, Target 2 ist das Papiernicht wert, auf dem der Saldo steht. Ein Ausgleich ist nicht vorgesehen. Also kann er immer weiter wachsen.

  10. 15
    Reinhard

    Ich habe fast ein halbes Leben auf dem Stiefel (Süden) gelebt und natürlich zahlreiche Regierungen miterlebt. Mein persönlicher Eindruck ist: Italien gibt es zweimal, einmal die Regierung und ihr aufgelähter, korrupter Apparat und dann gibt es das Italien der Italiener des täglichen Lebens. Beide haben im Grunde nur Berührungspunkte wenn es ums Geld geht. Jeder Italiener trachtet danach, so wenig wie nur möglich, den Staat aus seinem Leben rauszuhalten. Unterstützt wird dieses (auch historisches) Bestreben auch noch durch die verschiedenen Ethnien. Was hat z.B.ein Sizilianer mit einem Südtiroler zu tun, oder ein Sarde mit einem Venezianer oder Neapolitaner? Aber allen ist der Spruch geläufig: „Roma ladrona“ (Rom bestiehlt).
    Dann,der Euro wurde auch deshalb (hartherzig) übernommen, da der eiserne Vorhang fiel. Denn bis zum Fall war Italien reich an unzähligen Basen des US-Militärs und wenn Geld knapp war, so löhnte Washington reichlich um die Basen zu sichern (Auch konnte man nach Lust und Laune die Lira anpassen). Man darf da nicht außer Acht lassen, dass damals die kommunistische Partei in Italien sehr mächtig und zahlreich war. Berlinguer war ein sehr charismatischer Exponent der PCI.
    Als sich das militärische Gewicht von Italien aber in Richtung Kleinasien verschob, verebbte der Dollarsegen sichtlich und die EU mit dem Euro schien eine Hoffnung. Nach nun 20 Jahren hat praktisch jeder Bürger kapiert, dass mit Brüssel die Dinge nicht, wie in alten Zeiten weiterging, sondern jetzt muß der Bürger die Rechnung nicht nur mit Rom, sondern auch mit Brüssel machen.
    Diese doppelte „Fremdbestimmung“ stößt sehr sauer auf und ist ein Mitgrund warum es immer lautere Stimmen zum Austritt gibt.

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