(Be)Scheuer(t)? – Strom aus Dieselgeneratoren soll Dieselfahrzeuge ersetzen

Ja – Sie haben richtig gelesen.

Ein Leser hat uns gerade geschickt, was es demnächst im c’t Magazin und derzeit online hinter der Bezahlschranke zu lesen gibt:

Bundesverkehrsminister Scheuer will die Lücke in der Lade-Infrastruktur für E-Autos besteht, dadurch schließen, dass „kraftstoffgetriebene Aggregate“ subventioniert werden, so dass Privathaushalte in Zukunft in der Lage sind, ihr Elektroauto mit dem Strom aus dem Generator zu betreiben, der mit dem Diesel-Kraftstoff aus der Tankstelle betrieben wird. Diese umfangreiche Installation, das nur zur Erinnerung, ist notwendig, weil Dieselfahrzeuge (und Benziner) von der Straße verschwinden und durch Elektro-Autos, die wiederum über ein Diesel-Aggregat aufgeladen werden, ersetzen werden sollen – der Umwelt zuliebe!

Wenn es ein Land gibt, in dem Wahnsinn auf die Spitze getrieben wird, dann ist das Deutschland oder wie unser Leser schreibt: „Beste Grüße aus dem Irrenhaus“.

Die Episode ist ein weiterer Beleg für die Korrektheit der Forschung, die Dr. habil. Heike Diefenbach gerade besprochen hat. Wenn Politiker die Wahl zwischen Ideologie und Vernunft haben, dann wählen sie Ideologie, und je länger sie in der Politik sind, desto unvernünftiger werden sie, denn die Interessen von Lobbyisten und denen, denen sie politische Gefallen verkaufen, sind ihnen näher und für ihr eigenes Einkommen wichtiger als die Interessen von Bürgern, die mehr und mehr zu Stimm- und Zahlvieh degradiert werden. Das ist auch der Grund dafür, dass jede Volksbefragung eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat, zu einem vernünftigeren Ergebnis zu kommen als Polit-Darsteller, die ihre Entscheidungen untereinander auskungeln.

„Vielleicht ist diese Entscheidung von Scheuer auch das Ergebnis einer Nachtsitzung“ – Einwurf von Dr. Diefenbach vom Computer gegenüber!

Es ist natürlich auch möglich, dass es sich um einen Aprilscherz der Redaktion des c’t Magazins handelt. Allein die Tatsache, dass man das nicht definitiv sagen kann, spricht schon Bände. [Damit’s auch jeder sieht!]



Informationen, Anregungen oder Kontakt: Redaktion @ sciencefiles.org


Klartext ist unsere Sprache.
ScienceFiles lebt von Spenden.

Bitte unterstützen Sie uns, damit wir Sie auch weiterhin informieren können.

Vielen Dank!
[wpedon id=66988]

  • Deutsche Bank 
  • Michael Klein
  • BIC: DEUTDEDBCHE
  • IBAN: DE18 8707 0024 0123 5191 00
  • Tescobank plc.
  • ScienceFiles / Michael Klein
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40 TPFG 4064 2010 5882 46


Folgen Sie uns auf TELEGRAM


Bleiben Sie mit uns in Kontakt.
Wenn Sie ScienceFiles abonnieren, erhalten Sie bei jeder Veröffentlichung eine Benachrichtigung in die Mailbox.
[email-subscribers-form id=“1″]




Falls Sie unsere Arbeit unterstützen, und dafür sorgen wollen, dass bei ScienceFiles auch weiterhin das Rad rund läuft, dann kaufen Sie uns doch einen Kaffee:



Oder unterstützen Sie uns auf einem der folgenden Wege Unser herzlicher Dank ist Ihnen sicher! DENN: ScienceFiles lebt von Spenden. Helfen Sie uns, ScienceFiles auf eine solide finanzielle Basis zu stellen, damit Sie uns auch morgen noch lesen können!
Wir haben drei sichere Spendenmöglichkeiten:

Donorbox

Unterstützen Sie ScienceFiles


Unsere eigene ScienceFiles-Spendenfunktion

Zum Spenden einfach klicken

Unser Spendenkonto bei Halifax:

ScienceFiles Spendenkonto: HALIFAX (Bitte angeben: Zahlungsempfänger: Michael Klein, Zahlungszweck: ScienceFiles-Spende / Schenkung):
  • IBAN: GB15 HLFX 1100 3311 0902 67
  • BIC: HLFXGB21B24

Folgen Sie uns auf Telegram.
Anregungen, Hinweise, Kontakt? -> Redaktion @ Sciencefiles.org

38Comments

Add yours
  1. 2
    Lars Schweitzer

    Wow, das nenne ich mal effizient und nachhaltig! Denen fällt ja echt immer wieder etwas Neues ein, was NOCH blöder ist als das zuvor.

    • 3
      Thomas Koch

      Ich bin den Politikdarstellern jetzt mal wohlgesonnen und nehme an, dass es 100% Biodiesel sein wird. Bin gespannt, wo die Pflanzen dazu herkommen werden. Vielleicht werden Rinder und Schweine auf Diät gesetzt. Oder wir kaufen der dritten Welt ein paar Nahrungsmittel ab.

  2. 5
    Rainer Seidel

    Das ist doch bestimmt die April-Ausgabe, oder?

    Ansonsten hat Helge Schneider vor einiger Zeit den Spruch gebracht, dass er jetzt ein E-Mobil habe und das mit dem Dieselgenerator im Garten lade. Wenn man den mit Heizöl betreibt, ist das sogar billiger als Strom aus der Dose.

    • 6
      oprantl

      ….kommt dazu, dass moderne Diesel auch als Luftreiniger arbeiten.
      Jetzt geht es nur noch darum, Heizöl ohne diesen Steuerbalast zu erwerben.
      Mai, Mai, der Dr. Andy !

  3. 7
    toschar

    kleiner Tip _ Das ist das April-Heft!

    Zuzutrauen wär’s dem Scheuer natürlich trotzdem. In der Formel E wird’s ja auch so gemacjht …

      • 10
        Wolf-Dieter C.

        ja, in Bezug auf die ct bin ich mir da absolut sicher. Das schliesst nicht aus, dass diese Idee noch von der Politik umgesetzt wird. Irgendwo gibt es meines Wissens schon eine Tesla Ladestation mit einem Diesel Generator.

        • 11
          Wolle

          Die Idee ist aber der Realität „geklaut“, denn in der Nordsee wurden bei zumindest einem Offshore-Windpark über Jahre die Rotoren mittels eines Diesel am Drehen gehalten, damit sie nicht festrosten, denn es gelang den Verantwortlichen gefühlte Ewigkeiten nicht, den Park mittels Kabel ans Stromnetz anzuschließen.

          • 14
            Ralph Paul

            Zitat am Ende des Artikels:

            „ Der Name des neuen Gesetzes ist derweil noch unklar. Ein kompletter Referentenentwurf drang noch nicht nach außen. Angeblich will sich Scheuer die Nomenklatur von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) aneignen und spricht deshalb derzeit – noch provisorisch – vom „Gutes-­Laden-Gesetz“.

            Offen ist auch, ob die Förderung an bestimmte Hersteller gebunden ist. Eine Ausschreibung zumindest scheint nicht vorgesehen zu sein. Aus Ministerialkreisen erfuhr c’t, dass Scheuer bereits Vorverträge mit einem nicht näher benannten bevorzugten Partner ausarbeiten lässt, die in einer Videoschalte bereits kurz vor Ostern am 1. April digital ratifiziert werden sollen. Ein durchaus riskantes Unter­fangen, wo doch das Gesetz frühestens im Mai in den Bundestag eingebracht werden kann.“

        • 15
          Klaus

          Auch ein großes Rockfestival erinnere ich, das reklamemäßig voll auf „Bio“ machte (bei dem immens hohen Stromverbrauch für Licht und Ton) …und hinter der Bühne standen die Diesel-Generatoren, die ein Bühnenarbeiter einem berichtenden Kamerateam ganz offen zeigte. Das war vor ein paar Jahren, als ich noch fernsah und ARD/ZDF noch richtig berichteten.

    • 16
      Wanderer

      Wie sicher kann man sein, dass es sich um eine echte Leserzuschrift handelt und nicht um einen Trojaner der CT selbst, um zu testen, wie die Reaktionen sind? Gibt es keinen Aufschrei, macht man weiter und gibt es einen, dann war es Satire – oder ein Aprilscherz. Sowas ist in linken Redaktionen üblich.

    • 19
      Andreas aus E.

      Wenn Sie dann noch ein Windrad auf das Autodach schrauben, das vom Fahrtwind bewegt weitere Energie erzeugt, haben Sie am Ende der Fahrt sogar mehr Strom im Speicherkabel als vor Fahrtantritt, das haben Kobolde alles berechnet.

  4. 21
    Ralf Pöhling

    Ich bin ja nicht der erste in der Kommentarsektion, der das jetzt hier schreibt, aber das klingt in der Tat nach einem Aprilscherz. Aber bei Scheuer weiß man ja nie. Stichwort: „Maut-Desaster“. 😉
    Wobei dieser Aprilscherz dann sogar einen realen Sinn ergeben würde, wenn man den im Artikel genannten Dieselgenerator durch einen nuklearen SMR ersetzen würde.

  5. 22
    Petersen

    Klasse Idee ;-))
    Wegen des zu erwartenden Blackout ab 2022 habe ich mir einen Dieselgenerator gekauft und in den Heizungskeller gestellt, nebenan 4.000 Liter Heizöl.

    Wenn der Staat mir eine Ladesäule finanziert, mache ich für die E-Autos der Nachbarn und Vorüberkommenden eine Tankstelle auf.

    (Selbst bleibe ich beim Dieselauto.)

    • 23
      Helmut Kogelberger

      Verdunkelungsvorhänge nicht vergessen. Wenn nach 5 Tagen Blackout Ihre Mitmenschen zu marodieren anfangen, sollte Ihr Haus nicht das einzige im Landkreis sein, in dem, von außen sichtbar, Licht brennt. Es könnte Begehrlichkeiten wecken.

  6. 24
    Albert Pflüger

    Aber was ist daran denn so neu? Schon bisher wurde ja der Strom für die Batterieautos aus fossilen Energieträgern gewonnen, weil die sog. Erneuerbaren ja schon den Strombedarf nicht decken können, der ohne E-Mobilität gegeben ist. Ich habe es schon so oft geschrieben: Die Trennung des Ortes des Abgasausstoßes vom Ort, wo die Vortriebsenergie erzeugt wird, ist nichts als ein Taschenspielertrick. Dadurch wird lediglich die Zuordnung unmöglich. Jetzt auf Generatoren statt auf Kraftwerke zu setzen, ist ein weiterer Schritt Richtung Dritte Welt. Da macht man das so.

    Wollte man den Energiegehalt der fossilen Importe elektrisch bereitstellen, bräuchte man mindestens 17 Kernkraftwerke durchschnittlicher Leistung. Na dann mal los, liebe Klimahüpfer, Standortsuche ist angesagt, am besten eins in jedes Bundesland, vielleicht auch ein paar mehr, dann haben wir wieder günstigen Strom und können die dämlichen Windmühlen abschaffen. Bin mal gespannt, wann diese Erkenntnis bei den Regierungsdeppen ankommt. Die Ladeinfrastruktur hätten wir dann zwar immer noch nicht, die Autos nicht, aber immerhin eine sichere Energieversorgung ohne Blackoutgefahr.

  7. 25
    cource

    die grünen haben sich mit der zusätzlichen erzeugung von energie zum wachstumsmotor/unternehmer qualifiziert, dabei spielt es im kapitalismus überhaupt keine rolle ob etwas sinnvoll ist oder nicht sondern lediglich ob es wachstum/jobs/steuereinnahmen usw. generiert

  8. 26
    Chefmutante

    Wobei: Mit dem Diesel kann man dann auch den Generator betreiben, der den Strom für mein fürstlich gefördertes Blockheizkraftwerk erzeugt. Genial. So muss ich auch die 3.000L Öltanks nicht entsorgen. Alles wird gut!

  9. 27
    Marvin Falz

    Wundern würde es mich nicht, wenn das kein Aprilscherz ist.

    Unsere begnadete Umweltministerin Schulze ist ja auch auf den Solar Roads-Schwindel reingefallen. Die hätte nur mal bei einem Elektroingenieur anrufen, und sich die Solar Road-Projekte im Ausland anschauen brauchen. Die hätte einfach nur „Solar Road“ in die Suchmaschine tippen brauchen, und dann nachlesen können, wie effizient die Fahrbahnen sogar unter dem Druck von Fahrrädern verschleißen. Und wie schnell.

    Und dann gab es doch mal die Idee, Strom beim Laufen von Schuhen und Kleidung erzeugen zu lassen, damit das Smartphone immer geladen ist. War wohl auch ein Satz mit x.

    Oder innovative Technologien wie die Speicherung von Schwerkraftenergie in Türmen. (Gravity Energy Storage von Energy Vault.) Zuerst werden Steine rund um eine Achse von mehreren Kränen aufgetürmt. Dann werden die Steine wieder heruntergelassen. Der komplettierte Turm ist die Batterie, das Herablassen der Steine setzt die in der Batterie gespeicherte Energie wieder frei. Das soll wohl wie eine Art Perpetuum Mobile funktionieren, indem die Energie, die verbraucht wird, um die Batterie aufzuladen, von der Energie, die aus der Batterie wieder freigesetzt wird, bereitgestellt wird. So Teile könnte man sich ja zusammen mit Windrädern und Ladesäule in den eigenen Garten stellen, dann hat man für immer Strom.

    Der größte noch nicht als solcher erkannte Aprilscherz jedoch muß die Ergebenheit sein, mit der Elon Musk als Innovator gefeiert wird. Das kann einfach nicht real sein. Ich glaube so langsam, dass die Menschheit ein Aprilscherz Gottes ist, Er hat es nur noch nicht über einen seiner Propheten mitteilen lassen.

  10. 29
    Markus

    Woran soll man bitte noch Aprilscherze und Satire erkennen können? Ist nicht absolut alles was gestern absurd erschien heute schon (schmerzhaft) gelebte Realität?

    Zudem gibt es das im Prinzip wirklich, das Solarkraftwerk Ivanpah ist meiner Erinnerung nach reich mit fossilen Stromerzeugern bestückt usw.

  11. 34
    Katalysator

    Ich tippe zwar auch auf Aprilscherz. Aber vom Ministerium für (u.a.) digitale Infrastruktur ist ja bekannt, dass es zu deren Förderung an deutschen Hochschulen sieben Professxx-Stellen für Fahrradverkehr finanziert. Ich sehe dann schon, wie die Datenpakete statt über GHz-Funkwellen oder Glasfaserkabel umweltfreundlich von Lastenfahrrädern transportiert werden. Als erwünschte Nebenwirkung werden gesundheitsfördernde Planstellen für Freiluftkuriere entstehen. Win-win!

    • 35
      Peter Meyer

      In zeitlich kurzem Abstand zur „Kobold“-Erzählung von Baerbock ist doch in München ein Hauptstromkabel gebrochen und der Strom konnte stundenlang nicht abgestellt werden… Da lief ein Dauerwitz durch WhatsApp, die Annalena sollte sich doch mit einem Eimer vor das Stromkabel stellen, um den fließenden(!) Strom aufzufangen, dann hätte sie einem Eimer voller Strom als Notvorrat, den sie dann bei Bedarf wieder in die Leitung kippen könnte. Ich schätze mittlerweile, so 98-99% der Grünen denken bei „Stromfluß“ tatsächlich an gefüllte Tanks oder so was, anders kann man sich deren Schwachsinnsgelaber nicht mehr vorstellen…

  12. 36
    Jürgen B

    Klingt doof, ist aber tatsächlich sinnvoll. Ein Dieselaggregat läuft im optimalen Wirkungsgrad von 40 – 45%.
    Der Strom hat bis zur Batterie einen Verlust von 3 – 5 %.
    Ein Diesel-PKW hat im optimalen Drehzahlbereich auch seine 40 – 45 % Wirkungsgrad, nur fährt man sehr selten in diesem optimalen Drehzahlbereich. So errdicht der Diesel-PKW ca. 16 % Wirkungsgrad.

    Als Ergebnis steht fest, dass man mit der Kombination Dieselaggregat – Elektroauto wirtschaftlicher fährt.

    Nutzt man die Abwärme des Dieselaggregates zum heizen von Wasser oder Wohnung, dann steigert sich der Wirkungsgrad nochmals.

    Diese Anwendung nennt man Blockheizkraftwerk und ist seit Jahrzehnten im Einsatz und keine neue Erfindung von Hr. Scheuer.

  13. 38
    Rettet den 1. April! – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

    […] Nich ganz geklärt ist hingegen noch, ob es sich bei einer Meldung des Computermaganzins CT zur „Scheuer-Box“ um einen Aprilscherz handelt: "E-Mobilität: Generatoren sollen Lücken in der Ladeinfrastruktur schließen." Angeblich sollen “kraftstoffgetriebene Aggregate” subventioniert werden, so dass Privathaushalte in Zukunft in der Lage sind, ihr Elektroauto mit dem Strom aus dem Generator zu betreiben, der seinen Saft letztendlich aus der guten alten Tanke bezieht. […]

Antworte auf den Kommentar von Lars SchweitzerAntwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.