Bundeszentrale für Poltische Bildung im Bullshit-Talk: Say My Name

Aus unser beliebten Reihe, prätentiöses Geschwätz auf seine (wenigen) Bedeutungsinhalte reduziert, eine Reihe, die Karl Raimund Popper mit seiner “De-Konstruktion” von Habermas-Salbader begründet hat, die dessen weitschweifig nominal-konstruktiv beherrschten Salbader auf das Wenige, das er aussagt, reduziert hat – sofern eine Aussage auffindbar ist – bringen wir heute die zweite Folge: SayMyName – Bullshit Talk mit der Bundeszentrale für politische Bildung. Links steht wie immer der Müll, der dieses Mal bei der Bundeszentrale sprachliche Form angenommen hat und ein bedeutungschwangeres Leben zu führen vorgibt. Rechts unsere Übersetzung bzw. unsere De-Konstruktion, denn zuweilen ist der Bullshit voller Prämissen, die man nicht einfach so schlucken kann.

 

BpB-Bullshit Talk: Say My Name Unsere Übersetzung / De-Konstruktion
Eine Projektvorstellung Nicht eine, sondern die Projektvorstellung, denn es geht um ein konkretes “Projekt”, nicht um irgend eines.
Das Webvideoprojekt will ermutigen, ermächtigen und empowern. Im Projekt werden Videos erstellt, die eine Wirkung erzielen sollen. Wo auch immer. Es will Mut machen, für was auch immer, ermächtigen, wie damals im Dritten Reich und “empowern”, was damit gemeint ist, merkt jeder, der von sich sagt, er sei durch “SayMyName” empowered und dies zum Anlass nimmt, dem verantwortlichen Angestellten der BpB voller Empowerment in den Hintern zu treten.
Say My Name greift dabei eine grundlegende Frage politischer Bildung auf: Wie bzw. in was für einer Gesellschaft wollen wir zusammenleben? Die grundlegende Frage, die aufgegriffen wird, hat nichts mit politischer Bildung zu tun, aber sie klingt gut – oder? – jedenfalls für kollektivistisch-sozialistische Ohren, die gerne anderen vorgeben, wie sie in welcher Gesellschaft zu leben haben. Für alle anderen, sagen wir für normale Menschen, ist die Frage des Zusammenlebens keine “politische”, sondern eine individuelle, eine, die mit Anstand, Moral, Ethik verbunden ist, nicht mit dem Versuch, andere zu etwas Bestimmtem zu erziehen, zu indoktrinieren.
Dafür werden verschiedene Lebensentwürfe vorgestellt, Diskriminierungserfahrungen und positive Geschichten über starke junge Menschen erzählt, die sich gegen Diskriminierung oder Radikalisierung aussprechen und wehren. Irgendwie haben Diskriminierungserfahrungen junger Menschen etwas mit der Gesellschaft zu tun, in der “wir” zusammenleben wollen. Und diese jungen Menschen sind gegen Diskriminierung und Radikalisierung. Warum auch nicht.
“Say my Name” ist ein Webvideoformat im Bereich der Extremismusprävention und richtet sich an junge Frauen zwischen 14 und 25 Jahren. Bei Say my Name werden Videos gedreht, die sich nur an Mädchen und Frauen richten, die nicht älter als 25 Jahre sind. Jungen und junge Männer sowie ältere Frauen werden also diskriminiert, weil sich die Videomacher so radikalisiert haben, dass sie denken, Extremismusprävention sei etwas, das man auf Mädchen und Frauen reduzieren könne.
“Say My Name” ist ein partizipatives Projekt aus der pluralen Gesellschaft heraus. Bei Say My Name machen mehrere mit.
Mit dem Fokus auf (Selbst)Ermächtigung und das selbst-ermächtigte Sprechen werden Themen und Fragen behandelt, die die Zielgruppe in ihrem alltäglichen Nutzungsverhalten im Social Web beschäftigt. Die Zielgruppe besteht aus entmündigten Volltrotteln, die den Mund nicht aufmachen und denen man vorgeben muss, was sie beschäftigt. [Wer war noch einmal die Zielgruppe?]
Das Projekt arbeitet mit jungen, diversen YouTuber/-innen bzw. Creator/-innen zusammen, die sich gegen alle Formen von Extremismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Hassrede einsetzen. Das Projekt arbeitet mit diversen YouTubern zusammen, die von sich denken, was sie zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu sagen haben, wäre relevant und die versuchen, auf diesem dritten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Das Projekt wird distribuiert über die projektbeteiligten Creator/-innen mit ihren Communities. Die YouTuber müssen ihre Videos selbst zusammenschnipseln und verbreiten, sie sind dazu von der BpB ermächtigt und empowered [so geht das, wenn man Trottel ausnutzen und hohe Kosten vermeiden will].
Die Webvideos werden auf den Kanälen der Creator/-innen (YouTube und Instagram) veröffentlicht und über die gemeinsamen “Say My Name”-Kanäle auf YouTube und Instagram miteinander vernetzt – wodurch letztlich auch die je unterschiedlichen Communities miteinander verbunden und neue Berührungspunkte und Allianzen zwischen den Communities entstehen sowie neue Narrative sichtbar werden. Puh. Also: Die selbst zusammengeschnipselten Videos werden auf YouTube und Instagram verteilt, mit denselben Schlagworten versehen und verlinkt.
In zwei bis drei Webvideos pro Creator/-in sollen ihre Lebenswelten sichtbar werden. Jeder YouTuber soll in maximal drei Videos von sich erzählen. [Hey, das ist interessant, ey. Sind Sie schon ermächtigt oder empowered?]
Dabei entstehen vielfältige, selbstbestimmte und komplexe Porträts. Da mehrere YouTuber mitmachen, ist das, was sie von sich erzählen, unterschiedlich.
Es geht um Diskriminierungserfahrungen, Zugehörigkeit und Ausgrenzung, Glaubensfragen, Privilegien und Solidarität. Es geht um normale Erfahrungen im täglichen Leben.
In politisch brisanten Zeiten macht “Say My Name” vor allem darauf aufmerksam, dass die Gesellschaft in der wir leben divers, offen und demokratisch ist, aber auch entsprechend unterschiedlich erlebt wird. In unserer Gesellschaft gibt es viele verschiedene Menschen, die unterschiedliche Erfahrungen machen.
Vor diesem Hintergrund setzt es sich für gesellschaftlich wichtige Werte wie Vielfalt, Respekt, Emanzipation, Recht und Gleichheit ein. Im Projekt sollen die verschiedenen Erfahrungen homogenisiert und Wertorientierungen, die nicht passen, diskriminiert werden. Extrem…
Der narrative Ansatz des Projektes zielt nicht nur darauf ab, persönlich erlebte Begebenheiten und Geschichten zu erzählen, sondern hieraus “Gesprächsanlässe” zu entwickeln. Die YouTuber erzählen etwas, in der Hoffnung, dass es jemanden interessiert.
“Say My Name” möchte die Abonnentinnen und Abonnenten, Follower und Communities interaktiv dazu ermutigen, multiplizierend zu wirken – hinein in ihre Bekannten- und Freundeskreise, Familien, Schulen und Alltagssituationen. Say My Name will die, die die Videos ansehen, dazu instrumentalisieren, die Besucherzahlen und Likes durch Mundpropaganda zu erhöhen.
Damit gehören zu den Zielen des Formates einerseits über positive Identifikationsfiguren die Rezipient/-innen im Umgang mit alltäglichen Problemen und zu stärken, und andererseits (weiblichen) Personen Argumente zu liefern, sich in radikalisierten Diskursen in ihrem Umfeld zu positionieren. Die YouTuber sollen zu Rollenmodellen für die Behinderten der Zielgruppe werden [Wer war noch einmal die Zielgruppe?], die von sich aus zu blöd sind, eine eigene Meinung zu entwickeln und Stellung zu beziehen.
Die Auseinandersetzung endet so nicht mit den Videos und Stories, sondern wird mit der Community fortgesetzt. Es ist möglich, die Videos zu kommentieren.
Die User/-innen können sich untereinander und mit den Creator/-innen über ihre Erfahrungen und Meinungen austauschen und auch anonym ihre Sorgen, Erfahrungen und Fragen einbringen. Es ist möglich, die Videos zu kommentieren.
Das aktive Community-Management des Projekts liefert zusätzlich Fakten, Argumente und Anlaufstellen gegen Extremismus. Die Kommentare werden kontrolliert, und es gibt Trolle, die mitkommentieren, damit die Kommentare nicht in die falsche Richtung gehen.
Die erste Staffel der Webvideo-Reihe war mit einem Empowerment-Ansatz an die wichtige, aber oft vernachlässigte Zielgruppe junger, identitätssuchender Frauen gerichtet. Die ersten von der BpB bezahlten Videos machen jungen Frauen, die nicht wissen, wer sie sind, weiß, dass die Videoersteller wüssten, wer sie sind (in doppelter Bedeutung).
Die zweite Staffel öffnet sich an dieser Stelle: zum einen, weil Männer auch Transporteure von Inhalten für die weibliche Zielgruppe sind und zum anderen, weil im Kontext von Rassismus, Rechtsradikalismus, Islamismus, Antifeminismus, Homophobie, Populismus und Antisemitismus männlich gelesene und sozialisierte Personen als potentielle oder bereits aktive “Allies” fungieren. Männer sagen etwas, was Frauen interessiert und wenn es um die genannten “ismen” geht, dann sind Frauen ohne Männer als Verbündete hilflos.
Neben den schon existierenden faktenorientierten Videos, fokussiert sich “Say My Name” in der zweiten Staffel weiter auf biografische Narration. Im zweiten Teil wird ein weiterer Schwank aus dem Leben des jeweiligen YouTubers erzählt.
Statt extremistische Inhalte und Argumente in den Mittelpunkt zu stellen und diese durch Information und Argumente zu countern, zeichnet das Format ab der zweiten Staffel ein positives Narrativ einer vielfältigen und offenen Gesellschaft, für die es sich einzusetzen lohnt. Dieses Mal sollen die YouTuber sich nicht als Opfer inszenieren und lamentieren, sondern erzählen, wie toll die Gesellschaft ist, die sie sich für andere vorstellen.
Die Auseinandersetzung mit Formen und Wirkweisen von Extremismus geschieht durch die Erfahrungen der Creator/-innen und User/-innen: Die YouTuber lamentieren doch.
Wie haben sie Diskriminierung erfahren und wie stellen sie sich dagegen? Was haben sie erlebt und haben sie dabei gelernt?
Wie leben sie ihre Religion? Ja, wie nur?
Inwiefern sind sie mit extremen Haltungen in Berührung gekommen und wie haben sie sich dazu positioniert? Was haben sie erlebt [die YouTuber], und haben sie dabei gelernt?
Welche Werte sind für sie wichtig? Worauf kommt es an im gesellschaftlichen Zusammenleben? Welche Art von Gesellschaft wollen sie anderen aufzwingen?
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Ein gesellschaftlicher Niedergang, die Degeneration gesellschaftlicher Funktionen ist nicht auf einzelne Bereiche beschränkt, sondern ein umfassender Prozess, in dessen Verlauf Institutionen von Grund auf zerstört werden, im Wesentlichen dadurch, dass Inkompetente, von Ideologie getriebene Personen auf Positionen gelangen, von denen aus sie die Institutionen, denen die Positionen zugeordnet sind, diskreditieren und zerstören. An die Stelle der Serviceleistung, zu deren Zweck gesellschaftliche Institutionen eigentlich gegründet sind, tritt der Versuch, eine eigene Agenda durchzusetzen und Konsumenten aufzuzwingen. Nicht mehr Effizienz ist Maßstab, an dem die Leistungen der Institution gemessen werden, sondern die Übereinstimmung dessen, was getan wird, mit vermeintlichen Werten, die – obschon sie nur Werte einer bestimmten Interessengruppe sind – als gesellschaftliche Werte ausgegeben werden.

Bullshit wie der, den wir gerade übersetzt haben, ist Ausdruck einer solchen Degeneration. Die Zielgruppe ist weitgehend imaginiert. Das Angebot ist ideologischer Schrott, der keinerlei Nutzen für diejenigen hat, die sich ihm aussetzen. Das Angebot dient lediglich dazu, ein Feld, das von wem auch immer in der BpB für wichtig gehalten wird, als bearbeitet abzuhaken. Es dient nicht dazu, etwas zu bewirken oder gar zu verändern, wie könnte es, wenn die Projektbeschreibung einen solchen sprachlichen Unfug umfasst, wie wir ihn gerade dargestellt haben? Wer nicht einmal benennen kann, was er eigentlich macht, der kann kaum für sich in Anspruch nehmen, etwas Sinnvolles zu tun, etwas, das anderen einen Mehrwert bringt.

Es handelt sich vielmehr um eine Form der institutionalisierten Onanie.

Sie bezahlen das übrigens mit Ihren Steuern.


Bislang in der Reihe: Prätentiöses Geschwätz de-konstruiert erschienen:

Schwätzperten des Bundesamts für Verfassungsschutz und ihre vergebliche Suche nach Verstand


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