Nancy Faeser: Das verkannte Genie aus dem Bundesinnenministerium

In der ARD gibt es eine „Analyse“ zu Faeser.

Eine „Analyse“, wir haben ernsthafte Zweifel, dass Autor Bianca Schwarz auch nur ansatzweise eine Vorstellung davon hat, was „eine Analyse“ ist, nichts destotrotz behauptet sie in der ARD-tagesschau eine ebensolche angestellt zu haben, und zwar zur Frage, nein, Forschungsfragen formulieren Leute, die wissen, was eine Analyse ist – Schwarz weiß das nicht, deshalb steht bei ihr das Wunschergebnis am Anfang:

Warum Faeser als Innenministerin nicht wackelt

Faeser ist ein Kandidat der Superlative.
Das schlechteste Ergebnis für die Hessen-SPD – und das will etwas heißen, hat sie eingefahren.

15,1%, das hat nicht einmal Torsten Schäfer-Gümbel geschafft, obschon er sich alle Mühe gegeben hat. Weniger als 20% wollten es bei Gümbel-Schäfer nicht werden.

Nicht nur hat Faeser das schlechteste Ergebnis eingefahren, das die Hessen-SPD nach dem Krieg je eingefahren hat, sie ist wohl auch durch und durch unbeliebt.

Die Hessen-SPD ist bei 15,1% geendet. Faeser erscheint nicht einmal den Genossen sympathischer, glaubwürdiger und sachverständiger als Boris Rhein, der CDU-Ministerpräsident von Hessen. Und diese Einschätzung ist keine einmalige Einschätzung, sondern eine systematische:

Das ist ein so bemerkenswert schlechtes Abschneiden für Nancy Faeser, dass man fast schon die Fähigkeit, aller Ablehnung und Unbeliebtheit zu trotzen, positiv bewerten muss, … fast. Tatsächlich ist Faeser nicht einmal unter den eigenen Anhängern unumstritten: 33% der SPD-Anhänger sind der Ansicht, ohne Faeser wäre das Wahlergebnis ein besseres.

Man kann auf Basis dieser Ergebnisse feststellen, dass die Landtagswahl in Hessen auch eine anti-Faeser Wahl war. Und vor diesem Hintergrund ist es schon interessant, wie Bianca Schwarz in ihrer „Analyse“, die sich „Gedanken“ darüber macht, „was im Kopf des Kanzlers wohl so vorgeht“, sofern etwas vorgeht, mit Bezug auf Faeser, versteht sich, zu dem vorgegebenen Ergebnis, dass Faeser als Innenminister nicht wackelt, im Kopf des Kanzlers, kommt.

Machen wir es kurz:
Faeser ist für Schwarz ein verkanntes Genie.
Sie wissen schon:

Der Mathecrack, dem es nicht gelingt, sein umfassendes Wissen in den Klassenarbeiten anzubringen, weshalb er immer, obschon er Mathe super gut kann, mit der Note 5 nach Hause geht.

Der Macher, der so viele gute Ideen hat, dass er gar nicht weiß, wo er anfangen soll, weshalb er nirgends anfängt.

Der überzeugende Kandidat, der so überzeugend ist, dass alle überzeugt sind, dass es besser ist, ihn nicht zu wählen.

Das Genie, das alle Probleme dieser Welt lösen könnte, weil alle Lösungen dazu im Kopf vorhanden sind, das aber regelmäßig daran scheitert, die Problemlösungen so zu artikulieren, dass Umstehende sie verstehen, weshalb die Problemlösungen weiterhin Kopfgeburten bleiben.

Kurz: Der Versager, der eigentlich ein Winner ist, nur leider versagt er aus bestimmten Gründen immer.

Das alles ist Faeser

Das Genie Faeser, so meint Schwarz, ist nicht Genie genug, seine Erfolge auch zu kommunizieren: Faeser sei nicht in der Lage, ihre „Erfolge“ richtig „zu verkaufen“.

Eine Kostprobe aus der Schwarzen „Analyse“:

„Auf der imaginären Kontra-Liste des Bundeskanzlers müsste also stehen: katastrophale Kommunikation – nicht nur, weil sie ihre Erfolge nicht verkaufen kann. Auch ihr Umgang mit aktuellen Themen wirkt manchmal nicht zu Ende gedacht. Anscheinend kann sie das Empörungspotenzial in der Bevölkerung und der Opposition oft nicht richtig einschätzen.“

Faeser hin oder her, wenn mir jemand, der keinerlei Qualifikationen hat, eine derart vollmundige „Analyse“ über meine Fähigkeiten in bestimmten Bereichen, ohne jeden Beleg, präsentieren würde, die Handgreiflichkeit wäre schwer zu vermeiden.

Gut, dass Faeser keine ÖRR-Sklaven schlägt?

Immer wieder schön, wenn ein ÖRR-Knilch von „der Bevölkerung“, und dem „Empörungspotenzial der Bevölkerung“ schwadroniert, sich offenkundig dabei auf der Gegenseite zuordnend, bei denen, die der Ansicht sind, sie wüssten alles besser als diejenigen, die ein „Empörungspotenzial“ haben.

Indes, wir sind der Ansicht, wer sich nicht empören kann, kein „Empörungspotenzial“ hat, der ist tot, ein Zombie, das sein Dasein in öffentlich-rechtlichen Anstalten fristet, und deshalb empören wir uns über eine dreiste Lüge in der „Analyse“ von Schwarz:

Faeser sei es gelungen, das lang ersehnte Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) auszuhandeln. Daran seien viele vor ihr gescheitert. Und Papa Olaf habe ihr dabei den Rücken gestärkt.

Wie schreibt der Cicero zu diesem Thema:

„In letzter Minute hat Kanzler Olaf Scholz Innenministerin Nancy Faeser angewiesen, heute in Brüssel nicht länger den EU-Asylkompromiss zu blockieren.

Faeser hat den „Ayslkompromiss“ nicht „ausgehandelt, wie ihr öffentlich-rechtlicher Groupie behauptet. Faeser hat den Kompromiss wochenlang verhindert. Möglicherweise ist das Kommunikationsproblem, das Schwarz bei der tollen Faeser ortet, der es nicht gelinge, ihre Erfolge zu „kommunizieren“ eher ein Aufrichtigkeitsproblem, egal, ob bei Schwarz oder Faeser.

Manche hässlichen Entlein kann man rupfen, wie man will, es werden keine Schwäne draus.
Landsleute von Faeser haben das schon vor Jahrzehnten eingesehen:


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17Comments

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  1. 1
    Frank

    ich konnte nicht in einem Zug weiterlesen, weil ich Tränen in den Augen hatte vor Lachen…. genial – wieder mal voll ins Schwarze getroffen. Danke für diese tolle „echte“ Analyse!

  2. 3
    Daniel

    Also jetzt mal im Ernst…. 95% der Frauen in der Politik sind der Quote dort und nicht wegen der Kompetenz. Bestenfalls geben sie noch SchönWetter- Politikerinnen ab wenn es keine Krisen gibt. Aber die ganzen VDL, Esken, Feaser, Lang, Schwesig, Merkel, Bearbocks’s usw. kann man politisch echt im Skat drücken. Kein Instinkt, Null und wirklich absolut Null Kompetenz, Null Rückgrat und nur Machtbesoffen….
    Und kleben an ihren Posten wie Heide S. oder Klimakleber….

    • 4
      asisi1

      Bestes Beispiel sind die heutigen Lehrkräfte.
      Früher waren es 80% Männer und heute sind es zu 80% Frauen! Und wie sieht es aus mit dem Wissenstand der Kinder? Miserabel, wir haben keine Chance mehr gegen die Asiaten und die anderen! Hier lernen sie nur noch sich in allen fremden Körperöffnungen zu befingern und sich zum Idioten umwandeln zu lassen.

  3. 5
    baueranton

    Wenn der Spruch stimmt, das Genie nahe bei Wahnsinn liegt, dann ist Faeser wirklich ein Genie. Ein Genie im Lügen, betrügen und ihrem strrrammmennn Blick nach Räschtzz…..
    Deshalb hat ja dir rote Nancy auch die rote Karte bekommen und sieht das als Ansporn weiter zu machen.
    Ist schon unglaublich…

  4. 10
    Tobi

    Scholz kann Faeser nicht entlassen. Die weiß schlicht zu viel über seine und andere Schweinereien. Also bleibt sie Minister oder bekommt einen besser dotierten Posten in Brüssel oder es gibt eine ‚Sonderlösung‘. Wenn Faeser aus verletzter Eitelkeit plaudern würde, und das würde sie definitiv, dann rollen noch ganz andere Köpfe. Tja, wer sich mit dem Teufel einlässt, wacht immer in der Hölle auf. Popcorn ist angesagt.

    • 11
      baueranton

      Ja das ist eben so wenn man aus einer Arbeiterpartei eine mafiöse Organisation macht und die Regierung mit fragwürdigen Mitteln an sich reißt.
      Wenn es Hart auf Hart kommt ist sich jeder selbst der Nächste.
      Was ein feiges, verkommenes Pack

  5. 13
    Heiner

    “Auch ihr Umgang mit aktuellen Themen wirkt manchmal nicht zu Ende gedacht.”
    Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur, Du denkst.

  6. 15
    user0815

    Ja, ja, die Nancy und ihre Armbinde… Soweit ich weiß, hatte der letzte deutsche Minister, der eine Armbinde bei einer großen Sportveranstaltung trug, ein Hakenkreuz auf dieser Binde…Super Tradition, diese SPD-Nancy

  7. 17
    Ich glaube auch an den Osterhasen

    Ich habe die Schwarz’sche Lobhudelei über Fancy Naeser gerade gelesen und mich köstlich amüsiert. Am Ende zündet Schwarz ein echtes Feuerwerk der guten Laune, wenn sie z.B. schreibt:
    Vielleicht ist er (Scholz) sogar heimlich erleichtert, dass er Faeser nicht nach Wiesbaden ziehen lassen muss. Denn gute Innenpolitikerinnen sind in der SPD schwer zu finden.
    Genau, denn die Suche nach einem guten, aufrichtigen und ehrlichen Politiker in Reihen der SPD gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. So hat Scholz dann auch mit Faeser keine gute Innenpolitikerin gefunden, wie er überhaupt ein kein gutes Händchen hat, bei seiner Personalauswahl, ob es wohl auch an ihm selbst liegt oder daran, dass sich in Parteien offensichtlich nicht die besten, sondern diejenigen mit dem größten Geltungsdrang an der Spitze versammeln?

    Nach dem paritätischen Prinzip hätte für Faeser eine Frau nachrücken müssen, die nahtlos ihre Aufgaben hätte übernehmen können – und so eine drängt sich nicht gerade auf. Der Kanzler hat also viele gute Gründe, an Faeser festzuhalten. Historisch schlechtestes Wahlergebnis hin oder her.

    Auf die Idee, dass das paritätische Prinzip sich damit komplett disqualifiziert hat, kommt Frau Schwarz selbstredend nicht. Weil man für die Katastrophenministerin Faeser keinen ebenso katastrophalen Ersatz finden könnte, sondern nur noch unfähigere Damen, nimmt man lieber keinen Austausch vor. Vernunft sieht anders aus.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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