Sind Sie nicht auch gespannt, mit welchen Methoden die ÖRR-Wichte heute wieder versuchen, Klimawandel, von Menschen gemacht, zu inszenieren, um durch steten Tropfen Schädelknochen aushöhlen zu können?
Heute gibt es eine besonders schöne Geschichte:
Der Klimawandel, so die Behauptung in der Überrschrift, verteuere die Versicherung. Bereits in der Unterüberschrift verwandelt sich der Klimawandel, ein wahrer Wandel-Tausendsassa, in Naturkatastrophen, später als Erdbeben und Überschwemmungen, beides erst seit der Erfindung des Klimawandels (von Menschenhand) bekannt, zuvor vollkommen unbekannt, konkretisiert. Gut, dass es die ARD gibt, wissen wir doch nun, dass der Ausbruch des Vesus im Jahre 79 nach Christus, dem schon damals von den Römern getriebenen Klimawandel, der vermutlich durch forciertes Abholzen von Wäldern um vollkommen überflüssige Fussbodenheizungen mit dem Holz zu betreiben, verursacht wurde.
Indes, was viele nicht wissen, ist, woher die obige Aufnahme stammt, das malerisch dürre Feld, auf dem nur wenige Pflanzen dem Ansturm der Trockenheit Paroli geboten haben, das Bild, das als Beleg dafür dient, dass der von Menschen gemachte Klimawandel, der mehr Erdbeben und Überschwemmungen zur Folge hat, Trockenheit nach sich zieht.
Lüften wir das Geheimnis:
Das Bild stammt von Alamy bzw. der dpa-Picture Alliance. Es ist käuflich, das Bild, seit es im Juli 2021 aufgenommen wurde, genau am 29. Juli 2021 hat es die ARD-tagesschau schon zu zahlreichen Gelegenheiten eingesetzt, um der eigenen Behauptung, es gebe einen von Menschen gemachten Klimawandel, der in Hammelburg zu Trockenheit, in Italien zu Überschwemmungen, in der Türkei zu Erdbeben und in München zu einer Erhöhung der Versicherungsbeiträge durch die Münchner-Rück führe, Nachdruck zu verleihen.
Übrigens: Dass sich eine Versicherung eine Lügengeschichte zu eigen macht, wohlwissend, dass niemand es wagen wird, auf ihrer Grundlage ausgesprochene PREISERHÖHUNGEN in Frage zu stellen, ist nicht verwunderlich. Wer würde diese Art des moral hazard nicht anwenden, wenn er ungestraft damit durchkommt?
Ah, moralische Menschen, das war gestern, heute hat sich das Klima gewandelt.
Hammelburg, ein pituresques Städtchen in Franken, mit rund 11.000 Einwohnern und einer Geschichte von Stalag13, das auf den US-General George Patton eine besondere Anziehung ausgeübt hat, ist nicht weit von dem Ort entfernt, an dem die Aufnahme oben getätigt wurde. Und Hammelburg, in Franken, Weinbauregion an den Ausläufern der Rhön, hat auch eine Geschichte, wie es sich für eine ordentliche Stadt gehört, die noch vor der Erfindung des von Menschen verursachten Klimawandels einsetzt und somit in der Lage ist, die Schönheit des Lebens zu zeigen, bevor Menschen mit CO2, das manche für ein Umweltgift halten, dasselbe verpestet haben.
Eine dieser idyllischen Geschichten erreicht uns aus dem Jahre 1893 und dem „Hammelburger Journal“. Dort berichtet ein Schreiber, dessen Namen leider nicht überliefert ist, von einem besonders kalten Jahresbeginn, der zu aller Erleichterung in einen warmen April und Mai mündet, indes, nicht ohne den Argwohn der bäuerlich Schlauen zu erwecken, jener, deren Leben auf eigene Regeln gebaut ist:
„Noch Anfang April freuten sich die Winzer und Bauern über die trockenen Tage; sie verhinderten Schaden durch den gefürchteten Nachtfrost. Die Beobachtung, „daß dieses Wetter dem Wachstum an Fütterung und Saaten bisher Stillstand brachte“, ist noch nicht Ausdruck einer Sorge, sondern Feststellung einer Gegebenheit, die, wie man hoffte, vom ersten Frühjahrsregen weggewischt würde.
Das war am 15. April.
Fünf Tage später kamen den Landwirten die ersten Bedenken. Noch möchte der Journalist das Gerücht nicht mittragen, „die anhaltende trockene und rauhe Witterung mindere die Aussichten zur neuen Ernte“.
Eine Woche später ist die Gefährdung der Landwirtschaft nicht länger zu leugnen. „Für die ganze Vegetation ist baldiger ausgiebiger Regen nothwendig“. Die Frühjahrssaat geht nur sehr langsam auf. In der Rhön fängt der Roggen an, „in Folge der trockenen Witterung ein sehr spitzes Aussehen zu bekommen. Sehr zu leiden haben die Kleefelder.“
Am 25. April beschlossen in Hammelburg die „vereinigten Wiesen-Wässerungs-Genossenschafts-Ausschüsse, die Wässerung der Saalewiesen wegen anhaltender Dürre einzusetzen.“
Auszug aus der Topographia Hassiae von Matthäus Merian; 1655
Unauffällig und noch kaum spürbar reagierte der Getreidemarkt auf die bittere Prognose, daß immer noch keine Aussicht besteht auf den für die Saaten dringend notwendigen Regen: „Die Preise für Brodfrüchte und Hafer gingen etwas in die Höhe“. Auf den Schweinemarkt hat die Trockenheit noch keinen Einfluß: „Auch die Landleute der Umgebung kauften viel, weil es noch viele Kartoffeln zum Füttern gibt“. Ein Zwang zum Verkauf bestand deshalb nicht.
In München wird die Gefahr, zu diesem Zeitpunkt durchaus zurecht, heruntergespielt: „Über die Saaten hört man zwar klagen, die meisten Berichte lauten jedoch dahin, daß, wenn es jetzt noch regnet, der Schaden nicht groß sein dürfte.“ Als wollte der Himmel diese Zuversicht belohnen, fällt um München bei Südwind warmer Regen. Gleichzeitig vermeldet der Chronist: „an vielen Orten im Vorspessart den langersehnten Regen in ausgiebigster Weise.“
Nicht so in unserer engeren Heimat und in der Oberpfalz: „Hier lechzt alles nach Regen; der Staub ist geradezu unerträglich“. Der Wassermangel läßt den Feuerwehren kaum noch Chancen, der aufgrund der allgemeinen Trockenheit häufigeren Brände Herr zu werden. Im April meldet das Journal innerhalb von 14 Tagen im Bezirk Hammelburg fünf Brände, davon drei Waldbrände. Die Hoffnung auf Besserung beginnt der Angst Platz zu machen. Man erinnert sich der Prophezeiung „des berühmten deutschen Astronomen Klinkerfues „(1827 – 84), daß wir mit dem Jahr 1893 in eine heiße und trockene Periode von 18 Jahren treten.“ Die Erinnerung an ähnliche Trockenjahre wird wach, wie das von 1822. Damals war vom Februar bis zum 13. Juli kein Niederschlag gefallen: „Es verdorrten alle Gräschen. Das Stroh war gelbweiß, wie gebleicht.“ In Gegenden, in denen spät gesät worden war, ernteten die Bauern nichts; die Saat war nicht aufgegangen. Man erkannte die Parallele zur Gegenwart: „Allerdings keine glänzenden Aussichten für die Landwirtschaft.“
Der Mai brachte keine Wetteränderung. Nur an den Rändern Unterfrankens sorgten hin und wieder Gewitter für kurze Erleichterung. Dem Maingebiet und der Rhön fehlten selbst sie. „Gras und Klee schwinden immer mehr, die Wiesen sehen wie abgesengt aus. Das einzig Schöne in den Fluren sind die Weinberge, welche sich ausnehmend kräftig und rasch entwickeln.“ Für die Bauern hier war das ein schwacher Trost. Vom Weinbau allein konnten sie nicht leben. Viehmast war einträglicher.
Dass die Natur unansehnlich geworden war beklagten auch die Kurgäste von Bad Kissingen: „ . . . da, wo sonst im Walde das Auge auf grünen saftigen Auen ruhte, da hat es nur dürre gelbe Flächen zu sehen . .
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„Die Wiesen sind wie versengt; wie kann da der Bauernstand sein Vieh durchbringen? Er schneidet das Getreide ab und füttert damit. Und im Herbste hat er nichts. Es wäre ja so zu Grunde gegangen, also verfüttert. In dieser schweren Noth bleibt nichts anderes übrig, als Laub zu füttern und wimmeln deßhalb unsere Gemeindewaldungen von Laub zupfenden Kindern und Erwachsenen, die in Säcken das wirklich gute und auch nahrhafte Futter emsig nach Hause schleppen“
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Anfang Juni war für einzelne Landwirte das Elend buchstäblich nicht länger tragbar: „In Wiesenthal bei Lengfeld hat sich am 1. Juni ein Landwirth, weil er sein Vieh nicht mehr zu ernähren vermochte, aus Verzweiflung erhängt“. Vierzehn Tage später meldet das Journal, daß sich in der Gegend von Ebern in kurzer Zeit drei Bauern aufgehängt haben, „da sie durch die herrschende Futternoth den Untergang ihres ganzen Hausstandes befürchteten und geistesgestört wurden“
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Am 25. Juni wurden in Würzburg ca. 100 Waggons Futtermittel und Mais bestellt. Aus Tirol und Holstein wurde Heu bezogen. Allein aus Ebern wurde vom landwirtschaftlichen Bezirksverein 2000 Zentner Futterkleie, 1000 Ztr. Mais, 1000 Ztr. Futterstroh und 1000 Ztr. Torfstreu zu sofortiger Lieferung bestellt. Anfang Juli waren selbst aus Amerika „zahlreiche mit Heu beladene Dampfer“ nach Deutschland unterwegs.
Der Verkauf von Heu und Stroh nahm solche Ausmaße an, daß „in Nieder- und Oberbayern gar wegen des ungeheuren Heu- und Strohversandts Sorge für das Frühjahr herrscht“.
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Unterfranken, vor allem die Gegend von Gerolzhofen, war traditionell Schauplatz der jährlichen Herbstmanöver der Kavallerie. Den Quartiergebern, die kaum für sich und ihr Vieh etwas zum Beißen besaßen, wollte man die übliche Verpflegung der einquartierten Männer und Pferde nicht für die ganze Dauer der Übung zumuten und sah deshalb, in einer Entscheidung vom 19. Juni, Verpflegung aus den militärischen Magazinen vor, zumindest vom zweiten Tag an. Zehn Tage später wurden die Manöver ganz abgesagt, was auch von Wilhelm II., dem deutschen Kaiser, uneingeschränkt gutgeheißen wurde.“
Die gesamte Geschichte finden Sie hier, im Hammelburger Album!
Das Jahr 1893 war in Hammelburg ein sehr trockenes Jahr, viel trockener als das Jahr 2021, fast so trocken, wie das Hungerjahr 1817, mit erheblichen Konsequenzen für Mensch und Tier. Aber: Im Jahr 1893 gab es noch keinen Schreiber und keine Gang der Klimawandel-Profiteure, die um normale Naturereignisse eine Geschichte zur eigenen Bereicherung weben konnten. Wer damals mit dem tatsächlichen Leid anderer reich werden wollte, der musst Stroh und Heu importieren, billig aufkaufen, transportieren, lagern bis die Not am größten war und mit sattem Gewinn verkaufen. Wer 2021ff mit dem vorausgesagten, phantasierten Leid von anderen Kasse machen will, der muss deren Phantasie mit einer Lügengeschichte ankurbeln, einer Lügengeschichte, die ein paar Anker in der Realität hat, gerade genug, um ständig neues Material aus assoziativ hergestellter Brücke zu Katastrophen und Wetterereignissen nachladen und zum eigenen Profit einsetzen zu können.
Eigentlich ist das dem Jahr 1893, geschweige denn dem Jahr 1817 gegenüber unfair. Beide Jahre haben sich Mühe gegeben, mit erheblicher Trockenheit, Mensch und Tier nach Kräften zu schaden. Sie haben tatsächliche Schäden mit Wetterereignissen angerichtet. Aber es gab keinen Photographen der dpa, der dafür gesorgt hat, beide Jahre und die Trockenheit, die sie in Hammelburg hinterlassen haben, bekannt zu machen. Den gab es 2021, anlässlich einer Trockenheit, deren Schäden nicht einmal entfernt mit den Schäden der beiden genannten Jahre mithalten können… Aber so ist das heute: Phantasierte Schäden und gemutmaßte Zusammenhänge machen eine hervorragende Erzählung mit der einige Wenige stinkreich auf Kosten der großen Mehrheit werden.
Auch ein Schaden, aber eher ein durch rent seeking bedingter, kein wetterbedingter…

