Abnormal: Sind Tagesschau Redakteure bösartig oder dumm oder beides?

Ein Beispiel für gruppenbezogenen Menschenhass konnte man gestern bei der Tagesschau bewundern: “Die Frau kocht, der Mann futtert” [Apodiktische Formulierungen wie diese weisen bereits auf eine autoritäre, also gestörte Persönlichkeit hin, die dem Zwang unterlieg, Gruppen zu homogenisieren], so die Überschrift eines Textes, der alle Hinweise darauf trägt, dass der, der für den Text verantwortlich ist, entweder bösartig oder dumm oder beides, in jedem Fall aber nicht geeignet ist, um auf Leser losgelassen zu werden.

Die Überschrift will der ungenannte Schreiberling aus einer Online-Publikation von Eurostat entnommen haben, so wie die folgenden weiteren Erkenntnisse, die er gewonnen haben will:

“Die Frauen machen die Hausarbeit, die Männer essen dafür umso lieber – und trinken auch gern mal einen über den Durst: Eine neue Statistik der EU zeigt die Unterschiede im Leben von Frauen und Männern in Europa auf.
Tägliche Hausarbeit: 79 Prozent der Frauen
Große Gehaltsunterschiede”

Männer, wie sie hier erscheinen, sind Säufer, Frauen, die Heimchen am Herd, die 79 Prozent der Hausarbeit machen und ansonsten unter großen Gehaltsunterschieden leiden.

Es wird Zeit, die Redakteure bei der ARD auf ihre geistige Gesundheit hin zu untersuchen, für den Fall, dass noch mehr Redakteure derart auffällige Zeichen einer vorhandenen Psychose, die schnell zu einer Psychopathologie werden kann, zeigen.

Sicher, die Arbeit eines Journalisten besteht darin, aus vorhandenem Material eine Auswahl zu treffen. Man kann nicht alles veröffentlichen, was an Informationen vorhanden ist. Und genau deswegen ist es für Wissenschaftler so einfach, den Bias von Medien aufzuzeigen (oder wäre es, wenn sich die institutionalisierten Wissenschaftler darum kümmern würden), und genau deshalb kann man für den vorliegenden Fall sagen, dass der verantwortliche Redakteur ein psychopathologischer Blindgänger ist, der keinerlei Interesse daran hat, seine Leser zu informieren.

Dazu muss man nur nachsehen, was Eurostat da veröffentlicht hat und aus welchen vorhandenen Informationen der wahrscheinliche ARD-Psychopath seinen Text zusammengebaut hat.

Die Online-Publikation von Eurostat trägt den Namen „Das Leben von Frauen und Männern in Europa“, ein sehr prätentiöser Name, denn natürlich kann man mit statistischen Daten, die auf einem Aggregatniveau zusammengefasst sind, keinerlei Aussagen über das Leben von Frauen und Männern in Europa machen. Man kann die Randbedingungen dieses Lebens für manche, vielleicht auch viele beschreiben, aber nicht das Leben selbst.

Sei’s drum.

Die Online-Publikation zeichnet sich dadurch aus, dass sie in einer wenig herausfordernden, fast schon infantilen Art und Weise ein paar statistische Informationen bereitstellt, die drei ausgewählte Phasen des menschlichen Lebens abbilden. Für die drei Phasen gibt es je drei Themenbereiche, und zu jedem Themenbereich gibt es etwas Information, so aufbereitet, dass man kaum Zeit investieren muss, um das Wenige an Information, das vorhanden ist, aufzunehmen.

Nun wissen auch die Euro-Statistiker, dass dann, wenn man will, dass öffentlich-rechtliche Journalisten über etwas berichten, man diese Journalisten nicht mit viel Text überfordern darf. Deshalb gibt es fettgedruckte Zwischenüberschriften, die Journalisten nur noch kopieren und in ihren Text einfügen müssen (quasi wiederkäuen müssen). Und aus der Auswahl, die Journalisten aus diesen fettgesetzten Zwischenüberschriften treffen, kann man ein sehr gutes Bild, über ihren geistigen Zustand, ihre ideologische Ausrichtung und eventuell den Grad ihrer psychischen Störung gewinnen. Und auf Grundlage der Auswahl, die der Redakteur der ARD getroffen hat, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass er ein psychopathologischer Misandriker ist.

Zur Auswahl standen die folgenden Zwischenüberschriften:

  • In allen Mitgliedsstaaten verlassen Frauen das Elternhaus früher als Männer, …
    heiraten früher …
    und leben länger als Männer.
  • Männer haben eine höhere Sterberate bei Krebs, Herz- und Kreislaufbeschwerden;
  • Männer und Frauen sind gleichermaßen mit ihrem Leben zufrieden;
  • Frauen sind häufiger hochqualifiziert als Männer.
  • Je mehr Kinder, desto größer ist der Unterscheid in der Beschäftigungsquote von Frauen und Männern;
  • Fast ein Drittel der erwerbstätigen Frauen arbeitet Teilzeit;
  • Ein Drittel der Führungskräfte sind Frauen;
  • Frauen verdienen im Durchschnitt 16% weniger als Männer

Dieser Zwischenüberschrift folgt eine lange Erklärung dafür, warum diese 16% weniger Verdienst keine Diskriminierung darstellen, eine Erklärung, die man nur überlesen kann, wenn man bösartig oder dumm oder beides ist:

„Als unbereinigter Indikator bietet der geschlechtsspezifische Verdienstabstand ein Gesamtbild der Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern bei den Stundenverdiensten. Ein Teil der Verdienstunterschiede lässt sich durch bestimmte Strukturmerkmale erwerbstätiger Männer und Frauen erklären sowie durch geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Branchen- und Berufswahl. So gibt es mehr Männer als Frauen in bestimmten Branchen/Berufen mit durchschnittlich höheren Verdiensten als in anderen Branchen/Berufen. Der Verdienstabstand ist daher mit einer Reihe kultureller, rechtlicher, sozialer und wirtschaftlicher Faktoren verknüpft, die weit über den Einzelaspekt „gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit“ hinausgehen.“

  • Mehr Männer als Frauen in der EU trinken Alkohol und rauchen …
    und sie treiben regelmäßiger Sport …
    sind aber dennoch häufiger übergewichtig.
  • Frauen lesen mehr als Männer …
    nutzen im Internet häufiger soziale Netzwerke;
    Männer lesen häufiger Online-Nachrichten als Frauen;
    Frauen kaufen häufiger online Kleidung …
    Männer häufiger Elektronikartikel.

Bei der ARD ist aus all diesen Zwischenüberschriften die Aussage geworden, dass Männer häufig einen „über den Durst trinken“, während Frauen mit der Hausarbeit beschäftigt sind: [O-Ton:] “Das Kochen übernehmen in Europa nach wie vor überwiegend Frauen, aber den dickeren Bauch futtern und trinken sich eher Männer an”. Außerdem ist dem Redakteur noch bemerkenswert, dass Frauen weniger verdienen als Männer.

Diese Auswahl lässt nach unserer Ansicht auf einen bedenklichen geistigen Zustand bei dem, der sie getroffen hat, schließen. Und einmal ehrlich, gibt es jemanden unter den Lesern, der diesen Redakteur noch als normal bezeichnen würde?

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Gebühren-Erpressung heißt jetzt Beitragsservice – 21 Millionen Serviceverweigerer

Wenn eine öffentliche Institution auf massenhaften Widerstand stößt, wenn also genau die Situation vorliegt, die Linke so sehnlich herbeisehnen, um eine Revolution zu führen und die dennoch nie vorlag, wenn Linke eine Revolution, also den systematischen Mord ihrer politischen Gegner angefangen haben, dann kann man nicht anders als die Delegitimation dieser öffentlichen Institution festzustellen.

Wenn die öffentliche Institution dafür verantwortlich ist, Leistungen bereitzustellen, wie dies z.B. bei öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Fall ist, dann ist diese Delegitimation gleichbedeutend mit einem Rückgang der Nachfrage nach den angebotenen Produkten und Leistungen.

In einer Marktwirtschaft ist eine derartige Delegitimation kein Problem. Sie führt entweder dazu, dass der Anbieter der Leistung sein Angebot überarbeitet und versucht, es an den Wünschen und Präferenzen der Kunden auszurichten, oder er verschwindet vom Markt, meldet entweder Insolvenz an oder versucht sich mit anderen Leistungen auf einem anderen Markt zu etablieren.

In einer Planwirtschaft ist das anders. Hier wird die Nachfrage durch staatliche Vorgaben geregelt. Hier werden Konsumenten gezwungen, Leistungen in genau der Art, wie sie vorgegeben werden, in Anspruch zu nehmen, ob sie wollen oder nicht. Entsprechend bezahlen Deutsche für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, ob sie ihn nun nutzen oder nicht. Dieser Zwang, der mit Sozialismus, aber nicht mit Kapitalismus vereinbar ist, macht immer mehr Deutsche rebellisch: Die Zahl derer, die sich so dauerhaft weigern, ihre GEZ-Gebühren zu entrichten, dass die öffentlichen Rundfunkanstalten zunächst Gerichtsvollzieher und dann Richter auf die unwilligen Zwangszahler hetzen, sie ist im Jahr 2016 auf 1,46 Millionen gestiegen, 1,46 Millionen „erstellte Vollstreckungsversuche“ hat der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandfunk an die zuständigen Vollstreckungsorgane geschickt. Das zeigt der Jahresbericht 2016 des Beitragsservices. Geschickt hat der Beitragsservice auch Mahnbescheide und Zahlungserinnerungen: 21,1 Millionen waren es im Jahre 2016, etwas weniger als 2015, in dem 24 Millionen Mahnbescheide und Erinnerungen verschickt wurden.

Wie Norbert Häring in seinem sehr lesenswerten Blogpost über das „Vollstreckungsmonster“ öffentlich-rechtlicher Rundfunk ausrechnet, hat 2016 fast die Hälfte der GEZ-Gebührenzahler ein Erinnerungs- oder Mahnschreiben erhalten. Ein weiteres Indiz dafür, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Legitimation bei vielen, sehr vielen Gebührenzahlern verloren hat. Wie gesagt, in einer Marktwirtschaft wäre dies ein Grund dafür, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk entweder an den Bedürfnissen der Konsumenten auszurichten oder ihn abzuschaffen. In einer Planwirtschaft wird, wie in allen Diktaturen, durchgesetzt, dass die Konsumenten gefälligst für das zahlen, was sie nicht wollen.

Denn: Diejenigen, die sich der öffentlich-rechtlichen Medien als Generator von Einkommen oder als Vehikel zur Verbreitung dessen, was sie Information nennen, bedienen, sie haben ein Interesse daran, dieses Vehikel zu erhalten. koste es, was es wolle.

Und die Kosten sind erheblich. Deshalb werden sie versteckt. Der Beitragsservice schreibt in seinem Jahresbericht, dass für die Erinnerungs- und Mahnschreiben und für die Vollstreckung der Gebührenbescheide 2016 nur 169 Millionen Euro notwendig waren, lediglich 2,1% der Beitragseinnahmen.

Wie Norbert Häring darstellt, sind diese geschönten Zahlen darauf zurückzuführen, dass die Kosten der Vollstreckung nur zu einem geringen Teil beim Beitragsservice anfallen und in dessen Statistik landen. Der größere Teil der Kosten fällt bei Rundfunkanstalten direkt und bei Kommunen an. Rundfunkanstalten verheimlichen die Kosten, die ihnen durch Vollstreckungsmaßnahmen entstehen. Kommunen beklagen die Kosten, die ihnen durch die Sonderleistungen für Rundfunkanstalten entstehen. Dazu Norbert Häring:

„Kommt es dann zur Zwangsvollstreckung, dann wälzen die Rundfunkanstalten den größten Teil der Kosten auf die Gemeinden ab, die die Zwangsvollstreckung ausführen müssen. Sie zahlen dafür nur ein paar Dutzend Euro, viel weniger als es die Gemeinden kostet. Deswegen mussten die Rundfunkanstalten schon eine Rationierungsvereinbarung mit den rebellischen Gemeinden treffen. Ob diese heute noch gilt ist unklar. Die zigtausend Gerichtsverfahren um den Rundfunkbeitrag wollen auch bezahlt werden, sowohl was die Gerichtskosten angeht, als auch die Anwaltskosten beider Seiten. Die Meldeämter haben beträchtliche Kosten durch die vorgeschriebene Meldung aller An- und Abmeldungen an die Kölner.“

Häring schätzt die Kosten, die durch die Eintreibemaßnahmen der Rundfunkanstalten letztlich den Steuerzahlern entstehen, auf rund 300 Millionen Euro, wobei seine Rechnung sehr konservativ ist und nur dann zutrifft, wenn die Höhe der Außenstände, die vor Gericht erstritten werden sollen, 500 Euro nicht überschreitet, nur in diesem Fall bleiben Anwalts- und Gerichtskosten unter den 200 Euro Kosten, die Häring für seine Berechnung zur Grundlage gemacht hat.

Das Versorgungssystem öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten sieht also wie folgt aus: Alle Deutschen, die ein Zimmer, eine Wohnung oder ein Haus bewohnen, werden gezwungen, die Rundfunkgebühr zu entrichten. Wer sich weigert erhält Erinnerungs- und Mahnschreiben und schließlich Besuch von einem Gerichtsvollzieher (Dessen Kosten, die von Häring nicht berücksichtigt werden, dürften sich pro Besuch auf rund 300 Euro belaufen). Die Kosten für die Eintreibung der GEZ-Gebühren werden zu einem geringen Teil vom Beitragsservice getragen, zu einem größeren Teil von den Rundfunkanstalten und zu einem weiteren Teil von den Kommunen. Letztlich bezahlen somit Steuerzahler nicht nur ihre GEZ-Gebühren, sondern auch die GEZ-Maschinerie, die betrieben wird, um säumige Zwangsbeitragszahler zu kriminalisieren und in Etappen durch die Vollstreckungsgerichtsbarkeit ziviler Gerichte zu treiben.

Ob die dabei entstehenden Kosten in irgendeinem Verhältnis zum Gewinn stehen, kann niemand sagen, weil die tatsächlichen Kosten verheimlicht werden. Man kann aber sagen, dass ein Zwangssystem, das auf massenhaften Widerstand stößt und weiterhin versucht, seinen Zwang aufrecht zu erhalten, delegitimiert ist. Zudem wird das deutsche Rechtssystem, das von Rundfunkanstalten benutzt wird, um säumige Beitragszahler zu sanktionieren, mit in den Delegitimationsstrudel gezogen, denn zum einen fressen die Verfahren Ressourcen, die  nicht für sinnvolle Tätigkeiten zur Verfügung stehen, zum anderen wird ein Rechtssystem, das vor den Karren einer delegitimierten Institution gespannt wird oder sich davor spannen lässt, auf Dauer selbst delegitimiert werden. Bei gut 21 Millionen Erinnerungs- und Mahnschreiben ist dies ein Faktor, den man nicht unterschätzen sollte.

Letztlich wäre es an der Zeit, zum einen, das Zwangssystem der GEZ, das nie zeitgemäß war, abzuschaffen und durch ein Angebot zu ersetzen, das auf Nachfrage aufgebaut ist. Zum anderen wäre es an der Zeit, die tatsächlichen Kosten der Jagd auf säumige Gebührenzahler zu ermitteln und dem Nutzen, der Rundfunkanstalten durch ihre Jagd entsteht, gegenüberzustellen. Wir halten jede Wette: Die Kosten sind höher als der Nutzen.

Dazu sind jedoch Informationen notwendig, die es bislang nicht gibt. Überlassen wir daher Norbert Häring das Schlusswort:

„Wie viel das Eintreiben des Rundfunkbeitrags, abseits seines riesigen Beitrags zur Förderung der Staatsverdrossenheit, tatsächlich kostet, könnte man vielleicht herausfinden, wenn Parlamentarier in den großen Ländern die jeweilige Regierung danach fragen würden.“

Die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) hatte einen so schlechten Ruf, dass man sie umbenannt hat. Sie heißt jetzt Beitragsservice, so als wäre es ein Service, Zwangsbeiträge einzuziehen. Das Einziehen wird übrigens als Maßnahme der Gerechtigkeit verkauft (Seite 20). So funktioniert Sozialismus: Man führt eine Gebühr ein. Erhebt sie zum Zwang und erklärt die Verfolgung derer, die die Zwangsgebühr nicht zahlen wollen, zu einer Frage der “Beitrags-Gerechtigkeit”. George Orwell hätte daran vermutlich keine Freude. Die Befürchter einer Dystopie freuen sich nie, wenn sie von der Realität im Schlimmsten, das sie sich vorstellen konnten, noch überholt werden.

Dazu: Rundfunkgebühren: GEZ zerstört Legitimität des Rechtssystems

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Studie belegt großes Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien

Vor einiger Zeit haben wir von einer Junk-Studie berichtet, mit der Kim Otto von der Universität Würzburg versucht hat, Medien im Allgemeinen und die (öffentlich-rechtlichen) Medien im Besonderen als das darzustellen, was sie nach Ansicht derer, die von Lügenpresse reden, eben nicht sind: glaubwürdig. Das Vertrauen in Medien habe einen neuen Höchststand erreicht, so hat Otto aus Daten des Eurobarometers herausgelesen, etwa so, wie man aus dem Kaffeesatz die Zukunft herauslesen kann, denn Otto weiß so wenig wie alle anderen, die die entsprechenden Daten des Eurobarometer nutzen, was eigentlich gemessen wurde. (Wen unsere Besprechung der Legitimationsforschung aus Würzburg interessiert, der kann sie hier nachlesen).

Heute wird unsere damalige Kritik durch Ergebnisse, die YouGov veröffentlicht hat, bestätigt. 2000 Befragte haben Angaben zum Vertrauen in Institutionen, darunter öffentlich-rechtliche Medien gemacht. Das Ergebnis ist verheerend für öffentlich-rechtliche Medien: 28% der Befragten sind der Ansicht, dass öffentlich-rechtliche Medien sehr (4%) oder eher vertrauenswürdig (24%) sind, 31% der Befragten sind der Ansicht, dass öffentlich-rechtliche Medien eher nicht (19%) oder überhaupt nicht vertrauenswürdig sind (12%). Mehr Befragte sind also der Meinung, man könne der Berichterstattung wie sie in öffentlich-rechtlichen Medien erfolgt, nicht vertrauen als der Ansicht sind, man könne der Berichterstattung vertrauen und deutlich mehr Befragte beziehen hierbei die Extremposition „überhaupt nicht vertrauenswürdig“ (12%) als bereit sind, den öffentlich rechtlichen Medien zu attestieren, dass ihre Berichterstattung „sehr vertrauenswürdig“ sei (4%).

[Methodischer Einschub: 35% der 2000 von YouGov Befragten wollen sich weder für die eine noch die andere Seite entscheiden und antworten mit „teils, teils“. Teils/teils ist hier wohl als eher verunglückter Versuch eine Mittelkategorie einzuführen, zu werten; weder vertrauenswürdig noch nicht vertrauenswürdig wäre wohl die bessere Wahl gewesen, wenn man eine derart nichtssagende Kategorie einführen will, um Befragten die Möglichkeit zu geben, eine Frage zu beantworten, ohne eine relevante oder sinntragende Antwort zu geben.]

Dass man selbst derart miserable Ergebnisse für öffentlich-rechtliche Medien noch gutschreiben kann, beweisen die Mannen von Yougov mit dem Titel, den sie der Folie spendiert haben, die die Ergebnisse, die wir hier berichten, darstellt: „Öffentlich-rechtlichen Medien wird eher vertraut als der Bundesregierung“. So kann man ein Ergebnis auf den Kopf stellen und aus Misstrauen Vertrauen konstruieren. Tatsächlich vertrauen noch weniger Befragte der Bundesregierung (nämlich 5% sehr und 20% eher) als den öffentlich-rechtlichen Medien. Das ändert aber nichts daran, dass das Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien überwiegt.

Mit einer weiteren Frage untersuchen die YouGover die Wahrnehmung der Berichterstattung von Medien, Hier erklären 30% der Befragten, dass sie der Aussage:

„Die klassischen Medien (z.B. Tageszeitungen, TV, Radio) berichten oft nicht über wichtige Ergebnisse, weil sie politisch korrekt sein wollen“

voll und ganz (11%) bzw. eher (19%) zustimmen, 18% stimmen der Aussage eher nicht zu und 5% stimmen ihr überhaupt nicht zu. 38% der Befragten, geben hier „teils/teils“ zur Antwort.

Da öffentlich-rechtliche Medien sich insbesondere durch politisch-korrekte Berichterstattung hervortun, mag das Misstrauen gegenüber öffentlich-rechtlichen Medien mit deren politischer Korrektheit zusammenhängen und damit, dass immer weniger Bürger von Medien belehrt, anstelle von informiert werden wollen.

Wer die Ergebnisse, die wir hier besprochen haben, nachvollziehen will, der muss das Material der entsprechenden YouGov-Umfrage hier anfordern.

Tagesschau: Öffentlich-rechtliche Verblödung

Der Tweet oben ist authentisch.
Er zeigt, dass die Tagesschau Personen beschäftigt, die zu dumm sind, um ihren Job zu tun, die eine Beleidigung für den Intellekt derer sind, die gezwungen sind, sich mit diesem Unsinn konfrontieren zu lassen, die gezwungen sind, diese Minderbemittelten auch noch über ihre Gebühren zu finanzieren.

Übrigens: Minderbemittelt ist nur dann eine Beleidigung, wenn minderbemittelt nicht begründet werden kann, wenn eine mindere Intellektuelle Begabung nicht Ursache für den Tweet oben ist.

Die folgenden Gründe machen es unausweichlich, die Verantwortlichen dieses Tweets als minderbemittelt anzusehen:

  1. Das Gender Pay Gap (ursprünglich „gender wage gap”) bezieht sich auf das Erwerbseinkommen
  2. Kinderarbeit ist in Deutschland verboten. Also können Vier- oder Fünfjährige kein Erwerbseinkommen beziehen.
  3. Das macht den Begriff „Gender Pay Gap“ zur Idiotie und im Analogieschluss denjenigen, der ihn benutzt zum: … Die Transferausgabe kann jeder selbst lösen (einfacher Syllogismus).
  4. Nähmen man die Tagesschau ernst und entsprechend an, dass das Gender Pay Gap im Alter von vier bis fünf Jahren beginnt, dann folgte daraus, dass Eltern diejenigen sind, die für das Gender Pay Gap in Deutschland verantwortlich sind.
  5. Darüber hinaus folgte daraus, dass Eltern ihre vier- und fünfjährigen Kinder zu Kinderarbeit, die man angesichts des geringen monatlichen Lohns nur als Sklavenarbeit bezeichnen kann, zwingen.
  6. Wer diese Schlüsse vermeiden will, der muss aus dem Tweet schließen, dass hier ein/e Minderbemittelte/r am Werk war.

Das Gender Pay Gap wurde einst eingeführt, um einen Sachverhalt zu bezeichnen, der der Erklärung bedarf, der aber als solcher kein Problem und schon gar keine Diskriminierung darstellt. Dann kamen Spinner des Weges und haben gedacht, „Gender Pay Gap“ sei ein Problem, und zwar deshalb, weil sie der Ansicht sind, dass immer dann, wenn Frauen weniger verdienen als Männer Diskriminierung im Spiel sein müsse. Die ganze Genderisten-Bewegung basiert auf einer derartigen Pathologisierung harmloser Begriffe, die, weil sie nicht verstanden werden, missbraucht und für die eigenen Zwecke verbogen werden. Im Fall vom Gender Pay Gap führt das dazu, dass jede Helga meint, ein Gehaltsunterschied stelle eine Diskriminierung dar. Dass die Verblödung an diesem Punkt nicht aufhört, zeigt der Tweet der Tagesschau, den man – aus Mangel an Kategorien – nur noch als Tweet eines Minderbemittelten bezeichnen kann.

Gehaltsunterschiede, wie die 21% Gender Pay Gap, die von Genderisten, die gerne mit Begriffen hantieren, die sie nicht verstehen, als Beleg für Diskriminierung angesehen werden, sind dazu gedacht, erklärt zu werden. Erst wenn man die 21% Gehaltsunterschiede nicht erklären kann, kann man sich fragen, ob eine Diskriminierung vorliegt. Wie die Dinge nun aber so liegen, wie sie liegen, kann man die 21% erklären, denn Männer machen

  • mehr Überstunden;
  • arbeiten länger und mehr;
  • arbeiten in Branchen, in denen höhere Löhne bezahlt werden (also nicht beim Staat);
  • haben mehr Berufserfahrung
  • haben mehr Humankapital
    Usw.
    als Frauen.

Anders formuliert: Dass Männer 21% ,mehr verdienen als Frauen, hat nichts mit Diskriminierung zu tun, überhaupt nichts. Es ist das Ergebnis von Meritokratie.

Über die Studie, aus der die Tagesschau ihre Erkenntnisse haben will, ist bislang noch wenig bekannt, aber das hindert diejenigen, die Journalisten sein wollen, nicht daran, schon einmal die eigene Phantasie spielen zu lassen und einen derartigen Unsinn in die Welt zu posaunen, den man wirklich nur über mentale Defekte erklären kann.

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Zuschauer verschaukeln: SWR sucht Strohmann für vorgefertigte Meinung

Die neue Sendung des SWR trägt den Titel „Mal ehrlich“.

In der neuen Sendung des SWR sollen Bürger „mit ihren Sorgen und Meinungen, Erfahrungen und Wünschen im Zentrum stehen“.

Der SWR will diese Sendung seinen Zuschauern als Einblick in die Welt der normalen Menschen mit ihren Sorgen und Nöten verkaufen.

Hinter dieser Fassade steckt jedoch eine perfide Form von Täuschung, denn beim SWR wird gezielt nach Statisten gesucht, die vorgegebene Meinungen gegen ein Honorar vertreten.

Die folgende Suchmeldung wurde uns anonym zugespielt.

Sie zeigt, wie man bei öffentlich-rechtlichen Sendern versucht, Zuschauer zu verschaukeln oder pfälzischer ausgedrückt: zu verarschen, indem ihnen vorgegaukelt wird, das, was sie sehen, wären authentische Erfahrungen, Sorgen und Nöte von Menschen, die sich in ihrer Sorge an den SWR gewendet haben. Tatsächlich handelt es sich um bezahlte Statisten, die sich zu einem vorgegeben Thema gemeldet haben und gegen Bezahlung eine vorgegebene Meinung vertreten.

Widerlich!

Hier der Suchtext:

“Wir suchen für ein neues SWR-TV-Format eine/einen Alleinerziehenden, der sagt, dass sie/er aufgrund der Kindererziehung oder -ausbildung kein Geld für die Rente hat. Und mit Schrecken an die eigene Rente denkt. Bedingung: Die Person muss aus Rheinland-Pfalz oder Baden-Württemberg kommen. Sie bekommen 150€ für Ihre Meinung und wir übernehmen Ihre Anreise nach Mannheim zur Sendung.

Hintergrundinfos zur Sendung:
Am 06. September startet mit „mal ehrlich…“ eine neue Gesprächssendung beim SWR, in der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Sorgen, ihren Meinungen, Erfahrungen und Wünsche[n] im Zentrum stehen. In jeder Sendung, die 60 Minuten dauert und aus Mannheim gesendet wird, soll ein aktuelles und relevantes Thema behandelt werden. Hier werden die Bürger, Zuschauer und Betroffene vornehmlich zu Wort kommen, um ihre Erfahrungen, Probleme und Forderungen zum jeweiligen Thema zu benennen. Politiker und Experten sind zwar auch eingeladen, stehen hier aber eher Rede und Antwort. Die erste Sendung am 06.09.2017 soll sich mit der Frage befassen: „…macht meine Rente mich arm?“, das Thema, das die SPD für den kommenden Bundestagswahlkampf auserkoren hat. Kontakt: Beate Zimmermann b.zimmermann@encanto.tv 0221.925785-34″

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