Deutsche haben zu viel Freiheit? CDU lässt demokratische Maske fallen

Gehören Sie noch zu denen, die glauben, die CDU sei etwas anderes als eine konservativ verpackte Variante des Sozialismus? Dann machen Sie sich bereit, von Monika Grütters eines Besseren belehrt zu werden.

Grütters, CDU, ist wie der Tagesspiegel behauptet Autor eines Beitrags, der mit „Das Internet bietet mehr Freiraum, als Demokratie verträgt“ überschrieben ist. Grütters, die angeblich für diesen Text verantwortlich ist und nicht etwa irgend ein Referent, der sich einen Scherz erlaubt hat, ist Staatsminister für Kultur und Medien, lebt also auf Kosten der Steuerzahler und will zum Dank, die Freiheit eben dieser Steuerzahler einschränken.

Dies ist die Hauptaussage eines bemerkenswert anti-demokratischen Textes:

„Offensichtlich ermöglicht das Internet derzeit mehr Freiraum, als die Demokratie vertragen kann: die Möglichkeit, Daten zu missbrauchen, die Möglichkeit, Deutungsmonopole aufzubauen, die Möglichkeit, Lügen, Hass und Hetze zu verbreiten, die Möglichkeit, sich künstlerischer und geistiger Leistungen zu bedienen ohne dafür zu bezahlen – um nur einige Beispiele zu nennen“.

Mit Beispielen ist das so eine Sache, denn die Anklageschrift, die Grütters hier für das Internet erstellt hat, sie passt auch auf Parteien, die Daten von Wählern missbrauchen, Deutungsmonopole über Pressekonzerne, die ihnen gehören, und öffentlich-rechtliche Sendeanstalten, die sie über Programmräte kontrollieren, errichten wollen, deren Mitglieder Lügen, Hass und Hetze über den politischen oder ideologischen Gegner im Stundentakt absetzen und sich in ihren angeblichen Dissertationen, mit denen sie sich ihren Doktortitel erschlichen haben, geistiger Leistungen anderer bedienen, ohne dafür zu bezahlen, manche von ihnen, nicht alle. So wie manche im Internet sich nicht korrekt verhalten.

Offensichtlich verbreitet Frau Grütters mehr Unsinn als ein normaler Intellekt vertragen kann. Müssen wir ihr deshalb den Freiraum, sich öffentlich äußern zu können, beschränken und sie nur noch unter Aufsicht sprechen lassen?
Nein. Eine Demokratie muss selbst eine Grütters aushalten.

Die obwohl Grütters ihren Beitrag mit einem Sophismus beginnt, der Sokrates erzürnt und die meisten Sophisten ob seiner Primitivität hätte rot anlaufen lassen.

„Ein Künstler“, das ist die Bezeichnung, die Grütters Florian Mehnert gibt, den sie auch namentlich nennt, „ein Künstler“ habe auf Waldwegen ein Mikrophon versteckt, um dort private Gespräche zu belauschen. Genannt hat er diesen Übergriff auf andere „Waldprotokolle“ und bei diesen Waldprotokollen handelt es sich, wie Grütters schreibt, um ein „Kunstprojekt“. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft haben darin eine Straftat gesehen und gegen „den Künstler“ von Frau Grütters, Ermittlungen wegen „Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes“ aufgenommen.

Offline, so klagt Grütters, würde man auf die Verletzung der Intimsphäre sehr sensibel reagieren, online nicht. Da verteile man Facebook Likes, suche in Google und habe kein Problem damit, seine Daten öffentlich zu machen….

Muss man noch weiterschreiben, um darzulegen, wo hier der logische Fehler liegt? Muss man ausführen, dass Grütters hier ein Verständnis von Anstand und Moral an den Tag legt, das so unterirdisch ist, dass selbst Vlad den III zu einem Menschenfreund macht. Dass man im Wald von einem – wie Grütters meint – „Künstler“ hinterrücks und ohne sein Wissen abgehört wurde, während man die Suchanfrage bei Google freiwillig startet und weiß, dass Google die Daten speichert, weil Google das bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit Pop-ups mitteilt, das macht für Grütters keinen Unterschied. Was wiegt wohl schwerer: die technische Unkenntnis von Grütters oder ihre offenkundige Ansicht, dass es keinen Unterschied zwischen der freiwilligen Bereitstellung von Daten in einem Service, den man NICHT NUTZEN MUSS und der Bespitzelung durch einen, wie Grütters beharrt, „Künstler“, der Menschen in Situationen, in denen sie nicht damit rechnen und auch kein Einverständnis erteilt haben, bespitzelt. Beides ist in einem Ausmaß bedenklich, das in den Zuständigkeitsbereich von Psychiatern fällt.

Denn: Wie beschränkt muss man eigentlich sein, wenn man denkt, dass das, was zwei oder mehr Menschen im Wald miteinander besprechen, in einer Situation, in der sie in einer normalen Welt nicht damit rechnen müssen, abgehört zu werden, mit dem vergleichbar ist, das sie bei Google in die Suchmaske eintippen?

Es ist erschreckend zu sehen, wie Politiker in ihrem Bemühen, die Deutungshoheit, die sie verloren haben, weil die von ihnen kontrollierten Medien Konkurrenz bekommen haben, mit allen Mitteln zurückzugewinnen versuchen. Dabei fällt die so mühsam geschaffene Maske des Demokraten wenn sie sich so ereifern, dass sie die ganze Karte verraten.

Grütters im o-Ton:

„Zu diesen veränderten Rahmenbedingungen gehört beispielsweise, dass soziale Netzwerke in der demokratischen Öffentlichkeit zunehmend eine moderierende und damit auch für die Meinungsbildung relevante Rolle übernehmen“.

Alles schon einmal dagewesen. Ergebnisse aus der Befragung von DDR-Bürgern. Mehr hier.

Politiker haben Angst davor, dass Menschen in sozialen Medien Informationen erhalten, die sie in kontrollierten Medien nicht erhalten. Sie haben Angst davor, dass Menschen in sozialen Netzwerker selbständig auf die Suche nach Informationen gehen. Sie haben Angst davor, dass sich Nutzer sozialer Medien ein ganz eigenes, ein unabhängiges Bild auf Basis von Informationen aus mehreren Quellen machen, denn wenn etwas über die Nutzer sozialer Netzwerke bekannt ist, dann dass sie sich aus mehr als einer Quelle informieren, während Politiker nach wie vor im Saft ihrer eigenen Echokammer darben.

Angst macht bekanntlich unvorsichtig, was bei Grütters dazu führt, dass die Maske des vermeintlich demokratischen Politikers fällt und ein Sozialist, ein Faschist zum Vorschein kommt:

Facebook-Nutzer würden Dinge zu sehen bekommen, die auf ihre „Individuelle Nutzerpräferenz“ abgestimmt seien, so klagt sie. Man sieht also, was man sehen will, nicht was Leute wie Grütters denken, dass man sehen soll. Das findet Grütters bedenklich. Für uns ist das unbedenklich, im Gegenteil es steht für Freiheit und Respekt vor den Präferenzen einzelner. Beides, Freiheit und Respekt vor den Präferenzen einzelner, ist für Grütters „zu viel Freiraum“, beides will sie einschränken..

Dass ihr anti-demokratisches Denken auf einer sozialistischen Grundlage steht, daraus macht Grütters auch keinen Hehl. In der Marktlogik, sieht sie eine Gefahr, Kulturgüter dürften keine Handelsware werden, so schäumt sie, Unternehmen wird vorgehalten, dass sie ihren Gewinn maximieren wollten und dabei sogar so weit gingen, die Präferenzen, also die Wünsche und Bedürfnisse von individuellen Nutzern in Rechnung zu stellen, ja zu bedienen.

Was passiert, wenn Menschen die Freiheit haben, das zu sehen und zu lesen, was sie lesen wollen, das zu kaufen, was sie kaufen wollen, das zu hören, was sie hören wollen, den Service zu nutzen, den sie nutzen wollen?

Grütters erklärt es uns: Die Grundlagen der Demokratie erodieren.

Und wir dachten, Respekt vor den Wünschen des Einzelnen, das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben, ein Leben ohne Übergriffe, ein Leben in Freiheit und angemessener Sicherheit sei das, was eine Demokratie ausmacht, nicht das, was sie erodiert. Aber wir gehören ja auch zu denen, die den Handel als ein, wenn nicht das grundlegende Kulturgut halten, das Menschen entwickelt haben. Es ist schwer vorzustellen, wie Menschen ohne Arbeitsteilung, die wiederum Handel, den Austausch von Fähigkeiten voraussetzt, hätten überleben können. Aber Grütters hat hier bestimmt eine Antwort, eine romantische, irre, die man vermutlich bei Engels und in seiner Urhorde findet.

Man muss sich wirklich fragen, ob man Personen wie Grütters noch im öffentlichen Raum dulden kann, Politiker, die von sich denken, sie hätten das Recht, in die Selbstbestimmung, Freiheit, in das Leben anderer Menschen einzugreifen. Überhaupt muss man die Demokratie langsam wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Nicht Politiker haben Bürger zu erziehen, haben Bürgern zu sagen, wo es lang geht, sondern umgekehrt: Bürger, die zudem durchschnittlich besser gebildet sind als Politiker geben Politikern die Marschrichtung vor. Entsprechend sollten wir uns jede Form der Erziehung und Einmischung in unser Leben und die Art und Weise, wie wir es leben, ein für alle Mal verbieten, vor allem von IT-freien Personen wie Grütters, die seit neuestem mit dem Wort „Algorithmus“ hantieren. Der Algorithmus, so fabuliert Grütters „übernehme die Macht“ [Dümmer geht’s immer].

Der Algorithmus ist für Grütters und die anderen, die vom Algorithmus faseln, zu einem Platzhalter für „schlecht“, „böse“, „kapitalistisch“, „gewinnmaximierend“, „Nazi“, „Hetze“, „Hass“, für alles geworden, was sie hassen, wogegen sie hetzen, wie den Markt und die größte Kulturleistung, die Menschen je erbracht haben, die Marktwirtschaft. Nur was ein Algorithmus ist, woraus er besteht, wie er funktioniert, was er tut, das wissen sie nicht.

Brian Peters gibt hier ein wenig Nachhilfe in Sachen „Facebook Algorithmus“ und wie man ihn umgeht:

The New Facebook Algorithm: Secrets Behind How It Works and What You Can Do To Succeed

Aber natürlich muss man das Kulturgut „Fremdsprache“ beherrschen, um diesen Text verstehen zu können und ein wenig von den Kulturgütern „Mathematik“ oder „Programmierung“ verstehen, sehr wenig, um den Text zu verstehen… Vielleicht hilft es, wenn Grütters ein Mikrophon in einer beliebigen Grundschulklasse aufstellt und die Kinder ohne deren Wissen belauscht (Kunstprojekt „Klassenzimmer“) – möglicherweise lernt sie dann nicht nur etwas über die Verwendung sozialer Netzwerke, sondern auch etwas über Grundrechenarten (vorausgesetzt das Klassenzimmer ist weder in Berlin noch in Bremen).

Das waren noch Zeiten, alle hören dasselbe Program, keine sozialen Netzwerke …

Die Grundlagen der Demokratie sind tatsächlich in Gefahr. Wie immer droht ihnen die Gefahr nicht von Bürgern, sondern von Parteien, Politikern, Funktionären, von all denen, deren Geschäft darin besteht, andere zu beschwätzen, sie zu kontrollieren, zu manövrieren, mit Abgaben und Steuern zu bestehlen und von ihnen zu leben. Das gelingt leichter, wenn man diesen anderen eine Geschichte der eigenen Notwendigkeit, der Wichtigkeit von Politik, Parteien und Funktionären auftischen kann. Und dazu benötigt man Deutungshoheit. Genau diese Deutungshoheit haben Politiker, Parteien, Funktionäre verloren.

Das Internet macht es möglich. Und plötzlich sehen sich die nämlichen Politiker und Funktionäre mit Bürgern konfrontiert, die sich unabhängig mit Informationen versorgen, die alternative Darstellungen suchen, die Aussagen vergleichen, Behauptungen von Politikern prüfen, die Versuche der Politiker, sie zu manipulieren, aufdecken…

Sie haben Angst, die deutschen Politiker. Deshalb fällt die Maske des Demokraten. Deshalb kommt der Faschismus jetzt offen zum Ausdruck. Deshalb wollen sie das Internet am liebsten schließen. Und weil das nicht geht, muss man es kontrollieren, den Zugang beschränken, Bürger von Informationen abschneiden, ihnen Inhalte vorgeben, sie lenken, leiten und manipulieren, just like old times …

Grütters auf die CDU zu verallgemeinern wie in der Überschrift geschehen, wäre dann ein Fehlschluss, wenn Grütters nicht explizit als Staatsminister für „Kultur und Medien“ und „Landesvorsitzende der CDU“ vom Tagesspiegel promoted würde. Man muss also davon ausgehen, dass Grütters anti-demokratischer Anschlag auf die Freiheit der Bürger CDU-Politik ist.

Gebührenstreik als Notwehr: Das Ausmaß der ARD-Manipulationen

Menschen sind frei geboren.

Das würden nicht einmal Linke in Frage stellen – oder?

Weil Menschen frei geboren sind, deshalb werden ihnen von den meisten Philosophen umfassende Freiheitsrechte zugewiesen. Bei Thomas Hobbes umfassen die Freiheitsrechte schlicht alles, was an Handlungen für Menschen denkbar ist, Kant teilt diese Ansicht weitgehen, zieht jedoch eine moralische Grenze, die nur diejenigen als Menschen akzeptiert, die ein vernünftiges Handeln vor dem Hintergrund des kategorischen Imperativs an den Tag legen. Denn für Kant besteht die Aufgabe von Menschen darin, ein tugendhaftes, ein rechtschaffendes Leben zu führen, das darauf abzielt, niemandem vorsätzlich Unrecht zu tun. Die Kehrseite dieses Rechts ist die Pflicht, sich gegen jeden und alles zu verteidigen, was die eigene Persönlichkeit und die eigenen Anstrengungen, tugendhaft und rechtschaffend zu leben, gefährdet oder gar in Frage stellt. Kant sieht im Recht von Menschen, sich gegen Übergriffe auf ihre Persönlichkeit zu verteidigen, als so hoch und wichtig an, dass er dem Recht sich gegen Übergriffe zu verteidigen, eine Pflicht, sich gegen Übergriffe zu verteidigen, beigibt. Am deutlichsten wird dies in seinen Ausführungen zu Notwehrrecht und Notwehrpflicht.

Soweit die Darstellung, nun der Transfer.

Wäre Kant heute am Leben, er würde sich in der Pflicht sehen, die Integrität seiner Persönlichkeit gegen öffentlich-rechtliche Medien zu verteidigen und daraus die Pflicht ableiten, keinerlei Gebühren an öffentlich-rechtliche Sender zu bezahlen, euphemistisch von diesen „Beitrag“ gebannt, der über den „Beitragsservice“ dessen ungeachtet mit Hilfe von Gerichtsvollzieher und Staatsanwalt eingetrieben wird, eben ein besonderer Service von ARD und ZDF, sein Recht auf in zivilen Ungehorsam auszuüben und seiner Pflicht nachzukommen, den Übergriffen auf die Integrität seiner Persönlichkeit einen Riegel vorzuschieben.

Denn das, was z.B. ARD-online als Gegenleistung für Zwangsgebühren bietet, ist in vielen Bereichen ein Übergriff auf die persönliche Integrität der Konsumenten der angeblichen Nachrichten und Informationen. Es ist häufig ein Übergriff, weil die Nachrichten und Informationen mit dem Ziel verbreitet werden, deren Konsumenten zu manipulieren, zu belügen, ihnen Fakten vorzuenthalten und auf diese Weise ihre Meinungsbildung in eine gewünschte Richtung zu lenken.

Niemand hat die Pflicht, sich manipulieren zu lassen. Aber jeder hat nach Kant die Pflicht zur Notwehr gegen Versuche, ihn zu manipulieren, die Integrität seiner Persönlichkeit in Frage zu stellen.

Wir haben per Zufallsauswahl unter den mehr als 3000 Beiträgen, die wir bisher auf ScienceFiles veröffentlicht haben, eine Stichprobe von Texten gezogen, in denen wir versuchte Manipulationen durch Unterschlagungen, Auslassungen, falsche oder ideologische Darstellungen oder durch Lügen von Seiten der Tagesschau der ARD aufgedeckt haben.

Hier die Liste:

Der Versuch, Rechtsextremisten und Islamisten als gemeinsame Verschwörer darzustellen (basiert auf einer Junk-Studie, die der Amadeu-Antonio-Stiftung zu zu rechnen ist):

Amadeu-Antonio und ARD: Manipulation in der ersten Reihe

Die Verharmlosung von Linksextremismus:

Plumpe ARD-Manipulation: Linksextremismus verharmlosen Teil X

Der Versuch, das Gegenteil von dem zu suggerieren, was sich tatsächlich ereignet hat unter Unterschlagung von Fakten:

Manipulation der Leser durch die ARD – heute: Die Schläger verschweigen

Das Erfinden negativer Folgen des BREXIT:

Manipulation live: ARD-Lügenpresse auf frischer Tat ertappt

Aus einer Zunahme der Flüchtlingskriminalität einen Rückgang machen:

Flüchtlingskriminalität und ARD-Manipulateure: Wenn aus einer Zunahme ein Rückgang wird

Anschläge auf ein Flüchtlingsheim erfinden:

„Fast jeden Tag ein Anschlag?“, nein, fast jeden Tag eine öffentlich-rechtliche Manipulation

Breite Unterstützung dafür erfinden, dass bürgerliche Freiheiten beseitigt werden:

ARD-Deutschlandtrend: Freies Lügen für mehr Bürgerüberwachung

Besonders die ARD-Faktenfinder, die wie man sagen könnte „schnelle Lügentruppe“ der ARD, die scheinbar gegründet wurde, um einen öffentlich-rechtlichen Privatkrieg gegen alles, was den angeblichen Faktenfindern rechts und schlecht vorkommt, zu führen, tut sich mit Versuchen, Leser zu manipulieren hervor. Deshalb hier ein Faktenfinder-Special mit Beiträgen, in denen wir die entsprechenden Manipulationsversuche aufgedeckt haben:

Kritiker der Faktenfinder diffamieren:

Für ARD-Faktenfinder sind Diffamierungsversuche offenbar Fakten

Rechtsextreme Weltverschwörungen wittern und Hass zur Strategie erklären:

Die neue Hass-ologie: Wirrer Aluhut-Journalismus und die rechtsextreme Weltverschwörung

Die rechtsextreme Weltverschwörung zu einer Rechtsextrem-Islamistischen Weltverschwörung weiterspinnen:

Amadeu-Antonio und ARD: Manipulation in der ersten Reihe

Fake News als etwas erfinden, das nur von Rechten verbreitet werden kann:

ARD-Faktenfinder-Echokammer: Junk Studien zu Fake News

Fakten unterschlagen, damit die LINKE besser dasteht:

Täuschung durch Unterschlagung: ARD ist Hofberichterstatter der LINKE

Messerattacken zu Streicheleinheiten umdeuten:

Messerattacke, Tatmittel „Messer“, ARD oder AfD – Wer lügt schlechter mit Statistik

Das Erfinden von psychisch Kranken damit in Bayern mehr weggesperrt werden als in Nordrhein-Westfalen:

Böse Bayern? Die FaktenERfinder der ARD

Wie gesagt, das ist nur ein Ausschnitt aus unseren Beiträgen, in denen wir Manipulationen, Unterschlagungen, Falschdarstellungen, Lügen uvm. auf den Seiten der ARD-Tagesschau aufgedeckt haben. Die Ergebnisse sind weder das Ergebnis eine systematischen Suche auf ScienceFiles noch das Ergebnis einer systematischen Analyse der Beiträge der ARD-Tagesschau. Das macht die Ergebnisse so erschreckend. Man mag sich gar nicht vorstellen, was herausgekommen wäre, wenn wir alle unsere Beiträge zusammengestellt hätten und die Beiträge der ARD-Tagesschau auf einer täglichen Basis analysieren würden.

Schauderhaft.

In jedem Fall begründet der Angriff auf die persönliche Integrität der Konsumenten dessen, was die ARD als Nachrichten und Informationen oder, besser noch: als Fakten bezeichnet und was wir als Manipulationsversuche offengelegt haben, eine Notwehrpflicht, die nach Lage der Dinge wohl nur darin bestehen kann, den öffentlich-rechtlichen Sendern, die Manipulation zu ihrem Gegenstand gemacht haben, die Finanzierung zu verweigern. Das ist natürlich kein Aufruf, Gebühren zu verweigern, lediglich ein Hinweis darauf, was Kant und wir als tugendhaftes, rechtschaffendes Leben beschreiben würde und als Maßnahme, um Angriff auf die Integrität der eigenen Persönlichkeit wohl zur Pflicht machen würde.

Menschen sind frei geboren. Jeder hat die Wahl zwischen Einpassung in vorgegebene Strukturen und der damit verbundenen Möglichkeit, sich ein Leben, unbehellig von staatlichen Repressionsmaßnahmen durch das Zahlen von entsprechenden Gebühren, entsprechendem Schutzgeld zu erkaufen, und einem Leben im Einklang mit der eigenen Moral unter Wahrung der Integrität der eigenen Persönlichkeit.

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Radio Bremen: Sprachrohr von Linksextremisten?!

Es werden immer mehr.

Die Beiträge, in denen wir berichten, wie politische Aktivisten ihre einseitige Sicht der Welt in öffentlich-rechtlichen Medien platzieren und als “journalistischen Beitrag” maskieren können, werden immer häufiger.

Gestern haben wir einmal mehr aufgezeigt, dass der ARD-Faktenfinder ein Verlautbarungs- und Manipulationsinstrument ist, das politische Aussagen der Amadeu-Antonio-Stiftung ungeprüft und ohne auch nur die Spur eines kritischen Tones lanciert, um die Öffentlichkeit zu manipulieren. Heute berichtet Dr. Dr. Marcus Ermler über einen Fall aus Bremen, bei dem Radio Bremen sich Aussagen und vermeintliche Recherchen des linksextremen AfD-Watch Bremen zu eigen macht und als journalistischen Beitrag präsentiert. Während Dr. Ermler in seinem Beitrag darauf eingeht, dass öffentlich-rechtliche Anstalten offensichtlich keine Skrupel haben, Material, das die Persönlichkeitsrechte von Menschen verletzt, zu veröffentlichen, so lange es sich gegen die AfD oder das richtet, was man in Bremen als Rechte ansieht, richtet und fordert, neben Informationen von AfD Watch, aus Gründen der Ausgewogenheit, und zu Letzterer sind öffentlich finanzierte Sender ja verpflichtet, auch Informationen von einem beliebigen Neo-Nazi-Blog zu beziehen, ist für uns die Normalität, mit der sich öffentlich-rechtliche Journalisten zu Sprachrohren politischer Interessen machen, der Punkt, den wir hervorheben wollen.

Öffentlich-rechtliche Journalisten werden nicht dafür bezahlt, dass sie eine bestimmte oder ihre politische Meinung als journalistischen Beitrag ausgeben, sondern dafür, der Öffentlichkeit Informationen bereit zu stellen. Die vielen Einzelfälle, über die wir in den letzten Wochen berichtet haben und die alle gemeinsam haben, dass keine Informationen, sondern Bewertungen und Diffamierungen transportiert werden, die alle aus der selben politischen Richtung, nämlich von links lanciert werden, zeigen, dass öffentlich-rechtliche Anstalten ihrem Informationsauftrag nicht mehr gerecht werden.

Ein jeder Mensch hat ein Recht auf Notwehr.

Aus diesem Recht lässt sich das Recht ableiten, nicht für Beiträge in öffentlich-rechtlichen Medien bezahlen zu müssen, die darauf ausgerichtet sind, die geistige Integrität des entsprechenden Menschen zu beschädigen, Beiträge, deren Ziel darin besteht, ihn zu manipulieren und zu indoktrinieren. Wenn Manipulation, politischer Aktivismus und der Versuch, öffentlich-rechtliche Medien zu Monokulturen der einen, wahren politischen Sichtweise zu machen, wie dies im 1000jährigen Reich der Fall war, überhand nehmen und zur Normalität geworden sind, dann ist es Zeit zivilen Ungehorsam zu üben.

 

Unlängst habe ich in einem Artikel für die Achse des Guten festgestellt, dass der Bremer Senat linksextreme Tugendwächter deckt und dies am Fall der Plattform „AfD Watch Bremen” veranschaulicht. Diese Plattform übt sich im Geiste einer „Stasi 2.0″ darin, einen öffentlichen Pranger für Mitglieder Bremer AfD zu implementieren. Hierbei werden nicht nur politische Aussagen der Mitglieder kritisch beleuchtet (was tatsächlich noch Journalismus wäre!), sondern private Details und das soziale Umfeld vor einer breiteren Öffentlichkeit genüßlich ausgebreitet. Nazi-Outings mit Bild und Adresse gehören bei dieser Plattform ebenfalls zum guten Ton.

Diese Plattform ist so entgegen ihrer eigenen Selbstdarstellung nicht journalistisch, sondern propagandistisch orientiert, um so die AfD als Wiedergeburt der NSDAP darzustellen und zu dämonisieren. Mit besonderen Befremden habe ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass nicht nur die Bremer Linkspartei die Arbeit dieses linksextreme Propagandawerkzeug goutiert, sondern auch taz, Weser-Kurier und seit neuestem auch buten un binnen, das Nachrichtenformat von Radio Bremen.

Auch für Bremer Presseerzeugnisse und Medien gilt die journalistische Sorgfaltspflicht. So müssen „alle Nachrichten vor ihrer Veröffentlichung auf Herkunft, Inhalt und Wahrheitsgehalt überprüft werden, müssen und [dürfen] nicht sinnverzerrt oder verfälscht dargestellt werden”. Weiterhin ist „die Kennzeichnung von Gerüchten, unbestätigten Meldungen und Symbolfotos […] verpflichtend”. Und schließlich geht die Sorgfaltspflicht mit „Wahrung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts” einher, das gegen die „Grundrechte der Meinungs- und Pressefreiheit sowie das Interesse der Öffentlichkeit” abgewogen werden muss.

Ein aktueller Bericht von buten un binnen, der im Wesentlichen die „Recherchen” von AfD Watch Bremen wiedergibt, ist eine so offensichtliche Verletzung dieser Sorgfaltspflicht, dass ich mich dazu entschied, eine Stellungnahme von Redaktion zu erbeten, was leider bislang ohne Antwort blieb.

Was war passiert?

AfD Watch Bremen behauptet in einem Artikel, dass der Bremer Bundestagsabgeordnete, ein Mitglied der Identitären Bewegung beschäftigen würde [Anmerkung der Redaktion: Was offensichtlich für Linke schlimmer wäre, selbst wenn es stimmen würde, als ein Bundestagsabgeordneter der LINKEN, der einen ehemaligen Terroristen (also einen Mörder) beschäftigt]. Belegen sollen dies Film- und Bildaufnahmen eines angeblichen Abgeordnetenbüros.

Das Brisantere hieran ist folgende Aussage im Text: „So arbeitet der IB Akteur Jonas Schick seit ein paar Monaten werktags zwischen 9.00 und 16.00 Uhr als Büroleiter gemeinsam mit dem Vorsitzenden der JA und zweiten stellv. Landesvorsitzenden Robert Teske”. Nun stellt sich mir die Frage, wie genau kann man feststellen, dass jemand „seit ein paar Monaten werktags zwischen 9.00 und 16.00″ arbeitet. Doch nur dann, wenn man ihn permanent observiert! Und wie kommt man zu den Videoaufnahmen und Fotos? Auch nur dann, wenn man permanent filmt und Fotos macht.

Da es sich bei den Mitarbeitern weder um „Personen der Zeitgeschichte” handelt (weder absolute noch relative) noch um eine „Bildberichterstattung über Prominente” haben wir es hier offenkundig mit einem Eingriff in die allgemeinen Persönlichkeitsrechte zu tun. Dies scheint buten un binnen jedoch nicht zu tangieren, vielmehr heißen sie die „journalistische” Arbeitsweise von AfD Watch Bremen gut, die mit ihrer Rund-um-die-Uhr-Überwachung bzw. dem Sammeln privaten Informationen von Bremer AfD-Mitgliedern eher an Stasi bzw. Gestapo erinneren.

Nun werden sich buten un binnen bzw. AfD Watch Bremen vermutlich damit retten wollen, dass das Interesse der Öffentlichkeit überwiege und es sich bei Herrn Magnitz um eine relative Person der Zeitgeschichte handle (was bei seinen observierten Mitarbeitern jedoch wohl nicht aufrecht zu erhalten ist). Gut, wenn beide „journalistische” Institutionen im Sinne des „Interesses der Öffentlichkeit” arbeiten und handeln, bleibt die Frage, warum man sich ausschließlich mit vermeintlichen Rechtsextremen beschäftigt und auf dem linken Auge blind ist!?

Entweder schaut man kritisch auf jede Art von Extremismus oder eben auf keinen. Selektiv und nach ideologischer Präferenz zu arbeiten, ist ein Hohn für den journalistischen Arbeitsethos und insbesondere eine Verachtung der von Hajo Friedrich postulierten Arbeitsanweisung an Journalisten: „Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten”.

Besonders deutlich wird dieser doppelte Standard daran, dass buten un binnen vor der Bundestagswahl nicht einen einzigen Bericht darüber lieferte, dass der Direktkandidat Sebastian Rave der Bremer Linkspartei ein offenkundiger Linksextremist war und ist.

Rave ist ein zentrales Mitglied der Bremer Linkspartei: neben der Direktkandidatur für den Wahlkreis 54 bei der letztjährigen Bundestagswahl war er seinerzeit auch Mitglied des Landesvorstandes als Sprecher für „Antifa, Antirassismus, Antimilitarismus, Internationales, Friedenspolitik”, ferner Mitglied im Bundesvorstand, der vom Verfassungsschutz (siehe hier, S. 140-141) beobachteten Sozialistischen Alternative (SAV) und Organisator des Bündnisses gegen Rechtspopulismus und Rassismus.

Noch schlimmer: Im Rahmen der medialen Berichterstattung von buten un binnen (sowie Weser-Kurier und taz) über eine Demo gegen das AfD-Büro in der Bremer Innenstadt wird Rave zum einfachen „Anwohner” gemacht, ohne seine hervorgehobene Stellung in der Bremer Linkspartei bzw. sein Verhältnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu erwähnen.

Auch Aussagen, die er im Vorfeld der Bundestagswahl von sich gab, wurden nirgends kritisch reflektiert. So schließt er seine Bewerbungsrede für die Wahl zum Direktkandidaten mit einem entlarvenden Abschluss “Danke, Rotfront” (hier ab 9:44) – „Rotfront” war die Grußform desRotfrontkämpferbundes, des paramilitärischen Kampfverbandes der KPD aus Zeiten der Weimarer Republik; ferner sieht er sich auch als „Straßenkämpfer” (im Video, ab 9:35).

Während der Demo Mitte Juni vor dem Büro der AfD sagt Herr Rave folgendes: „Gemeinsam vertreiben wir die AfD aus der Falkenstraße” (hier, ab 1:39). Und genau das wurde seinerzeit unternommen. Delikat ist auch folgende Äußerung auf seiner Homepage: “Seit Mitte 2012 mache ich hauptberuflich Propaganda: Für Linke und LINKE, für Bewegungen und Gewerkschaften”. Die letzten Politiker in Deutschland, die das Wort Propaganda noch wie eine Auszeichnung vor sich her trugen, waren die der roten und brauen Sozialisten.

Ich empfinde es in Bremen als rechtsstaatlichen und presserechtlichen Hohn, einerseits bei der Berichterstattung über die AfD auf offensichtlich linksextreme Propagandainstrumente zurückzugreifen, die ihre Informationen entgegen der journalistischen Sorgfaltspflicht beschaffen, und andererseits linksextreme Aktivitäten in Bremer Parteien völlig unter den Teppich zu kehren und so der journalistischen Sorgfaltspflicht einen zweiten Tittt zu verpassen.

Auch frage ich mich: wenn heute bereits die Observation rund-um-die-Uhr journalistischer Standard ist und nicht einmal vor dem privaten Umfeld von Poltikern halt gemacht wird, die dieses nicht freiwillig der Öffentlichkeit in BUNTE und Co. ausbreiten wollen wie so manch ehemaliger Vizekanzler, was ist der nächste Schritt? Neonazi-Blogs als Quelle über die politische Linke? Waterboarding als neue Informationsquelle?

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Amadeu-Antonio und ARD: Manipulation in der ersten Reihe

Ausgangspunkt: FaktenERfinder unter sich

ARD-Faktenfinder bei der Arbeit

Eric Beres, SWR, berichtet heute im „FaktenErfinder“ der ARD von Forschern, die für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ in Jena untersucht hätten, wie Islamisten und Rechtsextremisten zusammenhängen. 10.000 [Wow!] „islamistische und rechtsextreme Facebook-Inhalte“ seinen analysiert worden. Und mehr als „eine Million deutschsprachige muslimfeindliche Twitter-Inhalte“ [Doppel-Wow]. Ergebnis: „Sowohl Islamisten als auch Rechte [Rechte und Rechtsextremisten sind für Beres offensichtlich dasselbe] verwenden gezielt Schlüsselbegriffe, um ihre Narrative – also ihre Weltsicht – in der Bevölkerung zu verankern“ [noch ein Wow]. Die „Narrative“ würden dann gezielt in den Foren der Gegenseite platziert, um eine Reaktion zu provozieren. Dies sei kein Zufall, sondern Strategie, so will Beres nahelegen. Die “Strippenzieher” im Hintergrund würden geradezu auf die Provokation der Gegenseite setzen, so ein Ergebnis der „Studie“. Matthias Quent, den Beres als „Jenaer Politikwissenschaftler“ und einen der Studienautoren vorstellt, sagt gegenüber dem SWR: „Das zynische Spiel mit der Angst gibt den beiden antidemokratischen Lagern Legitimation und gesellschaftliche Relevanz. Die Angst – und damit das eigentliche Ziel der Terroristen – wird von den Rechten geschürt, verstärkt und auf ‚den Islam“ verallgemeinert. Diese Diskriminierung nutzen Islamisten wiederum, um eine muslimische Verteidigungspflicht zu behaupten“.

Der Verschwörungs-Junk, den Quent und Beres hier unter die Leute bringen wollen, lautet also: Islamisten und Rechtsextremisten (also Rechte, Konservative und all die, die von linksaußen eben Rechtextremisten sind) seien von geheimen grauen Eminenzen gesteuert, die gemeinsame Sache über die ideologische Grenzen hinweg machten, um Angst und Terror zu verbreiten.

Manche der Leute von Ancient Aliens, die hinter jeder menschlichen Errungenschaft ein Einwirken von Aliens sehen, werden gerade blass, ob der veritablen Verschwörungstheorie, die Quent hier ungehindert im öffentlich-rechtlichen Rundfunk platzieren darf (oder muss).

Warum: Na um zu manipulieren, Angst vor Rechten zu schüren, Terror zu verbreiten …

Lösen wir das Manipulations-Stück von Beres doch einmal auf.

Sachverhalt.

Forscher hätten für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ etwas wissenschaftlich untersucht, so behauptet Beres. Einer dieser Forscher, der etwas für das „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“, also in dessen Auftrag untersucht haben soll, ist Matthias Quent. Matthias Quent ist der Leiter des „Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft“. Er hat sich wohl selbst beauftragt. Ein Fakt, über den FaktenErfinder Beres seine Leser im Unklaren lassen, über den er sie täuschen will.

Quent ist nicht nur Leiter des „Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft“, er ist auch als solcher der Angestellte der Amadeu-Antonio-Stiftung [nach unten scrollen], die wiederum und weitgehend vom Bundesministerium für alle außer Männer finanziert wird. So hat das BMFSFJ auch die Studie, die Quent bei sich bestellt hat, finanziert. Beres schreibt:

„Forscher haben das Phänomen nun für das “Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft” in Jena wissenschaftlich untersucht. “Hassliebe: Muslimfeindlichkeit und Islamismus im Tango” heißt ihre bisher unveröffentlichte Studie, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wurde und dem SWR vorliegt.“

Eine der Unsitten, die in letzter Zeit um sich greifen, besteht darin, vermeintliche Studien (Auftrags- und Legitimationstexte, die von Ministerien in Auftrag gegeben wurden) schon durch die Medien zu prügeln noch bevor sie veröffentlicht sind. Auf diese Weise hoffen die Macher wohl den maximalen Manipulationsimpact erreichen zu können, bevor herauskommt, was für einen Junk sie da verbreitet haben. Dazu kommen wir noch. Zuvor ist der Hinweis notwendig, dass die angeblichen Studien, die im Auftrag des BMFSFJ erstellt werden, nicht ohne Zustimmung aus dem nämlichen Ministerium an die Presse lanciert werden können. Somit muss man sich fragen, warum das Ministerium unbedingt Berichte lancieren will, noch bevor ein unabhängiger Wissenschaftler die Chance gehabt hat, die angebliche Studie auf Herz und Nieren zu prüfen? Die Antwort ist klar: Wenn eine Studie erst als Junk-Studie bekannt ist, dann kann man sie nicht mehr zur Manipulation gebrauchen. Und Manipulation war doch der einzige Grund, warum diese angebliche Studie überhaupt in Auftrag gegeben wurde.

Fakten: Die angebliche Studie ist Junk

Was Pseudo-Wissenschaftler einfach nicht verstehen wollen: Man benötigt nicht die komplette Studie, um feststellen zu können, dass eine Studie Junk ist. Es reicht, wenn man den methodischen Ansatz rekonstruieren kann, um zeigen zu können, dass die vorliegende Studie ein Manipulations-Machwerk ist.

Und die angebliche Studie, die Quent bei sich selbst in Auftrag gegeben hat, sie ist Junk.

Fangen wir mit dem Untersuchungsgegenstand an.

Wer sich in Extremismusliteratur auskennt, z.B. weil er ScienceFiles und unsere Reihe über Links- und Rechtsextremismus gelesen hat, die Dr. habil. Heike Diefenbach erarbeitet hat, der weiß, dass es eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen, von guten Arbeiten gibt, die zeigen, dass Links- und Rechtsextreme mehr gemeinsam haben als sie trennt. Wenn man sich mit einem Forschungsfeld beschäftigen will, wie dies Quent in seinem eigenen Auftrag und mit Geldern aus dem BMFSFJ getan haben will, dann muss man dieses Forschungsfeld und die darin geleistete Arbeit zur Kenntnis nehmen. Wenn man beides zur Kenntnis genommen hat, dann kann man seine Forschung nicht auf Islamisten und Rechtsextremisten begrenzen, dann muss man mindestens Linksextremisten, wenn nicht Genderisten und andere Formen des Extremismus mitberücksichtigen.

Es sei denn, man weiß schon, welche Ergebnisse man am Ende haben will.

Eine der wichtigsten Methoden, um in der Wissenschaft Erkenntnis zu gewinnen, ist der Vergleich. Der Vergleich ist auch gleichzeitig die Methode, die am schwierigsten zu nutzen ist, denn das, was verglichen werden soll, muss etwas über das Forschungsgebiet aussagen. Stellen Sie sich vor, sie wollten etwas über die Niederschlagsmenge in Deutschland herausfinden und würden zu diesem Zweck München mit Stuttgart vergleichen. Als Ergebnis finden Sie heraus, dass Deutschland ein sehr niederschlagsarmes Land ist, und dass es in München etwas mehr regnet als in Stuttgart. Hätte man in den Vergleich Kiel miteinbezogen, das Ergebnis wäre ein vollkommen anderes gewesen, eines, das der Realität deutlich näher kommt als der ursprüngliche Vergleich zwischen München und Stuttgart. Mit der angeblichen Studie von Quent verhält es sich ähnlich, wer Islamisten und Rechtsextreme miteinander vergleicht, hat offensichtlich die Prämisse, dass beide etwas außer Extremismus gemeinsam hätten, denn hätten sie nichts gemeinsam, dann könnte man sie nicht vergleichen. An einer solchen Prämisse ist nichts auszusetzen, so lange sie unabhängig geprüft wird, was voraussetzt, dass man nicht nur die ideologischen Gruppen betrachtet, die man gerade nicht mag, sondern auch die, die man mag, die Linksextremisten, die Genderisten, die ökologischen Sozialisten. Nur auf diese Weise kann man wissenschaftliche Ergebnisse erzielen.

Das hat Quent nicht getan. Ihm ging es offensichtlich nicht um Wissenschaft, sondern darum, eine Verbindung zwischen Rechtsextremisten und Islamisten zu finden. Wenig verwunderlich hat er diese Verbindung auch gefunden, denn man findet immer etwas, wenn man es darauf anlegt, etwas zu finden.

Noch mehr Junk

Aber damit lassen es Beres und Quent nicht gut sein. Sie wollen den Lesern ins Hirn hämmern, dass Rechtsextreme und Islamisten gemeinsam Tango tanzen. Deshalb instigieren sie eine Verschwörungstheorie, die sich gewaschen hat, die so dumm ist, dass man fast Mitleid haben könnte.

Beres beginnt seinen Beitrag damit festzustellen, dass der „Islam-Konvertit Sven Lau“ ein Buch geschrieben habe, das den Titel trägt: „Fremd im eigenen Land“. Der Publizist der „neuen Rechten“ Jürgen Elsässer habe „wenige Monate später“ seine Zeitschrift Compact mit „Fremd im eigenen Land“ überschrieben.

Damit will Beres seine Message vorbereiten, nach der Rechtsextreme und Islamisten konspirativ verbandelt sind.

Wir enthüllen, dass die Konspiration, die Beres imaginiert, viel weiter verbreitet ist, als er denkt:

„Fremd im eigenen Land“: Liedtitel von Advanced Chemistry, Hip-Hop Band aus Heidelberg, 1992 (die Urväter der Konspiration)

„Fremd im eigenen Land“: „Annette Simon und Jan Faktor versuchen die politischen und gesellschaftlichen Konflikte ihrer ostdeutschen bzw. osteuropäischen Vergangenheit zu reflektieren“ Buchtitel in der Edition „psychosozial“ aus dem Jahre 2000. Der Shrink-Teil der Konspiration.

„Fremd im eigenen Land“: Sammelband herausgegeben von Hendryk Broder und Michael Lang aus dem Jahre 1979. Darin geht es um Juden (in der Logik von Beres machten nun Juden mit Islamisten und Rechtsextremisten gemeinsame Sache!).

„Fremd im eigenen Land“: “Am Dienstag, 4. September, 16 Uhr, wird in der Rathaushalle die Ausstellung „Fremd im eigenen Land – Sinti und Roma in Niedersachsen nach dem Holocaust“ von Oberbürgermeister Kurt Machens eröffnet; Stadt Hildesheim.

Damit soll es sein Bewenden haben. Es reicht, um feststellen zu können, dass der Versuch von Eric Beres, eine Analogie zwischen Islamismus und Rechtsextremismus zu begründen, zu den dümmsten linksextremenen Manipulations-Versuchen gehört, die wir bislang gesehen haben.

Aber die Dummheit ist noch nicht am Ende. Wie immer, wenn ahnungslose Journalisten und Pseudo-Wissenschaftler miteinander zum Wohle des BMFSFJ konspirieren, bleiben Verstand und Vernunft auf der Strecke, weil sie sich in Rage schreiben.

Bei Beres liest sich das so:

„Zufall oder nicht – das Beispiel lässt erahnen, dass sich Islamisten und Rechtspopulisten gar nicht so fremd sind, wie man denkt. Zumindest in ihrer Strategie und in ihren Denkmustern: Die Betonung der eigenen Opferrolle, die Dämonisierung und Ausgrenzung von Fremdgruppen, das Schwarz-Weiß-Denken, das Verbreiten von Verschwörungstheorien. Also zwei Seiten der selben Medaille?”

Und wie nahe sich erst Rechstextremisten, Islamisten und Genderisten sind:

Die Betonung der eigenen Opferrolle ist das zentrale Motiv im Genderismus, deshalb werden Quoten und Maßnahmen gegen z.B. eine vermeintliche gläserne Decke gefordert. Die Dämonisierung und Ausgrenzung der „alten weißen Männer“ ist ein fester Bestandteil der Ingroup-Bildung von Genderisten. Das Schwarz-Weiß-Denken, in dem Männer immer Täter und Frauen immer Opfer sind, unterliegt dem Konzept von Frauenhäusern ebenso wie es Ausgangspunkt der vielen Programme ist, die Frauen gegenüber Männern besser stellen sollen, und die Verschwörungstheorie haben die Genderisten natürlich auch: Ein vermeintliches Patriarchat, das es nicht gibt, sei an allem schuld.

Wer also gedacht hat, Unsinn könne man nicht steigern, der sieht sich durch Beres, der Unsinn zu völlig neuen Höhen steigert, eines Besseren belehrt.

Natürlich qualifizieren sich auch Sozialisten/Linksextremisten als Rechtsextremisten und Islamisten in der Logik von Beres:

Opferrolle: Produktivkräfte als Opfer der Bonzen;
Ausgrenzung von Fremdgruppen: z.B.: „Bullenschweine“ und Banker
Schwarz-Weiß-Denken: Die gute Plan- und die böse Marktwirtschaft, der gute Staat und der schlimme Markt;
Verschwörungstheorie: Das internationale Finanzkapital von Großunternehmen will aus Profitgier den Planeten zerstören oder – wahlweise – aus Profitgier die Menschen verarmen.

Wie gesagt, wenn es um Dummheit geht, dann sind bei der ARD keine Grenzen gesetzt, dann wird jeder Dilettantismus aus den Zwangs-Beiträgen finanziert und jeder Junk als Studie verkauft. Solange es ideologisch passt und zur Manipulation der öffentlich-rechtlichen Konsumenten taugen soll, ist anscheinend alles erlaubt.

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Die a-sozialen (öffentlichen) Medien

Und sie zucken noch.
Aus einer Pressemeldung des NDR:

Der Verwaltungsrat des NDR hat sich in seiner heutigen Sitzung unter anderem mit dem Unternehmensgegenstand Fernsehen befasst. In einer Zeit “alternativer Fakten”, zunehmender medialer Angebote in den Sozialen Netzwerken und abnehmender publizistischer Vielfalt komme dem glaubwürdigen Qualitätsjournalismus eine Schlüsselrolle für die Meinungsbildung in der Gesellschaft zu, so Dagmar Gräfin Kerssenbrock, Verwaltungsratsvorsitzende des NDR“.

Nun, da man sich beim NDR von „sozialen Netzwerken“ abgrenzen zu müssen glaubt und man dort immer noch nicht bemerkt hat, dass wir im Zeitalter des Internet und nicht mehr im Zeitalter des Einrichtungs-Funks, der öffentlichen ein Weg Bestrahlung und Beschallung von Menschen leben, ist es an der Zeit, eine geniale Idee von Dr. habil. Heike Diefenbach unter die Leser zu bringen und zu verbreiten.

Das Kennzeichen dessen, was von öffentlich-rechtlichen Profiteuren des Zwangsbeitrags in Abgrenzungsabsicht als „soziale Netzwerke“ bezeichnet wird, ist die Möglichkeit der Internation. Tim O’Reilly hat die Eigenschaft von „neuen Medien“ eine Interkation und eine Beteiligung, nein Partizipation der Nutzer dieser Medien bereit zu stellen, bereits 2005 mit dem Begriff „Web 2.0“ bezeichnet. Ein Begriff, den viele benutzen und von dem wenige wissen, was er bedeutet. Er beschreibt bestimmte Technologien, die Nutzer zu Mitarbeitern machen, die Inhalte beisteuern, Informationen per „crowd-sourcing“ zusammentragen, Nutzern vielfältige Möglichkeiten bereitstellen, miteinander in Austausch zu treten und über diesen Austausch an einem gemeinsamen Ganzen zu arbeiten. Dan Bricklin hat die beschriebenen Eigenschaften u.a. von „sozialen Netzwerken“ als Cornucopia (Füllhorn) bezeichnet: „What we see here is that increasing the value of the database by adding more information is a natural by-product of using the tool for your own benefit“.

Medien, die die beschriebenen Eigenschaften nicht anbieten, die ihre Nutzer belehren, aufklären und per Einbahnstraße und widerspruchslos informieren wollen, die ihren Nutzern keine Möglichkeit geben, zu Informationen beizutragen, an Programmen und Formaten mitzuarbeiten, sich einzubringen und gemeinsam neue Informationen zu erarbeiten, Medien, die somit alle Insignien vermissen lassen, die soziale Medien auszeichnen, müssen entsprechend a-soziale Medien sein, die die Interaktion zwischen Menschen, die ein menschliches Verhalten erst zu einer sozialen Handlung macht, nicht leisten wollen bzw. unterbinden wollen.

Kein Wunder also, dass die öffentlich-rechtlichen Einbahn-Medien, deren Angestellte sich immer noch als Medienmacher ansehen, die Anderen etwas mitteilen, Andere belehren, Andere aufklären, die eine wichtige Rolle in der Meinungsbildung der Bevölkerung spielen sollen, soziale Medien zu ihrem Hauptfeind erklärt haben, jene Medien, die all die Freiheiten und Möglichkeiten offerieren, die öffentlich-rechtliche als Sündenfall und Eingriff in ihre Programmhoheit ansehen. Die Zuschauer, Leser und Hörer öffentlicher Medien sind und bleiben wenn es nach den Verantwortlichen geht, passive Konsumenten, die hören, sehen, lesen und schlucken. Mehr nicht. Formen der Beteiligung, die soziale Medien auszeichnen, kommen bei öffentlich-rechtlichen Medien nicht vor. Deshalb handelt es sich zwangsläufig bei Ihnen um a-soziale Medien.

Und dass sie a-soziale Medien sind, das zeigt sich auch daran, dass bei ihnen nicht Nachfrage den Preis regelt, sondern ein Preismonopol besteht, das egal welcher Mist produziert wird, die Kosten auf die Zwangs-Beitragszahler abwälzt. Während soziale Medien von Spenden und Einnahmen leben, die sie nur generieren können, wenn sie interessante Inhalte und Möglichkeiten der Partizipation schaffen, die die Nutzer sozialer Medien ansprechen und sie deshalb nachfragen, agieren öffentlich-rechtliche Medien nach dem Ludwigs- oder dem Stalin-Prinzip: Das Programm sind wir! Wem das nicht passt und wer die Zwangszahlung verweigert, der geht in den Bau. Auch das sind Markenzeichen a-sozialer Medien, die gegen die Interessen derer produzieren, die sie finanzieren.

Aber, wie gesagt, die Zeiten haben sich geändert. Die Musik spielt im Internet. Den Print- und öffentlich-rechtlichen Medien laufen die Nutzer davon. Nur diejenigen, die sich im von Zwangsbeitragszahlern üppig ausgestatteten Positionen finden und nachdem sie Leerformeln im Verwaltungsrat ausgetauscht haben, am kalten Buffet laben, haben die Zeichen der Zeit immer noch nicht erkannt.

“Qualitätsjournalismus ist personal- und damit kostenintensiv, eine Betrachtung unter reinen Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten verbietet sich in der Sache”, sagte Gräfin Kerssenbrock weiter. “Unabhängiger Journalismus und verlässliche Informationen sind ein originäres Qualitätsmerkmal des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.”

Im Internetzeitalter informieren sich Mediennutzer längst nicht mehr nur aus einer Quelle. Die Zeiten, in denen öffentlich-rechtliche Anstalten ein unbestrittenes Monopol auf die Darstellung der oder ein Zerrbild der Wirklichkeit hatten, sind vorbei. Nunmehr konkurrieren Darstellungen im Internet. Nutzer finden sich in der schönen Lage wieder, sich aus unterschiedlichen Informationsquellen ein Bild über die Wirklichkeit machen zu können, eigenverantwortlich, ohne Vorgaben, ohne den öffentlich-rechtlichen Meinungsvorkauern auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, wie dies vor der Verbreitung des Internets der Fall war. Das WeltWeiteNeuland, das die meisten politischen Akteure immer noch nicht überblicken können, es bietet unzählige Informationsquellen, nicht mehr nur eine, Informationsquellen, die professionell gestaltet sind, die von einer neuen Art von Journalisten (nämlich von unabhängigen, die keiner Senderweisung unterliegen) zusammengetragen werden (wie Blogs), die von einer Anzahl von Nutzern gemeinsam geschaffen werden (wie Wikis) und die Nutzern die Möglichkeit der Interaktion und Partizipation bieten (wie Foren). Es sind eben neue, moderne und SOZIALE Medien, die mit ihrem Angebot überzeugen wollen und nicht durch den monotonen und abgedroschenen Verweis auf den angeblichen Qualitätsjournalismus, der offenkundig nur überleben kann, weil Menschen gezwungen werden, Beiträge zu entrichten und Staaten Steuergelder zweckentfremden um maroden Verlagen ein Überleben zu sichern. Die Zeit der a-sozialen Medien ist vorbei.

Die Vertreter der a-sozialen Medien haben es nur noch nicht gemerkt. Sie sind noch mit dem kalten Buffet beschäftigt, das die Zwangsbeitragszahler finanzieren.


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