Falls Sie es noch nicht in den deutschen Systemmedien gelesen haben, dann werden Sie es in den nächsten Tagen zu lesen bekommen:
Ein Tag Sonnenbad und ihr Risiko, eine Herzerkrankung zu erleiden, ist erhöht oder kann erhöht sein … oder so:
Der Beitrag in der Daily Mail, die auch immer mehr zum Revolverblatt wird, behauptet weiter, dass bereits ein moderater Anstieg der Temperatur dazu führt, dass Proteine, die im Körper des Erhitzten für Entzündungen verantwortlich sind, um 10% zunehmen und weil das alles noch nicht reicht:
„… the release of inflammatory compounds that lead to a spiral of internal damage – are explicitly linked to the build-up of plaque in the arteries, leading to heart disease.“
Die Freisetzung von Stoffen, die zu Entzündungen führen, hat eine Spirale interner Schäden zur Folge, die explizit mit der Ablagerung von Plaque in Arterien in Verbindung steht, der zu Herzerkrankungen führt …
Also: Bleiben Sie aus der Sonne.
Indes, wer liegt schon einen ganzen Tag in der Sonne, ungeschützt und ab 60 Jahre, denn das erhöhte Risiko gilt eigentlich nur für ältere Personen ab 60 Jahren mit einer Vorerkrankung … Aber so weit sind wir noch nicht.
Die „Studie“, aus der ein ungenannter „DailyMail-Reporter“ zitiert, ist im Text natürlich weder benannt noch findet sich ein Link, was insofern auch nicht möglich ist, als die Studie keine veröffentlichte Studie ist. Die „Veröffentlichung“ besteht derzeit aus einem Abstract und einer kurzen Besprechung des Beitrags auf den Seiten der American Heart Association, denn das Abstract ist nicht Abstract zu einer Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift, es ist Abstract zu einem Vortrag anlässlich der EPI, der Conference about Epidemiology, Prevention, Lifestyle & Cardiometabolic Health,
Fast ein kleines Wunder, diese Perle der Junk Science aus dem Haufen der Vorträge, unter denen sich sicher auch sinnvolle und wissenschaftliche Vorträge finden, herauszuziehen. Vielleicht auch kein Wunder, den der im Beitrag genannte „Daniel Riggs“, der Lead Autor des Vortrags-Papers:
nutzt seine Präsenz an der University of Louisville in Kentucky ausgiebig, um die furchtbaren Folgen des Klimawandels zu erforschen. Riggs ist übrigens promovierter Philosoph.
Kommen wir zu der Studie im Einzelnen.
- 624 Erwachsene im Alter von 20 bis 70 Jahren wurden von Mai bis September 2018 und 2019 zur Ader gelassen. Die Grundgesamtheit besteht also aus 624 Blutproben, die in den drei Sommermonaten des Jahres 2018 und 2019 gesammelt wurden. Es gibt, das ist wichtig: EINE Blutprobe pro Person.
- Gesammelt wurde in Louisville, Kentucky und an den Tagen, an denen gesammelt wurde, betrug die Außentemperatur im Durchschnitt 24,5 Grad Celsius.
- Die Blutproben wurden genutzt, um die Menge von Zytokinen, die Entzündungen auslösen, t-Killer Zellen, b-Zellen [weiße Blutkörperchen, die Antikörper produzieren, um Infektionen zu bekämpfen] und TNF-Alpha-Zellen [Tumor Necrosis Faktor Alpha] und Monozyten [weiße Blutkörperchen] zu bestimmen.
- Zudem wurden „Temperatur“daten gesammet: Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Windstärke, Infrarotstrahlung, die zum Universal Thermal Climate Index (UTCI) verwurstet wurden;
- Die Ergebnisse wurden nach Alter, Bildung und Tabakkonsum gewichtet. Warum? Warum nicht?
SciFi-Support
Herausgefunden haben wollen die „Forscher“ folgendes:
- Steigt der UTCI um 5 Grad (in dieser Studie soll das dem Übergang von einem Tag ohne thermische Belastung zu einem Tag mit mäßiger thermischer Belastung entsprechen, wie Riggs behauptet) steigt der Gehalt an wichtigen Entzündungsmarkern im Blut: Monozyten (4,2 %), Eosinophile (9,5 %), natürliche Killer-t-Zellen (9,9 %) und Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (7,0 %). Diese Immunmoleküle weisen auf eine Aktivierung des körpereigenen Immunsystems hin, das eine schnelle und unspezifische Entzündungsreaktion im ganzen Körper auslöst, um sich vor Krankheitserregern und Verletzungen zu schützen.
- Einen Rückgang der b-Zellen (-6,8 %)worauis die Forscher schließen, dass die Abwehr gegen Infektionen geschwächt ist.
- Eine geringere Auswirkung auf das Immunsystem wurde festgestellt, wenn die Hitze anhand der 24-Stunden-Durchschnittstemperatur oder der effektiven Nettotemperatur gemessen wurde, die Luftfeuchtigkeit und Wind, nicht aber die Sonneneinstrahlung einbezieht. Was das bedeutet? Wir wissen es nicht, die Autoren wissen es auch nicht.
Und wenn Sie sich fragen, wozu der ganze Zinnober notwendig ist, Riggs ist einer, der auf dem Trittbrett des Klima-Alarmismus Kasse machen will:
„Unsere Studienteilnehmer waren am Tag der Blutuntersuchung nur geringfügig hohen Temperaturen ausgesetzt, aber selbst eine geringe Belastung kann zu Veränderungen der Immunmarker beitragen“, sagte Riggs. „Angesichts der weltweit steigenden Temperaturen ist der Zusammenhang zwischen Hitzeexposition und einer vorübergehend geschwächten Reaktion des Immunsystems besorgniserregend, da Temperatur und Luftfeuchtigkeit bekanntermaßen wichtige Umweltfaktoren für die Übertragung von Infektionskrankheiten durch die Luft sind. Während der heißesten Tage des Sommers sind die Menschen also möglicherweise einem höheren Risiko einer Hitzeexposition ausgesetzt und auch anfälliger für Krankheiten oder Entzündungen.“
Falls Sie sich noch an die Schlagzeile aus der Daily Mail, in der ein Zusammenhang zwischen Sonnenbaden und Herzerkrankungen hergestellt wurde, erinnern: Das ist eine Eigenleistung des „DailyMail-Reporters“, eine freie Erfindung, wenn Sie so wollen, denn beides kommt im Beitrag von Riggs et al. nicht vor. Vermutlich hat der phantasiebegabte Schreiber gedacht, moderate Erhöhung von Temperatur hat etwas mit Sonnenbaden zu tun und die erhöhten Werte für Zytokine, TNF-alpha, t-Zellen und Monozyten, das weise eindeutig auf einen nahenden Herzinfarkt hin und hat daraus die oben zitierte Überschrift phantasiert. Im Kern entspricht diese Überschrift der Behauptung, ein Glas Rotwein erhöht die Wahrscheinlichkeit, in der Badewanne zu ersaufen, denn wer Rotwein trinkt, der kann betrunken werden, wer betrunken wird, schläft irgendwann ein und .. sie sehen den Zusammenhang: Wer in der Badewanne einschläft, nachdem er ein Glas Rotwein getrunken hat, der ertrinkt, manchmal, vielleicht… so halt.
Indes, man soll dem Abstract zum Vortrag und der Beschreibung dessen, was gemacht wurde, nicht Unrecht tun, was die Leute um Riggs getan haben, ist mindestens ein ebenso großer Bullshit wie die Schlagzeile, die der DailyMail-Reporter daraus gemacht hat.
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Wenn man Aussagen liest, in denen behauptet wird, dass der Anstieg der Temperatur dazu führt, dass t-Zellen und TNF-alpha und Zytokine ausgeschüttet werden, eine Entzündung also wahrscheinlicher ist, dann denkt man, als jemand, der in Methoden der empirischen Sozialforschung ausgebildet wurde, dass hier ZWEI MESSUNGEN für DIESELBE Person vorliegen, eine vor und eine nach der Temperaturerhöhung.
Indes, die Mannen um Riggs messen nur EINMAL, sie entnehmen nur eine BLUTPROBE und korrelieren ihre Werte dann mit der Durchschnittstemperatur des Tages, der Durchschnittstemperatur des Tages!, an dem das Blut entnommen wurde.
Das ist Bullshit.
Aber noch nicht alles.
Sie haben zudem KEINE Ahnung ob die Leute, denen Sie Blut abgenommen haben, auch nur 5 Minuten in der Sonne waren, um den Temperaturen direkt ausgesetzt zu sein. Eigentlich würde man denken, diese zentrale Variable wurde von den Autoren in jedem Fall gemessen, wurde sie aber nicht.
Das ist doppelter Bullshit.
Aber noch nicht alles.
Wenn man behauptet, dass Werte für Zytokine, b-, t-Zellen durch die Temperatur beeinflusst sind, dann sollte man ausschließen können, eine systematische Verzerrung dadurch in den Daten zu haben, dass die Leute mit erhöhten Werten für Zytokine etc. nicht gerade einen Sommerschnupfen oder eine andere virale Infektion oder eine Entzündung im Mund, recht häufig, wie man hört, mit sich herumtragen, die die erhöhten Werte, die dann ÜBERHAUPT nichts mit der Temperatur zu tun haben, erklären würden. Ein Wissenschaftler kontrolliert das. Ein Ideologe, der den Klimawandel und seine furchtbaren Folgen, die schon jetzt für Herzinfarkt-Epidemien in Afrika sorgen, denn dort fallen die Leute reihenweise um, ob der hohen Temperaturen … und in Asien, denken Sie nur, Hitze UND Feuchtigkeit, dort ist Massenherzinfarkt angesagt … zu beschwören.
Ein Bullshiter, der Bullshit verbreitet, dreifachen Bullshit.
Fassen wir die Studie in einem Wort zusammen: Bullshit.
Wer es lieber in zwei Worten hat: Junk Science.
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