Rauchen macht (nicht mehr) schlank: Weniger Raucher: mehr Fette

Gleich vorab:

Lassen Sie sich nicht ruhig stellen.

Es gibt immer ein happy end:

„Rauchen macht schlank“, das war einer der ersten dieser Sprüche, mit denen man aktuellen Rauchern beginnend in den 1970er Jahren ihren „Genuss“, der in den Filmen der 1930er, 1940er, 1950er und 1960er Jahre so unhinterfragt möglich war [achten Sie einmal darauf!], vergällen wollte.

Indes, eine nichtrauchende Bevölkerung scheint langsam aber sicher zur fetten Bevölkerung zu werden. Fett, im vorliegenden Fall definiert als Adipositas, das ist ein BMI > 30, und der BMI, Body Mass Index, der errechnet sich als Gewicht / Größe2.

Wir haben die Entwicklung des BMI in der folgenden Abbildung für ein Gewicht von 60kg bis 150kg exemplarisch dargestellt.

Interessant, für alles, was kommt, ist der mit ADIPOSITAS bezeichnete Bereich, alles, was über einem BMI von 30 liegt. Leicht zu erkennen: Man muss ganz schön etwas auf den Rippen haben, um überhaupt in diesen Bereich gelangen zu können, richtig zulangen, wie man so schön sagt.

Und dass Deutsche richtig zulangen, immer mehr Deutsche richtig zulangen, das ist Ergebnis des folgenden Berichts, den Mitarbeiter des Robert-Koch-Instituts auf Basis von telefonischen Umfragen erstellt haben, in deren Kontext nach dem Gewicht und der Körperhöhe der Befragten gefragt wurde:

Quelle: RKI

Der Zeitraum für den zu unterschiedlichen Befragungszeitpunkten Ergebnisse vorliegen, reicht von 2003 bis 2023. Da sich in diesem Zeitraum eine kontinuierliche Zunahme des Anteils der Erwachsenen, die adipös sind und eine kontinuierliche Abnahme der Erwachsenen, die rauchen, zeigt, reicht es, den ersten und den letzten Zeitpunkt ins Verhältnis zu setzen, also 2003 mit 2023 zu vergleichen.

Quelle: RKI

Wie man sieht, wird der Anteil der Raucher unter der erwachsenen Bevölkerung, genau, der Anteil der Befragten, die angeben, sie würden nicht rauchen, das sind in der Regel pro Befragungszeitpunkt 1000 Personen, kontinuierlich geringer, während der Anteil der Personen / Befragten, deren BMI aus ihren Angaben von Körpergröße und -gewicht, die Grenze zur Adipositas überschritten hat, immer größer wird.

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Die Veränderungen zwischen 2003 und 2023 sind recht dramatisch.

Während der Anteil der Raucher in diesem Zeitraum um 10,2% zurückgeht, steigt der der Adipösen um 61,4% an. Dabei macht es für die Adipösen kaum einen Unterschied, ob sie aus niedrigen, mittleren oder höheren sozialen Schichten stammen, die Zunahme bleibt im Bereich von 76,6% (hohe soziale Schicht) und 86,5% (mittlere soziale Schicht). Dramatische Veränderungen zeigen sich, wenn man nach Altersgruppen unterscheidet: Die Fetten finden sich immer früher, in immer jüngeren Altersgruppen.

So hat der Anteil der Fetten in der Altersgruppe der 18-29jährigen von 2003 bis 2023 um sage und schreibe 232% (von 3,4% auf 11,3%) zugenommen. Um 109% ist der Anteil der Fetten in der Altersgruppe der 30-44jährigen gestiegen (von 9,2% auf 19,2%). 2023 fanden sich 43,2% und 34,0% mehr Adipöse in den Altersgruppen der 45-64jährigen (von 16,9% auf 24,2%) und über 65jährigen (von 15,3% auf 20,5%).

Wenn man nun noch bedenkt, dass die Jungen, die heute schon fett sind, damit etwas erreicht haben, was sich gewöhnlich erst im Verlauf eines mehrere Jahrzehnte umfassenden Lebens und im letzten Lebensdrittel einstellt, dann muss man sich fragen, welche Dimensionen diese heute jungen Menschen im Alter von 65+Jahren erreicht haben werden, sofern ihnen nicht Diabetes oder Herzkreislauferkrankungen zuvor den Garaus gemacht haben.

Seltsamerweise spricht niemand über Adipositas, obschon Adispositas die eigentliche Gesundheitskatastrophe ist, die westliche Gesellschaften derzeit erleben, in jeder Hinsicht, denn die Kosten, die durch Arbeitsausfall entstehen, die Kosten, die für Medikamentierung entstehen, sie steigen stetig, übertreffen in ihrem Wachstum das Wachstum des Anteils der Fetten, denn wie immer ist Pharmafia der Gewinner solcher gesundheitlicher „Notlagen“.


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5Comments

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  1. 1
    ERINNERUNG

    Wenn sie satt waren, reagierten Pawlow’s Hunde nicht mehr auf das Klingelzeichen.
    Die Römer sollen sich bei ihre Gelagen absichtlich erbrochen haben, damit wieder was hineinpaßte.
    Unter Zweibeinern gibt es wohl kaum einen vitalen Trieb, der nicht pervertiert worden ist.
    Betritt man einen Supermarkt, solle man mal auf das reichlich angebotene Schnökerkram achten.

  2. 2
    C.Baumann

    In meiner Jugend gab’s heute undenkbare Songs wie Westernhagens “ Dicke“ und „Die fette Elke“ der Ärzte. In dem Maße, in dem sich die og. Künstler zu woken Systemlingen entwickelten, sind die Deutschen dicker geworden…

  3. 3
    Axel

    Danke für den Beitrag. Mit ein paar schnuckeligen Charts liesse sich doch bestimmt auch belegen, dass Biersaufen ebenfalls schlank macht, da der Bierkonsum ebenfalls abgenommen hat.
    Ich würde die Erkenntnisse dann nämlich gerne meiner Lieblingsfrau vorlegen, die über diese, meine beiden (Haupt-)Laster, ein strenges Regiment führt und gleichzeitig meine Wampe kritisiert, was ich ziemlich ungerecht finde

  4. 4
    Frank

    BMI als Maßstab für Fettleibigkeit, wirklich? Der BMI berücksichtigt weder natürliche Körperstatur noch Muskelmasse. Jeder durchtrainierte Sportler mit hoher Muskelmasse ist entsprechend BMI-Katalogisierung fettleibig.

  5. 5
    noltebolte

    Es hat sich bisher immer noch jeder selber den industriellen Dreck in dem Rachen geschoben!
    Von daher – wenig Mitleid mit den Fetten.

    (wer kleine Kinder hat möge mal auf die anderen Eltern achten, welche ihre Kinder mit „Quetschies“ ruhig stellen.) Das ist meiner Meinung nach eine anteckende Krankheit! Eine Verhaltensansteckung. Eine psychisch ansteckende Krankheit.
    Überträgt sich von Eltern auf Kinder.
    Ist hochansteckend und mach Diabetes, Herz.Kreislauf, dumm und fett.
    Und warum macht Muttern und Vater das? Mal richtig hinschauen!
    Weil Muttern und Vater dann in Ruhe weiter Handyspielen kann. Die Menschen sind wasvon im Eimer.

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