Für alle, die jetzt die anti-Amerikanismus-Karte ziehen und sich darüber echauffieren wollen, dass „wir“ diesen „US-Mist“ in Deutschland nicht benötigen: ScienceFiles wird von WALES aus betrieben! Bei uns ist Halloween ein normales Ereignis am 31. Oktober, nicht nur das: es basiert auf einem KELTISCHEN Fest.
Denn: Halloween hat keltische Wurzeln: Ende Oktober haben die Kelten in Irland, Schottland und auf der Isle of Man Samhain gefeiert. Für die Kelten in Wales war es Calan Gaeaf und für die Kelten in Cornwall Kalan Gwaw. Allen gemeinsam war die Vorstellung, dass Ende Oktober, Ende der Erntesaison und Anfang des Winters und deshalb eine ganz besondere Zeit sei, eine, zu der die Trennlinie zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten und der Feen und der Geister dünn sei, so dünn, dass es Letzteren möglich sei, herüber zu kommen. Samhain oder Calan Gaeaf war angefüllt mit Essen und Spielen, Erntedank (Thanksgiving) und Halloween sind vermutlich zwei Ausgründungen der selben Tradition.
Fast forward.
Heute ist Halloween – wie fast alle anderen Feiertage auch – zum Tag der Geschenke und der Albernheit geworden. Trick und Treat vor der Tür und Kostümparties hinter der Tür zeugen davon. Jenseits davon ist Halloween ein großes Marketing-Fest, an dem man denselben Krempel wie im Rest des Jahres, in Halloween-Verpackung und für einen höheren Preis angeboten, bekommt. Dessen ungeachtet ist Halloween FUN:
Und Creepy…
Und natürlich ist Halloween etwas, das man als hochstirnig bebrillter Intellektueller problematisieren muss, was uns zum folgenden Interview führt, das bei idw erschienen ist. Die Antworten gibt der „Marketing Experte … Jan Michael Rasimus“ von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Rasimus ist Leiter des „Eye Tracking Labors“ …
…
„Was fasziniert gerade in diesem Jahr wieder so viele Menschen an Halloween?
Rasimus: Gerade in Zeiten gestiegener Unsicherheit und multipler Krisen suchen Menschen oft nach sozialen Erlebnissen und Eskapismus. Halloween bietet beides und vermittelt vielen dabei das Gefühl kreativer Selbstwirksamkeit. Zugleich vereint das Event zwei grundlegende, im Menschen verankerte Dimensionen: Die Faszination für das Unbekannte und die Suche nach sozialem Austausch beim gemeinsamen Feiern und Gruseln.“
Da Halloween in den USA schon seit vielen Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten ein fester Programmpunkt Ende Oktober ist, Halloween, wie oben beschrieben, bereits für die Kelten ein Fest war, muss man nach dem, was Rasimus hier von sich gibt annehmen, dass Kelten und US-Amerikaner und uns Briten nicht zu vergessen, dass wir alle schon seit Jahrzehnten, seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden „in Zeiten gestiegener Unsicherheit und multipler Krisen“ leben, was dazu führt, dass Krisen aufgrund stetiger Gegenwart ihres Krisencharakters beraubt und somit zur Normalität geworden sind.
Es gibt Blödsinn, der einfach jedes Maß an Erträglichkeit in einer Weise übersteigt, die megalomanisch ist.
Und es wird nicht besser: Wer sich in vorgegebene und in der Regel im Supermarkt feilgebotene Halloween-Kostüme wirft, der erntet damit „das Gefühl kreativer Selbstwirksamkeit“, vor allem bei denen, die im selben Kostüm unterwegs sind. Uns ereilt bei solchem verbalen Unfug immer die Faszination dessen, was den Leuten, die so etwas absondern, alles unbekannt ist und wir suchen, mit oder ohne Halloween nach sozialem Austausch mit unseren Lesern auf ScienceFiles.
Indes, die Erfahrung lehrt, dass Leute, die angefangen haben, Blödsinn von sich zu geben, damit nicht schnell wieder aufhören. Rasimus ist hier keine Ausnahme:
„Was passiert denn beim Gruseln im Gehirn genau?
Rasimus: Aus neurowissenschaftlicher Sicht löst der Kontrast zwischen Furcht und Vergnügen ein besonderes neurochemisches Feuerwerk im Gehirn aus. Grusel erzeugt eine Stressreaktion, und gleichzeitig ermöglicht die sichere Partyumgebung, das Ganze auf spielerische Weise zu erleben. Es greifen zwei Verarbeitungspfade: Der schnelle Pfad aktiviert das Alarmsystem, Herzschlag und Aufmerksamkeit steigen. Kurz darauf ordnet der langsamere Pfad die Situation als sicher ein, reduziert die Erregung und sorgt für Entspannung. Das Wechselspiel zwischen Anspannung und Entlastung wird von vielen als sehr reizvoll erlebt. Dieses Phänomen der „Angstlust“ erklärt übrigens auch die große Beliebtheit von Geisterbahnfahrten, Horrorfilmen oder auch True Crime-Formaten.“
Wenn „Angstlust“, die große Beliebtheit von nicht nur Halloween, sondern auch die von Geisterbahnfahrten, Horrorfilmen oder True Crime Formaten erklärt, dann muss alles und weil „in Zeiten gestiegener Unsicherheit und multipler Krisen … Menschen oft nach sozialen Erlebnissen und Eskapismus“ suchen, ebenfalls zugenommen haben. Kann irgend ein Schausteller vom Kanstatter Wasen oder vom Oktoberfest diese Behauptung bestätigen?
Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, denn eigentlich fällt das Geisterbahnfahren wie Halloween unter die Kategorie des Vergüngens, früher war das jedenfalls der Fall und Freude am Vergnügen hatten Menschen zu allen Zeiten, Krisen- und Nichtkrisenzeiten, Einfach- oder Multipelkrisenzeiten. Und dass das Wechselspiel zwischen „Anspannung und Entlastung“ von vielen als „sehr reizvoll erlebt“ wird, das ist eine dieser Boomerang-Floskeln, die auf den, der so blöd ist, sie zu benutzen, zurückkommen.
Wenn Herr Rasimus, vermutlich ein jüngerer Mann mit entsprechenden Erfahrungslücken, jemals in einem Fussball- oder Rugbystadion gewesen und einem entsprechenden Spiel beigewohnt hätte, dann kennte er dieses Mischung aus Anspannung und Entlastung, die er als „Angstlust“ bezeichnet, obschon es bestenfalls dann mit Angst zu tun hat, wenn Wales im Rugby wieder einmal zurückliegt und gegen England zu verlieren droht. Indes: mit Anspannung und Entlastung hat das nicht wirklich etwas zu tun, wie jeder weiß, der beim Stand von 28:25 eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit und Ballbesitz England im Drittel von Wales, wenige Meter von der Touch-Down Linie entfernt, seinen leeren Bierbecher zerkrümelt oder seine Anspannung auf der Suche nach Entlastung anderweitig auslebt.
Vermutlich haben alle Fans im Principality Stadion nur deshalb diese Anspannung erlebt, weil wir in einer Zeit der multiplen gesellschaftlichen Krisen leben, die Angstlust befördern.
Dummes Gebabbel, wie die Pfälzer sagen, wenn es von Leuten kommt, die sich für besonders schlau halten, ist schlimmer als jeder Schrecken, der einem an Halloween eingejagt werden kann…
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Zuerst war es ein Kult, dann wurde es Folklore, nun ist es Klamauk und somit entkernt und bar jeder Spiritualität. Die gleiche Entwicklung also wie Karneval / Fasching. Die Ursache dafür ist aber nicht bei den Geistern und Feen zu suchen…
Heute ist nicht nur Halloween sondern auch der Reformationstag zum Gedenken an Martin Luther, der am 31. Oktober 1517 die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte. Der Grund war der Ablasshandel der Katholischen Kirche. Wann werden die Thesen zum heutigen Ablasshandel, zur freien Meinungsäußerung, zur Migration, zur Ehrlichkeit der Politiker an die Tür des Bundestages genagelt. Das sind sicher mehr als 95.
Die Tradition die Toten zu ehren, haben z.B. die Mexikaner uebernommen, die am 1. Nov. ihre Toten ehren und ein Fest feiern.
Die kath. Kirche hat ebenfalls uebernommen und feiert am 1. Nov. Allerseelen und am 2.Nov.Allerheiligen.
Als Kind in einem kleinen Ort aufgewachsen, erinnere ich mich, das abends, als es dunkel wurde die ganze Gemeinde zum Friedhof ging. die oertliche Musik Kappelle war ebenfalls dabei.
Dort flackerten die Lichter und Kerzen auf den Familien graebern. Manche Leute hielten Kerzen in den Haenden. Es war eine ruhige erhebende ehrfuerchtige, feierliche , jedoch traurige Stimmung.
Leises Weinen war zu hoeren, es war ein Verabschieden der im jeweiligen Jahr Verstorbenen, die mit Namen genannt wurden und fuer die gebetet wurde. Manchmal schneite es, manchmal wehte ein eisiger Wind, doch dass stoerte mich nicht. Ich war voller Ehrfurcht und fuehlte mich verbunden mit meinen verstorbenen Familieangehoerigen. vor allem da ich als Siebenjaehrige den friedvollen Tod meiner Urgrossmutter im haeuslichen Sterbezimmer mit der ganzen Familie miterleben durfte.
Dies hat mich gepraegt den Tod als natuerlich und friedvoll anzusehen, nichts vor dem man Angst haben muss und dass man Sterbende begleiten kann.
Nun dazu, wie aus alten Traditionen Mockeri wurde durch das moderne Halloween.
Was z.B. mit den amerikanischen Kindern an Halloween gemacht wird, hat nichts mit Tradition zu tun.
Die Kinder von zwei/ drei Jahren aufwaerts ,durch extra eingerichteten Geisterhaeuser gefuehrt, die sie dann voellig traumatisiert, schreien und weinend verlassen.
Viele Eltern finden das lustig, Ich finde das grausam fuer eine Kinderseele.
Auch die Horrorfilme, bei denen ich Albtraeume bekaeme duerfen sich die Kleinen anschauen.
Der Sinn dahinter erstreckt sich mir nicht.
Sollen Kinder von kleinauf traumatisiert, psychisch abgehaertet, emotionalisiert oder das Gegenteil gefuehlos gegen ueber anderen werden?
Die Verkleidungen und angstmachenden Dekorationen haben auch nichts mit Karneval oder Faschingskostuemen gemein, die sind lustig und bei Kindern oft Idole, Marchenfiguren oder Tiereverkleidungen.
Der moderen Halloween Klamauk entfernt die Kinder von den althergebrachten Traditionen und nimmt den Respekt vor den Totrn und dem Sterben.
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Zuerst war es ein Kult, dann wurde es Folklore, nun ist es Klamauk und somit entkernt und bar jeder Spiritualität. Die gleiche Entwicklung also wie Karneval / Fasching. Die Ursache dafür ist aber nicht bei den Geistern und Feen zu suchen…
Heute ist nicht nur Halloween sondern auch der Reformationstag zum Gedenken an Martin Luther, der am 31. Oktober 1517 die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nagelte. Der Grund war der Ablasshandel der Katholischen Kirche. Wann werden die Thesen zum heutigen Ablasshandel, zur freien Meinungsäußerung, zur Migration, zur Ehrlichkeit der Politiker an die Tür des Bundestages genagelt. Das sind sicher mehr als 95.
Die Tradition die Toten zu ehren, haben z.B. die Mexikaner uebernommen, die am 1. Nov. ihre Toten ehren und ein Fest feiern.
Die kath. Kirche hat ebenfalls uebernommen und feiert am 1. Nov. Allerseelen und am 2.Nov.Allerheiligen.
Als Kind in einem kleinen Ort aufgewachsen, erinnere ich mich, das abends, als es dunkel wurde die ganze Gemeinde zum Friedhof ging. die oertliche Musik Kappelle war ebenfalls dabei.
Dort flackerten die Lichter und Kerzen auf den Familien graebern. Manche Leute hielten Kerzen in den Haenden. Es war eine ruhige erhebende ehrfuerchtige, feierliche , jedoch traurige Stimmung.
Leises Weinen war zu hoeren, es war ein Verabschieden der im jeweiligen Jahr Verstorbenen, die mit Namen genannt wurden und fuer die gebetet wurde. Manchmal schneite es, manchmal wehte ein eisiger Wind, doch dass stoerte mich nicht. Ich war voller Ehrfurcht und fuehlte mich verbunden mit meinen verstorbenen Familieangehoerigen. vor allem da ich als Siebenjaehrige den friedvollen Tod meiner Urgrossmutter im haeuslichen Sterbezimmer mit der ganzen Familie miterleben durfte.
Dies hat mich gepraegt den Tod als natuerlich und friedvoll anzusehen, nichts vor dem man Angst haben muss und dass man Sterbende begleiten kann.
Nun dazu, wie aus alten Traditionen Mockeri wurde durch das moderne Halloween.
Was z.B. mit den amerikanischen Kindern an Halloween gemacht wird, hat nichts mit Tradition zu tun.
Die Kinder von zwei/ drei Jahren aufwaerts ,durch extra eingerichteten Geisterhaeuser gefuehrt, die sie dann voellig traumatisiert, schreien und weinend verlassen.
Viele Eltern finden das lustig, Ich finde das grausam fuer eine Kinderseele.
Auch die Horrorfilme, bei denen ich Albtraeume bekaeme duerfen sich die Kleinen anschauen.
Der Sinn dahinter erstreckt sich mir nicht.
Sollen Kinder von kleinauf traumatisiert, psychisch abgehaertet, emotionalisiert oder das Gegenteil gefuehlos gegen ueber anderen werden?
Die Verkleidungen und angstmachenden Dekorationen haben auch nichts mit Karneval oder Faschingskostuemen gemein, die sind lustig und bei Kindern oft Idole, Marchenfiguren oder Tiereverkleidungen.
Der moderen Halloween Klamauk entfernt die Kinder von den althergebrachten Traditionen und nimmt den Respekt vor den Totrn und dem Sterben.