Website-Icon SciFi

Nicht mehr zu ertragende Dummheit: Der WHO-Chef und „Ungerechtigkeit der Menschheit“

Erhält man eigentlich Schmerzensgeld oder Schadensersatz dafür, dass offenkundig in intellektuellen Niederungen Wandernde nahezu täglich einen Anschlag auf die Vernunft und die Intelligenz ihrer Mitmenschen vornehmen können, diese Anschläge vom öffentlich-rechtlichen Schundfunk verbreitet werden und letztlich dazu führen, dass man unter der abgrundtiefen Dummheit dieser Leute in einer Weise zu leiden beginnt, die mindestens nach Schmerzensgeld ruft?

„Einer UN-Studie zufolge haben mehr als 30 Prozent aller Frauen weltweit im Lauf ihres Lebens Gewalt erfahren. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von 840 Millionen Opfern aus. Das wahre Ausmaß des Problems sei aber noch größer, da viele Betroffene aus Angst nicht darüber sprechen wollten, hieß es von der UN-Organisation.

Die Lage habe sich in den vergangenen 20 Jahren kaum gebessert, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Gewalt gegen Frauen ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Ungerechtigkeiten der Menschheit, und dennoch wird dagegen am wenigsten unternommen“, kritisierte Tedros. „Keine Gesellschaft kann sich als fair, sicher oder gesund bezeichnen, wenn die Hälfte ihrer Bevölkerung in Angst lebt.““

Quelle. Tagesschau

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Ich kann diesen Blödsinn nicht mehr ertragen, dieses ständige Opferrollen-Genöle, das schon zu Zeiten falsch und verlogen war, als es noch nicht so abgestanden und ranzig gewirkt hat wie heute. Indes, das dumme Geschwätz von Herrn Tedros, einem Mann, der in seiner Zeit als Gesundheitsminister von Äthiopien (2005 bis 2012) drei Ausbrüche von Cholera vertuscht und zu akutem wässrigem Durchfall gemacht haben soll (und wohl auch gemacht hat), ein Gesundheitsminister, der mit diesem Wortspiel die Hilfe für von Cholera Betroffene verzögert und die Mortalität erhöht hat, wie z.B. der Telegraph oder die New York Times berichten, hat schon eine besondere Qualität.

Ausgerechnet dieser Mann spielt sich als moralische Instanz über „Gewalt“ auf.
Unglaublich.

Fast so unglaublich wie die Dummheit, mit der er das tut.
Gewalt gegen Frauen sei eine der „am weitesten verbreiteten Ungerechtigkeiten“. Nun ist Gerechtigkeit ein relationales Maß. Es benötigt eine Vergleichsgruppe und es setzt eine konditionale Handlung voraus, am einfachsten beschrieben in dem Paar von Anstrengung und Belohnung: Gerechtigkeit liegt vor, wenn das Verhältnis von Anstrengung und Belohnung bei X dem entsprechenden Verhältnis bei Y entspricht. Wer mehr arbeitet, muss besser entlohnt werden. Wer weniger arbeitet, muss weniger entlohnt werden. Das Missliche ist nun, wenn man Gewalt in den Kontext von Gerechtigkeit einfügt, wie das der WHO-Tedros getan hat, dann macht man Gewalt damit zu einer Auszahlung, deren Umfang vom Einsatz abhängig ist, und zwangsläufig wird die Frage nach der Ungerechtigkeit der Gewalt gegen Frauen zu einer, die man im Vergleich zu Männern beantworten muss, denn Dr. Tedros insinuiert hier, dass es ein gerechtes Maß an Gewalt gibt, eines, das vorausgehenden Handlungen ensprechend in Umfang und Intensität variiert und das eben nur dann gerecht ist, wenn die vorausgehenden Handlungen gleich sind.

Das kommt davon, dass dumme Leute Begriffe mit einer festen Bedeutung, mit einer geteilten Bedeutung, missbrauchen und für sich als ideologisches Geschütz in den Kampf führen wollen: Sie bleiben mit einem Rohrkrepierer zurück, der im vorliegenden Fall den Verdacht nahelegt, Dr Tedros finde das Ausmaß an Gewalt gegen Frauen ungerecht, in Form und Umfang also zum Beispiel zu harmlos und gering…

SciFi-Support

Um diese Misslichkeit zu entfernen, muss man notgedrungen die fehlende Vergleichsgruppe einführen, was Tedros der Hinterhältige auf die entsprechende Hintenrumart tut, wenn er sagt: „Keine Gesellschaft kann sich als fair, sicher oder gesund bezeichnen, wenn die Hälfte ihrer Bevölkerung in Angst lebt.“ Das ist nun wirklich eine der dümmsten Aussagen, die ich je gelesen habe, eine Aussage in boshafter Absicht, die die andere Hälfte der Gesellschaft, die nach Ansicht von Dr Tedros nicht in Angst lebt, niemanden umfasst, der in Angst lebt, unter den Täter-Generalverdacht stellt. Die Zuschreibung eines Merkmals zu einer großen heterogenen Gruppe von Individuen ist nicht nur das, was einen dummen Menschen, einen abgrundtief dummen Menschen auszeichnet, es ist auch der Standardfall von Diskriminierung und Vorurteil.

Setzen wir den intellektuellen Coup de Grace und fegen diese peinlichen Leute, die sich wieder an der vermeintlichen Opferrolle der „Hälfte der Menschheit“ aufgeilen, vom Platz.

Männer.
Ja, wir schreiben von Männern.
Männer unter 50 Jahren.
Opfer von Gewalt.
Die WHO gibt natürlich KEINE Studie zur Gewalt gegen Männer in Auftrag, aber die Australische Regierung macht das, woraus man ein Maß für Gewalt gegen Männer in westlichen Gesellschaften gewinnen kann, und kenyanische Wissenschaftler tun das mit einer Studie, auf deren Grundlage man die Verteilung entsprechender Gewalt in Afirka errechnen kann Chinesische Wissenschaftler tun dies und füttern mit ihrer Studie nicht nur die fehlenden Landstriche an, sie stellen auch die Möglichkeit bereit, die bisherigen Schätzungen zu validieren. Und als Ergebnis kommt man zu einem Anteil von mindestens 30% bis 45% der Männer im Alter bis 50 Jahrem weltweit, die Opfer von Gewalt werden.

Mit anderen Worten: Es werden MEHR Männer Opfer von Gewalt als Frauen.

Ergo müssen, in der Unlogik von Dr Tedros, Männer mehr Angst vor Gewalt haben als Frauen. Es kann einem, das sage ich als Mann, angesichts der endemischen Dummheit, die sich in gesellschaftlichen Positionen massiert hat, auch wirklich Angst und Bange werden.

Odemba, Elizabeth Akello, Edward A. Frongillo, and Sheri D. Weiser (2025). Prevalence and predictors of intimate partner violence against men in Kisumu slums, Kenya. BMC Public Health 25(1): 2092.

Zhou, Xiaoding, Ruyu Li, Peixia Cheng, Xiaonan Wang, Qi Gao, and Huiping Zhu (2024). Global burden of self-harm and interpersonal violence and influencing factors study 1990–2019: analysis of the global burden of disease study. BMC public health 24(1): 1035.

Die mobile Version verlassen