Wenn Sie auf farbenprächtige Displays stehen, dann kommen sie derzeit mit der Live-Kamera zum Etna auf Sizilien voll auf ihre Kosten:
Lava from Italy’s Mount Etna lit up the night sky with glowing red flashes as the volcano continued erupting at an elevation of nearly 9,800 feet, according to Italy’s National Institute of Geophysics and Volcanology. pic.twitter.com/kYCfZy6q8T
Seit dem 26. Juni ist Etna wieder aktiv. Eine Spalte am östlichen Fuß des Gipfelkraters im oberen Valle del Leone hat sich geöffnet. Aus der Spalte tritt Lave aus, langsam und gemächlich, mit einer Begleitmusik von gelegentlichen Explosionen, eher schwache Explosionen, ergänzt von Erdstößen geringer Ausprägung auf Richters Skala.
Zwar besteht keine Gefahr für Anwohner. Aber stellen Sie sich einmal vor, sie hätten jemanden wie Etna zum Nachbarn …
Etna ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Seine Geschichte seit 2000 liest sich wie ein Schreiten von Eruption zu Eruption
2001: Bedeutende Flankeneruption (Juli–August) an mehreren Spalten an der Südflanke. Schaden u.a. an der Seilbahnstation.
2002–2003: Große Flankeneruption (Oktober 2002–März 2003). Asche bis nach Libyen sichtbar, erhebliche Schäden an Infrastruktur (Piano Provenzana zerstört), Flankenverschiebungen.
2004–2005: Langsame, nicht-destruktive effusive Ausbrüche an der oberen Südostflanke.
2006–2008: Intensive Gipfelaktivität mit Lavafontänen und Flüssen (u. a. September 2007 starker Paroxysmus).
2008–2009: Lange andauernde Flankeneruption (Mai 2008–Juli 2009, ca. 417 Tage).
2011–2012: Mehrere intensive Gipfelphasen mit Paroxysmen.
2018: Dyke-Intrusion – Magma dringt unter hohem Druck durch Spalten und Risse im Gestein nach oben, erreicht aber nict die Oberfläche – es bleibt bei Asche und Erdbeben (M 4,9).
2021: Serie von 11 explosiven Paroxysmen in nur drei Wochen (Februar) – hohe Aschewolken (>10 km), Flughafen-Schließungen.
2022: Weitere Paroxysmen und kleine Lavaflüsse (u. a. Februar und Mai).
2024: Mehrere starke explosive Phasen mit Aschewolken bis 9,5 km und Flughafen-Schließungen.
2025: Aktivität mit möglichen pyroklastischen Strömen und Asche.
2026: Flankeneruption ab 1. Januar + neue effusive Phase ab 26. Juni
Es gibt, spätestens seit Strothers einen entsprechenden Beitrag veröffentlicht hat, in dem er schwache Korrelationen zwischen Sonnenzyklus und Vulkanausbrüchen aufzeigt:
Stothers, R. B. (1989). Volcanic eruptions and solar activity. Journal of Geophysical Research: Solid Earth, 94(B12): 17371-17381.
eine Hypothese, die einen Zusammenhang zwischen Sonnenaktivität und Vulkanausbrüchen herstellt, letztere in Zeiten von solaren Minima als besonders wahrscheinlich beschreibt.
Indes, Sonnenzyklus 25, in dem wir uns derzeit befinden hat im Oktober 2024 offiziell sein Maximum überschritten. 161 Sonnenflecken sind der High Score von Zyklus 25. Und seither ist die Sonne echt aktiv, derzeit mit rund 100 Sonnenflecken und regelmäßigen Eruptionen im Bereich von M und gelegentlich auch X. Der Unterschied zwischen M- und X-Sonnenstürmen besteht unter anderem, aber nicht nur, darin, dass man die Aurora Borealis weiter südlich bewundern kann.
Nicht in Südwales.
Wir haben zwar einen der dunkelsten Nachthimmel der Erde, vor allem in den Brecon Beacons, aber in der Regel keine Aurora Borealis.
Muss man sich halt mit Uuno Klami behelfen:
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Betr.: Aurora Borealis vom Standort 51 Grad N, 9 Grad O beobachtet
Anfang der 90er Jahre sah ich zur Winterzeit nachts im Nordwesten einen zunehmend rötlichen Schein in einer Elevation von ca. 25 Grad über dem Horizont entstehen. Als der eine kräftige rote Farbe angenommen hatte, bündelte sich die rote granulatartige neblige Form plötzlich so zusammen, daß sie wie rote Streben eines riesigen aufgespannten Sonnenschirms, auch vergleichbar mit den Bugstreben eines Zeppelins, radial von einem deutlichen Zentrum aus leicht bogenartig verliefen.
Ein rotes Nordlicht hatte ich bis dahin nie gesehen, schon garnicht, daß sich Teile davon zu einer exakt radial verlaufenden Bündelung formten. Leider war in meiner Kamera kein Film eingelegt, ihr lichtstarkes Objektiv (Planar 1:1,4) wäre ausreichend gewesen. In der Folgezeit beobachtete ich noch weitere rote Nordlichter, habe jedoch niemals wieder eine solche Formung gesehen.
Wie so üblich, bekam ich damals zu hören, rote Nordlichter gäbe es nicht.
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Betr.: Aurora Borealis vom Standort 51 Grad N, 9 Grad O beobachtet
Anfang der 90er Jahre sah ich zur Winterzeit nachts im Nordwesten einen zunehmend rötlichen Schein in einer Elevation von ca. 25 Grad über dem Horizont entstehen. Als der eine kräftige rote Farbe angenommen hatte, bündelte sich die rote granulatartige neblige Form plötzlich so zusammen, daß sie wie rote Streben eines riesigen aufgespannten Sonnenschirms, auch vergleichbar mit den Bugstreben eines Zeppelins, radial von einem deutlichen Zentrum aus leicht bogenartig verliefen.
Ein rotes Nordlicht hatte ich bis dahin nie gesehen, schon garnicht, daß sich Teile davon zu einer exakt radial verlaufenden Bündelung formten. Leider war in meiner Kamera kein Film eingelegt, ihr lichtstarkes Objektiv (Planar 1:1,4) wäre ausreichend gewesen. In der Folgezeit beobachtete ich noch weitere rote Nordlichter, habe jedoch niemals wieder eine solche Formung gesehen.
Wie so üblich, bekam ich damals zu hören, rote Nordlichter gäbe es nicht.
Das sind diejenigen, die aber eifrig von einer „Marsbedeckung“(!) zu berichten wissen:
„Good Morning“ – The Beatles