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Die nächste Landtagswahl, dieselben Indizien für Wahlbetrug

Die Abweichungen zwischen Brief- und Urnenwahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern sind demographisch nicht erklärbar

Mecklenburg-Vorpommern hat gewählt.

737.691 Wähler haben ein Wahllokal aufgesucht, 286.560 Wähler (28,0%) waren in der Regel zu faul, ein Wahllokal aufzusuchen, zu krank oder hatten andere Gründe. Einmal mehr zeichnen sich beide Ergebnisse durch EKLATANTE Unterschiede aus, die man erklären muss.

Das Ergebnis an der Urne ist für die AfD mehr als doppelt so gut, wie das Briefwahlergebnis. Alle Parteien, die ansonsten im neuen Landtag vertreten sind, erzielen bei der Briefwahl deutlich höhere Stimmenanteile als im Wahllokal. Der hohe Anteil der “Sonstigen” umfasst, man muss es mit dem entsprechenden Genuss feststellen, die Partei von Friedrich Merz, der geschafft hat, was vor ihm noch niemand geschafft hat: Die CDU ist in einem deutschen Landtag NICHT vertreten.

Wir haben anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt ein Modell entwickelt, mit dem wir die Diskrepanzen zwischen Brief- und Urnenwahl zu erklären versuchen, und zwar vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Literatur und der Forschungsergebnisse zu denen, die Briefwahl durchführen. Briefwähler häufen sich in älteren Wählerkohorten und sie finden sich überproportional häufig unter Personen, mit einer formal hohen Bildung.

Wer sich für die genaue Argumentation und die Berechnungsweise interessiert, findet beides in diesem Post erklärt.

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In Kürze zusammengefasst versucht unser Model, den Unterschied zwischen Brief- und Urnenwahl über Alter und formale Bildung zu erklären. Wir machen uns die Sache insofern handhabbar, als wir berechnen, ob der Anteil derjenigen, von denen bekannt ist, dass sie Briefwahl bevorzugen, bezogen auf ihr tatsächliches Abstimmungsverhalten bei der Landtagswahl ausreicht, um die eklatanten Unterschiede zwischen Brief- und Urnenwahl zu erklären.

Das sind die Ausgangsdaten, die wir den Exit-Poll Analysen der Meinungsforschungsinstitute entnommen haben:

Die Daten dienen als Ausgangspunkt um zu berechnen, ob Abstimmungsverhalten und ANZAHL der Wähler in den jeweiligen Gruppen das Wahlergebnis, die Diskrepanz zwischen Brief- und Urnenwahl erklären können. Die folgende Abbildung zeigt den kombinierten Effekt für Alter und Bildung für das wahrscheinlichste Briefwahlergebnis:

Die gelben Balken zeigen das Ergebnis, das man erhält, wenn man den wahrscheinlichen Anteil bei Briefwahlen auf Basis der Verteilung von Alter und formaler Bildung für Mecklenburg-Vorpommern errechnet. Das Briefwahlergebnis der AfD bleibt rund 15%punkte hinter dem aufgrund der demographischen Verteilung der häufigsten Briefwähler zu erwartenden Ergebnis. Das Ergebnis der SPD fällt um rund 6,5% besser als man erwarten konnte aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Abweichung zwischen Urnen- und Briefwahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern, die immerhin 44.5% beträgt (über alle Parteien gerechnet) über die Wähler erklärt werden kann, von denen bekannt ist, dass sie gehäuft eine Briefwahl vornehmen, ist damit nicht vorhanden, sie beträgt, für diejenigen, die es interessiert, 0,12, also 12% und hat ein Vertrauensintervall von 0,08 bis 0,15.

Vergleicht man die Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, dann ergibt sich eine weitere dieser Seltsamkeiten, die man nicht durch Zufall erklären kann.

In Sachsen-Anhalt hat die AfD 43,8% der Stimmen erhalten, zwischen dem Briefwahlergebnis und dem Urnenwahlergebnis bestand ein Unterschied von 26,9%. Errechnet man ein proportionales Maß für den Unterschied zwischen Briefwahl und Urnenwahl für den Fall, dass die AfD in Sachsen-Anhalt einen Stimmenanteil erhalten hätte, wie die AfD in Mecklenburg-Vorpommern, also 38,2% der Stimmen, dann ergibt sich eine Lücke zwischen Brief- und Urnenwahl von 23,5%.

Die Lücke zwischen Brief und Urnenwahl für den Stimmenanteil der AfD in Mecklenburg-Vorpommern beträgt 22,3%, also 1,3% weniger. Das ist ein so geringer Unterschied, dass man den Eindruck haben kann, hier ist ein Algorithmus am Werk, der errechnet, wie groß der Unterschied zwischen Urnen- und Briefwahl sein muss, um eine Alleinregierung der AfD auf Basis einer relativen Mehrheit unmöglich zu machen.

Es wäre im übrigen leicht möglich, jede Spekulation über Wahlbetrug mittels Briefwahl zu beenden, indem man eine solche Möglichkeit schlicht streicht. Frankreich und Italien lassen Briefwahlen nur für Staatsbürger, die im Ausland leben, zu. Wer in Frankreich oder Italien lebt, muss sich ins Wahllokal bemühen, um seine Stimme abgeben zu können. Frankreich hat die Briefwahl im Jahre 1975 explizit mit Verweis auf Wahlbetrug abgeschafft.

Beide Demokratien sind ohne Briefwahl nicht untergegangen. Man muss sich vor diesem Hintergrund fragen, warum vor allem linke Parteien eine so große Liebe zur Briefwahl entwickelt haben.

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