#StopTheStupid – Wissenschaftliche Fakten sind nicht verhandelbar – Demokratie meint nicht die Herrschaft der Dummen

Das ganze Unglück hat mit dem Auszug des Konstruktivismus aus der Anstalt, in der er gepflegt wurde, in die Öffentlichkeit begonnen. Die fehlgeleitete Idee, man könne über die Realität diskutieren und aushandeln, was Fakt und was Fiktion ist, hat nicht nur die Grundlage dafür geschaffen, dass Wissenschaften erheblich an Ansehen verloren haben, sie ermöglicht es auch Interessenvertretern die Realität zu ihrem Vorteil zu verbiegen, in der begründeten Hoffnung, Anhänger zu finden. Nichtzuletzt hat der Konstruktivismus dazu geführt, dass jeder Hans meint, er könne bei allem mitreden, sich einbildet, er hätte zu allem eine Meinung oder müsse zu allem eine Meinung haben.

Dem ist nicht so.
Die Realität und die wissenschaftlichen Fakten, also das, was wir derzeit gesichert über die Realität wissen, sind nicht verhandelbar. Es ist nicht verhandelbar, dass die Erde eine Kugel mit Delle ist, es ist nicht verhandelbar, dass die Gravitation dafür verantwortlich ist, dass Irre nicht frei im Orbit unterwegs sind, und es ist nicht verhandelbar, das es kein Gender Pay Gap, keinen Insektozid, keine ausschließlich friedlichen Flüchtlinge und keine ausschließlich bösen Weißen gibt.

Dennoch gibt es Nuts, die darüber verhandeln wollen. Sie wollen uns weißmachen, die Erde sei eine Scheibe, ein Gender Pay Gap sei vorhanden oder weiße Menschen seien alle Rassisten. Dass es möglich ist, derartigen Junk in die Welt zu setzen, dass jeder Hans, dessen Selbstkontrolle nicht soweit entwickelt ist, dass er merkt, welchen Unsinn er erzählt, meint, er könne diesen Unsinn in die Welt posaunen, das ist das Ergebnis des Konstruktivismus.

Konstruktivisten haben die Wissenschaften beschädigt, indem sie behaupten, die Realität sei konstruiert, man könne kein gesichertes Wissen über sie sammeln. Sie haben die Gesellschaft beschädigt, weil sie den Eindruck vermitteln, man könne ohne Arbeit, Mühe und Leistung etwas erreichen, sich quasi zur Leistung konstruieren.

Konstruktivisten haben das Vertrauen in die Wissenschaft beschädigt, Fächer wie die Gender Studies, deren Haupttätigkeit darin zu bestehen scheint, a-normale Plattitüden in die Welt zu setzen und zu denken, man habe die Sicht auf die Realität revolutioniert, haben viel dazu beigetragen, Wissenschaft, Sozialwissenschaft in diesem Fall, lächerlich zu machen.

Das daraus entstandene Klima der Skepsis, das den Wissenschaften entgegenschlägt, nutzen Interessenvertreter aus, in dem sie wissenschaftliche Forschung, die ihnen nicht genehm ist, mit hanebüchenen Behauptungen, Fehlschlüssen ad hominem, genetischen Fehlschlüssen oder sonstigem Unsinn in Frage zu stellen versuchen, um ihre eigene Agenda zu befördern.

Das Klima der Skepsis gegen die Wissenschaft, es ist auch ein Nährboden für staatliche Institutionen und ihren Kampf gegen die Freiheit der Bürger. Eingriffe in bürgerliche Freiheiten werden immer häufiger. Begründungen dafür finden sich vornehmlich mit Bezug auf bürgerliches Fehlverhalten (die rauchen, trinken und machen Müll).

Instrumentell im politischen Klima der Skepsis gegen Wissenschaft, ist die fünfte Kolonne der Ministerien, die u.a. mit den Gender Studies in der Wissenschaft installiert wurden. Sie sind willfährige Diener dabei, Wissenschaft zu politischem Aktionismus zu diskreditieren, leisten wertvolle Zerstörungsarbeit mit ihren immer abstruseren Behauptungen, immer mit dem Ziel, Wissenschaft als Anker im Meer der Information zu diskreditieren und mit der eigenen politischen Agenda zu ersetzen.

Die politische Agenda, für die Konstruktivisten und Genderisten stehen, ist eine der Bewertung. Sie verbreiten keine Fakten, sie verbreiten Empfindungen, Gefühle, persönliche Assoziationen, Einstellungen und Hass auf alles, was dem widerspricht. Ihr Ziel ist der menschliche Zellhaufen, der sich über emotionale Stimuli steuern lässt, ohne dass Vernunft die Handlung beeinflusst. Wozu auch: Für sie ist Realität konstruiert, Ergebnis der Interaktion zwischen Menschen, und ihr Ziel besteht darin, ihre Version der Realität anderen zu oktroyieren. Zwang ist auch eine Form menschlicher Interaktion, das wird gerne vergessen.

Gemeinsam ist den Konstruktionen, die freien Individuen als die derzeit gültige Realität aufgezwungen werden soll, dass sie entweder als Heilslehre zur Emanzipation von XY verkauft werden oder als Variante der Demokratie, als gelebte Demokratie. Wenn 10.000 Gläubige an den nahen Atomtod gegen Atomkraft oder gegen Glyphosat demonstrieren, dann sei dies gelebte Demokratie, so wollen die Anbieter dieses Schlangenöls ihren Opfern weißmachen. Denn für sie ist die Realität verhandelbar, sie muss verhandelbar sein, denn nur wenn man durchsetzt, dass es möglich ist, über die Realität und wissenschaftliche Fakten zu streiten, kann man die eigene Irrlehre als Verhandlungsmasse einbringen und es zu einem demokratisches Recht machen, die Erde zu einer Scheibe zu erklären.

Die Realität ist aber nicht verhandelbar.
Die Wissenschaften haben über Jahrtausende Wissen akkumuliert, das man als gesichertes oder gut bestätigtes Wissen ansehen kann.
Darüber kann man nicht diskutieren.

[Komischerweise wollen Konstruktivisten immer nur über bestimmte Dinge diskutieren, während sie andere für bare Münze nehmen. Anti-Rassisten z.B., die gegen die weißen, alten Männer kämpfen, haben kein Problem damit, einen Computer für ihre Agitation zu benutzen, den es ohne weiße, alte Männer nicht gäbe.]

Es wird Zeit, die Wissenschaften zu rehabilitieren und die konstruktivistische Plage, die sich in Wissenschaften eingenistet hat, welche Form auch immer sie angenommen hat, aus den Wissenschaften zu vertreiben.

Eine rehabilitierte Wissenschaft führt dazu, dass es wieder möglich ist, sich ein eigenes Bild zu Themen zu machen, das auf dem Stand der wissenschaftlichen Forschung basiert.

Eine rehabilitierte Wissenschaft hat zur Konsequenz, dass die Einlassungen von Interessengruppen, seien es Greenpeace, Campact, Monsanto oder der Verband deutscher Apotheker aus der Bestimmung des Stands der wissenschaftlichen Forschung zu einem Gegenstand ausgeschlossen sind.

Eine rehabilitierte Wissenschaft reduziert diese Interessenverbände auf ihren Bereich der Vertretung von Interessen.

Eine rehabilitierte Wissenschaft ist natürlich nicht das, was manche einfachen Gemüter als Demokratie verkaufen wollen, den Zustand nämlich, in dem jeder meint, er könne seine Meinung zum besten geben, obwohl er keine Ahnung, keinerlei Information und keinerlei notwendige Kenntnis hat, um sich überhaupt eine Meinung zu bilden, denn eine Meinung ist nicht jeder Satz, der durchs Gehirn pfeift, eine Meinung ist eine Aussage, die auf Informationen und Kenntnissen begründet ist. Die AfD ist blöd, ist keine Meinung. Die SPD ist auf dem absteigenden Ast, denn sie hat in 35 Jahren rund 25% an Wählerstimmen verloren, das ist eine Meinung.

Es wird Zeit, die Fühler, Empfinder und sonstigen intuitiven Erleber der Realität in die Schranken ihres eigenen Geistes zurückzuverweisen und begründete Aussage darüber, wie Dinge sind, welche Konsequenzen sie haben und was man daraus folgern kann, denen zu überlassen, die sich der Mühe unterzogen haben, Informationen zu dem infrage stehenden Gegenstand zu sammeln und sich Kenntnisse zu erwerben. Prinzipiell steht diese Möglichkeit jedem offen. Das ist das demokratische an der Wissenschaft. Auch die Aushandlungsprozesse in der Wissenschaft, sind insofern demokratisch als sie an Kriterien und Methoden ausgerichtet sind, die jeder erlernen kann.

Die Demokratie endet jedoch da, wo es zum demokratischen Recht erklärt werden soll, über die Realität abstimmen zu wollen. Ab diesem Punkt wird Wissenschaft zum Herrschaftsmittel derer, die sich über die wissenschaftlichen Fakten informiert haben, über diejenigen, die sich nicht darüber informiert haben. Das Schöne an diesem Herrschaftsmodell ist, jeder hat die Möglichkeit, sich zu informieren… Deshalb ist es so wichtig, dass Wissenschaft und ihre Ergebnisse für jeden zugänglich sind, dass Wissenschaft nicht von Staaten monopolisiert wird und dass der wissenschatfliche Erkenntnisprozess frei ist von Einflusnahme durch Interessenverbände oder Parteien. Deshalb kann sich Wissenschaft nur in einem Klima des Liberalismus, in dem Arbeitsteilung herrscht und jede Form von Kritik (also Kritik als begründete, logisch korrekte Aussage, nicht als: das ist Mist) möglich ist, entwickeln. 

Aus den Gründen, die wir hier dargelegt haben, unterstützen wir die Aktion von David Zaruk, der 2018 zum Jahr der Vernunft machen will, dem Jahr, in dem es gelingt, die Dummen zu stoppen und die Wissenschaft wieder zu ihrem Recht kommen zu lassen.

Die Glyphosat-Files: Ein Wissenschaftskrimi um Gier, Lügen und Reiz-Reaktions-Deppen

Unsere Geschichte beginnt im März 2015, genau am 20. März 2015. An diesem Tag veröffentlicht die IARC, die International Agency for Research in Cancer, ein Teil des Weltunternehmens UN, eine Monographie mit dem Titel: „Some Organophosphate Insecticides and Herbicides“ (Monograph 112). Darin wird Glyphosat in die Gruppe 2A eingeordnet, als Substanz, die möglicherweise bei Menschen Krebs hervorrufen kann. Neben Glyphosat wurden noch Malathion und Diazinon als möglicherweise für Menschen krebserregend eingestuft. Aber von Malathion und Diazinon wurde seither nichts mehr gehört. Keine NGO schickt Aktivisten auf die Straße um gegen die Verwendung von Malathion oder Diazinon, beides Insektizide, die z.B. eingesetzt werden, um Moskitos oder Flöhe zu bekämpfen und entsprechend eine viel höhere toxische Wirkung auf Menschen haben können als Glyphosat, das auf Äcker ausgebracht wird, zu demonstrieren. Möglicherweise hängt das damit zusammen, dass Malathion und Diazinon nicht von Monsanto hergestellt werden, wie dies für Glyphosat der Fall ist.

Schon Charles Dickens kannte die Art von Anwalt, die sich so lange für die Sache des Mandanten einsetzt, bis die Sache des Mandanten in den Besitz des Anwalts übergegangen ist.

Und hier beginnt der Wissenschaftskrimi, den wir u.a. auf Basis von Veröffentlichungen im Blog „Risk-Monger“, auf den uns ein Leser hingewiesen hat und den wir jedem Leser wärmstens empfehlen können, rekonstruiert haben.

Hauptdarsteller: Christopher Portier.

Christopher Portier ist der Aktivist, DER Aktivist gegen Glyphosat. Er ist als Lobbyist in die Hauptstädte Europas gereist, hat Parlamente, darunter den Bundestag besucht, die EU-Kommission bearbeitet, er hält Vorträge und nicht zuletzt ist Christopher Portier der einzige, der als externer Experte an der Erstellung von Monograph 112 durch die IARC beteiligt war. Er ist maßgeblich für die Einordnung von Glyphosat als möglicherweise krebserregend verantwortlich.

Portier ist jedoch, wie umfangreiche Recherchen von David Zaruk, der u.a. als Professor an den Brüsseler Universitäten Saint Louis und KUL lehrt, belegen, nicht nur ein „externer Experte“, der sich mit der Toxikologie von u.a. Organophospaten auskennt.

Tatsächlich kennt sich Portier nicht sonderlich damit aus. Er ist Statistiker und hat keine Geschichte als Erforscher der Toxikologie von Pestiziden. Das hat Portier selbst zugegeben. In seiner außergerichtlichen Anhörung als Zeuge in eigener Sache am 5 September 2017 in New York. Dort hat Portier eingeräumt,

  • nie mit Glyphosat gearbeitet zu haben;
  • nie einige der Belege für die angeblich krebserregende Wirkung von Glyphosat selbst geprüft zu haben;
  • Er ist, wie David Zaruk schreibt, Statistiker, der in der Vergangenheit zu einer Vielzahl von Themen gearbeitet hat, darunter Mobiltelefone.

Der externe Experte, auf den die Einstufung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC zurückgeht, ist demnach gar kein Experte. Was ist er dann?

Portier ist ein Aktivist.

Er hat jahrzehntelang für die US-amerikanische NGO „Environmental Defense Fund“ gearbeitet. Der Environmental Defense Fund agitiert seit den 1960er Jahren gegen die Verwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Er steht auf der Gehaltsliste der US-Amerikanischen Anwaltskanzleien Lundy, Lundy, Soleau & South, sowie Weitz und Luxenberg. Mit ersteren hat Portier einen Vertrag als „Consultant“. Pro Stunde erhält er 450 US-Dollar für seinen wissenschaftlichen Rat. Nach Recherchen von Zaruk, die auf Aussagen von Portier in seiner Anhörung beruhen, hat Portier bislang 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen abgerechnet. In den 160.000 US-Dollar sind unter anderem 8.550 US-Dollar enthalten, die Portier Lundy, Lundy, Soleau & South für die Lektüre eines technischen Dokuments von 2-3 Seiten in Rechnung gestellt hat. 19 Stunden für 2-3 Seiten! Die Zusammenarbeit mit der Anwaltskanzlei ist für Portier sehr lukrativ und sie beginnt vor der Veröffentlichung des Monographs der IARC, in dem Glyphosat als krebserregend eingestuft wird.

Diese Einstufung, an der Portier wesentlich beteiligt ist, ist für die Anwaltskanzlei bares Geld wert, denn Lundy, Lundy, Soleau & South gehören zu den Kanzleien, die ihr Geld damit verdienen, Unternehmen zu verklagen. Sie sammeln arme Opfer ein, denen sie versprechend, dass ihnen keine Kosten entstehen und erstreiten in deren Namen hohe Entschädigungszahlungen vor US-Amerikanischen Gerichten. Lundy, Lundy, Soleau & South klagen u.a. gegen Monsanto, wie Zurak aufgezeigt hat, weil Glyphosat angeblich krebserregend ist. Und wo wäre die Erfolgsaussicht dieser Klagen ohne die Einordung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC.

Wir haben bislang somit eine US-Amerikanische Anwaltskanzlei, die ihr Geld u.a. damit verdient, Unternehmen wie Monsanto zu verklagen, weil deren Produkte möglicherweise den Krebs ihrer Mandanten, die sie zuvor oft genug mit dem Versprechen, dass sie die Klage nichts kostet und sie eine hohe Entschädigung erhalten, von der sich die Anwaltskanzlei dann zuweilen die Hälfte selbst gönnt, eingesammelt hat (Zaruk belegt dies am Beispiel einer Konferenz, die von Naomi Oreskes organisiert wurde, um nach dem Ende der Möglichkeit, Tabakhersteller erfolgreich vor US-Gerichten zu verklagen, herauszufinden, „how to ‚tobacconise‘ other industries“).

Dieselbe Anwaltskanzlei, die ihr Geld u.a. mit Schadensersatzklagen gegen Monsanto verdient, weil Glyphosat angeblich oder möglicherweise zu Krebs bei Mandanten der Kanzlei geführt hat, bezahlt Christopher Portier insgesamt 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen. Das Vertragsverhältnis zwischen beiden beginnt bevor Portier sich als „Key to the Glyphosate Ban“ erweist und die Einstufung von Glypohosat als krebserregend durch die IARC erreicht.

Ein wahrer Wissenschaftsthriller.
Fassen wir bis hierhin zusammen.

  • Eine Agentur der UN, IARC, ein kleiner Laden in Lyon, der wohl die üblichen Strukturen nepotistischer Inzucht aufweist, macht Christopfer Portier zum einzigen externen Experten im Hinblick auf die Einschätzung möglicherweise krebserregender Folgen durch die Verwendung von u.a. Glyphosat.
  • Portier war Lobbyist für die US-NGO „Environmental Defense Fund“, die seit Jahrzehnten gegen den Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft Kampagnen durchführt.
  • Portier wird von einer US-Amerikanischen Anwaltskanzlei als Berater bezahlt. Insgesamt erhält er 160.000 US-Dollar für Beratungsleistungen, die z.B. darin bestehen, 19 Stunden zwei Seiten Text zu lesen.
  • Dieselbe Anwaltskanzlei vertritt Personen, die gegen Monsanto wegen der krebserregenden Wirkung von Glyphosat klagen.
  • Die Erfolgsaussichten der entsprechenden Klage sind durch die Einstufung von Glyphosat als krebserregend durch die IARC erheblich gestiegen.
  • Die Einschätzung von Glyphosat als krebserregend steht im Widerspruch zu allen wissenschaftlichen Fakten, im Widerspruch zur Einschätzung des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) und der EFSA (European Food Safety Authority). Die Einschätzung der beiden Agenturen beruht auf den Ergebnissen einer Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen.
  • Die Einschätzung der IARC basiert letztlich auf dem Verdikt eines externen Experten, der noch nie zu Glyphosat geforscht hat und der sich einen Namen damit gemacht hat, die wissenschaftliche Forschung als von der Industrie finanzierte Forschung zu denunzieren, derselbe Forscher, der von einer Anwaltskanzlei bezahlt wird, für die die Einstufung von Glyphosat als krebserregend bares Geld wert ist.

Das Skript könnte von der Mafia stammen.

Zentral für das Skript sind emotionale Kampagnen, denn Aktivisten, vor allem Umweltaktivisten leben von Emotion, es ist deren Substitut für Erkenntnis. Und Emotion ist, was ihnen geliefert wird. Aber, die NGO lebt nicht von der Emotion allein. Entsprechend sind NGOs ständig auf der Suche nach lukrativer Gutheit, die die Spendenkasse füllt, durch wen auch immer. Für die Sache lukrativer Gutheit werden die eigenen Aktivisten ins Feld geschickt, um eine öffentliche Meinung so zu manipulieren, dass sich kaum mehr jemand traut, öffentlich eine von der Sache lukrativer Gutheit abweichende Meinung zu vertreten. Eine Situation, die es wiederum Anwaltskanzleien erlaubt, ihre Klagen vor US-Gerichten, in denen sich 12 Juroren ein Urteil bilden müssen, ohne großen Widerstand und ohne die Gefahr, auf Fakten zu treffen, durchzubringen und die große „Corporate Bonanza“ einzufahren.

Die Mobilisierung des Aktivistenmobs in Europa, das letzte, was noch zu erklären ist, wird von Zurak als „Carpetbagger“ Ansatz zum Lobbying bezeichnet. Im Englischen bezeichnet man einen Politiker, der in einem Wahlkreis kandidiert, zu dem er keine lokale Verbindung hat, als Carpetbagger. Man übersetzt den Carpetbagger wohl am besten als Profiteur lokaler Besonderheiten. Die lokalen Besonderheiten, die US-Aktiviten, die genveränderte Organismen oder Pestizide in der Landwirtschaft bekämpfen, in Europa ausnutzen wollen, werden von Zurak mit dem Begriff des „more fertile precautionista lobbying terrain“ umschrieben. In Deutsch: In Brüssel und in Europa insgesamt, ist mehr Potential für Hysterie. Hier kann man leichter einen öffentlichen Wutausbruch der Gutmenschen provozieren bzw. zu Wege bringen und die Aktivisten, denen man die Emotion geliefert hat, zu unwissentlichen Wasserträgern der eigenen Interessen machen, sie in ihrer Neigung, sich zum Reiz-Reaktions-Deppen der Interessen anderer instrumentalisieren lassen, abholen und ausnutzen. Und überhaupt: Wir leben in einer globalisierten Welt. Europäische, selbst deutsche Idiotien finden ihren Weg auch nach Nordamerika und helfen dort, Konzerne zu erpressen und auszupressen.

Eine Meute von Anwälten lebt in den USA davon (oder schmarotz daran). Europäische NGO-Aktivisten und sonstige Gute, sie machen es möglich.

Und Aktivisten wie Christopher Portier zerstören die Wissenschaft, ihre Reputation und ihren Leumund. Aber in Zeiten der Gender Studies ist das fast schon normal.

Wir empfehlen allen Lesern den Post von David Zaruk. Manchem, der Kognition vor Emotion stellt, wird dabei ein Licht aufgehen, vielleicht sogar ein Kronleuchter.

Der Krimi wird zur Serie und geht weiter: Glyphosat: Alles Lug, Trug und Manipulation

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